Kommentare

Kann man unserer Regierung noch trauen?

Schulz, Merkel, Seehofer haben uns vorgemacht, dass bei einem „NEIN“ nicht mehr mit Griechenland verhandelt wird.

Hollande hat aber schon gesagt, wir verhandeln jetzt weiter.

Und Merkel fliegt morgen zu Hollande.

Jetzt muss man Tsipras noch mehr Geld bieten.

Wir Deutsche sollen auf 30% unseres geborgten Geldes verzichten. Hört man jetzt schon im Fernsehen. Das wären ca. 27 Milliarden!

Und dafür Tsipras Minimum 35 Milliarden neues Geld borgen!

So etwas nennt man Darwinismus.

Das ist nichts, was zu wünschen ist. Es sollte eigentlich an einer Gemeinschaft von Staaten gebastelt werden, in der eben nicht mehr die Starken über die Schwachen bestimmen.

Aber anscheinend ist das Illusion. Wir Menschen können nicht ablegen, was wir seit Millionen von Jahren in unseren Genen haben.

Wieder einmal hat heute der Starke triumphiert: Tsipras.

Und die Schwächere wird sich jetzt bemühen, seinem Votum gerecht zu werden. Mit unserem Geld, als unsere Kanzlerin.

Denn im zwischenmenschlichen Kontakt auf der Bühne in Brüssel, zählt schon lange nicht mehr, welches Land größer ist. Wer bei wem Schulden hat.

Sondern wenn sie sich gegenüber stehen, die Regierungschefs, Auge in Auge - dann siegt das Jahrmillionenalte System: der Schwächere wendet sich ab, unterwirft sich dem Stärkeren.

Mutti wird zahlen. So wie die Evolution es ihr in die Gene geschrieben hat.

Und der Darwinismus es uns erklärt hat.

...und weiterverhandeln und

...und weiterverhandeln und weiterverhandeln und weiterverhandeln......herr sina als journalist fürchtet wohl keine arbeit mehr zu haben. ich glaube ich stehe nicht alleine da wenn ich sage...es ist genug verhandelt, beschimpft, beleidigt, gelogen und betrogen worden. syrza hatte seine chance...seine letzte und wollte sie nicht nutzen. wenn nun doch weiterverhandelt wird..... stellt sich mir die frage warum deutschland überhaupt noch seine schulden bedient......fragen sie mal demokratisch das volk...die werden auch auf einstellung stimmen.

"Kommentar zu Griechenland: Ohrfeige fürs EU-Spitzenpersonal"

"Erst wenn diese Verhandlungen erneut scheitern, kann die EU guten Gewissens entscheiden: Wo kein griechischer Wille, da kein Euro-Weg."

.

Der Kommentar gefällt mir ganz gut, nur in einem Punkt muss ich ihn "verbessern". Erst wenn die Troika Verhandlungen ernsthaft führt und sie dann scheitern, " kann die EU guten Gewissens entscheiden: Wo kein griechischer Wille, da kein Euro-Weg.". Denn bisher hat die EU keine ernsthaften Verhandlungen mit der griechischen Regierung durchgeführt sondern immer nur versucht ihr die Pistole auf die Brust zu setzen.

Das kann man doch als Deutscher (ZAHLER) nicht anders sehen: die Griechen haben per Referendum dafür gestimmt, weiter unbegrenzt Kohle von den EU-Staaten zu erhalten, deren Bevölkerung - im Unterschied zu den Griechen - das erwirtschaftet. Also: "Ich hab nichts zu fressen" - Hut aufhalten und um Spenden betteln.
No! So nicht!
Die Griechen haben dafür gestimmt, die Auflagen der Geldgeber nicht zu akzeptieren. DANKE!! Macht jetzt aber bitte auch euer Ding alleine, wir haben euch nun wirklich satt.

Frage an Herrn Sina

"Sie müssen jetzt erneut mit den Griechen verhandeln, um das größte Chaos in dem Krisenland zu verhindern."

Herr Sina,

warum um alles in der Welt glauben Sie (und wohl auch die griechische "Regierung"), dass irgendwer mit den Griechen verhandeln MUSS?

Das Chaos, was dort unweigerlich ausbrechen wird, ist selbst gewollt und selbst verursacht. Warnungen gab es lange genug.

Es wird ein paar humanitäre Hilfen geben, um die schlimmste Not zu lindern und mehr wird nicht passieren.

Ohrfeige

Sie küssten und sie schlugen sich. Erbittet man mit Schlägen fremdes Geld? Oder kommt man mit einem Referendum ohne eigene Anstrengungen ran?

Niemand muss jetzt mit

Niemand muss jetzt mit Griechenland verhandeln. Merkel sollte ihre Position überdenken, Griechenland auf jeden Fall im Euro halten zu wollen. Geld gegen Reformen muss das Prinzip sein und bleiben.

Spannend

Jetzt dürfen wir gespannt sein, wie viel "Zuschlag" Tsipras aur das "allerletzte Angebot" der EU herausholen kann. Wenn er damit durchkommt ist er in GR zurecht der Held. Egal wie wir drüber denken.
Aber Merkel wird in D immer noch sehr beliebt sein.
Man kann nur resignieren.

Frau Merkel sollte zurücktreten!!!!!

Ohne lange Worte zu machen,spreche ich mich für einen sofortigen Rücktritt von Frau Merkel aus! Allein die genauere Analyse des letzten ,grpßzügigen Angebots an Griechenland ist wieder einmal ein Beispiel dafür,wie auch wir hier von unserer Regierung belogen werden! Allein der finanzielle Schaden für das Deutsche Volk aufgrund der gesamten verfehlten Griechenlandpolitik ist Eidverletzung und ebenfalls ein Grund zum Rücktritt!!! So kann es doch nicht weitergehen..!

Frisches Geld?

Erst mal ist Tsipras am Zug. Was immer er nach seinem "Sieg" fordern wird. Neues Geld und neue Schulden sind hoffentlich nicht dabei.

Nein, Herr Sina

Auch wenn Sie das als bekennender Linker gerne hätten: die Griechen haben ihrer Regierung einen Auftrag gegeben - nicht den Regierungen der anderen 18 Euroländern.

Denn es gibt die Demokratie nun einmal auch in anderen Ländern und die dortigen Regierungen sind auch demokratisch legitimiert.

Ein Referendum in Griechenland verpflichtet die restlichen Euro Staaten zu gar nichts - außer sich daran zu erinnern, dass sie dazu aufgefordert sind, die Interessen ihrer Bürger wahrzunehmen.

Und die Alimentierung Griechenlands gehört eindeutig nicht dazu!

@ 0101 um 22:27

In der repräsentativen Demokratie hat der Bürger nur alle paar Jahre die Gelegenheit, die Macht (geht ja vom Volke aus) wieder für ein paar Jahre abzugeben.

Vielleicht sind sPd und die c Parteien einfach abgehalftert und der Bürger sollte mal über eine Alternative nachdenken. Für Deutschland :-)

Ich kann nur den Kopf schütteln...

Es kann nicht angehen, dass nun doch wieder darüber verhandelt wird den Griechen noch mehr Geld hinterherzuwerfen. Die Griechen wollen kein weiteres Sparprogramm (das kann ich verstehen), aber es muss doch nachvollziehbar sein, dass das Sparprogramm die Auflage für weitere Gelder war. Kein Sparprogramm, kein Geld, keine Verhandlungen!

Auch moralisch hat die griechische Regierung in meinen Augen die Basis für jegliche Verhandlungen verspielt. (Stichwort: Gläubiger = Terroristen) Ich sehe alleine schon in der Abstimmung selbst einen Affront! Fünf Tage nach dem das Angebot abgelaufen ist darüber abstimmen? In welcher Welt lebt Herr Tspras eigentlich? Irgendwann ist auch mal Schluss und in meinen Augen sind wir weit über diesen Punkt hinaus! Nichts wurde dort bis heute umgesetzt. Keine Steuern eingetrieben, keine Reformen! Man will nur unser Geld, aber selber nichts beitragen.

Natürlich muss man den Griechen helfen, aber nicht mehr mit Geld, gerne mit Lebensmitteln und Medikamenten.

Wie bitte? Europa ist in der Pflicht?

Griechenland hat doch selbst gegen die Einhaltung des Vertrages gestimmt, der sie zu einem Teil Europas macht. Und ich meine hier nicht, dass sie auf Politiker reingefallen sind, die ihnen das Blaue vom Himmel versprochen und nach der Wahl etwas ganz anderes gemacht haben. Die Wähler Griechenlands haben selbst die Entscheidung getroffen. Eine Regierung, die dem Umbau der EU in einen kommunistischen Selbstbedienungsladen nicht entschieden entgegentritt, verrät ihr Volk.

Europa kann gerne noch ein paar Milliarden in die Verhinderung von akuten humanitären Katastrophen stecken, aber dieses Geld wird nicht mehr an und von Griechen ausgegeben, sondern zur Bezahlung von Sachmitteln verwendet, die von ausländischen Hilfskräften verwaltet werden.

Wenn Griechenland dann irgendwann selbst (!) einen funktionierenden Staat aufgebaut hat, dann und erst dann kann man auch über einen Schuldenschnitt nachdenken.

Keine weiteren Verhandlungen!

Mit dem Referendum (Handlung) ist die Zeit des Redens vorbei! Die griechische Regierung hat selbst diesen Weg beschritten, jetzt heißt es ihn auch bis zum bitteren Ende zu gehen! Jeder beschwert sich das in den einzelnen EU Ländern immer mehr die nationalen/konservativen Parteien Zulauf bekommen. Hier haben wir den Grund. Wenn wir die EU und den Euro erhalten wollen, MÜSSEN wir Griechenland rausschmeissen. Der Euro und die EU leben davon das die Bürger der Länder ihn/sie akzeptieren. Außerdem, wird jetzt mit Griechenland ein Präzedenzfall statuiert, ist die Gefahr geringer, das wieder ein EU/Euro -unfähiges Land (was Griechenland bei seiner Aufnahme war!) in die Gemeinschaft aufgenommen wird. Somit wird die Gefahr eines "zweiten Griechenlands" verhindert.

Spagat zwischen Mitgefühl und dem Einhalten von Regeln

Dem griechischen Volk irgendwie zu helfen, ist die eine Sache. Anderen wirtschaftsschwächeren Eurostaaten zu signaliseren, dass man Regeln beliebig verbiegen kann, die andere.

Ich denke, mehr als humanitäre Hilfe ist jetzt kaum noch drin. Ansonsten erliegen auch andere Länder der Illusion, dass man Schulden abwählen kann oder dass die Demokratie des eigenen Landes über der von anderen steht. Und dann folgen auch diese Länder Griechenland in den wirtschaftlichen Abgrund. Welches Volk würde denn schon mit "Ja" für Sparmaßnahmen stimmen? Tsipras hat den Bock zum Gärtner gemacht. Und am Ende muss es der Bock ausbaden.

Das griechische Volk tut mir leid! Noch wird in Griechenland gefeiert, aber spätestens Ende der Woche wird Griechenland vermutlich die gleiche Katerstimmung erfasst haben, die es jetzt schon in Brüssel gibt.

Es geht um die Menschen in Griechenland !

Um die Menschen, deren Löhne , Gehälter, Renten durch das Diktat der Troika um 30% gekürzt wurden.

Um die Menschen, deren Arbeitslosigkeit durch das Diktat der Troika auf 25% (bei Jugendlichen 50% ) angestiegen ist.

Um die Menschen, deren Gesundheitssystem durch das Diktat der Troika zusammengebrochen ist (" Du hast kein Geld für die Behandlung im Krankenhaus ? Dann geh nach hause sterben !")

Es geht um die Menschen in Griechenland !

Ich schäme mich für all die Kommentatoren , die jetzt Griechenland den Geldhahn noch fester zudrehen wollen, und keinen Gedanken an die Not leidende Bevölkerung verschwenden.

Glückwünsche

nach Griechenland, das an diesem Tag seine Würde wieder erlangt hat. Da mögen BILD und Co. noch so sehr krakeelen.

wie geht es weiter?

bestimmt geht es iwie weiter

spannend.. wie man es dem bürger verkaufen wird...das alles gut wird und er nicht bezahlen muss... und auf die griechen schimpfen? nein...würde am thema überwiegend vorbei gehen

das finanzsystem ist so mit schulden überladen.. das es einfach keine lösung gibt... die tragbar erscheint

Kann man userer Regierung noch trauen?

@0101
.
Na diese Frage stellen sie sich aber früh...
.
Und wie hieß das bei der Bankenrettung der Amis: "Too big to fail". So ist es nun mal auch mit Griechenland.
.
Und ob wir Deutsche zahlen wollen oder nicht, ist doch in unserem Land nie die Frage gewesen. Hier gibt es eben keine basisdemokratische Abstimmung - ganz einfach.

Altbacken

Das abgelehnte Hilfspaket war ja längst abgelaufen. Das gibt höchstens einen Papierstern an der Brust, Herr Tsipras.
Don Quichote für abgelehnte Pakete.

In welcher Welt lebt der Herr

In welcher Welt lebt der Herr Sina denn? Nach dem "Nein" ist es ganz sicher nicht mehr unsere Aufgabe, das bevorstehende Chaos in Griechenland zu verhindern. Das ist die Aufgabe der griechischen Regierung, die anscheinend bewusst auf die Hilfe der EU verzichten will. Ja, wir verlieren dadurch eine Menge Geld, aber dann ist jedenfalls Schluss.

Wenn die Griechen nicht sparen wollen, würde es ansonsten bedeuten, dass wir da bis in alle Ewigkeit Geld reinpumpen.

Je früher man die Reißleine zieht, desto besser.

... wenn, dann gehört die Ohrfeige Griechenland

Nicht die EU gehört geohrfeigt, sondern allenfalls die ca. 60%, die gegen die EU gestimmt haben.
In den letzten 5 Jahren wurden ca. 300 Mrd. € verbrannt und keine Reformen durchgeführt. Weder gegen Korruption, eine unwillige und übergroße Verwaltung, gegen Steuertrickser weil Kontolle fehlt, ein marodes Gesundheits- und Rentensystem und, und ...
Über den richtigen Weg kann man streiten, aber ***keiner*** wurde durch die Griechen beschritten.
Dafür beschimpft man uns auch noch als Erpresser und Terroristen. Da sollten auch wir Stolz zeigen. Wer noch € von uns will, sollte erst einmal zeigen, dass er dafür auch etwas geliefert hat. Diesen Beweis haben die Griechen, insbesondere in den letzten Monaten, nicht erbracht.
Wenn wir also sehen, dass Reformen auch wirklich umgesetzt wurden, dann kann man über ein 3. Hilfspaket reden.
Ach ja. Die Griechen haben doch genügend Geld ins Ausland geschafft. Das sollte für einen Neustart reichen, oder? Es gibt ein Sprichwort: Hilf dir selbst, dann

der Grexit ist auch ein Merkelexit

... ein Nicht-Grexit ist ein späterer CDU/CSU-Exit. Die AfD steht schon bereit. Die christliche Union kann jetzt wählen, was ihr wichtiger ist: kurzfristiger Machterhalt oder Niedergang ähnlich dem der SPD.

Was soll hier gerettet werden?

Mit "unserem" Geld wird sicherlich nicht Griechenland gerettet, schon gar nicht die Menschen, die sich keine Krankenversicherung mehr leisten können und an behandelbaren Krankheiten sterben. Gerettet werden, wie so oft in den letzten Jahren, die Banken, die früheren griechischen Regierungen Geld geliehen haben, z.B. um deutsche U-Boote zu kaufen. Damit muss Schluss sein. Auch Kreditgeber tragen ein Risiko, dafür kassieren sie schließlich Zinsen. Alle Beteiligten wissen, dass Griechenland seine Schulden nicht bezahlen kann, schon gar nicht wenn rigide Sparmaßnahmen, wie von Merkel diktiert, die Wirtschaft abwürgen. Und letztlich geht es Merkel und Schäuble hier nicht einmal um Geld, sondern darum eine linke Regierung zu Fall zu bringen, bevor auch Italien, Spanien und Portugal einen Befreiungsschlag wagen.

Demokratie Live.

An dieser Stelle wird immer so getan als ob wir,und damit
meine ich jeden einzelnen von uns,direkt und persönlich
Kohle nach Griechenland überweisen müssen.
Das ist doch gequirlter Quark. Wir werden aus ganz
anderen Gründen seit einigen Jahrzehnten stetig verarmt
und entrechtet.
Es ist nur logisch das die griechische Bevölkerung ihrer
eigenen Verarmung nicht zustimmt. Zumal 99,9% an der
fatalen Situation des Landes keine Schuld haben.

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Liebe User,

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Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

aha

"Eine fast übermenschliche Zumutung" also. Liebe Autorin bleiben Sie mal bitte auf dem Boden. Diese "Experten" haben zahlreiche Begünstigungen,Immunität, Diäten und ausreichend Entgelt,sodass nicht von einer übermenschlichen Zumutung die Rede sein kann.

Wo kommen wir hin, wenn schon Gespräche und Verhandlungen als übermenschliche Zumutung interpretiert werden?

Evtl. Ist das, was man den Griechen abverlangt hat auch als übermenschliche Zumutung zu interpretieren.

Fortsetzung der griechischen Erpressungen

Da die EU-Romantiker Junkers,Merkel&Co sicherlich neu verhandeln werden,erreicht Tsipras das von ihm von Anfang an verfolgte Ziel möglichst viel Geld,ohne jede Gegenleistung und möglichst lange zu erhalten.Zuletzt einen kompletten Schuldenschnitt und die Rückkehr zur Drachme zu erreichen.Erst danach wird er bereit sein Griechenland zu einem kommunistischen Staat mit eventuell ausgeglichenem Haushalt zu formen.Dabei spekuliert er auf Einnahmen aus den Gas-und Erdölvorkommen um Zypern.Ein Verbleib von GR im Euro und in der EU bildet den Sargnagel Europas,da dann weitere EU-Länder mit starken linken Parteien diesem Beispiel folgen werden.
Es gibt einige EU Länder,die nicht im Euro sind.Warum sollte dies nicht für GR anwendbar sein?
Ein Trauerspiel höchster Politikunfähigkeit haben die EU-Hauptakteure bisher abgeliefert,da sie nicht im Stande oder Willens sind der griechischen Regierung einen unwiderrufbaren Termin für eine Regelung zu setzen.

re guipago

"Glückwünsche

nach Griechenland, das an diesem Tag seine Würde wieder erlangt hat."

Für einen Tag kann man sich an Würde berauschen. Dasa lässt schnell nach, wenn am nächsten wieder nur 60 Euro aus dem Automaten kommen.

22:58, AlexBePunkt

"Und wie hieß das bei der Bankenrettung der Amis: "Too big to fail". So ist es nun mal auch mit Griechenland."

Griechenland repräsentiert 2% der Eurozonen-Bevölkerung, ist für 2% der Wirtschaftsleistung verantwortlich und für 3% der Schulden.

Dieser Zwerg ist "too big to fail"?

Wenn die übrigen 98% die griechischen Schulden übernehmen würden, dann würde das kein "Normalbürger" der Eurozone merken.

Es geht hier um ganz andere Sachen. Aber der deutsche Michel lässt sich ja einreden, der böse Grieche wolle ihm sein klein Häuschen wegnehmen.

Das ist komplett am Thema vorbei.

GR ist nicht das einzige überschuldete Land der Eurozone. Eine Schuldenunion ist zwingend notwendig, sonst kann man das Europrojekt begraben. Weitermachen wie bisher geht nicht. Es ist spät, aber hoffentlich nicht zu spät, die Konstruktionsfehler des Euros, die in der weltweiten Finanzkrise im Gefolge der Lehman Brothers-Pleite offenbar wurden, zu reparieren. Man muß sich aber von liebgewordenen Dogmen trennen.

Lieber Herr Schulz,

so arrogant kann man doch nicht sein, dass man glaubt die EU habe in dieser Krise alles richtig gemacht. Deshalb ist NICHT NUR TSIPRAS jetzt am Zuge, sondern auch Sie und Ihr Apparat in Brüssel.

@Sonja Schuhmacher
Vollkommen richtig beschrieben. Es wird mit "deutschem Geld" eben NICHT Griechenland "gerettet", sondern die Banken die denen Geld geliefert haben, damit sie bei uns einkaufen können.

Man sollte einmal die wirklichen Ausgaben Griechenlands der letzten 20 Jahre nach Kategorien auflisten. Da ist im Verteidigungsetat eine Menge Hardware aus Deutschland drin, die die Griechen sich nicht leisten konnten (aber da die Türken auch "wettgerüstet" haben, mussten die eben mitmachen). Solche "Fehlinvestitionen" hätte man schon VIEL früher erkennen können, nur macht keine "Regierung Merkel" jemals irgendwelche Fehler. Niemals nie nicht ...

re axeld

"Es ist nur logisch das die griechische Bevölkerung ihrer
eigenen Verarmung nicht zustimmt. Zumal 99,9% an der
fatalen Situation des Landes keine Schuld haben"

Wer hat denn die "schuldigen" Regierungen gewählt?`Gern die ausgeschütteten Wohltaten empfangen? Freudig die kleinen und großen Schlupflöcher genutzt, die der Staat seinem Bürgern zum Besch..... eingeräumt hat?

Waren das die 0.1%?

Votum jetzt.

Durch eine demokratisch gewählte Regierung hat sich Griechenland in die EU geschummelt.

30 Jahre lang wurde die Annehmlichkeit der EU und des Euros ausgekostet: billige Kredite, starke Währung.

Wofür? Einem der Wirtschaftsleistung Hohn sprechenden Lohnniveau, extremste Steuerzahlfaulheit, keine Anpassung an die EU, keine Reformen.

Und als das Kind erwartungsgemäss in den Brunnen gefallen ist, will es auch noch hilfe und dafür am Besten rein gar nichts ändern.

Und um damit durch zu kommen, wird eine demokratisch gewählte Regierung angesetzt, die einfach nur eins macht "nein" sagen und jeden Verhandlungswillen zynisch lächelnd an sich abprallen lassen und dann letztendlich demokratisch vom Volk dafür abstimmen.

Gehts noch? Wer fragt den Rest der Europäer? Wo ist das Referendum in den anderen Eurostaten, um fest zu stellen, ob wir nicht nein zu Griechenland sagen, das wäre dann Demokratie? Nein zu noch mehr verschwendetem Geld.

Wer traut denn noch der griechischen Regierung?

Warum bleibt den Regierungschefs keine andere Wahl

Warum müssen sie erneut ein Kreditpaket schnüren und einen Ausweg aus Griechenlands Schuldendrama aufzeigen. wenn mich jemand als Terrorist bezeichnet, dem gebe ich doch keinen Heller mehr. Wer jetzt auch nur noch ein Wort mit Griechen redet, der hat jedes Gesicht verloren, ist restlos unglaubwürdig geworden. Warum sollte man jetzt Tsipras in Brüssel empfangen. Wie unsinnig ist denn das...

Eine "Schmutzige Tour" nennt die CSU das.

Damit hat sie recht.

Nicht bei Tsipras, den sie meint.

Sondern damit, was sie uns die ganze Zeit vorspielt. Als Schwesterpartei der Kanzlerin.

Einerseits schimpfen auf Griechenland. Als wäre man selber in der Opposition.

Andererseits Merkel bedingungslos bei allen Hilfen für Griechenland unterstützen.

Jetzt soll ein Schuldenschnitt kommen.

Obwohl die CDU/CSU das immer mehr Geld, das sie nach Griechenland geschickt haben, genau damit verteidigt haben:

DAMIT DIE GRIECHEN UNSERE SCHULDEN ZURÜCKZAHLEN KÖNNEN.

Ein Schuldenschnitt ist aber das Gegenteil, CSU.

Eine "schmutzige Tour" von euch, CSU.

Herr Sina, bitte um Erklärung

"Sie müssen erneut ein Kreditpaket schnüren und einen Ausweg aus Griechenlands Schuldendrama aufzeigen. Erst wenn diese Verhandlungen erneut scheitern, kann die EU guten Gewissens entscheiden: Wo kein griechischer Wille, da kein Euro-Weg."

Persönlich gefällt mir die Syriza weil sie den EU-Oligarchen zeigt was schon viel früher von sehr vielen anderen hätte passieren sollen! Nämlich das weitere Kredite für einen (vielleicht sogar mehreren) Pleitestaat(en) keine Lösung ist/sind. Wieso soll nun u.a. der Deutsche Steuerzahler weitere Gelder in dieses Fass ohne Boden stecken? Wieso sollte der Griechische Bürger weiterhin zuschauen wie der Schuldenberg immer größer wird anstatt die Reißleine zu ziehen? Einige werden schreiben dass die z.B. Spanier und Portugiesen doch auch den Gürtel, zumindest bisher, enger schnallten. Warum sind die denn dann nicht in ausreichender Zahl schon vor 5 Jahren auf die Straße? Dann wäre das Gröbste der Insolvenz Abwicklung dort schon vorbei.

Nein

Ich habe Ihren Kommentar gehört.

Die Griechen sind mündige Menschen. Sie haben sich wissentlich für ihre Regierung entschieden. Und Sie haben den Vorschlägen der Geldgeber eine Abfuhr erteilt.

Jetzt muss die Bundeskanzlerin der Deutschen auch für die Deutschen handeln. Sie ist nicht die Kanzlerin Europas, sondern der Deutschen.

Und in Deutschland versteht niemand, warum man einfach seine Schulden nicht bezahlen kann, und trotzdem noch weiter geredet wird.

Die Griechen haben sich gegen den Euro und gegen Europa ausgesprochen. Ja, die Vorteile würden sie schon genießen. Aber die Verpflichtungen eben nicht.

Und andere Staaten werden deshalb nicht austreten, wenn sie sehen, was in Griechenland passieren wird.

Daher muss Frau Merkel auch einmal Nein sagen. Einmal die eiserne Lady bitte.

re fatahland slim

"Eine Schuldenunion ist zwingend notwendig, sonst kann man das Europrojekt begraben."

Dann befürworten Sie bitte auch, dass darüber alle betroffenen Länder demokratisch abstimmen.

Und dass eine Schuldenunion nur mit einer Steuer- und Verwaltungsunion geht. Weil garantiert keiner im Land A Steuern zahlen muss, vor denen man sich im Land B drücken kann.

Dass man folglich den größten Teil der nationalstaatlichen Souveränität abgeben muss.

Das alles müssen Sie unterschreiben, wenn man Ihr Votum für eine Schuldenunion glaubhaft nennen soll.

Man hätte sich das Referendum sparen können

wenn man entschieden hätte, dass Tsipras täglich nur noch 20 Euro von seinem Konto abheben kann. Dann wäre auch die leidige Frage erledigt, ob und warum er nach Brüssel fliegt. Er hätte kein Geld mehr für Flüge.

23:35 von fathaland slim

"Eine Schuldenunion ist zwingend notwendig, sonst kann man das Europrojekt begraben."

Kein Land, das irgendwelche Reformen durchgemacht hat, um seine Schuldenmacherei zumindest zu beenden (von Senken der Schulden ganz zu schweigen) wird sowas mittragen.

Und in Europa werden solche Entscheidungen nur einstimmig oder gar nicht getroffen.

Jede Europäische Regierung hat auch Verpflichtungen seinem eigenen Volk gegenüber, in einigen Ländern wurde sowas durch Referenden entschieden. Da wird kaum jemand die Schulden von anderen übernehmen.

@McFree

23.30 anderer Artikel

Sie wollen Merkel durch Schäuble ersetzen? Wirklich? Der hat doch bei uns am meisten an der Griechenland-Misere mitgeschneidert, mit seiner arroganten "wir haben recht und ihr MÜSST DAS TUN WAS WIR EUCH SAGEN"-Art. Das hiesse den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.

Herr Schäuble ist mit seiner Wirtschafts- und Finanzpolitik immer noch in den 60er Jahren und dem ewigen Wachstum steckengeblieben. Dass es aber kein ewiges Wachstum geben kann, ist vielen Menschen mit gesundem Menschenverstand schon klar. Ausserdem saugt eine Exportnation die Importnationen aus, denn wenn hier Geld mehr wird dann muss es "da" weniger werden. Und nun denken wir mal über die Flüchtlinge und die griechischen Schulden nach ...

Ein Witz

Es ist meiner Meinung eine Frechheit jetzt wieder verhandeln!
Last doch bitte mal uns abstimmen.
Wir wollen auch einmal Demokratie machen.
Griechenland haben nein gesagt, OK.
Dann last sie mal machen

Dann befragt doch auch uns!

Wenn schon dann sollten wir hier bei uns eine Volksbefragung durchführen, ob wir Griechenland helfen sollen. Wenn die Griechen so auf die demokratische Vorgehensweise pochen, dann sollten wir das auch tun. Und das Ergebnis wäre eindeutig. Weitere Hilfen für Griechenland wären ausgeschlossen. Und das wäre dann auch demokratisch legitimiert. Und am besten führen wir noch eine Abstimmung über unsere Schulden durch. Wählen wir diese doch auch einfach ab.

neue Kredite sind keine Lösung

was benötigt wird, sind a) Moratorium, b) Marshall Plan (gezielt und zweckgebunden, damit nicht versickernd) und c) grundlegende rechtliche und Verffassungsreform.

Das geht nicht in 1 Jahr, nicht in 5 Jahren, dazu braucht Griechenland 1 Generation, und so lange müssen alle anderen helfen und begleiten, aber nicht erpressen und demütigen.

Wir haben sehenden Auges die Griechen in dieses Dilemma laufen lassen, ja es forciert, weil deren Regierung unseren Regierungen genehm war, nun müssen wir den Preis für unsere Scheinheiligkeit und Kurzsichtigkeit zahlen und nicht die Schuld wieder auf Griechenland schieben um die jahrelange Lüge vor unserer Bevölkerung nicht als solche eingestehen zu müssen.

Wie bei NSA - lügen, bagatellisieren, vertuschen - Stil unserer Regierung(en)

23:37, karwandler

"Wer hat denn die "schuldigen" Regierungen gewählt?`Gern die ausgeschütteten Wohltaten empfangen? Freudig die kleinen und großen Schlupflöcher genutzt, die der Staat seinem Bürgern zum Besch..... eingeräumt hat?"

Ich hatte Ihnen das schon mal geschrieben. Ihre Argumentation führt in letzter Konsequenz zu der Konstruktion, die Osama Bin Laden bemühte, um die zahlreichen zivilen Opfer beim Angriff auf das World Trade Center zu rechtfertigen.

Nutzen Sie keine Schlupflöcher, die ihnen Ihr Staat bietet, um weniger Geld auszugeben?

Dann möchte ich Sie als weißen Raben bezeichnen und mich vor Ihrer moralischen Unfehlbarkeit verbeugen.

Wohltaten irgend welcher Art nehmen Sie natürlich selbstverständlich auch nicht in Anspruch, oder? Sie bezahlen beispielsweise, wenn Sie ins Schwimmbad oder ins Theater gehen, gewiss freiwillig die Differenz zwischen Eintrittskarte und tatsächlichen Kosten, die diesen Institutionen pro Besucher entstehen, nicht wahr?

Eigentlich müsste man meinen,

Eigentlich müsste man meinen, in der EU gehe es um die Bevölkerungen der Mitgliedsstaaten. Wen dem so ist - wenn nicht, was für eine Daseinsberechtigung hätte die EU dann noch - sollte man auf ihre Zeichen hören. Die griechische Entscheidung bedeutet übersetzt: Wir wollen nicht auf einem Weg weitermachen, der seit 5 Jahren begangen worden ist und offensichtlich in die Irre führt. 1953 hat u. a. auch Griechenland einer weitgehenden Entschuldung Deutschlands zugestimmt. Das war im europäischen Interesse. Nun ist es im europäischen Interesse, das überschuldete Griechenland in die Lage zu versetzen, wieder auf eignen Beinen zu stehen. Geschieht das nicht, ist der Traum vom gemeinsamen Europa geplatzt, die alten Verhältnisse, die zu zwei Weltkriegen geführt haben bald wieder hergestellt.
Die EU-Politiker haben sich in eine Sackgasse verrannt. Noch haben sie eine Chance aus ihr herauszufinden. Aber nicht mehr lange.

@fathaland slim, um 23:35 - zu viel Nationalismus in GR

Lieber Mitforist @fathaland slim, ich schätze Ihre Kommentare meist sehr, liege aber bei diesem Thema quer zu Ihrer Auffassung. Für mich agieren Tsipras, Varoufakis und Syriza nicht als "linke Europäer", sondern sie verbrämen einen nationalistischen Kurs mit linker Rhetorik. Die (m.E. fatale) Koalition mit den "Unabhängigen Griechen" war wohl doch nicht nur taktisch begründet...

Natürlich will nicht "der böse Grieche" dem deutschen Michel sein Häuschen nehmen. Aber die griechischen Bürger haben hier nur allzu willig das Angebot ihrer Regierung angenommen, die "böse EU" zur Quelle allen Übels erklären zu können. Obwohl vielen Griechen, die Defizite ihres Staates und das langjährige politische Versagen der griechischen Gesellschaft eigentlich schmerzlich bewusst sind. Ich hatte mal gehofft, dass Syriza sich als moderne Linke erweisen und gerade auch die selbstkritischen Stimmen aus der eigenen Bevölkerung aufgreifen würde. Leider wurde diese Hoffnung enttäuscht.

Ohrfeige

Das griechische Volk stimmt "demokratisch" darüber ab, dass andere Länder ihre Rechnungen zahlen und wer nicht will ist ein "Terrorist". Das ist in der Tat eine Ohrfeige und zwar für uns alle. Wenn dem jetzt von unseren warmduschenden Politikern nachgeben wird, ist die EU gescheitert.

Das ist doch unglaublich.

In keiner Hinsicht kann ich dem Kommentar zustimmen. Bringen wir's direkt auf den Punkt: Die Bevölkerung von 18 anderen Euro-Staaten wird schlicht erpresst - von einem Land, dessen Regierung nicht einmal in der Lage ist, einen Kapitalabfluss im Umfang von 100 Milliarden Euro (wahrscheinlich im Wesentlichen durch die Reichen des Landes verursacht) zu stoppen - und diesen über die Liquiditätshilfen der Europäischen Zentralbank auch noch den Anderen aufdrückt. Die heutige Meldung von der geplanten Amnestie für die griechischen Steuerhinterziehen bei den Banken der Schweiz passt genau dazu. Das Argument von Herrn Tsipras: Dass werden sich die 18 schon gefallen lassen, weil alternativ alles noch teurer wird.
Hat da jemand von Würde gesprochen? Das ist für uns Europäer unwürdig, und es schadet dem europäischen Gedanken in einmaliger Weise.
Wir sollten die Griechen ihre Probleme selbst regeln lassen. Und zwar sofort.

Ich kann immer nur wiederholen,

dass die ganze Armut der Welt, die jetzige Situation, die Wurzel allen Übels der IWF ist!
Lese sie einfach mal bei "Wikipedia" nach, da steht alles wer das Sagen beim IWF hat - alleine die USA, auch wenn mal ne Person aus einem anderen Land vorsteht - das ist nur Nebel!
Dagegen ist das mit dem NSA nur "Pipifax"! Die werden nur dazu gebraucht um die Finanzen der Länder auszuspionieren um dementsprechend ihre perfide Geldpolitik zu steuern!

23:47, karwandler

"Dann befürworten Sie bitte auch, dass darüber alle betroffenen Länder demokratisch abstimmen.

Und dass eine Schuldenunion nur mit einer Steuer- und Verwaltungsunion geht. Weil garantiert keiner im Land A Steuern zahlen muss, vor denen man sich im Land B drücken kann.

Dass man folglich den größten Teil der nationalstaatlichen Souveränität abgeben muss.

Das alles müssen Sie unterschreiben, wenn man Ihr Votum für eine Schuldenunion glaubhaft nennen soll."

Ja, das unterschreibe ich alles. Es ist an der Zeit, in Europa Farbe zu bekennen oder das Projekt zu beerdigen und zum Prinzip zurückzukehren, daß, wenn jeder an sich denkt, an alle gedacht sei.

Und ja, natürlich muß das demokratisch passieren, aber nicht plebiszitär, nach der Methode "Wollt ihr die totale EU?". Dazu ist das Thema zu komplex.

Vielleicht wäre es ja zielführend, noch mal die Absichtserklärungen der Gründerväter der europäischen Einigung und die darin festgelegten langfristigen Ziele zu lesen.

@ 23:57 von pnyx

Der Vergleich mit der Londoner Konferenz ist falsch.

Ein wesentlicher Punkt für die Machtergreifung Hitlers und den 2. Weltkrieg waren die Reparationszahlungen aus dem 1. Weltkrieg.

Dies wollte man verhindern, und hat Deutschland davor bewahrt. Nicht alles wurde erlassen, aber vieles.

Die griechischen Schulden sind hausgemacht aus jahrzehntelangen Verschreibungen, aus Misswirtschaft, aus einem im Prinzip nicht vorhandenen Steuersystem.

Das, was die Geldgeber im wesentlichen fordern ist, dass Griechenland genau das ändert.

Nicht ein Schuldenerlass, und dann wird so weiter gelottert, wie zuvor. Sondern ehrliche und harte Reformen, und dann kann Griechenland mit Stolz sein eigenes Geld verwalten und ausgeben.

egal was jetzt noch kommt

zur Kasse gebeten werden die Steuerzahler der Nachbarländer! Die Bundesbank wird lange Zeit erwirtschafte Gewinne in die Löcher stopfen müssen.
Nach dem ganzen Debakel der Griechen ist es fraglich auf welcher Basis verhandelt werden sollte.
Einfach nur ein Hohn das Ganze

Klare Konsequenzen statt Kompromisshanselei !

Ich kann nicht erkennen, worüber man jetzt noch verhandelt sollte. Die Griechen haben sich gegen Sparkurs und Reformen entschieden und damit jeder Einigung zwischen der griechischen Regierung und den Institutionen die Grundlage entzogen.
Die einzig sinnvolle Konsequenz besteht meines Erachtens darin, daß Griechenland aus der Eurozone ausscheidet und dann mit einer eigenen Währung eine eigenständige Wirtschafts- und Finanzpolitik gestalten kann. Die Griechen mögen zwar nicht für den Grexit votiert haben - aber er ist die logische Konsequenz ihres Votums.

Abgabe einen Teils der Souveränität

Man glaubt es kaum was in diesen Tagen so alles von Elfenbeinturm aus Brüssel wiedergegeben wird.
Martin Schulz: "Was Alexis Tsipras... nie verstanden haben ist, in einer Währungsunion hat man eine geteilte Souveränität!"

Aha. Wann wurde denn unter welchen Mitgliedsstaaten darüber abgestimmt dass die Souveränität an den Elfenbeinturm abgegeben werden sollen? Die Iren durften so lange abstimmen bis sie den Lissaboner Vertrag anerkannten. Mal schauen wie lange man die Griechen abstimmen lässt bis die als Schuldensklaven endlich akzeptieren dürfen dass sie jahrzehnte abzahlen dürfen nur weil eine Handvoll Brüssler Bürokraten es nicht für nötig hielten und offensichtlich bis heute nicht halten zu schauen ob dieser Schuldner noch Solvent sindt.

Herr Schulz, werden Sie oder einer ihrer Kompagnons aus Brüssel jemals vor Gericht kommen und abgeurteilt für das Chaos das sie in dem Jahrzehnt veranstalteten? Ich vergaß, sie schützen die Treuhand Gesetze die auf EU Niveau gehievt wurden.

re pilepale

"Wieso sollte der Griechische Bürger weiterhin zuschauen wie der Schuldenberg immer größer wird"

Es würde vermutlich auf große Zustimmung stoßen, wenn der greichische Bürger sagen würde: Erlasst uns alle Schulden. Dafür wollen wir jetzt und in Zukunft keinen Euro mehr, den andere europäische Bürger aufgebracht haben oder für den sie einstehen.

Banken werden gerettet nicht GR

Anscheinend sind viele taub und blind oder ... Und haben immer noch nicht kapiert dass das Geld nicht für die Griechen bestimmt ist. Der Schäfer hebt den Stock und alle rennen freiwillig ins Schlachthaus, um nicht zu sagen "blöken"...

23:59, Nils2010

"Das griechische Volk stimmt "demokratisch" darüber ab, dass andere Länder ihre Rechnungen zahlen und wer nicht will ist ein "Terrorist"."

Quatsch. Die wollen keine Rechnungen bezahlt bekommen, die möchten in die Lage versetzt werden, mal irgendwann wieder überhaupt irgend was bezahlen zu können. Das geht nicht, wenn man die Bevölkerung aushungert.

Bei den so genannten Hilfen, die an weitere Kürzungen für die Armen gebunden wurden, geht es lediglich um Kredite, um fällig werdende Altkredite abzulösen.

Es scheint hier im Forum die Meinung vorzuherrschen, die Griechen wollten Geld geschenkt bekommen, um sich nen schönen Lenz zu machen.

Nein. Sie möchten, wie jeder Mensch, arbeiten und vom Lohn dafür auch leben können. Die haben nämlich Familien und so was. Momentan ist es so, daß viele Familien von der Rente ihrer Rentner leben, da die Arbeitslosigkeit bei 25% liegt und ein Sozialhilfesystem nicht existiert. Deswegen die berüchtigte Vetternwirtschaft.

23:53, Wolf2015

"Last doch bitte mal uns abstimmen.
Wir wollen auch einmal Demokratie machen."

Wie würden Sie denn die Frage formulieren, über die Sie gern abstimmen möchten?

@ Einfach Unglaublich um 22:49

"Ein Referendum in Griechenland verpflichtet die restlichen Euro Staaten zu gar nichts - außer sich daran zu erinnern, dass sie dazu aufgefordert sind, die Interessen ihrer Bürger wahrzunehmen.

Und die Alimentierung Griechenlands gehört eindeutig nicht dazu!"

Zuallererst, Herr Sina ist in meinen Augen sicher kein Rechter aber auch kein Linker. Selbst wenn er letzteres oder erstes wäre kann er sehr wohl seine Meinung äußern. Im Gegensatz zu den anderen Angestellten des Zwangsabgabenvereins ör, markiert er seinen Beitrag korrekt als Kommentar!

Die Frage ist auch berechtigt darauf hinzuweisen das nicht nur Griechenland eine Demokratie ist. Aber warum fragt niemand in den anderen Demokratien warum einem Staat wie Griechenland vor 5 Jahren Geld gegeben wurde?

"Nein" in Griechenland - "Nein" aus Deutschland

Wenn Europa sich jetzt erpressbar zeigt, dann zerfällt die EU. Sicherheit, Wohlstand und Fortschritt erreicht man eben nicht durch demagogische Parolen sondern mit Struktur und Regeln. Wenn auf die kein Verlass mehr ist, versiegen auch die Quellen aus denen das Geld sprudelt. Für alle und auch für die Griechen.

... wären die "Demokratien" der Euro-Länder bereit diesem Pleitestaat weitere Gelder bzw. Kredite zu gewähren.

Was stimmt hier in der Berichterstattung der ARD nicht??? Welche fundamentale Änderung wird Griechenladn erfahren wenn sie weiterhin Kredite erhalten um Kredite abzubezahlen? Wenn ich das richtig verstanden habe scheint dass die Syriza verstanden zu haben und möchte Verhandlungen auf dieser Basis führen. Keine neuen Kredite sondern schauen wie man die bestehenden abtragen kann ohne weiter aufnehmen zu können.
Den "transparenten" Vorschlag aus Brüssel, den man seinen Demokratien sicher zur Wahl vorlegte (Ironie aus), hab ich da noch nicht ganz verstanden.

re fatahland slim

"Nutzen Sie keine Schlupflöcher, die ihnen Ihr Staat bietet, um weniger Geld auszugeben?"

In erster Linie lege ich Wert darauf, dass der Staat möglichst wenig davon bietet. Weil der Gedanke 'Andere trifft's auch' beruhigt.

"Wohltaten irgend welcher Art nehmen Sie natürlich selbstverständlich auch nicht in Anspruch, oder? Sie bezahlen beispielsweise, wenn Sie ins Schwimmbad oder ins Theater gehen, gewiss freiwillig die Differenz zwischen Eintrittskarte und tatsächlichen Kosten, die diesen Institutionen pro Besucher entstehen, nicht wahr?"

Das ist ein sehr merkwürdiges Beispiel für staatliche Wohltaten.

Erstens finanziere ich die Differenz auch mit meinen Steuern und Abgaben. Sogar dann, wenn ich die "Wohltaten" gar nicht in Anspruch nehme. Zweitens werden diese Wohltaten nur so lange subventioniert, bis die Kommune wegen ihrer Schulden das Theater schließt und die Preise fürs Schwimmbad erhöht.

Dass am Ende Spanier, Belgier oder Griechen dafür einspringen würde ich nicht erwarten.

Griechen sagen Nein zum Sparkurs!

Der Inhalt dieser Kommentare verwundert mich doch sehr. Deutsche Gelder an Griechenland sind nie an die Griechen gegangen, sondern wurden dazu benuetzt, Kredite deutscher und franzoesischer Banken zu bezahlen.

Nach fuenf Jahren eines aufgezwungenen Sparkurses, ist die griechische Wirtschaft am Boden. Jetzt haben die Griechen nein gesagt. Respekt!

Ja, man kann dem EU Spitzenpersonal noch trauen.

Denn diesmal sind sie meiner Meinung nach viel zu naiv und schlecht vorbereitet von jungen dynamischen Politikern an der Nase herumgeführt worden. Deshalb verliert man noch nicht das Vertrauen. Die Vorgehensweise von t. u v ist aggressiv und sehr verletzend, darauf ist man nicht vorbereitet. Vertrauen verliert man, wenn bewusste Täuschungen geplant werden.

@ Karl-Heinz Dagegen um 22:53

"Griechenland hat doch selbst gegen die Einhaltung des Vertrages gestimmt, der sie zu einem Teil Europas macht. Und ich meine hier nicht, dass sie auf Politiker reingefallen sind, die ihnen das Blaue vom Himmel versprochen und nach der Wahl etwas ganz anderes gemacht haben. Die Wähler Griechenlands haben selbst die Entscheidung getroffen. Eine Regierung, die dem Umbau der EU in einen kommunistischen Selbstbedienungsladen nicht entschieden entgegentritt, verrät ihr Volk."

Der Verrat am Volk geschieht durch die ungefragte Abgabe der Souveränität an ausländische Mächte! Damit meine ich nicht nur Griechenland sondern alle die in diesem Hexentanz mitspielten und weiterhin mitspielen.

Der Ball liegt bei Griechenland

"Aber den Euro-Finanzminister und den EU-Staats-und Regierungschefs bleibt keine andere Wahl. Sie müssen erneut ein Kreditpaket schnüren und einen Ausweg aus Griechenlands Schuldendrama aufzeigen."

Das sehe ich anders. Griechenland hat entschieden, dann soll die griechische Regierung auch vorschlagen, was mit der Entscheidung anzufangen ist. Wenn sie ein tragfähiges Konzept aufbringen können, dann ist das gut - wenn nicht, dann haben ein Problem. Ein Schuldenschnitt ohne Konditionen ist aus meiner Sicht allerdings keine Option. Versprechen reichen zudem nicht aus. Hilfen sollten nur noch gewährt werden, nachdem entsprechendes von der griechischen Regierung umgesetzt worden ist.

Meine Meinung!

"Am 05. Juli 2015 um 23:04 von Sonja Schuhmacher"

Aber wenn Sie hier die viele Kommentare lesen, dann dieselben wie Schäuble und co.!

Bin ich froh, dass es noch Leute gibt, welche sich nicht von den Meinungen vieler in den Talk-Shows einlullen lassen.

Vielen Dank.

Griechenland-Referendum

Da stimmen 11 Millionen Griechen darüber ab, was die restlichen 500 Millionen Europäer zu tun haben?

Weil hier immer so "Der demokratische Wille des griechischen Volkes" betont wird: Die Staaten der Geldgeber sind auch Demokratien. Und ihre Regierung und die Parlamentarier sind in erster Linie ihrem Volk verantwortlich und nicht den Griechen.

Wie wäre es denn mit einem Referendum hier in Deutschland, ob es noch weitere finanzielle Hilfen für Griechenland geben soll??

Volksentscheide sind kein Allheilmittel, auch wenn das viele glauben.
Im Gegenteil: Volksentscheide öffnen Populisten Tür und Tor.
Dabei kommt selten etwas gutes heraus.

@ fathaland slim um 23:35

"GR ist nicht das einzige überschuldete Land der Eurozone. Eine Schuldenunion ist zwingend notwendig, sonst kann man das Europrojekt begraben. Weitermachen wie bisher geht nicht. Es ist spät, aber hoffentlich nicht zu spät, die Konstruktionsfehler des Euros, die in der weltweiten Finanzkrise im Gefolge der Lehman Brothers-Pleite offenbar wurden, zu reparieren. Man muß sich aber von liebgewordenen Dogmen trennen."

Welche liebgewordenen Dogmen meinen Sie denn bitte? Soetwas wie die restliche staatliche Souveränität an diese Blindgänger in Brüssel abzugeben die es ja offensichtlich bisher hervorragend meisterten dieses Ding EU in den Abgrund zu ziehen? Die Idee des EU Superstaates kann wirklich nur von jemanden kommen der ideologisch total verblendet ist oder im Elfenbeinturm in Brüssel sitzt.

Versuchen Sie doch mal eine Abstimmung. Welcher Staat sein letztes bisschen Souveränität abgeben will? Fangen Sie in Griechenland an.

@ NH278 um 23:51

"Und in Europa werden solche Entscheidungen nur einstimmig oder gar nicht getroffen."

Demnach wird die EU zahlen müssen da ja offensichtlich mindestens Griechenland nicht für einen Stop der nächsten Geld Tranche in den Reihen der EU wählen wird.

"Jede Europäische Regierung hat auch Verpflichtungen seinem eigenen Volk gegenüber, in einigen Ländern wurde sowas durch Referenden entschieden. Da wird kaum jemand die Schulden von anderen übernehmen."

Die Schulden übernehmen? Nein. Schuldenscheine Abschreiben werden sie aber und nicht nur von Griechenland.

Ohrfeige fürs EU-Spitzenpersonal

Die Ohrfeige fürs EU-Spitzenpersonal hätte es schon 2001 beim Eintritt Griechenlands in EU geben müssen, als von Griechenland nachweislich falsche Finanzdaten vorgelegt wurden.
Da gab es kein Referendum aller EU-Bürger über die Frage ob Griechenland trotz gefälschtem Haushaltsdefizit Mitglied der EU werden dürfe, das EU-Spitzenpersonal hatte entschieden: JA. Ist das Alles schon vergessen?
Stimmen denn die vorgelegten Zahlen heute oder ist dies auch nur ein Sirtaki für die oligarchischen Gruppen?
Man/frau kann den (griechischen) Bogen auch überspannen.
Die finanzpolitischen Vorgänge finde ich sehr erschreckend: Banken bluffen, Staaten betrügen, die Politik jammert und buttert unsere Steuergelder in marode Staaten und Institutionen, weil dies alles unserem Wohl dient!?

Wir stehen in überhaupt keiner Pflicht!

Griechenland darf gerne demokratisch über IHRE Belange abstimmen. Ob die 18 anderen Staaten Griechenland dauerhaft und ohne Entgegenkommen mit durchfüttern entscheiden die 18 anderen Staaten. Und sie müssten es einstimmig entscheiden. Das kann ich mir nicht vorstellen.

Und woüber die Griechen NICHT ABSTIMMEN:
Über das Geld anderer Staaten!

Das haben die Griechen aber leider auch nach 5 Jahren des pleite seins noch nicht verstanden.

Dann muss man es ihnen so lange verdeutlichen bis sie es verstehen. Dazu kommt es jetzt hoffentlich sehr bald. Danach kann man dann hoffentlich endlich gemeinsam mit einer brauchbaren griechischen Delegation eine möglichst akzeptable Lösung finden...

Wenn man pleite ist wird es unangenehm. Das müssen die Griechen verstehen. Es geht nicht um das "ob" sondern nur um das "wie sehr".

@ fathaland slim um 00:07

"Und ja, natürlich muß das demokratisch passieren, aber nicht plebiszitär, nach der Methode "Wollt ihr die totale EU?". Dazu ist das Thema zu komplex.

Vielleicht wäre es ja zielführend, noch mal die Absichtserklärungen der Gründerväter der europäischen Einigung und die darin festgelegten langfristigen Ziele zu lesen."

Mit der Salamitaktik rein in den Super Staat. Ich denke das es immer mehr Bürger gibt die diesen "Herrschaften" aus Brüssel oder selbst ihren eigenen Regierung keine 50 Cent anvertrauen wollen. Schon gar nicht einen ganzen Kontinent irgendwelchen Wirrköpfe wie es Jean Monnet war.
Aus ganzem Herzen, nein danke!!!

00:28 von Pilepale

"Griechenland wurde offiziel für Pleite erklärt und trotzdem...

... wären die "Demokratien" der Euro-Länder bereit diesem Pleitestaat weitere Gelder bzw. Kredite zu gewähren."

Die griechische Zahlungsunfähigkeit hat formal der EFSF festgestellt. Und das war nach Ausfall der Zahlung an den IWF. Das letzte Angebot gab es knapp eine Woche vorher, und das ist hinfällig.

Morgen ist wieder Börsentag, die Ratingagenturen werden GR jetzt sicher auch auf Zahlungsausfall stellen. Damit ist dann Exitus. Da können Verhandlungsteams gerne nach Brüssel reisen, geben wird es dort nichts mehr. Höchstens Beileidsbekundungen.

00:30, karwandler

>>"Nutzen Sie keine Schlupflöcher, die ihnen Ihr Staat bietet, um weniger Geld auszugeben?"

In erster Linie lege ich Wert darauf, dass der Staat möglichst wenig davon bietet. Weil der Gedanke 'Andere trifft's auch' beruhigt.<<

Sie sind wirklich ein weißer Rabe. Millionenseller wie "Tausend legale Steuertricks" wurden also nicht für Sie geschrieben. Trotzdem verkauften sie sich in Deutschland millionenfach.

Vielleicht sitzen Sie ja wirklich zu Recht auf dem hohen moralischen Roß. Die meisten, die sich hier echauffieren, aber wohl nicht.

Ich kenne meine Mitmenschen und mache mir da keine Illusionen.

00:30, karwandler

Ich würde generell gerne wissen, welche staatlichen Wohltaten die Griechen denn eigentlich Ihrer Ansicht nach so schamlos in Anspruch genommen haben. Ich war oft in Griechenland und kann nicht bestätigen, daß die Menschen da in Saus und Braus gelebt hätten. Und jetzt natürlich sowieso nicht.

Eher ärmlich. Und jetzt richtig arm.

@ Andreas Bieler:

"Deutsche Gelder an Griechenland sind nie an die Griechen gegangen, sondern wurden dazu benuetzt, Kredite deutscher und franzoesischer Banken zu bezahlen.

Klar.
Dafür ist das Geld von den deutschen und französischen Banken aber zuvor an die Griechen gegangen. Oder fallen Schulden vom Himmel? Nein, irgend jemand hat sie gemacht und verschwendet.

@fathaland slim, um 23:57

Ihre Argumentation führt in letzter Konsequenz zu der Konstruktion, die Osama Bin Laden bemühte, um die zahlreichen zivilen Opfer beim Angriff auf das World Trade Center zu rechtfertigen.

Nein, ich denke nicht, dass das ein treffender Vergleich ist. Der griechische Staat ist desolat und die griechische Gesellschaft hat sich jahrzehntelang korrumpieren lassen. Jetzt ist das System zusammengebrochen, und man hätte in der Tat die Chance gehabt, Fehlentwicklungen beim Namen zu nennen und zu korrigieren.

Leider hat die Syriza-Regierung hier komplett versagt, indem sie alles Üble an den EU-Institutionen festmacht und so die Verantwortung der Griechen für ihre eigenen Fehlentwicklungen negiert. Das ist in meinen Augen nicht nur verantwortungs-, sondern auch würdelos - da ja im Augenblick so viel von "Würde" gesprochen wird. Und es ist unsolidarisch denjenigen Landsleuten gegenüber, die in den letzten Jahrzehnten unter Korruption und Nepotismus gelitten haben.

00:49, Pilepale

"@ fathaland slim um 23:35

Die Idee des EU Superstaates kann wirklich nur von jemanden kommen der ideologisch total verblendet ist oder im Elfenbeinturm in Brüssel sitzt."

Bei mir trifft ersteres zu. Ich halte mich nämlich nicht in irgend welchen Brüsseler Türmen auf. Da könnte ich ja runterfallen.

00:41, Ralf Stein

"Da stimmen 11 Millionen Griechen darüber ab, was die restlichen 500 Millionen Europäer zu tun haben?"

Nein. Sie haben darüber abgestimmt, ob sie sich dem Austeritätsdiktat von IWF, EZB und EU-Kommission weiterhin unterwerfen wollen.

Über nicht mehr und nicht weniger.

00:52, g-muy

"Die Ohrfeige fürs EU-Spitzenpersonal hätte es schon 2001 beim Eintritt Griechenlands in EU geben müssen, als von Griechenland nachweislich falsche Finanzdaten vorgelegt wurden.Da gab es kein Referendum aller EU-Bürger über die Frage ob Griechenland trotz gefälschtem Haushaltsdefizit Mitglied der EU werden dürfe, das EU-Spitzenpersonal hatte entschieden: JA. Ist das Alles schon vergessen?"

Ich finde, man sollte schon darauf achten, daß man nicht "Eurozone" mit "EU" verwechselt, wenn man als qualifizierter Mitkommentator wahrgenommen werden möchte.

Die Beitrittsverhandlungen Griechenlands zur EWG, der Vorläuferorganisation der EU, begannen 1976 und wurden am 1. Januar 1981 abgeschlossen. Seitdem ist Griechenland zehntes Mitglied der EU bzw. damals noch der EWG. Es gab schon 1961 Verhandlungen, aber dann kam der US-unterstützte Militärputsch dazwischen, und eine Militärdiktatur wollte man dann doch nicht in der EWG haben.

00:52 von Pilepale

"Demnach wird die EU zahlen müssen da ja offensichtlich mindestens Griechenland nicht für einen Stop der nächsten Geld Tranche in den Reihen der EU wählen wird."

Das Programm ist bereits Ende Juni ausgelaufen, da gibts gar nichts mehr zu entscheiden. Automatische Auszahlungen, die nur durch einstimmigen Gemeinschaftsbeschluss hätten verhindert werden können, gab es da nicht. Sowas hätte auch nie jemand beschlossen.

"Die Schulden übernehmen? Nein. Schuldenscheine Abschreiben werden sie aber und nicht nur von Griechenland."

Die Schulden haben grundsätzlich erst mal Bestand. Allerdings fragt sich, wer eher verzichten kann...die EU+EZB+IWF auf künftige Rückzahlungen von gezahlten Hilfsgeldern oder Griechenland auf dringend benötigtes Geld, um seine aktuellen Ausgaben, nicht zuletzt im Inland (Gehälter, Pensionen, Renten) bestreiten zu können. Wir merken frühestens in 5 Jahren etwas davon. Kommt Griechenland solange ohne Geld aus?

Kein Schuldenschnitt

Ein Schuldenschnitt im Zusammenhang der Verschuldung bei anderen Staaten wäre eine unerlaubte Form der Staatsfinanzierung und damit nicht möglich. Man könnte aber die Raten etwas strecken.

00:58, Pilepale

"Mit der Salamitaktik rein in den Super Staat."

Ja genau. Das war der Plan von Anfang an. Und der war überhaupt nicht geheim. Und die Parteien, die ihn vorantrieben, wurden immer wieder gewählt. Parteien, die das nicht wollten, wurden eher wenig gewählt, obwohl es sie gab.

01:13, ahr66

" Der griechische Staat ist desolat und die griechische Gesellschaft hat sich jahrzehntelang korrumpieren lassen. "

Der griechische Bürger hat, genau wie der deutsche Bürger, jahrzehntelang mehr oder weniger erfolgreich versucht, über die Runden zu kommen, seine Kinder großzuziehen und sich was fürs Alter zurückzulegen. Der war nicht korrumpiert, dazu war er tagaus, tagein viel zu sehr damit beschäftigt, das nicht leichte Leben in einem wirtschaftliche schwachen Staat zu meistern. Da machte niemand große Sprünge, und Geld gab es da nie viel. Ich weiß das, weil ich als Musiker durch (u.a.) ganz Europa gereist bin und deswegen Vergleichsmöglichkeiten habe, die ich am eigenen Leibe erfahren habe.

In Griechenland wurde ich immer schlecht bezahlt, was aber mit großer Gastfreundschaft wettgemacht wurde.

@ ahr66 um 01:13

"Leider hat die Syriza-Regierung hier komplett versagt, indem sie alles Üble an den EU-Institutionen festmacht und so die Verantwortung der Griechen für ihre eigenen Fehlentwicklungen negiert. Das ist in meinen Augen nicht nur verantwortungs-, sondern auch würdelos - da ja im Augenblick so viel von "Würde" gesprochen wird. Und es ist unsolidarisch denjenigen Landsleuten gegenüber, die in den letzten Jahrzehnten unter Korruption und Nepotismus gelitten haben."

Die Griechischen Regierungen die diese Schulden aufgebaut haben und es bis heute nicht schafften die Ausgaben auf einen ausgeglichenen Staatshaushalt zu drücken haben ganz sicher eine Mitschuld. Nur die Frage lautet doch auch warum diesem Staat vor 5 Jahren und sogar noch vor einer Woche Kredite angeboten wurden obwohl klar sein sollte dass dieser Staat Zahlungsunfähig ist?

Beruhigt die Gemüter!

Besonnen betrachtet, müssen sich BEIDE Seiten bewegen!

In Brüssel gibt den Gedanken, die Austeritätspolitik zu verlassen. Aber nicht nur für Griechenland. Die Gleichbehandlung der Bürger erfordert die Anwendung der Politik auf alle Bürger Eurozone!

Eine Förderung GR wäre politisch nur vertretbar, wenn GR sich zu einem funktionierenden Staat entwickelt. GR muss sich also reformieren.

Ironischerweise haben Griechen auch die Reformen abgewiesen. Das stärkt nicht Tsipras, sondern erzeugt starken Widerstand in der Eurozone.

Das wurde von Volker Perthes, SWP, vorhergesagt:
https://twitter.com/volkerperthes/status/617287593101787136

Wer die Austeritätspolitik ändern will, muss jetzt Syriza zu Reformen bringen, ehe man in Brüssel Mehrheiten gewinnen kann.

Bis dahin wird man GR nur notdürftig unterstützen.

Das ist der Schaden, den das Referendum angerichtet hat!

01:13, ahr66

"Leider hat die Syriza-Regierung hier komplett versagt, indem sie alles Üble an den EU-Institutionen festmacht und so die Verantwortung der Griechen für ihre eigenen Fehlentwicklungen negiert. "

Die Syriza negiert nicht die Verantwortung der griechischen Regierungen der letzten Jahrzehnte, darunter eine rechtsextreme Miltärjunta, die 7 Jahre herrschte, für Fehlentwickungen, sie weigert sich aber, anzuerkennen, daß das griechische Volk als Buße dafür verhungern soll. Drastisch ausgedrückt.

Kritik an konkreten Konditionen sollte wohl erlaubt sein

In dem Referendum geht es nicht - wie Schulz boshafterweise unterstellt - darum, Geld ohne Konditionalitäten zu bekommen, sondern den Weg zu einem ausgeglichenen Haushalt selbst bestimmen zu dürfen. Syriza hat das von Anfang an betont und rote Linien klar benannt. Es gab kein großes strategisches Spiel, sondern schlichtweg eine politische Auseinandersetzung darüber, was wirtschaftlich gewollt ist: Die Eurogruppe mit ihrem - an dieser Stelle sogar nicht mal wertend gemeinten - neoliberalen Modell: Angebotsorientiert, auf Wachstum ausgelegt, schlanker Sozialstaat. Oder ein klassisch sozialdemokratisches Modell mit starkem Sozialstaat, der dann eben über mehr Steuern finanziert wird (damit ist Spanien bis 2010 im übrigen gut durch die Krise gekommen, bis Merkel und Sarkozy Zapatero zum Einknicken brachten). Versteckt wird das hinter einer Rhetorik, die jede nicht neoliberale Position als Wahnsinn deklariert und die Eurogruppenposition als technische und schlicht wahre Lösung verkauft.

"Die griechische

"Die griechische Zahlungsunfähigkeit hat formal der EFSF festgestellt."

Wann soll das denn gewesen sein und warum werden diesem Staat dann weiterhin Kredite angeboten?

Was hat sich denn bitte in dieser einen Woche geändert dass das Angebot aus Brüssel hinfällig sei?

Die Verlogenheit EUROPAS rächt sich

Die Angebote Europas an Griechenland waren eben nicht großzügig: Auf die "angebotenen" 35 Mrd. Investitionszulagen hatte Griechenland sowieso Anrecht, der Schuldenschnitt wurde NICHT thematisiert und Rentenkürzungen waren sehr wohl Bestandteil der europäischen "Großzügigkeit". (Ein Lob übrigens an dieser Stelle an die Sendung "Günter Jauch", wo ENDLICH, ENDLICH einmal die diesbezüglichen hohlen Phrasen in einem eingespielten Faktencheck pulverisiert wurden und in der die ausgezeichnete taz-Journalistin Ulrike Hermann in kurzen prägnanten Äußerungen die Griechenland-Problematik objektiv darlegte.)
Sicher, der erratisch-populistische Verhandlungsstil Syrizas mit der EU war und ist nicht hilfreich - aber am Ende des Tages müssen sich die EU-Technokraten wohl oder übel aus ihrer neoliberalen Kuschelecke herausbewegen, wenn sie den Begriff "europäische Solidarität" wirklich substantiell mit Leben erfüllen wollen. Es rächt sich, dass sie das bisher NICHT gemacht haben.

@fathaland slim, um 02:11

Die Syriza negiert nicht die Verantwortung der griechischen Regierungen der letzten Jahrzehnte, (...) sie weigert sich aber, anzuerkennen, daß das griechische Volk als Buße dafür verhungern soll.

Für mich stellt es sich so dar, dass die Syriza-Regierung von Anfang an innergriechische Reformen unter den Vorbehalt eines Entgegenkommens der Troika/"Institutionen" gestellt hat. Was ein fatales Signal nach innen wie nach außen war und ist, denn es degradiert fundamentale Voraussetzungen für eine Gesundung des griechischen Staates und der griechischen Gesellschaft zu einem beliebigen Stück Verhandlungsmasse.

Dabei wäre es ein Leichtes gewesen, den Schwung des Wahlsiegs dafür zu nutzen, diese zweifellos notwendigen innergriechischen Reformen anzugehen, und zwar auch als klares Signal nach außen ("wir ändern was - ihr dann aber bitte auch"). Man hat sich anders entschieden und fährt jetzt einen gefühlsbetont-nationalen Kurs. Leider!

Die UMSETZUNG von Reformen in GR muss erzwungen werden

In einem Punkt haben die Repräsentanten der EU allerdings Recht: Griechenland muss in der Tat GEZWUNGEN werden, über Reformen nicht nur zu reden, sondern sie auch nachvollziehbar zu implementieren. Und es ist richtig, dass die EU in dieser Hinsicht weiterhin den Druck auf Griechenland aufrecht erhält. Nur sollte dies eben transparent und nachvollziehbar geschehen - und dabei insbesondere die reale Aussicht z.B. auf den notwendigen Schuldenschnitt als "Gegenleistung" in Verhandlungen seitens der EU eingebracht werden. Genau Letzteres ist bisher nicht geschehen - ein ganz zentrales Versagen der EU bis zum heutigen Tag. Und es ist, bei aller offenbarter stumpfsinniger Rabulistik, letztlich das essentielle Verdienst Syrizas, genau auf einen Schuldenschnitt zu insistieren.
Und gerade für uns Deutsche hat neulich erst Thomas Piketty in der ZEIT in Erinnerung gerufen, dass Deutschland "nie bezahlt hat":

"http://www.zeit.de/2015/26/thomas-piketty-schulden-griechenland"

Die Gläubiger/ die EU macht es sich zu einfach!

Nach der Haftungsfrage wäre es klar:
Die Überschuldung wäre selbstverschuldet, die Griechen haftbar und jedes entgegenkommen karitativ.

Leider ist es nicht so einfach:

Es gibt ZUM EINEN eine moralische Verantwortung der nutznießenden Exportländer, die im Interesse ihres (virtuellen) Gewinnes wegschauten.

ZUM ANDEREN muss eines Not entsprechend groß sein, um sich zu solch kamikazeartiger Defensive zu entscheiden!

EU-Länder mit griechenland-niedrigerem Lebensstandard als Argument greift nicht, könnte man auch gegen Deutschland führen.

Rückblick:
Volksaufstand in der DDR, ausgelöst durch Arbeitsnormerhöhung um 10%.
Abwertung DDR-Mark auf wirtschaftl. tragfähiges Niveau?: Hätte wieder zu Aufstand geführt ("Entweder kommt die DM zu uns oder wir zur DM!").

Wie verhielten sich die Deutschen bei solchen Kürzungen? Im besten Fall wohl nicht anders.

Wir müssen uns jetzt entscheiden:
Für ein sozial stabiles Europa oder gleichgültig allen Wohlstand behalten!

Dies ist meine Ansicht.

Wie wäre es denn umgekehrt?

Sowohl die Solidargemeinschaft als auch die gemeinsame Währung bringen Rechte aber auch Pflichten mit sich. Griechenland mag die Demokratie erfunden haben - sicher aber nicht die Selbstreflexion.

Wie wäre die Situation umgekehrt? Würde denn Griechenland bedingungslos Milliarden bereitstellen, auch wenn man ihnen die Hand wegschlägt und sie auch noch als Terroristen bezeichnet?

@fathaland slim, um 01:55

Der griechische Bürger (...) war nicht korrumpiert (...). Da machte niemand große Sprünge, und Geld gab es da nie viel.

Das habe ich doch gar nicht als Vorwurf an Einzelne gemeint. Aber wenn z.B. schon seit Jahrzehnten medizinische Behandlungen oder Gewerbegenehmigungen nur mit "fakelaki" richtig funktionieren, dies zwar niemand wirklich gut oder richtig findet, aber gleichzeitig niemand so richtig dagegen aufsteht, weil die individuellen Folgen nicht tragbar erscheinen, dann haben wir eine korrumpierte Gesellschaft. Dass dabei einige Wenige mehr profitieren, die meisten aber nur wenig, liegt halt daran, dass Korruption volkswirtschaftlich kein Erfolgsrezept ist. Dennoch gibt es sie.

Syriza hatte die Möglichkeit hier etwas zu bewegen. Sie haben sich leider entschlossen, das als nachrangig zu betrachten und versuchen sich lieber zuerst an einer Neudefinition des europäischen Finanzsystems - mit höchst unsicheren Erfolgsaussichten.

@Brandon23, um 02:27

Kritik an konkreten Konditionen sollte wohl erlaubt sein

Das Hauptproblem in den Verhandlungen waren m.E. weniger "unterschiedliche Auffassungen", wie eine Sanierung zu bewerkstelligen sei, sondern das Fehlen eines stimmigen Konzepts auf Seiten der griechischen Regierung. Wer, wie Varoufakis, mit dem unverhohlenen Anspruch in Verhandlungen geht, die europäische Finanzordnung neu zu definieren, sollte mehr in der Hand haben als jeweils eiligst zu Fristabläufen kompilierte Stichpunktlisten.

Außerdem verkennt die verengte Wahrnehmung der Situation als "Neoliberalismus vs. Wachstumspolitik" die vielen Besonderheiten, die die Lage in verschiedenen Staaten unterschiedlich machen. Platt gesagt: Spanien hatte eine (leidlich) funktionierende Verwaltung aber das Problem einer riesigen Immobilienblase. In Griechenland haben sich (mangels Masse?) keine solchen Blasen entwickelt, dafür gibt es keine funktionierende Verwaltung. Unterschiedliche Bedingungen, unterschiedliche Lösungen.

Ich finde die Aufregung vollkommen unnötig. Es ist klar: Das griechische Volk hat entschieden, sich gemeinsam mit ihrer Regierung Tsipras selbst aus dem Sumpf zu ziehen, Es will keine Vorschläge und Vorschriften von außen - dann ist es aber logisch, dass von "außen" auch keine Unterstützung kommt - denn ohne Bedingung das hart verdiente Geld der Steuerzahler an Griechenland zu verschenken wird es nicht spielen.
Daher möglichst geordneter Ausstieg aus dem EURO und wenn ihnen die EU auch zu viel Vorschriften macht aus der EU - die Regierung Tsipras wird wohl wissen, wie das geht und wie Griechenland dann wieder zu Wohlstand kommt. Uns andere Europäer geht das nichts mehr an - das haben die Griechen beschlossen. "
Wenn sich jemand Angst um die soziale Lage in Griechenland macht, dann werden diejenigen, die Lust haben privat iGeld spenden - die Staaten werden das im Rahmen ihrer Entwicklungsländerbudgets ergänzen

@ 03:14 von AtdT

"Wie wäre es denn umgekehrt", die Frage ist durchaus berechtigt. Ich stimme Ihnen zu bei Ihren Bedenken, die (in Ihrem fiktiven Beispiel) wohlhabenden Griechen sträubten sich weniger dagegen, für die Fehler (oder ineffizienz, je nach politischem Betrachtungswinkel) der anderen aufzukommen.

Aber der Konfliktpunkt für die Griechen wäre letztlich doch derselbe:

Der griechische Wohlstand bestünde ebenfalls überwiegend dank ihrer Exportstärke der vergangenen Jahre, ein oder mehrere andere Länder hätten sich unter dem Druck der griechischen Effizienz überschuldet und Griechenland stünde nun am Scheideweg mit der Entscheidung: zwischen einer sozialen stabilisierung Europas durch Helfen oder dem gleichgültigen behalten des Wohlstandes (dessen Anspruch zumindest kontrovers wäre) und des riskierens damit verbundener sozialer Konflikte und den Zerfall eines friedlichen Europas.

Real ist die Situation jetzt aber umgekehrt - leider umgekehrt oder zum Glück umgekehrt?

2 Szenarien für die Zukunft

2 Szenarien für die Zukunft fallen mir spontan ein.

1. Wieso lassen wir nicht das dt. Volk per Volksentscheid über mehr Kredite und Schuldenschnitt ohne Gegenleistung für Griechenland abstimmen?

oder, falls euch das zu reaktionär und rechtslastig ist..

2. Wieso gewährt(e) man Griechenland nicht eine temporäre Pause, legt alle
Schulden für 10 Jahre auf Eis, dann kann das Land sich reformieren und wettbewerbsfähig werden, bestimmt kann es dann auch wieder Schulden bedienen. Im Endeffekt würde kein Mensch/Land/Institution einen Cent verlieren?

oder war das jetzt zu kommunistisch und linkslastig?
xoxo

@Kesselzwerg, um 22:56

Menschen, deren Gesundheitssystem durch das Diktat der Troika zusammengebrochen ist

Das Fehlen funktionierender Sozialsysteme hat nicht die Troika zu verantworten. Das waren die gewählten griechischen Regierungen davor, die die "soziale Frage" lieber mit einem intransparenten und ungerechten System aus Früh- und Zusatzrenten und Gefälligkeitseinstellungen in den Staatsdienst bedient haben, als ein funktionierendes Sozialsystem aufzubauen. Und die griechische Gesellschaft, die es teils ungerührt, teils zähneknirschend hingenommen hat, dass man für bestimmte Dienstleistungen in diesem System eben bestimmte "Vorleistungen" erbringen muss. Nur haben wir inzwischen tragischerweise eine Situation erreicht, in der zunehmend weniger Menschen zu diesen "Vorleistungen" in der Lage sind.

Mehr Geld in diesem ungerechten System hilft nicht wirklich. Stattdessen muss es dringend reformiert werden. Gerade einer linken Partei stünde das gut zu Gesicht.

Griechenland

das Mutterland der Demokratie,deren Bürger/innen von den MSM auf das schäbigste diffamiert wurden, hat einen entscheiden Hinweis an Europa gesendet.
Ich hoffe, dass diese Botschaft ankommt und freue mich für das griechische Volk,
von Politikern regiert zu werden, die einfach mal ein Risko eingehen.
Diese hatten persönlich viel zu verlieren, sie sind in der Sache standhaft geblieben und werden
Europa nun ein anderes Profil verleihen.
Respekt für diesen Mut. Ich bin dafür, alle Europäer sollten gegen EU-Diktatur, IWF - Schuldenkslaverei und US-Bevormundung zusammen aufstehen.
Bevor die EU die Demokratie in Europa ganz eliminiert…

Stimme nicht zu

Die Griechen sind in Zugzwang. Deren Verhandlungsteam muss nun die Quadratur des Kreises hinbekommen.

Könnten wir nicht auch mal ein Referendum in Deutschland und Finnland abhalten ob und unter welchen Konditionen wir bereit sind Griechenland weiter Geld zu geben?

Zudem warum sollten wir überhaupt was tun. Tzipras und Co haben doch immer gesagt sie wollen kein drittes Programm und bräuchten kein Geld. Na also Zielvorgabe erreicht.

So und jetzt mal Überspitzung beendet. Die Grundsittuation ist unverändert. Griechenland braucht Geld will es aber ohne Konditionen. Und das ist einfach nicht redlich.Zudem in den anderen 18 Demokratien die dann zahlen sollen unvermittelbar. Und es birgt die Gefahr das in anderen Krisenländern Partien ans die Macht kommen die das selbe Spiel treiben werden. Und da wären die Summen schlicht zu hoch.

Nationalismus.

Diese deutschtümelnde Ignoranz gegenüber Ursache und Folgen der Austeritätspolitik hier im Forum zeigt die erschreckenden Lücken in Wissen und sozialer Solidarität vieler Deutscher.
Statt Solidarität mit dem griechischen Volk zu zeigen in seiner Verzweiflung wird hier immer wieder die ganze BILD-ARD-ZDF -RTL-Propaganda
wiederholt und einem herzlosen gegen andere gerichteten nationalistischen Wir-Gefühl gehuldigt.
"Wir" sind die deutschen Arbeitnehmer und die griechischen Arbeitnehmer.
Die Armen wissen leider oft nicht, wer ihr Feind ist.

Eine Ohrfeige für Europas Bürger

Seit 1981 bezahlen wir für Griechenland als Nettozahler der EWG, EG und jetzt EU. Seit 1981 hat es Griechenland nicht geschafft, einen funktionierenden Staat aufzubauen.
.
Seit 5 Jahren pumpen wir Steuerzahler in Europa und Deutschland extra Milliarden in diesen Staat. Um uns so behandeln zu lassen? Das ist eine Ohrfeige für fast jeden Bürger Europas.

Herr Sina hat Recht

Es ist wirklich eine unglaubliche Zumutung, sich mit dieser griechischen Regierung weiter abgeben zu müssen. Man braucht Herrn Schäuble nicht unbedingt zu mögen, aber wie er seit Monaten beherrscht und sachlich mit den Griechen verhandelt, die ihn ohne Anstand und Respekt auf das Übelste beleidigen, das ist äußerst bewunderswert. Wie sehr muß sich dieser Mann wohl beherrschen? Ich an seiner Stelle würde mit Varoufakis kein Wort mehr wechseln, ihm auch nicht mehr die Hand geben (in meiner Phantasie drängen sich noch ganz andere Rachegelüste auf). Schäuble zeigt hier äußerste Professionalität und Staatsräson der BRD gegenüber.
Wenn Herr Sina das Abstimmungsergebnis als schallende Ohrfeige für die EU-Spitzen deutet, kann ich das nicht nachvollziehen.
Für Juncker trifft es zu, sonst nicht. Insofern bin ich schadenfroh, hat sich doch Juncker ohne Mandat in die Verhandlungen eingemischt und mit seiner demonstrierten Sympathie für Tsipras die Verhandlungsposition der Euro-Länder untergraben.

Gestern Abend wurde bei

Gestern Abend wurde bei Günther Jauch Auszüge aus dem letzten Verhandlungspapier , worüber die Griechen abgestimmt haben, veröffentlicht.
Daraus geht hervor das Gabriel und Schulz gelogen haben. Schulz behauptete es würden keine Rentenkürzungen mehr verlangt. Aus dem Papier geht klar hervor das min. 1 % des BIP von den Rentnern eingespart werden sollte sowie bei den Mini-Renten. Desweiteren behauptete Gabriel und Juncker ( der Bock den man zum Gärtner machte) man würde die GR mit 35 Milliarden unterstützen. Diese 35 Milliarden stehen den GR eh zu , sind also keine extra Hilfe. Apropo Hilfe, Deutschland hat bisher keinen einzigen Euro für GR bezahlt, im Gegenteil, es hat durch diese Misere mehrere Hundert Millionen an Zinsen verdient. Eine Tolle Hilfe nenn ich das. Endlich ist mit Tsipras einer auf der Bühne der dem Volke die Wahrheit sagt und sie teilhaben lässt.
Juncker Gabriel und Schulz sind gestern Abend bei Günther Jauch der Lügen überführt worden !

@Werner40

22.42
"Geld gegen Reformen" hört sich nett und sinnvoll an, ist aber Schwachsinn wenn die geforderten Reformen Unsinn sind (wie z.B. fast alle Staatsbediensteten zu entlassen). Unsere "Experten" gehen da mit ihren vorgefassten Meinungen an die Sache heran und sind nicht bereit sich auch nur ein bisschen auf die griechische Seite einzustellen. "Menschen entlassen" und "Tafelsilber veräußern" sind die einzigen Ideen die die in Brüssel haben ... die Steuerbetrüger zu verfolgen war NIE eine Forderung der Troika. Man fragt sich nur warum ...

@Riner Bros

Ich gebe Ihnen Recht.
Das Versagen sitzt in Berlin und Brüssel und belügt uns nach Strich und Faden. Diese Leute sollten nicht über die Griechen herziehen, sondern sollten mal vor der eigenen Türe kehren. Das würde allen restl. EU-Vertretern mal ganz gut tun. Alle EU-Mitglieder brechen die selbst festgelegten Regeln!
Passt die Überschrift: "Spitzenpersonal", wo bitte? Mir fällt da leider kein euop. Spitzenpersonal ein?

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