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Der Prozess sorgt bereits seit Monaten für Schlagzeilen: Beate Zschäpe sowie vier weitere Angeklagte stehen in München vor Gericht. Der Hauptangeklagten wird eine Mittäterschaft an den Morden und Anschlägen des NSU vorgeworfen. Die Angehörigen der Opfer hoffen auf Antworten auf die vielen offenen Fragen.
Die Bundesanwaltschaft hat weitere Ermittlungen gegen die mutmaßliche NSU-Terroristin Zschäpe aufgenommen. Es geht dabei um einen versuchten Rohrbombenanschlag in Nürnberg, der erst kürzlich bekannt geworden war.
Im NSU-Prozess steht derzeit Carsten S. im Mittelpunkt. Während er umfassend aussagt, will Beate Zschäpe weiter schweigen. In einem von den Behörden abgefangenen Brief an einen Neonazi gibt sie zumindest Einblicke in ihre Gedanken.
Fast 14 Jahre nach einem Anschlag in Nürnberg hat der Mitangeklagte Carsten S. im NSU-Prozess angedeutet, die mutmaßliche Terrorgruppe könnte auch für dieses Attentat verantwortlich sein. Der 33-Jährige wird heute erneut vernommen.
Viele Anträge wurden bislang im NSU-Prozess gestellt, einer davon war der Antrag auf Entfernen des Kreuzes im Gerichtssaal. Ein Nebenkläger hatte ihn im Mai gestellt - und jetzt zurückgenommen.
Opfervertreter reagieren zurückhaltend: Zwar hat sich im NSU-Prozess ein Angeklagter für seine Hilfsdienste entschuldigt. Doch auch Holger G. will von den Morden nichts geahnt haben. Hinterbliebene vermissen zudem ein persönliches Wort.
Als erster Angeklagter im NSU-Prozess hat sich Holger G. ausdrücklich für seine Taten entschuldigt. Er gestand, das Terrortrio im Untergrund unter anderem mit Ausweisen unterstützt zu haben. "Dass ich dies getan habe, tut mir fürchterlich leid."
Im NSU-Prozess hat die Befragung von Holger G. begonnen. Nachdem zunächst Carsten S. ausgesagt hatte, steht nun G. im Mittelpunkt, der das NSU-Terror-Trio unterstützt haben soll. Zu den Vorwürfen will sich G. erklären - nicht aber auf Nachfragen antworten.
Der NSU-Prozess könnte mit der Vernehmung des Angeklagten Holger G. fortgesetzt werden: Er soll das NSU-Terror-Trio über Jahre unterstützt haben. Die Vernehmung von Carsten S. war gestern unterbrochen worden - noch ist unklar, wann er weiter vernommen wird.
Der sechste Verhandlungstag im NSU-Prozess stand im Zeichen des Angeklagten Carsten S. Der Ex-NPDler setzte seine Aussage fort, erinnerte sich aber oft angeblich nicht. S. hatte bereits zugegeben, die Tatwaffe für den NSU besorgt zu haben.