Kommentare

Sturm im Wasserglas

Es ist doch schon längst entschieden, dass Griechenland um jeden Preis im Euro gehalten wird. Tsipras wird von der Eurogruppe 20 Milliarden mehr erhalten, als er verlangt hat und alle hoffen, dass es für drei Jahre reicht.

Danach: alles auf Anfang
(Oder: Und täglich grüßt das Murmeltier)

Aus oder Vorbei

Es kann nur noch eine vernünftige Lösung geben - GREXIT! Wolfgang Bosbach hat es vollkommen zutreffend beschrieben. Wenn nicht, dann kommen bald die Nächsten und wollen dauerhaft alimentiert werden. Die Party im Süden auf Kosten des Nordens muss gestoppt werden bevor sie vollends aus dem Ruder läuft. Die einzig logische und verantwortungsvolle Alternative zum GREXIT wäre der DEXIT - Deutschland verlässt die Schulden- und Transfer-Union. Dann kann "der Rest" so viele Hilfspakete und Notkredite verteilen wie er möchte; ohne das jemand dabei stört. Darüber darf man auch gern das Volk befragen, es wurde ja schon bei der Einführung des monströsen EURO-Experimentes nicht gefragt. Und so etwas nennt sich auch noch Demokratie .....

Es sieht schlecht aus

Ich habe mir das Schäuble-Papier durchgelesen, und muss sagen, dass es politisch gut, und funktionell nichts daran auszusetzen ist.

Was ich jedoch bemängeln muss ist, dass ein Herr Juncker auf deutsch eine Rede mit den Worten der Kampfbereitschaft eröffnet. Wenn der Herr gegen Deutschland kämpfen will, dann soll er bitte seinen Geldbeutel öffnen, und nicht in den der anderen langen. Solange die Deutschen die Hauptlast der EU und der griechischen Schulden tragen, solange nehmen wir uns auch heraus, unsere Meinung dazu zu sagen.

Und wenn andere beschließen, dass Griechenland mit Wischi-Waschi-Versprechen und ohne konkrete Verpflichtung Geld erhalten, mehr als jemals zuvor im Gespräch war, dann sollen auch die den Geldbeutel öffnen. Merkel und Schäuble können keine Zusagen machen, denn sie haben dazu kein Mandat.

Und nach einer solchen Rede des Herrn Juncker wird es auch fraglich sein, ob der Bundestag dieses erteilt.

Ohne grundlegende Änderungen der Griechen kein Geld. Punkt.

SOZIAL-IS-MUS

Bankenrettung ja? Menschenrettung nein? - Aber darum geht es doch garnicht! So wie den durchweg inkompetenten EU-Finanzministern der Fachmann Varoufakis nicht gepasst hat ( er hat wohl als einziger den Durchblick und redet Tacheles ) so passt Ihnen auch der jetzige nicht. Griechenland hat nur bei der genehmen rechten Regierung Geld bekommen ( auch Geld um z.B.deutsche Panzer zu kaufen, die Griechen haben mehr Leopard-Panzer als die BW ) . Jetzt mit der linken Regierung geht das natürlich nicht mehr. - Warum holt man sich das Geld nicht bei den ehemals regierenden Oligarchen zurück ? Warum schickt man die Panzer nicht zurück nach Germany ? Sagt: Können wir nicht bezahlen, und brauchen wir nicht. - Liebe Griechen:Geht euren eigenen Weg, ihr, das Volk habt mit Mehrheit gegen diese Erpressung gestimmt. Geht auf die Strasse, macht eurer Regierung Dampf! Aber lasst sie im Amt, alles andere kann nur schlechter werden. Viele Menschen in Europa schauen auf euch . SOZIAL-IS-MUS !!!

es wird ein fauler Kompromiss werden

ich sehe das es auf eine Transferunion mit all den Ländern hinausläuft für die er Euro zu stark ist. Lafontaine , Dirk Müller, das DIW und Herr Prof. Sinn u.a. haben leider Recht. Die Regierungschefs sind unfähig die Reißleine zu ziehen - wir werden alle die Bretterwand hinunterkrachen. Dann können wir den Schwächeren auch nicht mehr helfen, da alle an das gleiche Seil gebunden sind. Das Experiment Euro ist unter diesen Bedingungen sofort zu stoppen. Ich möchte nicht nochmal die DDR. T. wird übrigens die Reformen versuchen zu umgehen- das Volk wird auf die Straße gehen. Die Reformen passen nicht zu seiner Ideolgie und nicht zum Verständnis der Griechen. Warum hat er in den 5 Monaten nichts gegen die Steuerflüchtlinge unternommen? Im Gegenteil- Reformen zum Vorteil von Steuersündern und Kapitaltransfer ins Ausland. Wenn das kein Plan ist .

Verbündete zu finden ist eine Kunst.

Sie zu halten um so mehr.

Tsipras hat sich, in den wenigen Monaten, seit er Regierungschef ist, F, I und die USA (die aber nicht mitzahlen!) als Verbündete aufgebaut.

SP, POR, Balt. Staaten, NL, FIN - sie alle wollen das, was Schäuble will.

Sie sind Ds natürliche Verbündete.

Wenn Merkel nicht hart bleibt, vergrämt sie ihre natürlichen Verbündeten.

Mit denen sie - keine Zeit? Keine Lust gehabt? - sich nicht zusammen zu setzen. Wie Tsipras es mit seinen aus F und I tat.

Wenn unsere Merkel immer so inaktiv ist - wird Deutschland irgend wann einmal alleine da stehen.

Und von allen zum Hauptzahler bestimmt.

Deshalb ist Merkel schon lange ein Teil des Problems der Griechenland-Krise. Und sicher nicht die Lösung.

Könnte sie wenigstens heute, aussnahmsweise, nicht umfallen?

Und ihre Verbündeten nicht im Stich lassen?

Wahre Finnen

Eigentlich waren (oder vielleicht sind sie es noch, wenn D unter dem Druck der EU einknickt) die wahren Finnen meine letzte Hoffnung, obwohl ich kein "Rechter" bin. Aber dann kam Schäuble mit einem vernünftigen Papier, welches den Grexit auf Zeit für Griechenland bedeutet.
Schade, dass keiner der Politiker sich mehr die Wahrheit zu sagen traut: Wenn GR wieder 50, 70 oder 80 Milliarden bekommt, dann stehen wir in drei Jahre wieder dort wo wir heute sind.

Die Frage ist doch, warum

Die Frage ist doch, warum sich Schäuble derart querstellt. Es gibt im Wesentlichen zwei Möglichkeiten; entweder geht es immer noch darum, die missliebige griechische Regierung zu stürzen. Das würde einmal mehr beweisen, dass er von Demokratie nichts hält. Oder; er will die EU wie wir sie heute kennen sprengen. Das wäre noch schlimmer.
Renzi hat sich sehr, sehr deutlich geäussert. (Durfte man heute Nacht an dieser Stelle noch nicht sagen.) Weitere Spitzenpolitiker aus anderen Ländern haben sekundiert. Es tun sich Gräben auf, ohne dass irgend etwas geregelt wäre. Die derzeitige deutsche Politik ist - speziell auch angesichts der globalen Situation - im höchsten Masse unverantwortlich. Egal was die Griechen weiter tun. Um sie geht es eigentlich gar nicht.

Was mich am meisten wundert..

ist,dass Frankreich,das doch auch ziemlich weit unten ist,hier so eine große Rolle Spielt.

Vertrauen

Ist ein wichtiges Element im Wirtschaftsleben.

Mit den Taschenspielertricks, mit denen die Hohe Politik hier arbeitet, um den Griechen weitere Milliarden zuschanzen zu können, wird LANGFRISTIGE Folgen haben:

1. Wirtschaftsreibende wissen, dass man der deutschen und französischen Regierung nicht glauben kann.

2. Da die beiden 50% der Eurozone ausmachen, wird die Eurozone weltweit an Vertrauen verlieren.

Die Folgen kann noch keiner abschätzen. Weil man nicht weiß, wie viele Konzerne lieber in die - so und so billigeren - BRIC Staaten produzieren gehen.

Weil sie dem - bisher vertrauenswürdigen - Europa nicht mehr trauen können.

Denn diese Taschenspielertricks mögen Wähler beeindrucken.

Weltweit agierende Wirtschaftsbosse aber, durchschauen das.

Und steigen bei uns aus.

Was unds wirtschaftlich weiter schwächen wird.

Verspielt es Vertrauen

Warum nicht "erst die Ware, dann das Geld"? , ggf. Schritt für Schritt, z.B. für Erhöhung Mehrwertsteuer (nicht nur beschließen, sondern auch umsetzen) für Hilfsbetrag x und so weiter, falls es ein Regelbruch ist: davon hat es sicher schon reichlich gegeben. Vielleicht ist ja dies eine vertrauensbildende Maßnahme.

"Die Verantwortung

"Die Verantwortung Deutschlands sei "riesig", sagte Asselborn. "Es geht jetzt darum, nicht die Gespenster der Vergangenheit heraufzubeschwören.""

Dieser Aussage kann man zu 100% zustimmen.
Der deutsche Michel gibt sich immer der Illusion hin, er sei endlich angekommen in der europäischen Familie. Dem mag vordergründig so sein. Man hegt auch durchaus Respekt für sogenannte deutsche Tugenden. Unter der Oberfläche allerdings herrscht tiefes Mißtrauen und Angst davor, daß der "hässliche Deutsche" seine Fratze wieder zeigen könnte. Die Bundesrepublik steht in der Pflicht diesen Ängsten entgegenzutreten. Das ist das Erbe das wir alle zu schultern haben, ob es uns nun passt oder nicht. Als der Euro als irreversibles Zahlungsmittel gestrickt wurde, war Schäuble als Kabinettsmitglied involviert. Als mit dem Karlspreis geehrter sollte Herr Schäuble nicht plötzlich gegen die Interessen eines einigen Europas handeln.

Europapolitik war immer Chefsache, und das ist auch gut so.

Gelder für Griechenland

Immer der gleiche Text über die Griechenlandschulden. Es wäre gut wenn wir keine Kommentare mehr bekommen würden, sondern eine Reportage über den Verbleib der bisher gezahlten Gelder. Ich glaube das ganze Gr. Volk zahlt die Schulden für einige wenige Absahner sowie das deutsche Volk.

Unter welchen Vorraussetzungen sind Hilfen möglich

Hier einmal der link zu Tagesschau
"Rettungsschirm ESM einfach erklärt

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/esm110.html

Da ist genau folgendes zu lesen:
Der ESM-Vertrag legt fest, dass Hilfen nur gewährt werden dürfen, wenn diese "zur Wahrung der Finanzstabilität des Euro-Währungsgebiets insgesamt und seiner Mitgliedsstaaten unabdingbar" sind. Bevor die Regierungen der Eurozone im sogenannten ESM-Gouverneursrat darüber entscheiden, ist eine Bewertung durch die Europäische Zentralbank vorgeschrieben. Diese muss prüfen, ob tatsächlich eine Gefahr für die Finanzstabilität der Eurozone oder ihrer Mitgliedsstaaten besteht, ob die Staatsverschuldung des Antragstellers tragfähig ist und wie viel Geld das Land tatsächlich benötigt.

Nun meine Frage an alle Kommentatoren hier:
Hat die EZB die hier beschriebenen Fragen bereits beantwortet?
Wenn ja wann und wo ist dieses nachzulesen.
Ich bin der festen Überzeugung, daß man jetzt zusammensitzt und die nächste Mogelpackung verabschieden will.

Die Transferunion

Wird kommen (müssen). Genauso wie in der Bundesrepublik die starken Länder die schwachen unterstützen, wird es auch im Euro Raum geschehen. Damals hat der Mut gefehlt. Heute hat man nicht mehr viele Alternativen.

Chefsache

Dann haben also bisher subalterne, arroganten Beamte Diensteifer an den Tag gelegt?
Medial kam es mir zumindest so vor.

ARD Mann Krause beteiligte sich eifrig an dem Griechenland- bzw. viel mehr an dem Tsirpas-"Bashing".
Schaut man sich dazu auch noch das Schäuble"Papier" an, dann ist die "Emser Depesche" dagegen eine Friedensäusserung. Wo bleibt der empörte Aufschrei der SPD und der freien, unabhängigen Medien?

Deutschland hat mit den Vorgänger-regierungen die Fundamente für die heutige Situation gelegt.
Nun versuchen Kräfte der EU und Medien, vorrangig aus Deutschland, die Schuld allein auf Tsirpas zu wälzen. Schäuble gehört zu diesen Kräften, die Europa aus ideologischen Gründen oder Kurzsichtigkeit bereit sind, zu spalten.

Die BRD soll das Scheckbuch zücken!

Griechenland hat sehr hoch gepokert und dabei alles verloren – Pech gehabt. Aber es hat nicht nur Geld verloren, sondern seine Glaubwürdigkeit, und das wiegt noch viel schlimmer.

Die Pleiteanwärter in der zweiten Reihe – Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, Slowenien – können jetzt schon einmal sehen was ihnen noch bevorsteht, wenn sie sich nicht endlich am Riemen reißen. Die EU kann helfen, aber immer nur in Form von Hilfe zur Selbsthilfe, mehr nicht!

Es wird darauf hinauslaufen, dass die Länder (Italien, Frankreich), die vor ähnlichen Probleme wie Griechenland stehen, aber bisher weder eigene nennenswerte Reformen eingeleitet haben, noch Griechenland in die Rezession gefolgt sind, einen Deal mit Griechenland fordern, um diesen später auch für sich selbst fordern zu können.

Italien und Frankreich brauchen einen „Mittäter“ und Deutschland soll das Scheckbuch zücken!

Jetzt bleibt nur. Kein neues Geld nach GR. Sie wollen und können sowieso nichts zurückzahlen. Zurück zur Drachme

Umfaller

Dass der Euro ein totgeborenes Kind ist, will man weiterhin nicht wahrhaben. Auch die Versprechung weiterer zehn, fünfzehn oder zwanzig "Reformen" ändert an der konkreten Lage nichts, denn selbst wenn sie sofort umgesetzt würden, würden sie in der Laufzeit des neuen Hilfspaket keine hinreichende Wirtschaftskraft erzeugen, die zur Rückzahlung der neuen Kredite reicht, von den alten ganz zu schweigen. Das Land ist zahlungunfähig, die Banken konkursreif, und das sollte man endlich zur Kenntnis nehmen.
Neuanfang mit Drachme, SACHhilfen für die Gesundheits- und Lebensmittelversorgung, SACHhilfen beim Aufbau einer funktionsfähigen Verwaltung und Infrastruktur, aber keine GELDhilfen, die eh nur wieder versickern.
Ich bin mit Timo Soini und den Perussuomalaiset als Ausländer in Finnland keineswegs glücklich. Seine Ablehnung weiterer Geldhilfen für Griechenland, die ihn 2011 nach seinem Wahlerfolg die Koalitionsfähigkeit kostete, ist angesichts der tiefen finnischen Wirtschaftskrise richtig.

Fristen

Da wird jetzt von den Griechen verlangt, bis Mittwoch die Gesetze zu den Vorschlägen sauber auszuarbeiten, zu beraten und zu beschließen?

Deutschland braucht für einen solchen Vorgang Monate!

17:20 von pnyx

Varoufakis hat letzten Montag seine persönliche Konsequenz getroffen.

Ich kann mir vorstellen, daß Tsipras diese Woche Neuwahlen ausruft und dabei seinen Einfluß noch vergrößert.
Davor haben die Regierungschefs der € Staaten sicherlich große Angst.

Aber in diesem Fall wird es auch in anderen Ländern den Hardlinern an den Kragen gehen.
Da werden sich solch gravierende Grabenkämpfe auftun, daß Europa im Ganzen scheitert.

Die Verwerfungen eines solche Szenarios möchte ich mir nicht vorstellen.

Am 12. Juli 2015 um 17:20 von pnyx

Der italienische Finanzminister hört sich da ganz anders an. Und vielleicht sollte man einmal bedenken das auch Deutschland eine Demokratie ist und irgendwelche Beschlüsse durch das Parlament müssen.

ich finde es unverschämt

in jedem Beitrag zu der Griechenland-Kriese wird ein anderer, für die Rettung, notwendiger Betrag angegeben.

Was soll diese Taktik? Jetzt einigen sich die Staatschefs und in drei Jahren sind weitere Milliarden verloren und dann kann man behaupten "wir haben doch angegeben, etwas zwischen 50 und 500 Milliarden wird es uns kosten Griechenland im Euro zu halten".

Am schlimmsten finde ich, dass der Bürger bei so großen Entscheidungen nicht direkt beteiligt wird, auch mit Hinblick auf neue EU- und Euro- Beitrittskandidaten.

re pnyx

Die Frage ist doch, warum sich Schäuble derart querstellt. Es gibt im Wesentlichen zwei Möglichkeiten"

Nein, drei.

Herr Schäuble muss berücksichtigen, dass eine Alimentierung Griechenlands ohne harte und kontrollierbare Reformauflagen erstens in seiner Bundestagsfraktion und zweitens in der Wählerschaft der Union sehr unpopulär ist.

Komischerweise wird die Frage: Was will eigentlich das Volk? fast nie für Deutschland gestellt.

@Pnyx Ist Ihrer Ansicht die

@Pnyx

Ist Ihrer Ansicht die Aufgabe der Bundesregierung innerhalb der EU, den finanzschwachen EU Ländern quasi Transferzahlungen bis Ultimo zukommen zu lassen? Ist es das, was in Ihrer Sicht das Fundament der EU darstellt?
Dann frage ich mal hier in den Raum: wer möchte so eine EU?

Die Verhandlungszeit, die

Die Verhandlungszeit, die Deutschland der Eurogruppe auferlegt, hat Griechenland bekannterweise nicht. Jeder weitere Tag ohne faktischen Handel in Griechenland macht den sogenannten "Grexit" unumkehrbarer.
Aufgrund dieser Verzögerungsstrategie hat sich Deutschland wohl schon für den Grexit entschieden. Und dass wirklich Bemerkenswerte ist: gegen die klaren Weisungen aus Washington, Griechenland aus politisch-geostrategischen Gründen unbedingt in der Eurozone (also auch der NATO!) zu halten.
Da heißt es wohl erstmal, anschnallen und Kopf einziehen.

Aus Absichtserklärungen muss Athen bis Mittwoch Gesetze machen

Soll es Verhandlungen über ein neues Hilfsprogramm aus dem ESM-Rettungsfonds für GR geben, muss die griechische Regierung die angebotenen Reformen zur Mehrwertsteuererhöhung, dem Rentensystem und die Privatisierungen von Staatseigentum zwecks Leistung des Schuldendienstes bis Mittwoch im Parlament gesetzlich beschließen, um das verloren gegangene Vertrauen der Europartner und der Institutionen zurückzugewinnen.

Die Staats- und Regierungschefs der Euroländer werden heute wohl solange beraten, bis Einvernehmen über die von Athen zu erfüllende Agenda besteht. Damit wäre dann ein "Grexit auf Zeit" vom Tisch. Es geht aber auch darum, das Finanzierungsproblem Griechenlands so nachhaltig zu beraten, dass die Eurogruppe in einem halben Jahr nicht wieder vor der gleichen Situation steht. Und für Tsipras geht es darum, den Spagat zu schaffen zwischen der lt. Referendum beschlossenen Ablehnung jeglicher Bedingungen für neue Kredite und der Vermeidung eines Staatsbankrotts mit Grexit.

re sharkie

"Da wird jetzt von den Griechen verlangt, bis Mittwoch die Gesetze zu den Vorschlägen sauber auszuarbeiten, zu beraten und zu beschließen?

Deutschland braucht für einen solchen Vorgang Monate!"

Da müssen einfach so schnell arbeiten wie beim Referendumsgesetz.

Das ging doch auch hoppla-hopp.

ein wenig Schauspiel

Es wird eine Einigung in letzter Minute geben und am Rande des Untergangs am Montags wird man den Griechen noch ein paar "Zugeständnisse" abringen. Keine glaubt ernsthaft, dass das 3. Paket die Wende bringt. Dafür stehen weder die politischen Akteure noch bestehet eine Bereitschaft breiter Schichten der griechischen Bevölkerung, die bislang vom "Pleitemodell" gut gelebt haben. Aber letztlich ist das Mitschleifen von Griechenland in der Abwägung immer noch besser, als die geopolitischen Risiken. Wer möchte schon gerne in 2 Jahren einen russischen Marinestützpunkt auf Piräus? Von einem Absturz Griechenland würde vor allem Russland profitieren. Der bärbeißige Schäuble, das harte Ringen, alles gehört dazu. Die Einigung darf nicht einfach sein, es soll abschrecken, das Modell Griechenland soll anderen Südrepubliken nicht zum Vorbild werden.

Wahre Finnen

Sonne 100 - Eigentlich waren (oder vielleicht sind sie es noch, wenn D unter dem Druck der EU einknickt) die wahren Finnen meine letzte Hoffnung, obwohl ich kein "Rechter" bin.

Allzu grosse Hoffnung darf man sich leider nicht machen - die aktuellen Nachrichten von YLE signalisieren, dass - wie gehabt - hinter den markigen Worten des Finanzministers Stubb nicht viel steckt, und Ministerpräsident Sipilä, kennt als Millionär das Leben seines Durchschnittsfinnen auch nur aus Iltalehti und ist nur seinem eigenen Volk gegenüber hart.

Das Land steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise, alle Regierungsparteien einschliesslich Timo Soinis "Wahren Finnen" haben schon Tage nach der Wahl ihre Wahlversprechen vergessen.

Timo Soini wird bei einem Umfall von Stubb und Sipilä die Bequemlichkeit seines Ministersessels und den Bruch der Regierung kaum riskieren.

Damit das Volk nicht laut protestieren kann, bleiben die Ausschusssitzungen des Parlaments geheim - auch hier keine echte Demokratie

Am 12. Juli 2015 um 17:38 von

Am 12. Juli 2015 um 17:38 von tiberius gracchus

"Die Transferunion

Wird kommen (müssen). Genauso wie in der Bundesrepublik die starken Länder die schwachen unterstützen, wird es auch im Euro Raum geschehen. Damals hat der Mut gefehlt. Heute hat man nicht mehr viele Alternativen."

Es ist die Pflicht jedweder Regierung nach Ablegung des Amtseids der eigenen Bevölkerung zu dienen. Worin sehen Sie den Vorteil eines Verbleibs der BRD und anderen nordeuropäischen Staaten in der EU, wenn es die Hauptaufgabe ist, ärmere Staaten durchzufüttern? Meinen Sie, damit lassen sich politische Mehrheiten in den Ländern finden?
Es ist immer wieder faszinierend, welche Vorstellungen vom Sinn einer Gemeinschaft immer wieder mal hier in diesem Forum auftauchen.

Zahlen wieder die Steuerzahler der BRD die Zeche

Vermutlich gibt es wie immer wieder einen faulen Kompromis und weitere Hilfen für Griechenland mit Zusagen, die dann wieder nicht eingehalten werden und ein fauler Kompromis, bei dem wieder die Hauptlast die Steuerzahler der BRD die Zeche zahlen dürfen. Ein Verbleib von Griechenland in der Eurozone um jeden Preis - es wird zu einer unerträglichen Steuerlast für den Rest der EU und in der Hauptsache wieder für die Steuerzahler der BRD !

re klaus1963

"Ich kann mir vorstellen, daß Tsipras diese Woche Neuwahlen ausruft und dabei seinen Einfluß noch vergrößert."

Einfluss auf was?

//Die griechische Regierung

//Die griechische Regierung muss nach Angaben des finnischen Finanzministers Alexander Stubb erste Reformen bis zum Mittwoch durch das Parlament bringen. Die Eurogruppe habe dazu ehrgeizige Vorschläge gemacht. Es gehe um weitreichende Maßnahmen bei der Mehrwertsteuer, bei Renten und bei Privatisierungen.//

Richtig so. Das wäre Aufgabe der gr. Regierung schon vor 5 Monaten gewesen. Sie war aber zu feige und möchte ihrem Volk lieber weismachen, dass es auch ohne Reformen gegangen wäre und sie nur wegen des Drucks aus dem bösen Ausland jetzt reformieren muss. Dabei hätte das Land ohne Hilfe in den letzten Jahren schon längst seinen Lebensstandard deutlich senken müssen. Griechenland sollte den EU Steuerzahlern und Geldgebern dankbar sein, bis jetzt ohne Reformen weit über seine Verhältnisse gelebt haben zu können.

Vergleich Euro-Länder vs. Länder mit eigener Währung.

Durchschnittliches jährliches Wirtschaftswachstum seit 1999:

Nicht-Euro Länder:

Schweden 2,31

USA 2,18

GB 1,98

CH 1,89

Norwegen 1,68

Euro-Länder:

FIN 1,60

NL 1,44

Frankreich 1,40

Deutschland 1,28

Euro-Zone als Ganzes: 1,27

Quelle: Die Welt.

Es ist also völlig falsch zu behaupten, Deutschland hätte die Eurozone am meisten gebracht.

Die Zahlen reden eine völlig andere Sprache.

Aber wahrscheinlich weiß so etwas Merkel gar nicht.

Warum verhandelt bei den Chefs nicht Schäuble, anstatt ihr. Er kennt sich aus. Sie nicht.

Wer Angst hat der nächste zu sein, der wird alles tun....

Ob ein Grexit für Griechenland die schlechteste Lösung wäre, darf bezweifelt werden. Ein entschuldetes Griechenland dürfte außerhalb des Euro wieder mit einer eigenen Währung auf die Beine kommen. Vielleicht ist das sogar die einzige Möglichkeit für das Land.

Griechenland könnte seine Konkurrenzfähigkeit und Attraktivität für Touristen mit einer vergleichsweise günstigen Währung steigern und müsste nicht ständig eine innere Abwertung über Lohndumping betreiben, die eine Spirale aus Deflation und Depression antreibt.

Da sich Importe aus anderen Währungsräumen deutlich verteuerten, würde auch die nationale Produktion angeschoben.Die Programme der Troika oder des IWF (wenn auch abgeschwächt) verlängern ohne einen Schuldenschnitt nur das Leiden,ohne eine reale Perspektive auf Verbesserungen zu bieten.

Die Bevölkerung hat sich klar gegen weitere Austeritätsprogramme ausgesprochen

Wer Angst hat der nächste zu sein, der wird alles tun, das kein Exemple geschaffen wird

Die neuen Verhandlungen müssen

schnellstens aufgenommen werden.Es bleibt keine Zeit mehr.Zu viel steht für die Euro Zone auf dem Spiel. Da mit den Ärmsten in der Bevölkerung erst einmal geholfen werden kann, muss der Notkredit nachgebessert werden.

Sachlich richtige Lösung von Herrn Schäuble

Die Mehrheit der Mitglieder der Euro Gruppe teilt die Meinung von Schäuble. Es ist erstaunlich dass die Meinung eines Fachmannes nicht als Entscheidungs- Grundlage genommen wird. Bislang waren die Resultate der Gespräche der Regierungschefs unter jedem Niveau, jederzeit können die Verhandlungen abgebrochen werden. Hinzu kommt, dass das persönliche Verhältniss zwischen einigen Regierungschefs nicht besser geworden ist. Es könnte sich ein Bruch anbahnen in der EU . Ebenso ist das Vertrauen der Wähler in unserer Regierung deutlich gesunken, mann weiss nicht was an U'berraschungen auf uns zukommt. Keine gute Grundlage für Gespräche.

@TSAKALOTOS

Sie schreiben: "Bankenrettung ja? Menschenrettung nein? - Aber darum geht es doch garnicht! So wie den durchweg inkompetenten EU-Finanzministern der Fachmann Varoufakis nicht gepasst hat ( er hat wohl als einziger den Durchblick und redet Tacheles )"
Wenn Varoufakis so viel Sachverstand hat, warum beantragt Griechenland ein drittes Hilfspaket? Laut Varoufakis sollte Griechenland überhaupt keine neuen Kredite mehr aufnehmen.
Hier pauschal alle Finanzminister als inkompetent zu bezeichnen, ist weder weise noch richtig. Hinter jeden Finanzminister stecken kompetente Experten aus dem Finanzministerium.
Und das Fingerzeigen von Varoufakis auf alle anderen unter Abstreiten eigener Schuld schafft nicht gerade eine Vertrauensbasis.
Im Übrigen geht es nicht um Syriza, sondern darum, dass sich die neue Regierung nicht an geschlossene Verträge gebunden fühlt.
Die vereinfachte Interpretation, "Deutschland als Täter, Griechenland als Opfer" ist keine Leitlinie für erfolgreiches Verhandeln.

über den Grexit ist entschieden ...

... nur, D. will ihn nicht verantworten, es müssen die Gr. selbst tun. Grund genug, sie weiter zu knebeln und in die Enge zu treiben. Welches Bild würden die Völker der Welt von der EU malen, wenn es anders herum käme ?

Verspielt es Vertrauen

Oft sind die einfachen Dinge die besten. Ich finde den Vorschlag gut.
Vertrauen ist der Anfang von allem. Da waren wir aber schon, nämlich bei der Aufnahme Griechenlandes im Jahr 2001. Wie kann man heute wieder Vertrauen herstellen, wo es in der ganzen Welt nur um Geld und Schulden geht ?
Wo bleibt da die Ehrlichkeit und das Infrage stellen der eigenen Handlungen ?

18:08 von karwandler re klaus1963

seinen Einfluß im GR Parlament sowie Zustimmung der GR Bevölkerung

@tsakalotos 17.14

Ihren Kommentar möchte ich gerne zum Anlass nehmen zu antworten.
Ihr Varoufakis ist ab in den Urlaub und nicht bei seinen griechischen Menschen um die es ihnen ja geht. Aus den Bankautomaten kommt bald kein Geld mehr weil er und seine Partei es nicht geschafft haben Termine einzuhalten. Besonders ihr Varoufakis hat eine Welttournee in eigener Sache veranstaltet und die "Armen" Griechen im Stich gelassen. Keiner hat die griechische Regierung meines Wissens nach jemals gezwungen deutsche Panzer zu kaufen, oder deutsche Mercedes oder deutsche andere Produkte auf Kredit. Ihr Logik verstehe ich nicht. Ein ganzes Land am Abgrund und sie machen politische Agitation.

@Sharkie

In Ihrer Argumentation steckt ein Webfehler. Die neue griechische Regierung ist bei der Wahl mit dem Versprechen angetreten, die Sparpolitik abzuschaffen. Daher gehe ich davon aus, dass die Regierung sich gründlich informiert hat a) wie die Situation in Griechenland wirklich aussieht und b) wie sich diese Situation ohne Sparen verbessern lässt, etwa durch Erhöhen der Einnahmen. Daher hätte ich erwartet, dass Tsipras und Varoufakis entsprechende Vorschläge einfach aus der Schublade holen. Schon die Zick-Zack-Politik der letzten Wochen hat mich stutzig gemacht. Die jetzige Lage mit dem hohen Vertrauensverlust zeigt aber, dass die griechische Regierung planlos agiert. Sonst hätte man längst ein Alternativmodell vorgestellt.

@um 18:08 von razfaz

""""....einen faulen Kompromis und weitere Hilfen für Griechenland mit Zusagen, die dann wieder nicht eingehalten werden und ein fauler Kompromis, bei dem wieder die Hauptlast die Steuerzahler der BRD die Zeche zahlen dürfen. """"

100% Zustimmung.

Farce

Die Forderung nach mehr Reformvorschlägen gleicht einer Farce! Und wenn die Griechen 50% MWSt beschließen, es fehlt an einem funktionierendem Staatsapparat, der entsprechende Steuern erhebt, durchsetzt und ggf vollstreckt. Und es bedarf zudem Menschen, die noch konsumieren und 50 % MWSt zahlen können. Den Griechen mangelt es bestimmt nicht am Willen, schließlich leiden sie am stärksten, sondern sie wissen nicht wie!!!

Kein Cent an diese

Kein Cent an diese griechischen zahlenverdreher!

Die gute und die schlechte Nachricht

Zunächst einmal herzlichen Dank an Herrn Schäuble, dass er diesmal realistisch geblieben ist in seiner Einschätzung der Lage.

Das ist positiv und entspricht der Ansicht der allermeisten Deutschen.

Dass Frau Merkel jetzt die Sache selbst in die Hand nimmt, ist für uns leider keine gute Nachricht. Denn die angeblich "mächtigste Frau der Welt" pflegt bei diesen Treffen immer einzuknicken.

Nur diesmal ist die Stimmungslage in Deutschland eine ganz andere als noch vor wenigen Jahren:

Man wird ihr dieses Umfallen nicht mehr verzeihen.

Weg mit ihnen

Diese Griechen sind das Tamm Tam nicht wert das um sie gemacht wird.
Sie hatten mehr als genug Zeit um zu zeigen, dass sie es schaffen wollen.
Bis dato ausser warmen und bösen Worten - absolut nichts.
Ich fordere die sofortigen Beendigungen aller Gespräche mit und über Griechenland. Und adzu die Einstellungen aller Zahlungen.
Die Zeit ist um - sie wollten und wollen es nicht.
Es kotzt einen an nur noch Griechenland und deren Hausgemachte Probleme, die sie einfach an andere abgeben wollen ohne selbst einen Finger zu rühren.
Das ganze Europa ist einfach nur ein Sauhaufen.
Deutschland raus aus diesem Mist - es reicht.

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