Kommentare - Eurogruppe erwartet neue Vorschläge aus Athen

06. Juli 2015 - 12:53 Uhr

Die Eurogruppe sieht die griechische Regierung in der Bringschuld. Nach dem "Nein" der Griechen zu den Vorschlägen der internationalen Geldgeber sei es an Ministerpräsident Tsipras, neue Vorschläge zur Lösung der Krise zu unterbreiten.

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Kommentare

Referendum mit links gewonnen

Wem das vorletzte Hemd bereits weg genommen wurde, der wird wohl nicht zustimmen, das man ihm das letzte Hemd auch noch wegnimmt. Von daher ist die Entscheidung der Griechen absolut richtig und verständlich. Alle so genannten "Sparpakete" haben die Bevölkerung nur noch ärmer gemacht. Ich hoffe daher, das die Bürger anderer EU- Länder Griechenland folgen werden. Es wird Zeit, die römische Dekadenz der Reichen, nicht nur in Griechenland zu beenden. Sie gehören zur Kasse gebeten.

Wie lange soll das

Wie lange soll das Kasperle-Theater noch gehen. Es wird Zeit für Entscheidungen.
Haben die Politiker immer noch nicht gemerkt, dass das Problem der Kriese der gemeinsame Euro ist. Wir haben keine Fiskalunion in der EU und die meisten Bürger wünschen sich diese auch nicht.
Griechenland muß die eigene Währung bekommen, damit nicht alle Anderen Schuld am Versagen der griechischen Politik sind.

Es ist doch wieder klar, wie es ausgehen wird...

Athen wird wieder Vorschläge bringen - Vorschläge, die auf den Grundlagen linker Politik basieren.

Diese Vorschläge werde vom konservative-neoliberal dominierten Brüssel wieder abgeschmettert werden - weil sie im konservativen Denken nicht funktionieren können.

Stattdessen wird aus Brüssel wieder Druck aufgebaut werden, die griechische Regierung zu neoliberaler Politik zu zwingen. Das wird Griechenland wiederum nicht akzeptieren.

Und Gratulation, wir haben uns einmal mehr im Kreis gedreht, wie die ganzen letzten Monate schon. In unseren Medien - leider auch in der Tagesschau - wird natürlich dennoch nur davon berichtet werden, wie die böse griechische Regierung "unfähig", "nicht kompromissbereit", "faul", "gierig" oder was auch immer sei. Denn leider transportiert die Redaktion der Tagesschau den neoliberalen Duktus von Herr Feld, Schäuble und Co. direkt weiter, statt unabhängig zu berichten.

In einer unabhängigen Berichterstattung sieht weder Griechenland, noch die EU gut aus...

Nein sagen ist nicht gleich nein sagen

Zitat TS:
"Das Bundesfinanzministerium lehnt nach eigenen Angaben einen Schuldenschnitt für Griechenland ab. Dies sei kein Thema, erklärte ein Sprecher."
Also macht die Regierung dasselbe wie das Griechische Volk! Nein sagen.
Aber wer ist jetzt in der Bringschuld?

Europa, wach auf

In Europa gibt es keinen einzigen Geldgeber-Staat, der selber ohne Schulden ist.

Wer also ist als Geldgeber geeignet, wer kann mit Schulden Bürge sein?
Von wem, von welchem Staat soll man in Europa Geld erhalten, wenn alle Schulden haben?

Europa, wach auf!

Schon wieder liefern?

Was hat eigentlich die Eurogruppe geliefert? Wo ist die Unterstützung der Bundesregierung bei Besteuerung der "Reichen", was wurde unternommen um deren Vermögen in D aufzuspüren? Warum darf Schulze Parlamentspräsident bleiben, nachdem er nachweislich mehrfach die Bevölkerung belogen hat, während V. gehen muss? Fragen über Fragen...

verkehrte Welt

da taumelt ein Land dem Abgrund entgegen, der Regierungschef verspricht unerbringbares, die Menschen verstehen nicht und feiern einen Pyrussieg und Varoufakis hat seines für die Oligarchen getan. Die haben an der Börse richtig Schotter gemacht.
Tsipras kann auch wieder grinsen, die Griechen haben seinen Geldbeutel auch nicht im Stich gelassen.
Vorschlagen? Was will er vorschlagen, er will fordern.
Er ist ein Scharlatan.

Ausgerechnet Deutschland...,

...dem nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Marshall-Plan mit Schuldenverzicht und langfristigen Kreditvergaben auf die Beine geholfen wurde, führt die Front der Hardliner an, die ihre Kredite ungekürzt zurückgezahlt haben wollen - koste es, was es wolle. Dabei hat sich gezeigt, dass die bisherige Politik der Troika versagt hat.
Beschämend, dass die SPD-Führung dabei oftmals Wortführer ist. Alle Argumente für eine geänderte Politik werden eiligst unter den Teppich gekehrt. Gleichzeitig wird der grichischen Regierung Populismus vorgeworfen. Wer im Glashaus sitzt...

Europa vereint, wie damals gegen Napoleon ?

Die gr. Regierung wurde von den vereinten europ. Mächten besiegt, doch Tsipras ist von seinem Exil auf Elba triumphierend an die Macht zurückgekehrt.

Napoleon, der u.a. die Ideale der Fr. Revolution in Europa verbreiten wollte, stieß auch auf großen Widerstand der alten Machthaber.
Die unterdrückten Völker hätte gerne ein wenig mehr Freiheiten genossen, aber die Monarchen wussten, wie gefährlich es ist, wenn auch nur ein einziges Land die bestehende Machtordnung in Frage stellt.

Und so haben sich auch heute die Eurokraten gegen den freiheitlichen gr. Ansatz wehren. Denn genauso wie damals beruht ihre Macht auf dem Glauben, ihre Zwangsmaßnahmen seien alternativlos, etwa Lohndisziplin, soziale Kürzungen, längere Arbeitszeiten, etc.

So bleibt die Frage, ob das alte Europa jetzt gewillt ist, Tsipras durch noch härtere Verhandlungen ein endgültiges Waterloo zu bescheren oder ob sich die berufsmäßigen Vertreter europ. Ideale auf ihre franz. und gr. Wurzeln besinnen und zur Vernunft kommen

Wann Volksabstimmung für Griechenland-Soli?

In der gesamten Griechenlanddiskussion vermisse ich einen Aspekt: Die Griechen erwarten, daß andere ihr Leben subventionieren. Das Geld kommt doch aber nicht von Frau Merkel, sondern von jedem EU-Bürger. Dies bedeutet, es geht den Griechen darum, z.B. in Deutschland einen weiteren Soli einzuführen ... dann kommt das nächste Land... es drängt sich mir Zynismus auf ... es scheint, Griechenland wäre es am liebsten, wir würden unser Gehalt gleich an die EU überweisen und diese verteilt es an alle Länder, die Sparen per Abstimmung abglehnen. Und wir sollen schön weiter machen mit dem Sparen.
... wann gibt es in Deutschland eine Abstimmung über einen EU-Soli?

Griechenland soll liefern

Herr Tsipras wird so weitermachen wie bisher. Er wird nicht viel liefern,er wird nur versprechen aber nichts halten.
Griechenland kann einen leidtun. Aber sie wollten es ja so.

Tsipras..

wird keine neuen Vorschläge machen können, die mit seinen eigenen Prinzipien vereinbar sind.. er will einen Schuldenschnitt, das macht Merkel nicht mit.. und da sind ja noch 18 andere Länder, die Ihre Zustimmung für neue Hilfspakete geben müßten.. bei der derzeitigen Stimmung halte ich das für mehr als unwahrscheinlich.

Wahrscheinlich erwarten sie erst mal,

Tsipras kommt mit der weissen Fahne anmarschiert.
Dann wird man sie etwas pfleglicher behandeln.
Als wenn die Griechen es nicht selbst wüssten, das in ihrem Staatswesen jahrelange Schlamperei,Selbstbedienung , Vetternwirtschaft immer noch herrschen.
Bei allen Vorgängerregierungen hat man schlicht und einfach weggesehen. Bei links angehauchten Parteien geht das natürlich überhaupt nicht. Die muss man vorführen.
Man hat zockende Banken auf Kosten der Steuerzahler gerettet. Man hat Kredite ohne irgendwelche Vorbedingungen vergeben.Ihre verordnete Medizin hat grandios versagt.
Nun spielen sie sich auf einmal als die Wohltäter auf,denen man sich devot nähern darf.
Meine Dame, meine Herren, sie sind da auf einem Holzweg.
Insbesonders die Jugend, die gut ausgebildeten
haben mit NEIN! gestimmt.
Die wussten, das sie sonst auf alle Zeiten der politischen Erpressung ausgeliefert sind.

gläubiger sollen verzichten

es ist bekannt, dass banken – genauergenommen goldman sachs – griechenland mittels gefälschter bilanzen in den euroraum gelogen haben. systematisch wurden etats herausgerechnet. betrug am bürger.
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zudem wurden politiker korrumpiert. dafür dass sie zins- und zinseszins generierende kredite aufnehmen und dafür, dass sie hiervon beispielsweise panzer kauften, wofür sie wiederum schmiergelder erhielten (über 1 millionen je verkaufter einheit).
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und glaubt hier irgendemand, dass die zins-alimentierten griechenland die zinsgenerierenden kredite gewährt hätten, wenn sie nicht in euro (nicht abwertbar) bedient würden? von griechen und/oder anderen europäischen steuerzahlern oder per ezb-geldschweme von europäischen sparern?
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wenn die ezb übrigens monat für monat 60 milliarden € billigen geldes generiert, welches an banken geht, die damit spekulieren – wieso in gottes namen kann man mit 720 milliarden pa nicht südeuropas wirtschaft ankurbeln.
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lösung: schuldenschnitt + €-experiment beenden!

Wie ein Mantra ...

wiederholen die Mainstream-Medien: Athen muss liefern - und plappern damit nach, was die Großkopferten der EU ihnen erzählen. Dann heißt es immer, man sei Griechenland entgegen gekommen. Meine Frage ist: Wie sieht dieses Entgegenkommen denn tatsächlich aus???

Neue Vorschläge von Tsipras

Ich erwarte nur einen Vorschlag von Tsipras, u.z. die Modalitäten zur Einführung der Drachme als Parallelewährung.
Dann würde ich sogar einen begrenzten Schuldenschnitt akzeptieren.
Auch Hilfe der EU für Not leidende Rentner oder Menschen ohne ausreichende Gesundheitsversorgung wären angebracht.
Auf keinen Fall aber sollte man dem Trickser und Täuscher Tsipras weitere Milliarden anvertrauen.
Die wären in kürzester Zeit verbrannt. Aber unseren Politikern vom Schlage Merkel, Juncker oder Schulz ist auch das zuzutrauen.

der Plan der Syriza geht auf

Gestern Jauch gesehen? Der Vorstand v. Syriza hat offen das langfristige Ziel- Abschaffung des Kapitalismus, zugegeben!!
- 1. Schritt: IWF raus,
- Deutscher Wortschatz das letzte das allerletzte und was kommt dann das EU-letze als neue Wortsteigerung.
- 2. Schritt: nach den abgelaufenen " allerletzten" Angebot wird es auch noch ein Weiteres . geben, nachdem Athen erneut etwas vorschlägt. --> also die EU weiter vorführen und Podemos in Spanien damit hoffähig machen
- Mir ist dieser Zirkus unklar- wieso handelt die EU + EZB nicht. Die Märkte haben längst erkannt- Gr braucht die Drachme. Mit dieser Regierung kann Griechenland auf Dauer nicht überleben. Nur mit der Drachme werden sie erkennen wer Syriza ist. Die Schuld kann dann nicht auf die EU gewälzt werden. Ohne diese Regierung wäre mit der Drachme ein Neuanfang möglich mit unser aller Hilfe. Das bisherige Geld ist sowieso weg.

Leider ist Frau Merkel kein Wort zu glauben.

Wie wir dank der Wikileaks-Veröffentlichungen über die NSA-Abhörung unserer Regierung wissen, weiß Merkel nur nicht, ob es eine Transferunion oder einen Schuldenschnitt für Griechenland geben wird.
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In beiden Fällen sind es Milliarden unserer Steuergelder, die Frau Merkel hier hineinstecken wird, denn ein Scheitern eines Eurolandes in ihrer Regierungszeit will sie auf alle Fälle verhindern. Was sind da schon ein paar Milliarden an Steuergeldern?

Hallo, Jetzt kann nur noch

Hallo,

Jetzt kann nur noch Peter Zwegat helfen.

Jetzt im Ernst:
Griechenland kann machen was es will.
Die Milliarden werden weiter fließen !!!
Und zwar Alternativlos !

Ganz einfach deshalb weil eine Angela Merkel oder ein Wolfgang Schäuble nicht einfach zugeben können das die Kohle, für die Deutschland bürgen muß, weg ist !

Ohne Wenn und Aber, ohne Ideologien, sondern mit Verstand

Strukturreformen:

- Katasteramt
- Steuerwesen (Einnahmen ohne Ausnahmen)
- Ahndung von Steuerflucht/Rückführung von Geldern (Lagarde Liste)
- Optimierung des Staatsapparates (Verwaltung)
- Sozialwesen
- Infrastruktur
- Rechtsstaatlichkeit

Das sind die Punkte, die GR seit seinem Bestehen nicht erfüllt hat, damit der Staat ohne fremde Hilfeleistungen existieren/wirtschaften kann. Das Land steckt primär aus diesen Versäumnissen in der Krise, mit ihnen wären die gewaltigen Aufwendungen der EU nicht notwendig gewesen. Dazu gehört es auch die unsäglich in den Strukturen gewachsene Vetternwirtschaft und Korruption ernsthaft zu bekämpfen.

Weitere Forderungen von Hilfen werden nur dann entfallen, wenn das Land eigene Plichten endlich erkennt/erfüllt.

Besonders bedenklich:
Die orth. gr. Kirche verfügt in GR mit über den größten Grundbesitz, verweigert aber seit Jahren die Einführung eines Katasterwesens. An der Armut im eigenen Land trägt somit auch die Kirche eine maßgebliche Mitschuld.

@Thomas Wohlzufrieden "Ich

@Thomas Wohlzufrieden

"Ich hoffe daher, das die Bürger anderer EU- Länder Griechenland folgen werden."

Das wäre dann das unweigerliche Ende der Eurozone sowie der EU an sich, denn wenn keiner mehr Schulden zurückzahlen muss dann kollabiert schnell das Wirtschaftssystem und politisch fällt die EU wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Ich gehe daher mal davon aus, dass Ihr Beitrag ironisch gemeint war.

Ball bei Tsipras = Grexit, da real nichts anzubieten

Das Dumme ist, dass Regierungsschulden Rendite bringen sollen, Sicherheiten nicht gegeben werden und auch ein Schäuble niemandem Reformversprechen für seine jährliche Bruttoneuverschuldung zwecks Umschuldung in Höhe von ca. 80% der Steuereinnahmen des Bundes geben muss, ohne die hier alles wie in GRE wäre.

Bei riesigem Exportüberschuss (und andere zu bitten dasselbe zu tun, was nicht geht wenn es alle machen) eine schwarze Null zu fabrizieren heißt nach aller Finanzmechanik nur, dass sich Unternehmen und Privathaushalte in Höhe des Zuwachses an Exportplus verschulden müssen, sonst klappts nicht mit dem ausgeglichenen Staatshaushalt. Da stehen die Deutschen mit >35.000 € in der Kreide und die Nettoeinkommen, na ja. GRE lugt überall hervor.

Dass man nun Tsipras den Ball zuschiebt ist nur die Fortsetzung des Geplänkels, nicht die Lösung. Unterm Strich hat der Gläubiger ein Problem und in der letzten großen Gläubigerkrise schob keiner den Ball mal eben in die USA oder an die Banken.

Von Europa...

...hat Griechenland in diesen Tagen nicht viel zu erwarten.
Wird Zeit, dass man sich dort dem Rest der Welt zuwendet!

hier wird bis auf`s Blut gepokert

allen voran unser Finanzministerium...Mittler sind die Sprecher und die Medien...Immerhin lenkt Spanien bereits ein...Frankreich? Italien? Portugal?...
Man will Griechenland in die Abhängigkeit zwingen! Geld, hat Merkel gesagt, ist nicht das Problem...Mich erinnert das, als Nachkriegsgeborene, an den Erziehungsstil der damaligen Zeit: "Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!" und "solange du deine Beine unter meinem Tisch ausstreckst, machst du das, was ich sage!" Vater hat zu sagen, Mutter kuscht, Kinder haben zu gehorchen. Sonst bekommen sie nichts zu essen...Schrecklich!--- Ich schäme mich, ob solcher Toleranzlosigkeit!

13:16 von Leatherstocking

"Es ist wohl eher Angelegenheit der Euro-Gruppe, endlich mit tragfähigen, eigenen Vorstellungen auf dem Plan zu treten."

Stellt sich nur die Frage nach dem Warum.

Die Eurogruppe, auch die EU kann durchaus ohne Griechenland überleben.

Griechenland auch?

Griechenland hat entschieden,

Griechenland hat entschieden, Europa muss zahlen, morgen machen die Banken wieder auf, die Lösung kommt auch spätestens morgen. Tsipras hats versprochen!
Alles wird gut .....
Echte Demokratie , das Volk hat gesprochen......

Aus Athen kommt nichts

Aus Athen kommt nichts Begreift das denn keiner????

warum sagt den Griechen keiner "die Party ist vorbei"?

Jahrzehntelang haben die 5 mächtigen Familien abgesahnt und ihre Millionen/Milliarden in Ausland geschafft. Der Frieden im Land wurde auf Pump erkauft. Das gemeine Volk mit Rente mit 56, Beamtenpöstchen für jeden, Rente über den Tod hinaus und auch für Töchter ruhiggestellt. Bauprojekte wie Straßen und Häfen wurden von EU bezahlt, zum Ausgleich brauchen die Reeder immer noch keine Steuern zahlen. Und wenn die keine Steuern zahlen, warum sollte es der Rest des Volkes machen? Zarte Ansätze eines Aufbaus kleiner Betriebe (Bsp. Solarfirma auf Kreta) wurden durch Bestechung und Gesetzgebung zugunsten der eh schon Reichen zerstört. Erwachen? Umkehr? Mitnichten. Trotz wachsendem Tourismus gehen z.B. auf den Insel die Einnahmen aus der MwSt. zurück. Steuerehrlichkeit? Finanzbehörde? Fehlanzeige. Aber die restlichen EU Staaten sollen in dieses Land weiterhin Geld pumpen? Geld das für eine Wettbewerbsfähigkeit Europas anderweitig sinnvoller einzusetzen wäre? Griechenland - aufwachen, ausmisten!

Entscheidung getroffen - Grexit

Die Griechen haben eine Entscheidung getroffen. Sie wollen sich den Bedingungen der Geldgeber nicht beugen, was als Konsequenz den Grexit bedeutet. Das sollte allen bereits schon vor dem Referendum klar gewesen sein. Dieses "aller, aller, aller, jetzt aber die aller letzte Chance-Prinzip" ist mit der Entscheidung der Griechen ad acta zu legen. Die Griechen müssen jetzt selber sehen, wie sie ihre Wirtschaft, ihr Steuersystem, ihre Infrastruktur und dergleichen in den Griff bekommen. Die Gelder der EU wollten sie ja nicht.

Schuldenschnitt und Reichensteuer...

Griechenland in der Eurozone behalten, Reichtum besser verteilen und nicht länger Menschen und Völker spalten wäre mein Vorschlag. Geld gibts genug, man muss es nur umverteilen!

Unbegreiflich

Man hat das Gefühl, die Damen und Herren von der EU benehmen sich wie kleine Kinder. Man hat eine Dummheit begangen, und jetzt steht man weder dazu, noch ist man bereit der Realität ins Auge zu sehen und endlich einen Schnitt zu machen. Wie naiv kann man nur sein? Diese Kreditpolitik funktioniert so nicht und wird nie funktionieren, man verschiebt das Problem nur weiter nach hinten, und mit jeder Verschiebung wird es noch schlimmer, und das geht nun schon eine gefühlte Ewigkeit so. Selbst aus rein egoistischen Gesichtspunkten ergibt diese sture und realitätsfremde Vorgehensweise keinen Sinn. Es ist mir schlichtweg unbegreiflich.

Ein radikaler Schuldenschnitt, ein Austritt Griechenlands aus dem Euro und die sofortige Einleitung humanitärer Maßnahmen ist langfristig die einzige Möglichkeit, für beide Seiten. Nie hat der Spruch "Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende." besser gepasst als hier.

Statt "neue Vorschläge" alte Probleme

Es hört sich für mich schon wie eine kaputte Schallplatte an: "neue Vorschläge aus Athen".
Die Probleme sind bekannt und die müssen gelöst werden.
Das Hauptproblem ist, dass mit einer rigiden Sparpolitik lediglich die Schulden wachsen. Also: Schuldenschnitt, öffentliches Investitionsprogramm und Steuer für Reiche nach oben. Als Zusatzmassnahme vielleicht noch Sanktionen gegen die Schweiz, falls die sich weigern die Konten griechischer Super Milliadäre offen zu legen.

Keine weiteren Verhandlungen

Ich halte es für einen Fehler der Eurogruppe, auf griechische Vorschläge zu warten. Das Spiel haben wir bereits monatelang gespielt, bis dann die Gläubiger einen tragfähigen Vorschlag auf den Tisch gelegt haben. Diesen hat die Regierung Tsipras und auch die griechische Bevölkerung abgelehnt. Worüber soll also verhandelt werden?
Es ist Zeit, dass die griechische Regierung mit ihrer Bevölkerung das Problem ohne Zutun der Eurogruppe löst. Ob das die soziale Situation in der GR verbessert, wage ich zu bezweifeln.

Was mir auf die Nerven geht.

Dass Merkel diese Situation nicht wert genug empfindet, uns selber ihre Meinung in Kameras zu sagen.

Nein, das muss ihr Regierungssprecher sagen.

Merkel spielt mit uns, ihren Bürgern, genau so, wie Tsipras mit ihr spielt.

Das geht mir auf die Nerven.

Die Griechen haben ihre Wünsche angemeldet . . .

jetzt können die restlichen europäischen Regierungen
ihren Wählern erklären, dass ihnen der Euro und das
Überleben der griechischen Regierung wichtiger als die
eigene politische Zukunft ist.

Da darf dann genauso wie in GR um die Wette gelogen
und betrogen werden, um den politischen Preis für das
Fiasko Europa zumindest in die nächste Wahlperiode,
besser aber noch weit jenseits von 2020 zu verschieben.

Koste es was es wolle. Also alles wie gehabt, weiter
so, Augen zu und an den Euro denken. Wie lange werden
sich die Wähler noch von solchen Rosstäuschereien
beeinflussen lassen ?

Da wir endlich den Boden der populistischen Unvernunft
erreicht haben, wünsche ich mir auch ein Referendum
zur Alternativlosigkeit aller Rettungspakete die Banken,
Grossanleger und ganze Staaten stets zuungunsten des
gemeinen Steuerzahlers unterstützen um kurzsichtigen
Regierungen das Überleben zu ermöglichen.

die Reformen kommen ganz von alleine.

Wenn Linksextremisten zusammen mit Rechtsextremisten koalieren, ist das ein Zeichen dafür, dass es ein gemeinsames Ziel gibt, das über allem anderen steht. Andernfalls ist so eine Koalition nicht möglich.
Nun entfällt dieses gemeinsame Ziel, nämlich einen Schuldenerlass von Europa zu bekommen. Damit wird der Koalition in GR die Existenzgrundlage entzogen. Der Abgang von Varoufakis ist das erste Anzeichen für das Zerbrechen der Koalition.
Es wird zu Neuwahlen kommen und es wird eine Regierung gewählt werden, die eine Zwangsverwaltung durch die EU zulässt.
Bei den letzten beiden Staatspleiten Deutschlands 1945 und 1989 hat das mit der Zwangsverwaltung auch ganz gut geklappt.

Wir respektieren doch die Entscheidung.....

Natürlich respektieren wir die Entscheidung des griechischen Volkes. Man möchte nicht die Bedingungen akzeptieren, zu denen man Kredite bekommen kann. Das mache ich bei meiner Bank auch immer, das Resultat ist, dass ich keinen Kredit bekomme. Ich will aber auch keinen, denn im Kleinen wie im Großen machen Kredite unfrei.....

Soll Tsipras doch einfach den Staatsbankrott erklären, das ist dann ein Schuldenschnitt.

Natürlich müsste Griechenland ab sofort ohne neue Schulden auskommen, denn niemand gäbe noch Kredit.
Und das ist doch auch richtig so.

Die Fehler im System des Euros sind halt schlagend geworden. Wer sich anschaut, was Euro-Kritiker schon Anfang der 90iger gesagt haben, der findet das Drehbuch zu alle dem. Nur hören wollte es keiner. Der Euro ist der Sprengsatz, der die EU auseinandersprengen wird. Vermutlich kommt es jetzt nochmal zum weiteren Durchwurschteln, aber das wird UK, Dänemark und manche andere aus der EU treiben......

Grischenland ist frei!

Athen kann so viel linke Politik machen wie sie wollen. Das hat uns nichts anzugehen. Und selbst wenn sie die komplete Verstaatlichung der Wirtschaft und Zwangsenteignung der Bürger vornehmen - solange sie demokratisch legitmiert sind, hat der Rest Europa sich da raus zu halten.

Nur bezahlen sollten sie ihre Politik auch alleine.

Insgesamt bin enttäuscht von den gr. Linken. Anstatt die Griechen zu belangen, die jahrzehnte lang vom System aus Korruption und Machtmissbrauch proffitiert haben, wird einfach nach frischem Geld aus dem Ausland geschriehen.

Dieselben Griechen, die binnen Tagen Millarden Einlagen von ihren Konten holten, werfen der EZB anschließend vor, die griechischen Banken nicht ausreichend zu unterstützen und setzen das mit Terrorismus gleich. Und die Obersten in Athen stacheln das ganze auch noch an, dabei wissen die am besten, was der Auslöser für den Bankenrun war.

Flotter Abgang

@ Thomas Wohlzufrieden:
"Ich hoffe daher, das die Bürger anderer EU- Länder Griechenland folgen werden."

Womit? Mit glanzlosen Rücktritten?

Richtig,ausgerechnet Deutschland...

...als Hardliner.Leider ist die politische Bildung,das Wissen um Zusammenhänge,in der DE-Bevölkerung nicht sehr ausgeprägt.Kaum einer weiß,dass mit den "Hilfspaketen" Verluste auch von Deutschen Großbanken,die mit schlechter Kalkulation bei ihrer Zockerei nach Jahren der Gewinne mit GR-Anleihen nun Verluste einfahren,"befriedigt"werden,also letztendlich bezahlen wir Steuerzahler,weil das hier ja so schön klingt,mit dem Umweg Athen die Verluste der Deutschen Bank,der Comerzbank usw.,Diese drohten durch ihre verantwortungslose Zockerei nach 2008 wieder mal in Schieflage zu kommen.Ach ja,ich als deutscher Steuerzahler fordere von Herrn Schäuble auf,nun mal die 430Mrd.€ Bankenrettungshilfe für die 2008 bei der Krise am Abgrund stehenden Deutschen Großbanken zurück zu fordern,war ja auch mein Steuergeld,der Betrag ist wesentlich höher als der,den die Griechen zu zahlen hätten.Lieber Finanzminister,machen Sie einen Kreditvertrag,mit Zins.Was sagen die geneigten GR-Gegner dazu?Nur gerecht

@13:21 von guipago

"Wie sieht dieses Entgegenkommen denn tatsächlich aus?"

Beispielsweise in dem die Sparziele drastisch gesenkt worden sind. Das Angebot vom 26. Juni liegt bei 1% (vorher 3,5%).

Gegenfrage: Will die GR etwas von Rest-Euroland oder umgekehrt?

Wenn die GR etwas möchte, warum soll sie dann nicht "liefern", sondern die anderen? Wenn ich mir Ihren Rasenmäher ausleihen möchte, warte ich doch auch nicht, bis Sie kommen und ihn mir anbieten.

la garde-liste @ 13:32 von Laureat

schauen sie mal bei wikipedia nach, was der iwf mittels "la garde-liste" angeordnet hat: die schonung der gigantischen vermögen der über 2.000 reichsten familien griechenlands. beihilfe zur steuerflucht. wie wärs, wenn man hier ansetzen würde.
.
unabhängig davon war die korsettwährung euro bei unterschiedlcih wettbewerbsfähigen volkswirtschaften von anfang an ein fehler. unzählige sachverständige haben exakt den verlauf prognostiziert, der engetrofen ist.
bereits argentinien geriet infolge der peso-dollar-kopplung in die insolvenz.
.
es kann also nicht von einem versehen die rede sein, wenn europa mittels euro und austerität systematisch destabilisiert wird.
.
stellen sie sich brandenburg ohne soli und ohne länderfinanzausgleich vor! und beordern sie brandenburg dann noch, die mwst zu erhöhen, die renten zu kürzen, die beamte zu entlassen!

@gierde zerstört 13:21 h

Wenn schon Schuldenschnitt und wenn schon Sozialismus, dann für alle.
Schuldenschnitt für alle Euro-Länder.

Das "Nein" zu allen Sparpaketen

@ Thomas Wohlzufrieden:
"Von daher ist die Entscheidung der Griechen absolut richtig und verständlich. Alle so genannten "Sparpakete" haben die Bevölkerung nur noch ärmer gemacht."

Da sind wir ausnahmsweise einer Meinung. Das ausgelaufene und nachträglich jetzt von der Mehrheit der Griechen abgelehnte Sparkaket war hoffentlich das letzte seiner Art. Weitere Kredite sollte es nicht geben. Unser Geld werden wir vermutlich nicht wieder sehen. Griechenland muss lernen, mit einem ausgeglichenen Haushalt (schwarze Null) und ohne fremdes Geld zu leben.

Griechenland soll liefern

Griechenland haben bisher nichts geliefert und werden nichts liefern. Ich schlage vor, dass alle EU-Bürger in einem Referendum abstimmen dürfen, ob wir weiterhin unsere Steuergelder ohne Rückzahlungsgarantie und Gegenleistung in Griechenland versenken wollen. Aber ist unsere Demokratie bereit, dies vom Bürger und Wähler entscheiden zu lassen? Ich sehe da eher schwarz, oder?

@ 13:42 von AnnoSechziger

"warum sagt den Griechen keiner "die Party ist vorbei"?"
.
warum sagt dies niemand den zinsempfängern? denn die sind letztlich verursacher. sie verantworten das elend, das sich in südeuropa abspielt. eine generation perspektivlosigkeit. und wofür?
.
wieso werden in luxemburg und anderswo billionen € steuereinnahmen veruntreut, derweil woanders menschen mangels medizinischer versorgung sterben müssen?

Neun zu Neun möglich...

Morgen ist EU-Gipfel und natürlich haben die Italiener wegen Ihrer vielen Einlagen in Griechenland vor sofort zu helfen auch Spanien will baldmöglich verhandeln. Dennoch Österreich und Benelux und Deutschland ,Slovenien haben auch Stimmen auch Portugal. Demgegenüber stehen möglicherweise mit Vorsicht bedacht dann Frankreich, Spanien und Italien und möglicherweise ist weil jeder nur eine Stimme hat ein Patt möglich und dann gibt der Vorsitzende der Eurogruppe möglicherweise den Ausschlag. Ich glaube aber zu vorderst wird sachlich diskutiert werden und das meiste dürfte an Griechenland selbst hängen . Ich sehe nicht das die EZB mit erneuten Notkrediten eigenmächtig helfen könnte auch wenn Sie die wegen Ihrer Unabhängigkeit könnte.
Der Euro wird eine Währung auf Gegenseitigkeit bleiben und morgen kann nur ein Fahrplan entstehen wie es weitergehen könnte- mehr nicht. Die Griechen müssen sofort reformieren, einschneidend und sich auf eine eigene Währung schnell vorbereiten für alle Fälle.

Fremdes Geld lässt sich gut umverteilen

@ rw_kn:
"Geld gibts genug, man muss es nur umverteilen!"

Das was mich an den Sozialisten wie der Syriza stört, ist nur, dass man am liebsten fremdes Geld umverteilt, nicht das eigene.

@pragmatiker

ich denke es geht weniger um die vollständige Rückzahlung der Kredite... das hat wohl mittlerweile jeder aufgegeben. Es geht darum, dass Griechenland nach wie vor hartnäckig Reformen verweigert, die es ins 20. Jahrhundert führen würden. Vom 21. wollen wir garnicht reden. Die Politik der Troika hat auch nicht versagt, sie wurde von Griechenland schlichtweg nicht umgesetzt.
Jetzt nachzugeben, hieße diese Strukturen - oder vielmehr den Mangel an diesen Strukturen - zu verfestigen. Damit hätten wir faktisch eine Transferunion, in der der ganz normale deutsche Steuerzahler (JA, der berühmte 'Kleine Mann') direkt Geld in die Taschen korrupter griechischer Oligarchen abdrückt.
Und DAS kann ja nun bestimmt nicht das Ziel europäischer oder deutscher Politik sein. Auch nicht aus dem linksverblendeten Lager.

einfach nur kindisch!

ich bin super genervt von diesem Thema.

Jetzt müssen Zahlen auf den Tisch und Vereinbarungen getroffen werden. Am besten nach dem Prinzip einer Schachuhr. Jeder hat eine gewissen Zeit einen Zug vorzubereiten und durchzuführen.

Zugrücknahme gilt nicht. Schachmatt ist Game Over!

Ziel muss sein - vergleichbare Ausgangslage, vergleichbarer Wohlstand und als allerwichtigstes vergleichbare Prozesse und Handlungsanweisungen.

Ich denke wir sollten uns bald wieder um andere Themen kümmern können. Asyl, Ukraine so vieles mehr warten auf Entscheidungen.

@ 13:55 von nullkommanull

was denn "sozialismus"?
.
wenn per betrug, erpressung/schmierung von politikern – wenn per volksverrat zisgenerierende kredite platziert werden und infolgedessen steuerzahler/sparer ganzer währungsräume letztlich gemolken werden, sollen diese entlarvten geldbetrüger ihrer meinung nach noch dafür belohnt werden? was hat das mit "sozialismus" zu tun?
.
ich bin für eine soziale marktwirtschaft. und gegen euro, rezession, trickbetrüger und korrupte politdarsteller.
.
wenn sie meinen, dass alles "links" ist, was ihrer veröffentlichten meinung wiederspricht, ist das durchaus verwegen.

@rw_kn

Dank mal nach: Das ist doch genau das Problem! Griechenland erhebt faktisch keine Steuern! Den griechischen Oligarchen geht es ja blendend in ihren monegassischen Wohnsitzen. Griechenland nachzugebne hieße daher eine Umverteilung nach OBEN! Das kann's ja nun wirklich nicht sein.

ich bewundere,

mit welchen Elan dieses Referendum durchgezogen wurde.
Von der Verkündung bis zur Durchfführung sind keine zwei Wochen vergangen, mit Druck der Zettel, Wahlkampf, Organisation,,,

Wenn nun mit gleichem Elan an Strukturänderungen,
Schaffung eines Katasterwesens,
Steuerwesen,
Ahndung von Steuerflucht/Rückführung von Geldern (Lagarde Liste),
Optimierung des Staatsapparates,
Sozialwesen,
Infrastruktur,,,
gegangen wird, dann werden wir in Griechenland innerhalb kurzer Zeit blühende Landschaften und eine prosperierende Wirtschaft sehen.

Grexit please

Nach dem Kasperletheater der vergangen Wochen wünsche ich mir einen Grexit.

Ich bin ja gerne bereit einem (unverschuldet) Notleidenen Hilfe zu gewähren, aber einfach nur im Loch sitzen und darauf warten, dass andere mir heraushelfen ist doch arg zuwenig um mein Verständnis zu bekommen. Vor allem wenn ich aus dem Loch heraus den Stinkefinger gezeigt bekomme.

Nach all dem ist es der europäischen Bevölkerung nicht mehr zu vermitteln, warum ständig Geld nach Griechenland geschmissen werden soll.

Herr Tsipras macht Innenpolitik zulasten von Europa, es wird Zeit das Europa Innenpolitik zulasten von Griechenland macht.

Und was dann mit den griechischen Lettern auf den Banknoten passiert, ist doch völlig unwichtig: die können da einfach bleiben und die Griechen die nächsten hundert Jahre daran erinnern, das sie einmal Teil der Währungsunion waren.

@LLogik 67, 13:10 - Pyrrhussieg

Wenn jemand den Griechen verkündet, ihr Regierungschef verspreche "unerbringbares" (sic!) und Finanzminister Varoufakis habe dafür gesorgt, dass die Oligarchen "an der Börse richtig Schotter gemacht" hätten, dann möchte man als verblüffter Leser gerne wissen, woher die exklusiven Informationen stammen, die den feiernden Griechen verdeutlichen sollen, dass sie einen "Pyrussieg" (sic!) errungen hätten.

EUR vor der Zerreissprobe

Die Tsipras-Regierung wird jetzt einen neuen Versuch starten um die Eurozone zu spalten. Insbesondere möchte man Spanien, Italien und Frankreich (die Nummern 2, 3 und 4) auf ihre Seite ziehen um damit Deutschland zu isolieren. Die Griechenlandkrise droht sich zu einer Zerreissprobe für die Eurozone auszuweiten. Bin gespannt, wie sich Finnen, Österreicher und Niederländer verhalten.

Schuldenschnitt wiederholen?

Schon 2012 hat es für Griechenland einen Schuldenschnitt von 50% gegeben. Jetzt ist die Umschuldung fällig, aber nur wenn es umfassende Reformen gibt, die nicht nur die Niedriglohnempfänger treffen. Ein weiter so wie bisher wird es nicht geben.

Ja! NEIN!!!

Ich finde es eine mutige Entscheidung des griechischen Volkes, sich so deutlich gegen eine weitere soziale und wirtschaftliche Einschnürung ihres Lebens auszusprechen, obwohl sie davon ausgehen konnten, dass dies der schwerere und längere Weg sein wird.
Warum tritt eigentlich keiner der europäischen Politiker zurück, die uns ganz bewusst über den Inhalt des Hilfspaket-Angebotes belogen haben ?
Und an alle, die über "ihr Geld" für Griechenland jammern: Ist Euch eigentlich klar, dass Deutschland der größte finanzielle Nutznießer der Eurokrise ist und unter dem Strich ein dickes Plus steht ?

Nach Nein zu Reformauflagen keine Gesprächsbasis mehr

Bei Respektierung des Nein der Griechen zu den Spar- und Reformvorschlägen der Brüssel-Gruppe gibt es selbstverständlich keine Gesprächsbasis mehr zwischen Brüssel und Athen über eine mögliches Hilfsprogramm. Die Partner sind jetzt wieder am Ausgangspunkt angelangt wie vor fünf Monaten. Nach wie vor lehnt die Syriza-Regierung Finanzhilfen mit Reformauflagen ab, die aber unverzichtbarer Bestandteil der Gläubiger-Angebote waren.

Nach dem Referendum und der Ablehnung von Reformauflagen durch die Griechen fühlt sich Tsipras in seiner Haltung gestärkt und beharrt noch kompromissloser auf seinen Forderungen, die u.a. einen Schuldenschnitt beinhalten. Bei aller Kompromissbereitschaft sind die internationalen Kreditgeber jedoch nicht bereit zu einem Schuldenschnitt und bedingungslosem Hilfsprogramm.

Derweil eskaliert die Lage von Banken, Staat, Wirtschaft und Verbraucher. Flüssige Mittel sind begrenzt nur noch für wenige Tage vorhanden. Eine baldige politische Lösung ist gefragt.

Am 06. Juli 2015 um 13:10 von LLogik 67

Informieren Sie sich auch?Die Reichen bezahlen keine Steuern,Tsipras´s Vorschlag war,die auch zu besteuern.Wurde von der Troika,insbesondere dem IWF,abgelehnt.Verkehrte Welt,den Mist,den die Troika machte versucht man nun den GR-Linken in die Schuhe zu schieben,der desinformierte deutsche Michel fällt wieder drauf rein.Das die Oligarchen abkassiert haben und noch abkassieren,das liegt nun am wenigsten an der jetzigen Regierung,mal nicht Äpfel mit Birnen verwechseln.

Warum beschwert sich das griechische Volk...

...eigentlich nicht zuerst bei der eigenen Regierung über deren Unfähigkeit und Unwillen, Kontrollen einzuführen, die sicherstellen, dass das geliehene Geld auch tatsächlich da landet, wo es hin soll? Wenn Otto Normalgrieche mit seinem Oxi wenigstens auch gleichzeitig gesagt hätte "Nein Danke, liebe EU-Länder, wir wollen nicht noch mehr Geld von Euch, wir wollen Euch erstmal Euer Geld wieder zurückholen, das wir von Euch schon bekommen haben", dann hätte das tatsächlich einen Hauch von "Würde" besessen. Aber stattdessen werden die Geldgeber wüst beschimpft, weil sie nicht noch mehr davon rausrücken wollen. Ihr hackt ständig auf den Falschen herum, liebe Griechen.

Pause

Warum gönnt man der griechischen Regierung nicht eine Atempause von 6 Monaten inkl dazugehörigem Hilfspaket? Was soll diese Hetze und diese permanenten Wiederholungen und Drohgebärden? Damit ist wirklich keinem geholfen.

Das 3. Hilfspaket ist doch bereits geschnürt, also warum tuen alle so als ob?

Keine Hilfe ohne Reformen

Die griechische Regierung hat mit dem Nein im Referendum nichts erreicht und das hätte ihr auch klar sein müssen. Bei einem Ja hätte sie aber sofort zurück treten müssen. Also ein sinnloses Spiel mit der Gefahr.

Die Gläubiger werden auch mit Referendum keinerlei Hilfen oder Umschuldungen ohne schmerzhafte Reformen geben. Die anderen Regierungen sind nämlich gar nicht dem griechischen Volk verpflichtet, sondern lediglich ihren eigenen Wählerinnen und Wählern und die durften nicht mit abstimmen.

Gewonnen hat Tsipras nur Zeit. Leider wird den Griechen in dieser verflossenen Zeit mit zur Neige gehendem Bargeld klar, wie ausweglos die Strategie der Regierung ist. Tsipras ist schon jetzt gescheitert.

Griechenland pokert hoch

und wird gewinnen. Griechenland aus dem EURO ist verkraftbar, Griechenland aus der EU kann kaum jemand wollen. Griechenland aus dem Verbund der unseligen, westlichen Staaten u.a. mit der Nato wird Big Brother verbieten, mit der Maßgabe, dass die EU bezahlt. Und da wird sich die Katze in den Schwanz beißen müssen, denn das gelingt und geht auch nur mit Griechenland im EURO und in der EU. Das weiß Tsipras und zeigt es deutlich mit seinen Annäherungen an Russland und China. Obwohl es teuer wird, mir gefällt diese Situation. So ein kleines Land bringt Bewegung in die Weltordnung. Und es werden größere folgen. Alle östlichen EU-Neuzugänge profitieren von viel Geld aus der EU, ohne weitergehende Pflichten zu übernehmen. Irgendwann wird man deren Forderungen überdrüssig sein und die Erfüllung von Pflichten erwarten. Dann dreht sich auch dort der Wind.

Alle EU Staaten haben Schulden.

Wo haben alle EU-Staaten schulden? Bei Banken.
Somit gehören die EU-Staaten eventuell den Banken?
Haben unsere Neoliberalen Politiker uns vielleicht schon an diese Banken verkauft?
Schulden gemacht um uns diesen Banken aus zu liefern?
Aus meiner bescheidenen Sichtweite sieht es so aus, entweder die EU druckt die Euros die die Staaten den Banken schulden und zahlt diese aus (der € ist nur noch die Hälfte wert aber kein Staat hat mehr schulden, oder die Banken werden uns in naher Zukunft über die (mit Krediten gekauften) Regierungen zwangsenteignen.
Hatten wir das schon mal?!
Selbst wir haben eine Pro Kopf Verschuldung von z.Z. 26.522€.
Für mich heißt das als Alleinverdiener(3 Personenhaushalt) das mich meine liebe Regierung mit knapp 80.000€ verschuldet hat bei irgendwelchen Banken.
Da wir gerade mal (in einer super Konjunktur) die schwarze Null schreiben, also wie viele Jahrzehnte müssen wir daran abbezahlen? Oder unser Kinder und Enkelkinder?

Linke Sanierung, linke Vorschläge, linke Politik...linkes Ding

Ich würde ja darauf vertrauen, dass man mit linker Politik auch in Griechenland was retten könnte. Nur war doch bisher das Ergebnis linker Politik ein aufgeblähter Staatsapparat, eine lahmende Volkswirtschaft, leere Staatskassen, krassierende Staatsverschuldung. Man kann eigentlich nur traurig sein, dass sich Deutschland solcher Politik bisher entzogen hat. Denn da würde niemand auf die Idee kommen, wir Deutschen könnten Griechenland retten wollen.

Erlebnis gestern Abend beim Griechen: "Meine Landsleute haben wohl zu viel Ouzos getrunken. Jetzt haben sie die einzige Kuh erschossen, die noch in der Lage war, Milch zu geben."

Auf Vorschläge aus Griechenland warten? Darauf wartet die Gemeinschaft schon seit Antritt der Tsipras-Regierung. Und sie wird weiter warten. Denn diese Regierung hat keine. Woher auch. Varoufakis hat begriffen, was der Volksentscheid wirklich bedeutet: Die Verhandlungsposition hat dramatisch verschlechtert. Und man kann den Wählern nicht liefern!

re gierde zerstört

"schauen sie mal bei wikipedia nach, was der iwf mittels "la garde-liste" angeordnet hat: die schonung der gigantischen vermögen der über 2.000 reichsten familien griechenlands."

Dann zitieren Sie doch mal im Wortlaut, wo das bei Wikipedia steht, was Sie hier behaupten.

Stimmt nämlich kein Wort davon.

zu 13:02 von Thomas Wohlzufrieden "mit Links gewonnen"

"Es wird Zeit, die römische Dekadenz der Reichen, nicht nur in Griechenland zu beenden. Sie gehören zur Kasse gebeten."
Bedeutet Links ohne Recht und Gesetz? Die griechische Ur-Demokratie hat Enteignungen ausgeschlossen! Es ist der Verfall der griechischen Gesellschaft. Die Griechen wählen ihre Regierungen selbst. Warum dort die Reichen keine angemessenen Steuern bezahlen ist der Dekadenz der Griechen geschuldet. Man hat den maroden Staats- und Beamtenapparat mit fremdem Geld finanziert. Unsere verantwortlichen Politiker haben den Amtseid zum Wohle des deutschen Volkes abgelegt. Keinen Cent mehr!
Der eigentliche Ca­sus knack­sus: Wie die Erfahrung zeigt, kann man mit Griechen keine Verträge schliessen. Die Griechen denken, man kann diese abwählen oder selbst kündigen und glauben dann noch das sei Demokratie!
Deutschland ist ein Rechtsstaat, ein Europa von Kreditbetrügern, Falschspielern etc. kann weder unterstützt werden, noch kann Deutschland einem einem solchen angehören.

@13:02 von Thomas Wohlzufrieden

>>
Es wird Zeit, die römische Dekadenz der Reichen, nicht nur in Griechenland zu beenden. Sie gehören zur Kasse gebeten.
<<

Aha, zurueck zur bewaehrten Klassenfein-Taktik der Linken. Das dumme ist nur, die Menschen sind mittlerweile schlauer geworden und fallen nicht mehr auf diesen Schwachsinn herein.

Viel Spass beim Klassenkampf.

@ um 13:02 von Thomas Wohlzufrieden

"Alle so genannten "Sparpakete" haben die Bevölkerung nur noch ärmer gemacht."

Nein, nicht die Sparpakete haben sie ärmer gemacht, sondern die Realität hat sie eingeholt. Griechenland hat seinen Wohlstand immer schon auf Pump finanziert. Mit der Drachme ging das auf, man konnte abwerten. Mit dem Euro ging das die ersten Jahre auf, weil ständig neue Kredite gegeben wurden mit dem Kalkül, dass diese im Krisenfall schon irgendwie von anderen abgesichert werden.

Die mit dem Sparpaket verbundenen Hilfskredite haben vielmehr die Erosion des Wohlstandsniveaus abgeschwächt. Und dem Staat Zeit verschafft die er leider nicht genutzt hat.

@skymaster

Welches Euro Land hat denn bisher Schulden zurückbezahlt? Nicht einmal Deutschland zahlt zurück. Es zahlen alle "nur" Zinsen

Wer muss sich bewegen ??

Die EU und die anderen Geldgeber müssen sich bewegen !!

Nicht sparen um jeden Preis und Griechenland kaputt sparen, wie das in der Vergangenheit geschehen ist und eigentlich nichts gebracht hat. Man sollte vielmehr vernünftige Wirtschaftsprogramm die wirklich die griechische Wirtschaft beleben und wieder nach vorne bringen.
Ist besser als immer mehr Kaufkraft bei den Armen abschöpfen und immer ärmer werden lassen.

Und die griechische Regierung muss endlich den Bürokratiesumpf beseitigen, ins Steuer- und Katasteramt investieren, die Steuer für Reiche, Superreiche und Luxusgüter erhöhen, die Reeder besteuern usw.

Dann kommt auch mehr Geld in die Kasse und die Schulden können problemlos zurückgezahlt werden.... OK, das dauert etwas.

Gibt's was neues?

da es seit Tagen nichts Neues gibt, außer ein unnützes Referendum, verstehe ich die ganze Aufregung nicht.
Griechenland wird jetzt halt wie gewünscht noch etwas mehr leiden müssen und wenn es keine Gegenleistungen erbringen will, wird eine andere Währung kommen müssen.
Das griechische Niveau wird dann vielleicht mit Bulgarien vergleichbar sein, dort wird aber auch gelebt.
Die Griechen haben das Recht sich so zu entscheiden. Die Schulden müssen wohl aber dennoch irgendwann bedient werden.

re Strandy

Zitat: "Neun zu Neun möglich...
Morgen ist EU-Gipfel und natürlich haben die Italiener wegen Ihrer vielen Einlagen in Griechenland vor sofort zu helfen auch Spanien will baldmöglich verhandeln."

Glauben Sie, dass bei einer großen Menge schlechten Geldes, die Bereitschaft automatisch größer sein muss, noch gutes hinterher zu werfen?

Ich sage Ihnen wie es ausgehen wird, nämlich 18 zu 0, es wird keine weiteren Kredite mehr geben. Das haben wir aus dem Winkelzug von Tsipras doch hoffentlich alle gelernt.

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