Kommentare - Griechenlands Finanzminister Varoufakis tritt zurück

06. Juli 2015 - 08:31 Uhr

Aus Sicht der Gläubiger war er sicher der umstrittenste Verhandlungspartner: Griechenlands Finanzminister Varoufakis. Einen Tag nach dem Erfolg der Regierung beim Referendum kündigte er nun seinen Rücktritt an. Er begründete dies mit der ablehnenden Haltung der Eurogruppe.

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Kommentare

Irgendwie schade

Irgendwie schade, dass er geht, gehen muss - dieser starke, leidenschaftliche Raufbold und mutig war er auch.

Politiker, die die "westlichen Werte",

auch wirklich umsetzen und verwirklichen gibt es nicht mehr viele. Umso wichtiger, dass Leute, die nicht ohne wenn und aber den Lobbyisten dienen, die Unterstützung einer breiteren Masse der Bevölkerung erfahren. Im Interview der Öffentlich Rechtlichen vor seinem Amtsantritt konnte man sehen, dass er ein absoluter Fachmann der heutigen Finanzwelt ist und über politisches Rückgrat verfügt.

Ich danke Herrn Varoufakis, dass er den MM sehr lange die Stirn geboten hat und das getan hat, was ein Politiker eigentlich machen sollte: Der breiten Masse der Bevölkerung, die ihn gewählt hat, auch tatsächlich dienen und sie repräsentieren - auch gegen extreme Widerstände.

Danke

Rausgemobbt!

Aus den Kommentaren von Schulz und des Chefredakteurs des ZDF Peter Frey konnte man die blanke Wut über die "Chaotentruppe" aus Griechenland fast körperlich spüren. Da gibt es in ihrem schönen Europa doch unbeugsames "gallisches Dorf" namens Griechenland, deren Finanzminister die Dinge beim Namen nennt. Was ist das Einfrieren der ELA Kredite zu diesem Zeitpunkt denn anderes als pure Angstmache, also Terror, um die Griechen auf Linie zu bringen? Schade, dass Varoufakis geht, denn Pseudosozialdemokraten wie Schulz und Gabriel haben wir wirklich genug!

Endlich ein Politiker...

...der das Wohl seines Volkes über seine Karrriere und sein eigenes Ego stellt.

Ja, er hat provoziert. Aber er weiss auch genau, wann es Zeit ist, konstruktiv zu werden.

Respekt.

Gläubiger müssen hart bleiben

Griechenland ist Pleite und das hat der Finanzminister erkannt, deshalb verlässt er jetzt schon mal das Boot. Europa muss seiner Linie treu bleiben, wenn ich die Bedingungen meiner Bank nicht akzeptiere bekomme ich auch kein Geld. Griechenland hat mit Nein abgestimmt, vielleicht sollten die Gläubiger auch mal abstimmen lassen ob Griechenland weiteres Geld bekommen soll. Ich bin mir sich die 60 % Nein können wir toppen.

Und wie geht's weiter?

Varoufakis' einzige Aufgabe schien es zu sein, sich den Zorn sämtlicher EU-Finanzminister auf sich zu ziehen. Ich bin gespannt, ob sich für diesen Job ein Nachfolger finden lässt.

Varufakis vom deutlichen OXI überrascht ...

Vermutlich hat er selbst mit Ja gestimmt
um ohne Gesichtsverlust abtreten zu
können.

Das kommt Verrat am Volke gleich.
Ich hoffe, das Volk macht ihm das klar.
Vielleicht will er sich auch nur bitten lassen.

Ich hoffe Tzipras hat eine fähige Person
die hart verhandeln kann.

Schulden einfach abwählen

Von den Griechen lernen, heißt siegen lernen. Sie liefern uns die Lösung für unsere eigenen Probleme auf dem Silbertablett:

Wir sollten auch eine Volksabstimmung durchführen und unsere Schulden einfach demokratisch abwählen. Dann wären alle unsere wirtschaftlichen Sorgen gelöst. Den demokratischen Willen eines ganzen Volkes kann man nicht ignorieren haben wir gelernt.

Dann brechen herrliche Zeiten an. Frei nach dem Motto: "Freibier für alle!"

Eine Volksabstimmung und ein Ministerrücktritt, - so einfach ist das.

Schuld sind immer die anderen

Selbst beim Rücktritt von Varufakis erfolgt die Schuldzuweisung stets an die anderen. Das ist leider typisch für eine bestimmte Sorte von Politiker.

Macht sich vom Acker.........

..erst die Karre in den Dreck fahren, und sich dann taktisch zurückziehen......ob sich unsere gewählten Volksvertreter erneut von den Listenreichen über den Tisch ziehen lassen und ohne Herrn V. wieder "verhandeln", wieviele € es denn für Griechenland sein dürfen?

Der nächste Schritt im Kalkül des griechischen Spiels

Varoufakis wusste das er keine neue Regelung aushandeln kann.
Nun gibt er sich selbst als Bauernopfer.
Dies soll Europa dazu bewegen, einfach zu vergessen das es keine Verhandlungsgrundlage mehr gibt.
Das griechische Referendum soll Europa zwingen Geld zu verschenken statt es gegen Gegenleistungen zu verleihen.
So will es die griechische Demokratie.
Dem haben sich die restlichen Europäischen Demokratien gefälligst zu beugen.

Im Februar warb diese griechische Regierung darum, eine Verlängerung des alten Programmes um vier Monate zu erhalten.
Als Gegenleistung versprach sie einen Plan vorzulegen, der für die Gebernationen akzeptabel sei und für Griechenland einen Aufschwung bringe.
Stattdessen nahm sie Reformschritte zurück und beleidigte die Partner um sie so geschockt zu Zugeständnissen zu bewegen.

Ich bin für ein Referendum ob Deutschland sich aus diesem Spiel zurückziehen soll, und Verhandlungen erst wieder aufnimmt, wenn Griechenland bereit ist ein Teil der Eurogruppe zu bleiben.

Großer Verlust

Für die internationale Presse ist der Rückzug von Varoufakis ein großer Verlust - kaum jemand ist ein solcher Garant für Nachrichten, über die man interessante, lange Artikel schreiben kann, nicht zuletzt auch über den Mann selbst.

Der Nachfolger kann eigentlich nur weniger spektakulär autreten; dafür wird dann aber - jetzt oder später - auch mal eine für die Griechen und das restliche Europa eine tragfähige Lösung gefunden.

Respekt

Einer der nicht am Stuhl klebt. Und irgendwann werden alle einsehen müssen, dass es auch mit sein Verdienst war, wenn der Schuldenschnitt kommt und ggü. Griechenland andere Forderungen gestellt werden.

"einige Mitglieder der Eurogruppe hätten ihm klar gemacht, dass sie es vorziehen würden, wenn er nicht mehr an ihren Treffen teilnehmen werde." Wen hätten sie denn gern? Das mit einer neuen Regierung, wie vor ein paar Tagen gefordert, wird wohl nichts. Die ist durch das Referendum mehr als bestätigt worden.

Wie wäre es übrigens, wenn auch einige unserer Politiker über Rücktritt nachdenken. z.B. Herr Scheuer für so etwas: "Die linken Erpresser und Volksbelüger wie Tsipras können mit ihrer schmutzigen Tour nicht durchkommen"
Insoweit: kali̱méra csU

@ Varoufakis

Wahnsinn! Der Mann hat Schneid! Er zieht die Konsequenzen! Er übernimmt Verantwortung für seinen provozierenden und tatsächlich wenig "hilfreichen" Verhandlungsstil!

Politiker, die zu ihrer Verantwortung stehen, würde ich mir auch in Deutschland wünschen. Man erinnere sich an Weiland Brandt, der wegen einer tatsächlichen Petitesse zurückgetreten ist. Wenn man dagegen die "Sesselkleber" Merkel & Co. angesichts der vielen Untersuchungsausschüsse betrachtet, kann einem nur Angst und Bange um das Selbstverständnis dieser und der zukünftigen Politikergeneration werden, wie die gekonnt jegliches Versagen von sich weisen und damit auch noch bei der Bevölkerung durchkommen! Wobei... das lässt eher tief auf die politische Bildung der Deutschen blicken.

Varoufakis`Rücktritt ändert an der verfahrenen Agenda nichts

Varoufakis war zwar mit seinem konfrontativen Stil und ausgesprochen scharfer und verletzender Rhetorik ("Terroristen", "Erpresser" etc.) zum Buh-Mann der Syriza-Regierung in Europas Hauptstädten geworden, sein Rücktritt ist aber vor allen durch sein Scheitern bei der Lösung der Schuldenkrise das Landes zu begründen. Es ist dem bisherigen griechischen Finanzminister in sehr prekärer Lage des Landes nicht gelungen, die europäischen Partner in der Sache zu überzeugen.

Ein Schuldenschnitt zu Lasten der europäischen Steuerzahler und das Nein zu den Auflagen der finanziellen Hilfspakete von EU, IWF und EZB ohne das Erbringen von eigenen Leistungen zur Lösung der Schuldenkrise kann von keinem europäischen Partner akzeptiert werden. So folgte auch die EZB nicht der Aufforderung zur Erhöhung des Rahmens für die ELA-Notkredite der gr. Banken. So ist Varpufakis in jeder Hinsicht gescheitert. Zu dieser Einsicht wird auch der Rest der Tsipras-Regierung noch kommen müssen.

Man kann geteilter Meinung sein

Er hat manches gesagt was wenig mit Diplomatie zu tun hat.

Allerdings hat er auch in manchen Dingen recht.

In der Tat hat die Eurogruppe versucht das griechische Referendum zu beeinflussen, was Tsipras und Varoufakis aber auch taten.

Allerdings sind das GRs interne Angelegenheiten, was Brüssel da versuchte war wirklich der Versuch zu verhindern das man Demokratie ausschließt, so wie es leider in fast allen EU-Ländern gang und gebe ist.

Ich weiß nicht ob GR jetzt wirklich Chancen hat mehr rauszuholen (GB macht das seit Jahren erfolgreich mit den Austrittsdrohungen), aber bisher hat Brüssel es immer wieder geschafft Geld in bodenlose Fässer zu stecken, unter welcher Begründung auch immer

Überraschung

Ich weiß nicht, wie viel Druck dafür gesorgt hat, dass Varoufakis zurückgetreten ist. Wenn es wirklich, so wie es hier dargestellt ist, die eigene Erkenntnis war, dass er einer Einigung möglicherweise in Weg steht, dann sage ich "Hut ab". Das erlebt man selten, dass jemand seine eigene Eitelkeit zurückstellen kann.
Falls Tsipras ihn geschasst hat, sagt das natürlich einiges über das "Binnenverhältnis" in der Regierung.

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Bernd Lucke wäre ein geigneter Nachfolger.

Hallo,

Schade. Der Mann war erfrischend ehrlich, gradlinig und kein bischen falsch.
Kein Wunder das die Eurokraten mit ihm nicht klarkommen.
Ich wünsche Ihm alles Gute.

Bernd Lucke wäre ein geigneter Nachfolger.

schön viel Pathos

Nun gut, immerhin hat der Herr erkannt, dass mit ihm die zukünftigen Verhandlungen sehr viel schwieriger werden als ohne ihn. Dazu gehört schon eine gewisse Größe, viele andere Politiker hätten diese gesunde Selbsteinschätzung nicht. Den positiven Eindruck verscherzt der Minister dann gleich wieder, indem er sich als Opfer stilisiert und mit viel Pathos abtritt. "Den Abscheu der Gläubiger wolle er mit Stolz tragen". Wenn ich mich richtig erinnere hat er sich selber zur persona non grata gemacht, unter anderem hat er noch am Freitag seine Kollegen der Eurogruppe, wie auch immer er das meinte oder nicht meinte, als Terroristen bezeichnet.

"Zehn Irrtümer über die Griechenland-Krise"

In der Berliner Zeitung wurden am Freitag ein paar gängige Irrtümer über die Griechenland-Krise richtig gestellt. Der Artikel ist besonders jenen Foristen zu empfehlen, die glauben, dass Varoufakis persönlich an (fast) allem die Schuld trägt.

BLZ: "Zehn Irrtümer über die Griechenland-Krise"
http://tinyurl.com/oyr4bzc

08:39 von UnabhängigerDenker

"Ich weiß nicht ob GR jetzt wirklich Chancen hat mehr rauszuholen (GB macht das seit Jahren erfolgreich mit den Austrittsdrohungen),"

Im Gegensatz zu Griechenland hat GB auch Verhandlungsmasse, nämlich eine (global-)politische Bedeutung und wirtschaftliche Stärke, ein Austritt würde die EU tatsächlich schmerzen. Nicht zuletzt, weil GB der drittgrößte Nettozahler der EU ist.

08:37 von Helmut Baltrusch

"...Varoufakis war zwar mit seinem konfrontativen Stil und ausgesprochen scharfer und verletzender Rhetorik ('Terroristen', 'Erpresser' etc.) zum Buh-Mann der Syriza-Regierung in Europas Hauptstädten geworden..."

Verletzend? Wie finden Sie denn das:

"...'Die linken Erpresser und Volksbelüger wie Tsipras können mit ihrer schmutzigen Tour nicht durchkommen', erklärte Generalsekretär Andreas Scheuer. ..."

Man mag den Generalsekretär der CSU nicht so wichtig nehmen in der EU-Politik, aber seine Sprache ist deutlich verletzender und ehrabschneiderischer!

Euroverbleib unwahrscheinlich, Varoufakis geht

Wenn er das Haupthindernis für eine Einigung mit den Gläubigern gewesen sein soll (an Diffamierungen hat es ja nicht gefehlt), so ist das ja jetzt weg. Nur ist er nicht alleine Syriza, das rote Tuch mit der roten Linie.

Das Land ist de facto pleite, die Banken leer, die weit weggeschoben Tilgungen bei Zinsvorteilen dennoch unbezahlbar, die servicelastige Wirtschaft (ohne BIP-freie Handelsflotte) ist weitgehend konkurrenzunfähig auf dem Binnen- und Außenmarkt und reif für den Reset und das Produktivitäts- u. Lohnniveau kann mit den abwertenden Türken, die freien EU-Zugang haben, völlig nicht mithalten.

Die Situation ist einfach zu beschreiben: GRE ist nicht mehr eurofähig. Man braucht es weder dafür rauschmeißen noch braucht dafür es selbst austreten. Der Macht des Faktischen können sich nur noch eurowahnige Bürokraten u. Parteisoldaten verschließen u. Schimären verhandeln, egal wer was anbietet.

Es kann nur noch um geordneten Staatsbankrott + Grexit gehen oder Euro-Chaos.

Respekt und Dank! Schade dass

Respekt und Dank!
Schade dass Herr varoufakis zurück tritt. Der wirtschaftsprofessor war einer der wenigen Politiker, die die Spielregeln der Banken verstand und Ihnen beim Milliardenpoker auch noch Paroli bieten konnte. Er konnte ähnlich gut austeilen wie Schäuble und hat Menschen für Politik begeistert. Auch die Andersdenkenden. Und er hat Griechenland Würde zuruckgegeben! Nun nimmt er wie mancher griechische Philosoph der Antike auch noch selbstbestimmt den Giftbecher, um den Hass seiner Feinde von Griechenland abzulenken. Respekt Janis und den unbeugsamen Griechen.

Am 06. Juli 2015 um 08:37 von Helmut Baltrusch

Herr Baltrusch,der informierte Bürger weiß ja mittlerweile,dass mit am meisten DE an den Verhältnissen profitiert hat,deutsche Firmen haben mit neuen GR-Schulden Gewinne eingefahren,vor allem deutsche und französ. Banken haben mit GR-Anleihen-Spekulationen sehr viel Geld gemacht,als die Situation kippte und es ein Minus-Geschäft wurde drohten diese Banken nach 2008/09 erneut durch ihre spekulative Misswirtschaft in Schieflage zu kommen,mit den sog.Hilfspaketen wurden u.a.die Verluste dieser Banken wenigstens teilweise,wenn man so will,auch von meinen Steuergeldern ausgeglichen,halt über den Umweg Athen.Mittlerweile gibt es ja auch in der EU Politiker,die einräumen,dass v.beiden Seiten Fehler gemacht wurden,nicht immer nur die Griechen.Und unter der Troika,5Jahre,leidet das Volk,die Staatsverschuldung ist von 127 auf180% gestiegen,tut mir leid...

Demokratisch, demokratischer am demokratischsten

Wir haben die Demokratien erfunden, alles hört auf unser Kommando, ihr müsst euch uns anpassen. Von den Linken erfahren wir, es seien sozialistische/konservative Regierungen vor Tsipras gewesen, die das Land ins Unglück gestürzt hätten, aber waren das nicht alles GR? Man fordert, man erwartet, man will, man verlangt. Was wir dabei nie hören ist, was ändern die GR selbst und was bringen sie dabei ein? Was an Geldern aus der EU an dieses in Summe wirtschaftlich unbedeutende Land geflossen ist, ist eine Einnahme für GR ohne eigenen Einsatz und Risiken. Die Steuerausfälle in GR selbst werden € 70 Mrd. beziffert. Es kann doch nicht sein, dass wir aus der Unfähigkeit der GR im eigenen Land Steuern Einzunehmen hieraus als Transfer Union missverstanden und missbraucht werden. Steuerausfälle von € 70 Mrd, für die wir dann durch Forderungen aus GR in die Pflicht genommen werden. Das Varoufakis geht ist richtig, aber er ist nur ein Teil (Tumor) innerhalb eines todkranken politischen Systems.

08:40 von dr.bashir

"...Ich weiß nicht, wie viel Druck dafür gesorgt hat, dass Varoufakis zurückgetreten ist. Wenn es wirklich, so wie es hier dargestellt ist, die eigene Erkenntnis war, dass er einer Einigung möglicherweise in Weg steht, dann sage ich "Hut ab". Das erlebt man selten, dass jemand seine eigene Eitelkeit zurückstellen kann.
Falls Tsipras ihn geschasst hat, sagt das natürlich einiges über das 'Binnenverhältnis' in der Regierung."

Varoufakis schreibt selber, dass er von einigen Euro-Gruppen Mitgliedern zur Abwesenheit bei den künftigen Verhandlungen aufgefordert wurde. Mit Blick auf den notwendigen Erfolg neuer Verhandlungen kam er diesem "Wunsch" nach. Man kann es natürlich auch eine neuerliche Erpressung durch die EU-Vertreter nennen - aber Varoufakis stellt sich selber zurück in die zweite Reihe, um den möglichen Erfolg nicht zu gefährden. Und das ist mehr als beachtlich! Meine Hochachtung jedenfalls.

Ein Mann

mit Charakter, was man von vielen anderen Politikern nicht behaupten kann.
Er verlässt diese unwürdige Bühne zum Wohle seines Landes, dass passt zu seiner Persönlichkeit.

Gut so, aber was jetzt ?

Herr V. war als Verhandlungspartner schon vor dem Plebiszit nicht mehr tragbar und wurde entsprechend von anderen vertreten. Worüber sein armer Nachfolger jetzt aber noch verhandeln will ist mir schleierhaft denn was hat Griechenland anzubieten ? Richtig ist, dass bei den Menschen von den vielen Milliarden der letzten Jahre nichts angekommen ist und sich endlich was an der Sache ändern muss. Richtig ist aber auch, dass niemand in der Euro-Zone mehr gewillt ist, Griechenland weiteres Geld zu geben, solange alles in dunklen Kanälen versickert. Und schon garnicht, wenn sich demokratisch gewählte Regierungen dafür dann als Nazis und Terroristen beschimpfen lassen müssen. Man beißt die Hand, die einen füttert, besser nicht. Die Börsen haben den Grexit mittlerweile schon eingepreist, das einzige Pfund der Griechen in den kommenden Verhandlungen ist, wenn überhaupt, die Idee des gemeinsamen Europas. Leider meint hierbei jeder was anderes.

Ein kleines Volk...

...mit mutigen Politikern reicht aus, um das EU-Finanzsystem an der Nase herumzuführen und die Schwächen der EURO-Zone offenzulegen. Das ist die eigentliche Erkenntnis dieses Schmierentheaters.
Es wird höchste Zeit für ein Referendum im Rest von Europa darüber, ob die Verluste der Banken ("Hilfspakete") weiterhin von den Staaten und damit den Steuerzahlern übernommen werden sollen.

Am 06. Juli 2015 um 08:37 von Helmut Baltrusch

...tut mir leid,wenn durch die "Hilfen" ein Volk,was nie wirklich reich war,verarmt,unter den Auflagen der"Fachaufsicht" die Staatsverschuldung um 50% steigt,die Kindersterblichkeit u.Arbeitslosigkeit enorm steigt,das Sozial und Gesundheitssystem am Zerfallen ist,man dem Schuldner die Luft zum Atmen nimmt,dann ist was faul im System.Wenn man einem Land den Stolz nimmt,wenn man nur Hilfe leisten will,wenn man nicht mehr zumutbare zusätzliche Belastungen akzeptiert,so ist das schon eine Art von Erpressung,jemanden in Not unter Druck setzen.Sicherlich in diesen Kreisen undiplomatisch,aber in der Sache zutreffend.Die Politik macht sich zum Geldeintreiber für wirtschaftlich schlecht spekulierende Banken.GR hat nicht gg.Völkerrecht verstoßen,keinen Krieg,wie die Ukraine,angezettelt,GR ist durch frühere Regierungen,dem Finanz-und dem EU-System mächtig in Schieflage geraten.Und:Schlaumeier fordern von GR die Steuern einzutreiben,wie das?Mit den auf Weisung der Troika entlassenen Finanzbeamten?

Na klar, ...

.
...schuld sind (bzw. waren) stets die
Anderen in Form der bösen Menschen,
wie zB Schäuble, Lagarde, Schultz,
Juncker, etc. pp.

Merkwürdig nur:

2002 hatte die gr. Regierung:

1. ihre eigenen Staatsbilanzen durch
Dritte per Urkundenfälschungen im
ganz großen Stil - strafrechtlich rele-
vant - "frisiert", bzw. "frisieren lassen",

2. mit diesen gefälschten Urkunden
sich durch deren gezielte Vorlagen
bei den Euro-Gremien in betrügeri-
scher Art und Weise den Zutritt in
die Gemeinschaft der Euro-Staaten
erschlichen - ein glatter Betrug !
(Diese Staatengemeinschaft hätte
m.E. Gr als MItglied sofort fristlos
hinauskündigen sollen anstatt bis
heute herum zu lawieren und ca.
330 Milliarden Euro Steuergelder
in den gr. Sand setzen und dort
sinnlos + zwecklos versickern las-
sen !)

3. Daß der gr. Staat oberschichten-
spezifisch keine Steuern einnimmt,
ist nur die Spitze des Negativ-Eis-
bergs !

4. "Fleiki-flaki" (= Schwarzgeldzahl-
ungen) sind an der Tagesordnung
etc.

Ein Augiasstall !

Bauerntrick

Martin Schulz und die anderen Befürworter der Terrorismuspolitik gegen Griechenland versuchen mit einem Bauerntrick die deutsche Bevölkerung in die Irre zu führen. Da wird gesagt, mit dem Referendum hätte Griechenland eine demokratische Entscheidung herbeigeführt, aber die anderen 18 Mitgliedsländer seien auch Demokratien, die man nicht ignorieren könne. Da frage ich mich doch, warum in den anderen 18 Mitgliedern kein Referendum durchgeführt wird. Ein Referendum, das zur Frage stellt, ob das von den Banken und Versicherungen aufgekaufte Griechenlandrisiko nicht zurückverkauft werden soll mit allen Risiken (und Chancen), die dazugehören. Denn schließlich ist das die Aufgabe von Finanzinstituten mit Risiken umzugehen und diese nicht zu sozialisieren. Ein Referendum, dass die Reichen zur Kasse bittet. Ich bin mir sicher, dass bei einem solchen Referendum ein klares Ergebnis zustande käme, aber sicherlich nicht wie DIESER EU-Parlamentspräsident sich das wünscht.

09:33 von Nachfragerin

"Der Artikel ist besonders jenen Foristen zu empfehlen, die glauben, dass Varoufakis persönlich an (fast) allem die Schuld trägt."

Was Foristen in Deutschland glauben, ist doch eigentlich egal. Varoufakis hingegen scheint begriffen zu haben, dass es keine Verhandlungen geben wird. Wer überzeugt ist, alles richtig zu machen und integer zu sein hat keinen Grund, zurückzutreten.

Der Rückzug allerdings ist bestens gemacht, das muss man ihm lassen. Er provozierte gezielt, wurde untragbar und "musste" daher gehen. Den Scherbenhaufen einer endgültig ruinierten Volkswirtschaft dürfen jetzt andere erklären.

harmlos

varoufakis titulierung der opponenten als "terroristen" hat er erläutert und auf die angstverbreitende drohkulisse der eu-banken-iwf-kooperation verwiesen. de facto haben juncker (luxleaks), la garde ("la garte-liste", wikipedia) und die alternativlosen austeritätsbefürworter das griechische volk wissentlich ins elend gestürzt.
und diese "politik" im sinne der finanzeliten kostete de facto menschenleben. es ist als nicht unanständig, diese realvernichtende koalition entsprechend zu bezeichnen. es ist vielmehr unanständig was diese koalition angerichtet hat!
.
varoufakis hat einen angemessenen satz formuliert. dafür danken europas bürger ihm.

Herr Varoufakis, wohin so

Herr Varoufakis, wohin so schnell?
Sie wollten noch die Banken öffnen und innerhalb 48 h noch die Sache klar machen??

Ich hoffe, dass Varoufakis

Ich hoffe, dass Varoufakis Rücktritt kein Teilerfolg der Finanzhaie ist. Ist er aus Selbsterkenntnis und zum Wohle der Verhandlungen gegangen, so ist das löblich, aber noch nicht die Lösung des Problems. Die Verhandlungen sind bis jetzt nicht an Varoufakis, sondern an den Gläubigern gescheitert. Mal gucken wer der Nachfolger wird...

09:45 von Izmi

"Mit Blick auf den notwendigen Erfolg neuer Verhandlungen kam er diesem "Wunsch" nach."

Mit oder ohne Varoufakis - da nichts mehr zu verhandeln.

Keine Reformen, kein Sparen = kein Geld.

"Man kann es natürlich auch eine neuerliche Erpressung durch die EU-Vertreter nennen"

Vielleicht liegts auch daran, dass diese Vertreter sich schlicht nicht als Terroristen verleumden lassen wollten?

Und wer übernimmt Verantwortung?

Die Party hat er noch mitgefeiert und am nächsten morgen ist er nicht mehr da. Griechenland wird für ihn wohl nur ein "one-night stand" gewesen sein in seiner turbulenten Karriere als "Star-Ökonom".

Verantwortungsvolle Politiker braucht das Land, gerade jetzt.

Zukunft Griechenlands heißt nach dem Referendum:Raus aus der EU

Tsipiras betonte gegenüber seinen Landsleuten: "Das Mandat, das Sie mir erteilt haben, ruft nicht nach einem Bruch mit Europa, sondern verleiht mir eine größere Verhandlungsmacht." Da bin ich jetzt aber mal gespannt, wie die größere Verhandlungsmacht aussehen soll, wenn der bisherige Kompromissvorschlag der EU-Kommission ihm schon zu viel war? Glaubt er eigentlich selbst an seine Worte? Die anderen 18 Eurostaaten werden sich bestimmt von ihm nicht noch mehr ausnehmen lassen. Und ein Mandat für neue Verhandlungen ist nicht in Sicht.

Wissen hat eben doch keine Macht mehr

Die EU kann einen Verhandlungspartner ,der weiß von was er redet, nicht brauchen.
Herr Varoufakis ist Prof. für Volkswirtschaft und hält Vorlesungen an mehreren renomierten Uni´s in Europa.
Der klügere gibt eben doch immer nach.

Wider ein griechisches

Wider ein griechisches Lehrstück! Ein bestätigter Politiker tritt "freiwillig", anstatt sich mit Lügen an der Macht zu halten.....in Deutschland undenkbar!

Glückwunsch

Das Vertrauen ist nun wohl nachhaltig zerstört, der Scherbenhaufen ist perfekt, beste Zeit für eine Auswechslung der Hauptdarsteller? Respekt.

Mehr Verwirrung kann man wohl kaum schaffen. Hat sich irgendwer schon mal im Amt bestätigen lassen, um seine Wähler schon am nächsten Tag im Stich zu lassen?

Ich bin gespannt, wie lange sich das griechische Volk noch die Gehirne vernebeln lässt, ob es den Bürgern irgendwann einmal gelingen wird, falsche, fremd gesteuerte Emotionen und falschen Stolz zu kontrollieren und anzufangen, realistisch zu denken - vielleicht aus dem natürlichen Instinkt heraus, sich selbst zu retten.

An Hilfen aus Europa sollen Selbstrettungsversuche bekanntlich ja nicht scheitern, wenn die Griechen nur aufhören würden, sich allein auf das Ausheben der eigenen Gräber zu konzentrieren.

Wie kommt es bloß, dass dort offenbar niemand seinen Verstand einschalten will, um einen gangbaren Weg aus dem Chaos zu suchen?

Varoufakis hat im Intresse Griechenlands

genau das Richtige getan.
Zunächst hat er öffentlich gemacht,das nicht erst seit gestern oder vorgestern, das Staatsschulden nicht immer mit weiteren Krediten bedient werden können.
Diese Erkenntnis hat ihn in seinen Verhandlungen in Brüssel nicht allzu beliebt gemacht. Hinter verschlossenen Türen wird er seinen gegenübersitzenden Sandkasten Ökonomen den Kopf gewaschen haben.
Das Verhältnis ist tatsächlich zerrüttet.Der Sache willen ist er nun zurückgetreten,um die Athmosphäre zu beruhigen.
Der Prophet der vor Jahren schon auf diese Absurdität hingewiesen hat ,tritt zurück.
Als anerkannter Wirtschaftsökonom hat er nun die Möglichkeit, mehr Geld zu verdienen, als ein popliger griechischer Wirtschaftsminister.
Er war es, der aus der ständigenKommpromiss und Konsenssosse ausgeschert ist, er hat polarisiert,dafür gebührt ihm ein Dank.

Und tschüss, Herr Varoufakis

Wer EU-Minister als Terroristen bezeichnet, sollte schleunigst mal einen Anstandskurs besuchen. Nun denn, die Zeit hat Herr Varoufakis jetzt. Vielleicht lernt er noch den richtigen und höflichen Umgang sowie eine angemessene Haltung gegenüber den Geberländern. Bei einigen ist die Erziehung kostenlos, bei anderen umsonst ...

Politiker von Format zumindest nach....

...aussen. Habe selten solche Politiker gesehen, die strategisch das tun, was fuer eine erfolgreiche Mission notwendig ist. Varoufakis weiss, dass sein Mundwerk zu gross war und ihm die politische Ader fehlt. Auch hat er, wie man hoert private Interessen, zu kuendigen (Vorlesungen). Jedoch sind die schnellen Entscheidungen von Tsipras und Varoufakis aeusserst beeindruckend und werden den weiteren Verlauf des Geschehens immens beeinflussen und ich hoffe im Sinne der griechischen Bevoelkerung. Kein deutscher oder anderer EU Buerger wird wegen Griechenland weniger zu essen haben.

Griechenlands Antwort auf Oscar Lafontaine

schuld sind natürlich immer die Anderen, weil sie unverständlicherweise schon mal andere Meinungen haben, als das allwissende Ego.
.
An die V-Fans unter den Foristen: ich kann mir kaum vorstellen, dass diese alle ihren Lebensunterhalt mittels Kreditbetrug verdienen.
Genau das versuchen GR-Regierungen aber seit Jahrzehnten - bisher leider erfolgreich.

es ist erschreckend...

was man hier lesen muß...die banken und konzerne richten die ganzen schäden an...zahlen auf ihre Milliardengewinne kaum Steuern und hier hetzen alle gegen die die sich endlich mal wehren...ein solches Europa möchte ich nicht...

Chapeau

an das griechische Volk, es sollte ein Beispiel für alle Europäer sein. Die Griechen haben sich vor einigen Monaten bewusst eine andere Regierung gewählt mit einem klaren Auftrag. Und jetzt haben sie ihre Repräsentanten, obwohl diese übelst gemobbt wurden und werden und trotz des Wissens um eigene Nachteile, nicht im Regen stehen lassen sondern ihre demokratische Entscheidung bestätigt. Das ist echte Grösse. Und wenn trotz dieser Entscheidung einer der wichtigsten Repräsentanten erkennt, dass er ggf. persönlich ein Problem für des Wohl seines Volkes darstellt und daraufhin aus freien Stücken sein Amt aufgibt, dann könnten sich daran viele der Mobber ein Beispiel nehmen. Dank der Griechen wissen wir jetzt aber etwas genauer, was die Euro-Zone (und die EU) im Kern seit ihrer Entstehung ist: eine simple Vereinigung zur Mehrung des Profits von Kapitaleignern. Eine "europäische Idee" gibt es nur zur Volksverdummung, in Wahrheit ist sie nicht existent. Das ist nicht Europa......

Herr Varufakis

Es giebt Menschen für das Grobe und Menschen für das Feine.
Bis jetzt hat Herr Varufakis alles richtig gemacht.
Ich hoffe sein Nachfolger ist genau so Willensstark.

Geben und Nehmen....

....sind die zwei Seiten einer Medaille, liebe Griechen. Und nun fordern wir, das Volk, die Steuerzahler in Deutschland und Europa euch auf die geliehenen Gelder an uns zurückzugeben. Verkauft einen Teil eurer Goldreserven an die EZB, damit man wenigstens den guten Willen sieht. Aber mehr Geld gibts nicht mehr, denn sonst kommt es auch bei uns zum Krachen. Und führt sehr schnell euren Neuen Drachme ein. Die Linken auch bei euch versprechen sehr viel, aber wie es bezahlt werden soll darüber gab und gibt es immer sehr viel Nebulöses und populistische Äusserungen.

@RoyalTramp

Ja, da stimme ich Ihnen zu. Von solchen Politikern können wir in D nur träumen.
Auch Brüssel hat doch nichts an Persönlichkeiten, die für uns Bürger was voran bringen, zu bieten.
Es ist sehr schade, dass Varoufakis geht. Bleibt nur die Hoffnung, dass ein ähnliches Kaliber mit Rückrat nachkommt.

Richtig erkannt Herr Varufakis

jetzt gehen die Probleme in Griechenland erst
richtig los.Da ist es besser man tritt vorher zurück um nicht doch noch vom Volk weggejagt zu werden.

@iforum 9:52

Ich glaube nicht das ein Referendum nötig wäre.
Es würde vermutlich mit irgendwas um die 80% dagegen ausfallen.
Darum gibt es sowas ja auch nicht.

Europa wird solange nicht richtig funktionieren, solange die Menschen sich nicht als Europäer fühlen.
Und das wird erst dann passieren wenn der allgemeine Lebensstandard durch die EU positiv beeinflusst wird, anstatt Schulden zu verstaatlichen und Gewinne zu privatisieren.

Deutsche älteren Kaliebers können sich vielleicht noch erinnern, das es als alleinverdienender Handwerker mal möglich war ein Häuslein zu bauen.
Heute müssen in den meisten Partnerschaften beide arbeiten um überhaupt die unaufhörlich steigende Miete aufbrigen zu können.

Das ist auch einer der Hauptgründe für den eklataten Geburtenrückgang in D.

die Woche beginnt mit guten Nachrichten aus Griechenland

Aber es war zu erwarten. Der Umgangston, denn Varoufakis pflegte, wich sehr von allgemein gültigen Standards ab. Dies war so gravierend, dass der Inhalt seiner Reden nicht mehr beachtet werden konnte. Wäre er nicht zurückgetreten, würde es sicher keine neuen Verhandlungen geben. Da ich aber bei Tsipras und Varoufakis von entsprechender Intelligenz ausgehe, nehme ich an, dass auch das kalkuliert war.

Nichts desto trotz gibt es keine Bonus bei den Verhandlungen. Wenn Griechenland sich nicht verpflichtet, seinen Haushalt einerseits durch extreme Sparmaßnahmen auf der Ausgabenseite zu zügeln, und andererseits die Einnahmen wie bei Steuern bedeutend zu steigern, kann keine finanzielle Hilfe gewährt werden. Auch wenn über 60 % der abstimmenden Griechen dagegen waren.

Das war sowas von zu erwarten.

Der Mann hatte nur eine riesengroße Klappe. Er wusste genau, dass er Unsinn redet und nie damit durchkommen würde. Und jetzt, wo es drauf an käme, verkrümelt er sich. Das war vom Anfang bis zum Ende durchdacht. Ein Blender vor dem Herrn.

Politische Meuchelei?

Das ist offensichtlich die Rache der Gläubiger mit einem Kommunisten aber dennoch ehrlichen Finanzminister der seine Wahlversprechen auch ernst nimmt .
Die gleichen Verhaltensweisen die sonst die Gläubiger nicht sichtbar für die Öffentlichkeit anwenden nach der Devise " Du springst über das Stöckchen was wir dir hinhalten" hat er nicht hingenommen u. hat doch ständig mit Rückendeckung seiner "Griechen"doch tatsächlich offen u. für alle sichtbar wiedersprochen. Das geht gar nicht ohne das das womöglich gleiche Beispiele nach sich ziehen könnte? Der Mann hat nichts weiter getan bei allem zugegebenem Reformstau als "seine Griechen" nicht in die möglichst längste Schuldenknechtschaft gehen zu lassen ,so wie es bei der Wahl versprochen wurde.
Was das Versagen allerseits der Vergangenheit für die Zukunft bedeutet bleibt offen sonst wollte niemand mehr in die Zukunft gehen wollen mit den Fakten u. was man daraus bereit ist zu machen?!

@08:05 von Steuerfahnder: Rausschmiss der Griechen

Dass ein Rausschmiss der Griechen aus der EU rechtlich in den EU-Verträgen nicht vorgesehen ist, wissen Sie sicher auch.

Die Griechen könnten lediglich eine Antrag auf Entlassung aus der EU stellen. Ob sie das aber freiwillig tun werden, wage ich zu bezweifeln.

@09:33 Nachfragerin: Zehn Irrtümer.
Dass "Otto Normalverbraucher" von den ganzen Griechenlandhilfen eher nichts hatte und hat, wird durch die "zehn Irrtümer" nochmal verdeutlicht. Danke für den Link.

Sehr schade

Ich habe Varoufakis bewundert. Aber natürlich ist klar, seine Kollegen in der EU haben es nicht so gerne, wenn jemand kompetent Klartext redet und ihnen die Fehler von fünf Jahren "Rettungs"politik unter die Nase reibt. Besonders die Ökonomenkoryphäe Schäuble wird damit Probleme gehabt haben.

Falscher Stolz beseitig keine Fehlentwicklungen

er verleugnet sie.

Zunächst einmal sind die GR wie es scheint stolz darauf ihre Unfähigkeit/Unwillen zu Reformen gepflegt und entwickelt zu haben. Die Krankheit des Systems ist zu einem großen Bestandteil gr. Normalität geworden.
Mit gr. Stolz hat man keine Konzepte entwickelt, zehrt von Erträgen anderer und verlangt stolz nach mehr.
Das ist kein Stolz, dass ist ein Totalversagen und ein Armutszeugnis für den eigenen Charakter. Hunger, Arbeitslose, fehlende medizinische Betreuung, hohe Kindersterblichkeitsrate, all das ist nicht die Schuld der Gläubiger, sondern das Versäumnis,die eigenen Bürger zur Schaffung eines funktionierenden Gemeinwesens heranzuziehen. Wenn der Kommunismus darauf gründet etwas ohne Eigenleistung von andeen zu nehmen, zu verlangen, zu fordern, dann lehne ich das nicht nur ab, sondern ich bekämpfe es. Stolz ist das letzte was die GR vortragen sollten, sondern Besonnenheit, Dank, Konzepte und die Beteiligung der eigenen Bürger mit Steuern zum Gemeinwohl.

@ JanoschausLE

Abgesehen davon, dass selbst nach den Entlassungen der Beamtenapparat noch immer mehr Beamte hat als man wirklich braucht, ist das Problem der bei den Steuern ein nicht wollen des eintreibens derselbigen.

Die Troika hat einsparmaßnahmen vorgeschlagen, die einen effektiven Staat als Ziel hatten. Die Umsetzung war Sache der Griechen, deren Politiker aber lieber dem einfachen Volk alles aufgebürdet haben als die Oligarchen und andere Reiche zu Kasse zu bitten. Um zum Beispiel mal eine Sozialkasse einzurichten, damit die Renten nicht mehr als Familiensicherung herhalten müssen. Das schöne daran: Man kann die Maßnahmen auf die Troika schieben und hält sich die alten Seilschaften warm.

Aber immer schön mit dem bösen Feind von aussen ablenken, fallen fasst immer alle darauf rein ohne Nachzudenken. In den USA erklärt man das übrigens mit Terrorristen...

@JanoschausLE

Vielleicht sollten wir mal den starren Blick von Griechenland abwenden. Es gibt in Europa viele Länder und Menschen, denen es deutlich schlechter geht als den Griechen. Die sollen nun auch noch was abgeben, damit in Griechenland weiter so gewirtschaftet werden kann, wie bisher? Griechenland hat Beamte, deren Anzahl keiner kennt. In Griechenland werden monatlich in Größenordnungen Renten ausgezahlt, das man meinen kann, man geht dort schon mit 50 in Rente. Griechenland lehnt die Erhöhung der Mehrwertsteuer ab, eine Steuer von der lediglich knapp 10% wirklich an den Staat abgeführt wird, der Rest in dunklen Kanälen verschwindet.

Stolze Griechen? Worauf sind denn die Griechen stolz? Vielleicht jetzt auf ihre Regierung, die dem Volk Leistungen verspricht ohne auch gleichzeitig darauf hinzuweisen, dass dafür kein Geld da ist. Es ist nicht die EU, die den Griechen den stolz genommen hat, die die Griechen erpresst hat. Er waren die Griechen selbst und die sie regierenden Parteien.

Varoufakis Rücktritt ist nicht mutig

sondern wohl der Tatsache geschuldet, dass es nächsten Monat kein Gehalt mehr gibt. Wer arbeitet schon gerne kostenlos und dann auch noch umsonst (vergebens).

Der Anteil Griechenlands an der Wirtschaftsleistung der EU beträgt gerade mal 2%. Ein Austritt Griechenlands aus der EU und Euro sind bei den Börsen eingepreist. Das tut nicht mehr so weh, als wenn noch mehr Geld der Gläubiger (Steuerzahler) dort versenkt wird. Wenn aber die Bevölkerung von Griechenland mehrere Milliarden von ihren Konten abgehoben hat (ELA Kredite ca. 90 Milliarden), warum leiht sich die griechische Regierung dann das notwendige Geld nicht von seinen eigenen Bürgern?

Die Volksabstimmung war nur ein Votum darüber, nicht weiter sparen und den Forderungen der Geldgeber nicht nachkommen zu wollen. Das heißt, sie zeigen sich reformunwillig. Dann sollen die Griechen den Karren mit dem Geld der eigenen Bevölkerung aus dem Dreck ziehen. Genau darüber haben sie entschieden!

Rücktritt von Varoufakis

Danke an den Pausenkasper. Nun ist der Weg frei für neue Milliarden. Guter Schachzug der Trickser und Bilanzfälscher.
Und hier geht niemand auf die Straße man müsste meinen das ist nicht ihr Geld das hier nutz und sinnlos verbrannt wird.

verhandlungspartner

viele fragen z.b.
gibt es was zu verhandeln?
kann man sich den gegenüber aussuchen?
macht man iwann den weg frei?

ein unbequemer tritt zurück, das sollte doch viele freuen...damit hat man bessere möglichkeiten die wahrheit bissel vor sich her zu schieben...die wahrheit..das alle über ihre verhältnisse gelebt haben und z.t. noch leben und nun überlegen wie man damit weiter leben kann?

Varoufakis..ein träumer oder ein mann mit charakter?...ich weis es nicht

@AWACS 10:14

Ich bin für Kritik jederzeit offen.
Bitte begründen sie doch ihre Meinung oder tragen sie sonst etwas zu dem Thema bei.

@ um 10:09 von cowboy

" Bei einigen ist die Erziehung kostenlos, bei anderen umsonst ..." Scheint so.

Vielleicht sollten wir alle auch mal wieder "den richtigen und höflichen Umgang sowie eine angemessene Haltung gegenüber" anderen einhalten.

Kalkuel eines Spielers

Der Ruecktritt Varoufakis war mit Sicherheit gleichzeitig mit der Ankuendigung des Referendums geplant.
Varoufakis hatte dadurch die Gelegenheit - folgenlos - im Sinne von Syriza die Volksmassen mit Hetzparolen zu manipulieren und aufzustacheln um so auf jedenfall das gewuenschte Abstimmungsergebnis zu erhalten.

Bevor das Heulen- und Zähneknirschen losgeht zieht er sich aus "Spielrunde" zurueck. Fuer ihn gibt es nichts mehr zu gewinnen, nur noch zu verlieren.

Andere als Terroristen bezeichnen, ...

... Kampfrethorik, Kompromisslosigkeit...

Das kennen wir doch alles schon. Wenn aber nun schon der Skandal mit dem Mittelfinger frei erfunden war, was ist dann von all den anderen Vorwürfen zu halten? Haben die Banker wirklich Angst, dass sie einen kleinen Minister so zum Anti-Christen hoch stilisieren. Für mich macht es Ihn und seine Aussagen nur interessanter. Da sollte man genauer hinschauen. Bin auf den Nachfolger gespannt.

Danke und Respekt , Herr Varoufakis!

Es ist jammerschade, daß es so wenige Menschen in der Politik gibt, die so konsequent, geradlinig und im entscheidenden Moment auch uneigennützig sind! Großartig, wie Sie standgehalten haben mit kluger Argumentation & gekonnter Zuspitzung gegen die vielen dummen & dumpfen Haßtiraden aus der Eurogruppe und gegen die geballte Kraft der Medien (von Springer über murdoch bis hin zu,ja, auch den öfftl. rechtl. Medien in DE)! Danke, daß Sie so stark beigetragen haben, den Griechen und den anderen europäischen Völkern die Hoffnung auf ein echtes, demokratisches Europa der Menschen zurückzugeben gegen das aktuelle, das ein Europa der Banken, Lobbyisten, der Rüstungsindustrie & des Duckmäusertums gegenüber den USA ist.
Ich bedaure Ihren Rücktritt außerordentlich; umso mehr nötigt er mir Respekt ab, weil er erfolgt, um eine Einigung wahrscheinlicher zu machen und schneller zu ermöglichen.
Wäre auch nur ein Bruchteil Ihrer Vernunft bei Eurogruppe/IWF/EZB vorhanden - es gäbe längst eine Einigung!

Ich will auch ein Referendum - hier in Deutschland...

... und ich will, dass wir Deutsche direkt darüber abstimmen können, ob wir:

a.) den Griechen noch Geld zukommen lassen wollen, was aus unseren Steuergeldern finanziert wird,

b.) wir die Griechen noch in der EU haben wollen.

Die EU-Verträge sehen keine Regelungen vor für einen Ausschluss aus der EU, da man nur aus eigenem Antrieb heraus austreten kann, obwohl eine Aufnahme nur durch die Annahme durch alle Mitgliedsstaaten erfolgt. Eine - wie ich finde - rechtliche Schieflage, die überdacht werden muss.

Aber ja, zurück zum Problem.

Wenn die Griechen für ihr 'Demokratieverständnis' so gelobt werden, will ich auch gelobt werden. Mal sehen, was die Europäer votieren würden, jedes Land für sich, wie mit Griechenland weiter zu verfahren ist... das wäre klar.

Griechenland verlangt Geld, ohne eine Gegenleistung zu erbringen, ja, die weigern sich sogar - und sind stolz darauf. Ich ackere für mein Geld und sehe nicht ein, es denen hinterher zu werfen.

GR: raus aus der EU und dem Euro.

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