Kommentare

Heizungen

„In Deutschland wird kaum….andere Länder sind da weitere“
Ein Satz der sich durch die 16 verlorenen Jahre jüngster Vergangenheit zieht. Das gilt für alle Politikfelder!

was rechnet sich?

Der Einbau einer umweltfreundlichen Heizung kostet mehr als der alte Gasbetrieb.
Und was die Grünen nicht berücksichtigen ist, dass viel mehr Menschen ihre Häuser mit Holz heizen, gerade weil die Preise so hoch sind.
Und so lange dert Strom so teuer ist, werden die Wenigsten umsteigen.

Tja

"Der Architekt erklärt, natürlich sei die Installation eines Systems mit Wärmerückgewinnung, Wärmepumpen, Geothermie und Solaranlagen teurer als einfach eine Gastherme in den Keller zu stellen."

Tja, dann subventioniert doch, das alles zum Preis einer Gastherme zu erwerben ist.. und deckelt die Wartung und Reparatur auf die Kosten der Betreibung einer Gastherme.

Weniger Wohnfläche = weniger Heizen

"Und das dritte Problem: Vermieter in Deutschland haben derzeit kaum Anreize, das Heizen für ihre Mieter günstiger zu machen."
> Man darf gespannt sein, ob es unserer neuen Regierung gelingt, daran etwas zu ändern. Mit Förderungen des Umbaus dürfte sich auch die Vermieter-Partei anfreunden können.

Bis dahin muss der Mieter selbst aktiv werden und die Wohnfläche gering halten sowie nicht mehr als nötig heizen.

"Zudem hat Schweden bereits in den 1990er-Jahren eine CO2-Steuer eingeführt, inzwischen heizen nur noch drei Prozent mit Gas und Öl."
> Und die Schweden sind trotzdem nicht verarmt oder ausgestorben. Für unsere Klimaschutz-Totalverweigerer muss das ja wie ein Märchen klingen.

08:10 @ Smoerebroed

Leider ist das auch ein erhebliches Defizit der entsprechenden Wirtschaftsbranchen, der Energiewirtschaft, die immer erst einen Tritt von der Politik brauchen.

Selbständig und mit eigener Motivation sich für neue Technologien einzusetzen, Innovationen einzubringen und dabei nicht immer gleich nach Geldern vom Staat zu rufen, geht offenbar nicht.

Dem Mieter oder Eigenheimbewohner bleibt jetzt nur sparen und warm anziehen.

Ja, was haben wir eigentlich in Deutschland nicht verschlafen?

Nur eine Vermutung...

Vermutlich fühlen sich jetzt die am heftigsten Betroffenen, also Menschen, die in bescheidenen finanziellen Verhältnissen leben müssen und dadurch überpropotional stark durch diese Situation belastet werden, schon deutlich besser.

Solange in jede dritte

Solange in jede dritte Neubauwohnung noch eine Gasheizung eingebaut wird, wie der Bericht beschreibt, hinken wir hoffnungslos hinterher. Und der Bericht zeigt: Mittel- und langfristig senkt der Ausbau regenerativer Energien die Energiekosten und ist von Anfang an ein wichtiger klimapolitischer Schritt. Klimapolitik und Kostensenkungen sind kein Gegensatz.

Die neue Regierung kann und muss hier umsteuern.

Der Deutsche - Weltmeister der Heuchlerei

Die im Artikel angesprochene Kluft zwischen dem Selbstimage der Deutschen und der Realität ist richtig. Der Deutsche fühlt sich als Retter des Planeten, der zu jedem Land einen schlauen Kommentar parat hat, regt sich über Müll im Wald auf und ist entsetzt wie andere Länder abholzen und das Habitat verschandeln.

Er selbst fährt jedoch die dicksten Karossen -auch auf Kurzstrecken, isst Fleisch als wenn es ein Grundrecht wäre, reist wie ein Getriebener und heizt wie vor 100 Jahren. Von Verzicht und Änderungswillen sehe ich nichts. Und die Ausreden werden immer ausgefeilter und abstruser und lassen sich in einem Satz zusammenfassen: ,,Klimaschutz: ja, aber nur wenn sich für mich nix ändert".

Ertappt! - Dank an die Redaktion!

Ich muss zugeben, durch diesen Artikel fühle ich mich unangenehm ertappt!

Bis vor gut 10 Jahren hatte ich sogar beruflich mit regenerativer Wärmeerzeugung und Effizienzmaßnahmen zu tun. Wärmedämmung im Altbau war damals wie heute ein kritisches Thema, was die Wirtschaftlichkeit angeht. Deshalb hatte ich mich schon auf einen reflexartig ablehnenden Kommentar eingestellt... Aber dann: Der Artikel konzetriert sich auf die Erzeugung!

Verdammt, wieso hatte ich die so viele Jahre nicht auf dem Radarschirm? Da gab es vor 10 Jahren schon gute Lösungen, selbst im Altbaubereich, heute vermutlich noch bessere. Abgesehen vom zu teuren Strom für den Betrieb von Wärmepumpen fällt mir kaum etwas ein, das dagegen spricht, und selbst das kann technisch abgemildert werden. Gegen den schlechten Wirkungsgrad bei kalten Außentemperaturen hilft der Klimawandel selbst.

Also: Ja, das Thema braucht massiv Aufmerksamkeit!

Dank an die Redaktion, da einen Anstoß gegeben zu haben!

Versäumnisse im Gebäudesektor

Das größte Versäumnis ist die mangelnde Isolation.

Physikalisch gesehen ist Heizen der größte Unfug überhaupt.

Dieter Nuhr fand sich mit der Fragestellung „Ich bin gespannt, was Greta macht, wenn es kalt wird. Heizen kann es ja wohl nicht sein“ witzig.

Dabei spricht er keinen "witzigen" Punkt an, sondern eine physikalische Selbstverständlichkeit: Heizen kann es ja wohl nicht sein, sondern Isolierung.

Wärme geht kaum verloren und die durch Luftaustausch verlorene Wärme ist (aufgrund der geringen Masse der Luft) nicht der Rede wert.

Tiere wie wir besitzen gar keine Heizung, sondern nutzen die Abwärme der natürlichen Prozesse, im Notfall wird gezittert.

Das tatsächliche Problem für Lebewesen ist nicht Kälte, sondern zu viel Wärme, deshalb gibt es Schweißdrüsen.

Überhaupt ist Wärme im Universum im Überfluss vorhanden.

Technisch gesehen ist eine Umrüstung des bestehenden Wohnungsbestandes natürlich sehr schwierig oder gar nicht machbar.

@Nachfragerin, 8.28 Uhr - CO2-Steuer haben wir auch seit 90ern

""Zudem hat Schweden bereits in den 1990er-Jahren eine CO2-Steuer eingeführt, inzwischen heizen nur noch drei Prozent mit Gas und Öl."
> Und die Schweden sind trotzdem nicht verarmt oder ausgestorben. Für unsere Klimaschutz-Totalverweigerer muss das ja wie ein Märchen klingen."

Die Fehlwahrnehmung, dass wir das nicht haben, geht mir in der Diskussion darüber extrem auf den Kittel: Seit 1999 haben wir Ökosteuer (=hoher Anteil am Spritpreis) und Energiesteuer (=nennenswerter Anteil am Heiz- und Strompreis). Eingeführt aus dem gleichen Grund, wie die ach so neue CO2-Abgabe. In der Diskussion um die CO2-Abgabe aus politisch ideologischen Gründen verschwiegen, auch von der Presse.

Also auf dem Gebiet brauchen wir unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen.

Reißt euch doch mal zusammen!

Schließlich haben wir 1945 ganz ohne Heizung leben können, also noch viel Sparpotential! So kommt mir der Appell vor.
.
Gerade hatte doch die Regierung noch durchgedrückt, dass Energiesanierungen VOLL an den Mieter weitergegeben werden dürfen. Beteiligung Vermieter 0. Er darf nach Abschluss der Arbeiten die Mieten pro Jahr um 11% der Investitionskosten anheben, hat also nach 9 Jahren das Geld wieder drin, und ab Jahr 10, Juhu, kommt der Profit.

Gibt es zu wenig Gas ?

Ich meine : Nein

Weswegen sich die Lage mit der Zeit wohl wieder entspannen wird.

Was die Werbung für modernere Heizkonzepte angeht, so sagt der Bericht klar, wo das Problem liegt.

Die Umstellung kostet eine Menge Geld.

Davon, das es sich dann irgendwann amortisiert und man 50 Jahre nicht mehr modernisieren muss, haben die Mieter unserer Zeit nichts.

Sie werden - über höhere Mieten - den Umbau bezahlen müssen.
Klimaschutz kostet viel Geld.

Was das angeht, sollte man sich nicht selbst betrügen.

Vermutlich

... rufen jetzt die Leute, die am meisten von billigen Energiepreisen profitiert haben in den letzten Jahren: "da hat die Politik geschlafen "

Der Markt regelt nur die Profitmaximierung

Einmal mehr zeigt sich das Grundproblem der Unions-bestimmten Politik in Deutschland: nichts getan und sagen „der Markt wird es richten“. Damit muss endlich Schluss sein, der Markt regelt in erster Linie die Gewinnmaximierung der Globalplayer. Der Staat - ich sage es immer wieder, der Staat sind wir- muss regelnd eingreifen. Das heißt nicht Planwirtschaft, es heißt, dass wir die Rahmenbedingung für uns und den ökologisch und ökonomisch erforderlichen Wandel festlegen. Hier wurde in den Merkel Jahren beinahe ausschließlich der kurzfristigen Gewinnmaximierung der Großkapitalhalter gehuldigt, was dringend nötige Umstrukturierung verhindert hat. Die großen Wohnungsgesellschaften haben mit ihrer Lobby alles verhindert, ähnlich in der Autoindustrie und vielen anderen Bereichen, nun kommt der Katzenjammer. Leider heißt viel Kapital haben nicht zugleich auch viel Weitsicht haben, daher muss der Staat regelnd eingreifen.
Wer Milliardengewinne macht muss nicht zuerst nach Subventionen rufen.

@Der Nachfrager - Holzheizung

08:19 von Der Nachfrager:
"Und was die Grünen nicht berücksichtigen ist, dass viel mehr Menschen ihre Häuser mit Holz heizen, gerade weil die Preise so hoch sind."

Warum sollten das die Grünen nicht berücksichtigen?

Um mal eben von Gas auf Holz umsteigen zu können, braucht es einen Kamin oder Ofen. Von denen gibt es in Deutschland ca. 11,2 Millionen Stück.*

Den mir bekannten Kamin- und Ofenbesitzern ist der Gaspreis relativ egal. Die einen nutzen sie ihre Feuerstelle sowieso jeden Winter und die anderen haben Dekokamine, die kaum genutzt werden.

*) Laut Umweltbundesamt gibt es außerdem noch etwa 13 Millionen Gasheizkessel, 5,4 Millionen Ölheizkessel und 0,9 Millionen Heizkessel.

Wer..

Eine alte Heizung sein eigen nennt, hat , ein relativ kleines Budget vorausgesetzt, nur wenige Möglichkeiten. Die Anforderungen für eine Wärmepumpe sind hoch, Fußbodenheizung ist Vorraussetzung, außerdem sollte das Gebäude gut isoliert sein. Außerdem sollte eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung installiert sein, denn lüften kommt in solchen Häusern oft zu kurz, Schimmel ist die Folge. Die Alternative für relativ ungedämmte Häuser kann eine Pelletts Heizung sein, zwar teuer in der Anschaffung , aber billig im Unterhalt.

Anreize, Anreize, ...

Nichts mehr geht ohne Anreize. Motivation gleich Null, die Branchen und Unternehmen wollen gepampert werden, selbst wenn sie es gar nicht nötig haben.

Die typische, festgezurrte Motivierung, die keine Motivsrion hervorbringt sondern immer nur mehr Anreize fordert:
Beliebigen
Belohnen
Bestechen
Bedrohen
Bestrafen.

Nach Sprenger: "Mythos Motivation",
ein ewiger Bestseller seit den 90ern.

Man

muss doch nur auf Biogas umstellen.....
dann ist man CO2 neutral und unterstützt lokale Landwirte..... und kann heizen wie der Teufel.

Anti-Regenerativer Ideologie-Kampf

Und eine lange Phase ungewöhnlich niedriger
Öl/Gas Preise
In diesem Klima war der Umstieg kaum vermittelbar.
Ist er immer noch.
Denn jetzt wird eher nach einem Sozialausgleich gerufen als danach den Logischen Schritt zu machen und Konsequent von diesen Preisschwankungen unabhängig zu werden.

Ja, Menschen haben ein Recht auf Dummheit.

08:45 von Tomoko

Der Deutsche fühlt sich als Retter des Planeten, der zu jedem Land einen schlauen Kommentar parat hat, regt sich über Müll im Wald auf und ist entsetzt wie andere Länder abholzen und das Habitat verschandeln.

Er selbst fährt jedoch die dicksten Karossen -auch auf Kurzstrecken, isst Fleisch als wenn es ein Grundrecht wäre, reist wie ein Getriebener und heizt wie vor 100 Jahren. Von Verzicht und Änderungswillen sehe ich nichts.
#
Bitte so nicht verallgemeinern.Ich bin Deutscher und spare wo es nur geht um Umwelt und Ressourcen zu schonen.

Gasspeicher wurden nicht aufgefüllt !

Der wahre Grund warum die Gaspreise Preise hoch gehen ?
Die Speicher wurden nicht aufgefüllt !
Die Versorger bedienten sich lieber an den Speichern anstatt am Markt das Gas neu zu ordern.

Der Gasspeicher in Rheden, betrieben von der Gazprom Germania wurde nicht aufgefüllt !

Europas größter Erdgasspeicher in Rehden (Landkreis Diepholz) ist aktuell nur zu knapp fünf Prozent gefüllt. Der Besitzer - der russische Gazprom-Konzern - weist die Verantwortung von sich.

Die Gasspeicher in Deutschland sind derzeit zu 64 % gefüllt – im Vergleich zu historischen Werten ein sehr niedriger Stand.

Man mag 1 und 1 zusammen zählen.

@ 08:28 von Leipzigerin59

"Ja, was haben wir eigentlich in Deutschland nicht verschlafen?"
Das die Reichen reicher werden und Armen ärmer werden, die Schere weiter auseinander geht. Es ist schon Traurig genug das Ehrenamtliche wie für ein einigergamßendes Weiterkommen mit sorgen müßen. Die Politik verläßt sich darauf, das z.B. die Tafeln von ehrenamtlichen Helfern ausgeführt werden. Man stelle sich mal vor, sie würden mal alle zu Hause bleiben, da würde so einiges zusammenbrechen, wenn es diese Helfer nicht gäbe. Die Menschen die auf Tafeln usw. angwiesen sind, können bestimmt nicht den erhöhten Gaspreis od. Strom bezahlen. Da wird noch was kommen.

@Alles für die Katz - Gar nicht heizen?

08:51 von Alles für die Katz:
"Das größte Versäumnis ist die mangelnde Isolation."
> Isolierung und Energieausweis sind doch schon seit Jahren Pflicht. Die grö0te Schwachstelle ist die Wohnungsgröße und die damit verbundene Oberfläche, über die die Wärme entweicht (insbesondere über die Fenster). Die Isolierung selbst hat ihre Nachteile, denn das meist verwendete Styropor macht die Wände luftdicht und begünstigt dadurch die Schimmelbildung im Innenraum.

"Physikalisch gesehen ist Heizen der größte Unfug überhaupt."
> Das stimmt. Nur sind wir keine Teilchen, sondern Lebewesen, die es gerne warm haben. Gar nicht heizen ist also auch keine Option.

"Wärme geht kaum verloren und die durch Luftaustausch verlorene Wärme ist (aufgrund der geringen Masse der Luft) nicht der Rede wert."
> Wärme ist wie Geld. Sie ist nicht weg, sondern nur woanders. :) Wer gegen Fenster in Kippstellung anheizt, macht aber trotzdem alles falsch.

Die Politiker sind wieder schuld,

und wie einige schreiben, natürlich die Architekten, Hersteller und Vermieter auch (lach).
Das erinnert mich an den Spruch: Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, hat die Badehose Schuld.
Bei sich anfangen fällt den meisten schwer. Wozu brauche ich die Politker, wenn ich mein Haus mit einer neuen Heizung ausbauen will? Da schalte ich meinen Verstand ein und versuche, mich von der Primärenergie zu befreien und unabhängig zu machen.
Wir installieren jetzt eine PV-Anlage auf´s Dach, die das Haus und Wärmepumpe mit Strom versorgt. Der vorhandene Wasserspeicher aus der Ölheizung wir zusätzlich mit einem Tauchsieder unterstützt. Nachts wir über eine dipolare Wallbox der überflüssige Strom aus dem Auto gezogen. Sollte der Strom nicht reichen, dann wird der restliche Strom mal dazugekauft.
Ich weiß nicht, warum wir Deutschen immer einen brauchen der sagt: Das und jenes MUSST Du machen.
Bei Miethäusern müssten die Mieter und Vermieter halt zur PV und Luft-Wärmepumpen gezwungen werden.

fällt denn außer Verbieten nichts ein,?

ich bekomme schon für eine gute Brennwertheizung teilweise kaum Fachleute für Wartung

Einbauen kann man viel, aber dann?

08:56 von DeHahn

nach 11 Jahren !
mein Vorschlag kaufen sie sich ne Immobilie und machen den "Reibach"
im übrigen hat der Mieter vielleicht nichts davon wenn er weniger heizen muß ?

hier mal etwas aus der Praxis

Als ich kürzlich mit der energetischen Sanierung meines Elternhauses gebaut 70-er Jahre) ging es auch um die Heizung. Die empfohlene Pellet-Heizung (was ist daran umweltfreundlich wenn nur ein Rechentrick das Ganze umweltfreundlich macht wenn das Holz aus dem Kamin rausqualmt?) ging nicht weil kein Platz für den Laster zum Anliefern.
Für Wärmepumpe war lt Energieberater der Standort ungeeignet und auch nicht genügend Photovoltaik möglich. Letztendlich blieb nur Gas um die alte Ölheizung zu ersetzen.
Ich habe mich letztendlich für eine Gashybrid-Heizung in Verbindung mit Solarthermie entschieden weil ich hier gute staatliche Förderung bekomme und die Alternative Photovoltaik bei der geringen Fläche sich bei mir selbst nach 20 Jahren nicht rechnen würde.
Leider gibt es für Photovoltaik nur die immer mehr dahinschmelzende Einspeisevergütung. Warum gibt es hier keine direkte staatliche Förderung die das Ganze dann auch nach weniger als 15 Jahren lohnend machen?

Re 08:43 von SinnUndVerstand

"Und der Bericht zeigt: Mittel- und langfristig senkt der Ausbau regenerativer Energien die Energiekosten und ist von Anfang an ein wichtiger klimapolitischer Schritt. Klimapolitik und Kostensenkungen sind kein Gegensatz."
Ich wohne in einer Mietwohnung die mit Fernwärme betrieben wird,befeuert durch ein Hackschnitzelkraftwerk.
Auch bei mir steigen die Preise da die Hackschnitzel immer teuerer werden.
Die Umwelt mit zukünftigem Sondermüll(Ja,Windräder sind Sondermüll beim Abbau), zu verschandeln kann es auch nicht sein. So ein Windrad kostet bis zu 5 Millionen Euro (Ein Windrad!!!) ohne die Entsorgung und bringt bei den Großen 2500 Tonnen Gewicht mit Fundament auf die Waage.
Also gibt es nur einen Weg, der heißt massiver Ausbau der Atomkraft. Alles Andere ist Humburg und Ressourchenverschwendung.
Wie in der Umfrage bei Civey gesehen sind inzwischen 65 Prozent der Deutschen der Atomenergie wohl zugeneigt.
Deutschland mit erneuerbaren Energien am Leben halten zu wollen ist ein Witz.

Sanierung im Altbau

Leider gibt es nicht nur Neubauten wo Wärmepumpe/Photovoltaik gute Investitionen sind, sondern viel mehr Altbauten. Ich habe das für mein Haus durchgerechnet und kam zum Ergebnis, dass die komplette Sanierung von Dach, Gebäudehülle und Heizung für mich erst mind. 20 Jahre nach meinem Ableben wirtschaftlich wäre.
Hier sollte der Staat mehr direkte finanzielle Zuschüsse (BAFA) geben und nicht nur unflexible ewig laufende KfW-Kredite.

rer Truman Welt

Fällt jemandem auf, dass, wenn alleine schon die Heizpreise kräftig anziehen, Deutschland zu einem offensichtlich signifikantem Anteil der Bürger die Armutsfalle droht?
Woran liegt das bzw. wieso ist das so?
Durch die Enteignung der Sparer durch die Nullzinspolitk, wodurch die Finanzierung der Staatsschulden ohne nennenswerte Inflation gewährleistet werden konnte, kommt jetzt noch der Effekt der stark anziehenden Inflation, da letztes Jahr ein Wirtschaftseinbruch realisiert wurde bei gleichzeitiger extremen Neuverschuldung aller europäischen Staaten. Das gedruckte Geld läuft gegen keinen neugeschaffenen Mehrwert im Gegenteil, viel mehr Geld bei weniger erzeugten Produkten.
Dafür kommt nun die Rechnung. Wir stehen mit oder ohne hohe Preise für Energie vor einer erheblichen Zunahme der Armut in Deutschland und Europa. Es werden unruhige Zeiten auf uns zukommen, das ist bei der "Global-kapitalistischen-Sozialaspektbefreiten-Finanzpolitik" der EU sowie der Staaten jetzt unvermeidbar !

Steigende Energiepreise: Die Heizung ist das Problem....

Laut der Präsidentin des Sozialverbandes Vdk, Bentele konnten schon im Jahre 2019 zwei Millionen Menschen nicht ausreichend heizen.
Der Mieterbund und der Bundesverband der Verbraucherzentralen beklagt eine Explosion bei den Nebenkosten. Schuld daran ist neben den Entwicklungen auf den internationalen Märkten, vermehrter Nachfrage in Asien nach Öl und Gas, die einseitige Belastung der Mieter beim CO2-Preis.
Die fehlende Entlastung der Haushalte mit geringem Einkommen.
Aber auch eine verfehlte Energiepolitik kann eine Ursache sein: Abgehen von langfristige Lieferverträgen und hin zu einem Handel an Energiebörsen....

Andere Preissysteme

In China sind interessanterweise die Tarife für Strom, Wasser und Gas je nach Verbrauch progressiv. Ein Grundbedarf ist relativ preiswerter, doch darüberhinaus wird es dann teurer. Ich finde das sehr sinnvoll und es führt dann schon dazu, dass die meisten Leute versuchen, ihren Befarf im Grundbedarf zu halten. Man könnte solche Systeme sicherlich auch in Deutschland einführen. In Dänemark hat man in den meisten Ferienhäusern inzwischen Erdwärme und Wärmepumpen und dee Energiebedarf ist dort stark gesunken. Deutschland könnte viel von anderen Ländern lernen doch leider hinkt man dann hinterher.

08:28 von Nachfragerin

«Mit Förderungen des Umbaus dürfte sich auch die Vermieter-Partei anfreunden können. Bis dahin muss der Mieter selbst aktiv werden und die Wohnfläche gering halten sowie nicht mehr als nötig heizen.»

Wie reduziert der Mieter oder der Besitzer einer Eigentumswohnung im Mehrfamilienhaus (ca. 60 bis 80 qm) seine Wohnfläche? Erst mal den Westflügel nicht mehr benutzen, nur noch den Ostflügel heizen.

Wir sind nicht Mieter, aber Eigentümer einer selbst bewohnten Eigentumswohnung (ca. 80 qm) in einem Haus mit 7 Wohnungen. Die gesamte Eigentümergemeinschaft sind 6 Häuser x 7 = 42 Wohnungen. So eine Art von 3-Seiten-Hof mit großem Innenhof mit Rasenfläche.

Alle Veränderungen, die Außenwirkung in das Gemeinschaftseigentum haben (Dächer, Fassaden, Garagenzeile, Rasenfläche) bedürfen der mehrheitlichen Zustimmung der Eigentümergemeinschaft. Wenn nicht, kann man was auch immer knicken.

Zustimmungsquote muss seit 2021 nicht mehr absolute Mehrheit.
Nur noch Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

Normalo

Ich komme mir wie ein Klimasünder vor, da ich vor 9 Jahren eine neue Therme in einem Reihenhaus bekomme habe und seit 14 Jahren dasselbe Auto fahre.
Mit aller Macht wird gedrückt, nur wie soll der Normalo mal eben so auf Wärmepumpen,Solar und E-Mobilität umsteigen? Mit welchem Geld (Normalverdiener mit Kind) der sein Häuschen noch abbezahlt und ca. 50 ist ?
Bis zur Rente auf jeden Cent gucken müssen und an Dingen wie Lebensmitteln, Kleidung, Gesundheit (z.b.Zähne) sparen, um danach in eine Mindestrente zu rutschen, die zu nix reicht bzw. nicht viel „Spielraum“ läßt, seinen Kindern oder Enkeln mal etwas unter die Arme greifen zu können.
Realitätsfern empfinde ich zeitweise dieses Geschwafel oder von Leuten die jenseits der 100.000 Euro Gehalt liegen-rausposaunt.
Ich persönlich muss für mein Haus und Auto und vor allem für die Familie jeden Euro berechnen um durchzukommen. Und nein…ich war seit Jahren nicht mehr im Urlaub außer paar Tage im Sauerland zum wandern.

Am 17. Oktober 2021 um 09:17 von KalliBayern

Super... das klingt doch schlüssig....

nur, in Deutschland besteht immer die Gefahr, das sobald irgendwo eine PV Anlage in Brand gerät, das die Hausversicherung dann um 2317% angehoben werden darf....
und dann war Ihre Rechnung eine Milchmädchenrechnung und sie wechseln wieder zu Gas.

Wenn ich so schaue,

dann überkommt mich das Gefühl, dass Deutschland in diversen Bereichen anderen hinterherhinkt.
Dieses ist wieder nur weiteres Beispiel davon.
Uns wird zwar von oben vorgegaukelt das wir die größten sind, aber da verwechselt man glaube ich die Vergangenheit mit der Wirklichkeit.
Aber solange wir die "freie Fahrt für freie Bürger" haben kann es so schlimm ja nicht sein

Ölpreisbindung

"Die Preise für fossile Energieträger wie Gas steigen und steigen. Das trifft die Verbraucher auch deswegen so stark, weil in Deutschland kaum mit regenerativen Energien geheizt wird."

*

Und Ölpreisbindung spielt keine Rolle?
Der Konflikt um Nordstream 2 spielt keine Rolle?
Da gibt es einiges zu lesen.

Handwerker sind "alle"

Bei der Sanierung eine Mehrfamilienhauses, habe ich 20 Firmen angerufen, 5 haben sich die Arbeit angesehen. 1er hat ein Angebot gemacht und verschiebt nun Termin um Termin.
Verkauft hat er Gas-Brennwert als einzig mögliche Heizung. Sein Aufschlag auf das Material und Brenner sind 100 %. Die Stunde Handwerker liegt bei 60-75 Euro - die des Arbeiters 18 Euro. Leider brauchte ich eine "Rechnung " die ich absetzen kann

Wir brauchen einfachere Lösungen und mehr Handwerker. Eine stark geförderte Balkonsolaranlage die man einfach an die Steckdose hängt wäre dich was. Dazu eine Werbeaktion... Heutzutage muss der Versorger zustimmem, der eine Umrüstung der Zähler verlangt, eine Anmeldung beim Amt und Gewerbeamt und Fiamt kommen auch noch.

Der falsche Fokus, die falschen Anreize

Erstes Problem: „(…) Außerdem spiele die Energieeffizienz genauso wie die Nachhaltigkeit bislang kaum eine Rolle in der Architektenausbildung - das mache es schwierig, geeignete Architekten als Mitarbeiter einzustellen.
Ein zweites Problem: Noch gibt es zu wenige Handwerksfirmen, die auf erneuerbare Energien, Wärmepumpen und die Steuerung komplexer Heizungs- und Lüftungssysteme vorbereitet sind
Und das dritte Problem: Vermieter in Deutschland haben derzeit kaum Anreize, das Heizen für ihre Mieter günstiger zu machen“

Da dürfte also klar sein, wo es anzusetzen gilt.
Bleibt die Frage, warum das hier entgegen aller Aspekte der ökologischen (und ökonomischen) Vernunft trotzdem so ist:
„Andere europäische Länder verbieten längst den Einbau von Gasthermen. In Deutschland wird dagegen - obwohl die Technik längst ausgereift ist - immer noch erstaunlich wenig auf regenerative Heizenergie gesetzt“

Bleibt jetzt, schnell die Voraussetzungen und Kapazitäten zur Behebung o.g. Probleme zu schaffen.

Milchmädchenrechnung...

in der Darstellung!
Nicht nur, das alle vorgeschlagenen Systeme Stromfresser sind. Nein , sie sind auch sehr teuer in der Wartung. Da ist ein Schwedenhäuschen mit Holz geheizt schon etwas Anderes.
Und noch etwas: Wer schreibt denn auf ewig fest, mit wieviel Personen der umbaute Raum genutzt wird? Da stehen z.Zt. Zahlen im Raum zwischen 40 und 50 Quadratmeter pro Person...
Ein Luxus, den sich die Welt nicht leisten sollte, ja wohl auch nicht leisten kann!

Steigende Energiepreise

Wir haben "vergessen" die Gasspeicher rechtzeitig zu füllen.
Und Russland hat Lieferprobleme ???
Seit 2014 "ärgern" wir Putin mit immer neuen Sanktionen. Er macht´s halt "eleganter" und hat Lieferprobleme :-).
Doch es ist nicht nur der Gaspreis:
1. Wir haben den teuersten Strom der Welt.
2. Die Benzinpreise explodieren und werden dank der im nächsten Jahr noch höheren CO2-Abgabe weiter steigen.
3. Beides verursacht die seit einem guten halben Jahr erheblich steigenden Preise für Waren aller Art - nicht nur bei Lebensmitteln.

Gegensteuern???
Nach den hohen Ausgaben durch die Pandemie braucht der STAAT erst mal Geld.
Alles zu Lasten der vor allem weniger betuchten Staatsbürger. Wie vielen davon wird wohl heuer z.B. der Strom abgestellt???

@ 09:17 von Susi1960

Sie glauben wirklich, dass Sie mit der Vokabel "verbieten" das Wesentliche des Berichtes erfasst haben?

@Advocatus Diabo... um 09:22

>Warum gibt es hier keine direkte staatliche Förderung die das Ganze dann auch nach weniger als 15 Jahren lohnend machen?<

Gab es mal.
Da war unsere PV-Industrie noch weltmarktführend...

@ 08:56 von DeHahn Reißt euch doch mal zusammen!

"... Mieten pro Jahr um 11% der Investitionskosten anheben ..."
Genau das fürchte ich, dass das mein Vermieter in absehbarer Zeit unternehmen wird um die über 25 J. alte Gastherme auszutauschen.

Unser Haus ist zwar gedämmt und der Wärmeverlust beim Lüften im Winter gering. Aber im Sommer bleibt die Hitze dadurch auch drin. Also muss ich mehr Ventilatoren verwenden. Bereits kleine Tischventilatoren verbrauchen 50 Watt!

Wo soll ich noch sparen, da ich auch neue Elektrogeräte in der Küche angeschafft habe.

Also sprudeln ja jetzt schon die Steuereinnahmen für den Staat.
Und was sagt die FDP zu dieser Art Steuererhöhung?

Ich hoffe, dass die aktuell hohen Energiepreise in den Koalitionsverhandlungen eine Rolle spielen und weitere Zumutungen abmildern.

Isolation und Lüftung verbessern statt Heizung

@Am 17. Oktober 2021 um 09:16 von Nachfragerin

Dass Isolation und Lüftung technisch nicht auf gewünschtem Stand sind, liegt an unserer eigenen Dummheit.

Physikalisch gesehen ist eine preiswerte und effektivere Isolation möglich, wie wir der Natur entnehmen können (Eisbären, Robben).

Gelüftet wird natürlich nicht über Fenster, sondern Wärmetauscher. Heizen ist nicht notwendig. Rechnen wir ein Beispiel durch:

Spezifische Wärmekapazität von Luft rund 1 kJ/(kg∙K), Dichte (bei 0 °C) rund 1,3 kg/m³.

Beispielraum: Fläche 20 m², Höhe 2,50 m.

Masse Luft (bei 0 °C): 20 m²∙2,5 m ∙ 1,3 kg/m³ = 65 kg.

Notwendige Leistung, um in 1 h die Luft im Beispielraum von 6 °C auf 21 °C zu erwärmen (ungefähr):

(65 kg ∙ 15 K ∙ 1000 J/(kg∙K))/3.600 s = 271 W (gerundet).

D. h. wenn sich 3 Menschen im Raum aufhalten, wird es nach einer Stunde wieder zu (!) warm. Geräte wie Computer oder Kühlschrank verkürzen die Zeit.

Mit Wärmetauscher komm ein Unterschied von 15 K natürlich gar nicht vor.

@DeHahn um 08:56

>> … Gerade hatte doch die Regierung noch durchgedrückt, dass Energiesanierungen VOLL an den Mieter weitergegeben werden dürfen. Beteiligung Vermieter 0. Er darf nach Abschluss der Arbeiten die Mieten pro Jahr um 11% der Investitionskosten anheben, hat also nach 9 Jahren das Geld wieder drin, und ab Jahr 10, Juhu, kommt der Profit. <<

Es ist doch selbstverständlich, dass Sanierungsmaßnahmen, die auch für den Mieter Verbesserungen mit sich bringen, im gesetzlich vorgegeben Rahmen auf die Miete umlegen kann.
„Beteiligung Vermieter 0“? Und wer bezahlt die Sanierungskosten?
Hat denn der Mieter bei den Nebenkosten (z. B. Heizkosten, etc.), die dann geringer ausfallen sollten, keinen Nutzen?
Ihr Kommentar erscheint mir unterirdisch, so auf die Art „der böse kapitalistische Vermieter“.
Seien Sie froh, wenn Sie Mieter sind, dass der Vermieter für Modernisierungen, die allen was bringen, Geld investiert, und zwar zum Nutzen für alle!

@Der Lenz

"den Logischen Schritt zu machen und Konsequent von diesen Preisschwankungen unabhängig zu werden." Am 17. Oktober 2021 um 09:03 von Der Lenz

*

Um dann von anderen Preisschwankungen abhängig zu werden.

So ist der Markt: Nachfrage bestimmt den Preis und Monopole und Kartellbildung tun alles, um Preise zu erhöhen.

Kein Betreiber für Regenerative Energien wird etwas dafür tun, um den Preis niedrig zu halten.

Und der Staat schon mal gar nicht, er bekommt die Steuer, Abgaben und Gebühren in %. Dann können sich die Politiker trotz Mehreinnahmen hinstellen und fröhlich verkünden, dass es keine Steuererhöhungen geben wird.

Accelerator Märchensteuer

Mit jeder Preissteigerung verdient der Staat zusätzlich. Die MwSt besteuert nicht nur das Gas, sondern die eigenen Steuern und Abgaben nochmal obendrauf. Ist doch klar, dass Altmaier die Spekulateure zum "Bösen Buben" macht: Ablenkung hilft!

omg

Darf ich jemand zitieren, der weitab von dem Verdacht, ein 'grünlinker Gutmensch' zu sein, entfernt ist?

"Zwar hat es im Laufe der Menschheitsgeschichte immer naturbedingte Klimaschwankungen gegeben. Die in diesem Jahrhundert eingetretene Erwärmung der Erdatmosphäre um 0,7 Grad Celsius wird jedoch von Wissenschaftlern maßgeblich auf menschliche Einflüsse zurückgeführt. Wenn keine aktive Klimapolitik betrieben wird, dürfte die Temperatur auf der Erde bis zum Ende des nächsten Jahrhunderts im globalen Mittel um 1,5 bis 4,5 Grad Celsius steigen. Der von uns Menschen verursachte Treibhauseffekt droht damit die Bemühungen um wirtschaftliche Entwicklung, soziale Stabilität und Wohlstand zunichte zu machen."

((c) by Dr. Helmut Kohl, 1995)

Alles dummer Aktionismus oder

Alles dummer Aktionismus oder blankes Geschäftsinteresse. Ich stimme da 08:22 von sonnenbogen "auf den Preis einer Gastherme subventionieren" zu. Häuser halten 100 Jahre (manche auch viele Jahrhunderte). Investieren und umbauen? Ich bin Rentner und habe vor Jahrzehnten empfehlungsgemäß in Wohneigentum investiert. Die Kohle ist insoweit weg und einem Senior gibt keine Bank einen Investitionskredit. Im Gegenteil ist mein Haus eine Belastung geworden. Der Dachdecker erklärt mir, bei einem 1980er Bau ist langsam mit einer neuen Dacheindeckung zu rechnen. Der Nachbar (junge Familie und Unternehmer) hat's gemacht, bei einem gleichartigen Haus, war aber gesetzlich gezwungen, das ganze Dach zu erhöhen und mit mehr Isolierung neu zu machen, 40.000 Euro Kosten. Löst sich meine Gasheizung in Luft auf und eine neue umweltfreundliche Heizung wird mir von einer Versicherung bezahlt wie die Brillen von Fielmann, wenn man eine erträgliche Jahresprämie bezahlt? Mitnichten.
Frdl. Gruß, Zuschauer49

09:23 von Hallelujah

«So ein Windrad kostet bis zu 5 Millionen Euro (Ein Windrad!!!) ohne die Entsorgung und bringt bei den Großen 2500 Tonnen Gewicht mit Fundament auf die Waage.
Also gibt es nur einen Weg, der heißt massiver Ausbau der Atomkraft. Alles Andere ist Humburg und Ressourchenverschwendung.»

Ein AKW kostet mind. 10 Mrd. Euro plus die Entsorgung mind. nochmal so viel. Erfahrungsgemäß beides mehr bis viel mehr. Schon Windräder zu bauen ist wegen Genehmigungsverfahren und Einsprüchen schwierig und langwierig.

Wie wird das wohl bei diesen AKW sein, die man neu bauen soll. Bei diesen läppschen AKW, die erstens unnötig, zweitens unsinnig, drittens teuer wie Sau, und viertens dann in 20 Jahren fertig wären. Wenn überhaupt.

Das können Sie nun mit echter Mathe mal gegenrechnen mit den 5 Mio. Euro für ein Windrad, dessen Entsorgungskosten, und dessen Bauzeit.

Windräder sind Sondermüll, aber AKW sind nach Gebrauch frisch wie Quellwasser. Der ewiger Kalauer Gassenhauer vom Humbug aus dem Nirvana.

WünschDirWas...

Vor ein paar Tagen hörte ich noch in meinem Radio: Sie kriegen gerade keine neue Heizung auf dem Markt, da müssen Sie mindestens ein Jahr drauf warten, und selbst gebrauchte Heizungen sind irrsinnig teuer und kaum zu finden. Zur Zeit so einen Artikel zu schreiben und zur Diskussion zu stellen, kann also nur eine Alibi-Funktion haben.

Aber für was? Worüber lesen wir denn gerade nichts? Über Windfall-Profits von Importeuren, die das Gas billig mit langfristigen Verträgen aus Russland beziehen und an der Börse teuer wieder verkaufen? Über das windarme Jahr und über Gaskraftwerke, die deutlich mehr Gas brauchten als zuvor, was unsere Speicher schon im Sommer leerte? Oder über amerikanisches Frackinggas, das erst bei hohen Preisen wettbewerbsfähig ist, dann aber noch nicht einmal kommt, wenn andere noch mehr bezahlen?
Über unsere Russlandpolitik??

Fehlanzeige:
Baupolitik ist ein Feld für Jahrzehnte. Sich sauber ins Knie zu schießen geht deutlich schneller.

@ Hallelujah 09:23

Massiver Ausbau der Atomkraft das ist auch Humbug. Erstens dauert es ziemlich lang bis ein Atomkraftwerk steht, zweitens die Endlagerung des Atommülls, drittens der Wirkungsgrad der Atomkraftwerke ist auch nicht sonderlich hoch und da gibt es noch mehr Punkte. Meine Meinung ist , und ich sage es mal allgemein , die Gesellschaften auf der Welt müssen eine neue Lebensweise finden und neue Definitionen , wenn sie es noch abmildern wollen . Und in Deutschland sind wir es doch selber Schuld , das es so ist, wie es ist . Wir haben dieser Politik die Legitimation gegeben durch das Kreuzchen auf dem Zettel, obwohl wir es insgeheim besser wussten.

@Meinung zu unse... um 09:29

Völlig am Thema vorbei
(Wie leider oft)

Die denen Armutsfalle und Kalte Wohnung droht haben eben auch vorher keine Möglichkeit der Rücklagenbildung gehabt: denen ist die Zinspolitik Hupe
Die die darüber Jammern sind nicht die um die man sich Sorgen machen muss.

Der Artikel

kommt ja gerade passend, unsere Gastherme ist nämlich kaputt.
Die Alternative? Keine! Eine Solarthermie mit Heizunterstützung haben wir bereits, die reicht im Winter aber nicht aus. Zusätzlich heizen wir mit Kamin und Küchenofen, auf dem auch gekocht wird im Winter. Wir verbrauchen im Gegensatz zu den meisten also recht wenig Gas, zumal wir sowieso nicht das ganze Haus heizen.
Auf der Suche nach Alternativen sind wir kläglich gescheitert, entweder muss das ganze Haus für sehr viel Geld umgebaut werden oder es lohnt nicht, weil wir zu wenig Wärme abnehmen (Stichwort BHW oder Brennstoffzelle) und ist trotzdem teuer.
Was also machen?
Unser Abschlag für Gas wurde gestern übrigens auch um fast 30% angehoben, man fühlt sich dezent veräppelt.

@ Charlys Vater

Ja genau so ist es: Einige Versorger haben auf sinkende Gaspreise gewettet und ihre Bestände im Gasspeicher aufgebraucht, nun müssen deren Kunden die Zeche zahlen. Man sieht es ja sehr schön daran, dass die meisten Versorger die Preise nicht erhöhen müssen. In Russland wird zur Zeit soviel Gas gefördert wie seit 11 Jahren nicht mehr. Würden wir in Deutschland mehr Erdwärme und Wärmepumpen einsetzen, wären wir unabhängiger von solchen Preisentwicklungen.

Die Wohnfläche ist ein Problem

Die Wohnfläche pro Person steigt jedes Jahr. Seit Jahrzehnten. Es gibt nichts wirtschaftlicheres, umweltfreundlicheres und rationaleres als eine angemessene Wohnfläche. Und ,,angemessen" ist kein subjektiver Begriff.

Viele Babyboomer, deren Kinder ausgezogen sind, leben auf deutlich mehr als 60qm pro Person, weil sie sich nicht verändern wollen/müssen. Die typisch deutsche Denke, dass man in seinem Haus oder seiner Wohnung bis zum Lebensende lebt und durch Um- und Anbauten irgendwie versucht die Bleibe sinnvoll zu gestalten, finde ich schrecklich und eines der Hauptprobleme, die es gerade auf dem Wohnungsmarkt gibt.

Noch nie gab es so viel Wohnraum wie heute und noch nie haben so viele Menschen Probleme Wohnraum zu finden. Genau wie beim ,,Heizproblem" ist der Grund einfach: Mangel an Flexibilität und die Angst vor Veränderung.

@ Alles für die Katz, um 08:51

Nach dem Lesen Ihres Kommentars bleibt die Frage:

"Un watt lernt misch datt?"

Soll man sich warmzittern?

Nicht die Heizung ist das

Nicht die Heizung ist das Problem, sondern der Energiebedarf…
Vielleicht sollte auch mal über Möglichkeiten der Reduzierung des Heizenergiebedarfs gesprochen werden? Schließlich kann auch mit vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand einiges eingespart werden, wenn einzelne Bauteile oder die gesamten Gebäude gedämmt werden…

@ sonnenbogen um 09:02

"Man
muss doch nur auf Biogas umstellen.....
dann ist man CO2 neutral und unterstützt lokale Landwirte..... und kann heizen wie der Teufel."

Biogas-Wasserstoff-Synthetikgas Gemisch

Ähnlich dem Früheren "Stadtgas" (Synthetisches Gas auf Kohlebasis)
Funktioniert Super
Ist bekannt

Muss man nur machen

Ist aber wie der Ganze erneuerbar Sektor in den Letzten 16 jähren irgendwie unter die Räder gekommen...

...woran auch immer das lag

Solar wird irre teuer gemacht

Ich habe dieses Jahr vier Kostenvoranschläge machen lassen (aus Berlin, Brb, Sachsen und Bayern). Gemäß der mir online offerierten Werbung und auch objektiven Finanzberatern ("Finanztip") hätten die Anlagen samt Speicher keine 15.000 Euro kosten dürfen. Tatsächlich bekam ich zwei Vorschläge über 23.000 Euro und einen über 29.000 Euro. Den vierten Vorschlag habe ich schon am Telefon abgelehnt, weil man mir schon so unverhohlen ob der steigenden Energiepreise drohte. Wenn man natürlich so abgezockt werden kann, dann werden genug Menschen bei Ihrer alten Heizung bleiben so lange wie es irgendwie geht. Vielleicht sollte die Politik hier ansetzen, indem man diese Preise deckelt oder meinetwegen eine "Volks-Solaranlage" auf den Markt wirft, die so günstig ist, dass sie auch Otto Normalbürger halbwegs bezahlen kann...

@Smoerebroed - Erstens reden wir über alternative Energien seit

über 40 Jahren; an Dächer mit Solarzellen erinnere ich mich seit über 30 Jahren, und Bauernhöfe, die damit ganze Stallungen bedecken gibt's hier in NRW auch schon lange.
Und zweitens finde ich es nicht fair, ein Land mit 10 Mio Einwohnern, das auf Atomkraft setzt, mit einem von 83 Mio zu vergleichen, das nicht nur aus der Atomkraft aussteigt, sondern auch in den letzten 30 Jahren hunderte Milliarden in eine Wiedervereinigung mit "Aufbau Ost" gesteckt hat (inkl. EU-Geldern 2,5 Billionen).
Was den Regierungen der letzten Jahrzehnte bei uns vorgeworfen werden kann, ist, die heimische Autoindustrie nicht schon vor 30 Jahren in den Hintern getreten zu haben, damit umweltverträgliche Modelle entstehen; stattdessen hat sie diese bzw. die Käufer subventioniert, wenn's eng wurde, lässt mördergroße SUV-Kisten und anderen Protz zu und zusätzlich sogar noch eRoller für das Kind in uns - aber das bewegungsfaule Kind, das nicht mehr selbst treten will = Konsum- und Energieverbrauchsförderung.

@baumgart67 um 09:34

>> …In China sind interessanterweise die Tarife für Strom, Wasser und Gas je nach Verbrauch progressiv. Ein Grundbedarf ist relativ preiswerter, doch darüberhinaus wird es dann teurer. Ich finde das sehr sinnvoll und es führt dann schon dazu, dass die meisten Leute versuchen, ihren Befarf im Grundbedarf zu halten…<<

Ja, gutes System! Aber leider hakt es in D an der Mentalität der Bevölkerung! Alles will man billig haben, niedrige Miete, niedrige Energiekosten, günstige Lebensmittel… die „Geiz ist geil“ Werbung trifft den Punkt! Ich verallgemeinere jetzt, weil ich auf Mehrheit der Bevölkerung abziele, und es gibt natürlich auch viele, die eine andere Einstellung haben.
Schon beim Thema „Miete und CO2 Abgabe für Energie“, die der Vermieter tragen soll, frage ich mich ernsthaft, warum eigentlich? Das wäre doch echt kontraproduktiv, wenn der Verbraucher, also Mieter, nicht dafür aufkommen muss - da ändert sich doch das Verhalten nicht, oder?
Aber so ticken sie halt, viele Deutsche.

@ 09:23 Hallelujah- Prognose Energiemix 2040

„ Also gibt es nur einen Weg, der heißt massiver Ausbau der Atomkraft. Alles Andere ist Humburg und Ressourchenverschwendung.
Wie in der Umfrage bei Civey gesehen sind inzwischen 65 Prozent der Deutschen der Atomenergie wohl zugeneigt.
Deutschland mit erneuerbaren Energien am Leben halten zu wollen ist ein Witz.“

Neulich gab es im Morning Briefing von Gabor Steingart eine gute Analyse. International steigt der Anteil fossiler Energien stark an. International ist die Prognose 2040 bei regenerativer Energie bei 24% (ohne Atomkraft).

Wir machen uns hier etwas vor. Die Welt wird nicht am deutschen Wesen genesen.

Es spricht nichts gegen einen Umbau, aber eben nicht mit Ideologie und „Gewalt“. Wir sollten dem Druck der Straße nicht nachgeben. Wir wissen es eigentlich besser…

Man macht den Leuten hier was vor. Ohne Atomkraft wird es nicht gehen. Und CO2 kann man auch als Rohstoff nutzen.

Also Gasheizung - Gas generell - wird die nächsten 30 Jahre essenziell sein - ohne Atomenergie.

Als Hausbesitzer darf man 4KW

Als Hausbesitzer darf man 4KW Photovoltaik aufs Dach bauen, danach zahlt man Umsatzsatzsteuer auf den produzierten Strom. Für mich ist das Anreiz genug, kein Darlehn aufzunehmen, um meine Anlage zu erweitern. Zuschüsse gibts es bei uns dafür im Moment auch nur, wenn man auch einen Stromspeicher (= eine Menge Akkus) dazukauft. Geld, das ich einfach nicht zur Verfügung habe und für das ich ca 10 Jahre heizen kann. Isolation hab ich, würde aber gern noch Isolation aus Holz dazubauen. Bei Preisen von 2,79 Euro pro 2 Meter Dachlatte geht das einfach nicht. Warum man das Holz subventioniert lieber direkt verbrennt oder zu Pellets verarbeitet, das ich zum Bauen nehmen könnte, verstehe ich im Rahmen einer sinnvollen Energiepolitik nicht. Wärmepumpe? Davon träume ich finanziell nur. Teurer machen steigert meine Motivation nicht, sondern zerstört meine finaziellen Möglichkeit, überhaupt etwas zu ändern, nachhaltig.

Wenn es 2 Grad wärmer wird,

Wenn es 2 Grad wärmer wird, wird das enorme Heizkosten sparen. Ein positiver Effekt der Erderwärmung.

Vielleicht geht es viel einfacher

Als Deutscher, der jetzt seit 2004 in China lebt habe ich inzwischen eine ganz andere Erfahrung mit der Klimatisierung der Wohnräume. Man heizt und kühlt mit Klimaanlagen. Der enorme Vorteil ist jedem aus seinem Auto bekannt: Man schaltet die Klimaanlage an und 5 Minuten später hat man die gewünschte Innentemperatur. Das hat im Haus den Vorteil, dass man nicht permanent heizen muss, sondern eigentlich nur da, wo man sich gerade aufhält. Außerdem ist die Installation sehr einfach. Ich finde inzwischen das Heizungssystem in Deutschland als wenig komfortabel: Es dauert ewig lang, bis es warm ist und wenn es zu warm ist muss man die Fenster öffnen, es ist viel engerieintensiver, die Anlage viel teurer und wartungsintensiver, außerdem kann man mit einer Klimaanlage auch kühlen und wenn man zur Stronerzeugung noch Solarpanels auf dem Dach hat ist man sogar völlig CO2 frei und nicht nur klimaneutral.

Die Heizung ist das Problem

Aber sich nur in Einzelfällen und die , lieber Schreiber, sind nicht verantwortlich für Gaspreise , Oelpreise und Strompreise !
Es sind die Steuern ! Mit dem Sparen hat es der Staat ja nicht .... erhöhen ist einfacher !

um 09:34 von schabernack

Wenn sie mich als Pessimisten und Mießmacher ansehen, so liegen sie falsch. Das nur vorab.
Hier stellen sie ein Teil des Problemes treffend da.
Ich weiß nicht, ob das Haus in dem sie leben zu einem der in grüner Euphorie mit Styropor verpackten baubiologischen Monster gehört.
All das, was man über Baubiologie wußte, wurde über Bord geworfen.

Hier kann ich nur eine Hinweis geben, prüfen sie die Raumfeuchte.
Liegt die zu hoch, sind sie im Grunde gezwungen, die Raumtemperatur hoch zuhalten, um einigermaßen klar zu kommen.

Ich habe festgestellt, dass ein geeigneter Luftentfeuchter, bei dann wirkungsvollen Maßnahmen (z.B. leisten dann kuschelige Pullover und weiche Decken dann das wieder, was klamme Decken und Pullover nicht leisten können.)
eine deutliche Absenkung der Wohlfühltemperatur erlaubt und insgesamtgesehen eine erhebliche Senkung des Stromverbrauches.

09:02 von sonnenbogen

Zu früheren Zeiten hatten die Stadtwerke der meisten Städte eigene Gaswerke welche aus ,wohl Klärschlamm , selber Gas hergestellt haben das war Biogas und wurde im Gegensatz zu Erdgas Stadtgas genannt.
Diese Gasometer wurden ja leider fast überall abgerissen oder siehe Duisburg umgestaltet.

von Alles für die Katz

>>
Gelüftet wird natürlich nicht über Fenster, sondern Wärmetauscher. Heizen ist nicht notwendig.
<<

Voraussetzung ist natürlich eine perfekte Isolation. Man kann sich alles dämmen sparen, wenn man nicht auch die kleinste Zugerscheinung eliminiert hat.

Wir haben im Zuge einer Dachsanierung Fenster mit integriertem Wärmetauscher eingebaut. Funktioniert hervorragend.

Gas ist das Problem?

Nein. Erdgas ist nicht das Problem. Bei der Verbrennung von Erdgas entstehen je kWh etwa 200 g CO2. Strom aus der Steckdose liegt da fast beim doppelten.
Solange wir größere Übel als die Verbrennung von Erdgas haben ist es völlig unsinnig das Erdgas zu verteufeln.

@ 10:01 baumgart67 - Gas und Wärmepumpen

„ Einige Versorger haben auf sinkende Gaspreise gewettet und ihre Bestände im Gasspeicher aufgebraucht, nun müssen deren Kunden die Zeche zahlen. Man sieht es ja sehr schön daran, dass die meisten Versorger die Preise nicht erhöhen müssen. In Russland wird zur Zeit soviel Gas gefördert wie seit 11 Jahren nicht mehr. Würden wir in Deutschland mehr Erdwärme und Wärmepumpen einsetzen, wären wir unabhängiger von solchen Preisentwicklungen.“

„Dank“ des Ausstiegs aus der Atomkraft brauchen wir jede Menge Gaskraftwerke, um Strom zu erzeugen.

Das ist auch mit ein Grund für den Preisanstieg. Angebot und Nachfrage…

WP hilft also nur bedingt. Klar. Man braucht weniger Primärenergie. Effizienz 1:4.

Hat eigentlich mal jemand ausgerechnet ob WP dem Klimawandel entgegen wirken? Immerhin entziehen die ja der Aussenluft die Wärme, sprich Energie…

@ Alles für die Katz, um 09:49

Ihr Zahlenbeispiel ist faszinierend.

Funktioniert die auch in der Realität, z. B. bei Ihnen daheim, oder ist das jetzt eine theoretische Berechnung, die davon ausgeht, dass es z. B. keine kontrollierbaren oder unvermeidbaren Wärmeverluste gibt?

Geld - Leben

Die Diskussion zeigt, selbst wer will und kann (finanziell), hat so schnell nichts neues installiert um am Klimawandel teilzuhaben.
Ich empfinde dieses Politik allmählich als „Friss oder stirb“. Es geht ja nicht nur um Energie, es geht um „das gesamte Leben“ eines jeden, welches umgekrempelt werden muss und dazu zählen insbesondere auch die Löhne und Renten. Hab ich nichts/nicht viel, kann ich noch soviel wollen. Wenn in Tarifverhandlungen z.b. 50 Euro mehr pro Monat für den Krankenpfleger ausgehandelt werden, sind die beim nächsten „normalen Einkauf“-aufgefressen, so sieht es aus. Viele verdienen schlichtweg zu wenig Geld-da sollte man mal dran denken! Die gesamten Kosten steigen, schlichtweg für alles und für jeden und das umso mehr, für diejenigen die eh schon knapp „Haushalten müssen“!Unser Land ist in einer Schieflage. Für 36 Jahre Schichtdienst, Hilfe an Menschen, verdiene ich zu wenig, um zu „klotzen“. Eine Besteuerung für Reiche (ab 100.000 Brutto), wäre da doch sinnvoll gewese

Ein Mensch ist eine 100-W-Heizung

Am 17. Oktober 2021 um 10:04 von harry_up

Sie fragen, ob man sich bei fehlender Heizung (aber effektiver Isolation und Lüftung per Wärmetauscher, siehe Beiträge oben) warm zittern müsste.

Nein, müssen Sie nicht. Sie geben rund 100 W Wärmeleistung ab, im ruhenden Zustand auch noch rund 80 W.

Das genügt (siehe Beispielrechnung oben).

Dabei kommen elektrische Geräte und Sonneneinstrahlung hinzu.

Das Problem (bei perfekter Isolation) ist dann eher, dass es zu warm wird. Schließlich beträgt ihre Temperatur 37 °C.

PS: Vorausgesetzt die Wände sind so gut isoliert wie ein Eisbär. Das ist momentan technisch nur schwer verwirklichbar, vor allem im Altbau, aber grundsätzlich nicht unmöglich. Ich möchte nur auf die grundsätzliche Unsinnigkeit des Heizens aufmerksam machen. Im übrigen gibt es ja schon Häuser mit positiver Energiebilanz (mehr Energie raus als rein).

Steigende Energiepreise...

Ja, nun wird der Bevölkerung und wie man liest so manchen Foristen klar, was die Energiewende für jeden einzelnen in Zukunft bedeutet.
Die Preise für Energie steigen heute und da nützen und helfen die schönsten Pogramme und Förderungen in ferner Zukunft nichts. Jetzt und heute werden für viele die Energiepreise fast unbezahlbar...
Leider ist es so. Die Energiewende muß man sich auch leisten können und wie es aussieht wird ein großer Teil der Bevölkerung es sich eigendlich auuch nicht leisten können...

09:04 von schiebaer45

Bitte so nicht verallgemeinern. Ich bin Deutscher und spare wo es nur geht um Umwelt und Ressourcen zu schonen.
-------------------------------------------------------------
Das ist zwar sehr löblich von Ihnen aber leider völlig nutzlos für die Umwelt solange nicht alle mitmachen . Wenn ich aufhöre Fleisch zu essen dann hat davon kein einziger Mensch in Afrika mehr zu essen, und schon gar nicht solange wir hier noch für z.B. China Schweinefleisch produzieren.

Steigende Energiepreise...

Ja, nun wird der Bevölkerung und wie man liest so manchen Foristen klar, was die Energiewende für jeden einzelnen in Zukunft bedeutet.
Die Preise für Energie steigen heute und da nützen und helfen die schönsten Pogramme und Förderungen in ferner Zukunft nichts. Jetzt und heute werden für viele die Energiepreise fast unbezahlbar...
Leider ist es so. Die Energiewende muß man sich auch leisten können und wie es aussieht wird ein großer Teil der Bevölkerung es sich eigendlich auuch nicht leisten können...

@ Alles für die Katz, um 09:49

Ihr Zahlenbeispiel ist faszinierend.

Funktioniert die auch in der Realität, z. B. bei Ihnen daheim, oder ist das jetzt eine theoretische Berechnung, die davon ausgeht, dass es z. B. keine kontrollierbaren oder unvermeidbaren Wärmeverluste gibt?

08:51 von Alles für die Katz

«Überhaupt ist Wärme im Universum im Überfluss vorhanden.»

Im Universum schon, aber nicht bei mir im Wohnzimmer im Winter.

«Tiere wie wir besitzen gar keine Heizung, sondern nutzen die Abwärme der natürlichen Prozesse, im Notfall wird gezittert.»

Wenn auch das nicht zu genügend Wärme im Zimmer verhilft.
Wird zusätzlich noch mit den Zähnen geklappert.

Re : Nachfragerin !

Tja, da hat die neue Regierung mächtig was zu tun. Es sollte eine Art Förderung geben, die selbst die so gieren Vermieter mit ins Boot holt, und diejenigen, die nicht wollen, eher bestraft.
Und ja die Klimaschutzverweigerer hatten viele Jahre Zeit, was in die Wege zu leiten, aber hat nie den Kopf mal über den Tellerrand gehoben, und sich bei den "Nachbarn" Nachhilfe geholt oder Anschauungsunterricht genommen. Das sollte aber auch die so arrogante FDP tun, denn nur mit echt massiven Investitionen ist dies alles zu schaffen. Das sollte es der Politik Wert sein, wenn sie wirklich was für alle bewegen wollen.

Europaweit gescheiterte Energieversorgung

Das ist kein rein deutsches Problem.
Der EU-Kommissar Schmidt hat davor gewarnt, dass immer mehr Menschen sich nicht leisten können, angemessen zu heizen.
Der europäische Gewerkschaftsbund ETUC hate darauf hingewiesen, dass mehr als 2,7 Millionen Menschen davon betroffen wären.
Kam heute im Deutschlandfunk.

praktische CO² Steuer

Die zieht einem das Geld auf mehreren Ebenen aus der Tasche, sofern es bei so manchen überhaupt noch vorhanden ist, wodurch man animiert werden und vor allem fähig sein soll entsprechend zu investieren.

Bin ich da nur einer von wenigen, die dabei ein Paradox sieht?
Ich müsste auch so einiges energetisch sanieren, besonders das Dach, doch einen "Goldesel" konnte ich noch nicht finden.

Man darf auch nicht vergessen, dass der Normalverdiener schon ständig mit höheren Preisen auf allen Sektoren zu kämpfen hat, wie soll das weiter gehen?

Im Übrigen noch die Frage an den Herrn Ingenieur Taco Holthuizen, der meint, dass man ein Haus innerhalb 50 Jahren nicht mehr sanieren müsse. Eine alte Burg mag das soweit aushalten, ein mit Technik vollgestopftes Haus dürfte da mehr Aufmerksamkeit verlangen.

Preise müssen die Wahrheit sagen

Heizöl und Gas wurde von den Grünen bei der Ökosteuer wohl bewusst vergessen, weil es immer sofort Proteste gibt, wenn Energie für die Umwelt und unseren Sozialstaat teurer wird aber nie, wenn Ölscheichs und Spekulanten davon profitieren. Beim Solarstrom haben die Grünen die Dächer mit Preisen von >50 Cent/KWh voll gemacht, so dass wir jetzt dieses abbezahlen und bei 8 Cents/KWh den Zubau deckeln müssen. Grüne kritisieren dies, merken aber nicht, dass sie selbst Schuld sind. Außerdem haben sie mit der überhöhten EEG Umlage eine Umverteilung von fleißig zu reich geschaffen, was nicht nur die AFD, sondern auch Peter Altmeier (CDU) erkannt hat. Die in Deutschland üblichen hohen Subventionen für Energiesparinvestitionen ermöglichen mehr Gewinne für Verkäufer und sind deswegen ineffizient. Es hilft nichts, der Preis für fossile Energie muss so hoch sein, dass regenerative Energie ohne Subvention konkurrieren kann.

Re : Tomoko !

Wie wäre es, ein klein wenig umgestalten und dann unter- vermieten ???
Der Vorteil, manche sind dann nicht ganz alleine, es kommt ein wenig Geld für die Heizung rein, und auch andere Kosten lassen sich leichter ertragen !

Wenig Anreize für energetische Sanierung...

Was nützten Anreize für die beste und modernste Heizung und Haussanierung wenn es an Personal für deren Verwirklichung fehlt ?

Atommüllhalde

Wir befinden uns gerade in der Erneuerung unserer26 Jahre alten Gasheizung. Alles durgecheckt: Brennstoffzelle, wahnsinnig teuer uneffektiv dennoch Gasanschluß, Geothermie / Wärmepumpe ebenso teuer und baulich nicht machbar, Pelletheizung teuer und kein Platz für Lagerung.
Bleibt eine Gastherme mit Wärmerückgewinnung und eine Photovoltaikanlage auf das Dach installiern für den eigenen Stromverbrauch inklusive frei Kapazität für die Warm Wasser Bereitung verwenden.
Kosten dürften dennoch bei min. 30.000 Tsd. € liegen.
Muss aber unabhängig von irgendwelchen Fördertöpfen für die Umwelt und unsere Nachkommen sein.
Die Länder die weiter und immer mehr auf Atomstrom setzen hinterlassen den nachfolgenden generationen einen riesigen Atommüllberg das ist unverantwortlich und rücksichtslos.

um 10:04 von harry_up

"Soll man sich warmzittern?"

In den meisten Wohnungen wird nicht gezittert, weil es zu kalt ist, sondern weil es zu feucht ist. Denn dann hilft alles nicht, werder Pullover, noch Thermowäsche noch Decken.
Die Mißachtung aller Erfahrungen im Bereich der Baubiologie, vor allem der Unsinn die Häuser in immer dickere Styroporpanzer einzupacken, hat zu dem Dilemma geführt.

Da man das Styrpor nicht von heute auf morgen von den Wänden reißen kann, bleibt als erster Schritt nur Entfeuchtung einzusetzen.

Bei de Einrichtung neuer Wohngebiete sollt man sich einmal daran erinnern, wie man früher vorgegangen ist.
Auf hightech allein zu bauen, könnte heißen, denTeufel mit dem Beelzebub auszutreiben.

09:34 von baumgart67

Deutschland könnte viel von anderen Ländern lernen doch leider hinkt man dann hinterher.
-------------------------------------------------------------
Sie haben recht nur mit Strom heizten , so wie die Franzosen es tun, und wenn es knapp wird mit dem Strom dann bauen wir halt noch ein paar AKWs in die Landschaft denn die sind ,laut Frankreich, klimaneutral.

@Tada um 09:02

"Um dann von anderen Preisschwankungen abhängig zu werden.

So ist der Markt: Nachfrage bestimmt den Preis und Monopole und Kartellbildung tun alles, um Preise zu erhöhen.

Kein Betreiber für Regenerative Energien wird etwas dafür tun, um den Preis niedrig zu halten."

Markt?

Welcher Markt?
Wo Monopole und Kartell sind ist kein Markt.

Und in dem Land in dem Ich leben wird Regenerative Energie zum Staatlich Festgelegten Fixpreis eingespeist.
Da ist auch kein Markt.

Ist notwendig weil, siehe Monopole und Kartelle, auch vorher schon kein Markt existierte.

Warum Jemand auf diesem Gebiet noch zusätzliche "Marktkosten" Implementieren sollte wäre mit ein Rätsel.

@ Smoerebroed

Zitat: "In Deutschland wird kaum….andere Länder sind da weitere“
Ein Satz der sich durch die 16 verlorenen Jahre jüngster Vergangenheit zieht. Das gilt für alle Politikfelder!"
#
Der Energiesektor in D ist privatisiert, demnach sind allein die nur auf größtmöglichen Gewinn ausgerichteten Energieunternehmen dafür zuständig.
Hier bekommen wir einen Einblick wie es aussehen könnte, wenn auch das Wasser "privatisiert" wird ...
Gewinne vereinnahmen, Verluste sozialisieren ... eine Masche die in D immer funktioniert und zukünftig erst so richtig zum Tragen kommt.

Re : Leipzigerin59 !

Tja, das eine ist immer am Alten solange festhalten, wie es möglich ist, damit ordentlich Kohle zu machen, nichts ändern wollen, weil Veränderungen auch Unsicherheiten in sich bergen.
Ja natürlich hat auch die Politik der letzten mindestens 12 Jahre dazu beigetragen, dass alles irgend wie nicht vorwärts und innovativ genug gestaltet wurde, um ja nicht die Firmen zu sehr zu belasten. Viele Mechanismen wurden über etliche Jahre nur die Erhaltung des Status Quo gerichtet, obwohl schon vor über 25 Jahre auf den Klimawandel deutlich hingewiesen wurde.
Auch in der Pandemie wurde es deutlich, da hat die Politik sehr lange nur auf die Freiwilligkeit der Wirtschaft gesetzt, statt klipp und klar Anweisungen zu geben, was zu tun ist, und dies auch konsequent überprüft wird.

"Andere Länder sind da weiter"

Zitat: "Die Preise für fossile Energieträger wie Gas steigen und steigen. Das trifft die Verbraucher auch deswegen so stark, weil in Deutschland kaum mit regenerativen Energien geheizt wird. Andere Länder sind da weiter."

Andere Länder seien da weiter, wird in dem Artikel behauptet. Genannt als Beispiel wird dann jedoch nur Schweden, das - vorbildlich -auf Atomstrom setzt, der über Wärmepumpen - zusammen mit Fernwärme - schwedische Häuser und Gardinen heizt.

Welche anderen Länder sind da "weiter"?

08:56 von DeHahn Reißt euch doch mal zusammen!

Schließlich haben wir 1945 ganz ohne Heizung leben können, also noch viel Sparpotential! So kommt mir der Appell vor.
.
#
So möchte ich aber nicht mehr wohnen.Mit Eisblumen an den Fenstern die von Tag immer dicker wurden.Mutter hat Brennholz aus dem nahen Wald geholt und nur der Küchenherd war an.Nur zu Weihnachten wurde auch die Wohnstube geheizt.

um 10:01 von Tomoko

Was sie schrecklich finden, ist für das Problem nicht maßgeblich.
Ja, in dieser Angelegenheit bin ich starrsinnig und ich gönne es jedem, in der gewohnten Umgebung zu bleiben.
Was sie wollen, ist überflüssig und nicht sinnvoll umsetzbar.

Also freuen sie sich über ihre Flexibilität, fühlen sie sich überlegen.
Überigens, obwohl ich allein in einem Haus mit erblicher Wohnfläche lebe, müßten meinem Stromversorger eigentlich immer die Tränen kommen.

Weil die Politik schläft und nichts unternimmt,

wird der Verbraucher abgezockt und immer ärmer. Jedoch nützen dem armen Verbraucher auch die Wahlen aller paar Jahre nichts, denn wegen Finanz- und Wirtschaftslobbyismus kann er die Politik nicht ändern. Die Machtverhältnisse, und damit die Hierarchien in der Ausbeutung, bleiben erhalten.
Dem Erdklima ist das egal, wie wir Menschen es politisch und wirtschaftlich handhaben. Den ausbeutenden Menschen wird auch immer egal sein, wie sie mit Klima und den Ärmsten umgehen.

Das Problem ist die energetische Sanierung

Denn bei Bestandsbauten werden Mieter zum ständigen Stosslüften angehalten, Winters wie Sommers, andernfalls drohen Schäden durch Schimmel für den der Mieter haftet. Und wenn dann die Wohnung gut durchgelüftet und durchgekühlt ist, wird wieder auf vollen Touren geheizt.

Dies ist eine Folge der staatlich geförderten energetischen Sanierung. Es wäre vernünftig dies nur bei Neubauten vorzuschreiben, da die im Bestandsbau verwendeten Baustoffe eine „nachträgliche“ Einhüllung in einem Styropor-Kokon zu einem Spiel mit der Gesundheit der Mieter machen - oder aber mit deren Heizkosten.

Wäre es also vorgeschrieben, Warm- statt Kaltmieten in Exposes auszuweisen, gäbe es viel weniger energetische Sanierung, wetten?

Die Vermieter jedenfalls sind wie immer fein raus. Würde in Deutschland Wohneigentum dominieren, wie in Süd- und Osteuropa, gäbe es ganz andere Gesetze, da bin ich mir sicher.

In Bezug auf den „Klimawandel“ ist das ohnehin alles nur Symbolpolitik.

Heizung?

Seit 30 Jahren sanieren und isolieren wir auf eigene Kosten.

Das was in keinem Beitrag vorkommt ist Eigenverantwortung und Selbstbestimmung.

Aber das haben die Politiker durch Abgaben hohe Steuern Alimentierungen und Verbote uns ja auch unmöglich gemacht.

@Alles für die Katz

"Rechnen wir ein Beispiel durch:
Spezifische Wärmekapazität von Luft rund 1 kJ/(kg∙K), Dichte (bei 0 °C) rund 1,3 kg/m³.
Beispielraum: Fläche 20 m², Höhe 2,50 m.
Masse Luft (bei 0 °C): 20 m²∙2,5 m ∙ 1,3 kg/m³ = 65 kg.
Notwendige Leistung, um in 1 h die Luft im Beispielraum von 6 °C auf 21 °C zu erwärmen (ungefähr):
(65 kg ∙ 15 K ∙ 1000 J/(kg∙K))/3.600 s = 271 W (gerundet).
D. h. wenn sich 3 Menschen im Raum aufhalten, wird es nach einer Stunde wieder zu (!) warm. Geräte wie Computer oder Kühlschrank verkürzen die Zeit. "

:) Super Rechnung; mehr Menschen auf dieser Erde und niemand friert mehr!
Und das 1,5 Grad Ziel kann man knicken!

Woher die Manpower? Mein

Woher die Manpower?
Mein Schornsteinfeger hat bei einer (nicht vorgeschriebenen) Prüfung eine winzige Undichtigkeit an einer Verschraubung der Gasleitung festgestellt. Die alteingesessene regionale Firma, die die Heizung vor 20 Jahren erneuert hat und seitdem wartet, hat auf dreimaligen Anruf gesagt, der Monteur X sei in Urlaub und der Y krank, alles sei ganz schlimm und sie würden zurückrufen.
Das war im September. Und wie ich überall lese, auch eigene weitere Erfahrungen gemacht habe (Wasserinstallation - Firmeninhaber geht nach Besichtigung raus und verspricht, anderntags ein Angebot einzuwerfen, das war im August, trotz diverser Anrufe), ist es überall und in allen Bau- bzw. Nebengewerben so. Mein Pech, aber diese Baubranche soll den Klimawandel binnen der nächsten acht Jahre stoppen (und mal eben die halbe Nordeifel wiederaufbauen)? Und wer transportiert die Materialien, entsorgt den alten Kram?

Frdl. Gruß, Zuschauer49

09:35 von sonnenbogen

>>das sobald irgendwo eine PV Anlage in Brand gerät, das die Hausversicherung dann um 2317% angehoben werden darf....<<

Wieviele brennende PV-Anlagen haben Sie denn schon gesehen?
In meiner Region gibt es unzählige PV-Anlagen. Im ganzen Landkreis hat noch keine gebrannt.
Mit solchen Schauermärchen verlieren Sie ja jede Glaubwürdigkeit.

um 10:30 von mac tire

"Wenn nicht alle anderen..." Dieses Argument bleibt egoistich und ohne jedes Verständnis. Es ist ein schlimmes Argument, denn es kann jede Handlungsfähigkeit unterbinden. Und es entläßt auch die nicht aus der Verantwortung, die sich feige hinter ihm verstecken.

@Alles für die Katz - Wärmeverlust über Außenflächen

09:49 von Alles für die Katz:
"Physikalisch gesehen ist eine preiswerte und effektivere Isolation möglich, wie wir der Natur entnehmen können (Eisbären, Robben)."

Ich glaube nicht, dass ein Fell und eine Fettschicht eine geeignete Isolierung für Häuser sind. Styropor ist da definitiv besser.

In Ihrer Berechnung haben Sie den Wärmeverlust über die Außenflächen (insbesondere Fenster) vernachlässigt. Der ist aber weitaus wichtiger als der Wärmeverlust über die entweichende Raumluft.

Alles nette Vorschläge

die aber viel Geld kosten, und die meisten wohnen in älteren Häusern, und dann noch zur Miete.
Da die Heizkosten vom Mieter bezahlt werden, hat der Vermieter wenig Druck etwas zu ändern, und die Kaltmieten sind so hoch, das der Gewinn stimmt.
Nicht umsonst machen die großen Vermieter Milliarden Gewinn, die als Dividende auch ins Ausland fließt.
Ich als Mieter mit Zentralheizung, hab darauf keinen Einfluss, ich kann auch nicht einfach eine Elektroheizung einbauen, und dazu müsste der KW Preis auch bei 8 Cent liegen, und nicht bei 34 Cent.
Alles große Reden, mehr nicht, knapp 60 Prozent wohnen in Deutschland zur Miete, ganz viele in Städten bei Großvermietern oder Genossenschaften.
Was sollen also die Mieter machen, im kalten sitzen ?, die haben nämlich gar keinen Einfluss auf die Heizart.
Und macht der Vermieter eine Sanierung, Heizung und Dämmung, müssen die meisten ausziehen, weil sie die Miete nicht mehr bezahlen können.

Für mich sind das alles Sprüche, Gewinn geht nach oben, immer.

@ 09:23 von Hallelujah

Atomenergie ist die teuerste und gefährlichste Energieform die es je gab. Das zu leugnen, ist 'Humbug', um Ihren Begriff zu verwenden.

Oje ...

"Andere Länder sind da weiter."

Richtiger: einzelne Länder sind da weiter.

"Eine Berliner Firma, die die vielen Geräte wartet und betreut, war dagegen kaum zu finden, anfangs reiste ein Techniker sogar aus München an."

Rechnet man dann die exorbitanten Servicekosten für die vielen verschiedenen Geräte, dann ist auf einmal die Gastherme mit teurem Gas wieder günstiger.

Und die Ökobilanz ist auch dahin, wenn die Techniker 600km zur jährlichen Inspektion oder zur Reparatur anreisen.

um 10:51 von smackwaterjack

"Warum gibt es hier keine direkte staatliche Förderung die das Ganze dann auch nach weniger als 15 Jahren lohnend machen?"
Genau da ist die Crux.
Angesichts der Zeit in der Eltern mit ihren Kindern im "Elternhaus wohnen und mit ihrer Versorgung kein Geld verdient haben, soll plötzlich das "Elternhaus" schon nach 15 Jahren zum Goldesel mutieren?
Zum Flächenmangel für Photovoltaik:
Regen Sie in ihrer Gemeinde die genossenschaftliche Überdachung von sowieso versiegelten Parkflächen an, dann hätten Sie einen Fuß in der Tür, oder ist Ihnen das zuviel Gemeinschaft(communis-lat. Adj. -gemeinsam)?
Bei meiner Eigenversorgung gilt, solange die Kosten unter dem Einkaufspreis(meine Rechnung, keine Marktspekulantenwerte) liegen verdiene ich, beim Verkauf richte ich mich auch nach dem Marktpreis mit geringem Abschlag, ansonsten verkaufe ich nicht und speichere lieber.

09:45 von Hillary

>>Unser Haus ist zwar gedämmt und der Wärmeverlust beim Lüften im Winter gering. Aber im Sommer bleibt die Hitze dadurch auch drin.<<

Das passt aber nicht zusammen.
Bei einem gut gedämmten Haus bleibt nicht nur im Winter die Kälte draußen, sondern auch im Sommer die Wärme.

@sonnenbogen:

sonnenbogen (17.10.21, 08:22):
"Tja, dann subventioniert doch, das alles zum Preis einer Gastherme zu erwerben ist.. und deckelt die Wartung und Reparatur auf die Kosten der Betreibung einer Gastherme."

Und die Kosten dafür trägt wer? - Der Steuerzahler? - Toll, dann bezahlt der Wärmepumpen-einbauende Steuerzahler seine Anlage indirekt selbst, nach dem Motto "linke Tasche, rechte Tasche."

sonnenbogen (17.10.21, 09:02):
"Man muss doch nur auf Biogas umstellen.....
dann ist man CO2 neutral und unterstützt lokale Landwirte..... und kann heizen wie der Teufel."

Und das Biogas kommt woher? - Genau, zu mehr als 75 % aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais, mit den entsprechenden negativen Umweltfolgen. Dazu kommt, dass Biogas-Anlagen als Industrieanlagen mit hohem Risikopotenzial gelten. Davon abgesehen, müsste man ca. 80 % der landwirtschaftlichen Anbaufläche in Deutschland exklusiv für die Biogas-Rohstoffe verwenden, um den Bedarf zu decken.

Aber nett, dass Sie es es erwähnt haben!

@09:55 von schabernack

>> Ein AKW kostet mind. 10 Mrd. Euro plus
>> die Entsorgung mind. nochmal so viel.

Also der Rückbau von Lubmin hat bisher 6,6 Mrd. € gekostet. Aber die sind ja auch schon zur Hälfte(!) fertig, schaun wir mal in 30 Jahren wieder nach. -.-

@schabernack - Ungenutzte Räume nicht beheizen.

09:34 von schabernack:
"Wie reduziert der Mieter oder der Besitzer einer Eigentumswohnung im Mehrfamilienhaus (ca. 60 bis 80 qm) seine Wohnfläche? Erst mal den Westflügel nicht mehr benutzen, nur noch den Ostflügel heizen."
> Wenn ein Umzug nicht in Frage kommt, bleibt nur diese Möglichkeit.

"Alle Veränderungen, die Außenwirkung in das Gemeinschaftseigentum haben (Dächer, Fassaden, Garagenzeile, Rasenfläche) bedürfen der mehrheitlichen Zustimmung der Eigentümergemeinschaft."
> Über das Heizen ihrer Räumlichkeiten können Sie also selbst entscheiden.

@ Alles für die Katz

Zitat: "Gelüftet wird natürlich nicht über Fenster, sondern Wärmetauscher. Heizen ist nicht notwendig. Rechnen wir ein Beispiel durch:

Spezifische Wärmekapazität von Luft rund 1 kJ/(kg∙K), Dichte (bei 0 °C) rund 1,3 kg/m³.
Beispielraum: Fläche 20 m², Höhe 2,50 m.
Masse Luft (bei 0 °C): 20 m²∙2,5 m ∙ 1,3 kg/m³ = 65 kg.
Notwendige Leistung, um in 1 h die Luft im Beispielraum von 6 °C auf 21 °C zu erwärmen (ungefähr):
65 kg ∙ 15 K ∙ 1000 J/(kg∙K))/3.600 s = 271 W (gerundet).
#
Tolles Zahlenspiel. Erinnert mich an die "Aufrechnungen" Coronaimpfung gegen Tote.
Es geht bei Energieeinsparung um Finanzierbarkeit und Praktikabilität. Wir sehen jetzt schon, in wie weit die durchschnittliche Bevölkerung überhaupt in der Lage ist Mobilität und Wärme zu finanzieren.
Ich habe ein voll durchsaniertes Haus, aber die Energiekosten kennen nur einen Weg: Nach oben. Trotz A+++++++++ Geräten, LED Beleuchtung u.v.m..
Merke: Braucht dein Auto nur einen Liter, kostet der eben 20 Euro. Leuchtet ein, oder?

@Löwe 48 um 10:36

>> Bleibt eine Gastherme mit Wärmerückgewinnung und eine Photovoltaikanlage auf das Dach installiern für den eigenen Stromverbrauch inklusive frei Kapazität für die Warm Wasser Bereitung verwenden. Kosten dürften dennoch bei min. 30.000 Tsd. € liegen. <<

Wir haben in unserem Haus (180qm Wohnfläche) in 2013 eine neue Gasheizung mit WW-Speicher (120l) installieren lassen - die alte hielt 20 Jahre. Diese Maßnahme hat den Gasverbrauch um ca. 18% gesenkt, wobei das WW auch mit Gas geheizt wird (Gasverbrauch für Heizung + WW ca. 21000kWh, ohne sonst wie zu heizen).
Ebenfalls in 2013 haben wir eine PV-Anlage (5,36kWp) installieren lassen für Stromeigenverbrauch (Überschuss Einspeisung ins Netz). 1000kWh müssen wir nicht mehr vom Versorger beziehen, was ca. 30% unseres Gesamtbedarfs an Strom ausmacht. Stromspeicher sind m. M. leider noch zu teuer.
Beides zusammen hat in Summe ca. 22T€ gekostet.
Unterm Strich hat sich das nach 9 Jahren gerechnet.
Bei vernünftigem Verhalten macht es Sinn!

10:36 von Traumfahrer Re : Tomoko !

Wie wäre es, ein klein wenig umgestalten und dann unter- vermieten ???
Der Vorteil, manche sind dann nicht ganz alleine, es kommt ein wenig Geld für die Heizung rein, und auch andere Kosten lassen sich leichter ertragen !

#
Das ist zwar gut gemeint mit dem untervermieten,aber mein Vermieter würde mir die Kündigung schicken wenn ich das machen würde.

um 10:26 von covid-strategie

>>
Hat eigentlich mal jemand ausgerechnet ob WP dem Klimawandel entgegen wirken? Immerhin entziehen die ja der Aussenluft die Wärme, sprich Energie…
<<

Ja, das war Mayer. Der gilt als "Entdecker" des Energieerhaltungssatzes.

Das Grundproblem beim Klimawandel ist nicht, dass wir zu viel Wärme erzeugen, sondern dass die Wärme nicht abgestrahlt wird. Das sehen Sie daran, dass es selbst in Wüsten, wo man tagsüber geröstet wird, nachts kühl bis kalt wird.

Es gibt kein Entkommen

Teurer ist alles geworden: Gas, Öl und Strom. Es gibt zu wenig verlässliche Daten über Abhängigkeiten zwischen diesen Größen.

Gas spielt eine Doppelrolle: es wird zum Heizen UND zur Stromerzeugung genutzt. Und die allseits gelobten Wärmepumpen brauchen enorm viel Strom! Durch die E-Mobilität wird der Strombedarf noch einmal stark ansteigen - und damit der Preis. Denkbar das „einmal Vollladen“ bald teurer ist als „einmal Volltanken“ - trotz staatlicher Eingriffe in die Preisgestaltung.

Gas und Öl sind auch chemische Grundstoffe, die in großen Mengen benötigt werden.

Gas ist keine „Übergangstechnologie“ wie immer behauptet wird, sondern essentiell um eine immer wieder herbeigesehnte „Wasserstoffwirtschaft“ zu realisieren.

Die künstliche Verteuerung von fossilen Rohstoffen ist also kontraproduktiv, da damit auch Strom, Wasserstoff und Kunststoffe teurer werden obwohl letztere, zB bei Möbeln, vermehrt das teure Baumholz ersetzen soll.

Ökonomisch ist das alles unsinnig.

@Alles für die Katz (17..10.21, 08:51)

"Überhaupt ist Wärme im Universum im Überfluss vorhanden."

Und wird sogar, gemäß dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik, immer weiter zunehmen. Der Physik kann man nun einmal kein Schnippchen schlagen. Selbst die weltbeste Isolierung wird letztlich die Zunahme der Entropie nur verlangsamen, aber nicht aufhalten. ;-)

09:23 von Hallelujah

>>Also gibt es nur einen Weg, der heißt massiver Ausbau der Atomkraft. Alles Andere ist Humburg und Ressourchenverschwendung.<<

Ihrem Beitrag entnehme ich dass Sie keine Einwände gegen ein Atomkraftwerk in Ihrer Nähe hätten. Aber sehen das Ihre Nachbarn genauso?
Von der ungelösten Entsorgung des Atommülls ganz zu schweigen. Außerdem ist Atomstrom die mit Abstand die teuerste Stromversorgung. Ihre Rechnung ist völlig unzutreffend.

@ von Löwe 48

Irgendwie muss das auch wirtschaftlich sein.
Nur der Umwelt zuliebe tätige ich eine solche Investition nicht.

Ich setze weiterhin auf Gas und erneuere gerade meine Gas-Brennwert-Therme.

Auf dem Dach habe ich Solar für das Brauchwasser. Schon diese Investition war überflüssig. Hab ich doch im Sommer bis zu 70 Grad heißes Brauchwasser und dafür keinen Abnehmer in dieser Menge.
Und für die Heizung steuert das System bestenfalls 5% bei. Fazit: Gute gemeint, aber völlig unwirtschaftlich.

09:49 von Alles für die Katz

«Gelüftet wird natürlich nicht über Fenster, sondern Wärmetauscher.
Heizen ist nicht notwendig. Rechnen wir ein Beispiel durch: [Rechnung] …

D. h. wenn sich 3 Menschen im Raum aufhalten, wird es nach einer Stunde wieder zu (!) warm. Geräte wie Computer oder Kühlschrank verkürzen die Zeit.»

Mit einer solchen Rechnung befinden Sie sich in einem physikalisch idealisierten Raum, der gar keine Wärme nach außen abstrahlt, sondern den Eintrag an Wärmeenergie komplett im Raum zu halten in der Lage ist.

So was gibt es angenähert aber nur im Physiklabor, und in der Realität außerhalb vom Labor nicht. Jeder reale Raum steht über seine Begrenzungen (Wände, Fußboden, Decke) in Kontakt zu anderen Räumen (Nebenraum, Raum darüber / darunter, Außenraum Umgebung draußen).

Man kann sich nicht im Innenraum einkapseln ohne Wärmeaustausch, als sei der Raum umwickelt mit so was wie der goldfarbigen Wärmedecke aus Metallfolie aus dem Verbandskasten im Auto.

Selbt bei der ist Wärmetransfer raus.

@09:49 von Alles für die Katz Isolation und Lüftung ....

klingt gut. Meine Schwester hat so eine automatische Lüftung.
Dafür hat sie nun jede Menge Staub (Ursache wird v. Technikern n.gefunden) und riecht alle Abgase und Grillfeuer. Toll ....

Am 17. Oktober 2021 um 08:28 von Nachfragerin

Schweden ist kein Vergleich mit uns, Ökosteuer haben wir auf Kraftstoff schon lange, Strom ist in Schweden Billiger, kosten für Haus und was alles dazugehört, auch viel günstiger.
35 Prozent wohnen in Schweden nur zur Miete, der Rest hat eigenes, und viel Holz gibt es auch, was die Schweden nutzen.
Ich weiß gar nicht warum immer Schweden kommt, das lässt sich nicht mit Deutschland vergleichen.

10:01 von Tomoko - Babyboomer

"Viele Babyboomer, deren Kinder ausgezogen sind, leben auf deutlich mehr als 60qm pro Person, weil sie sich nicht verändern wollen/müssen. Die typisch deutsche Denke"
*lach* Sie können gerne mein Häuschen kaufen, jetzt, wo ich als schwerbehinderter Rentner sowieso viel lieber stadtnah, mit Fachärzten in Fuß- oder Straßenbahnreichweite, wohnen würde. Müssen mir nur so viel bezahlen, wie eine bescheidene, stadtnahe Wohnung dann kostet, oder wie ich sie als Mieter dann von den Zinsen des Verkaufserlöses finanzieren kann.

zu viel Details werden vernachlässigt

Auch mal beim Naheliegenden anfangen!

Betrachte ich mir Fenster nach 20 Jahren, dann sind diese verstellt, schließen nicht mehr korrekt, Dichtungen sind verschlissen. Es zieht, die Heizleistung verpufft.

Wäre doch mal eine Aktion, dass hier die Regierung eine kostenlose Überholaktion anbietet, anstatt mit 9000€ fragwürdige E-Autos zu fördern.

IST das wirklich das Problem?

Gerade im Vergleich mit anderen Ländern, IST das wirklich das Problem?

Heizen ist natürlich ein Teil der ganzen Misere. Aber was ist mit den Strompreisen? Wieso steht in Tagesschau-Artikeln nicht kritisch, dass wir Atomkraft aufgegeben haben, sie gleichzeitig aber teuer aus dem Ausland einkaufen, und uns damit hochgradig abhängig machen?

Wieso wird nicht mal in Zahlen aufgezeigt, wie stark wir an der Kohle-Nadel hängen?

Kohlekraftwerke abschaffen, Atomkraft wiedereinführen wenn nötig (oh wie jetzt alle aufschreien) und, wenn Atomkraft eben nicht gewünscht ist, vernünftig aus regenerativen Energien den Strom beziehen. Aber es kann doch keine Lösung sein alles teuer zu importieren und sich dann darüber totzuschweigen, dass es deswegen teuer ist und das auf die Verbraucher zu schieben.

Die Beschaffungspolitik darf ruhig auch mal kritisch beäugt werden, liebe Tagesschau.

Objektive Details hier: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/06/PD21_275_43...

08:30 von Seebaer1

>>Vermutlich fühlen sich jetzt die am heftigsten Betroffenen, also Menschen, die in bescheidenen finanziellen Verhältnissen leben müssen und dadurch überpropotional stark durch diese Situation belastet werden, schon deutlich besser.<<

Ja, so ähnlich sehe ich das auch.
Rentner, kleines Eigenheim auf dem Land, Ölheizung ca. 30 Jahre alt, kein zusätzliches Einkommen.
Ich könnte natürlich zur Bank/Sparkasse gehen und 'mal schnell' einen Kredit aufnehmen, den ich aber leider aufgrund meiner Bundesdeutschen Arbeitnehmerrente nicht abbezahlen kann. Also, bleibe ich gezwungener Maßen ein 'Umweltschwein'. Na ja, ich könnte (billig) verkaufen und in ein Seniorenheim gehen, zu total überhöhten Preisen und miserabeler Betreuung da dieser Sektor auch eine sanierungsbedürftige Ruine ist. Außer .... man hat viel Geld, aber dann ist auch die Wärmepumpe- Solaranlage- Windrad- Energie kein Problem.

Illustration der Energieverschwendung

@Am 17. Oktober 2021 um 10:27 von harry_up

Sie fragen:

"...oder ist das jetzt eine theoretische Berechnung, die davon ausgeht, dass es z. B. keine kontrollierbaren oder unvermeidbaren Wärmeverluste gibt?"

Natürlich ist das eine theoretische Berechnung. Sie soll illustrieren, dass wir nicht für die Wärme in unseren Räumen heizen, sondern die Wände und die Umgebung, an die dann die Wände die Wärme wieder abgeben, und - worauf ein anderer Kommentar hingewiesen hat - direkt an die Umgebung durch Undichtigkeitsstellen.

Mein Hinweis auf Eisbären zeigt aber, dass theoretisch eine besser Isolierung kostengünstig möglich wäre. Nicht dass ein Elon Musk auftaucht und plötzlich unserem Baugewerbe den Garaus macht und preisgünstig Häuser mit dem 3D-Drucker aus einem hochisolierendem Baustoff druckt.

Wärmeenergie ist anders als etwa chemische oder elektrische Energie. Letztere werden tatsächlich "verbraucht", Wärmeenergie wird allein durch "Gebrauch" dagegen nicht weniger.

@ Alles für die Katz, um 10:30

re 10:04 von harry_up

Danke für Ihre Antwort.

Ihr P.S. lässt mich an den guten Goethe denken:

“Grau, teurer Freund, ist alle Theorie...“

@09:23 von Hallelujah

Die Aussagen von Civey-Befragungen gelten für Fachleute als nicht seriös und stichhaltig, weil das Unternehmen nichtprobabilistische Stichproben veröffentlicht, die nicht repräsentativ sind.
Eine der wirklich repräsentativen Umfragen (https://tinyurl.com/y75ks6zm) von 2019 zeigt, dass mehr als 60% der Deutschen weiterhin Atomenergie ablehnen, den Ausstieg begrüßen. Und mehr als 70% fordern, dass die Urananreicherungs-Anlage Gronau und die Brennelemente-Fabrik Lingen bis Ende 2022 ebenfalls stillgelegt werden.
Es ist daher kein 'Witz', sondern eine vorrangige klima- wie energiepolitische Aufgabe, die deutsche Wirtschaft auf erneuerbare Energien umzustellen und übrigens dabei auch auf dem Weltmarkt vorne dabei zu sein. In manchen Bereichen drohen wir, den Anschluss zu verpassen bzw haben Boden verloren in den letzten 15 Jahren.

@ 11:13 von wenigfahrer

"Ich weiß gar nicht warum immer Schweden kommt, das lässt sich nicht mit Deutschland vergleichen."

Genau, der Vergleich mit Schweden hinkt sehr, Sie nannten ja schon ein paar Gründe.

Lt. Bundesministerium Umwelt Klima ... ist in D der Kernenergieanteil 12% in Schweden 34 %, außerdem hat Schweden wesentlich mehr Möglichkeiten für Wasserkraftwerke.

09:02 von Andi13

>>Die Alternative für relativ ungedämmte Häuser kann eine Pelletts Heizung sein, zwar teuer in der Anschaffung , aber billig im Unterhalt.<<

Und die Pellets erzeugen 'kaum' Abgase und Feinstaub. Dafür werden dann nicht vorhandene Wälder abgeholzt weil der sonst übriggebliebene Verschnitt, das Abfallholz, wohl nicht ausreichen wird uns den Hintern zu wärmen.

@Tremiro um 11:10

>> @Hallelujah 09:23
…Ihrem Beitrag entnehme ich dass Sie keine Einwände gegen ein Atomkraftwerk in Ihrer Nähe hätten. Aber sehen das Ihre Nachbarn genauso? Von der ungelösten Entsorgung des Atommülls ganz zu schweigen. Außerdem ist Atomstrom die mit Abstand die teuerste Stromversorgung. Ihre Rechnung ist völlig unzutreffend. <<

Die gleiche Frage könnten Sie auch bzgl. Windräder in der Nähe stellen.

Ich persönlich hätte nichts gegen ein modernes AKW neuester Bauart bei mir in der Umgebung, das entsprechend hohen Standards gebaut wird; sicherlich sehen das manche Nachbarn auch anders - das ist aber immer so.

Ob die Totalkosten incl. Entsorgung mit einigen neuen technisch hochwertigen AKWs höher ist als x-tausende Windräder und Flächen voller PV-Anlagen (da fallen auch hohe Entsorgungskosten an!), kann ich ehrlicherweise nicht beziffern. Haben Sie da eine Quelle, die das belegt? Gibt es Studien z. B. aus Frankreich hierzu?

um 11:20 von harry_up

>>
Ihr P.S. lässt mich an den guten Goethe denken:

“Grau, teurer Freund, ist alle Theorie...“
<<

"... und grün des Lebens goldner Baum."

Sie denken, dass Goethe der erste Grüne war ?

@Möbius 11:08

"Gas spielt eine Doppelrolle: es wird zum Heizen UND zur Stromerzeugung genutzt."

Na, und? Ersetzt werden MUSS es trotzdem!

"Und die allseits gelobten Wärmepumpen brauchen enorm viel Strom! Durch die E-Mobilität wird der Strombedarf noch einmal stark ansteigen - und damit der Preis."

Nur, wenn wir nicht schleunigst das nachholen, was unsere geliebte Kanzlerin in den letzten 16 Jahren verpennt hat.

"Gas und Öl sind auch chemische Grundstoffe, die in großen Mengen benötigt werden."

Nein.
Das geht auch regenerativ.

"Gas ist keine „Übergangstechnologie“ wie immer behauptet wird"

Doch.
Gas MUSS eine Übergangstechnologie sein, weil wir sonst unser eigenes Grab schaufeln.

"sondern essentiell um eine immer wieder herbeigesehnte „Wasserstoffwirtschaft“ zu realisieren."

Wieso das denn?
Das ist doch einfach nur komplett faktenfremd!

wer friert sollte sich

Barfuss im Winter auf eine 4-6cm starke Plane
Sturudurplatte stellen.
Habe es im Fahrzeug gemacht und dachte.... hä, woher kommt den plötzlich die Fussbodenheizung her.

Nach diesem Kommentar bin ich

Nach diesem Kommentar bin ich sofort in den Keller gerannt und habe ganz böse auf meine Gastherme geguckt. "So nicht!" habe ich laut gerufen. Etwas ruhiger bin ich wieder die Treppe zur Wohnung hoch gestapft und ich habe "versucht" nachzudenken. Wer verdient eigentlich an den hohen Energiepreisen? Da fiel mir sofort mein Versorger ein, der sitzt mit seiner Zentrale in einem futuristischen Glaspalast, der Vorstandsvorsitzende "verdient" 420.000 € p.a + Boni, es scheint, dass der gut daran verdient. Ach und der Staat verdient auch an den hohen Preisen, der Staat kassiert ca. 52 % des erhobenen Energiepreises je KWh. Und da ist noch der Gaslieferant, aber die Russen liefern langfristig zum Festpreis, auch wenn Medien anderes behaupten. Jetzt fällt es mir wieder ein: Die EU-Kommission hat Gas zur Spekulation an der Börse freigegeben und die Spekulanten verdienen nun auch an der Gaspreisexplosion. Ruhig dreh ich meine Heizung runter und erkenne: Der hohe Gaspreis ist politisch gewollt.

09:02 von sonnenbogen

>> Man muss doch nur auf Biogas umstellen.....
dann ist man CO2 neutral und unterstützt lokale Landwirte..... und kann heizen wie der Teufel.<<

Ach ja, das kleine Abgasproblem und die weiterhin entstehende Luftverschmutzung ist nur ein kleines Übel.
Das ist genau so wie die bunten Plastikaufkleber auf den 'Bio Bananen'. Wird gemeinsam mit der Schale Umweltneutral entsorgt, oder?

@pe im, 09:44

„Nach den hohen Ausgaben durch die Pandemie braucht der STAAT erst mal Geld“

Der „Staat“? Ich denk‘, das sind seine Bewohner in ihrer Gesamtheit? Und wo soll der Geld herkriegen, wenn darin der freie Austausch von Waren und Dienstleistungen unter diesen (bzw. „in der Wirtschaft“) wegen diverser von einigen seiner Mitglieder mutwillig aufgestellter Blockaden nicht läuft?

@Alles für die Katz 11:19

"Wärmeenergie wird allein durch "Gebrauch" dagegen nicht weniger."

Weil das die Energieform ist, in die alle anderen Energieformen durch "Gebrauch" umgewandelt werden.

@ Tremono

Zitat: "Von der ungelösten Entsorgung des Atommülls ganz zu schweigen. Außerdem ist Atomstrom die mit Abstand die teuerste Stromversorgung. Ihre Rechnung ist völlig unzutreffend."
#
Na ja, Windkraftanlagen sind in wesentlichen Teilen auch nur exorbitant teuer zu recyceln. Die Glasfaserverbundstoffe der meisten Rotorenblätter werden daher, trotz der von Ihnen ausgehenden Krebsgefahr, "auf der Grünen Wiese" abgelegt bis sie zugewuchert sind, oder werden in eigens ausgehobenen Gruben vergraben ... weil man sie, ganz bestimmt, wenn alles preiswerter ist, einer sicheren Entsorgung zuführen will ... es mangelt halt an Kapazität (?!?)... verstehe ...
Im übrigen wurden die meisten Anlagen nur abgebaut, weil neue durch ihre Fördermittel ec. mehr Gewinn abwerfen ... nicht weil sie defekt waren ... am Tag des Subventionswegfalls waren sie für Investoren unrentabel.
So viel zum Umweltschutz ...

Gottseidank gibt es Turkish Stream !

Sonst wäre alles noch viel schlimmer.

Doch auch diese „Südumgehung“ der Ukraine wurde von den USA massiv bekämpft, konnte aber glücklicherweise nicht mehr verhindert werden.

Früher waren langjährige Lieferverträge die Regel, wie beim Öl, zB mit Russland. Öl- und Gaspreis waren gekoppelt.

Heute wird - Deregulierung sei „dank“ - Gas am Spotmarkt oder eben an Hubs gehandelt.

Eine, wie ich finde fatale Fehlentscheidung die jetzt Millionen Verbraucher in der EU ausbaden müssen!

Wir müssen uns selber kümmern

Es gibt sehr viele regionale Energieerzeugungskonzepte, leider werden die kaum propagiert. Wir sind an Komplettlösungen gewöhnt, mit denen man sich nicht allzu viel beschäftigen muss. Damit hat man uns viele Jahrzehnte eingelullt. Es gibt kleine und kleinste Stromerzeugungsanlagen an Flüssen, kleine Gemeinden, die über eigene PV- und Windanlagen plus Biogas völlig unabhängig von Energiekonzernen sind, solche Projekte gilt es zu fördern. Ebenso viele hier bereits genannten Konzepte, die „sich nicht rechnen“, sie rechnen sich durch die Verringerung der Folgekosten des Klimawandels. Daraus ergibt sich die in unser aller Interesse liegende, staatliche Förderung dieser Technologien.

Diese überlebenswichtigen Investitionen dürfen nicht durch frühkapitalistische Konzepte der FDP verhindert werden.

Auf Länder wie uns schaut die Welt, wenn wir zeigen wie es geht, ziehen andere mit und wenn wir clever sind, verkaufen wir ihnen auch gleich die hier entwickelte und produzierte Technologie.

10:36 logig

"in den meistenWohnungen wird nicht gezittert, weil....."

Sehe ich genauso.

Dazu kommt noch wieviel Energie wird gebraucht um Styropor herzustellen und wieviel Energie um es umweltgerecht wieder zu entsorgen damit es nicht hinterher in den Meeren rumschwimmt oder Böden versaut usw. (Belzebub mit dem Teufel).

Wenn ich das recht eruiere,

Wenn ich das recht eruiere, haben wir nun ein komplett selbstgemachtes Problem. Erstellt aus Profitgier, zu hohen Steuern, größenwahnsinnigen Weltenretter Phantasien und ideologischen Irrwegen.
Senkt die Steuern, schmeißt die Zwischenhändler raus und Deckel die Kosten.
Wieso man bei Energie noch abzocken darf, entbehrt jeglicher Moral.

"Eine stark geförderte

"Eine stark geförderte Balkonsolaranlage die man einfach an die Steckdose hängt wäre dich was. Dazu eine Werbeaktion... Heutzutage muss der Versorger zustimmem, der eine Umrüstung der Zähler verlangt, eine Anmeldung beim Amt und Gewerbeamt und Fiamt kommen auch noch."

In manchem Bundesland gibt es Förderung (SH glaube ich). Der Versorger muss bis 600w (Wechselrichter) dulden, eine Zustimmung ist nicht notwendig. Kann man dem formlos mitteilen. Ggf. wird der alte Ferraris Zähler gegen einen elektronischen ausgetauscht, das war es. Ansonsten muss nur eine Online Registrierung bei der Bundesnetzagentur gemacht werden. Eigentlich alles sehr einfach. Leider gibt es Netzbetreiber, die einem Steine in den Weg legen und man sich damit auseinander setzen darf (hallo Regionetz, ihr Solar/Klimablockierer!). Westnetz z.B. bietet selbst eine Anmeldevorlage an. Habe selbst eine Mini PV, funktioniert prima. Deckt natürlich keine Wärmepumpe ab, nur den Grundbedarf der Haushaltsgeräte.

Ertappt

Also: Ja, das Thema braucht massiv Aufmerksamkeit!
--Weshalb braucht es erst jetzt "Aufmerksamkeit? Als ich im Jahr 1979 eine Wärmepumpe einbauen wollte war ich bei uns in der Stadt beim größten Heizungsbauer, und habe nach so einer Heizanlage mich erkundigt, da kam von diesem (einem Ing.) die Antwort -- das funktioniert nicht und er hat mir ein Angebot gemach für eine Öl oder Gasheizung mit einer WP-Unterstützung. Angebotspreis rd. 100 000 DM. Daraufhin habe ich eine Ölheizung mit Holzzusatzkessel eingebaut.
Ein Jahr später haben wir noch einmal gebaut und haben dort selbst den Versuch gemach eine WP-Heizung einzubauen. Dieses Haus wird bis zum heutigen Tage nur mit einer WP beheizt, d.h. 280 qm Wohnfläche. Bei der Kostenabrechnung für beide Häuser wurden damals schon große Unterschiede festgestellt.
Zur Zeit planen wir das erste Haus auch komplett auf WP umzurüsten.

@Hinterdiefichte 11:21

"Schweden nutzt Atomstrom! Deutschland steigt 2022 aus dem Atomstrom aus! Es ist unmöglich, mit regenerativem Strom auch noch alle Autos zu betreiben und zu heizen."

Damit strafen Sie alle Leute, die Ahnung von dem Fachgebiet haben, Lügen.

Mit anderen Worten: Ihr Satz ist komplett falsch.

1. Es IST möglich, mit regenerativem Strom alle Autos zu betreiben, zu heizen, zu kühlen, Stahl herzustellen, Aluminium zu prodizieren, Papier zu machen etc.
Wer sagt denn, dass dieser Strom ausschließlich in unserem Land produziert werden soll?

2. Es MUSS möglich sein, weil wir ansonsten dem Untergang geweiht sind. Ressourcenkriege (um Wasser und halbwegs kühle Luft) sind keinesfalls ein Bild, das gemalt wird, um Panik zu verbreiten oder irgendjemandes Geld zu vermehren, sondern ein sehr realistisches Zukunftsszenario!

@Smoerebroed, 08:10 Uhr

Es waren keine 16 verlorene Jahre. Deutschland hat schwere globale Krisebn vergleichsweise gut überstanden, seine Wirtschaftskraft stabilisiert, die Arbeitslosigkeit niedrig gehalten und gilt als ein wohlhabendes Land mit einem engmaschigen sozialen Netzwerk. In Sachen Energiewandel stimme ich indes mit Ihnen überein, dass vieles - nicht nur, aber auch in Deutschland - verschlafen wurde. Allerdings ist dieser Vorwurf vor allem auch und ganz besonders an die Energieversorger zu adressieren. Wir haben noch einige weitere Baustellen wie Rentenreform und Digitalisierung zu meistern. Aber Deutschland ist bisher recht gut durch die Corona-Pandemie gekommen - und das eröffnet gute Perspektiven.

11:27 DerLinksliberale

"Der hohe Gaspreis ist politisch gewollt......."

Diese Ansicht ist nicht ganz von der Hand zu weisen, wenn man beobachtet wer so alles versucht sein Süppchen zu kochen.

Obwohl wenn ich Teilen der Grünen und der Union glauben mag ist der Russe an allem schuld.

@DrBeyer 11:27: woher kommt der Wasserstoff ?

Was denken Sie ? Aus der Wasserelektrolyse ? Nein, zu ineffektiv, sogar photoelektrochemisch. Der Grund ist die enorme Überspannung die mit der Erzeugung gasförmigen Wasserstoffs verbunden ist.

Nein, in der Technik wird Wasserstoff aus Erdgas gewonnen. Dabei entsteht auch Kohlenmonoxid, das als Rohstoff oder Energiequelle dienen kann.

Um also „grünen Stahl“ mit Wasserstoff statt Koks zu erzeugen benötigt man Erdgas in rauen Mengen.

@ um 10:23 von mac tire 09:02

"09:02 von sonnenbogen
Zu früheren Zeiten hatten die Stadtwerke der meisten Städte eigene Gaswerke welche aus ,wohl Klärschlamm , selber Gas hergestellt haben das war Biogas und wurde im Gegensatz zu Erdgas Stadtgas genannt.
Diese Gasometer wurden ja leider fast überall abgerissen oder siehe Duisburg umgestaltet."
.
Wie verkläret schön ist doch die Vergangenheit. Der Schnee war weißer, die Sommer herrlicher, Frieden überall.
Hier die nüchterne Wirklichkeit. Die Gase aus Klärschlamm wurden damals in die freie Natur entlassen, Biogas konnte man damals noch gar nicht Buchstabieren. Und das Standgas wurde aus Kohle und Wasser erzeugt. Man kochte mit Kohlenmonoxid und manch einer hauchte damit unfreiwillig auch sein Leben aus.

11:04 von Nachfragerin / @schabernack

«Über das Heizen ihrer Räumlichkeiten können Sie also selbst entscheiden.»

Ja … das kann jeder Eigentümer selbst entscheiden, solange man eine Heizart einbaut, die das Gemeinschaftseigentum unberührt lässt. Bei uns im 7er Haus ist 5x Gasheizung und 2x Ölheizung. Die Öltanks stehen in den Kellern der beiden Ölheizer.

Fassadendämmung kann man nur in der Gemeinschaft mit Mehrheit entscheiden. Das haben wir vor Jahren besprochen, und man hat sich mit ca. 80% dagegen gewandt, die Häuser mit Styropor für Spechte zu verklinkern. Ganz in unserem Sinn als Eigentümer. Der Specht bei uns im Innenhof hat schon seinen Baum, der braucht kein Styropor. Dämmung mit anderen Materialien war sehr teuer, und hätte wegen der Kosten nie eine Mehrheit bekommen.

Irgendeine Umrüstung aller oder einzelner Heizungen mit Wärmepumpen müsste auf ein Wärmereservoir bspw. verbuddelt unter der Rasenfläche zurückgreifen.

Gemeinschaftseigentum ist betroffen.
Ganz genau so ist es mit Solarpanelen oder Antennen.

@ SinnUndVerstand 11:21

Da gebe ich Ihnen Recht. Die Umstellung wird meines Erachtens aber noch interessant werden, weil manche Branchen doch sehr Energieintensiv sind . Und das wir in manchen Bereichen etwa den Anschluss verpassen oder Boden verloren haben liegt meines Erachtens darin , das zu kurzfristig gedacht wird und auf die Rendite.

@Forfuture 11:32

"Es gibt kleine und kleinste Stromerzeugungsanlagen an Flüssen, kleine Gemeinden, die über eigene PV- und Windanlagen plus Biogas völlig unabhängig von Energiekonzernen sind, solche Projekte gilt es zu fördern."

Völlige Zustimmung!

Leider wurde in den vergangenen 16 Jahren das genaue Gegenteil getan: Bürgerenergie wurde an jeder möglichen Stelle erschwert zugunsten der großen Stromkonzerne.

RWE hatte die Zukunft vollständig verschlafen. Und damit RWE trotzdem auf keinen Cent verzichten muss, wurde von der Merkel-Regierung extra die Energiewende in Deutschland gestoppt.
Es ist wirklich ein Irrsinn, was unter ihrer Richtlinienkompetenz für uns und insbesondere für unsere Kinder und Enkel angerichtet wurde.

Statt die Autoindustrie mit tausenden von Euro ...

.. pro "Duracellwägelchen" zu subventionieren, sollte man lieber diesen Höchstbetrag pro Bürger für Sanierungsmaßnahmen zahlen.
Was ein nächstes Problem aufwerfen würde: wo bekämen wir die erforderlichen Handwerker her die das umsetzen sollten?
Allein ein Blick ins Ahrtal offenbart die Misere: Keine Fachfirmen.
Wer könnte sich also beispielsweise 750.000 Hausbesitzern mit schlgartigem Sanierungsbedarf annehmen? Und in D gibt es über 16 Mio. mehr oder weniger sanierunsbedürftiger Einfamilienhäuser. Wo gibt's die Gerätschaften? Es gäbe ja nicht mal Chips.

um 11:34 von jukep

>>
Dazu kommt noch wieviel Energie wird gebraucht um Styropor herzustellen und wieviel Energie um es umweltgerecht wieder zu entsorgen damit es nicht hinterher in den Meeren rumschwimmt oder Böden versaut usw. (Belzebub mit dem Teufel).
<<

Der Energiebedarf bei der Herstellung fällt nur einmal an, während die Nutzung langfristig ist. Außerdem ist EPS (Styropor) recyclingfähig. Die ganzen Märchen über zwangsweise Schimmelbildung bei guter Dämmung, haben keinen Wahrheitsgehalt. Für Luftaustausch ohne großen Wärmeverlust oder für den Schutz de r Dämmung durch Klimamembrane gibt es hervorragende Lösungen.

09:45 von Der Lenz

>>@Advocatus Diabo... um 09:22
>Warum gibt es hier keine direkte staatliche Förderung die das Ganze dann auch nach weniger als 15 Jahren lohnend machen?<

>>Gab es mal.
Da war unsere PV-Industrie noch weltmarktführend...<<

Jop, und dann haben wir die kleine feine neue Industrie in den neuen Bundesländern samt den Arbeitsplätzen in der Photovoltaikfertigung in die Knie gezwungen und die Technologie nach China ausgelagert. Jetzt subventionieren wir Importe; wär hätte das gedacht?

Als es hieß das im Winter in Klassenzimmern stossgelüftet werden müsse hat Merkel allen Ernstes Leibesübungen für Schüler zum Warmhalten empfohlen. Oder eben „passende Kleidung“.

Es gibt immer eine Lösung ...

eine sehr gute Frage

die ich mir auch seit längerer Zeit immer wieder Stelle. Digitalisierung, ökologisches Bauen, Landwirtschaft, Schulsystem, Bürokratieabbau, Rentenkürzung. Wir sind ein so reiches Land mit vielen guten Köpfen aber in so vielen Punkten hinten? Die Mühen und Gelder versinken im aufgeblähten Beamtenapparat und auf Firmenkonten.

E-Autos werden sofort mit Prämien gefördert, Pipelines nach Rußland gelegt aber Wohnraumsanierung und endlich mal eine Modernisierung des Landes und der Infrastruktur, Fehlanzeige...

Ich arbeite in einer deutschen Großstadt in einem Dienstleistungsunternehmen , welches seine Mitarbeiter auffordern muss, das Internet stundenweise nicht zu nutzen, weil ein Webinar die Internetleitung auslastet.

In ein paar Jahrzehnten werden wir am Ende der Tabellen stehen und von Staaten abgehängt, gegenüber denen wir uns jetzt noch als fortschrittlich brüsten. Die Abhängigkeit von der Automobilindustrie und der allgegenwärtige Lobbyismus werden uns irgendwann das Genick brechen.

um 09:37 von Tada

"Da gibt es einiges zu lesen."
Ja, wie man abhängig gemacht und gehalten wird, und jetzt von allen Seiten geschurigelt.
Ölpreisbindung und Nordstreams sind als fossile Energieträger mit dem Blick auf Morgen, schon seit längerem kalter Kaffee, da ist jeder investierte Cent rückwärtsgewandt und eine Fehlinvestition in den Status quo.

... andere Länder sind da weiter

Wer der Meinung ist, dass Deutschland fortschrittlich u. anderen Ländern gar voraus ist, der sollte den Satz "andere Länder sind da weiter" genauer hinterfragen.

Bei uns wird in vielen Lebensbereichen zu wenig für die Bürger bzw. das Land getan:
Früher gab es ein Bundesbauministerium. Doch dieses wird seit x-Jahren hin- u. hergeschoben. Derzeit gehört es zum Innenministerium, zuvor zum Umweltministerium, davor zum Verkehrsministerium.
Gab es für dieses Ministerium nicht so viel zu tun, als dass es als separates Ministerium bestehen bleiben konnte?
Die Wohnungsknappheit besteht doch seit vielen Jahren ...

Die Frage, mit welchen Heizungssystemen in Deutschland geheizt werden kann, muss von Experten geklärt werden.
Die Voraussetzungen dafür müssen durch Bundesgesetze geregelt werden.

Offenkundig sind damit einige Minister auch überfordert.
Die Frage nach Fachministern, also ausgebildeten Experten, stellt sich.
Darunter verstehe ich z. B. Ingenieure mit beruflichen Erfahrungen etc.

@Jimi58, 09:15

Wir alle werden wohl den Gürtel in den kommenden Jahren etwas enger schnallen müssen - nicht nur in Sachen Energie. Und selbstverständlich muss den sozial Schwächeren dabei geholfen werden. Aber seien wir doch mal ehrlich. Unsere Überfluss und Wegwerfgesellschaft war in Teilen doch auch ein Zeichen von brutaler Dekadenz. Armut gibt es in allen Ländern der Welt, auch in den reichsten. Und in all diesen Ländern gibt es auch ehrenamtliche Helfer. Nicht nur im Rahmen der Tafeln, sondern oft auch bei der einfachen Nachbarschaftshilfe wird Unterstützung geleistet, über die gar nicht groß gesprochen wird. Eine Gesellschaft ohne diesen sozialen Kitt würde ihr Herzstück verlieren.

@ Wolf1905 um 11:25

"Ob die Totalkosten incl. Entsorgung mit einigen neuen technisch hochwertigen AKWs höher ist als x-tausende Windräder und Flächen voller PV-Anlagen (da fallen auch hohe Entsorgungskosten an!), kann ich ehrlicherweise nicht beziffern. Haben Sie da eine Quelle, die das belegt? Gibt es Studien z. B. aus Frankreich hierzu?"

Niemand kann die Folgekosten der Lagerung von Atommüll über den notwendigen Zeitraum seriös berechnen.

Was Kosten Wach Personal und Energie für Überwachungstechnologie in...sagen wir mal... Dreitausend Jahren?

Wieviele Systemwechsel gab es bis dahin?
Wird es Geld geben?
Was ist mit Terrorismus? Muss man die mögliche Kosten die durch einen Einsatz als "Dreckige Bombe" mit einberechnen?
Wieviel Sicherheitsmaßnahmen um dies zu verhindern sind von den reinen Kosten her gerechtfertigt?

nu eins ist sicher: was auch immer die "Entsorgung" Stabiler Stoffe wie die der Rotorblätter Kostet: es wird in Summe billiger sein.

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