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In Mali haben die Regierungstruppen auf ihrem Vormarsch nach Norden ein Dorf von den Rebellen erobert - ohne französische Unterstützung. Nun rücken die Truppen weiter in Richtung Kidal vor. Dort soll es Übergriffe der Rebellen auf die Bevölkerung geben.
Mali braucht viel Geld für den Wiederaufbau - die Brüsseler Geberkonferenz dürfte dafür ein entscheidender Schritt gewesen sein: Sie gab Zusagen von mehr als drei Milliarden Euro. Das war weit mehr als erwartet. Die Geber erwarten aber auch mehr Demokratie.
Die Kämpfe in Mali sind noch nicht beendet: Doch auch wenn Frieden herrschen sollte, benötigt das Land Geld. Die EU sicherte bereits 520 Millionen Euro zu. Die Geberkonferenz soll zwei Milliarden Euro bringen.
30 Bundeswehr-Ausbilder beginnen heute mit dem Training malischer Soldaten. Sie sollen fit gemacht werden für den Kampf gegen islamistische Milizen. Für die Deutschen ist der Einsatz nicht ohne Risiko. Von Alexander Göbel.
Unterfinanziert, schlecht ausgebildet, teils korrupt - Malis Armee erfüllt alle Negativ-Klischees. Das soll sich durch die neue EU-Ausbildungsmission ändern. Malische Soldaten sollen gut für den Kampf gegen Islamisten gerüstet sein - und nicht zu diesen überlaufen.
Rund 200 EU-Militärausbilder, darunter auch Soldaten der Bundeswehr, beginnen ihre Mission in Mali. Ihr Auftrag: Die malische Armee im Kampf gegen die Islamisten zu unterstützen. Auf dem Lehrplan: Minenräumung und Menschenrechte. Die Mission ist nicht ungefährlich. In Mali wird weiter gekämpft.
In der malischen Stadt Timbuktu sind erneut Kämpfe zwischen Soldaten und Islamisten ausgebrochen. Bei den Gefechten sollen mehrere Menschen getötet worden sein. Die malische Armee wurde von der französischen Luftwaffe unterstützt. Derzeit sind 4000 französische Soldaten in der Ex-Kolonie stationiert.
Perle der Sahara - jahrhundertelang lebten die Bewohner Timbuktus mit ihrem historischen Erbe. Durch den Terror der Islamisten wurden Mausoleen zerstört, wertvolle Schriften verbrannt, Menschen gepeinigt. Der sagenumwobene Ort ist nun Geisterstadt - und hofft auf Hilfe.
Ursprünglich waren es Tuareg, die im Norden Malis ihren eigenen Staat erkämpfen wollten. Dann eroberten Islamisten das Gebiet. Viele Tuareg sind geflohen, weil sie die Rache der malischen Armee fürchten. Der Hass zwischen den Ethnien sitzt tief - eine Folge jahrelanger Machtspiele.
Noch immer leisten Islamisten im Norden Malis erbitterte Gegenwehr. Doch die Übergangsregierung plant bereits Neuwahlen - auch auf Druck der internationalen Partner. Die Menschen in Mali haben ganz andere Sorgen, berichtet Alexander Göbel aus Bamako. Sie wünschen sich dauerhaft Frieden.