Ihre Meinung zu: Leben in Deutschland günstiger als bei den meisten Nachbarn

22. Juni 2015 - 13:01 Uhr

Das Leben in Deutschland ist im Vergleich zu den Nachbarländern preiswert. Nur Polen und Tschechen müssen noch weniger zahlen. Doch im EU-weiten Vergleich ist Deutschland kein Schnäppchen-Paradies.

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Kommentare

Einkommen

Die Lebenshaltungskosten zu vergleichen, ohne die Einkommensverhältnisse zu berücksichtigen, hat keinen Wert.

Tolle Auswertung

In Skandinavien und in der Schweiz verdienen die Menschen ja auch deutlich mehr als in Deutschland und es bleibt trotz höherer Lebenshaltungskosten mehr übrig !

Man kann nämlich am Tag nicht unendlich viele Steaks essen.

Der Anteil der Ausgaben für Lebensmittel ist halt nicht sehr hoch in hoch entwickelten Staaten auch wenn das Kilo Rindfleisch in der Schweiz aus der Schweiz bis zu 100 Franken kosten kann (dann aber auch sehr gut ist) und nicht aus Tierfabriken kommt.

Und ein Vergleich mit Bulgarien und Rumänien ist natürlich auch sinnig, da dort das BIP ca. 7500 USDollar pro Kopf beträgt, in Deutschland ca. 46.000 und in der Schweiz 84.000 und in Norwegen ca. 100.000 USDollar.

Kann ich aus eigener

Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Bin immer wieder erstaunt, wie günstig es in Deutschland ist. Auch wenn meine Sichtweise vielleicht etwas verzerrt ist: Habe zuletzt in Dänemark und der Schweiz gelebt...

Ein paar Gründe

Die Schweiz hat hohe Importbarrieren, die in der EU verboten wären. Dadurch können die Produzenten die hohe Kaufkraft dort einfach abschöpfen. Auch Norwegen ist eben kein EU-Land und zahlt den Preis dafür.

In Deutschland hingegen haben die Verbraucher einen krankhaften Sparfetisch. Dadurch ist der Wettbewerb im Lebensmittelhandel brutal wie wohl nirgendwo anders. Aldi und Lidl sind kein Zufall. Wobei die schlimmsten Auswüchse die SB-Plastikbäcker sind, bei denen die Kunden die einmalige deutsche Backkultur den zwei Cent opfern, die das Brötchen dort noch billiger ist als bei einem richtigen Bäcker.

So suggeriert man den Bürger Wohlstand...

....trotz hoher Steuern und den 2 Jobs welche manche benötigten um überhaupt sich über Wasser halten zu können...wieso wurde dem Handel damals (Euroeinführung) bei den Verkaufspreisen eine 1zu1 Umsetzung nicht verboten.....heute kostet das Pfund Brot 1.19€ damals 1.19Mark....

So Lala, aber immerhin ganz gut

Diese statistischen Angaben haben nur dann einen Gebrauchswert, wenn man sie mit anderen Angaben, z.B. dem unterschiedlichen Einkommen, der Einkommensverteilung in Verbindung bringt.

Hilft uns die Information, unser Wetter unterscheidet sich um 1,5% vom EU-Durchschnittswetter und gar um 3,8% vom Durchschnittswetter in ganz Europa?

Deutschland hat ein fantastisches Preis-Leistungs-Verhältnis

Bei vergleichsweise hohen Einkommen sehr billig und man bekommt dafür eine Qualität, die man woanders lange suchen muss.

Vergleich

Das Vergleichen von Einkaufskörbe ist als ob ich Löhne vergleiche, ohne anderes zu berücksichtigen.
Wie viel % vom Lohn ist dieser Korb?
Ich kann genau so sagen das jeder Deutsche €100.000 aufs Konto hat, nur weil einige Multi-Millionäre jede realistische Schätzung zu nichte machen.
Vergleichen kann ich Belgien, Niederlande und Deutschland. Löhne sind für gleiche Arbeit fast gleich, Mieten auch. In ländliche Gegenden ist D preiswerter.
Milchprodukte sind in D preiswerter, frisches Obst und Gemüse in B. Je nach Zusammenstellung des Korbes ist das Bild schon falsch.
Frage mal jeder EU Bürger wie viel % vom Gehalt er ende des Monats sparen kann. Viel realistischer.

in dem Zusammenhang sollte mal festgestellt werden

wieviel Geld wir, als Deutsche, gezwungen werden zu verdienen um ein "normales" Leben zu führen, mit Wohnung, vielleicht Auto, Internet, Krankenversicherung & mindestens einmal pro Monat Kulur, und das alles ohne auf Zuschüsse von einem Amt angewiesen zu sein, und dann ist es natürlich auch noch Interessant wieviel Lebenszeit wir dafür aufwenden müssen um diesen bescheidenen "Wohlstand" zu erreichen........

@ 15:00 Andreu 66

Genau dieses von Ihnen beschriebene Wohlgefühl scheint der Beitrag auslösen zu wollen. Dem kann man sich hingeben, sollte allerdings zur Kenntnis nehmen, daß der TS-Beitrag dafür keine Grundlage bietet, wie andere Foristen dargelegt haben.

@Andreu66

Stimmt.....noch. Dank Target 2 Buergschaften. Das duerfte bald ein Ende haben. Mit einem haben Sie Recht: NIRGENDS auf der Welt sind Lebensmittel im Vergleich zum Einkommen so billig wie in D. Nirgends.

wer Miete bezahlen

muss und in einem Ballungsraum wohnt, der weiß dass er sein Geld für Miete und Nebenkosten braucht - da bleibt nicht mehr sooo viel!!

@Franz Graumann

Bescheidener Wohlstand? In D hat man jeder Relation laengst verlohren. Da wird schon gejammert, wenn man sich nicht taeglich ein Bier leisten kann, was in den meisten Laendern der Welt der pure Luxus ist. Ich war dieses Jahr das erste Mal in 12 Jahren in D und war schockiert ueber die Weicheier dort. Gejammer auf aller hoechstem Niveau. Der letzte Haenger dort waehre kambodschanische Mittelklasse. Ihr wisst doch gar nicht was Hunger ist, oder seid zu dumm oder bequem euch zu holen was
prakisch auf der Strasse liegt. Wer in
D echten Mangel leidet ist selbst
schuld. Das muss hier mal gesagt werden.

Vergleich mit der Schweiz?

Vielleicht sollte man auch feststellen, dass die Gehaelter in der Schweiz wesentlich hoeher sind, und dass Lebensmittelkosten durch die Abkopplung des CHF vom Euro niedriger geworden sind. Eines verstehe ich dennoch nicht: in den europaeischen Laendern, in denen die Gehaelter niedriger als in Deutschland sind, muss man fuer Lebensmittel trotzdem tiefer in die Tasche greifen..

@So suggeriert man den Bürger Wohlstand... 14:53 Sinfo

Obwohl Sie mit dem "suggerieren" zum grossen Teil Recht haben,
aber ihr konkreter 'Vergleich'
"heute kostet das Pfund Brot 1.19€ damals 1.19Mark...."
ist einfach zu ungenau.
Sie müssen natürlich die Inflation hinzurechnen.
Da der € 2001 eingeführt wurde,
mithin vor 14 Jahren ist entsprechend
bereinigt der Wert für Brot etwa 30%
teurer geworden.
Hinweis: nach ~20 Jahren ist das Geld
nur noch die Hälfte wert.

Brot ebenso wie 'Essen gehen' sind stärker
gestiegene Waren/Dienstleistungen
als der Schnitt.
Insgesamt hat der Handel natürlich die Umstellung genutzt.
Nimmt den 'berühmten Warenkorb'
als Grundlage dann inflationsbereinigt
um etwa 20-25%.

lediglich in Polen schlechter

Dazu sagte das RWI (Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung) in 2012, zitiert auf Tarifhelfer de:

"Im Pro-Kopf-Einkommen liegt Deutschland im europäischen Vergleich nach letzten Berechnungen des IWF (Internationaler Währungsfonds) lediglich auf Rang 13. Folgende Rangliste wurde vom IWF veröffentlicht (Angaben in US-Dollar):

Liechtenstein: 135.000
Luxemburg: 109.000
Norwegen: 84.000
Schweiz: 68.000
Dänemark: 56.000
Schweden: 49.000
Niederlande: 47.000
Irland: 46.000
Österreich und Finnland: 45.000
Belgien: 43.000
Frankreich: 41.000
Deutschland: 40.000
England: 36.000
Italien: 34.000

Werden nur die angrenzenden Staaten berücksichtigt, so liegt lediglich das Durchschnittseinkommen in Polen unter dem Deutschen."

So viel günstiger kann der

So viel günstiger kann der repräsentative Warenkorb bei den Tschechen aber auch nicht sein. Ich wohne in der Nähe von Dresden und hier sind sehr viele Tschechen in den Supermärkten anzutreffen.

Dank Familie Albrecht

Dass wir in Deutschland qualitativ gute Lebensmittel billig einkaufen können, verdanken wir vor allem Aldi. Die haben den Maßstab gesetzt, dem inzwischen viele folgen.

Dass die Brüder Albrecht die reichsten Deutschen sind, stört mich darum gar nicht. Klar, viel von ihrem Geld war vorher im Geldbeutel armer Leute. Aber die Armen sind durch Aldi, Lidl und ähnliche nicht schlechter dran, sondern deutlich besser.

In Skandinavien bleibt mehr übrig?

@Koelle_am_Rhing

Also in "In Skandinavien bleibt mehr übrig?"

Interessante Vorstellung. Ich habe sowohl in DK geklebt, und lebe grade seit 5 Jahren in SE.

Ja, wir bezahlen deutlich mehr, die Gehälter sind auch höher - aber es bleibt kaum was übrig.

Die meisten Schweden und Dänen "sparen" nicht langfristig nicht sondern brauchen ihr gesamtes Gehalt für die Lebenshaltungskosten, das Häuschen und das eine oder andere Extra wie mal ein Urlaub auf.

Selbst mit einem extrem guten Gehalt habe ich nicht wirklich viel übrig nachdem ich meine Familie durchgefüttert habe - nicht das ich mich beschwere, das Leben ist hier deutlich angenehmer als in Deutschland.

Ich verdiene ca 1,5 mal so viel wie beim gleichen Job in Deutschland dafür kosten viele Dinge doppelt bis vier mal so viel...

Glücklich sind die Schweden, die in NO oder DK arbeiten aber in SE wohnen und Steuern zahlen, z.B. Malmö-Kopenhagen Pendler.

@ Agent lemon

Dass Sie dieses Jahr das erste Mal nach so langer Zeit in Deutschland waren, überrascht mich jetzt.
.
Ihren Kommentaren zufolge (spätestens seit Mitte letzten Jahres) wurde der Eindruck erweckt, als seien Sie vor Ort und bestens mit der Situation in Deutschland vertraut.
.
Davon ab denke ich nicht, dass man aus einem Besuch die wirkliche Situation ableiten kann.
.
Im übrigen wäre es extrem bedenklich, müssten wir Deutschland mit Kambodscha vergleichen und nicht mit den anderen Ländern in der EU. Dann müsste etwas wirklich schlecht gelaufen sein.
.
Aber wer weiss. Vielleicht hören wir den Vergleich mit Kambodscha demnächst auch direkt von Frau Merkel?

Kann man JEGLICHEN....

Statistikmeldungen heute(ohne das Kleingedruckte zu kennen) heute noch glauben? Ich sage generell nein. Seit Beginn des Pixelzeitalters vor ca. 20 Jahren gibt es 2 Welten: Die Pixelwelt und die Realwelt. Beide scheinen sich Tag fuer Tag weiter von einander zu entfernen.

Deutschland ein Jammertal

In Deutschland wird mit voller Hingabe und auf erstaunlich hohem Niveau gejammert. Jammern ist eine der absoluten Lieblingsbeschäftigung der Deutschen, zumindest bei denen, die nachmittags um vier Zeit und Muße für politische Äußerungen haben.

Abgesehen davon geht es den Deutschen gut. Es läuft politisch solide und wirtschaftlich sehr befriedigend und wir haben objektiv keinen echten Grund uns zu beschweren.
Uns geht's gut! Klar soweit?

Grüße vom Sofa

@Lyriost:"Die Lebenshaltungskosten zu vergleichen, ohne die ...

... Einkommensverhältnisse zu berücksichtigen, hat keinen Wert."

Das lässt sich so generell nicht behaupten. Natürlich wäre ein Kaufkraftvergleich sinnvoll. Dennoch sagen die Lebenshaltungskosten etwas darüber aus, wer sich was leisten kann. So kann sich z.B. auch ein Hartz-IV-Bezieher oder ein Niedriglöhner bei geringen Lebenshaltungskosten mehr leisten als anders herum. Deshalb gehen diese Kosten ja auch in den Warenkorb als Berechnungsgrundlage von Sozialtransfers ein.

Waren sind überall gleich teuer

Der Sack Reis aus China kostet in Deutschland genauso viel wie in Bulgarien.

Das was die Kosten beeinflusst sind:
- Steuern
- Lohnkosten
- Mieten

Die Supermarktpreise in Tschechien sind die selben wie in Sachsen oder Bayern(mit marginalen Unterschieden).

Was soll diese Statistik ohne

Was soll diese Statistik ohne sie in Ralation zur Kaufkraft zu setzen?

oder wundert sich hier irgend jemand, warum nicht scharenweise Schweizer ins günstige Bulgarien auswandern?

Mehr leisten

Daß man sich "bei geringen Lebenshaltungskosten mehr leisten" kann, wer hätte das gedacht, Herr Baltrusch? ;-)

Was nützt das billige einkaufen

wenn von einem verdienten Euro knapp 30 Cent Kaufkraft über bleiben ?
Der Rest sind Steuern und Sozialabgaben.
Derr Deutsche will billig !
Lachhaft er kann nicht anderst weil nichts übrigbleibt!

@Klaus V

Der Deutsche will billig, damit er ein großes Auto fahren kann.
Wers nicht glaubt macht doch bitte mal die Augen auf, wer alles mit welchen Autos durch die Gegend fährt. Leider habe ich dafür unzählige Beispiele aus dem Kollegen und Freundeskreis.
Für gutes Essen ist da oftmals nichts mehr drin. Andererseits werde ich oft für mein unspektakuläres Auto bemitleidet.
Damit kann ich gut leben ;-)

Jammern auf hohem Niveau

In London zahlen die Einwohner im Durchschnitt 60% ihres Einkommens für Miete. Davon sind wir in Deutschland selbst in Ballungsgebieten weit entfernt. Es ist nicht unüblich, dass man in London mit einem hochbezahlten Job mit Mitte 30 noch in einer WG wohnt. Aber hier wird ständig gemeckert. Ich glaube, die Ansprüche der Deutschen sind einfach zu hoch... Es muss ja immer gleich eine eigene Wohnung oder sogar ein Haus sein.... Nein, muss es eben nicht - dann bleibt auch mehr zum Leben übrig.

Ganz egal, ob wir vergleichsweise besser...

...oder schlechter als irgendwelche Nachbarländer dastehen:
Unsere Lebensmittel scheinen viel zu billig zu sein, sonst würden hierzulande nicht jeden Tag tausende Tonnen Lebensmittel vernichtet.
Ich wurde mit dem Spruch erzogen: "Brot darf man nicht wegwerfen". Ich halte mich bis heute daran, und nicht nur Brot, so gut wie kein Lebensmittel wird bei uns weggeworfen.
Aber ich sehe bei Familien, die deutlich weniger Einkommen haben als ich, dass dort tagtäglich die Reste als "nicht mehr genießbar" in den Mülleimer wandern.
Dazu gehören auch frisch gekaufte Brötchen, die nach dem Frühstück übrig bleiben.
Aber gejammert wird trotzdem...

wenn es in Albanien, Bulgarien und Mazedonien so billig ist,

warum gibt es dann eine Völkerwanderung vom Balkan nach Mitteleuropa und nicht in der umgekehrten Richtung?

@derfa

können sie extrem gutes einkommen konkretisieren? was verdienen sie in S für welchen beruf?

@Agent lemon

"Bescheidener Wohlstand? In D hat man jeder Relation laengst verlohren."

ich gebe ihnen vollkommen Recht, die Maßlosigkeit in unserer westlichen Zivilisation ist unerträglich, mein Kommentar zielte auch auf die EU und die Gier des Staates der auf der einen Seite das Volk durch überzogene Steuern bestiehlt & auf anderen Seite immer mehr Verantwortung abgibt (privatisiert), die Folgen sehen wir jeden Tag, unsere Gesellschaft verdummt, verarmt & verroht.......

In der Schweiz ist alles besser?

Mittlerweile arbeite ich wieder in Deutschland, war aber zwei Jahre lang für ein Projekt an einer schweizerischen Hochschule tätig. In der Schweiz verdient man generell deutlich mehr als in Deutschland und hat geringere Abzüge. Aber auch der Lebensunterhalt ist deutlich teurer.

Zitat von Oreg, 14:52 Uhr :

"...bei denen die Kunden die einmalige deutsche Backkultur den zwei Cent opfern, die das Brötchen dort noch billiger ist als bei einem richtigen Bäcker..."

2 cent ?

Hmmm,

bei Netto kostet ein frisch gebackenes "normales" Brötchen 13 Cent, beim Bäcker davor 35 Cent...

OK, das von Netto schmeckt Abends nicht mehr, aber solange es frisch ist nicht wesentlich schlechter als das knapp 170 % !!! teurere vom Bäcker.

Ach ja, und die meisten "richtigen Bäcker" ( AUCH Familienbetriebe ! ) backen ebenfalls mit Fertigmischungen...

um 16:00 von Wir Sofa-Revoluzzer

"Abgesehen davon geht es den Deutschen gut. Es läuft politisch solide und wirtschaftlich sehr befriedigend und wir haben objektiv keinen echten Grund uns zu beschweren."

Sie haben absolut recht. Aber was mich fasziniert, ist, dass Sie das ausgerechnet in der Meckerecke veröffentlichen.

@Gast1 17:29

Zitat:
"Es ist nicht unüblich, dass man in London mit einem hochbezahlten Job mit Mitte 30 noch in einer WG wohnt."

Jammern auf hohem Niveau.

@julesv

Als IT Architekt bei einem der "Großen" ein gut 7-stelliges Gehalt. Vergleichbare Stellen (gleiche Ausbildung/Studium, Alter, Berufserfahrung, Branche) in DE werden so mit 60k bis 70k € vergütet. Da ich mich grade in halb Europa beworben habe, mit dementsprechenden Verhandlungen kann ich das ganz gut vergleichen.

Dazu kommt hier in Schweden ~35 Urlaubstage, plus Feiertage, 38,75 Wochenstunden und halbwegs gute Pensionsvorsorge. Dafür ist das Gesundheitssystem ein Graus, hier darf man nicht krank werden.

Sonderabgabe?

Denkt man etwas sorgfältiger über diese Meldung nach, fängt man an zu argwöhnen, dass eine (dauerhafte?) Sonderabgabe auf den Weg gebracht werden soll.
.
Die Einführung der Maut hat sich gerade eben verzögert. Immer mehr Flüchtlinge benötigen Versorgung. Die Arbeitslosenzahlen sinken nicht signifikant. Unsummen sind in ein Land gepumpt worden, das man in die EU holen wollte.
.
Schauen wir mal, wie lange es nun dauert, bis eine entsprechende Gesetzesvorlage von sich reden macht.

stark annähernd lineare Kontinuität

Man kann fast eine Pfeillinie von "links oben" - Nordwesten (alter traditioneller Kapitalismus) nach "rechts unten" - Südosten (neoliberaler Kapitalismus bis verkommene/verfallene Staaten) ziehen:
diese wäre dann auch deckungsgleich mit dem Wohlstands-Armuts-Gefälle-Pfeil.
Prost Europa der Egoisten "links oben"!

Wie kommt es eigentlich zu derart starken Preisunterschieden?

Wie kann es denn sein, dass die Preise angesichts des freien Warenverkehrs in der EU derart unterschiedlich sind? Unterschiedliche Mehrwertsteuersätze reichen wohl kaum aus um so starke Differenzen zu erklären.

@derfa

Danke für die Info! Komme in D mit einem ähnlichen Gehalt aber auch nicht viel weiter.

Nigeria

Den Menschen in Nigeria geht es erst gut. Dort ist alles so günstig, die Menschen leben bestimmt in Saus und Braus!

Natürlich ist es z.B. in der Schweiz teurer. Aber die Menschen verdienen dort auch mehr. Man sollte erst mal überlegen: Was heißt es eigentlich, wenn es bei uns günstig ist? Waren damals nicht die osteuropäischen Länder mit ihren verarmten Bürgern so günstig für uns? Wenn es jetzt umgekehrt ist, könnte das nicht ein Zeichen sein?

Deutschland betreibt innerhalb der EU Lohndumping, dass damit auch die Lebensmittelkosten nicht sonderlich steigen können ist irgendwie klar.
Davon abgesehen muss man vorsichtig sein, wenn man derartige Ausgaben vergleicht, selbst wenn man so unseriös ist, es mit absoluten Zahlen zu tun: Wohnkosten sind nicht gleich Wohnkosten. Die Quadratmeterzahl kann sich zb unterscheiden. Jemand in Texas zahlt vllt. das gleiche an Miete, wie jemand in München: Hat aber statt einem 10m²-Zimmer ein ganzes Haus.

Reine Volksverdummung

Solche Preisvergleiche sind reine Volksverdummung. Es ist nicht nur mit maßgeblich, welcher Monatsverdienst dem gegenüber steht (vorrangig beim unteren Einkommensdrittel der Bevölkerung), sondern auch, welche Kosten zusätzlich aufgewendet werden müssen, um die Folgen des Verzehrs der Lebensmittel manchmal sofort und manchmal auch erst nach vielen Jahren und dann chronisch ärztlich behandeln zu lassen.
Zusätzlich kommt es auch noch auf die Qualität an, denn wenn infolge schlechter Qualität regelmäßig ein beträchtlicher Teil in der Mülltonne landet, dann ist auch das als Kostenfaktor zu berücksichtigen.

@ 18:12 von Hammelfleisch

Nun, nehmen Sie doch mal des Deutschen liebstes Kind, das Auto. Wenn Sie nicht lang herumrecherchieren wollen, dann gehen Sie einfach zu einem der vielen Reimporteure und wundern sich, warum ein PKW "deutscher" (meint: traditionell deutscher Hersteller) Provenienz dort teilweise deutlich günstiger ist als beim hiesigen Dealer.

Funktioniert durchaus auch mit anderen Artikeln, wenngleich manchmal etwas aufwändiger.

@Gironimo

Genau.Soll derjenige doch froh sein,das er sich keine eigene Wohnung leisten kann und so nicht in die Versuchung gerät,womöglich eine Familie zu gründen.
In den schönen Großstädten sollten wirklich nur die ganz Reichen wohnen und unter sich sein dürfen!

Gironimo

Vergessen Sie nicht, wie dann die wohnen/ was die für Mieten zahlen, deren Job nicht hochbezahlt ist, sondern nur "ziemlich gut" für unsere Verhältnisse.

Dann können Sie Ihr "Jammern auf hohem Niveau" nur noch aufrechterhalten, indem Sie sagen: "Tja, muss ja nicht in London leben" .

Das bringt mich zu dem Punkt, der in dieser TS-Statistik gar nicht vorkommt: Lebenshaltungskosten in Relation zum Einkommen und der Höhe der Steuern, Sozialabgaben und Krankenkassenbeiträge.

In der Schweiz liegt die relative Armutsgrenze einer 4-köpfigen Familie z. B. inzwischen bei 4000 Franken.
D. h. die meisten verdienen mehr. Krankenkasse ist günstiger, Steuern sind wesentlich geringer.
Da kann man auch mehr für den "Warenkorb" bezahlen, sogar Erzeugerpreise für Lebensmittel, was wiederum bedeutet, es fallen nicht so viele Staatssubventionen an (und EU-Subventionen sowieso nicht).

Zum Glück ist das so.

Unsere Politiker und diejenigen, die diese "beeinflussen" als auch alle Gutverdiener sollten Gott (oder in dem Fall ALDI, Lidle und co.) danken, dass dies so ist.
Wer haben mittlerweile sehr viele Einwohner, die ohne solche Läden nicht existieren könnte. So sind diese "ruhig gestellt." Denn denen kann man ja immer sagen, seht doch wie gut es euch geht, schaut mal bei den Nachbarn oder gar noch weiter weg.

Es gibt mittlerweile eine immer stärker werdende Bewegung weg von der "Geiz ist geil" Philosophie. Die große Verelendung (für deutsche Verhältnisse) immer größerer Bevölkerungsanteile, die aber trotzdem dem Reklamedruck als auch der nicht gerade glücklich agierenden (Boulevard-) Presse ausgesetzt sind hebt dies auf.

Wenn sich Politik und Wirtsschaft nicht bald etwas einfallen lassen, wie sie diese Menschen wieder zu "vollwertigen Bürgern" machen und nicht mehr als Prekariat behandeln, wird es trotz der billigen Lebenskosten auch in Deuschland gesellschaftliche Probleme geben.

@sedance und EulenachAthen

Bitte mal nachlesen, wieso ich "Jammern auf hohem Niveau" geschrieben habe und wem ich das geschrieben habe (Gast 1). Ironie beachten. Gruß.

@17:45 von Gerd Hansen

bei Netto kostet ein frisch gebackenes "normales" Brötchen 13 Cent, beim Bäcker davor 35 Cent...

Egal wie groß der Unterschied wirklich ist. Weil aber den deutschen Kunden die Ersparnis von 20 Ct. beim Brötchen oder 10 Ct. beim Ei so wichtig ist, gibt es Legebatterien und prekäre Arbeitsverhältnisse.

Oder glaubt irgendjemand, dass die 13-Cent-Brötchen vom deutschen Bäckermeister mit Facharbeitergehalt hergestellt werden?

Billige Zeitarbeitskräfte zum Mindestlohn oder gleich irgendwo im Osten. Ach ja - warum sind noch mal so viele LKW auf den Autobahnen unterwegs?

Aber Hauptsache es ist regelmäßig ein neues Smartphone und ein paar schicke Alufelgen drin.

Wenn ich hier lese habe ich manchmal den Eindruck, in deutschen Lebensmittelgeschäften sind nur Sozialhilfeempfänger unterwegs - bis ich auf den Parkplatz hinaustrete. Da stehen dann die Hausfrauen-SUVs, denen die Brötchen zu teuer sind.

Europa?

Man wundert sich warum in Statistiken über Europa immer wieder die Türkei auftaucht.

Die Türkei ist ein asiatisches Land. 97 % des Landes liegt auf dem asiatische Kontinent. Wer daraus ein europäisches Land machen will hat wohl keine Ahnung von Relationen.

In dieser Statistik ist ja auch Russland nicht vertreten, das mehrheitlich auch ein asiatisches Land ist..

welcher aushilfsanalytiker

hat sich denn vorliegende liste ausgedacht. finnland "nur" 23% teurer. da kann ich ja mal laut lachen. für jemanden wie mich, der oft genug hier in finnland einkaufen muss, weil er eben hier lebt, ist so etwas ein hohn. versuchen sie es mal mit durchschnittlich 40%, dann sind sie auf der richtigen fährte. kleines beispiel gefällig: minderwertiges mineralwasser, für 6 flaschen bezahlen sie hier in etwa 2€ mehr als für nen kompletten kasten gutes mineralwasser in deutschland. dann fangen sie mal an zu rechnen...

Dieser Vergleich ist unsinnig!

Solche Vergleiche sind unsinnig, denn ich muss, um wirklich einen etwas aussagekräftigeren Vergleich durchführen zu können, das verfügbare Netto-Einkommen zu den Kaufpreisen in Relation setzen. Möchte ich wirkliche Aussagen treffen, dann muss ich bei den Lebenshaltungskosten weitere Unterscheidungen nach Grund-, gehobenen und Luxusbedarf vornehmen.
In Sachen Polen, wo ich die Situation dank häufiger Aufenthalte beurteilen kann, würde ich gerne mal die Zahlen und Preise im Detail wissen, da etliche Dinge ggf. zwar preiswerter sind, jedoch die Qualität dementsprechend ist, während ich beispielsweise beim Aldi umgerechnet die Preise bezahle, wie ich sie aus Deutschland kenne.
Die Veröffentlichung in dieser Art und Weise kann man sich getrost schenken, diese Zahlen taugen gerade mal für den Stammtisch.

@Koelle_am_Rhing

"In Skandinavien und in der Schweiz verdienen die Menschen ja auch deutlich mehr als in Deutschland und es bleibt trotz höherer Lebenshaltungskosten mehr übrig !"

keine ahnung, wie es in der schweiz aussieht, aber es ist ein gerne verwendetes ammenmärchen, dass der verdienst hier in skandinavien deutlich höher ist.

ich bekomme, verglichen mit meinem vorherigen einkommen in deutschland, etwas weniger für die gleiche arbeit. wie sie da darauf kommen, das bei höheren lebenshaltungskosten am ende noch etwas übrig bleibt, dass müssen sie mir mal näherbringen, da wäre ich dankbar für jeden hinweis.

Damit kein Deutscher den Verfall des Euro bemerkt...

.... werden hier vor allem die Lebensmittelpreise künstlich niedrig gehalten, dank halbierter MWSteuer.
.
Fahren Sie mal ins Ausland, eigentlich egal wohin. Da sieht man erst, mit was für einer Weichwährung wir inzwischen umgehen... Alles dank der Geld-Druckmaschine namens EZB unter Goldman-Sachs-Draghi.

Lebenshaltungskosten - Einkommen

Danke ARD. Ein hochinteressanter Artikel. Sollten sie öfters machen. So ein jährlicher Vergleich. Einkommen und Lebenshaltung pro Land nebeneinander. Man kann die Liste noch optimieren. z.b. Holland soll nur 10,7% teurer als Deutschland sein, dafür würde nicht die ganze Grenzregion in Deutschland einkaufen. Holland ist im Durchschnitt 20 % teurer. Frankreich ist mindestens 20% teurer und nicht 7,8 %. Rumänien fehlt auf der Liste liegt auf dem Niveau Bulgarien also 50% billiger. Meine Empfelung in Deutschland verdienen und in Siebenbürgen wohnen, wenn Sie es organisieren können.

Geheimer Verfall

@ Jon Do:
"Damit kein Deutscher den Verfall des Euro bemerkt..."

Einer merkt es ja glücklicherweise: Sie.

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