Kommentare

Eine neue Art der Mafia

Würde das Urhebergesetz so angewandt, wie im TS Beitrag beschrieben, wäre wohl alles in Ordnung. Die Wirklichkeit sieht indes anders aus. Da haben sich gewisse Anwaltskanzleien und Inkassobüros darauf spezialisiert, durch Abmahnwellen so richtig Kasse zu machen. Hierfür werden z.T. sogar mafiöse Strukturen und Netzwerke etabliert. Bestes Beispiel hierfür ist wohl der "Red-Tube Skandal", der einen der bekanntesten Abmahnanwälte seinen Job kostete und erschreckendes zutage brachte, mit welch wirtschaftskrimineller Energie diese Leute vorgehen. Die gewollte Neuauflage der VDS wäre DAS Instrument für solche Leute, um die bestehende Abmahnindustrie wieder in Schwung zu bringen, die seit dem Verbot derselben etwas lahmt. Vermutlich ist das ein Hauptgrund, weswegen sie so vehement forciert wird. Angesichts der Zahl der Anwälte, die im Bundestag sitzen, ist das wohl kein Wunder. Eine Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus.
Zum Glück haben wir noch Karlsruhe. Noch...

Unnötig

In Zeiten von Netflix, Watchever, Instant Video, Spotify etc. ist es vollkommen unnötig illegal Musik und Filme herunterzuladen.
Wer es dennoch tut, der gehört bestraft.
.
Ebenfalls unnötig sind die lächerlich hohen Forderungen der Abmahnschreiben, das ist reines drakonisches Abschrecken und nebenbei Kasse machen.

Filesharing = kriminell???

Meine Güte!
Es gibt zig Filesharingportale auf denen vollkommen legal Bilder, Videos und Texte getauscht werden!
Wie kann man dann unter der Überschrift "Was ist Filesharing" den Begriff Filesharing in verallgemeinender Form mit einer Straftat gleichsetzen???

Wenn das so einfach wäre, wie von Herrn Schwartz dargestellt, gäbe es keinerlei Probleme. Eben weil es aber beim Filesharing rechtliche Grauzonen gibt, muss ja auch der BGH entscheiden, wo die Grenzen des Urheberrechts liegen und welche Handlungen beim Tauschen von Dateien strafwürdig sind.

Wer hat den Schaden, wer profitiert?

Wieso bezahlen, wenn es dasselbe kostenlos im Netz gibt? Filesharing wird sich gerade unter Jugendlichen nicht verhindern lassen, denn das Taschengeld wird lieber für Konzertbesuche oder Fanartikel ausgegeben. Vielleicht möchte der ein oder andere seine Lieblingskünstler durch den Kauf des Albums unterstützen. Aber dieses Umdenken setzt meist erst ein, wenn man selber Geld verdient.

Hier ist die Musikindustrie gefordert, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Sonderpreise für Kinder und Jugendliche wären eine Option. Auch selbstgewählte Preise auf freiwilliger Basis wären eine Option.

Es wäre noch interessant, welcher Schaden dem Künstler entsteht und wieviel von den 200 Euro Strafe an ihn fließen. Ich vermute, dass sich in solchen Fällen arbeitslose Anwälte als Hilfssherrifs verdienen und der geschädigte leer ausgeht.

Fakten vergessen!

Hallo Herr Kolja Schwartz, leider haben Sie in dem Artikel vergessen, dass die Europäische Kommission in einer Studie zu einem interessanten Schluss kommt: Unerlaubte Downloads haben nur geringe oder gar keine Auswirkungen auf legale Musikverkäufe im Internet. Erst die Downloads haben die Musikindustrie zu Download- und Streamingangebot gemacht. Ihre Behauptung die Musikindustrie verliere dadurch Geld stelle ich hiermit in Frage! https://netzpolitik.org/2013/studie-der-eu-kommission-urheberrechtsverle...

ip adresse

wieso kann und darf eine (Platten-) Firma anhand einer IP Adresse (wie kommt sie da überhaupt legal ran?) einen Anschlußinhaber ermitteln?

Das wäre doch höchstens innerhalb einer polizeilichen Ermittlung im Zuge einer Anzeige erlaubt? Oder liege ich da falsch?

Im Prinzip

zahle ich doch durch die >Urheberrechtsabgabe auf Speichermedien< (siehe >Pauschalabgabe< bei wikipedia) schon im Voraus für eventuelle Kopien (selbt, wenn ich ausschließlich eigene Daten speichere). Hoffentlich wird das auch vom BGH berücksichtigt!

Bezgl. 07:59 h von Frank_Furter

Werte TS,
Ich muss mich hier Frank_Furter´s Kritik anschließen.
Nicht prinzipiell JEDES Filesharing ist auch gleich eine kriminelle Handlung. Auch ich erwarte hier von einem Medium wie der TS eigentlich eine stärkere Differenzierung zwischen legalem und illegalem Upload / Download.

Rechtlich problematisch - eben aufgrund des Urheberschutzes - wird es NUR dort, wo tatsächlich urheberrechtlich geschützte Inhalte zur Verfügung gestellt werden, deren Rechte deutlich erkennbar NICHT beim Uploader liegen.

Etwas gänzlich Anderes ist es mit Bildern, Videos und Texten, bei denen der Uploader selbst über die Rechte verfügt und die Daten im Wissen, das er sie anderen zum Download zur Verfügung stellt, per Upload freigibt.

Vielleicht wäre eine etwas konkretere Differenzierung diesbezüglich machbar ? Filesharing ist nicht automatisch eine illegale Handlung : Der Inhalt macht ´s.

@leser321

Auch die Pornoindustrie hatte ja ihre Abmahnwelle vor ein paar Jahren.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Abmahnungen-wegen-Redtube-
Pornostreaming-Durchsuchung-bei-Berliner-Anwalt-2513707.html

IP-Adressen stimmen oft NICHT

Und das ist der eigentliche Skandal. Übrigens: grundsätzlich bei der Strafverfolgung.

So wurde bereits eine ältere Dame abgemahnt, die weder Router noch Modem noch PC besitzt. Ihr (Komplett-)Anschluss wurde aber fälschlich "ermittelt und das Gericht urteilte: Sie muss zahlen.

Andere konnten Nachweisen, das sie zu dem Zeitpunkt eine Anschluss Störung hatten und technisch zum abgemahnten Zeitpunkt überhaupt kein Internet zur Verfügung hatten. Dennoch die "ermittelte IP"

Das ganze ist ein Skandal! Und ich nehme dabei illegale Downloader ausdrücklich nicht in Schutz.

Wenn so schlampig gearbeitet wird, wie aktuell, dann Gnade uns Gott bei der Vorratsdatenspeicherung

"Filesharing" und Filesharing

Ich stimme Frank_Furter völlig zu. "Filesharing" alleine ist mitnichten ein sogenannter Straftatbestand. Wenn beispielsweise Medien- oder Werbeagenturen Bild- und Filmmaterial miteinander austauschen, geschieht das aufgrund der irren Datenmengen ebenfalls oft über P2P-Netzwerke, ganz einfach schon aus Gründen der Geschwindigkeit. Das Gleiche gilt für wissenschaftliche Institute und Hochschulen.
Der unbedarfte Bildzeitungsleser wird hier leider etwas falsch über den Begriff informiert, ich möchte Sie bitte, das im Artikel zu korrigieren, bzw. genauer zu erläutern.
Danke und einen schönen Tag.

Verbraucherfeindlich

Das deutsche Recht war ja schon immer ziemlich lächerlich, wenn es um Software ging. Man zahlt ja auch eine abgabe auf Speichermedien, weil jeder Bürger pauschal als möglicher Softwarepirat angesehen wird.
Und auf Youtube kann man den deutschen Sonderweg ja auch gut beobachten. An dieser verbraucherfeindlichen Rechtsauffassung wird sich wohl auch nach diesen Urteilen nichts ändern.

Ihre sachlich unhaltbaren Behauptungen schaden der Netzkultur

"Filesharing" ist einfach eine Gruppe von technischen Werkzeugen, über die große Datenmengen bereitgestellt werden, wenn deren Verbreitung an viele Nutzer einen einzelnen Server überfordern würde. Darunter sind z.B. Videos von Konferenzen, Musik und Filme von unabhängigen Künstlern die ihre Werke frei zugänglich machen, oder Open-Source-Software.

Ihre Aussage, bei Filesharing gehe es "um die illegale Verbreitung von Musik oder Filmen" ist also nicht nur technisch und rechtlich falsch, sie ist in der öffentlichen Diskussion und Wahrnehmung auch schädlich für die Entwicklung der Netz-Infrastruktur und schädlich für die kreative und produktive Netzkultur. Dafür ist sie ganz im Sinne der Content-Industrie, die aktiv versucht das Internet zu zentralisieren und zu kontrollieren, ohne Rücksicht darauf dass Kultur und technischer Standard dabei Schaden nehmen.

Vielleicht sollte auch bei der Tagesschau einmal jemand über Netzthemen berichten der einen Hauch von Ahnung hat!!

Also...

Wenn Filesharing mit einer Straftat gleichgesetzt wird, muss man doch im selben Atemzug sagen, dass der Zeitungsdruck gleichzusetzenist mit Falschgelddruck.

Nur weil einige Deppen s.g. Filesharing (hier ist noch gar nicht geklärt, was überhaupt filesharing ist! Je nach auslegung ist das Hochladen eines Textes zB hier in Meta bereits eine Form des Filesharings..) für illegale zwecke nutzen ist nicht das gesamte Filesharing illegal. Bittorrent zum Beispiel, um eine der bekanntesten Methoden zu nennen, ist allgemein zB bei Linux Distros oder auch legalen Musikdownloads (Blind Guardian zb) eine gern genutzte Methode um zentrale Server zu entlasten.

Und analog dazu kann man ja sagen: Nur weil einige Deppen Geldscheine auf Kopierer legen ist der Zeitungsdruck nicht gleichzusetzen mit der Herstellung von Falschgeld. Und so ist Filesharing nicht gleich Filesharing. Bzgl. Wissenschaftsjournalismus gab es vor einiger Zeit einen guten Artikel hier.. bei Technik wäre das auch mal erwähnenswert.

Ein Volk wurde zu kriminellen

Die Abmahnpraxis der Anwaltkanzleien ist ein alter Hut. War doch der Freiherr von Grafenreuth mit seinen Taniabriefen einer der ersten, die das grosse Geschaeft witterten.
Sich als kleines Kind auf Boards ausgegeben um an guenstige Spiele zu kommen. Traf eine Kopie ein, gab es eine Abmahnung. Heute laden die lieben Kinderchen eine CD mit Musik runter und schon flattert eine Abmahnung zu den Eltern. Doch wer glaubt, damit hat es sich, irrt. Wird heute doch nur 1 Lied abgemahnt und die Zahlung gleicht einem Schuld eingestaendniss und dann kommt die Rechnung fuer jedes Lied.
Nein- ein Volk wurde zu kriminellen abgestempelt und eine Gerichtsentscheidung kommt viel zu spaet.

Also ich schaue regelmäßig

Also ich schaue regelmäßig neue Serien auf einer Internetseite. Ob das legal ist? Keine Ahnung, denn auch auf Youtube gibt es neuere Kinofilme und Serien ... und manchmal verschwinden die dann wieder weil sich irgendjemand wegen Copyright beschwert hat. Youtube aber ist niemals dran schuld ... neeeeiiiiinnnn ... die doch nicht! Hauptsache man hat die AGB entsprechend geschrieben.

Ich denke der Haken liegt darin, dass es möglich ist solche "derjenige der Daten hochlädt ist verantwortlich"-AGBs zu verfassen, denn das macht eine Verfolgung kompliziert (weil man sich an die X-uffzich Hochlader halten muß anstatt an die verbreitende Seite selber). Ohne diese hätten die entsprechenden Dienste die Verantwortung für die Einhaltung des Urheberrechts zu sorgen UND es wäre einfacher die Schuldfrage zu klären bzw. die entsprechende Seite dicht zu machen.

Ressourcenverschwendung.

Ressourcenverschwendung. Sicher müssen Musiker und Künstler entlohnt werden. Aber heute ist es auch so, dass nur die Großen absahnen. Mit bedinungsloser Existenzsicherheit für ALLE Menschen, würden wir endlich die Verschwendung des Verpackungsmaterials eindämmen können, weil digitale Kopien endlich kostenlos sein könnten.

Als Käufer von einem Produkt ewürde ich mich nur ungern mit 10 oder 20 Euro Preisen zufrieden geben, und dafür nur ein Download Ticket zu erhalten.

Nur Telekom Kunden?

Sind es nur Telekom Kunden die Abgemahnt werden? So viel ich weiss gibt es noch keine Vorratsdatenspeicherung. Jedoch hat sich die Telekom in der Vergangenheit sehr Auskunftfreudig gezeigt, hingegen andere Anbieter keine Auskunft erteilten, weil nichts gespeichert wurde.
Womoeglich ist der beste Schutz ein Provider wechsel.

Alter Wein in neuen Schläuchen

Eigentlich ist das Prinzip nun nicht wirklich neu, das Prinzip lautet Hüter des Status Quo gegen Fortschritt. Was früher die Zünfte im Handwerk waren, die mit entsprechenden Strukturen mehr an ihrem Erhalt, als an Fortschritt interessiert waren, so ist es heute die Medienindustrie, die schlicht die Entwicklung verschlafen haben und vehement versuchen ihre Pfründe zu sichern. Bedenklich ist es wenn jemand in die selbe Kerbe haut, die andere für einen gehauen haben, ursprünglich war und ist das P2P-Prinzip als ressourceneffizientes Werkzeug angedacht gewesen und ist weder illegal noch sonstwie moralisch verwerflich, wäre das so, dann müssten Whatsapp & Co ja auch verboten sein! Dass man Dinge die eigentlich sinnvoll sind auch missbräuchlich verwendet werden können ist wohl eine uralte Binsenweisheit...

"Schaden" der Musikindustrie

@derFriedrich: Zustimmung

Die Musikindustrie rechnet folgendes vor: Musik wird x mal runtergeladen. x mal der Verkaufspreis = der eingetretene Schaden für die Musikindustrie

Das ist ja vollkommener Quatsch!

Nur weil sich ein 15-Jähriger ein Terabyte Musik runtergeladen hat hätte er - wenn das nicht möglich gewesen wäre - gewiss nicht mal eben für Zehntausende € Musik gekauft.

Die Nachfrage wird über den Preis bestimmt.

Ich habe keine konkreten Zahlen vorliegen, aber soweit ich weiß macht die Musik-Industrie immer noch gute Geschäfte. Die Leute kaufen immer noch Musik, gehen immer noch auf Konzerte und kaufen Fanartikel und die GEMA verteilt immer noch n guten Batzen Geld. Der Unterschied ist nur, dass die Nutzer - obwohl sie vielleicht immer noch den gleichen Betrag für Musik ausgeben - im Schnitt über mehr Songs verfügen. Zu behaupten, daraus ergäbe sich ein Schaden für die Musik-Industrie ist eine Milchmädchenrechnung, die die fundamentalsten Grundsätze des Marktes ignoriert.

Am 11. Juni 2015 um 08:03 von Nachfragerin

Man sollte auch etwas für sein Geld bekommen - jedenfalls meiner Meinung nach.
Die letzten CDs, die ich mir gekauft hatte, besaßen schon kein Booklet mehr.. oft gab es dafür aber Werbung für eines der großen Downloadportale..
Bei Filmen ist es schlimmer.. allein durch die nervtötenden Anti-piracy-clips bin ich meist schon zu genervt um eine BD oder DVD einzulegen.. Bücher? In Zeiten, wo jeder eine Epub raushauen kann, ist die Qualität nicht mehr das Maß aller Dinge.. Computerspiele? Die kaufe ich tatsächlich alle via Steam, weil die letzten "Boxed" spiele meistens auch nur noch eine AlibiCD mit Steam/Origin und einem Key drauf waren...
Wozu soll man dann also noch Geld ausgeben um sich etwas "physisches" zu kaufen? Dann lieber bei legalen Downloads für weniger Geld etwas kaufen..
mMn ist die Industrie auch selbst mitschuld an dem Problem. Je weiter die Qualität gesenkt wird desto geringer ist die Hemmschwelle für illegale Downloads.

Ich bin hin und hergerissen

Selbst meine Generation hat als Kinder oder Jugendliche in den Siebzigern folgendes gemacht. Im Zimmer auf dem Boden gelegen, Kabel vom Kassettenrekorder ans Radio gestöpselt, und dann die Musik aus dem Radio aufgenommen. War umständlich und die Qualität auch nicht prickelnd. Wo ich hinaus will? Der Tatbestand der Raubkopie bestand da eigentlich auch so. So ging es dann weiter mit den Leihvideos oder Fernsehsendungen, oder sogar kleine Programme auf Diskette.

Wie schon ein Kommentator richtig geschrieben hat, in einer Zeit der Downloads, umsonst oder günstig, ist es einfach Schwachsinn (mit Verlaub) Musik illegal z beschaffen. Man muss keine ganze CD kaufen wenn einem nur ein Lied gefällt, man kauft nur das. Das Mischen eigener Samples ist kinderleicht.

Dann gibt es noch Internetradio mit den man gezielt seinem Geschmack einstellen kann, usw.

Was seit Jahren aber mit den sogenannten Abmahnungen abläuft ist auf keinen Fall richtig. Ein Geschäftszweig der auch nicht koscher ist, Oder?

Urheberrechtsschutz ist gut, aber ...

Es geht um den Urheberrechtsschutz und nur sekundär um ein illegales Filesharing solch geschützter Daten. Ohne den Urheberrechtsschutz lohnt es sich für den Urheber nicht, eigene Werke zu schaffen und zu verbreiten. Was ist aber rechtlich auf Konsumentenseite wenn z.B. nur heruntergeladen wird und man durch geeignete Schutzmaßnahmen NICHT Anbieter von geschützten Werken wird. Wie kann man vor einem Download erkennen, was man tatsächlich herunterläd? Manchmal werden unter falscher Vorspiegelung ganz andere Daten zur Verfügung gestellt. Zudem bieten viele große Portale ja auch zeitweise eigentlich geschützte Daten zum legalen Download an. Also passiert es doch sehr oft, daß man erst nach einem Download und aufwendiger Prüfung feststellen kann, ob etwas illegal war. Für den Konsumenten wird es da sehr schwierig, legal von illegal zu unterscheiden.

haarsträubend uninformiert

Ich muss da leider vielen Vorsschreibern zustimmen. Frau Kolja Schwartz mag sich ja mit der rechtlichen Seite auskennen, ist aber bezüglich Begrifflichkeiten wie Filesharing komplett unbewandert. Wenn sie schreibt, dass "Was ist Filesharing? Einfach gesagt: Es geht um die illegale Verbreitung von Musik oder Filmen. ", dann ist dass nicht nur haarsträubender Unsinn, sondern auch ausgesprochen schädlich für die Netzkultur. Ich würde mir wünschen, dass die Tagesschau Redaktion, dann solche Artikel doch vielleicht jemanden schreiben lässt, der weiß, wovon er spricht. Offenbar ist "das Internet" nicht nur für unsere Politik "Neuland".

Download oder Upload

Vielleicht noch mal die Rechtsabteilung konsultieren..

Wer wurde denn je in Deutschland abgemahnt oder verurteilt geschweige denn angeklagt für den Download von urheberrechtlichen Werken?

Bitte direkt Beispiele in diese FAQ verlinkten.

Der Upload hat juristische Folgen. Man will.das.Urheberrecht dahingehend ändern hat man aber nicht. Noch nicht.

Aber nun ja, sobald man Gerüchte lange genug verbreitet hat mag man die wohl auchbglauben und kann dann die Urheberrechtsnovelle durchwinken.

Mfg

@Weiterdenken

Aus einer IP-Adresse die Wohngegend der entsprechenden Person zu ermitteln, sowie deren Internetanbieter, ist gar nicht schwierig. Die Details stecken nämlich alle schon mit drin.

Gehen sie doch einfach mal auf http://whatismyipaddress.com/ oder eine ähnliche Seite und sie werden sehen, wieviele Informationen mit ihrer IP-Adresse verbunden sind.

Und wir in Deutschland sind da noch in eienr Datenschutztechnisch "guten" Zone, da wir dynamische IP-Adressen haben. In Staaten wie der USA, wo statische IP-Adressen üblich sind, kann man theoretisch in Sekunden herausfinden, wer der Internetkunde ist.

Verbraucherwünsche VS Realität

Zu den vielen Kommentaren möchte ich anmerken, das einige hier wohl die Realität etwas aus den Augen verloren haben.

Am 11. Juni 2015 um 09:20 von spetzki
"Schaden" der Musikindustrie
-"Musik wird x mal runtergeladen. x mal der Verkaufspreis = der eingetretene Schaden für die Musikindustrie Das ist ja vollkommener Quatsch!"

Das ist KEIN Quatsch, denn das was Sie und viele andere nicht verstehen wollen ist das eine Leistung erbracht wurde und diese einer Entlohnung bedarf! Sie haben recht das die Industrie immer noch gut verdient, ABER DAS RECHTFERTIGT NICHT IHRE ARGUMENTATION!!! Wenn ein Junge sich ein TB an Daten runterlädt die er auf dem Markt eigentlich hätte kaufen müssen, dann ist das ein Schaden für die Musikindustrie!
-"Die Nachfrage wird über den Preis bestimmt."
Wieder falsch, der Preis reguliert sich über die Nachfrage...
Ich gebe Ihnen aber recht das die P2P Netzwerke den Preis mit Gewalt runtergedrückt haben und das finde ich gut.

Dieses Konsumentenverhalten

Dieses Konsumentenverhalten wurde letztlich von der Musikindustrie provoziert, da sie lange keine vernünftigen Download Angebote machte.

@ Graugans0 (09:43): ich hatte schon mal das Vergnügen mit denen

hi Graugans0

zu Ihrer Frage:

Wer wurde denn je in Deutschland abgemahnt oder verurteilt geschweige denn angeklagt für den Download von urheberrechtlichen Werken?

ich hatte schom mal im Jahre 2010 mit dieser werten Abmahn-Mafia Stress wegen einer heruntergeladenen Trilogie... Das war was für meine Freundin, deren Internetanschluss damals kaputt war und die dieses Teil gerne haben wollte. Tja und da bekam ich dann eben auch - aber erst !!6!! Monate später einen solche Bettel-Erpresserbrief von der Kanzlei Walldorf und Frommer! Aber denen habe ich Kante gegeben! Ich hab NIX bezahlt!!

Tja und seit dem spiele ich der Abmahn-Industrie mal gemeine Streiche. Wie ich dass mache?? So:

Filesharing nur noch via Tribler oder direkt in meinen Jabber-Konten

Movie-Downloads nur noch html5 auf youtube!!

Dann noch was zur Definition Filesharing:
Filesharing = das gleichzeitige Herunterladen und Uploaden. Und der gleichzeitige Upload ist die angeblich strafbare Handlung.

So nicht ganz richtig...

Die Behauptung, der Musikindustrie ginge Geld verloren, ist schlichtweg falsch, auch wenn seit Jahren gejammert wird. Fakt ist, dass die meisten, die sich die Stücke via Tauschbörse holen, diese ohnehin nicht gekauft hätten. Im Gegenteil aber kommt es häufiger vor, dass ein (illegal) gezogenes Stück bei Gefallen dazu anregt, sich das Album zu kaufen. Das ist keine Rechtfertigung für URVen, aber soll mal mit dem angeblich angerichteten Schaden aufräumen. Früher wurden auf dem Schulhof Musikbänder getauscht, im Rahmen der Privatkopie völlig legal, und der Industrie damals schon ein Dorn im Auge. Die hat im übrigen die ersten Jahre, als man CDs noch nicht kopieren konnte, durch überzogene Preise richtig ausgenutzt. Von daher hält sich mein Mitleid jetzt in Grenzen.

Ein zweiter Punkt: Filesharing ist grundsätzlich erst mal nicht illegal. Im Gegenteil, sie werden neben dem normalen Download verwendet, um freie Software zu verbreiten oder um Software schneller auf Rechnerpools aufzuspielen.

Freiheit im Netz?

Das Hochladen geschützer Werke ist sicherlich eine Straftat. Da gibt´s kein "Aber"!
Das Runterladen hingegen ist eine persönliche Sache.
Niemand sollte verbieten können, was ein User in einem öffentlich zugänglichen Netz aus dem I-Net läd.
Das "Knacken" geschützer Zugänge ist natürlich auch eine Straftat.

@ all: ich würde mir die Legalisierung von Filesharing wünschen!

hi zusammen,

In Sachen Filesharing hoffe ich mal, dass wir endlcih mal grundsätzlich das Filesharing legalisiert kriegen, nachdem der Europäische Gerichtshof 2014 das Streaming schon legalisiert hat:

http://tinyurl.com/mlxg2eb
absatzwirtschaft.de: EuGH bewertet Video-Streaming als legal (08.09.2014 | 12:00 Uhr)

So viel dazu!! Außerdem: es wird ja nicht nur Musik und Filme getauscht, sondern auch Programminhalte der ÖR-Sender (die man sich mit Hilfe einer Smart-Card von einem privaten TV-Anbieter und eines Festplatten-Videorecorders direkt vom TV heruntergeladen und dann auf seine Maschine gebracht hat. Denn die Teile enthalten ein intern verbautes Brennlaufwerk!!), Dokumente, Wallpaper, Icons, sonstiges... Und es sind eben nicht immer nur diese - angeblich - illegalen Inhalte.

Von daher würde ich mir wünschen, dass Filesharing endlich legalisiert wird!! Legalize it!!

IP Adresse

Eine IP Adresse alleine darf einfach nicht ausreichen. Es müßte zumindest einmal gegengeprüft werden ob an dem Anschluss wenn eine andere IP Nummer vergeben wurde, die gleichen Dateien immer noch getauscht werden. Wie die MI das dann technisch umsetzt ist ihre Sache. Aber mal im ernst. Game of Thrones wird im Internet runtergeladen was das Zeug hält. Trotzdem gibt es viele Menschen die genau wegen der Serie Kunde bei Sky geworden sind. GoT ist eine der erfolgreichsten Serien weltweit. Die DVD Boxen werden trotzdem verkauft. Also allein daher bezweifle ich arg, ob Filesharing überhaupt einen wirtschaftlichen Schaden verursacht. Erst durch Filesharing kamen legale Angebote doch erst an den den Start. Es gibt Studien die besagen wer viel tauscht, der kauft auch viel. und Menschen die noch nie Filesharing gemacht haben, die haben auch weniger als 10 Original CDs in ihrem Besitz. Und um sich bei Filesharing nicht erwischen zu lassen, dafür gibt es genügend VPN Dienste die man nutzen kann.

Ich verstehe das Problem

Ich verstehe das Problem nicht? Da ich mit jedem Drucker, jedem Brenner oder Rohling den ich mir kaufe eine GEMA Gebühr bezahle habe ich mir doch das Recht auf die Köpfen gekauft oder wofür ist die Gebühr ? Ich bezahle also eine Gebühr dafür das ich mit den Geräten etwas kopieren könnte, wenn ich dann aber tue ist das strafbar. Eigenartige Rechtsprechung.

@09:43 von Graugans0

Wer wurde denn je in Deutschland abgemahnt oder verurteilt geschweige denn angeklagt für den Download von urheberrechtlichen Werken?

Keiner. Ausnahme: bei Red-Tube hat man es versuicht.

Das Problem ist, dass man bei filesharing-Portalen während des Downloads gleichzeitig seine bereits runtergeladenen Bytes anbietet.

Da die eigentliche, bewusste Handlung aber der Download ist, hat es sich umgangssprachlich eben so eingebürgert, dass man von illegalen Downloads spricht..

Wer

"Tauschen" kriminalisiert, zerstört die Solidarität unter den Menschen und erzeugt Ego-Konsumenten.
DAS ist das eigentliche Ziel dieses ganzen Vorgehens!
Hätte dieses Vorgehen schon vor 40 Jahren stattgefunden, wären meine PArttonbänder nicht möglich gewesen.
Kopieren für den privaten Bereich MUSS straffrei sein, (genauso wie das zur Verfügung stellen von Breitbandanschlüssen.)
Die orwell´sche Kriminalisierung eines jeden Einzelnen scheint aber leider unaufhaltsam.

Falsche Inhalte

Und auch bei einer angeblich eindeutigen URV muss dem Verursacher erst einmal eine Absicht unterstellt werden. Illegale Inhalte werden häufig als legal getarnt. Und Dateinamen kann man ändern. Sehr häufig verbirgt sich hinter einer Datei ein ganz anderer Inhalt als der Downloader ursprünglich haben wollte. So kann das dem Namen nach freie Heimwerkervideo sich nach dem Download als urheberrechtlich geschützter Hollywood-Blockbuster herausstellen, wie man erkennen könnte, wenn man eine andere Datei mit demselben Hash-Tag runterlädt. So wird man als einfacher User durch derartige Honeypots zum Straftäter abgestempelt, weil man etwas Illegales heruntergeladen hat, auch wenn man das gar nciht vorhatte.
Und es sollte mich nicht wundern, wenn hinter diesen angeblich legalen Honeypots genau diejenigen stecken, die anschließend die Abmahnung schicken.

filesharing ist also illegal

Wenn der Austausch von Daten illegal ist, müsste man nicht mal den Entwickler vom ftp (file transfer protocol) verklagen?
Oder Tim Berners Lee!? Der hat doch den ganzen Mist namens Internet erst erfunden?
;-)

@10:27 von Resistance1405

Von daher würde ich mir wünschen, dass Filesharing endlich legalisiert wird!!

Was erzählen Sie denn da? Es geht doch gar nicht um filesharing an sich, sondern um das illegale Anbieten urheberrechtlich geschützter Werke (meistens DURCH filesharing).

@Europas-Bester (08:53)

IP-Adressen stimmen oft NICHT
Und das ist der eigentliche Skandal. Übrigens: grundsätzlich bei der Strafverfolgung.
So wurde bereits eine ältere Dame abgemahnt, die weder Router noch Modem noch PC besitzt. Ihr (Komplett-)Anschluss wurde aber fälschlich "ermittelt und das Gericht urteilte: Sie muss zahlen.
Andere konnten Nachweisen, das sie zu dem Zeitpunkt eine Anschluss Störung hatten und technisch zum abgemahnten Zeitpunkt überhaupt kein Internet zur Verfügung hatten. Dennoch die "ermittelte IP"

So sieht es aus. Ermittelte Verbindungsdaten sind KEIN zweifelsfreier Beweis, auch wenn die Abmahnabzocker das behaupten und die Gerichte dem in der Vergangenheit mangels besseren Wissens häufig folgten.
Ein eindeutiger Beweis wäre, wenn die Polizei den Rechner beschlagnahmt und bei einer Untersuchung die inkriminierenden Daten findet. So war es früher auch. Aber als die Massenabmahnungen kamen, hatten die Staatsanwaltschaften keine Lust mehr, sich mit Lapalien zu beschäftigen.

Es geht immer nur um eins:

Nämlich dem Verbraucher in allen Bereichen so viel Knete aus der Tasche zu ziehen wie möglich.
Wenn dann einige findige Menschen Wege finden die Abzocke zu umgehen treffen wir immer wieder auf die gleiche Vorgehensweise:
Verbieten und unter absurd hohe Strafen stellen, denn die Abzocker & deren Geldgier müssen ja geschützt werden. Auf die Idee Konzepte zu entwickeln die beiden Seiten nützen kommt keiner, dass würde ja die Gewinne schmälern. Geht also gar nicht!
Ich stimme Nachtwind zu wenn er sagt die Industrie sei zum Teil selbst schuld. Beispiel: CD-Brenner kamen auf dem Markt die Industrie versprach sich gute Geschäfte, aber offenbar dachte niemand daran dass die Käufer auf die sehr nahe liegende Idee kommen würden einfach alles was seinerzeit auf CD's verfügbar war (Musik, Playstation-Spiele, PC-Spiele) zu kopieren. War natürlich völlig unvorhersehbar...
Statt gute Konzepte zu entwickeln setzte man auf Kopierschutzmechanismen um weiter Kohle zu schefflen. Wurden umgangen, oohhh...

@ z.zoppo (09:13): wie dieses Spielchen läuft

@ z.zoppo

Jedoch hat sich die Telekom in der Vergangenheit sehr Auskunftfreudig gezeigt, hingegen andere Anbieter keine Auskunft erteilten, weil nichts gespeichert wurde.

Auch die werte Telekom gibt keine Auskunft! Und ich sage Ihnen mal - aus eigener Erfahrung - wie dieses Spielchen läuft:

User läd illegal herunter. Im Netz hängen dann diese illegalen privaten Ermittler und tracken ALLE IP-Adressen. Auf der anderen Seite hängt dann die Tauschbörse.

Diese wiederum arbeiten im Auftrage dieser Abmahn-Anwälte und auch die Staatsanwälte halten bei denen die Hand auf, obwohl genau dass seit 2006 durch Urteil vom Landgericht Kiel verboten ist:

http://tinyurl.com/5rfsj63
gulli.com: Die GVU darf nicht mehr mitermitteln (Donnerstag, 02.11.2006 16:44 Uhr)

Das ist also ein sogenannter Man-in-the-Middle-Angriff, was diese illegalen privaten Ermittler hier treiben.

Von denen aus laufen die Daten zur GVU und von dort aus zu den Anwälten.

wer sich richtig informieren will

Bitte nach Abmahnwahn und intresenverband gegen den Abmahnwahn googlen.
Dort wird gegen die Abzocker der Film und Musik industrie richtig informiert.

selbst abgemahnt worden

ich bin selber abgemahnt worden. Für einen Film den es überhaupt nicht gibt. Es reicht scheinbar wenn die Gegenseite einfach ein Cover vorzeigen kann. Obwohl ich das in einer halben Stunde selber bauen kann.
Auch der angebliche Hash ist in den üblichen Datebanken nicht zu finden. Und ja, ich hab den Esel für legalen Sachen genutzt. Die Abzockemafia stellt aber bewusst illegale Files unter falschem Namen rein um dann abzumahnen da man beim download(legal) automatisch einen upload(illegal) bereitstellt.
Und wer dynamische IP-Adressen zur Anschlussfestellung zulässt, hat von der Technik sowieso keine Ahnung. Denn wie will der Abmahner sicherstellen das auf seinen Log-Rechnern die Systemzeit mit den Log-Servern des Providers synchron läuft. Da kommt es auf Sekunden an. Da hilft auch kein NTP Client der die Atomuhr nutzt. Leider haben deutsche Gerichte keine Ahnung von der Technik und deshalb sind solche Abzockemafias erst möglich.

Schaden vs Nutzen

Hier wird immer vom Schaden der Industrie geredet. Darüber lässt sich diskutieren. Aber zuvor müsste erst einmal der Nutzen ermittelt werden.

Am Beispiel der Musikindustrie: Heutzutage kann ich als Nobody über das Internet berühmt werden - ganz ohne Werbeetat. Also ergeben sich Synergien, die auch für "etablierte" Musiker letztlich förderlich sind. Umsatz wird nicht nur durch den Verkauf von Inhalten erzielt - sondern eben auch über die Vermarktung der Bekanntheit.

@ Hollowman (11:02): stimmt und bei RA Solchmecke lesen

hi Hollowman

stimmt und deswegen bin ich schon Member bei abmahnwahn3page.de. Außerdem sollte man mal auf der Kanzleiseite von RA Christian Solmecke nachsuchen, wie viele tausende von Opfern der schon vertritt und auch über die neueste Abmahnmasche lesen, bei der es um diesen Facebook-Sharebutton geht!! Das treibt es echt auf die Spitze!!

http://tinyurl.com/oz3ajwc
wbs-law.de: Erster Nutzer für das Teilen eines Artikels über den Facebook Share Button abgemahnt (23. März 2015, 12:21 Uhr)

Das setzt dem Ganzen noch die Krone auf!!

@ -HAL- (11:09): wie wäre es mit C3S für Sie??

hi -HAL-

zu Ihrem zweiten Absatz:

Am Beispiel der Musikindustrie: Heutzutage kann ich als Nobody über das Internet berühmt werden - ganz ohne Werbeetat. Also ergeben sich Synergien, die auch für "etablierte" Musiker letztlich förderlich sind. Umsatz wird nicht nur durch den Verkauf von Inhalten erzielt - sondern eben auch über die Vermarktung der Bekanntheit.

sage ich mal: dann sind Sie ein Fall für die GEMA-Alternative C3S:

https://www.c3s.cc/

Gucken Sie sich mal dort um.

Man darf auch nicht

Man darf auch nicht vergessen, das vieles was illegal downgeloaded wird legal niemand kaufen würde.
Einfach weil es Müll ist, daher entsteht auch kein schaden.

Tauschen

Seit Anbeginn der Menschheit wurde getauscht. Das tauschen von Bücher, Schallplatten, Musik- Kassetten, CD, Videos, usw. mit anderen ist ja auch nicht Strafbar warum sollte das Tauschen über das Medium Internet jetzt strafbar sein?

@11:50 von sprutz

Das tauschen von Bücher, Schallplatten, Musik- Kassetten, CD, Videos, usw. mit anderen ist ja auch nicht Strafbar warum sollte das Tauschen über das Medium Internet jetzt strafbar sein?

Weil Sie im Gegensatz zu allen o. g. nichts tauschen, sondern eine gleichwertige Kopie anfertigen und die dann hergeben.

abgemahnt worden ohne Internet

eines schönen Tages öffnete ich einen Brief in dem ich für relativ unbekannte Musiktitel abgemahnt wurde. Nach prüfung des Schreibens, merkte ich, das ich an dem besagten Datum überhaupt kein Internet hatte. Durch einen Umzug hatte ich ca 3 Wochen kein Internet. Genau da sollte ich Musik downgeloadet haben. Nun das nächste Ding,nach Rücksprache mit der Telekom wurde mir gesagt, das sie ohne Staatsanwaltliche weisung nie Adressen und Namen mittels IP an dritte weitergeben würde. also muss ich irgendwo mal falsch eingekauft haben oder mich irgendwo angemeldet haben die meine Daten weiter gegeben haben

@11:59 von cowboy8

"Weil Sie im Gegensatz zu allen o. g. nichts tauschen, sondern eine gleichwertige Kopie anfertigen und die dann hergeben."

Die von mir aufgezählten Sachen sind doch auch nur Technisch gesehen gleichwertige Kopien des Originals. Oder Haben sie schon einmal eine Master Schallplatte erworben?

@ Sprutz

Weil tauschen heißt, dass ich weggebe, was ich habe. D.h. in dem Zeitraum habe ich es nicht. Tauschen heißt also: Es gibt ein Gut, das immer eine Person hat.

Tauschen über das Internet ist effektiv eine Kopie, kein Tauschen. Man kann nun argumentieren, dass CDs gebrannt, und Kassetten überspielt wurden, aber wenn man sich das Ausmaß anschaut: Es macht schon einen Unterschied, ob ich meiner Schwester eine CD brenne oder ob ich eine Kopie erstelle und diese dem Rest der Welt zur Verfügung stelle.
(Ganz davon abgesehen, war es auch schon verboten, DVDs zu brennen...)

Wir reden nicht von tauschen, wir reden von kopieren. Und das ist was ganz anderes

der Gesetzgeber müsste hier

der Gesetzgeber müsste hier der Abmahnindustrie einen Riegel vorschieben mit einer Deckelung der Gebühren auf einem niedrigen Niveau und wenn Millionen Bürger das Urheberrechtsgesetz permanent verletzen, dann sollte evtl. das Gesetz geändert werden ? ( straflose Geringfügigkeitsschwelle etc. )

@12:17 von sprutz

Die von mir aufgezählten Sachen sind doch auch nur Technisch gesehen gleichwertige Kopien des Originals.

Ja schon, nur dürfen die Kopien eben nicht von IHNEN angefertigt und weiterverteilt werden.

Verstöße gehören bestraft

Verstöße gegen das Urheberrecht gehören bestraft. Der Knackpunkt hier ist aber wie der Verstoß derzeit nachgewiesen wird. Wegen lascher Vorgaben hat sich eine Abmahnindustrie gleich einer Mafia mit Mrd-Forderungen aufgebaut. Das es auf Grund der Summen da nicht korrekt abläuft ist selbsterklärend und mehrfach bewiesen.

Nur zum Vergleich. Ein Geschwindigkeitsverstoß erfordert ein amtlich zugelassenes und regelmäßig geeichtes Messgerät, geschultes Personal, eindeutiges Foto vom Fahrer und Kennzeichen und ein sauberes Protokoll zu jeder Messung .

Der Abmahnindustrie reicht eine IP-Adresse mit Uhrzeit. Wer mit welcher Software dies ermittelt hat interessiert bestenfalls vor Gericht und da wird bisher oftmals eine eidesstaatliche Versicherung einer Ein- Mann-Firma anerkannt. Meist geht es gar nicht vors Gericht, da immer noch genügend eingeschüchterte ängstliche Verbraucher zahlen und die Industrie weiter nähren.

Im Normalfall...

... läuft das folgendermaßen ab:
1. Die Plattenfirma erteilt einer Abmahnfirma den Auftrag, illegale Filesharingangebote der Songs zu ermmitteln und zu unterbinden.
2. Der Ermittler sucht über frei verfügbare Indexdienste in den verschiedenen Filesharingnetzwerken nach entsprechenden Angeboten.
3. Mittels eines üblichen Filesharingclients startet er den Download der (mutmaßlich) illegalen Datei. Dieser Client (eine Art Browser, vereinfacht ausgedrückt) verbindet sich mit vielen / allen Clients, die diese Datei bereits heruntergeladen haben und zum Download anbieten. Dies ist genau das Prinzip des Filesharings.
4. Genau in diesem Moment passiert es. Denn um sich mit den anbietenden Clients verbinden zu können, muss deren IP im FS-Netzwerk bekannt sein.
5. Mit den so ermittelten IPs geht der Ermittler zu einem Gericht und beantragt die Zuordnung der IP zu einem Anschlussinhaber.
6. In der Theorie prüft das Gericht den Antrag. Der Redtube-Skandal zeigt etwas anderes :(

Ähm ja... ..also was ich hier

Ähm ja...

..also was ich hier mal wieder lese - tzzz

Beim File-Sharing wird NICHT der Download bestraft sondern der UPLOAD!!

Wer noch nie so einen Brief einer der diversen Abmahnanwälte in den Händen hielt - kann dies schlicht nicht wissen
*ggg*

Und um überhaupt an die IP-Adresse zu kommen - haben die IT-Partner der Anwälte selbst ILLEGAL die entsprechenden Produkte HOCHGELADEN...
..nur so bekommen sie überhaupt mit - dass von diesen Dateien etwas heruntergeladen wird.

Danach geht man zum Richter und lässt sich einen Schreiben geben - mit dem man dann vom Provider ganz offiziell die IP-Adresse bekommt.

Anschliessend wird das Verfahren eingestellt und die Abmahnung gesendet.

Das die Ermittlung der IP-Adresse mit einem hohen Fehlergrad belastet ist - scheint vielen Gerichten bis heute entgangen zu sein...
...aber eben nicht allen - denn inzwischen nehmen einige diese Anwaltsersuchen (IP-Adressen-Ermittlung) nicht mehr an!

@guard-of-freedom (9:55)

Das ist KEIN Quatsch, denn das was Sie und viele andere nicht verstehen wollen ist das eine Leistung erbracht wurde und diese einer Entlohnung bedarf! Sie haben recht das die Industrie immer noch gut verdient, ABER DAS RECHTFERTIGT NICHT IHRE ARGUMENTATION!!! Wenn ein Junge sich ein TB an Daten runterlädt die er auf dem Markt eigentlich hätte kaufen müssen, dann ist das ein Schaden für die Musikindustrie!

Falsch, ein solcher Schaden entsteht der Musikindustrie nur, wenn man das Problem auf die zwei Optionen "kaufen" oder "runterladen" herunterbricht. Der Ansatz ist aber falsch, denn es gibt auch noch die dritte Option "weder noch". Und zu dieser Kategorie würden die meisten der Downloader wechseln, wenn die Kategorie "runterladen" entfallen würde. Von daher ist die Rechnung "Zahl der Download x Verkaufspreis = Verlust" eine Milchmädchenrechnung. Verloren sind nur die Einnahmen der Leute, die es unbedingt haben müssen und es sich statt Download notfalls gekauft hätten.

mal ein Gedanke dazu

Dass Filesharing der Industrie und den Künstlern schadet, halte ich für absoluten Blödsinn. Es gibt ja auch schon einige Studien darüber, dass Filesharer mehr Unterhaltungsmedien kaufen als die, die sich an Filesharing nicht beteiligen.
Zunächst sollte die Industrie mal darüber nachdenken, wie man Produkte attraktiver macht. Statt permanent auf Masse zu setzen, sollte man eine Fokussierung auf Qualität setzen. Was heute an Musik, Serie und Film teilweise auf den Markt kommt, ist schon unglaublich - unglaublich schlecht. Billig produziert, ideenlos und die Protagonisten teilweise sehr unbegabt und untalentiert. Außerdem frage ich mich, muss es wirklich sein, dass Filme und CDs in mehreren Versionen erscheinen müssen? Standard-Ausgabe, Deluxe, Ultra Deluxe, Limited, 2.0, Extended, Steelbox, DVD UND BluRay in einer Box etc. pp. Einfach eine Ausgabe und gut is'.

Außerdem sollte man sich über eine Unterhaltungsflatrate Gedanken machen. 5 oder 10 Euro im Monat extra und alles laden dürfen.

@Golems (10:28)

Ich verstehe das Problem nicht? Da ich mit jedem Drucker, jedem Brenner oder Rohling den ich mir kaufe eine GEMA Gebühr bezahle habe ich mir doch das Recht auf die Köpfen gekauft oder wofür ist die Gebühr ? Ich bezahle also eine Gebühr dafür das ich mit den Geräten etwas kopieren könnte, wenn ich dann aber tue ist das strafbar. Eigenartige Rechtsprechung.

Damit ist das Recht auf legale Privatkopien abgegolten. Also z. B. ich brenne meinem Bekannten eine CD oder ich kopiere meiner Rollenspielgruppe wichtige Seiten aus dem Regelwerk. Damit ist der Personenkreis überschaubar und auf persönliche Bekannschaft eingegrenzt. Beim Filesharing hingegen wird einer beliebig großen Anzahl unbekannter Personen der Download ermöglicht, was illegal ist.
Wenn ich mit Freunden zu Hause einen Film sehe, ist das eine Privatveranstaltung, kein Problem. Wenn ich denselben Film im Vereinsheim vorführe, ist das öffentlich und ich muss eine Vorführerlaubnis haben und GEMA-Gebühren zahlen.

@Resistance1405 (11:19)


hi Hollowman
stimmt und deswegen bin ich schon Member bei abmahnwahn3page.de. Außerdem sollte man mal auf der Kanzleiseite von RA Christian Solmecke nachsuchen, wie viele tausende von Opfern der schon vertritt und auch über die neueste Abmahnmasche lesen, bei der es um diesen Facebook-Sharebutton geht!! Das treibt es echt auf die Spitze!!

Bei der ganzen Sache sollte man aber nicht vergessen, dass RA Solmecke nicht Robin Hood, der Rächer der Armen und Entrechteten ist, sondern an dieser ganzen Sache ordentlich mitverdient. Nur dass er eben auf der guten Seite der Macht steht, im Gegensatz zu Urmann + Complizen. Unterm Strich kassiert aber auch er ein Honorar, und das Abmahnopfer kann sich letztlich nur aussuchen, welcher der beiden Seiten es sein Geld in den Rachen wirft.

Also: wer denke, dass Solmecke der nette junge Herr ist, der einem aus der Klemme hilft: der macht das nicht aus reiner Solidarität, sondern um Geld zu verdienen. Allerdings durch ehrliche Arbeit.

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