Kommentare

Chaos pur

1. Die einen sagen, das Hilfspaket ist zu Ende. Es gibt kein neues Geld.

2. Die EZB hat in kurzer Zeit dennoch 90 Milliarden nach Griechenland geschickt. Und wird es vielleicht weiter tun.

3. Andere wiederum meinen, es wird dennoch weiter verhandelt.

4. Die Griechen selber, beschließen ein Referendum über die Punkte eines Hilfspaketes, dass gerade ausgelaufen ist.

Wenn jeder tut, was er will - nennt man das nicht Anarchie?

Und das soll eine EU sein, die die Leute noch erreicht?

Diese EU schafft sich gerade selber ab.

Ich habe also recht gehabt.

Als ich beteuerte, dass es nicht mehr an den Europäern liegt, ob Griechenland geht, mehr Geld nimmt, weniger Geld nimmt oder was auch immer tut.

Sondern das, einzig und alleine, Tsipras bestimmt.

Die Euro-Länder sagen: kein Geld mehr.

Aber Tsipras lässt sein Parlament darüber abstimmen, ob ein Referendum abgehalten wird. Über die Punkte der Euro-Gruppe, die doch die Hilfszahlungen gerade für beendet erklärt hat?

Anscheinend nimmt Tspiras die anderen Europäer nicht mehr ganz ernst.

Und so wird er wohl gewinnen.

Die Europäer müssen sich nun rasend schnell ins Zeug legen und ihm ein besseres Angebot unterlegen.

Deutschland ist reich (langsam eine Ironie), Merkel könnte Tsipras doch noch ein paar Extra-Milliarden auf seine Extrapunkte legen?

Damit er nach dem Referendum das viele Geld der Europäer doch noch annimmt.

Europa wird inzwischen nicht mehr von Brüssel regiert. Sondern von Athen aus.

Nur einige in Brüssel, scheinen das noch nicht gemerkt zu haben.

zu spät

Das Referendum ist gut aber halt einen Monat zu spät.
Was ich nicht verstehe, dass über das Referendum abgestimmt wird, aber nicht über Steuern die das kleine Volk nicht treffen, dazu braucht es keine Einigung mit den Geldgebern, das ist griechische Hoheit

....kommt es anders als man glaubt.

Ein Sprichwort sagt - aber hier wie überhaupt kommt es anders als man glaubt-
Sicherlich ist der 5 Juli nicht der 30 Juni und auch ist es nicht so das Schuldner den Gläubigern die Bedingungen stellen. Ja, auch möglich das die Amerikaner die 5 Tage mit Notkrediten überbrücken oder auch andere
aber die wenigsten wissen wie das Referendum ausgeht bei den Europäern ist berechtigterweise erst mal Schluss das kann ja jetzt nicht mehr anders sein.
Es ist auch gut möglich das jetzt eben dadurch der grosse Schuldenschnitt kommt
aber dadurch ist Europa zur Transferunion geworden und das ist nach den Verträgen über die Eigenverantwortlichkeit der Finanzen der Teilnehmerstaaten absolut nicht vorgesehen.
Es kann jetzt alles ganz anders kommen den Ausnahmen gibt es ja mal immer wieder und so bleibt das Spichwort: Aber hier wie überhaupt kommt es anders als man glaubt.

Demokratie Olé Olé

Das Referendum kann man nur begrüßen. Ein rein demokratischer Akt. Wenn sich Schäuble und Co enttäuscht bis entsetzt zeigen, verrät mir das viel über deren Staatsverständnis. Siehe "postdemokratie"

haben Sie schon einmal recherchiert wieviele Milliarden

an Zinsen Deutschland in den letzten Jahren aufgrund der "Krise" weniger bezahlt hat und wie sehr Deutschland von Europa profitiert? Den Exportüberschuss muss jemand bezahlen....

der Neoliberalismus stirbt

sollte das Griechische Volk tatsächlich abstimmen und den Offenbarungseid leisten, so ist dies der schwerste Schlag gegen den Neoliberalismus im Banken und Finanzwesen seid der Lehmann Pleite. Kapitalverkehrskontrollen und Staatsbanken könnten die Folgen sein. Dann ist Schluss mit Lustig im Eildorado der Banker, das Kasino wird wegen zu hoher Verluste einzelner Mitspieler geschlossen. Die Forderungen werden abgeschrieben und damit wird das Gewicht der eigenen Passivpositionen groesser, bei den nächsten Banken droht Zahlungsunfähigkeit wegen Kreditunwürdig. Wie sang Udo Jürgens doch so schön, nach Lehmann war noch lange nicht Schluss, oder so ähnlich

@nachtnebel (Zinsen)

Laut diesem Bericht hier ( http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/athen-bezahlte-bislang-360-mil... ) waren es seit 2010 insgesamt 360 Millionen.

Die Banken sind raus

Ist schon interessant, dass alles scheitert jetzt, wo die Banken (ausser EZB natuerlich) ihr Geld zurueck haben und die Steuerzahler alleine fuer alles aufkommen muessen.

"Plan B" wie Blowing in the wind

Die griechische 80/20-Gesellschaft soll nach 5 Jahren Rettung am offenen Puls, 8 Rentensenkungen, historischen Lohnkürzungen, faktischer Aufgabe des Sozialstaates, der Fiskalverwaltung und Massenarbeitslosigkeit mit 50% No-Future-Jugend etc. abstimmen ob noch ein Aderlass gefällig sei, damit die nächste Runde vorbereitet werden kann.
Man kann die Wahl der 80% voraussagen.
Es ist lächerlich und hilflos zu sagen man stimme über ein nicht mehr geltendes Angebot ab, während die eu-rechtlich illegitime Eurogruppe-18 gestern entschloss auch danach weiter Hilfen anzubieten.

Die EFSF-Schuldscheine werden billiger und auf den Wert fallen, den sie nach der gr. Leistungsfähigkeit schon lange wirklich haben und nicht den, den man mit deutschem AAA herbeigeredet hat. Your turn Mr. "was auch immer es kostet" Draghi. Der EUGH hat ja -zufällig rechtzeitig- OMT zugestimmt und schlicht anders genannte Ankäufe nicht verboten. Nur die Bürgschaftshöhe bei Endfälligkeit bleibt unverändert. Chance.

krise seit 2008...

aber am tag wo dem volk angeboten wird über alles abzustimmen kommt dieser herr dijsselbloem um die ecke und sagt alles ab?
ich bin ja eigentlich ein überzeugter euro gegner aber die paar tage bis zu einer endgültigen endscheidung hätte man griechenland auf jeden fall geben müssen.
was tsipras gemacht hat war top.
der tritt seinem volk nicht auf der nase rum wie die neoliberalen oder wie der sozialpirat papandreou.
die eu hat hier das griechische volk und deren demokratie mit füßen getreten.
wenn ich sowas sehe läuft es mir eiskalt den rücken runter.

@Hajo-K Das Angebot läuft am

@Hajo-K
Das Angebot läuft am 30.6. ab. Wenn Tsipras am 5.7. ein Referendum abhalten lässt, dann ist das nicht schlecht, sondern einfach nur zu spät.

@04:15 von sirtobi

>>
der Neoliberalismus stirbt

sollte das Griechische Volk tatsächlich abstimmen und den Offenbarungseid leisten, so ist dies der schwerste Schlag gegen den Neoliberalismus im Banken und Finanzwesen seid der Lehmann Pleite.
<<

Was ? Sie scheinen es immer noch nicht verstanden zu haben. Was auch immer die Volksabstimmung in Griechenland ergibt, es hat absolut keine Auswirkungen in Bezug auf die Verpflichtungen Griechenlands gegenüber den Gläubigern. Egal wie oft die Griechen die Regierung, die Währung oder den Namen wechseln, es wird immer einen Rechtsnachfolger geben der mit der Rechtsnachtfolge auch die Altschulden übernimmt.

Tsipras und seine Linken haben es nicht den bösen Kapitalismus sondern in erster Linie dem griechischen Volk großen Schaden zugefügt.

@ Hajo-K

Herr Tsipras missbraucht ein demokratisches Mittel (das Referendum) um
a) sich der Verantwortung einer Entscheidung und der Konsequenzen zu entziehen
b) den Endtermin bis auf unabsehbares Ende hinauszuzögern - ein Referendum kann bis zu 3 Monate dauern, ist seltenst in unter 7 Tagen erledigt.

Die demokratische Legitimität zur Entscheidung haben ihm die Griechen bei der Wahl ausgesprochen, das Referendum jetzt - viel zu spät übrigens - ist eine reine Hinhaltetaktik.

Wieso fragen sich jetzt viele? Nun, ich denke das ist doch ganz deutlich.

Das Geld der EZB ist nicht an Bedingungen geknüpft. Mit jedem weiteren hinauszögern der endgültigen Entscheidung, spekuliert Herr Tsipras auf weitere Notkredite seitens der EZB.

Bravo Herr Draghi. Sie haben sich erfolgreich zum Narren machen lassen von der griechischen Regierung.

Aber Herr Draghi haftet ja auch nicht persönlich für seine Entscheidungen. Wie übrigens keiner bei der EZB.

@05:18 von Der Hohe Rat de...

>>
was tsipras gemacht hat war top.
der tritt seinem volk nicht auf der nase rum wie die neoliberalen oder wie der sozialpirat papandreou
die eu hat hier das griechische volk und deren demokratie mit füßen getreten.
wenn ich sowas sehe läuft es mir eiskalt den rücken runter.
<<

Ihr Idol Tsipras hat die griechische Gesellschaft in den Abgrund geführt und das ist auch alles. Was daran so 'top' sein soll erschließt sich mir leider nicht. Jedes Kleinkind weiß dass wenn es ein Faelligkeitssdatum gibt alles bis dahin geklärt sein muss. Zeit genug war ja da, immerhin 6 Monate. Oder ist Tsipras zu dumm einen Kalender zu lesen ?

@03:48 von nachtnebel

>>
haben Sie schon einmal recherchiert wieviele Milliarden

an Zinsen Deutschland in den letzten Jahren aufgrund der "Krise" weniger bezahlt hat und wie sehr Deutschland von Europa profitiert? Den Exportüberschuss muss jemand bezahlen....
<<

Nun, Deutschland produziert nun mal Qualitätsprodukte die in der Welt gefragt sind. Haben Sie übrigens schon einmal die Sache mit dem Export recherchiert ? Weil dann würde Ihnen auffallen dass der deutsche Exportüberschuss Richtung Griechenland mit etwas mehr als 3 Mrd. Euro pro Jahr eher klein ist und nichts mit den Problemen der Griechen zu tun hat.

Hintergrund

Auf den ersten Blick ist die Handlungsweise der griechischen Regierung vollkommen irreal.
Versuchen wir es doch einmal altrovertiert die Situation zu durchleuchten.
Fakten:
Nach der Wahl der neuen Regierung stieg der Kurs an der gr Börse um
Im Anschluss darauf stieg der Kurs der gr. Börse um 19,7%
Die gr. Verhaltensweise ließ den Kurs bis letzten Montag Morgen um 27,8% fallen
Herr Tsipras tönte vor einer Woche, uns trennen nur noch 500 Millionen von einer Einigung. Der Kurs stieg um 17,6% binnen einer Woche
Jetzt wie aus dem Zauberhut Freitag Mitternacht ein Referendum
Es wird abgehalten, ohne fertige Vertragsgrundlage und Rückzug des Angebotes durch die Troika
Die gr Börse wird am Montag wohl mindestens 30% einbrechen
Wenn das alles jemand vorher weiß, kann er an der Börse hunderte von Millionen verdienen.
Vielleicht lässt sich so irrealistische Verhaltensweise erklären.

Demokratie?

Was soll an der Abstimmung demokratisch sein? Wenn schon Schlagworte, dann doch "Ochlokratie" oder schlicht "Feigheit".
Demokratische Wahlen gab es vor einigen Monaten und ein System der Volksabstimmungen wie in der Schweiz gibt es in Griechenland nicht.

Und selbst, wenn wir uns auf "Demokratie" einigen, gäbe es ja auch noch die "Demokratie" bei den Zahlern.

Es stimmen also 10 Millionen Einwohner für "Zahlen" und etwa 300 Millionen dagegen.

Und jetzt?

Athen setzt Konfrontation fort,obwohl baldige Staatspleite droht

Nach Beschluss der Eurozonen-Finanzminister, das Hilfsprogramm für Griechenland am 30.06. auslaufen zu lassen und nicht zu verlängern und der damit verbundenen Gefahr einer baldigen Staatspleite, setzte die Tsipras-Regierung ihre konfrontative Politik gegen die Brüssel-Gruppe fort. Das Parlament in Athen beschloss für den 05.07. ein Referendum über die von den Geldgebern für neue Finanzhilfen geforderten Spar- und Strukturreformen der Gläubiger.

MP Tsipras empfahl den Griechen, das Reformpaket abzulehnen, um die Verhandlungsposition angeblich verbessern zu wollen. Brüssel und Berlin werden sich jedoch nicht erpressen lassen. Ohne neue Finanzhilfen und die drohende Einstellung der von der EZB zu genehmigenden ELA-Notkredite für die gr. Banken ist das überschuldete Land in Kürze zahlungsunfähig. Die Finanzmister forderten Athen auf, dafür Vorkehrungen zu treffen, um die Ansteckungsgefahr in der Eurozone zu begrenzen. Athen ist nun am Zuge, kooperativ zu handeln.

"Historisches Fiasko: Die Euro-Zone zerlegt sich selbst"

Es gibt auch andere Meinungen - sogar in den deutschen Medien, und die kommen sehr viel rationaler vor als die ständigen Versuche, die Griechische Regierung für verrückt zu erklären:

"Die Euro-Zone präsentiert sich als Truppe von Dilettanten, die die Nerven verlieren und nicht verhandeln können – kleine Diktatoren, die zu zittern beginnen, wenn die Kofferträger den Raum verlassen. Man möchte von diesen Leuten nicht regiert werden."(DWN)

Diese Meinung scheint mir sehr viel näher an der Realität zu liegen.

Beurteilen kann ich das Ganze mangels Fakten sowieso nicht - das scheine ich aber auch mit der Eurogruppe und vielen Politikern und Medien gemeinsam zu haben - insofern bleibt mir nur abzuwarten, zuzuschauen und gespannt zu sein, wer recht behält: Da kann ich mir dann auch die Mühe weiterer Schreibarbeit sparen - sie wird am Ergebnis eh nix ändern!

Endlich mal ein Schimmer am

Endlich mal ein Schimmer am Horizont. Wenn jetzt noch die EZB den Geldhahn zudreht, kann die Rest-EU sich vielleicht endlich mal auf sich selbst "nach Griechenland" konzentrieren. Uns muss jetzt interessieren wann welche Buergschaften faellig werden und wie wir die Rest-EU gegenueber Griechenland isolieren. Was bei denen von nun an abgeht muss jetzt mal deren eigene Sorge sein. Die sind ein Ballast der jetzt hoffentlich bald vom Bein der EU gestossen werden kann. Die Schulden bleiben natuerlich bestehen, aber die Welt dreht sich auch ohne die Griechen weiter.

Welch eine Schmierenkomoedie

Der Griechische Wahler kann entscheiden:

NEIN: kein Geld zurueckbezahlen

JA: weiter Geld zu bekommen

Wie man sich wohl entscheidet?

Das was Herr Tsipras und Konsorten veranstalten ist uebelste Demagogie. Das Schmierentheater gleitet unter die Guertellienie ab. Wenn die EURO Zone nicht ihr gesamtes Gesicht verlieren will, muss man jetzt handeln und die Griechen aus dem EURO werfen.

@Syndora:"Das Geld der EZB ist nicht an Bedingungen geknüpft.

... Mit jedem weiteren Hinauszögern der endgültigen Entscheidung, spekuliert Tsipras auf weitere Notkredite seitens der EZB."

Das ist so nicht richtig. Nach Beendigung des bisherigen Hilfsprogramms der Gläubiger für GR ist die Zahlungsbelastbarkeit des Landes nicht mehr gegeben. Die EZB berät heute, ob dieser Umstand zur Einstellung der ELA-Hilfen für die griechischen Banken führt.
Werden die ELA-Hilfen eingestellt, sind nicht nur die griechischen Banken mit etwa 50% faulen Krediten pleite. Auch der Staat wird in Kürze zahlungsunfähig sein, wenn er z.B. die Tilgungszahlung von 1,6 Mrd. am 30.06. an den IWF nicht zahlen würde. Als Folge einer solchen Entwicklung würde ganz schnell die Staatspleite eintreten können.

Dmokratie!

06:37 von Fanreisender
Es stimmen also 10 Millionen Einwohner für "Zahlen" und etwa 300 Millionen dagegen.
Einfache Frage an Fanreisender:
Nennen Sie uns EIN EINZIGES Bespiel, wo die "300 Millionen" über ein ein Problem der EU in einer GEMEINSAMEN Volksabstimmung voten durften!

Man kann Tsipras' zur Schau getragene Entschlossenheit die Merkelsche Sparpolitik nicht weiter zu etablieren getrost als halbherzig bezeichnen. Immerhin bot er mehr Einsparungen an als die Troika verlangte, nur eben anders strukturiert und mit Schuldenschnitt verbunden. Letzter ist die teure Selbstverleugnung der EU-Granden, die ihr Dogma, Sparorgien in GRE könnten Schulden decken, partout nicht aufgeben will, weil die Austerität dann als gescheitert gelten muss. Angesichts der Ergebnisse und katastrophalen sozialen Zustände in einem EU-Land ein offenes Geheimnis für die Betroffenen aber im Elfenbeinturm der Anscheinspolitik eine Gotteslästerung.
Wer Alpha sagt und Omega vermeidet (Kapitalverkehrskontrollen, Nationalisierung von Banken, Beschlagnahme illegaler Vermögen, Bekämpfung des Schwarzmarkts, Repatriierung der Reederumsätze ...) hat Angst vor seiner gut vernetzten Oberschicht und deren Militärputsch. Daher die Klärung der Kräfteverhältnisse im Volk.
Würde EU wandlungsfähiger?

03:16 von joachims

"Wie man in vielen Kommentaren liest, wird hier pauschal die Schuld "den Griechen" gegeben. Nun ja, dann lasst sie doch auch abstimmen."

Das finde ich auch.
Die jetzige Regierung hat nur eine sehr knappe Mehrheit und da ist es nur eine gute demokratische Entscheidung, das Volk mit ein zu binden.
Auch muss man feststellen, dass von ganz Europa gerade die Deutschen sich durch ihre Gehässigkeit auszeichnen.

Was mir auffällt, dass Politiker hin und herreisen, Tag und Nacht verhandeln, ein Gipfel den anderen ablöst und alles mit den absoluten Spitzenleuten und viel Trara.

Kann es sein, dass die neue griechische Regierung einfach nicht in das Holywood-Getue der eingefahrenen und getragenen "Berufs-Staatsleute" passt.
Das zeigt auch, dass man die alten griechischen Familienclans gehegt, gepflegt und geschont hatte. Die haben das Land ausgeraubt und wurden doch sehr pfleglich behandelt.
Sachlichkeit, auch in diesen Foren, früher angewandt, hätte helfen können.
Schade.

Gnau lesen!

Es gibt ja nur wenige Medien, die einmal alle einzelnen Verhandlungspunkte genau auflisten.
Was fällt auf? Es geht nicht um das "ob", sondern um das "wie".
Nur ein Beispiel. So schlägt Athen eine höhere Besteuerung von Unternehmensgewinnen über 500T€ vor. Wird prompt vom IWF als "konjunkturfeindlich" abgelehnt. (Wobei die vorgeschlagene Höhe in deutschen Unternehmenskreisen Freudentänze auslösen würde.)
Und bitte jetzt nicht von der ökonomischen Vernunft der Wirtschaftsexperten faseln. Denn ersten kommen bei diesen Menschen nicht vor (was ja auch bei einer "marktkonformen Demokratie - so Merkel-normal ist)) und zweitens haben sie 2008 ihre Unschuld verloren.

@tirilei:"Uns muss jetzt interessieren, wann welche Bürgschaften

... fällig werden und wie wir die Rest-EU gegenüber Griechenland isolieren."

Die im Rahmen des EFSF gegebenen Bürgschaften werden nach 2020 fällig. Gegenüber dem IWF bestehen allenfalls Verbindlichkeiten von 2. Mrd. €. Die größten Belastungen hätte bei einem Crash in Athen die EZB zu tragen.

Die Maßnahmen der Abschottung gegen eine Ansteckungsgefahr im Euroraum gegen eine griechische Pleite könnte mittels Bankenschließungen und Kapitalverkehrskontrollen, die von Athen ausgehen müssen, geschehen. Darüber haben die Finanzminister der Eurozone gestern ebenfalls beraten und Vorsorge getroffen für den Fall der Fälle.

Wirtschaftsleistung Griechenlands in der EU

Wenn es stimmen sollte, dass Griechenland nur 3% der Wirtschaftsleistung innerhalb der Eurozone beiträgt, ist es für mich nicht nachvollziehbar, dass dieser Krisenfall schon die gesamte Weltwirtschaft ins Wanken bringen soll.
Was geschähe dann erst, wenn z.B. Frankreich oder Italien in ähnliche wirtschaftliche Notlage käme ?
(Untergang des Abendlandes ??)

Es ist sicher keine Schande,

Es ist sicher keine Schande, sich der europäischen Unterwerfung zu entziehen. Es ist auch kein schwarzer Tag für Griechenland, wie die Schwarzmaler der Nation es uns weissmachen wollen.
Dass es in Brüssel nicht gut um die Demokratie bestellt ist, zeigte schon der nach Hilfe rufende Aufschrei der EU-Parlamentarier gegen den kaum noch zu bezwingenden Lobbyismus im EU-Parlament vor einigen Jahren.

Ich rechne den Griechen ihre konsequente Haltung hoch an und wünsche der Wiege der Demokratie für die Zukunft nur das Beste.

Alles wird gut!

Kein Befreiungsschlag

Die derzeitige verfahrene Situation ist kein Befreiungsschlag, sondern mit extrem hohen Risiken verbunden, von denen keiner weiß, wie diese letztlich enden.

Ideologische Schranken müssen auf beiden Seiten - auch bei Herrn Schäuble - abgebaut werden, damit es noch zu einer vernünftigen Einigung kommen kann.

Ansonsten drohen Chaos, Wirtschaftskrise und soziale Unruhen.

Abstiimmung

Liebe TS, 178 Abgeordnete stimmten für ein Referendum. Wieviel Gegenstimmen? Enthaltungen? Aber ein langes Statement aus Brüssel.

Wir stellen immer Brüssel und Berlin in den Mittelpunkt der Meinungsbildung. Athen wird nur als Gegner behandelt. Auch dadurch ist eine "Anti-Griechen-Stimmung" entstanden. Eine Pauschalverurteilung "der Griechen".

Mit Unterstützung der tragenden deutschen Parteien haben Familien das Land jahrzehntelang ausgeraubt. Deutschland hat sehr gute Rüstungsgeschäfte getätigt und nun ziehen wir alle geschlossen über eine Regierung her, die ein knappes halbes Jahr die Regierung inne hat.
Kaum nach vollziehbar.

Man kann es nicht

Man kann es nicht verstehen......da spielt einer / eine Regierung seit Monaten mit den Europäern inklusive seinem Volk. Macht Versprechen die sich nur Umsetzen ließen wenn der Rest Europas es finanzieren würde und dann gibt es doch immer noch Ideologen die diesen Leuten folgen. Selbst außerhalb Griechenlands.
GR hatte einen Termin im Februar, der wurde mit Zustimmung der EU und nach Akzeptanz der Bedingungen durch Tsipras bis 30.06 verlängert. Die Spielchen der Griechen haben am Dienstag (hoffentlich) ein Ende. Die Folgen haben ausschließlich die Griechen zu verantworten !

"Dienstag ist Schluss" ...

Gegen die unendliche Bereitschaft Deutschlands, sich von den Griechen hinhalten und aussaugen zu lassen, sich pubertäre Diskussionen und Ausreden bieten zu lassen, ist wohl kein Kraut gewachsen.

Seit Wochen ist die Rede davon, dass an DEM Tag 'Schluss' ist. Niemand mehr nimmt diese 'Fristen' ernst.

Die ganzen Meinungen, warum es entweder richtig oder falsch ist, so zu verfahren, verschwimmen in ihrer Nachvollziehbarkeit.

Was bleibt ist ein Empfinden des nachhaltigen Verlusts von Würde und Respekt, und zwar auf beiden Seiten.

Demokratie Ole

Absolut richtig. Was fuer ein Schachzug von Tispras. Und die Buerokraten in Bruessel staunen und haben ausser Empoerung nichts mehr anzubieten. Das griechische Demokratieverstaendnis gegen das Diktat der Institutionen.
Sieht mir aus wie David gegen Goliath. Da kann man ja fast nur die Daumen druecken...

@Von joachims

Volle Zustimmung! Die privaten Gläubiger sind fein raus.
Das sehen und verstehen die meisten aber leider nicht.

Wenn aufgrund der Ansteckungsgefahr und möglicher massiver einsetzender Spekulation gegen den Euroraum auch noch Spanien, Italien, Frankreich ins Wanken geraten, dann gute Nacht.

Eine vernünftige Einigung wäre in jedem Fall der bessere Weg für alle Beteiligten.

Druck auf griechische Regierung

Es ist bewundernswert wie ein kleines Land mit einer für die Bürger, Wähler, für Griechenland kämpfenden Regierung dem immensen Druck von Gläubigern (Banken, Spekulanten, Fonds, mit allen Wassern gewaschenen Finanzhaien, bashing-Typen und Stimmungmacher gegen das Land und vor allen Dingen die Regierung (Kommunisten!!!)) Stand hält und die Repräsentanten dieser Regierung Tag und Nacht darum kämpfen, nicht wie eine Weihnachtsgans ausgenommen, zerlegt, gebraten und dann verspeist zu werden. Da es in der kapitalistischen Welt keine in einer verfassten Werte-Demokratie geltende Gerechtigkeit gibt, es zählt nur Egoismus, über den Tisch ziehen, Gier, Korruption, Niedermachen, Prügeln, Werte ignorieren u.v.a. negative Tugenden m. wird es vorerst kein akzeptables Ende dieser Krise für Griechenland, seine Bürger geben. Aber wir hoffen, die Bürger der EU ziehen aus diesem nun fast 7jährigen Desaster die erforderlichen Lehren.

Das ist ja des Pudels Kern

Es gibt so viele Dinge die Griechenland innenpolitisch selbst regeln könnte. Eine gesunde Verteilung des offensichtlich doch noch vorhandenen Geldes ist doch in erster Line einmal ein innenpolitisches Thema für Griechenland selbst. Aber es wird immer nur Geld von der EU verlangt. So viele Probleme könnte Griechenland selbst lösen. Das ist Subsidiarität. Subsidiarität ist tief in den Grundregeln der EU verankert. Subsidiarität bedeutet dass ein Land sich zuerst einmal selbst helfen muss und erst wenn da gar nichts mehr geht ist die EU am Zuge!

05:50 von montideluxe

an @04:15 von sirtobi
"Was ? Sie scheinen es immer noch nicht verstanden zu haben. Was auch immer die Volksabstimmung in Griechenland ergibt, es hat absolut keine Auswirkungen in Bezug auf die Verpflichtungen Griechenlands gegenüber den Gläubigern."

Da sind Sie wohl auf dem falschen Dampfer.

Warum regen wir uns alle so auf? Auch die nun empörten Politiker wissen doch schon längst, dass eine Rückzahlung der Schulden Griechenlands für eine lange Zeit nicht stattfinden wird.
Ich frage mich, warum man dann diese Posse solange aufrecht hält und nicht längst an einen echten Aufbau, Gysi hat recht mit seinem Marshallplan, des Landes arbeitet. Denn nur dann, könnte Griechenland eines Tages einen KLEINEN Teil seiner Schulden begleichen.

Der Euro, das sollten wir nicht vergessen, war auch ein Preis, den wir für die Wiedervereinigung und das Ende des I.Kalten Krieges gezahlt haben.
Was wir daraus gemacht haben, können Sie in der Ukrainekrise ablesen. Nicht wirklich Gutes!

Die Banken haben sich verzockt

und seitdem wird in allen Ländern der EU kräftig gespart. An den Gehältern der Verantwortlichen? Natürlich nicht. Gespart wird an den Arbeitnehmern und ihren Familien. Das hat der griechische Ministerpräsident Tsipras mehr als deutlich gemacht und seine Position vertreten, die er durch eine Volksabstimmung untermauern will. Nun haben Schäuble und seine Gesinnungsgenossen nur wenig Interesse, ihren Neoliberalismus (der natürlich alternativlos ist) auf den Prüfstand stellen zu lassen. Und da die übergroße Zahl der hiesigen Presse das Lied mitsingt, glaubt Michel das Märchen vom faulen Griechen und dass er selbst ganz toll ist. Und es wird den vereinigten Neoliberalen sicher gelingen, dass die Regierung Tsipras stürzt (auch als Warnung an die Spanier und Podemos) und so werden weiter die Schuldigen für die Finanzkrise unbehelligt bleiben, die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer.

Die Griechen lassen den Karren an die Wand fahren!

Das ist ihre Strategie! Und EU, EZB, IWF und wer auch immer schauen zu und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Dann werden sie am Ende einknicken und weiteres Geld für praktisch keine Reformen rausrücken. Wird dann als Notkredite oder "technische Hilfe" verkauft. Die Gefahr ist, dass sich andere Pleitekandidaten ein Beispiel daran nehmen.

Merkel sollte aufpassen, dass sie am Ende nicht als Verliererin in einem von Anfang an schlechten Spiel dasteht. Der deutsche Michel dürfte schon jetzt der Verlierer sein.

Hauptsache keine Verantwortung

Die griechische Regierung hat zu hoch gepokert.
Ihre Erpressung der europäischen Staaten ist gescheitert.
Nun geht es ihr offensichtlich nur noch darum, für ihr Scheitern nicht die Verantwortung zu übernehmen, sondern dies das Volk per Abstimmung tun zu lassen. Dann kann sich diese Regierung fein die Hände in Unschuld waschen...

Diese Politamateure in GR

haben es geschafft, ein ganzes Land in Schockstarre zu versetzen, nämlich ihr eigenes Land. Ich lese immer von anderen Foristen, dass GR als Sieger gegenüber den Euro-Ländern da steht. Gegenbeweis: die Griechen heben all ihr Geld ab, weil sie selbst nicht mehr an Tsipras glauben.
Ausserdem sehen viele Foristen immer nur die deutsche
Verantwortung und Schuld. Lesen Sie bitte mal Forenbeiträge in Finnland, in den baltischen Staaten, Portugal und Spanien. Da ist man anderer Ansicht, wer wohl zum allergrössten Teil Schuld ist am Debakel! Nix Deutschland, nur GR selbst!
Dass die GR-Regierung jetzt so tut als ob sie immer noch was fordern können (Referendum) ist wohl nur Wunschdenken.
Die Angelegenheit ist zumindest vorläufig den Bach hinunter gegangen. Punkt!

@montideluxe, 05:50 - Neoliberalismus-Stopp

Wenn man schreibt: "Tsipras und seine Linken haben es nicht den bösen Kapitalismus sondern in erster Linie dem griechischen Volk großen Schaden zugefügt", dann muss man anscheinend ein wenig irritiert sein von der couragierten Politik der Syriza-Regierung, die mittels eines Referendums die neoliberale Austeritätspolitik der Kreditgeber (EU-Kommission, EZB, IWF) stoppen will, weil jene dazu geführt hat, dass mittlerweile 19,5 Prozent der Griechen "severely materially deprived" sind.

@06:56 von tirilei

"Was bei denen von nun an abgeht muss jetzt mal deren eigene Sorge sein"

Ich kann Ihren Unmut zwar gut verstehen, auch ich träume davon, endlich mal wieder einen Tag, eine Talkshow oder gar einen Bericht aus Brüssel OHNE Griechenlandfrage zu erleben. Und doch, ob sie sich nun in die EU reingeschlichen haben oder nicht- (ich vermute übrigends, aus strategisch-politischer Sicht mit dem Wissen um die Zahlungsschwierigkeiten) - helfen müssen werden wir ihnen trotzdem. Privat bin ich Schuldner sowohl als auch Gläubiger - also bin ich interessiert, das auch meine Schuldner zahlen - interessant wird die "griechische Variante" immer erst dann, wenn die eigenen Schulden höher sind als die Forderungen.Deshalb bleiben die griechischen Politiker gerade auch so vermeintlich "cool", die wissen genau, das wir Resteuropäer niemals zulassen wird, das ein ganzes Volk in Europa hungern würde! Und das ist die Erpressungsgeschichte dabei, die im Rest Europas für Unmut sorgt!!!

@nachtnebel

Gute Frage, die von vielen nicht gestellt und gesehen wird.
Aufgrund der Minizinsen hat Herr Schäuble in den letzten Jahren ca. 100 Mrd. eingespart.

Wir zahlen immer drauf

Dienstag ist Schluss? Die EZB berät noch heute über Notkredite für die griechischen Banken und die reichen das Geld umgehend an den griechischen Staat weiter. Wir reden hier von bald 100 Mrd. in der letzten Zeit. So etwas nennt man Staatsfinanzierung und Herr Tsipras ist auf die 7,2 Mrd. aus dem Hilfsprogramm gar nicht angewiesen. Wenn die betroffenen griechischen Banken Pleite gehen, ist das Geld im Rahmen der Insolvenz Pfutsch. OK - das Geld ist auch beim griechischen Staat weg. Das wissen alle und kein Politiker traut sich dies zuzugeben. Übrigens ist der EZB verboten, Staaten zu finanzieren. Werden jetzt die Banker und Politiker wegen der Verletzung von Gesetzen zur Rechenschaft gezogen? Die EU und der Euro haben auf der ganzen Linie versagt - richtigerweise unsere Politiker. In der Privatwirtschaft würden solche Manager entlassen und würden sich diversen Prozessen und Schadenersatzklagen ausgesetzt sehen. Nur in der Politik gibt es das nicht und die Steuergelder werden verbrannt.

@ Hajo-K - EU und Euro wird es auch weiterhin geben

"Demokratie Olé Olé
Das Referendum kann man nur begrüßen. Ein rein demokratischer Akt. Wenn sich Schäuble und Co enttäuscht bis entsetzt zeigen, verrät mir das viel über deren Staatsverständnis. Siehe "postdemokratie""
.
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Stellen wir uns nur einmal vor, es gäbe in Deutschland und den andren Ländern eine anders lautendes Referendum mit der Frage:

*Soll die Euro Gruppe auch weiterhin Geld an Griechenland zahlen?*

Das wäre dann auch demokratisch, nur würde es den Griechen gewiss nicht gefallen.
Die Umfragen der vergangenen Wochen in Deutschland waren da einhellig.

Was auch immer die Griechen machen, mit Tsipras haben sie zum Jahresbeginn schon den größten Fehler begangen, sie haben den Bock zum Gärtner gemacht. Seine asymetrische Kriegsführung erinnert an Putins Vorgehen gegen EU und NATO, da scheinen sich Tsipras Besuche und Kontakte zu Putin doch für ihn gelohnt zu haben.

Auch der Ton wird in Athen rauer, bei solchen Schreihälsen hilft meist nur der Klaps auf den Po.

Ein kleines Land ...

... hat wohl zuallererst einmal Schulden angehäuft. Was daran bewundernswert sein soll, sich den Konsequenzen mehr oder wneiger geschickt enziehen zu wollen, erschließt sich mir nicht.

Siehe: "Es ist bewundernswert wie ein kleines Land ...."

Natürlich sind die Konsequenzen recht dramatisch, diese den Gläubigern anzulasten freilich schon etwas merkwürdig.

Wegen der Konstruktion der Eurozone war es zu leicht, Schulden aufzunehmen, ja stimmt. Aber auch ein Einbruch bei geöffneter Wohnungstür ist zwar grobe Fahrlässigkeit des Wohnungsbesitzers, aber immer noch ein Einbruch.

@Helmut Baltrusch, 06:43 - Konfrontationspolitik

Da Sie schreiben, "Athen ist nun am Zuge, kooperativ zu handeln", blenden Sie aus, dass die Tsipras-Regierung mittels eines Referendums die neoliberale Austeritätspolitik der Kreditgeber stoppen will. Denn die kompromisslose Sparpolitik der EU-Kommission, der EZB und des IWF hat das Resultat, dass mittlerweile 19,5 Prozent der Griechen "severely materially deprived" sind.

Realität

-die gr. Regierungen der letzten 30 Jahre wurden von demokratisch gewählt, also ist die gr. Bevölkerung für das Versagen verantwortlich

-die die jetzt so laut schreien D oder die EU hätten früher einschreiten sollen sind die gleichen die lauthals von "Spardiktaten" schwadronieren.

-das "Sparprogramm" ist das Minimum, nicht das Maximum was Gr. tun muss. Echte Reformen bei Verwaltung, Justiz oder dem Kampf gegen Privilegien und Korruption ? Fehlanzeige, noch nicht mal die Angebote zur praktischen Hilfe hat man in Erwägung gezogen

-selbst wenn die gr. Löhne auf dem Niveau Rumäniens wären würde niemand ausserhalb Tourismuss und Agrar in Gr. investieren eben weil Korruption und Verwaltung noch mal deutlich schlechter sind als in Rumänien

-T&V haben jedes Vertrauen verspielt weil sie Verhandlungsergebnisse im 2h-takt zurückgenommen haben und noch schlimmer Gläubigerangebote bewusst verfälscht an die eigene Bevölkerung weitergegeben haben

-> glaubt denen niemand das es nur 1 Woche geht.

"...von der -couragierten- Politik der Syriza-Regierung..."

Ich weiß nicht, wie meine Gläubiger reagieren würden, wenn ich mich ab Montag "couragiert" gegen jegliche Rückzahlung, bzw. einen Rückzahlungsaufschub nach dem anderen erbitten würde, am besten noch paralell dazu mit permanenter Gläubigerbeschimpfung... Als Freiberufler hätte ich da wohl ganz schlechte Karten, zumal mir defacto anders als einem Arbeitnehmer keinerlei Selbstbehalt bliebe - Ergebnis wäre, das mir der Geldhahn zugedreht würde- nennt man bei uns "Eidesstattliche Versicherung" - und das ist auch richtig so! Egal wie lange man braucht - Schulden sollten zurückbezahlt werden, fertig aus! Über das wie und wie lange lässt sich trefflich streiten, ob Griechenland eine riesige Panzerarmee braucht oder nicht ebenfalls!!!
"19,5 Prozent der Griechen "severely materially deprived" sind" - Fragen Sie einmal die Letten, Tschechen, Balten, Iren oder Spanier und Portogiesen, ob die so viel mehr Geld in der Tasche haben!

Alle sind schuld, außer Griechenland?

"couragierten Politik der Syriza-Regierung, die mittels eines Referendums die neoliberale Austeritätspolitik der Kreditgeber (EU-Kommission, EZB, IWF) stoppen will, weil jene dazu geführt hat, dass mittlerweile 19,5 Prozent der Griechen "severely materially deprived" sind."

Es erscheint mir einfach nur idiotisch zu behaupten, dass für das Desaster in Griechenland alle anderen (EU, USA oder sonst jemand), nur nicht Griechenland selber Schuld sein soll.

Die europäische Politik hat Portugal, und Co. immerhin wieder auf einen sachten, aber stabilen Weg der Besserung geführt. Das ist auch für diese Länder nicht einfach, aber diese Länder kommen langsam wieder auf einen grünen Zweig. Griechenland mit seiner Politik nicht...

Die EZB will beraten.....

.....ob sie gre.Banken weitere Notkredite geben soll.

Was soll das ?
Geht die Geldverbrennung nun doch weiter?
Jetzt via der EZB?
Wenn schon .denn schon.
Schluß,aus,Feierabend!

Helmut Baltrusch 06:43

Vielleicht sind die Eurozonen-Finanzminister auch davon ausgegangen, dass Tsipras und seine Regierung nach deren Entscheidung, das Hilfsprogramm per 30.06. auslaufen zu lassen, auf das Referendum verzichten?
Soll ich Ihnen mal verraten, wie hoch mein Vertrauen in diese Politik-Akteure noch ist?
Richtig - tendiert gegen 0. Und es geht nicht nur mir so. Ein Trauerspiel und nicht nur eine griechische Tragödie.

Ein Zeichen das den Euro Stärk

Ich war erfreut zu sehen, dass die Finanzminister der Euroländer nicht weiter auf die griechischen Spielchen eingegangen sind. Hoffentlich bleiben sie bei ihrer Haltung. Das wird das Vertrauen in den Euro stärken. Aber natürlich bedeutet dies, dass die Griechen jetzt erst einmal durch eine harte Zeit hindurch müssen. Aber vielleicht werden nun die notwendigen Reformen angegangen und Griechenland geht es bald besser als je zuvor.

An dieser Stelle ist es wichtig festzuhalten, dass die griechischenRegierungen, wer immer dies war, ist oder sein wird, alleine dafür verantwortlich sind, wie es um den griechischen Haushalt bestellt ist und auch dafür, dass genügend Mittel für ihre Vorhaben vorhanden sind.

Mitglied der EU oder des Euroraumes zu sein entbindet sie nicht von dieser Verantwortung.

Wir sollten alle anerkennen wie bereitwillig die Euroländer Griechenland Hilfe angeboten haben.

Griechenland hat und hatte jederzeit die Möglichkeit eigenverantwortlich einen eigenen Weg zu gehen.

Griechenland wird bestraft

weil es nicht so gewählt hat, wie es die "Tonangeber" in der EU gerne hätten. Das Projekt Griechenland muss schiefgehen, weil:
-eine Änderung der von namhaften Fachleuten überwiegend als erfolglos eingestuften bisherigen Sparpolitik als "Eingeständnis eines Irrtums" angesehen werden müßte. (Ebenso wie die Idee von der strikten "Schwarzen Null" die unsere Infastruktur vergammeln läßt.)
-Eine linke Regierung nicht erfolgreich sein darf, wegen des Beispieleffekts.
Wie war das doch, als einst mit dem Druck von EU-Mitgliedern Neuwahlen in Griechenland durchgedrückt wurden, die dann eine "genehme", weil brüderliche Partei an die Regierung gebracht hat.
Gab es da nicht auch die unterstützenden Worte unseres Finanzministers, die weitgehendes Entgegenkommenn im Falle des Wahlerfolgs seines "Freundes" Samaras signalisierten und die angekündigten Schwierigkeiten, wenn die Greichen anders wählen.
Man muss davon ausgehen, dass da systematisch auf „Ablösung“ der Syriza Regierung hingearbeitet wird

@Laureat, 07:57 - Referendumsfrage

Das von Ihnen angeregte Referendum, das "in Deutschland und andren Ländern" durchzuführen wäre, müsste vom Europäischen Gerichtshof unterbunden werden, weil die von Ihnen konstruierte Entscheidungsfrage "Soll die Euro Gruppe auch weiterhin Geld an Griechenland zahlen?" nicht der Realität entspricht, da die Euro-Gruppe kein Geld an Griechenland zahlt, sondern verzinsliche Kredite an den griechischen Staatsapparat vergibt.

@nachtnebel: haben Sie schon

@nachtnebel: haben Sie schon mal recherchiert wie gut es uns als Exportweltmeister VOR dem Euro ging? Da gab es keine prekäre Arbeitsverhältnisse, keine Leiharbeit, da gab es vernünftige Sozialleistungen, vernünftige Rentenpolitik, eine ordentliche Geldpolitik usw usw..

Soll mir keiner erzählen es ginge uns nur wegen des Euro so gut, mit der D-Mark ginge es uns besser, denn die angeblich mehr eingenommenen Euro gehen für alles andere drauf ausser für uns Bürger, siehe Griechenland z.B.

Seriöser Journalismus sieht

Seriöser Journalismus sieht anders aus

Ich frage mich schon seit Monaten, was die unsinnige Diskussion über einen "Grexit" soll.
Nirgendwo in den EU Verträgen, der EU-Einführungsverordnung oder sonstwo im europäischen Recht ist vorgesehen, dass ein Staat aus der Euro-Währung austreten kann oder dazu gezwungen werden kann.
Selbst den Austritt aus der EU kann nur einseitig (!) durch Griechenland veranlasst werden und selbst dies würde mindestens 2-3 Jahre dauern.
Sollte denn der vielbeschworene Staatsbankrott tatsächlich eintreten (wer kann dies eigentlich hinreichend belegen ??), so zeigt das Beispiel Argentinien, dass es mehr als 10 Jahre dauern wird, bis die Dinge halbwegs geregelt sind.

Vollkommen vergessen wurde in den Zusammenhang, dass es deutsche und französische Banken waren, die Griechenland ab 2007 an die Wand gefahren haben. Mit bis zu 30% Zinsen auf Staatsanleihen.
DIE haben Milliarden verdient und tun es noch.

"...ob die Partner es wollen oder nicht...!"

Das Referendum wird stattfinden, ob die Partner es wollen oder nicht", sagte Tsipras im Parlament.

Fakt ist, im Schuldenstreit mit Europa hat Herr Tsipras keine "Partner" mehr, sondern nur noch "Gläubiger" ! Und ob die griechische Regierung nun ihre Verzögerungsspielchen weiterspielen kann, wird sich ganz schnell in Griechenland selbst entscheiden- mein Verdacht:
Wenn die Partei Tsipras schon mit Faschisten koalieren muß, um ein Referendum durchzuboxen, ist die "Neuwahl" demnächst ganz schnell da! Und wenn erst mal das Chaos auf den Straßen Athens ausbricht, wäre auch ein Staatsstreich nicht ganz auszuschließen. Immerhin, die letzte Militärdiktatur in Griechenland ist noch nicht sooooo lange her! Am untersten Ende der Kette - wie immer - die einfachen Menschen "wie Du und ich", denen wir Resteuropäer nun helfen müssen! Egal welche Spinner da oben künftig wie das Land regieren...Und da darf unsere Solidarität nicht versiegen - Ansonsten erleidet unser Europa wirklich großen Schaden!!!

Wen interessiert es?

Jetzt über ein Referendum abzustimmen, dass nicht im Geringsten von Bedeutung ist, dient Tsipras lediglich nachträglich als Legitimation für das, was seinem Volk nun unausweichlich bevorsteht:
-Staatpleite
-Rezession
-Perspektivlosigkeit für mindestens 1-2 Jahrzehnte

Zugegeben, den Schuldenschnitt erreicht er damit irgendwie oder zumindest teilweise. Diverse juristische Auseinandersetzungen in den nächsten 20 Jahren werden folgen. Angesichts der unglaublichen Schulden relativ zum BIP blieb Griechenland allerdings kaum eine andere Wahl. Aber einige, die auf die EU als Zahlmeister setzten, werden wohl vergeblich auf Rückzahlung ihrer Einlagen warten.
Pech im Spiel sag ich da nur.

Problematisch für Griechenland wird allerdings bleiben, dass niemand in ein Land investiert das lediglich Unsicherheiten bietet. Man wird sich hüten Geld in einem Land zu lassen, das seine Kreditgeber betrügt.

Beide Seiten waren konsequent

Die Regierung Tsipras ist für Wahlversprechen gewählt worden, die sie bei den Gläubigern nicht durchsetzen konnte. Also ist es nur konsequent, dass sie diese weder annimmt (weil das den Wahlversprechen widersprechen würde) noch ablehnt (die Folgen wären zu weiterreichend), sondern die befragt, die sie beauftragt hat. Die Entscheidung für ein Referendum ist konsequent und mutig. Bravo!

Die Gläubiger haben trotz allem Anrennen der Griechen, trotz allem Zetern, Feilschen und Hinauszögern dem Versuch der Griechen nicht nachgegeben, sich auf Kosten der anderen Euroländer zu finanzieren. Absolut richtig dass sie dem Erpressungsversuch der Griechen nicht nachgegeben haben und weder nachverhandeln, noch das Sparpaket verlängern. Bravo!

Jetzt wird das griechische Volk damit konfrontiert, dass das was es sich durch die Wahl der Tsipras-Regierung gewünscht hat nicht zu realisieren ist.

wie absurd

Das ist so als ob meine Kinder darüber abstimmen das doppelte Taschengeld zu bekommen. Können sie abstimmen solange sie wollen, das wird nicht passieren.

Von der Linksregierung kann man keine Achtung mehr haben. Hätten sie mal die oberen Zehntausend in Griechenland enteignet, dann hätte ich meinen Hut gezogen ... trauen sie sich aber nicht.

@ wiesengrund - Referendum hat nur Ziel der Verschleppung

"Da Sie schreiben, "Athen ist nun am Zuge, kooperativ zu handeln", blenden Sie aus, dass die Tsipras-Regierung mittels eines Referendums die neoliberale Austeritätspolitik der Kreditgeber stoppen will."

Es ist nur verwunderlich, dass es gerade die neoliberale Politik ist, die die meisten anderen Länder innerhalb der EU zu erfolgreichen, verlässlichen und belastbaren Wirtschaften macht.

--->Was wir hier sehen ist das Spiel einer gegen alle. <---

Seit Wochen kommen da Sprüche aus Athen, die dazu aufrufen den Kampf gegen die Politik der EU aufzunehmen, sich aufzulehnen und sogar die Beschimpfung deutscher Politiker als Nazis in der GR Presse zur Stimmungsmache gilt als adäquat.

Egoist Tsiprs ist ein Spalter, ihm geht es nicht um ein Miteinander, sondern die Zerlegung der EU. Ich bin der festen Überzeugung, dass Putin im Hintergrund sich nicht nur die Hände reibt, sondern beratend und treibend dabei tätig ist.

GR passt nicht nur nicht in den Euro, sondern so auch nicht in die EU.

Den schwersten Part ...

in dieser Sache haben doch die Griechen - und zwar die, die ohnehin schon unter der Krise leiden. Griechenland muss nun sehen, wie es im Angesicht leerer Geldautomaten weiter will. bisher hat der Staat ja noch, wenn auch eingeschränkt, funktioniert. Es ist etwas anderes, wenn vitale Funktionen des staatlichen Ordnungsrahmens zusammen brechen und gesetzlichen Verpflichtungen nach innen nicht mehr nachgekommen werden kann. Da hilft dann kein Geschrei und kein die Straße entlang laufen, dann kann man überlegen, in den Garten zu gehen und eigene Tomaten zu ernten, oder sich an denen des Nachbarn zu bedienen ... Wir werden sehen und Europa wird sehen, was kommt und muss wissen, wie weit es die staatliche Integrität eines Mitgliedlandes schädigen lassen will.

@nachtnebel 03:48

Zitat "haben Sie schon einmal recherchiert wieviele Milliarden an Zinsen Deutschland in den letzten Jahren aufgrund der "Krise" weniger bezahlt hat und wie sehr Deutschland von Europa profitiert"

Was wollen sie damit sagen? Soll es gut sein, daß der Staat die Sparer über Inflation enteignet, damit die Schuldner sich ein schönes Leben auf kosten anderer machen können?
Das ganze ist der größte Betrug in der geschichte der Menschheit. Der Staat MUSS sich über Steuerennahmen finanzieren und nicht über Verteilungskämpfe.

Der Neosozialismus macht Arbeitnehmer, die sparen, zu Sklaven, weil sie über die Inflation dazu gezwungen werden für andere mitzuarbeiten. Und Versklavung verstößt eindeutig gegen die Menschenwürde.

Wir Arbeitnehmer leiden unter den VIEL zu niedirgen Zinsen. Das ist kein Gewinn sondern eine Katastrophe.

Von daher muß jetzt endlich Schluß sein mit der Umverteilung.

@08:18 von goldschmiedel

"Soll mir keiner erzählen es ginge uns nur wegen des Euro so gut, mit der D-Mark ging es uns besser..."

Ich gebe Ihnen da recht, auch wenn ich die Rückkehr zur DM nicht haben wollte! Es ist mir nämlich schlichtweg egal, mit welcher Währung wir bezahlt werden. Wichtiger ist mir, das wir in Europa seit 70 Jahren Frieden haben ( zumindest relativ gesehen). Wichtiger ist, das wir von dieser "Transferunion" wegkommen hin zu einer richtigen Finanzunion, erst dann würde auch der Euro den letzten Skeptiker überzeugen. Allein mit " Uhren zurückdrehen" ist es nicht getan. Es ist auch ein - wohlmeinender - Kindertraum, alle Länder in Europa würden dereinst gleich- reich und wohlhabend sein!!! Das wird es nicht geben, wir werden also immer Hilfe leisten müssen, wenn wir weiter an einem gemeinsamen Europa festhalten wollen. Ich persönlich zahle lieber, als in nationale Konflikte a´la letztes Jahrhundert zu stolpern. Da ist mir Friede wichtiger als Geld!

Sackgasse….

Beide Verhandlungsparteien stecken tief in der Sackgasse- so führen die Griechen am 05.07.ein Referendum über ein Angebot der Geldgeber durch, dass es jetzt schon nicht mehr gibt, und die Institutionen treffen auf einen Partner, der nach deren Spielregeln nicht mehr mitspielen will, den sie aber nicht aus ihrem Spielkreis verdammen können und der weiter am Leben gehalten werden muss.

Diese Entwicklung war absehbar,und die griechische Regierung hat von Anfang an auch keinen Hehl daraus gemacht, dass sie dieses Circulus vitiosus von Krediten und Schulden, von Sparen und Verelendung nicht mehr mitmachen will.

Die Institutionen haben weiterhin geglaubt, dass man mit Speck die griechische Regierung zum Einlenken bekommt, und die haben deutlich signalisiert, dass es einen großen Befreiungsschlag geben muss, der ihnen die Luft zum Atmen und agieren bringt.

Jetzt schafft sich die griechische Regierung die notwendigen Freiräume, dass wollte bis dato von den Institutionen niemand wahrhaben...

@Auf eine Frage, 08:03 - Griechenland-Desaster

Um Ihnen die Möglichkeit zu geben, Ihr Urteil ("idiotisch") bezüglich der Ursachen des "Desasters in Griechenland" zu überdenken, möchte ich zwei Dinge zu bedenken geben.
Erstens ist die neoliberale Austeritätspolitik, die zur völligen Verarmung von 19,5 Prozent der Griechen geführt hat, zwar von den Kreditgebern (EU-Kommission, EZB, IWF) dem griechischen Staatsapparat als Kreditnehmer verordnet worden, aber die konservativ-sozialdemokratische Samaras-Regierung hat die menschenunfreundlichen Sanierungsimperative (Arbeitsmarktflexibilisierung, Mehrwertsteuererhöhung, Rentenkürzung) als williger Vollstrecker exekutiert.
Zweitens sind die Erfolge der neoliberalen Austeritätspolitik in Portugal dermaßen beeindruckend, dass die neoliberale Regierung anscheinend in Bälde von den verarmten lohnabhängigen Portugiesen abgewählt werden wird.

EU und Demokratie

"Der Krisentag für Europa ist mit einem weiteren Signal der Konfrontation zu Ende gegangen: Das griechische Parlament stimmte in der Nacht für das umstrittene Referendum [...]"

Diese Formulierung lässt vermuten, dass man sich in der EU vor demokratischen Abstimmungen fürchtet. Das ist nicht das erste Mal und irgendwie bereitet mir das Sorgen.

Quarantäne

"...Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble betonte nach der Sitzung, dass die Euro-Länder alles tun würden, um 'jede denkbare Ansteckungsgefahr zu verhindern'. ..."

Die "Krankheit" Demokratie ist so ansteckend, dass es bald in anderen Ländern zu ähnlichen Prozessen kommen könnte. Schon deshalb müssen die Euro-Group-Finanzminister strikteste Quarantäne für Griechenland fordern. Man wird sehen, ob dieses Vorhaben gelingt. Denn der "Patient" Griechenland tummelt sich weiter im EU- und sogar Eurobereich. Schade nur, dass unser Finanzminister geimpft wurde durch die Banken- und Finanzbosse, sonst könnte er als Christdemokrat (!) ein besserer Arzt sein.

Ok, Griechenland ist pleite.

Ok, Griechenland ist pleite. Was nun? Werden jetzt die Armeen mobilisiert und als "Gerichtsvollzieher" hingeschickt? Ich denke nein ...

Warum also diese rabiate Weigerung der Geldgeber zu HELFEN, denn es gibt keine andere Option als Griechenland am Leben zu halten (wie damals bei den Banken, wo die Menge Geldes ja größer war)? Anstatt alles zusammenzustreichen was zwar Kosten aber auch Einnahmen bedeutet, hätte man lieber von Griechenland eine Verfolgung der Reichen Steuerhinterzieher fordern sollen, aber die haben bestimmt "friends in high places" die in Brüssel bei den Politikern und EZB Gehör finden ...

Die Dummheit einiger Politiker - ausgedrückt über ihre Unfähigkeit an Konsequenzen zu denken - ist schon erstaunlich. DIESE EU braucht niemand (denn die Krise war doch absehbar und die "Finanzministerkollegen" haben es wohl nicht gesehen ...).

Schuldfrage

Interessant wie viele Foristen sich einig darüber sind wer alles an der Situation Schuld ist : die Banken, die EU, die Exportüberschüsse der Deutschen, die Troika, der Schäuble und Juncker sowieso, die Konservativen Regierungen anderer EU-Länder, die Sparprogramme etc etc.
Also pauschal jeder und alles, außer GR selbst . Ich wäre für einen griechischen Solidaritätszuschlag, allerdings auf freiwilliger Basis. Dann können die ganzen Weltverbesserer dem Rest der bösen Welt mal zeigen ob sie wirklich bereit sind ein Land zu unterstützen das sich einen Lebensstandard leistet, den es nicht selbst finanzieren kann.

EU-Partnerschaft?

Die griechische Regierung hat seit ihrer Wahl nicht viel für Ihr Volk getan. Im Gegenteil, diejenigen die noch EURO haben, bringen ihr Geld in Sicherheit. Die EZB macht es möglich. Trotzdem suchen die Griechen die Schuld bei allen anderen, statt mal selber im Inland etwas anzufangen, was zusätzliche Einnahmen bringt. Das muss kommen, ob mit GREXIT oder im EURO. Daran können auch keine Ideologien bzw. fehlende Kompromissbereitschaft der Abgeordneten etwas ändern.

Gut, dass alle anderen EU-Länder sich diesmal einig sind. Das ist mal ein positives Signal, wo doch so viele Parteien in EUROPA ihre Wähler nur durch Kritik an der EU organisieren. Man stelle sich mal vor, es gebe keine EU. Besser nicht.

Plan B

Gestern sagten die Finanzminister, daß an Plan B gearbeitet wird oder Plan B wird zu Plan A also Grexit.

Jetzt bin ich mal gespannt, wie man Plan B oder A jetzt bearbeitet wird. In den EU Verträgen kann man ein Land nicht aus der EU rausschmeissen. Wie soll ein Grexit aussehen, wenn Griechenland das nicht will.

Wer soll die Schulden zahlen, wenn Griechenland sowieso schon pleite ist.

Sorry aber es kann sowieso kein Plan B geben. Diese Entscheidung kann nur Griechenland treffen oder EZB treffen und nicht die Finanzminister. EZB entscheidet, ob man nun den Hahn zudreht und keine ELA' s mehr den griechischen Banken gibt. Wenn EZB den Hahn zudreht, dann können die griechischen Banken anfangen Drachme zu drucken. Aber selbst das muß nicht heißen, daß es zu einem Grexit kommt.

Seit Monaten werden Tsipras und Varoufakis als Clowns dargestellt und demütigt. Die echten Clowns samt Schäuble haben wir eigentlich gestern gesehen. Dann arbeitet mal an Plan B.

@Dr. Scholz 07:31

Zitat "Die privaten Gläubiger sind fein raus."

Können Sie mir einmal erklären, warum private Gläubiger für politisch Verursachte Schäden haften sollen?

Politscher Schaden ist ausschließlich über Steuern zu begleichen. Es darf kein auseinanderdriften von Nutzniesern und Belasteten geben. Wenn das gesamte Volk von den Staatsausgaben profitiert, dann soll auch das gesamte Volk für die Folgen zahlen.

Das ist Neosozialismus pur: Den Nutzen für die Allgemeinheit und die Verluste privatisieren.

05:50 von montideluxe

"Was ? Sie scheinen es immer noch nicht verstanden zu haben. Was auch immer die Volksabstimmung in Griechenland ergibt, es hat absolut keine Auswirkungen in Bezug auf die Verpflichtungen Griechenlands gegenüber den Gläubigern. Egal wie oft die Griechen die Regierung, die Währung oder den Namen wechseln, es wird immer einen Rechtsnachfolger geben der mit der Rechtsnachtfolge auch die Altschulden übernimmt. ..."

Sie verstehen sirtobi offensichtlich nicht. Zunächst sind stehen diese Schulden einfach nur auf dem Papier, und wenn die Griechen sich weigern, zurückzuzahlen - oder auch nur nach ihren eigenen Bedingungen zahlen - dann knirscht es im europäischen und internationalen Finanzwesen. Vielleicht noch nicht sehr stark, aber es geht in diesem Fall um das Beispiel, dem sehr wohl andere Länder folgen könnten. Darüber hinaus weiß zur Zeit niemand, welche Auswirkungen das griechische Vorgehen überhaupt haben wird. Nicht wenige (auch US-)Volkswirtschaftler befürchten einen neuen Crash.

Die Sicht auf das große Ganze

Das tut mir auch in der Seele weh. Denn die Europäische Union wurde ja gegründet um mehr Frieden und mehr Freundschaft unter den Völkern zu schaffen. Und am Anfang hat das ja auch ganz gut funktioniert. Dann kam diese Wende. Vielleicht haben es einige mit der Gier doch übertrieben. Schulden dürfen nur für Zukunftsinvestitionen gemacht werden. Es geht halt nicht immer nur nach der EU zu rufen. Die allermeisten politischen Probleme kann und muss ein Land selbst lösen!

Europa wird weiterzahlen- als Akt der Menschlichkeit.

Und das ist auch richtig so! Wenn man die internationale Transfergschichte auf unsere nationale runterdreht, merkt auch der letzte Naivling, das es anders gar nicht geht. Ich vermute, 99% aller Hartz IV Empfänger bei uns nehmen dieses als Chance war, quasi als Überbrückung, bis ein anständiger Job in Aussicht ist. Keinem von denen würde ich Faulheit unterstellen. Das letzte 1 Prozent hingegen arrangiert sich mit dem Transfergeld und hat keinerlei Ambition dies zu ändern... Also, sollten nun 99% aller Geldempfänger darunter leiden, weil sich 1 % regelabnormal verhält? Nein! Nun zurück zu den Griechen:
Wer bitteschön glaubt nun in Griechenland, es gäbe weiterhin Geld aus dem Transfertropf, ohne irgendwelche Gegenleistungen an künftige Gläubiger, egal wo auf der Welt die auch künftig sitzen??? Und wir Resteuropäer werden auch weiterhin Griechenland unterstützen, als Akt der Menschlichkeit und weil alles Andere eine blamable Schande für uns Europäer wäre! Das Griechenspiel geht also weiter

Insolvenz

Kann ja auch was schönes sein, nochmal alle liquiden Mittel rausziehen und dann Insolvenz melden.

Verlierer sind die armen Griechen die nichts haben, die konnten nichts beiseite schaffen und die Steuerzahler der Gläubiger die haben den Griechen denen es gut geht nochmal ordentlich Bargeld über die EZB rübergescheffelt.

Das ausgerechnet die Griechen für die Tsirpas angeblich angetreten ist, die einfachen und armen Leute, zusammen mit den einfachen Arbeitern der Geberländer ( denn ich glaube das Die Leute mit einem Stundenlohn von 10 Euro ihre Steuergelder lieber im Supermarkt ausgegeben hätten , anstatt es auf ein Konto eines griechischen Millionärs zu wiederzufinden, weil dort die komplette Steuerkontrolle nicht funktioniert ) die grossen Verlierer im Spiel sind ist schon obskur.

Ist aber nichts anderes wie so manche Insolvenz hier in Deutschland, im Nachbardorf wohnt ein Herr der ist Privatinsolvent und lebt wie Gott in Frankreich...., gewusst wie...

06:37 von Fanreisender

"Was soll an der Abstimmung demokratisch sein? Wenn schon Schlagworte, dann doch 'Ochlokratie' oder schlicht 'Feigheit'.
Demokratische Wahlen gab es vor einigen Monaten und ein System der Volksabstimmungen wie in der Schweiz gibt es in Griechenland nicht.
Und selbst, wenn wir uns auf 'Demokratie" einigen, gäbe es ja auch noch die 'Demokratie' bei den Zahlern.
Es stimmen also 10 Millionen Einwohner für 'Zahlen' und etwa 300 Millionen dagegen.
Und jetzt?"

Und jetzt?Prima! Wir stimmen europaweit ab, ob weiter gezahlt werden soll oder nicht! Wie? Man lässt uns nicht? Wie das? Die Griechen dürfen doch auch abstimmen!
Warum wir nicht?
Vielleicht, weil eben das Ergebnis herauskommen könnte, an das sie glauben. Aber eine Ablehnung neuerlicher Zahlungen an die Griechen würde sofort die (europäische) Pleite für das Land bedeuten, mit allen Konsequenzen für die Gläubiger! Warum, denken Sie, stellt man nicht einfach alle Zahlungen schlicht ein? Aber das werden die nicht tun - warum wohl nicht?

Verzockt

Der ach so irrsinnige "Starökonom" und Spieltheorie-Experte Prof. Yanis Varoufakis hat als Finanzminister sein Land an die Wand gefahren. Nun muss er sich mit der Realität eines verlorenen Spiel auseinandersetzen. Die "wahren" und renommierten Ökonomen dieser Welt machen sich bereits Gedanken über die "reale Welt" nach Varoufakis, welcher sich ganz sicher "verzockt" hat. Übrigens: Die Spieltheorie behandelt die Welt, als wäre alles ein großes Spiel. Dabei wird unterstellt, dass jeder Teilnehmer gewinnen will. Das Ergebnis des Spiels hängt jedoch nicht von einem Einzelnen ab, sondern vom Verhalten aller Spieler.

Das ist gelebte Demokratie

Das Referendum kommt nicht von ungefähr aus jenem Land, dem wir die Demokratie zu verdanken haben. Ich erweise den Griechen in dem gleichen hohen Maße meinen Respekt, wie ich Merkel, Schäuble und den Rest der EU ablehne. Mit ihrer Haltung zum Referendum haben sie einmal mehr bewiesen, wessen Geistes Kind sie sind.

@McFree

Zwischen EU und Euro gibt es einen kleinen Unterschied.
Nicht jeder Staat der in der EU ist, ist auch Euro-Land.
Die EU bringt hauptsächlich wirtschaftliche und juristische Standards, zu dem erleichtert sie die Reisefreiheit und noch etwas mehr.
Der Euro ist eine reine Währungsunion, ein Zusatz zur EU.

"Wenn jeder tut, was er will - nennt man das nicht Anarchie?"
Nicht unbedingt, man würde es eher Chaos nennen.
Anarchie ist eine Gesellschaft ohne Herrschaft. Regeln des normalen Miteinanders gelten dennoch und berufen sich auf den gesunden Menschenverstand.
Auch könnte man Regeln einführen, da es immerhin noch Versammlungen gibt und man dort Abmachungen treffen könnte.
Der Begriff Anarchie ist im Laufe der Zeit sehr verkommen und gilt heutzutage für eine Gesellschaft ohne Regeln, was aber nicht der Fall ist.

Das was die gr. Regierung da

Das was die gr. Regierung da bringt ist ein bitter-trauriges Beispiel nicht etwa von Demokratie, sondern vom fehlen derselben. Ginge es der Syriza tatsächlich um's Volk, würden sie wohl nicht so rücksichtslos mit denen spielen, die heute noch etwas zu verlieren haben.
Auf dem Altar ideologischer Verbortheit wurde zuerst die Wahrheit, dann der zarte Aufschwung und nun wird der bescheidene Wohlstand breiter Bevölkerungsteile geopfert.
Hinter diesem Referendum steht nicht mehr Demokratie, als jemand jahrelang zum selbstmord zu überreden und beim letzten Schritt zu sagen: "Aber Du willst das doch ...?!!!"

08:18 von goldschmiedel

"...Soll mir keiner erzählen es ginge uns nur wegen des Euro so gut, mit der D-Mark ginge es uns besser, denn die angeblich mehr eingenommenen Euro gehen für alles andere drauf ausser für uns Bürger, siehe Griechenland z.B."

Siehe Außenhandelsüberschuss, und siehe, wo der bleibt - in den Taschen einiger Weniger. Aber nicht in den der Griechen!

Der Euro schadet Europa

"Ebenfalls entscheidend wird jetzt sein, wie die Europäische Zentralbank (EZB) reagiert. Denn sie genehmigt Tag für Tag Notkredite, um einen Zusammenbruch des griechischen Bankensektors zu verhindern, weil die Griechen Milliarden von den Konten räumen."

Und das hätten die Griechen nicht in dem Maße gemacht, wenn Griechenland in einer Nacht und Nebel Operation eine eigene Währung eingeführt hätte, die dann abgewertet wäre.

Der Euro schadet Europa.

Völlig sinnlose Aktion

Tsipras und seine Syriza-Partei waren seinerzeit mit dem Programm angetreten,
sich nicht von der EU weitere Zugeständnisse abringen zu lassen, was Rentenkürzungen etc. betraf und sind deshalb vom Volk gewählt worden.
Die Vorgaben sind also klar umrissen.
Daher frage ich mich, was jetzt dieses Referendum soll, bei dem es letztlich um die Zustimmung oder Ablehnung der Bevölkerung bezüglich zukünftiger, weiterer Einschnitte geht.
Die wird ihre Einstellung wohl kaum geändert haben.

08:30 von Laureat

"...Egoist Tsiprs ist ein Spalter, ihm geht es nicht um ein Miteinander, sondern die Zerlegung der EU. Ich bin der festen Überzeugung, dass Putin im Hintergrund sich nicht nur die Hände reibt, sondern beratend und treibend dabei tätig ist. ..."

Putin hatten wir lange nicht! Aber irgendwann muss der ja auch wieder im Spiel sein, sonst könnte man die Probleme der europäischen Welt einfach nicht erklären! Natürlich sind die Russen Schuld an allem...

"Ein Referendum gegen die Regierung Tsipras"

Meines Erachtens brauchen wir alle uns doch gar nicht weiter aufregen, - zahlen werden wir sowieso richtiger Weise weiter -
Am Sonntag soll das griechische Volk also entscheiden- und Nationalstolz hin oder her, wenn die Angst vor dem eigenen Niedergang groß genug ist, wird sich jeder einzelne Grieche entscheiden müssen. Meiner Vermutung nach, für den Verbleib im Euro, für die Annahme der EZB Bedingungen etc. Alles andere wäre Dummheit. Meines Erachtens haben Tsipras und Varouvakis sich total verzockt- Ihre Zeit als Regierungspolitiker ist bereits - eine unrühmliche - Fußnote Europäisch-Griechischer Geschichte!!! Wenn die verantwortlichen Europapolitiker nun einen kühlen Kopf bewahren, sitzen demnächst Politiker in Athen, mit denen sich besser verhandeln läßt, als mit der jetzigen Chaostruppe! Und es liegt an den Griechen selbst, sich die Politiker zu wählen, die sie verdienen und die sie dann wirklich aus dem Schuldendilemma herausführen! Oder sie finden zwischenzeitlich Ölquellen!

Solange Risiken von

Solange Risiken von Finanzinstituten auf Steuerzahler abgewälzt werden, solange wird sich in der Finanzpolitik nichts ändern.Wenn Regeln gebrochen gebogen ,verformt werden, wird der Euro niemals der Euro werden wie ihn der Steuerzahler haben möchte. Das Problem sind die Geldhäuser und die Politik!Sie haben den Euro versklavt und allein für ihr Wohl ausgenutzt!Dank Griechenlands Misere ist nun die Spitze des Eisberges aufgetaucht! Schaut euch doch die EZB an!90 Milliarden Euro trotz schlechter Bonität den Griechischen Banken zugeschoben über Monate! Kein Politiker sagte etwas!Warum?Während man um 7,5 Milliarden über 5 Monate sinnlos debattierte.Wenn eine Bank sich verzockt will ich nicht das meine Steuern deren Fehler mildert!

@Dr.Scholz:"Eine vernünftige Einigung wäre in jedem Fall der ...

... bessere Weg für alle Beteiligten."

Nun, dafür ist es angesichts der kategorischen Ablehnung der Gläubiger-Angebote an Spar- und Strukturreformen nach 5 Mon. Verhandlungen mit Brüskierung und Vorführung aller bisherigen Partner durch die Chefideologen der Syriza-Regierung in Athen wohl zu spät. Wie sollte denn eine "vernünftige Einigung" aussehen? Sollen die europäischen Steuerzahler noch mehr bürgen, als mit 57 Mrd. € bisher?

Unter welcher Verblendung diese Neuregierenden leiden, zeigt schon die Tatsache eines Referendums über ein abgelehntes Hilfsprogramm mit der Maßgabe, die Würde Griechenlands wieder herstellen und die Verhandlungsposition mit den Institutionen verbessern zu wollen. Ein besseres Ergebnis wie beim Angebot eines verlängerten Hilfspaketes wird die gr.Regierung von den Geldgebern nicht mehr bekommen können.

Zudem ist es verantwortungslos von Athen, keine Vorbereitungen für den Fall einer Banken- und Staatspleite und die mögl. Ansteckung im €-Raum zu treffen.

08:51 von b_m

"...Können Sie mir einmal erklären, warum private Gläubiger für politisch Verursachte Schäden haften sollen?
Politscher Schaden ist ausschließlich über Steuern zu begleichen. (...)
Wenn das gesamte Volk von den Staatsausgaben profitiert, dann soll auch das gesamte Volk für die Folgen zahlen.
Das ist Neosozialismus pur: Den Nutzen für die Allgemeinheit und die Verluste privatisieren."

Ich versuch mal eine Erklärung:
Wenn ein privater (!) Investor Geld anlegt, egal, ob nun in der Industrie oder im Finanzwesen, muss er entweder eine klare Gewinn- oder eine Risikokalkulation haben. Und da er eben ganz privat (ohne jede staatliche Beteiligung bzw. Gewinnerwartung) handelt, hat der Staat weder Rechte - aber auch keine Pflichten. Denn sonst müsste Papa Staat bei jeder Pleite einspringen.
Das ist das Wesen des Kapitalismus! Dass das jetzt von den Banken umgedreht wurde, weil sie "systemrelevant" wären, hat nichts mit "Neosozialismus" zu tun. Denn "die" Griechen sind nicht die Investoren!

Es war vorauszusehen! Die Polltik´wollte es nicht sehen!

"8. Die ökonomisch schwächeren europäischen Partnerländer werden bei einer gemeinsamen Währung einem verstärkten Konkurrenzdruck ausgesetzt, wodurch sie aufgrund ihrer geringeren Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit wachsende Arbeitslosigkeit erfahren werden. Hohe Transferzahlungen im Sinne eines „Finanzausgleichs“ werden damit notwendig"

Aus: "Die EG-Währungsunion führt zur Zerreißprobe" ist ein am 11. Juni 1992, kurz nach der Unterzeichnung des Vertrags von Maastricht, in der FAZ veröffentlichtes Manifest, in dem die Initiatoren Renate Ohr und Wolf Schäfer vor einer überhasteten und fehlerhaften Einführung einer europäischen Gemeinschaftswährung warnten. Unterschrieben wurde das Manifest von 60 weiteren deutschen Professoren der Wirtschaftswissenschaften. Bekannt ist es u.a. auch als Memorandum führender deutscher Wirtschaftswissenschaftler zur Währungsunion vom 11. Juni 1992, während es verschiedene Medien als 62 Professoren gegen den Vertrag von Maastricht bezeichneten. (wiki)

Was machen die Finanzminister?

Das ist doch völlig egal ob Griechenland am Leben gehalten wird über Hilfspackete oder ELA Kredite.
Finanzminister können Grexit nicht selber entscheiden. Höchstens EZB ob man den Stecker zieht.
Griechenland verlangt Schuldenschnitt.
Der Schuldenschnitt wird sowieso kommen müssen, wenn Griechenland wie jetzt niemals in der Lage sein kann, die Schulden zurück zu zahlen.

Jetzt kommen mehrere Rate, die GR nicht zahlen kann. Griechenland ist schon seit Jahren pleite. Das ist doch nichts neues. Das bedeutet doch zuletzt Schuldenschnitt egal ob man das akzeptieren will oder nicht.

Diese Hängepartie schadet Griechenland und auch der EU. Die ELA Kredite sind doch auch unsere Steuergelder wie die Hilfspackete. Anscheinend will man dazu keine entscheidende Lösung finden oder man ist nicht in der Lage diesem Trauerspiel ein Ende zu setzen. Unglaublich schwach was da geliefert wird.

@b_m

"Können Sie mir einmal erklären, warum private Gläubiger für politisch Verursachte Schäden haften sollen?"

Weil das Ausfallrisiko in den Zins eingepreist ist.

"Politscher Schaden ist ausschließlich über Steuern zu begleichen."

Nach Ihrer Vorstellung ist dann der Besitz an Staatsanleihen anteiliges Leibeigentum an der Bevölkerung. Denn was Sie sagen, läuft darauf hinaus, dass egal ob es realistisch oder nicht, Menschen im Zweifel ihr ganzes Leben für andere arbeiten müssen, weil frühere politische Eliten (im Zweifel früherer Generationen) einen Fehler gemacht haben oder korrupt waren. Ich finde, auch Gläubiger haben eine Verantwortung und ich halte nichts von Feudalismus und Sklaverei und ich will sie weltweit abgeschafft sehen, nicht in Europa wieder eingeführt. Was Politiker und Vertreter von Spekulanten (der Unterschied scheint in diesen Tagen gering) jetzt den Griechen antun, tun sie demnächst auch uns an, wenn wir nicht zusammenstehen - davon bin ich überzeugt.

Volksabstimmung über das letzte Troika-Angebot.

Die Volksabstimmung verstehe ich so, daß Tsipras und Varoufakis hören wollen, ob die Bevölkerung mit dem Nein zum letzten Angebot der Troika einverstanden ist oder nicht.
Ein ur-demokratischer Vorgang.
Gratulation!

Die griechischen Kommunisten haben lange genug die gesamte Eurozone lächerlich gemacht und gedemütigt .

Jetzt muss auch endlich Schluss mit der ELA-Steuergeldverbrennung sein, und dann, wenn die Griechen vielleicht wieder in dieser Welt angekommen sind, kann man wiederum ( möglicherweise mit einer einer anderen griechischen Regierung ) seriös über Hilfen diskutieren.

Alles andere wäre für die EU-Steuerzahler ein weiterer herber Schlag mitten ins Gesicht und absolut unverantwortlich ! !

@09:20 von Kokla Was ist daran Erpressung???

"Gelebte Demokratie der Griechen vs. Erpressung"
vonseiten der Institutionen?

Syriza ist um ihren Mut zu beneiden.
Es könnte sich schon bald zeigen, dass die Euro-"Kaiser" nichts als neue Kleider anhatten.
Was dann, Herr Schäuble?

Was bitteschön ist daran "Erpressung", wenn Gläubiger ihr Geld zurück haben wollen??? In was für einer Welt leben manche Menschen bzw. in welchem Lebensmodell???

Wenn ich einen Kredit aufnehmen will oder muß, dann sollte ich nicht darauf spekulieren, das mir irgendeine Bank der Welt die Rückzahlung "schenken" wird! Das wird sie nämlich nicht tun - ist ihr Geschäftsmodell! Alles andere wäre eine Pipi Langstrumpfmäßiges Wolkenkukkuksheim, was es scheinbar nur im Sozialismus geben kann. Und wo der hingeführt hat, kann man noch heute gut an allen Ländern jenseits des damaligen " Eisernen Vorhanges" bzw. in Nordkorea betrachten! Hunger und Elend! Wenn Schuldenzurückzahlung mittlerweile schon als "Erpressung" angesehen wird, na dann mal gute Nacht!

Regierungen gibt es

Vor allem deshalb, weil eine direkte Demokratie in vielen Fällen schlicht nicht möglich ist. Auch in der griechischen Schuldenkrise ist die Regierung gewählt worden, um zu entscheiden, und nicht um die Entscheidung wieder ans Volk abzugeben. Dass Tsipras und Co. das jetzt tun und nicht selbst entscheiden, ob wir mit unserem Geld weiter helfen dürfen, zeigt einen hohen Grad an Unprofessionalität. Ja geradezu Unfähigkeit.

Staatspleite?

Was heißt Staatspleite?
Die Griechen haben doch genügend Geld im Umlauf, wenn die ihre Steuern richtig einziehen und die Mehrwertsteuer einkassieren ist doch Geld da.
Wo ist das Problem.
Da wird eben nur die Hälfte der Löhne ausbezahlt, und dafür reichen die Einnahmen.
Nur eine Frage der Priorität ob weiterhin die überhöhten Renten, Löhne, ausbezahlt werden.
Kann man ja auch mit Schuldscheinen des Staates machen, da bleibt noch Geld für die Krankenhäuser usw. über.
Griehenland geht doch nach einer Pleite nicht 100% unter.
Sie können nur dann nicht mehr ausgeben als sie einnehmen.
Eine ideale Geschichte.

@wiesengrund:"... blenden Sie aus, dass die Tsipras-Regierung ..

... mittels eines Referendums die neoliberale Austeritätspolitik der Kreditgeber stoppen will."

Toll, in welcher Welt leben Sie und die Syriza-Regierung denn? Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass sich inhaltlich am ohnehin abgelehnten Angebot der Gläubiger durch das Ergebnis des Referendums etwas ändern wird? Im Übrigen waren die Vorschläge der Gläubiger sehr wohl kompromissfähig (keine Rentensenkungen und Mehrwerteuererhöhungen etc.), aber die griechische Regierung lehnte alle Vorschläge ab.

Athen hatte 5 Monate die Möglichkeit, anstelle der verhassten Austeritätspolitik in ihrer Wirkung gleichwertige Alternativvorschläge zu unterbreiten, aber es kamen keine. Auch die Spar-Vorstellungen und die Steuererhöhungspläne der Ideologen in Athen entsprachen letztlich der bisherigen Austeritätspolitik mit voraussehbaren Schäden für die Wirtschaft und damit auch für die Beschäftigten - ohne die maroden Strukturen von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft ändern zu wollen.

09:23 von Helmut Baltrusch

"...Wie sollte denn eine 'vernünftige Einigung' aussehen? Sollen die europäischen Steuerzahler noch mehr bürgen, als mit 57 Mrd. € bisher?..."

Stellen wir die Frage einmal anders herum: Kann es sich die EU leisten, einen Mitgliedsstaat völlig verarmen zu lassen, nur damit Schulden und Zinsen pünktlich gezahlt werden? Wer diese Frage bejaht, spaltet Europa auf das Tiefste. Wer sie verneint, dem bleibt nichts anderes übrig, als zu helfen. Und helfen meint tatsächlich, weiter zu zahlen.
Alle Polemik gegen die unbotmäßigen und gierigen Griechen hilft nicht, solange diese grundsätzliche Frage nicht geklärt ist. Die übrigens bald weitere Nationen betreffen wird. Und weiter:

"...Zudem ist es verantwortungslos von Athen, keine Vorbereitungen für den Fall einer Banken- und Staatspleite und die mögl. Ansteckung im €-Raum zu treffen. ..."

Sie sagen es: eine "Ansteckung" ist zu befürchten - aber warum und vor allem wie sollte Athen die verhindern? Es ist die EU-Politik, die die Ursache ist.

Da will die griechische Regierung

Da will die griechische Regierung das Volk über den Vorschlag der Euro-Gruppe abstimmen lassen und Schwupps beschließt die Euro-Gruppe, das Abkommen mit Griechenland, über den 30.06.15 nicht zu verlängern (was zuvor aber angedacht war).
Wo kämen wir denn dahin, wenn jede Regierung vor schweren Entscheidungen erst das Volk befragen wollte?

Das wäre ja dann eine Demokratie!

Und das kann ja nun wirklich niemand in Europa wollen!

Da wird halt wieder mal gekniffen

Wenn eine Regierung sich vor der Entscheidung drücken will, dann macht sie einen Volksentscheid. Bisher hat diese Regierung noch absolut nichts getan und nichts entschieden.
Was soll denn beim Volksentscheid in dieser aufgeheizt-populistischen Lage anders raus kommen, außer dem Grexit?

Leute, macht doch mal die

Leute, macht doch mal die Augen auf. Alles was Tsipras seit Übernahme der Amtsgeschäfte gemacht hat, diente nur dem Zweck, dem gemeinen EU-Bürger die Augen zu öffnen, in was für einem "Schweinladen" wir mittlerweile leben.

Da sollen bankrotte Staaten "gesund gespart" werden, statt mal darüber nachzudenken, ob nicht vielleicht am System selbst etwas verkehrt läuft. Die ständigen Vergleiche mit Portugal oder Spanien, wo es ja wieder bergauf geht....Makulatur! Die liegen mit ihrer derzeitigen Wirtschaftsleistung immer noch unter den Werten von 2008!

Jetzt will Tsipras ein Referendum durchführen lassen (übrigens ist er damit nicht der erste gr. Regierungschef!), und wie reagiert die EU-Spitze? Darüber sollte man vielleicht mal nachdenken, auch welche Bedeutung das gemeine Volk in den Augen der EU-Oberen damit hat.

Im übrigen: Wenn ein Staat beschließt, seine Schulden nicht zu bezahlen, dann ist das so. Was soll denn auch sonst passieren? Wird dann einmarschiert? Und von wem?

@ 09:07 Reinhart S. Lang

Ich folge Ihrer Theorie nicht- wenn sich hier jemand in diesem "Spiel" verzockt hat, dann sind es die Institutionen, die der Meinung sind und waren, dass sie allein die Spielregeln setzen können und die Griechen alternativlos ihr Spiel mitspielen müssen.

Viele "wahren Ökonomen" haben bereits seit Jahren die Institutionen vor diesem Spiel gewarnt, weil es nur Verlierer produziert, gleichwohl hat man an den Spielregeln festgehalten, so dass dieses Spiel nun abrupt durch die griechischen Player beendet werden musste.

Und Sie werden sehen- "neues Spiel, neues Glück", die großen Finanzräder werden auch für die Griechen weiter gedreht werden, anders funktioniert das System nicht….

@ Am 28. Juni 2015 um 09:34 von Vereinsamte Staaten

"Die Volksabstimmung verstehe ich so, daß Tsipras und Varoufakis hören wollen, ob die Bevölkerung mit dem Nein zum letzten Angebot der Troika einverstanden ist oder nicht.
Ein ur-demokratischer Vorgang.
Gratulation!"

Ja, nur hätte die griechische Regierung das auch vorher ankündigen können, bevor man in die Verhandlungen geht. Es geht hier wohl eher um den Versuche Zeit zu schinden und die schwierigen Entscheidungen auf das Volk abzuwältzen, damit Syriza hinterher nicht als Lügenpartei dasteht - immerhin ist Syriza mit völlig überzogenen Versprechungen in den letzten Wahlkampf gegangen.

Außerdem, wenn nach dem selben Schema in allen EU Ländern per Volksentscheid darüber abgestimmt worden wäre, ob und wieviel Geld Griechenland bekommt, dann säße Griechenland schon seit mindestens zwei Jahren auf dem Trockenem!

@09:33 von tomcat "Gläubiger haben eine Verantwortung "

Ich finde, auch "Gläubiger haben eine Verantwortung" und ich halte nichts von Feudalismus und Sklaverei und ich will sie weltweit abgeschafft sehen, nicht in Europa wieder eingeführt.

Ja das stimmt, und diese Verantwortung besteht alleine darin, geliehenes Geld wieder einzufordern! Denn damit verdienen sie ihr Geld. Ob Ihnen dies moralisch verwerflich erscheint oder nicht...

Wenn Sie sich morgen früh, obwohl Sie es sich offensichtlich (Fiktion) nicht leisten können einen riesen Kredit aufnehmen, um sich ein fettes Haus mit Pool, einen Oberklassewagen und noch ein vergoldetes Smarphone neuester Generation kaufen zu müssen, dann werden Sie ein Leben lang - nicht für andere - sondern für diese Anschaffungen arbeiten müssen! So ist die Regel!!!

Was Verantwortung für frühere Vergehen der Vorgängergenerationen anbelangt, da brauche ich als Deutscher ja nichts zu schreiben, diese Verantwortung bleibt uns 1000de Jahre und länger bestehen!

Warum sollte es in anderen Ländern anders sein?

Volksentscheid ... für den Grexit

So hat Tsipras wenigstens nicht den schwarzen Peter.

Referendum

Ich bin Froh, das wir Finanzminister Wolfgang Schäuble haben.
.
Da können sich mal andere reiben.
Hier Wiehert doch wieder ein Holz Pferd !

@ Didi 08:41: Welche Freiräume denn? Nur Fesseln.

"Jetzt schafft sich die griechische Regierung die notwendigen Freiräume, dass wollte bis dato von den Institutionen niemand wahrhaben..."

Der Schuldenschnitt ist nicht erreicht,
der Kapitalmarkt dicht (daher hohe Zinsen uninteressant),
die eigenen Banken unterkapitalisiert und werden gerade weiter um Depositen erleichtert (ab Samaras -100 Mia., ca. 50 Mia. in bar) und fallen als Impulsgeber durch Kredite aus,
die Troika-Kredite sind bis auf Weiteres passé,
für ELA-Kredite gehen den Banken bald die als Sicherheit zu hinterlegenden Forderungen aus, die nicht faule Kredite sind (40-60%),
Investoren halten sich wegen aller Unwägbarkeiten zurück,
der BIP-relevante Einzelhandel ist mit den Einkommen in Keller,
die resultierende Deflation macht Unternehmen dicht und Investitionen unattraktiv,
der Tourismus profitiert zwar vom Nahostterror, kann aber gegen die abwertende Türken-Lira nicht an,
die Reeder sind (fast) nicht in BIP und Banken,
die Staatsverwaltung ist korrupt
usw.

und was ändert diese

und was ändert diese entscheidung? wenn du die wahl zwischen "ich schenke dir weiterhin geld" oder jetzt müsst ihr anfangen steuern zu zahlen" hast...was denkst du wie die wahl ausgeht? ich höre immer nur forderungen von Gr...aber noch nicht mal ansatzweise den eigenen laden aufräumen. echte angebotene hilfen - ein steuersystem aufzubauen- wird dankend abgelehnt und die helfer nach hause geschickt. das sieht mir nicht nach europäischen solidaritätsdenken aus.

Volksabstimmung - JA

Aber auch in Deutschland - ob die Bürger bereit sind die riechen weiterhin mit Milliarden zu unterstützen - obwohl es auch in Deutschland Armut gibt.

Jetzt kann Geld endlich ohne Auflagen fliessen....

Wer glaubt, dass mit Beendigung des Sparprogrammes keine Gelder mehr fließen, muss schon sehr naiv sein.
1. Selbstverständlich wird die EZB heute beschließen, dass die Notkredite weiter erhöht werden.
2. Wurde aus EU-Kreisen schon gesagt, dass man trotz der Beendigung des Sparprogrammes bereit sei in einer Notsituation finanzielle Hilfe zu leisten.

Das heißt doch nur eins: Es wird weiter Steuergeld nach Griechenland überwiesen. Ab sofort allerdings OHNE Sparauflagen!!!

Man muss doch den Eindruck haben es wird "auf Teufel komm raus" nach Möglichkeiten gesucht Geld zu verbrennen!

Die Eurokraten sind beleidigt.

Gläubige

Walter Ulbricht SED:
*
Wir werden den Kapitalisten den Strick verkaufen, an dem wir Sie aufhängen!" (Osthandel)
*
Tsipras versucht es mit Terminverzug und Zechprellerei. (EU)
*
Gläubigerschutz für blühende, demokratische, kommunistische Länder?
*
Soli auf alle Zeiten, von allen solidarischen(?) Werktätigen im Kapitalismus?

@09:44 von Kaladhor EU = "Schweinladen"

Leute, macht doch mal die Augen auf. Alles was Tsipras gemacht hat, diente dem Zweck, dem EU-Bürger die Augen zu öffnen, in was für einem "Schweinladen" wir mittlerweile leben.

Nein, ich bin nicht mit allem einverstanden, was so aus Brüssel kommt - aber "Schweinladen" schlägt dann doch dem Faß den Boden aus!!! Bzw. wenn "Schweinladen", was haben Sie dann für ein Alternativkonzept???

Nein, mag es in Europa noch so kriseln und knirschen - WIR alle sind auf einem guten Weg - besser als die Situation vor 1945!!! Und dafür bin ich persönlich - auch als kritischer Europäer - tagtäglich dankbar! Denn, ob versprochene sozialistische Paradiese auf Erden, Plätze an der Sonne und Lebensraum im Osten, da gab es schon manche Spinner, denen ganze Völkerstämme mit Hurra hinterhergerannt sind - Wir dürfen hier und heute in relativem Frieden, Wohlstand und fast schon paradiesisch anmutenden Verhältnissen leben! Wer´s nicht glaubt, sollte wie ich einmal vor Ort in arme Regionen der Welt reisen!!!

Reine Hinhaltetaktik

Die Griechen wollten doch schon vor Jahren eine Volksabstimmung abhalten. Das war sogar noch die alte nichtkommunistische Regierung. Damals hatten die Geldgeber sofort maximal gedroht und die Griechen haben sich gebeugt. Tipras will keine Einigung mit den sogenannten Geldgebern.
Er wird sich immer wieder was neues einfallen lassen um eine Einigung zu verhindern. Soll die Wiege der Demokratie über ihr Schicksal selbst entscheiden. Ich finde das richtig. Hätte man dies vor 5 Jahren schon so gemacht, hätten wir uns eine menge Ärger und verpuffte Mrd. sparen können. Ich wette die griechischen Druckereien sind schon am Drachmedrucken.

Europäer lachen über Europa

Ich verstehe "Europa" nicht.Bzw. die europäischen Parlamentarier. Für mich sind das ausrangierte inkompetente Politiker der einzelnen Staaten.

Ich/wir haben das Theater nie gebraucht.Ich durfte darüber nie abstimmen.Alles hinter meinem/unserem Rücken von unseren Politikern arangiert.Politiker die von uns durch "demokratische Wahl" gewählt ,mit unter 50% Wahlbeteiligung der Bürger.

Jetzt sitzen "wieder" alle Staatschefs zusammen "im Europaparlament" .

Europa hat so viel verschwendet und unsinniges hervor gebracht.Da wäre es doch das edelste,Gelder direkt an die Bürger zu verteilen.Bürger nicht Staat!

Ständiges Notfallmanagement und Flickschusterei.

Wenn Ich von Europa rede,dann meine Ich dieses inkompetente,bornierte Staatenlose Parlament mit ihren aufgestylten Händeschüttler und Schulterklopfer.

Aber es kommt auch nicht darauf an ob kompetent oder nicht.
Wichtig ist nur jemand der die Zuständigkeit Regelt.

Brüssel=Bielefeld? Gibt es das überhaupt? ^^

In den Anmerkungen der Foristen fiel mir ein Satz auf.

In dem der Forist anmerkte, das es interessant ist, das die ganze Konstuktion jetzt einstürzt,wo die Banken (bis auf die EZB) finanziell aus der Sache raus sind...

Sehe ich auch so.

Aber es wird weitergehen. Sicher irregulär, aber wen juckt das? Mit der Ukraine hängt ein viel größeres Land am Tropf, ist nahezu total FREMDFINANZIERT, die Oligarchen leiten das Geld in ihre eigenen Taschen um nud so nebenbei reicht es sogar noch für ein nettes kleines Gemetzel an Teilen der eigenen Bevölkerung... So what?

Wenn Griechenland fällt und ins Chaos abgleitet, trifft es Dank Euro nicht nur Griechenland, sondern die gesamte EU, egal ob man hier und da ein paar kleine Brandmauern baut. Wenn ein Organismus eine Geschwulst am großen Zeh hat, muss man amputieren, bevor der ganze Körper betroffen ist.

@Izmi:"Aber eine Ablehnung neuerlicher Zahlungen an die Griechen

... würde sofort die (europäische) Pleite für das Land bedeuten, mit allen Konsequenzen für die Gläubiger!"

Nun, die Zahlungen sind und bleiben eingestellt. Warum sprechen Sie im Konjunktiv? Mit der Beendigung des 2. Hilfsprogramms der Gläubiger und ohne Fortsetzung erhält die Tsipras-Regierung auch keine Finanzhilfen mehr ausgezahlt. Das führt in Kürze zur Staatspleite. Die Eurogruppe wird dann bestenfalls technische Hilfe für das Finanzsystem in GR leisten.

Die EZB berät heute über die Fortsetzung der Bankenhilfe durch ELA-Kredite. Die Beendigung des bisherigen Hilfsprogramms der Geldgeber für GR bedeutet auch, dass Staat und Banken in GR ab 01.07. nicht mehr über die notwendige Zahlungsbelastbarkeit. Die EZB darf dann keine weiteren ELA-Hilfen mehr genehmigen.

Und die Gläubiger haben längst im Plan B die möglichen Belastungen aus einem griechischen Crash eingepreist. Sie sind wohl zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Pleite günstiger wäre, als fortgesetzt Finanzhilfe für GR.

... vorausgesagt haben! (mein Vorbeitrag)

Und wenn die europäische Politik - also die Politiker Europas - es nicht fertig bringen, diese Kriese im Sinne Europas zu lösen, wird Europa auseinanderbrechen und die einzelnen Länder Europas werden ziemlich einflusslose Staaten unter der Hegemonie anderer werden und ihre Staatsführer werden zyklisch zum Befehlsempfang beim Hegemon antanzen (manche behaupten ja, dass das heute schon so ist)!

Wer also Griechenland rausschmeißen will, muss dieses Risiko in kauf nehmen wollen - und arbeitet vielleicht sogar darauf hin: Mir wäre jedenfalls ein etwas selbstständigeres Europa, das auch über Krieg und Frieden und auch über seine Handelsverträge selbst entscheiden kann, bei weitem lieber (und es wäre wohl auch gesünder für uns alle)!

@ Am 28. Juni 2015 um 09:48 von designer1402

Ihr Kommentar zu:
"Ich finde, auch "Gläubiger haben eine Verantwortung" [..]"

"Ja das stimmt, und diese Verantwortung besteht alleine darin, geliehenes Geld wieder einzufordern! Denn damit verdienen sie ihr Geld. Ob Ihnen dies moralisch verwerflich erscheint oder nicht... [..]"

Nein, da liegen Sie komplett falsch.
Eine Bank wird Ihnen keinen x-beliebigen Kredit einräumen (dürfen), wenn Sie nicht schlüssig darlegen können, wie Sie den Kredit zurückzahlen wollen.
Das ist eines der großen Kritikpunkte an der Stützung Griechenlands - seit mindestens 10 Jahren !

Varoufakis hat selbst gesagt, daß es unverantwortlich war, Griechenland so viel Kredit einzuräumen. Nur jetzt, wo er selbst was zustande bringen muß, will er noch mehr Kredite - und damit diese neuen Kredite nicht nochmehr wehtun, will er auch den großen Schuldenschnitt. Das ist komplett lächerlich und absurd. Varoufakis lebt in seiner eigenen Welt, so scheint es.

Es geht nur noch um Europa

Wenn jetzt noch weitere Gelder nach Griechenland fliessen sollten, müssen die politisch Verantwortlichen sich bewussst sein welchen Preis zu zahlen ist. Es wird zu deutliche Änderungen kurzfristig der politische Landschaft kommen. Bestehende Parteien und Koalitionen werden ihre Mehrheit verlieren oder die Mehrheiten werden sehr brüchig werden. Wir sehen dies schon In Dänemark, Österreich, Frankreich, UK, Niederlande, Belgien, Finland, Polen, Ungarn usw. Auch ändert sich die Stimmung in Deutschland. Ich glaube dies hat Prorität.

Die Entwicklung in und um Griechenland wird seinen Weg gehen, sie ist bekannt, die Verantwortlichen werden sich ihre Verantwortung nicht entziehen können, in Griechenland als auch ausserhalb. Ich denke zum Schluss wird es zu Unruhen und ein Militárputsch kommen.

"Die Griechen" haben

um beim Poker zu bleiben, einen Royal Flush , die Eurozone hat Kosten. Die offiziell von Brüssel veranschlagten 130 Mrd sind noch nicht einmal die halbe Wahrheit, denn welche weiteren Kosten entstehen durch die "Eindämmung der Ansteckungsgefahr"?
Die ECB wird das QE Programm erheblich ausweiten müssen, um Staatsschulden der Peripherie der Eurozone zu "kaufen". Das muss irgendwann in echtem Geld bezahlt werden, nur Geld tilgt Schulden, aber "Liquidität" ( "Luftgeld") nicht.
Es wäre richtig, wird aber deshalb nicht geschehen, wenn Sparfuchs Schäuble und Märkte-Retterin Merkel zugeben würden, eine dauerhafte Transferunion ist billiger als eine Staatspleite Griechenlands.
Wie verkauft man die Wahrheit nicht nur dem deutschen, sondern auch allen Steuerzahlern der Eurozone? Ich hab eine Idee - "Alternativlos". So alternativlos wie die Rettung der Banken Zyperns, die von russischen Geldwasch-Oligarchen ausgenommen wurden.
Wer weiss schon , ob "die Griechen" Milliarden abgehoben haben?

Solidarität mit Griechenland

Ich weiss nicht, warum ich von Anfang an wusste, das alle Institutionen Grichenland auflaufen lassen. Ich war hundertprozentig davon überzeugt und das von Anfang an! Die Schuld ist nicht auf Tsipras zu schieben! Unglaubliche Forderungen von den Internationalen Geldgebern haben dazu geführt, dass das Scheitern vorhersehbar war. Beschämend das FMI, EZB und ESM darauf gepocht haben, die ärmsten noch mehr zu belasten! Eine Schande für Europa, eine Schande für Deutschland und mehr, eine Schande für Schäuble! Alle Beteuerungen...... wir haben alles versucht um GR zu helfen, Lügen! Man hilft niemanden, indem man Soziale Leistungen dermassen kürzt, das es richtig weh tut. Nun ja, es trifft ja nicht diejenigen, die sich für ein aus ausgesprochen haben.

09:36 von designer1402

"...Was bitteschön ist daran 'Erpressung', wenn Gläubiger ihr Geld zurück haben wollen??? In was für einer Welt leben manche Menschen bzw. in welchem Lebensmodell???..."

Bei aller Kritik an Ihrem Beitrag - aber Sie stellen die Frage schon ganz richtig! Was unterscheidet die Vorstellungen der Menschen:
Ein Gläubiger ist ein Mensch, der genügend Geld hat, um es anderen zu leihen. Man darf davon ausgehen, dass der Schuldner dieses Gläubigers kein oder zumindest nicht genug Geld hat.
Was geschieht nun, wenn ein Geldgeber sein Geld nicht zurück erhält? In früheren Zeiten gab es den Schuldturm, in dem der säumige Rückzahler schlimmstenfalls verrecken durfte. Oder es gibt die Mafiamethoden des Beinbrechens. Ziviler ist schon die bis vor Kurzem noch gültige Variante, dem Schuldner alles, bis auf das Lebensnotwenige zu nehmen. Inzwischen hat die Politik erkannt, dass das auch keine Lösung ist, und die private Insolvenz eingeführt. Da liegt der Unterschied: Druck bis aufs Letzte oder Humanität

Einer schafft an - die Anderen stehen stramm und zahlen

Demokratie ist, wenn Griechenland täglich einen neuen Geldwunschbetrag meldet und die anderen zahlen!
Auch wenn das Geld bei der Regierung oder im Ausland landet und auf keinen Fall bei den "armen Griechen".
An diese Sozialform werde ich auf jeden Fall zahlen, wenn es denn notwendig wäre.
Schaltet die Steuerzahlpflicht für Reiche auf "an" und treibt die 80 Mrd. Steuerschulden kurzfristig ein! Und ich mach wieder mit.

Politiker müssen zur Verantwortung gezogen werden

Griechenland ist durch rechtswidrige Schummelei mit Hilfe der US-Bank Goldman-Sachs, deren Repräsentant Draghi inzwischen als Bock zum Gärtner gemacht wurde und das Euro-Finanzsystem beherrscht, zum Euro gekommen. Dies alles geschah unter Mitwissen und „Augenschließen“ unserer Politiker. Gewollt oder nicht gewollt – diese Maßnahme führt das €-System an den Rand des Scheiterns und kostet die €-EU-Steuerzahler, vor allem die deutschen, viele, viele Milliarden €, das Sparvermögen hat bereits jetzt massiv gelitten. Von Anfang an haben „unzählige“ Fachleute gewarnt. Diese Warnungen wurden von den verantwortlichen Politikern „in den Wind geschlagen“. Führt die jetzige Griechenland-Euro-Krise tatsächlich in ein noch größeres Desaster als es ohnehin schon vorliegt, sollte es für die verantwortlichen Politiker, ob nun Merkel, Juncker, Schulz oder Schäuble, nur eines geben: Rücktritt.

Das Referendum ist _kein_ Akt der Demokratie!

Denn weil es nach dem 30.6.2015 angesetzt ist bedeutet dies, dass die 18 anderen Finanzminister gezwungen werden sollen, das Hilfsprogramm zu verlängern und die jeweiligen Parlamente Tsipras Forderung einfach abnicken sollen.

Eine Person will also erzwingen, dass alle anderen Finanzminister nebst Parlamenten nach seiner Pfeife tanzen!

Hätte das Referendum einen Monat früher stattgefunden, wäre es jedoch als Akt der Demokratie zu werten gewesen.

Es gibt da noch ein weiteres Problem

mit dem damaligen Angebot der griechischen Regierung:

Jene dort genannten Steuererhöhungen ließen sich nur eintreiben, hätte man ein funktionierendes System der Steuereintreibung.

Dieses hat man aber nicht, womit die dort angesetzten potentiellen Einnahmen Makulatur sein dürften.

Ohne ein funktionierendes System der Steuereintreibung bleibt aber nur die Kürzung der Ausgaben übrig, eben jene so verhasste Austerität.

Vielleicht sollte so mancher deutscher Politiker ...

Vielleicht sollte so mancher deutscher Politiker dankbar sein. Dieses unendliche Drama um Griechenland, den das ist ja noch lange nicht vorbei sondern fängt neu an, lenkt so richtig vor anderen Dingen sehr gut ab. Keiner mehr schreibt was über TTIP oder CETA. Die NSA Geschichte oder die Totalüberwachung der Bürger im Allgemeinen interessiert auch keinen mehr so richtig.

Jetzt sind wir alle gespannt wie die griechischen Bürger entscheiden. Es mag sein das es für die (neoliberale) Politik uninteressant wäre, für viele Bürger in anderer europäischer Staaten kann es aber dennoch interessant und wichtig werden.

Geht es doch um nicht mehr oder weniger um den Einfluss von Kapital, Finanzmärkten, Spekulanten und Banken auf die europäische Politik. Und das ist wiederum bei Abkommen wie TTIP interessant.

Auf eine Art und Weise bin ich den Griechen dankbar, auch wenn sie es etwas seltsam angestellt haben. Nicht vergessen, es waren konservative Parteien die eigentlich die Hauptschuld tragen!

Entschuldigung, aber was für

Entschuldigung, aber was für ein Gezanke wird denn wegen der alljährlichen 170 Milliarden $ gemacht, die die NATO-Staaten (die meisten in der EU) für ihre Teilnahme an den "humanitären Demokratiemissionen" unter ihrem grossen Leader, der übrigens 640 Mia.$ aufbringt und der obendrein noch pleite ist..., mal ebenso aus der Portokasse bezahlt?!!
Es werden grossartige Manöver und Waffenlieferungen zu Provokation Russlands vor dessen Haustüre abgehalten...
Was ist dagegen die "Erdnuss" Griechenland

es ist nicht so einfach

Würde Deutschland seine ca 300 Milliarden euro Schulden (2.Weltkrieg) bezahlen , hätte Griechenland die derzeitigen Probleme nicht -bzw hätte Luft seine Wirtschaft umzustrukturieren ohne Diktat des IWF usw.

Das Deutschland -siehe Schäuble nun noch "von oben" auf die Greichen einredet , ist zumindest mir unverständlich!

@Wollux 6:53

"insofern bleibt mir nur abzuwarten, zuzuschauen und gespannt zu sein, wer recht behält"

Mir geht's inzwischen genau so.

Und, wie Sie sagen, wir wissen sowieso nicht, was wirklich am EU-Verhandlungstisch, zwischen einzelnen "Großakteuren" und inoffiziell auf den Korridoren des Verhandlungsgebäudes miteinander besprochen wird, sondern nur, was verlautbart wird.

Und wenn ich sehe, mit welch herzlichem Lächeln manche EU-Granden Tsipras anschauen, dann habe ich das Gefühl, dass ihnen der Zwergenaufstand imponiert.

Vielleicht sehen sie darin eine erste Chance, die EU-Machtmechanismen so zu korrigieren, dass der Apparat zum Wohl aller Mitgliedssgesellschaften und Ausgleich zwischen den einzeln Nationen agiert, und nicht als globalisierter Wettbewerbsanheizer, der die Egozentrik einzelner Mitglieder bedient.

Das braucht grundlegende, langwierige Reformen auch der EU-Kontrollfähigkeit über Subventionsmilliarden (z. B. Ungarn) und im Verhalten vieler Mitglieder, nicht nur Griechenlands.

@Kaladhor

"Im übrigen: Wenn ein Staat beschließt, seine Schulden nicht zu bezahlen, dann ist das so. Was soll denn auch sonst passieren? Wird dann einmarschiert? Und von wem?"

Absolut richtig!!!
Die EU weigert sich um den Schuldenschnitt und nun? Wenn Griechenland die Schulden nicht zahlt, kommt doch das Gleiche raus.

Griechenland's Bonität ist doch jetzt schon auf max. Minus. Griechenland kann sowieso derzeit keine Kredite bekommen. Jeder weiß, daß Griechenland pleite ist. Was bitte schön hat Griechenland noch zu verlieren?

Griechenland kann auch nicht aus der EU rausgeschmissen werden solange es das nicht möchte. Selbst wenn die ELA Krediten gestoppt werden, führt GR die neue Währung Drachme ein und das ist sogar nicht gegen die EU Verträge. Behält dabei seine Euros.

Die Hilfspackete sind keine Hilfe für die Griechen sondern der Banken. Sonst wäre Griechenland schon längst auf den Beinen.
GR wird weiter verhandeln. Die Hängepartie geht also weiter.

Tsipras un Varoufakis hatten recht!! Griechenland wurde erpresst

@ all,

sorry aber in der Sache stehe auch ich hinter Tspiras. Denn was bei diesen Verhandlungen gelaufen ist, war ein purer Affront gegen Griechenland. Hier wurde Griechenland von oben herunter behandelt, Tsipras sollte in die Knie gezwungen werden und die Institutionen hatten alle nur Lust, Tsipras scheitern zu sehen obwohl sie wussten dass Varoufakis und Tspiras recht hatten.

Außerdem war dieses Verhalten der Institutionen eine pure Erpressung zu Lasten der Schwächsten in Griechenland!! Varoufakis hatte recht mit seinem Reformplan!! Die Vorschläge von ihm waren gut und hätten umgesetzt werden sollen!!

Aber hier war das Problem, dass Schäuble, Merkel, die EZB und weitere fürchteten, dass kein Geld mehr an Goldman-Sachs, Blackstone und die us-Administration fließen würde. Denn die USA brauchen selbst dringend frisches Geld!! Und dass wollten die USA sich aus Europa holen!!

Zusätzlich wurde Griechenland bei den Verhandlungen nicht als ebenbürtiger Partner angesehen.

Wenn den Griechen bekannt gegeben wird ...

... wogegen sie abstimmen sollen,

dann hören/lesen wir (!) vielleicht auch endlich einmal, welche Themen und Punkte in den Verhandlungen wirklich streitig waren!

Das ist eine ausgesprochen wünschenswerte Entwicklung! Bisher ist den 'Vertretern des Geldes' erkennbar wenig an Transparenz und Öffentlichkeit gelegen.

Daß diese Leute eine ausgesprochen starke Aversion dagegen empfinden, die betroffenen Menschen selbst und demokratisch entscheiden zu lassen, was sie schultern wollen, ist nachvollziehbar - und abstoßend!

Die aktuelle Entwicklung ist in ganz Europa schon lange überfällig!!!

@10:11 von Steuerzahler99 Schuss jetzt / Geld zurück

Na prima, tolle Lösung:"Einfrier und Beschlagnahme aller griechischen Auslandskonten, Immobilien auch von Privatpersonen."

Ich kann ja manche Verärgerung über "die" Griechen gut verstehen, aber auf unsere "deutsche" Nation umgemünzt würde dies bedeuten:

Wir Alle wären morgen pleite, unsere Konten würden eingefroren, unsere Immobilien würden beschlagnahmt!

Denn mit dem Geld müßten wir dann all die Schäden des letzten Weltkrieges bezahlen, denn den 1. Weltkrieg haben wir ja gerade erst abbezahlt!

Nein, mal im Ernst, in Griechenland muß eine neue Regierung her, die eine neue Denke was Schulden machen und zurückzahlen anbelangt! Dann- erst- muß man den Griechen selbst helfen, sich aus dem Schlamassel zu retten. Polemik jedweder Art von welcher 'Seite auch immer hilft hier nicht - Ein kühler Kopf und ein unbestechlicher Taschenrechner hingegen schon! Ich glaube immernoch an die Solidarität in Europa und- ja- auch an die einfachen Griechen! Die sind nämlich wie wir! Nur anders!

Einmal mehr...

...lässt sich hier beobachten wie weit sich regierende und regierte Klasse voneinander entfernt haben.

Hier entschieden die Gewählten ihre Wähler in eine ernste Krise zu stürzen.

Ich kanns abwarten...

Klaus von Hessen

09:48 von designer1402

"...Wenn Sie sich morgen früh, obwohl Sie es sich offensichtlich (Fiktion) nicht leisten können einen riesen Kredit aufnehmen, um sich neuester Generation kaufen zu müssen, dann werden Sie ein Leben lang - nicht für andere - sondern für diese Anschaffungen arbeiten müssen! So ist die Regel!!!"

Wenn ich morgen früh bei meiner Bank antanze und mir Geld für "ein fettes Haus mit Pool, einen Oberklassewagen und noch ein vergoldetes Smartphone" leihen will, dann lachen die mich spätestens nach einer Prüfung meines (nicht allzu geringen) Einkommens aus!
Warum hat man das bei Griechenland nicht auch so gemacht?
Weil die Banken sich denken konnten, dass im Falle einer Pleite die ganze Gesellschaft - also wir alle, Sie auch - für die Kredite gerade stehen würde! Wenn das nicht sogar vorher schon von Finanzwelt und Politik so ausgekungelt wurde. Alle kaufm. Regeln wurden außer Kraft gesetzt! Das ist die Regel im Zweifelsfall!

Mir tun die Menschen in Griechenland leid!!

Außerdem geht es in dieser Sache um das Schicksaal der Bürgerinnen und Bürger in Griechenland, die von der Regierung Samaras beraubt wurden. Denn es ist erwiesen, dass der ehemalige Finanzminister erhebliche Geldbeträge ins Ausland geschafft hat. Beweis hier:

https://tinyurl.com/q8uoudj
spiegel: Finanzkrise in Griechenland: Ex-Finanzminister deponierte Geld im Ausland(Montag, 09.03.2015 – 16:30 Uhr)

Mir tun die Menschen in Griechenland leid, die Angst haben, was heute und morgen sein wird.

Und ich stelle unseren Eurokraten mal ganz ehrlich die Frage: wann dürfen wir über solche finanziellen Fragen bezüglich Griechenland abstimmen?? Warum bekommen wir hier in Deutschland und in den anderen EU-Mitgliedsländern keine Volksabstimmungen auf Bundesebene?? Das ist überfällig!!

Denn wie Griechenland hier bei diesen Verhandlungen behandelt wurde, war einfach nur noch schäbig! Die wollten dass Griechenland und die anderen EU-Mitgliedsländer die Schulden der USA bezahlen! So sieht es aus!!

Es kann und wird keinen Grexit geben

notfalls wird die EU eben alle Forderungen der Griechen erfüllen müssen. Die Situation ist eine andere als 2008 wie hier immer betont wird. 2008 hätte es beim Griechenlandaustritt zwar eine massive Bankenkrise gegeben, aber heute nach ESM, ESFS, Notkrediten und HEBEL ist die Gesamtsumme, die hier auf dem Spiel steht und durch die berühmte Hebelwirkung multipliziert wird so gewaltig, daß eine Griechenlandpleite mit totalem Ausfall dieser Gelder den gesamten Euroraum in die Staatspleite reißen kann.
Diese Erkenntnis scheinen auch einige unserer Volksvertreter gehabt zu haben nachdem es gestern um 23:00 Uhr noch hieß "das wars, aus, Griechenland ist raus" wurde bereits 2 Stunden später verlautbart "Türen stehen weit offen", "Griechenland bleibt beim €, koste es was es wolle" ;)

Griechenland als Quittung für EU Ukraine Politik?

Wenn man versucht, die "Strategie" der kommunistischen Regierung in Griechenland zu analysieren steht man zunächst einmal vor der Fragestellung, was Tsipras und Co denn nun eigentlich zum Ziel haben? Da wurde Griechenland ein Kompromiss und Hilfspaket nach dem anderen angeboten, Pakete von denen Spanien, Portugal und Irland nur träumen konnten, und bei jedem Entgegenkommen der Gläubiger weichen die griechischen Akteure oftmals überraschend wieder einen Schritt zurück. Man erhält den Eindruck, dass das Wohl des griechischen Volkes hier nicht das oberste Ziel von Tsipras und Varoufakis sein kann. Denn dumm, und das wäre die Alternative, sind die Herren nicht. Man gewinnt eher den Eindruck, dass es hier vorwiegend um die Destabilisierung der EU mit allen Mitteln geht, ohne Rücksicht auf deren Bevölkerung. Wer aber könnte ein Interesse an solch einem übergeordneten Ziel haben? Haben wir es evtl. mit asymmetrischen Politikstrategien als Revanche für die Ukraineannäherung an Europa zu tun?

Die USA haben über Goldman-Sachs ihre Finger im Spiel

Und warum die USA via Goldman-Sachs ihre Finger im Spiel haben und Europa aussaugen wollen?? Deswegen:

https://tinyurl.com/kccen6v
focus.de: Buchungstrick wird zum Bumerang: Dieser Deal könnte Griechenland den Euro kosten (Mittwoch, 18.03.2015, 14:22)

So viel zur Wahrheit!! Und da sage ich - genauso wie Tsipras und Varoufakis ebenfalls - klar NEIN!! Ich habe keine Lust mehr, für die Schulden der USA zu bezahlen!! Europa hat keine Verpflichtung, die Schulden der USA zu übernehmen!! Die USA sollen ihre Schulden mal schön selbst zahlen!!

Griechenland Referendum

Herr Zipras fordert das GROSSE NEIN !
Das wird der große schwarze Tag für Griechenland.
Die leidtragenden werden die kleinen Leute sein.
Aber sie wollten ja alle diese Populisten als Regierung haben.

Die ÖR informieren nicht

darüber, was das "unbeteiligte Ausland" meint.
Das mag vielleicht nicht die Aufgabe der ÖR sein, aber in die Boulevard-
Griechenhetze einzustimmen ist es auch nicht. Die unmittelbaren europäischen Nachbarn die nicht im Euro sind , sehen einen
geschickten Schachzug der griechischen Regierung , dem die Finanzminister nur das beleidigte Geschwätz schlechter Verlierer entgegenzusetzen haben, allen voran Schulz und Schäuble.
Eine klare Niederlage der "Währungsunion" an der die europäische Idee scheitern wird wenn nicht die unendliche Geschichte der Transferunion fortgeführt wird ( dann ist die Idee auch gescheitert).
Es wird auch nie die Rolle der Eurozone-Peripherie als Geldwaschplatz internationaler, hauptsächlich russischer , Oligarchen
journalistisch objektiv aufgearbeitet.

Fazit: Dummheit wird bestraft. Eine Schachpartie kann Schäuble nicht gewinnen indem er das Schachbrett vom Tisch stösst.

Antwort 05:58 von montideluxe

""Ihr Idol Tsipras hat die griechische Gesellschaft in den Abgrund geführt und das ist auch alles. Was daran so 'top' sein soll erschließt sich mir leider nicht. Jedes Kleinkind weiß dass wenn es ein Faelligkeitssdatum gibt alles bis dahin geklärt sein muss. Zeit genug war ja da, immerhin 6 Monate. Oder ist Tsipras zu dumm einen Kalender zu lesen ?""

Es ist schon unverschämt, wie Sie sich hier einiges zurechtlegen. Tsipras ist erst seit sehr sehr kurzer Zeit im Amt. Die Entwicklung Griechenlands haben vorherige Regierungen Griechenlands zu verantworten.

Tsipras bezieht seine Wähler, ja das ganze Volk bei großen Entscheidungen mit ein. Und Sie maßen sich an, so einen Vertreter zu verunglimpfen. Ich wäre stolz, würde es in der BRD derartige Vertreter geben. Dann hätten wir ganz sicher weniger Netto-Empfänger in der EU.

Re@ 09:49 vanPaten

Alles richtig, was Sie da aufzählen und in der Tat wird es für Griechenland kein Zuckerschlecken, das wird für viele ein Desaster werden.

Nur was wäre denn die Alternative gewesen?

Dieses Schulden-Perpetum weitermachen bis zum St. Nimmerleinstag und nur noch an den Fäden der Institutionen, sprich Geldgeber hängen?

Die Zäsur war überfällig und hätte spätestens vor 5 Jahren erfolgen müssen.

Ob Staatsbankrott, Verbleib oder Ausscheiden aus dem Euro, an evidenten Schuldenschnitten und Umschuldungen kommen die Geldgeber/Gläubiger nicht vorbei und die Griechen werden ihre Strukturen in toto überarbeiten müssen, wenn sie wieder auf die Beine kommen und am europäischen Leben teilhaben wollen.

Aber das sind die zweiten Schritte- jetzt muss dafür der Anfang geschaffen werden und das geht wohl nur über die Staatspleite...

Gerechtigkeit? Man müßte auch der "Dritten Welt" ihre Schulden

erlassen, denn dort verhungern Menschen, weil Staaten verschuldet sind. Wenn also Schuldenschnitt, dann für alle, nicht nur für Griechenland.
Ein Referendum? Aber bitte für alle, nicht nur für Griechenland, das sogenannte "Resteuropa", ein neues Unwort, muß dann bitte auch ein Referendum abhalten, ob man Griechenland noch helfen möchte, die Antwort wäre wahrscheinlich negativ. Es wäre ungerecht gegenüber den Staaten die sparen und ihre Schulden bezahlen. Oder Schuldenschnitt für alle! Auch für Afrika! Dann würden auch weniger Menschen von dort fliehen.

Schulden abwählen ?

Die Griechen leben noch immer in der abwegigen Vorstellung, dass man Schulden einfach abwählen oder durch ein Referendum beenden könne.

Sie sind in dieser aberwitzigen Haltung von der jetzigen Regierung immer bestärkt worden.

Offene Augen, wacher Geist :

09:44 von Kaladhor ; 09:47 von Sonnenschein un...; 09:47 von daschauher2;
09:43 von Sonnenschein un... ; 09:45 von Didi; 09:44 von flocke; 09:33 von tomcat; 09:29 von wollux; 05:15 vanPaten ...

und noch manch Anderer:

Vielen Dank für Ihre Beiträge, denen ich zustimmen möchte.

Es geht doch längst nicht mehr um Griechenland- falls es jemals überhaupt darum gegangen ist.

Was aber die griechische Schuldenkrise deutlich aufzeigt ist, dass es im Wirtschaftsraum der EU ein gewaltiges sytemimmanentes Problem gibt,
welches offenbar nicht "angegangen" wird ( Wieso eigentlich nicht ? ) und so die Umverteilung von Geldern im großen Stil von Unten (aus dem Großteil der Bevölkerung) nach Oben fördert.

"Änderungsversuche" an diesem System sind offensichtlich durch JENE, welche die Fäden der Macht halten, nicht erwünscht:
Nur das erklärt, warum diese dem sytemimmanenten Fehler nicht gegengesteuer , sondern im Gegenteil noch versuchen, dieses System um JEDEN Preis aufrechtzuerhalten.

Bevölkerung

Verantwortung hin oder her, mein Mitgefühl gilt der griechischen Bevölkerung.

Meine besten Wünsche für die Zukunft !

Eine "Links-Rechts-Regierung" ist doch schon ein Widerspruch an

sich, oder etwa nicht?

Kann man das noch verstehen ?

Referendum n a c h dem 30.06.15 über eine Sache die dann überhaupt nicht mehr aktuell ist ?
Tsipras und sein Finanzminister ( ich zweifle sehr stark an seiner Geeignetheit für dieses Amt ) haben m.E. Überhaupt keine Ahnung von "regieren".
Brüssel und Berlin läßt sich vorführen !
M.E. ist Tsipras seit Wochen gar nicht mehr in der Position Forderungen zu stellen !!!
Und was macht Merkel, sie fordert weiterhin immer wieder das Gespräch zu suchen und, koste es (auch den deutschen Steuerzahler) was es wolle, Griechenland in der EU zu halten.
Ich hoffe und wünsche mir das die etablierten Parteien bei den nächsten Wahl dafür ihre Quittung bekommen.
Unser derzeitiges Problem ist das wir in Berlin keine richtige Opposition haben.
Der einzige aus der Führungsriege der den Überblick zu haben scheint ist u n s e r Finanzminister.
Und für die Kritiker, NEIN, ich bin keinesfalls rechts orientiert !!!!
Ich stehe soweit rechts wie Tsipras bereit ist seine Milliardengelder zurückzuzahlen.

@ Flugor (10:20): ein solche System wollte Varoufakis aufbauen

@ Flugor

zu Ihrem Punkt:

Jene dort genannten Steuererhöhungen ließen sich nur eintreiben, hätte man ein funktionierendes System der Steuereintreibung.

Genau so ein System wollten Tspiras und Varoufakis aufbauen. Hätten Sie dazu mal im Blog von Varoufakis und beim Focus gelesen, dann wüssten Sie, dass von den Institutionen genau dieser Punkt von Varoufakis gestrichen wurde, weil diese Institutionen - Bundesregierung + IWF + EU-Kommission - um ihre Schwarzgeld-Konten im Ausland fürchten!! Hier gucken:

https://tinyurl.com/njvx52e
focus.de: Dokument aufgetaucht: Das fordern die Geldgeber von Athen (Donnerstag, 25.06.2015, 02:19)

und hier:

https://tinyurl.com/pg3c6yv
yanisvaroufakis.eu: Greece’s Proposals to End the Crisis: My intervention at today’s Eurogroup

Verhandlungen

Der Wahlerfolg der Syriza ist vor allem den Menschen zu verdanken, die von den Auflagen der Troika direkt betroffen waren und sind. Bei der Volksbefragung ist anzunehmen, dass die Syriza-Gegner für das Verhandlungsergebnis stimmen, und auch zu einer Mehrheit kommen. Wie auch immer prozentual verteilt, muss man mit einem deutlichen Schnitt durch die Bevölkerung ausgehen, und einer gefährlichen Gemengelage. Das "friss oder stirb" Angebot und der anschließende Abbruch der Verhandlungen, hat die Lage erschwert, und beide Seiten in eine schwierige Situation gebracht, da die ungewisse Zukunft dadurch deutlich ungewisser geworden ist, denn Neuwahlen werden kein Ergebnis bringen, dass die Sache erleichtert. Es bedarf jetzt Verhandlungen durch ein verantwortungsbewusstes Personal, frei von den fundamentalistischen Überzeugungen eines Schäuble, um der griechischen Regierung ein Angebot zu machen, dass als Grundlage dient, einen bejahenden Aufruf zur Zustimmung durch Syriza zu ermöglichen.

In einer Woche ...

... also am 5.Juli, soll die Volksabstimmung stattfinden.
Von deren Sinn und Nutzen einmal ganz abgesehen, ist der Zeitraum nicht ein wenig zu kurz, um das Referendum vorzubereiten und auch korrekt durchzuführen?

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