Ihre Meinung zu: Duell der Reformkonzepte: Verhandlungen über Griechenland

3. Juni 2015 - 5:04 Uhr

Griechenlands Premier Tsipras hat seine Reformliste vorgelegt, die Geldgeber ihrerseits haben die Reformansprüche heruntergeschraubt. Reicht das für eine Einigung? Heute berät Tsipras darüber mit EU-Kommissionschef Juncker.

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Kommentare

Wie gehabt

Anscheinend haben die Banken GRs noch nicht genug Geld gescheffelt, zumindest kann man davon ausgehen wenn GR -mal wieder- Geld bekommt

GR hätte schon vor Jahren aus der EU fliegen müssen anstatt vom Geld anderer Länder zu leben.

Die kleinen Steuerbezahler müssen schon seit Jahren die Großbanken sanieren, dank unserer sog. Volkstreter

Reicht es nicht irgendwann?

Am Ende ist der Grexit eigentlich unausweichlich, zumindest wenn die Banken das OK geben

Das es bisher nicht zu einer

Das es bisher nicht zu einer Einigung gekommen ist zeigt, dass die Griechen wirklich nichts brauchbares vorgelegt haben. Die EU (vor allem Juncker) würden ihnen das Geld liebend gern nachwerfen, wenn sie nur irgendetwas halbwegs brauchbares vorlegen würden. Sie müssten die Zusagen dann auch nicht einhalten. Die 7 Mrd. Steuergelder wären dann auch futsch, aber das Problem wäre erstmal wieder vertagt. Ich hoffe die griechische Regierung bleibt inkompetent und erzwingt so den Austritt aus der Eurozone.

Allerallerletzte Reformliste?

Die Geldgeber werden die Reformansprüche auf "Null" zurückgefahren. Das haben wir ja schon bei allen vorherigen Zahlungen erleben müssen. Es ist auch klar, dass die Schulden bei uns und unseren Banken bezahlt werden müssen - dumm nur, dass wir die Rückzahlung gleich selbst übernehmen.
In der Zwischenzeit steigen die Schulden und Wirtschaftsprobleme in Griechenland immer weiter. Selbst bei einer Staatspleite oder/und einem Euroaustritt lösen sich die Schulden nicht in Luft auf. Die vielen hundert Milliarden können und werden nie zurückgezahlt werden (können).
Mit der verfehlten Politik hat der Euroraum Griechenland an die Wand gefahren und wenn man genau hinschaut, kann jeder erkennen, dass das System Euro nicht funktioniert. Der Wert des Euro wird wie eine Blase künstlich hoch gehalten. Die Geldpressen sprechen eine deutliche Sprache und irgendwann wird die Blase platzen. Und dann haben alle Euroländer ein riesiges Problem.

...

... hat denn eigentlich mal jemand hochgerechnet, was dieses ganze Hin- und Herreiserei kostet? Ständig liest man von irgendwelchen Treffen und Beratungen....

Ich denke es wird dem Volk schwer zu vermitteln sein, wenn Griechenland nun doch wieder Geld erhält. Den meisten ist ja inzwischen klar das Griechenland lange am Abgrund stand und eigentlich schon vor langer Zeit einen Schritt weiter gegangen ist....

Warum kommen wir den Griechen immer noch entgegen???

Klar dürfte sein, dass die Griechen die bisherigen Kredite kaum zurück zahlen werden.

Wesentliche Reformen, die langfristig einen Ausgleich des maroden Staatshaushaltes erlauben werden verweigert.

Was solls dann noch? Wir schmeissen dem schlechten Geld immer weiter gutes hinterher.

Wenn die Griechen partou keine tiefgreifenden Reformen wollen, sollen sie halt weitermachen wie bisher. Allerdings ohne Kredite aus Deutschland. Mal schauen wie weit sie dann kommen, wenn sie niemand mehr alimentiert.

Es reicht einfach. Dieses monatelange Hin- und Her hat jegliches Vertrauen zerstört. Sollte sich die Kanzlerin nun auf weitere Zugeständnisse einlassen, wird das auf wenig bis gar kein Verständnis bei dem großteil der Wähler treffen. Den Menschen ist die Haltung Griechenlands kaum vermittelbar.

Die letzte Rate reicht nicht

Die letzte Rate reicht nicht um die nächsten Zahlungen zu decken. Dann geht das ganze Theater gleich weiter und das nächste Hilfsaktion wird beantragt. Geht das ewig weiter?

Hat nicht jeder seine eigene Wahrheit?!

Jeder sieht das was hier geschieht aus seinem Blickwinkel, oder nicht?
Es gibt nun mal keine absolute richtige einheitliche Wahrheit.
Die Frage ist bekommen diese für GR systemrelevanten Banken Nachschub oder nicht?
Die Normalbürger GR sollen nicht die Zeche zahlen für die Verfehlungen der Regierungen der letzten 50 Jahre, die Profiteure dieser sollen das begleichen aus meiner Sicht.
Dafür haben diese aber alle nicht die perfekte Lösung.
Von der neuen Regierung habe ich mehr erwartet als ich aus den Medien erfahren habe und die Wirtschaftsvertreter der EU verhalten sich so wie von mir erwartet (aber nicht gewollt).

Island hat es doch vorgemacht !!!

Vielleicht blicken alle Beteiligten einmal nach Island, denn dort ist ein adäquates Leben OHNE EU-Mitgliedschaft und OHNE Euro, auch nach einem GAU, absolut möglich - geworden. Selbst NATO-Mitglied ist man noch, auch ohne eigene Armee !!!
Jährliche Zuwachsraten beim WW von 2,6% in 2011, 1,6 % in 2012 und 3,3% in 2013, ausserdem ist die EU zu 4/5 Hauptabnehmer isländischer Produkte. Die Arbeitlosenquote pendelt zwischen 4,5 und 5,0 %.

Die EU ist eben keine Scheibe und es ist eben nicht so, dass man hoffnungslos verloren ist und ins schwarze Loch fällt, wenn man die EU verlässt und auf eigenen Füssen steht, stehen will. Island ist Mitgleid des EWR und das ist vollkommen ausreichend, wie man sieht.

Warum nur hat Island im Mai 2013 einer erneuten Mitgliedschaft in der EU eine krachende Absage erteilt, wenn diese Gemeinschaft doch so alternativlos ist ???
Geschadet hat es Ihnen offensichtlich nicht !

Lasst die Griechen gehen und lasst die Briten gehen, es ist eh ihre Entscheidung.

Warum verkaufen die Griechen

Warum verkaufen die Griechen nicht einen Teil der Bohr- und Förderrechte Ihrer Gas- und Ölvorkommen an einen zu gründenden Energiefonds der EU. Ich denke die haben da so grosse Vorkommen und das diese auch berechnet und entsprechend bewertet werden können. Es wären Sicherheiten vorhanden, die EU könnte erstmal zahlen und Tsipras müsste die Renten und Mehrwertsteuer nicht antasten.

Der neue Plan aus Athen ist eine Verhandlungsgrundlage

Der neue Plan aus Athen zur Aufhebung der Blockade von restlichen Mitteln aus dem 2. Hilfsprogramm der Geldgeber EU (ESM), EZB und IWF bedeutet zwar mangels Strukturreformen noch keine Krisenlösung, stellt aber eine nunmehr ernsthafte Verhandlungsgrundlage in Brüssel dar. Im Gespräch zwischen Junckers und Tsipras wird sich am Mittwoch bereits zeigen, wo die Einigungskriterien für eine Krisenlösung liegen könnten. Dabei müssen wohl beide Seiten aufeinander zugehen wollen.

Darüber hinaus kommt es darauf an, GR im Gegensatz zu anderen Krisenländern, die harte Sparauflagen erfüllten, nicht einseitig zu bevorzugen. Es ist zwar vorrangig Sache von GR, zu sagen, wie es die Zukunft des Landes bis zu seiner Gesundung und Modernisierung gestalten will, dennoch werden die Geldgeber die Tragfähigkeit und Schlüssigkeit des geplanten Konzeptes und den Umsetzungsmaßnahmen zu prüfen haben, um dem Fass einen Boden einzuziehen. Dann dürfte auch das Vertrauen in GR zurückkehren.

Tsipras kein Ja-Sager

Unabhängig davon, dass GR einen massiven Sanierungsbedarf hat, würde ich gerne die von GR vorgelegte Liste in vollständiger Form sehen. Es heißt immer nur GR habe nichts "ordentliches" vorgelegt. GR wiederum sagt, sie haben geliefert. Die EU sagt stets "nein, passt uns nicht". Das sind mir zu pauschale Aussagen von beiden Seiten. Bei Samaras, dem Ja-Sager, wären wohl alle Papiere schon unterschrieben mit dem Ergebnis, dass die Vereinbarung wertlos ist (sieht man an den vergangenen Jahren). Wie soll z. B. die konkrete Arbeitsmarktreform aussehen? Was möchte die EU und wie hat Tsipras darauf reagiert?

Entgegenkommen ???

Und wieder kommt es zu einem faulem Kompromiss den zu 25 % die Deutschen zahlem müssen. Wann merkt der verblödeste Politiker das man ein durchgehend offenes Fass nicht füllen kann. Der Traum sollte langsam ausgeträumt sein. Dieses herumeiern spielt nur den Skeptikern und Kritiker eines gemeinsamen Europas mehr Argumente in die Hände. Es gibt klare Regeln - Griechenland versucht diese zu umgehen -lasst Griechenland ziehen und geht dieses Risiko ein. Europa wirds danken, den ein Europa ohne Deutsche ist kein Europa. Wenn das Deutsche Volk nur noch denkt Zahlemann für Europa zu sein kann man die Tage abzählen wann die Europafeinde hier das Ruder übernehmen.

Wieso fragt eigentlich niemand....

was die Bürger der geldgebenden Länder zu dem Trauerspiel mit GR sagen? Wieso fragt eigentlich niemand, ob die griechische Regierung überhaupt im Euro bleiben will?

Der große Fehler seit Beginn der Verhandlungen ist doch gewesen, dass Merkel und EU immer betont haben, dass man GR im Euro halten will, koste es was es wolle. Nur diese Aussage lässt die Dreistigkeit der GR überhaupt erst zu.

Und warum hat GR nicht schon längst Kapitalverkehrskontrollen eingeführt?

Diese Kommödie geht zwischenzeitlich allen in Europa auf den Nerv. Hoffentlich wird es bald beendet.

@mr.heater

"... hat denn eigentlich mal jemand hochgerechnet, was dieses ganze Hin- und Herreiserei kostet? Ständig liest man von irgendwelchen Treffen und Beratungen...."

Das kostet EU und Griechenland enorm viel Geld. Der EU kostet es auch noch Zeit und Nerven. Die griechische Wirtschaft fällt noch mehr in Rezession. Selbst die Gespräche über die Mehrwertsteuer des Tourismus schreckt die Investoren davon ab in Griechenland mehr zu investieren. Das gilt auch für andere Branchen. Derzeit investiert niemand für GR solange es diese Verhandlungen gibt. Kein Mensch weiß, was dabei rauskommen wird.

GR und EU bringen diese Verhandlungen jeden Tag mehr Schaden. Deswegen hieß es ja auch nicht umsonst "Lieber ein Schrecken mit Ende als ein Schrecken ohne Ende".

Umfaller in Brüssel sind

Umfaller in Brüssel sind nicht mehr ernst zu nehmen. Das Signal bedeutet: Man muss nur lange genug rumzetern und dann gehts doch.
Klasse Signal für alle Populistischen Tendenzen in der Union.

re odin-hh

"Vielleicht blicken alle Beteiligten einmal nach Island, denn dort ist ein adäquates Leben OHNE EU-Mitgliedschaft und OHNE Euro, auch nach einem GAU, absolut möglich"

Island hatte eine Bankenkrise, keine Staatskrise. Nicht vergleichbar mit Griechenland.

Was sich alle nur aufregen?

Was sich alle nur aufregen? Der Junkers druckt gerade 3x soviel Geld wie Griechenland Schulden hat. Das wird schon reichen. Bezahlt wird das durch wert Enteignung der Euro Sparguthaben. Hätte man vor einem Jahr schnell alles in Dollar getauscht, wäre das Geld noch 50% mehr wert. Vor 6 Monaten in Rubel getauscht wäre es nun übrigens doppelt so viel Wert.

Duell der Reformkonzepte:Griechenland.......

Was sind in der Sprache der EU und des IWF "Reformkonzepte" ?
Sozial- und Rentenkürzungen,so daß sich viele das Gesundheitswesen nicht mehr leisten können.Dazu soll Athen noch weitere Vorschläge machen.Das läuft aber schon mehrere Jahre so-und führte zu keiner Verbesserung der Situation.Siehe J.M. Keynes-Ökonom-kaufkräftige Nachfrage.
Bei einem Ausscheiden des Landes aus dem Euro befürchtet man,daß Banken in den nordeuropäischen EU-Ländern wegen des wegen der griechischen Schuldtitel in die Schieflage kommen könnten.

Die USA befürchten beim Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro das auch die lange Verlässliche NATO-Zugehörigkeit ins Wanken geraten könnte.

Was ist mit Tsipras zu verhandeln ... nichts !!!!!

Es gibt internationale Verträge unter anderem auch den der das 2. Hilfspaket für Griechenland angeht . Diese Verträge wurden bereits mehrfach von Griechenland gebrochen. Nach der Wahl einer neuen Regierung negiert diese bestehende Verträge komplett und erwartet, dafür noch durch Neuverhandlungen belohnt zu werden. Die Erwartung vom Rest Europas weitere Unterstützung zu bekommen ist eine kaum noch zu überbietende Dreistigkeit. Sollte dieses Verhalten der Belohnung des Rechtsbruches Schule machen, dann entsteht ein Europa mit dem ich nichts mehr zu tun haben möchte !! Jahrhunderte bewährte Rechtsgrundsätze werden wegen ein paar Griechen über Bord geworfen . So bitte nicht .

Von Stammtischbrüdern

unbemerkt steigen die Zinsen auf deutsche Staatsanleihen weiter. Der bekannte Sparfuchs Schäuble muss nun schauen wie er die gigantischen deutschen Staatsschulden und ja auch ggf. fällig werdende "Rettungsverpflichtungen" mit 1% statt 0,1% bedient.
Es ist einfach so dass Griechenland die weitaus besseren Karten hat. Da hilft alles Mediengetöse nichts: der Verlierer ist Schäuble. Und damit auch der deutsche Steuerzahler und Sparer.
Es ist nicht so dass die faulen Griechen die gierigen Banken nein ist es so dass Schäuble ein Nichtskönner und Versager ist der einfach nicht rechnen kann.

der Herbst wird lustig

Dann wählt Spanien. Bei einen vermuteten Sieg von Podemos ist dann endgültig Schluss mit Merkels Austeritätspolitik. Bis dahin heisst es "Durchhalten Griechenland!"

aber das reicht ja

1 Junckers hat von Dijsselblom die Verhandlungsführung an sich gerissen. (Niemand scheint es zu bemerken.)
2 Junckers wird sich heute mit Tsipras einigen; Junckers hat sich immer geeinigt.
3 Dann werden die restlichen Dominosteine zügig umfallen.
4 Man wird sich einigen, ohne etwas Verbindliches oder Nachhaltiges zu vereinbaren.
5 Der G7Gipfel in Schloss Elmau ist gerettet, genauso wie Griechenland und der € ... der € allerdings nur für 3 Monate, aber das reicht ja unseren EuropaGladiatoren

der Herbst wird lustig

Dann wählt Spanien. Bei einen vermuteten Sieg von Podemos ist dann endgültig Schluss mit Merkels Austeritätspolitik. Bis dahin heisst es "Durchhalten Griechenland!"

08:21 von karwandler

"Island hatte eine Bankenkrise, keine Staatskrise."
Ich nehme an, Sie wissen warum.
Die haben einfach ihre Banken nicht gerettet.
In eine verstaatlichte Bank wurden nur das Giro-, Spar- und das Darlehnsgeschäft übernommen. Die Niederlande und GB haben Anlegern der isländischen Banken ca. 4 Milliarden gezahlt. Das wollten sie von den ca. 300 000 Isländern wiederhaben und haben die Klagen durch alle Instanzen verloren.
Und in Island sind Banker zu mehrjährigen Haftstraften verurteilt worden.
Die Iren wollten zuerst auch ihre Banken nicht retten. Da gabs aber Trouble.
Staatsverschuldung Irland 2007 24% des BIP, 2013 123% des BIP.
Wem gehören die Banken? Da stecken halt große Aktienpakete von Reichen und Superreichen drin. Und die dürfen doch nicht zur Kasse gebeten werden. Also.

Es geht nicht um Geld, ...

sondern um die Eitelkeit der Damen und Herren an der Macht.

Wer seine eigene Macht und Wichtigkeit demonstrieren will, kann dies doch am besten, der schon am Boden liegt. Wer will schon mit einem stärkeren in den Ring gehen?

Nebenbei: Wer Exportweltmeister ist, hat stets Schuldner im Ausland. Das ist der 'Energieerhaltungssatz' der Ökonomie. Wer die Schulden abbauen will, zerstört den Export und damit Arbeitsplätze im eigenen Land. Wie doof muß man eigentlich sein, um so etwas zu wollen?

Weltwirtschaft ist nun mal etwas anderes, als Schulden in der Stammkneipe auf dem Bierdeckel.

Hilfe für Griechenland - Das tut uns selber gut!

Wenn die Griechen nicht zahlen,

dann sollte auch dem letzten Bürger dieses Landes auffallen, dass die Haushaltsplanungen der BRD für die nächsten Jahre geschönt sind, weil der unvermeidbare Schuldenschnitt und damit die tatsächliche Ausgabenbelastung des Bundeshaushaltes durch unsere Bundesregierung nicht einberechnet wurde. Eine Tatsache über die man uns Bürger bald nicht mehr hinwegtäuschen kann.

Wenn jetzt noch die Tatsache, dass über 80 % der Rettungsgelder direkt an die Banken und Fonds und weniger als 20% überhaupt in den griechischen Staatshaushalt geflossen sind, in den Köpfen der Bürger ankommt, dann sind wir der Wahrheit schon ein gutes Stück näher...:)

Pumpstation EZB auf Hochtouren. Nichts wird besser.

Im anderen geschlossenen Artikel von Herrn Jakisch erklärt er falsch, dass GRE immer mehr ELA-Kredite (Liquiditätshilfen für Banken) "genehmigt" bekommen hätte. Tatsächlich werden diese Mittel (inzwischen >80 Mrd. €) nicht etwaig genehmigt, sondern jede Zentralbank kündigt ihre Entnahme nur an und das wars.
Einzig der EZB-Rat könnte dagegen ein Veto einlegen. Nur nach der neuen Rotationsformel hat DE gerade kein Stimmrechts und die südlichen Defizitländer, mit denselben Problemen wie GRE, werden sich per Veto solchen späteren Selbstbedienungs-Zugriff nicht verderben.

So füttert man Banken mit ZB-Geld, deren Kunden es dann abheben und ins Ausland bringen oder dorthin überweisen, wenn Gefahr droht. In London und Berlin boomen die Immobilienpreise. Ein Teil ging von den Banken wieder in gr. Staatsanleihen, solange Draghi mit nochmal EZB-Geld alles vom selbst geschaffenen "Sekundärmarkt" kaufte. Die Schulden der gr. ZB wachsen und damit unsere Haftung (29%) u. nichts ist real besichert.

Wer lügt denn hier?

"Aus Sicht einer EU-Sprecherin ist ein solcher Papierkrieg nichts Ungewöhnliches. Schließlich würden auch zwischen Brüssel und Athen zahlreiche Konzepte ausgetauscht."
Hat man nun in Brüssel plötzlich doch Konzepte und Vorschläge aus Griechenland gefunden, obwohl man behauptet hatte dass nichts gekommen wäre?

Da Frau Merkel in Brüssel sehr viel Einfluss hat, wird man sich dort auch deren Lügenpolitik zu eigen gemacht haben ... meine Meinung.

@Helmut Baltrusch, 07:42 - Austeritätspolitik

Vermutlich wird ihr pfiffiger finanzpolitischer Ratschlag, dass "beide Seiten aufeinander zugehen wollen müssen", keine Einigung zwischen den Kreditgebern EU (ESM), EZB sowie IWF und der griechischen Regierung als Kreditnehmer generieren, weil die neoliberalen Kreditgeber an ihren "harten Sparauflagen" festhalten werden, denen die Tsipras-Regierung nicht zustimmen kann, wenn sie die Verarmung der griechischen Lohnabhängigen, von denen vierzig Prozent aufgrund der neoliberalen Austeritätspolitik keine Krankenversicherung haben, stoppen will, wozu sie von den griechischen Wählern beauftragt worden ist.

fauler Kompromiss-Hütchenspieler in der EU

erlassen faktisch Schulden. Wenn der Primärüberschuss von 4-5% auf 1% gesenkt wir im Reformpapier der EU ( lt. SZ), bedeutet das Gr kann die Zinsen nicht zahlen , keine größeren Investitionen tätigen usw. . Es wird noch teuer wie wenn wir alles erlassen und GR neu mit der Drachme beginnen kann. Wenn es keine Tilgung gibt und die Zinsen gesenkt oder auf den Sanktnimmerleinstag verschoben werden ist das wie ein Erlassen der Schulden und Neue werden gemacht ( da ja GR mit den € nicht wettbewerbsfähig werden kann). Die USA soll den IWF zu diesen Wahnsinn gedrängt haben. Der Grund der USA ist klar und ihr Einsatz von Geld beim IWF begrenzt.

Das Ende Naht !?

Dass der Kapitalismus mit seinem ewigen Wachstum und dem "Geld machen" nicht funktionieren kann, hatte ich schon lange im Bauch gefühlt. Dieses System ist Prinzip-bedingt dazu verdammt, in gewissen Intervallen zusammenzubrechen.

Vor einer Generation passierte es in Deutschland, dieses mal ist Griechenland betroffen. Wir selbst sind aber auch nicht viel besser.

Deutschland hat sich von der Finanzkrise gut erholt. Und vor uns hatten sich andere erholt.

Fürchten brauchen sich nur die Reichen, deren gespartes Geld seinen Wert verlieren wird. Dann offenbart sich, wie viel das Geld wirklich Wert ist. Dann platzt der Traum, dass man aus Zins und Zinseszins (also praktisch ohne Leistung) Geld erschaffen könne. Es ist nur ein Papiertiger.

Kapitalismus dient den Kapitalisten. Wer nur Mittel für den täglichen Bedarf besitzt, hat keinen Grund, sich zu fürchten. Also 80% der Bürger. Habt keine Angst, lasst euch nicht von den Medien (=Handlanger der Reichen) einschüchtern!

Die EU ist längst gescheitert!

Der auf dem Euro aufbauende Neoliberalismus hat zu extremen sozialen 'Verwerfungen' in allen Euroländern geführt; einschließlich der BRD.

Nicht nur Griechenland ist faktisch pleite, weil konservative (!) politische Kräfte alte und marode Systeme aus 'Geben und Nehmen' geschützt und gestützt haben.

Dänemark, Schweden, GB sind dem Euroraum gar nicht erst beigetreten. Norwegen ist gleich ganz draußen geblieben und gar nicht erst in die EU eingetreten.

Wenn die englischen Bauern trommeln, die englischen Zocker in London oder die englischen ... weiß der Kuckuck, droht der jeweilige Premier mit dem Austritt aus der EU.

Die Bürger haben nichts zu melden in de EU, dürfen alle paar Jahre über die Verteilung der massiv überalimentierten Freßplätze abstimmen; sonst nichts.

Das politisch größte und vermutlich wichtigste Projekt der Neuzeit (EGKS und EWG) ist von unseren PolitikerInnen längst auf dem Altar der politischen Eitelkeiten geopfert worden.

Ja, es reicht

> Die kleinen Steuerbezahler müssen schon seit Jahren die Großbanken sanieren, dank unserer sog. Volkstreter
> Reicht es nicht irgendwann?

Ja, es reicht. Und nur eine richtige Finanzkrise mit allen Konsequenzen wird uns (die armen) entlasten. Erst wenn das Geld mal wieder seinen Wert verliert, verlieren die Reichen ihre Macht. Erst dann bekommen wir die Chance, aus dem Teufelskreis auszubrechen.

Das, was Griechenland gerad erlebt, ist nicht schlimm! Es ist der Anfang der Lösung.

Ich wünschte, ich dürfte einen Zusammenbruch des Kapitalismus in Deutschland erleben, wie mein Opa es erlebte. Das wird eine harte Zeit, aber sie wird das System läutern.

Habt keine Angst. Geld ist Macht. Wenn Geld zusammenbricht, brechen Machtstrukturen zusammen. Deswegen faseln die da oben von "Alternativlos", "Katastrophe" und so.

Für die Menschen, die weder Macht noch viel Geld besitzen, ist das alles nicht schlimm!

Wir kommen den Griechen immer noch entgegen, weil...

Erstmal sollte man differenzieren, wer da genau agiert.

"Wir" sind das deutsche Volk. Und das hat nicht aktiv entschieden, irgend jemandem hunderte Milliarden schenken (dass die Kohle nie zurückgezahlt wird, ist ja klar).

Wer da den Griechen entgegen kommt, ist eine reiche Elite, die Interesse daran hat, das aktuelle Wirtschaftssystem aufrecht zu erhalten.

Denn ein Zusammenbruch könnte bedeuten, dass alles Geld in der EU Zone seinen Wert verliert. Danach sind plötzlich ganz andere Leute reich: Bauern mit Land, Familien mit Kindern.

Darum geht es. Die Mächtigen haben Angst ihre Macht und ihren Wohlstand zu verlieren. Diese sind es, die Griechenland bereitwillig so viel Geld geben, wie nötig, um das System aufrecht zu erhalten. Denen ist auch ganz egal, wer das Geld am Ende erwirtschaften muss.

@wiesengrund: Bestehen auf neoliberale Sparauflagen?

Auch die Geldgeber haben aus den Auswirkungen des von der Vorgängerregierung realisierten einseitigen Sparkurses mit teilweiser Verarmung und Kaufkraftminderung von griechischer Unter- und Mittelschicht gelernt und werden diesen Fehler nicht widerholen wollen. Auch "neoliberale Geldgeber" wollen ihr Geld zurück haben und den Kreditnehmer in diese Lage versetzen.

Entscheidender Punkt der bevorstehenden und hoffentlich abschließenden Verhandlungen wird sein, ob und wie die Tsipras-Regierung einen Haushalt mit Primärüberschuss erreichen will und kann. Ohne Strukturreformen wird dies nicht möglich sein, zumal die staatlichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Strukturen auf ein Haushaltsdefizit mit einem Lebensstandard auf Pump ausgelegt sind. Diese Mentalität seit der Staatsgründung vor über 150 Jahren gilt es zu ändern. Mal sehen, ob Tsipras die Kreditgeber von derartigen Absichten und Maßnahmen zu deren Zielerreichung überzeugen kann?

07:31, Odin-HH

"Lasst die Griechen gehen und lasst die Briten gehen, es ist eh ihre Entscheidung."

Tja, die Griechen wollen überhaupt nicht gehen. Sie plädieren für Rauswurf?

07:23, hessin65

"Die letzte Rate reicht nicht um die nächsten Zahlungen zu decken. Dann geht das ganze Theater gleich weiter und das nächste Hilfsaktion wird beantragt. Geht das ewig weiter?"

Das geht so lange weiter, bis Griechenland sich wieder am Kapitalmarkt refinanzieren kann, also Kredite aufnehmen kann um alte Kredite abzulösen, so wie das jedes andere Land der Erde tut.

Dieser Weg ist Griechenland zur Zeit versperrt, deswegen die Hilfskredite, um die es hier geht.

Es wird Griechenland nämlich kein Geld geschenkt, es wird ihm geliehen, um alte Kredite abzulösen.

Dieses Geld wäre erst dann weg, wenn es zum "Grexit" käme.

Schon verwerflich komisch,das

Schon verwerflich komisch,das System,die EU subventioniert andere,gibt reichen Konzernen,die es gar nicht nötig hätten, Fördermittel,reiche Länder profitieren,aber wenn ein Mitglied der "europäischen Familie",wie es immer hieß,in Schwierigkeiten ist,erpresst man es,zumal für die griechische Misere weder ein Herr Tsipras noch das gemeine Volk verantwortlich zeichnet,sondern KONSERVATIVE,befreundete Parteien "unserer" CDU.Wenn die in GR noch an der Macht wären,da würde bestimmt nicht so ein Ruß gemacht werden.Mit Ultimaten und regelrechter Erpressung,Geldeintreiber (im normalen Leben wird sowas durch die Mafia gemacht und ist strafbar).Der IWF bestimmt,wann die EU finanziell helfen darf,ist schon paradox,oder ist an mir vorbei gegangen,dass der IWF eine Institution der EU ist?Der IWF sollte sich mal lieber darum kümmern,dass das Geld fair verteilt wird,nicht mit Lebensmitteln spekuliert wird ect.Und man stellt das System so hin,als wäre es ein Naturgesetz.....

10:01, sfrings75

"Ich wünschte, ich dürfte einen Zusammenbruch des Kapitalismus in Deutschland erleben, wie mein Opa es erlebte. Das wird eine harte Zeit, aber sie wird das System läutern."

Ihr Opa hat keinen Zusammenbruch des Kapitalismus erlebt, sondern den Reset des Systems.

Das System als solches bestand weiter.

Eine neue Runde Monopoly....

Wer rettet Griechenland?

Nun, wäre Griechenland eine Bank, dann müsste man sich keine Sorgen machen, denn Bankenrettung klappte in der EU bisher sehr gut.

Der Unterschied liegt eben darin, dass Griechenland Kreditnehmer und nicht Kreditgeber ist. Umgang und Maßstab bauen auf Schulden-Rhetorik auf, was hier wirkungsvoll durch Politik und Medien aufbereitet wird.
Die "Erfolge" dieser (häufig sehr detailarmen) Berichte stellt das ärmste Land im europäischen Verbund an den Pranger, an dem nun jeder seine kapitalistischen Aggressionen abarbeiten darf. Dass sich hier mittlerweile ein bedenkliches Diskriminierungsniveau gegen die griechische Nation etabliert hat, nehmen die geplagten Hüter "des europäischen Geistes" schon gar nicht mehr wahr. So gerät die Verteidigung der griechischen Grundversorgung eben zur linken Rebellion der Tsipras-Regierung.

Im Prinzip ist es auch egal, wen die Griechen wählen.
Ihr Land wird von einer fremdbestimmten Troika regiert - Demokratie war gestern.

...wenn diese Verhältnisse in

...wenn diese Verhältnisse in der westl.Welt schon 1989 gewesen wäre,hätte es bestimmt den politischen Umbruch nicht gegeben.Geschichte? Nach dem II. Weltkrieg,vorher die Weltwirtschaftskrise i.d.1930-er Jahren,wurden am Weltmarkt und den Börsen Regularien eingeführt,damit nie wieder eine solche Weltwirtschaftskrise entsteht.Diese Regularien griffen auch 5 Jahrzehnte.Als gg.Ende der 1990-er Jahre die G7 die Globalisierung und Aufhebung der Regularien beschlossen,wie lange dauerte es,bis die erste Blase platzte?keine 10 Jahre,nur dass das Platzen das Ergebnis von mehreren Jahren falscher Finanzpolitik war.Blendet man hier nicht aus,dass die Krise in GR wohl sehr mit der Weltkrise in Zusammenhang steht?Was kann Tsipras dafür?Weil er ein "Linker" ist?"Den wollen wir nicht unterstützen".Es geht um den Staat GR,liebe Entscheidungsträger.Den olympischen Spruch "Höher,schneller,weiter" haben,auch im Zusammenhang mit GR,die Haie in "Mehr,mehr,mehr" umgewandelt,und DE großer Profiteur,zur Info

@karwandler

Es geht hier darum , einmal mit der Mär aufzuräumen, nach einem EU-Austritt ist alles vorbei und ein ehemaliges EU-Mitglied kann ohne die EU-Mitgliedschaft nicht zurechtkommen, nicht überleben.

Das wird uns, den Griechen und Briten doch gebetsmühlenartig suggeriert, ist aber schlicht falsch, blanker Unsinn und reine Panikmache !

re wanderfalke

"Die "Erfolge" dieser (häufig sehr detailarmen) Berichte stellt das ärmste Land im europäischen Verbund an den Pranger"

Vom Lebensstandard und Pro-Kopf-Einkommen ist Griechenland bei weitem nicht das ärmste Land der EU.

Deshalb stellt sich ja die Frage, warum Griechenland dergestalt gepampered wird, während es anderen EU-Bürgern noch weitaus bescheidener geht.

@Helmut Baltrusch, 10:16 - Neoliberale Austeritätspolitik

Dass die neoliberalen Kreditgeber namens IWF und EU - im Hinblick auf die Überwindung der griechischen Marktwirtschaftskrise - an ihrem "einseitigen Sparkurs" festhalten wollen, kann man wissen, wenn man Ralph Sinas Tagesschau-Artikel aufmerksam liest, sodass man beispielsweise erfährt, dass der IWF unter Führung von Frau Christine Lagarde auf einer umfassenden Flexibilisierung des griechischen Arbeitsmarktes "besteht", wodurch die Verarmung der griechischen Lohnabhängigen wohl nicht gestoppt werden wird.

Unglaubwürdig

Es gibt in Deutschland keine 10% der Bürger mehr, die den Griechen irgendetwas glauben oder ernsthaft zutrauen.

Durch diese griechische Regierung ist das Vertrauen in das EU-Projekt insgesamt schwer beschädigt worden.

Seit diese Regierung im Amt ist, lesen wir hier im Forum immer wieder von "Schmierentheater" usw., und das mit vollem Recht.

Trotzdem hält die EU-Politik an diesem Land fest.

EU-Bürger und EU-Politiker entfernen sich also immer weiter voneinander.

Manchmal kann man sogar den Eindruck bekommen, dass eine direkte demokratische Bürgerbeteiligung durch ein Referendum von den EU-Politiker als ungehörig empfunden wird, d.h. man weiß gar nicht mehr, dass hier einmal Demokratien sich auf den Weg machten.

re odin-hh

"Es geht hier darum , einmal mit der Mär aufzuräumen, nach einem EU-Austritt ist alles vorbei und ein ehemaliges EU-Mitglied kann ohne die EU-Mitgliedschaft nicht zurechtkommen, nicht überleben."

Wie es einem Land nach dem Verlassen der Eurozone oder der EU insgesamt geht wird bei jedem Einzelfall sehr unterschiedlich ausfallen.

Griechenland jedenfalls würde schwer am Stock gehen. Viel schwerer jedenfalls als es sich manche vorstellen.

Oh Gott,haben Sie oder ein

Oh Gott,haben Sie oder ein Allgemeinbürger schon mitbekommen,dass DE mit den Steuereinnahmen finanziell gut da steht?Ich kenne keinen.Stattdessen klopfen jetzt schon Verbände und Lobbyisten an,um hier und da Erleichterungen für die Wirtschaft zu bekommen,weil der Staat hat ja genug Steuern eingenommen.EEG-Umlage z.Bsp.,wird wohl zur weiteren Entlastung der Wirtschaft auf noch mehr Zweige erweitert,die Mehrkosten dafür wird der Allgemeinheit bei der Stromrechnung aufgebrummt.Da jammern die Verbände auf hohem Niveau,und da zahlen wir Steuerzahler jährlich,wer schimpft da?und da gehts auch am Ende nicht um ein paar Milliönchen..und wenn es einem EU-Mitglied schlecht geht,hauen wir noch drauf.Was ist das für eine Biertischmentalität

Theater

Uns wird der nächste Akt von "Griechischen Theater" vorgeführt : ein weiteres "allerletztes Angebot" von der "Troika", die ja jetzt "Institutionen" heißt und eine weitere "Reformliste" von Herrn Tsirpas. Egal was jetzt im Detail passiert, auf jeden Fall wird es mehr Geld für den unfähigen, aufgeblähten und korrupten "Staatsapparat" Griechenland geben. Das kommt dabei heraus, wenn man (wie die EU oder Kanzlerin Merkel) Griechenland "auf jeden Fall im Euro halten will" - dann ist man eben erpressbar. Herr Tsirpas will Systeme ändern, vergessen wir das nicht!

Und die "armen Griechen"? Sie haben ihn mit Mehrheit gewählt und es gibt auch sicher mehr als nur die "Millionäre", die diesen Staatsapparat lieben.

Es gibt nur eine Chance : lasst die Griechen wieder selbstverantwortlich werden - das ist auch eine Frage von Ehre ... gebt ihnen die Drachme zurück - oder am besten : löst den Euro auf. Ein totes Pferd kann man nicht reiten.

Europa ist viel mehr und schöner als die EU od. der Euro .

Und das Ende der Geschichte?

Sitz´ es aus und bekomme Recht! Diesem Beispiel sollte mal ein privater Schuldner folgen.

Dabei ist schon das nächste Rettungspaket im Gespräch. Dann geht der Mist wieder von vorne los. Wenn Varoufakis und Co. wirklich mal ihre Arbeit machen würden, dann müssten sie zugeben, dass der Euro für Griechenland einfach zu hart ist.

11:01, karwandler

"Vom Lebensstandard und Pro-Kopf-Einkommen ist Griechenland bei weitem nicht das ärmste Land der EU."

Den Lebensstandard sollten Sie sich mal selbst anschauen, und was das Pro Kopf Einkommen angeht, da wissen Sie hoffentlich, wie aussagekräftig das ist. Da fließen nämlich sämtliche Einkommensarten aller Griechen ein. Es ist ein Indiz dafür, dass es in Griechenland nach wie vor unermesslich reiche Menschen gibt.

Ich habe noch nichts davon gehört, dass die Troika oder wie immer man diesen Verein nennen möchte, fordert, sich das Geld bei denen zu holen. Die wollen es von den Armen, in alter wirtschaftsliberaler Manier.

1/3 der Griechen hat keine Krankenversicherung mehr, die Selbstmordrate ist stark angestiegen und und und.

Aber die Kreditgeber verlangen eine weitere Absenkung des Mindestlohnes, eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und eine Verscherbelung von Staatseigentum zu Marktpreisen, welche in der vorliegenden Notsituation nur Schnäppchenpreise sein können.

"Arbeitsmarkt-Flexibilisierung"

bedeutet die Einführung von Lohndumping aufgrund von Gesetzen, Abbau und Aushöhlung der Arbeitnehmerrechte u.s.w.

In Deutschland hieß das Agenda 2010 und hat nachweislich zu mehr Armut geführt. Die Griechen sind deshalb gut beraten, wenn sie diesen "flexiblen Arbeitsmarkt" nicht akzeptieren.

Zum Lesen:
xttp://www.oecd.org/berlin/presse/oecd-sozialbericht-einkommensungleichheit-in-deutschland-im-mittelfeld-vermoegensungleichheit-hoch.htm

11:26, SirEdward

"Egal was jetzt im Detail passiert, auf jeden Fall wird es mehr Geld für den unfähigen, aufgeblähten und korrupten "Staatsapparat" Griechenland geben."

Es wird weitere Kredite geben, um Altkredite abzulösen. Geschähe das nicht, so schauten die Gläubiger in die Röhre, und europäische Steuerzahler müssten wirklich griechische Stastsschulden zahlen. Bisher gibt es ja nur Kredite.

" Das kommt dabei heraus, wenn man (wie die EU oder Kanzlerin Merkel) Griechenland "auf jeden Fall im Euro halten will" - dann ist man eben erpressbar."

Ich glaube, Sie verwechseln da was. Erpresst werden die Griechen, da sie den Euro behalten wollen. Rauswerfen kann man sie nicht.

Herr Tsirpas will Systeme ändern, vergessen wir das nicht!"

Ich wünsche ihm dabei viel Glück. Er weiß aber selbst, was für einen unermesslich mächtigen Gegner er hat.

Reformkonzepte sind nur eine Fassade

Die Troika - äh, "Institutionen" wissen doch längst, dass da außer heißer Luft aus Athen nichts geliefert wird.
Daher spielen sie das Spielchen für die Öffentlichkeit halt noch ein bischen weiter.
Nur blöd, dass die Öffentlichkeit nicht so dumm ist, denen das armselige Spiel abzukaufen. Dafür ist das ganze einfach zu offensichtlich und leicht durchschaubar.
Ihnen bleibt also nur noch eins:
Man macht sich auf beiden Seiten zunehmend lächerlich.

re fatahland slim

"Ich habe noch nichts davon gehört, dass die Troika oder wie immer man diesen Verein nennen möchte, fordert, sich das Geld bei denen zu holen."

Dass die "linke" griechische Regierung von selbst nicht auf die Idee kommt, macht Sie nicht stutzig? Die versteckt ihre Untätigkeit doch nur hinter dem Vorwand, die Troika ließe sie nicht ...

" eine Verscherbelung von Staatseigentum zu Marktpreisen, welche in der vorliegenden Notsituation nur Schnäppchenpreise sein können."

Wenn man heute Geld braucht nützt es nichts, dass man in 2 Jahren einen 10% höheren Preis erzielen könnte ...

11:33, DB_EMD

"Sitz´ es aus und bekomme Recht! Diesem Beispiel sollte mal ein privater Schuldner folgen."

Vergleiche eines Staates mit einem privaten Schuldner gehen in die Irre.

Ein privater Schuldner, der Kredite aufnehmen würde, um fällige Kredite abzulösen, wäre unseriös.

Bei Staaten ist das anders. Da ist dies allgemein geübte Praxis. Sozusagen alternativlos. Alle, wirklich alle Staaten machen es so. Griechenlands Problem ist, dass es bei diesem Spiel momentan nicht mitspielen darf. Deswegen ist es auf das Wohlwollen der "Institutionen" angewiesen und damit erpressbar.

Es muss reichen...

gehen die Griechen, werden andere folgen, ganz klar. Wir sollten am gemeinsamen Haus Europa mit dem Euro festhalten. Wir brauchen nichts dringender als die "Vereinigten Staaten von Europa" für die der große Europäer Helmut Kohl immer gekämpft hat. Wir müssen sein Erbe weiterbewahren und am Euro festhalten, um jeden Preis..

re fathaland slim

"was das Pro Kopf Einkommen angeht, da wissen Sie hoffentlich, wie aussagekräftig das ist. Da fließen nämlich sämtliche Einkommensarten aller Griechen ein. Es ist ein Indiz dafür, dass es in Griechenland nach wie vor unermesslich reiche Menschen gibt."

Den Vorbehalt können Sie erstens bei jedem Land anbringen, und zweitens geht REICHTUM nicht ins Pro-Kopf-EINKOMMEN ein.

Und die Daten zum Einkommen können ja nur über die Finanzverwaltung erhoben werden. Da hat Griechenland eher einen Vergleichsvorteil.

re fatahland slim

" Griechenlands Problem ist, dass es bei diesem Spiel momentan nicht mitspielen darf."

Griechenlands Problem ist, dass es sich bei diesem Spiel überhoben hat.

Immer schön die Verantwortung da lassen, wo sie hingehört.

Reformen? Welche Reformen?

Solange wir keine Details zu den Reformen und den Forderungen kennen, ist es recht schwierig, die Sinnhaftigkeit zu diskutieren.

Was ist damit gemeint, wenn der IWF eine "umfassende Flexibilisierung des Arbeitsmarkts" fordert?
Denn die Löhne wurden ja bereits auf Druck des IWF um 40% im öffentlichen Dienst und um 20% im privaten Sektor gesenkt.
Ergebnis war ein Einbrechen des Binnenkonsums.
Ähnliche Forderungen des IWF haben zB in Portugal dafür gesorgt, daß nur noch 8% der AN einem Tarifvertrag unterliegen.

Die gr. Rentner sind die einzigen, die noch nennenswert Kaufkraft haben.
Es mag eine Reihe von sinnvollen Reformen bei der Rente geben, aber ob die Forderungen des IWF sinnvoll sind, wissen wir nicht.
Wir wissen nur, daß die sklavische Umsetzung von IWF-Forderungen bisher zu zu großem Elend geführt und nicht etwa die versprochene Erholung der Wirtschaft bewirkt haben.
Die Kompetenz des IWF ist mehr als fraglich, seine ideologische Sturheit kann er sich kaum noch leisten.

@fathaland slim

Sie schreiben: "Es ist ein Indiz dafür, dass es in Griechenland nach wie vor unermesslich reiche Menschen gibt. Ich habe noch nichts davon gehört, dass die Troika oder wie immer man diesen Verein nennen möchte, fordert, sich das Geld bei denen zu holen. "

Nun, die Troika ist im Gegensatz zur Syriza nicht wegen ihrer linken Politik im Amt. Und ich sehe nicht, dass Tsipras sich groß darum bemühen würde, sich das Geld von den reichen Griechen zu holen (wie man das von linker Politik erwarten könnte). Stattdessen versucht er, sich das Geld auf die eine (die derzeitigen Verhandlungen) oder andere (die Reparationsforderungen) Weise vom Steuerzahler anderer Länder zu holen. Für mich ist das nicht besonders links, sondern nationalistisch, und diskreditiert geradezu linke politische Prinzipien. Wenn man ihn dabei auch noch unterstützt, muß man sich fragen lassen, ob man selbst seine eigenen linken Prinzipien überhaupt einheitlich anwendet.

11:56, karwandler

>>"Ich habe noch nichts davon gehört, dass die Troika oder wie immer man diesen Verein nennen möchte, fordert, sich das Geld bei denen zu holen."

Dass die "linke" griechische Regierung von selbst nicht auf die Idee kommt, macht Sie nicht stutzig? Die versteckt ihre Untätigkeit doch nur hinter dem Vorwand, die Troika ließe sie nicht ...<<

Das Thema hatten wir schon öfters. Nennen Sie mir bitte auch nur ein Land in Europa, in dem die Reichen adäquat ihren Beitrag zum Gemeinwesen leisten. Dies ist in der EU nicht gewollt, sonst würde man sich nicht gegenseitig mit Steuersparmöglichkeiten auszustechen versuchen.

Eine Enteignung der Superreichen würde den EU-Statuten widersprechen und eine Prozesslawine auslösen. Dazu bräuchte es nicht mal TTIP-Geheimgerichte, die bestehende nationale und internationale Gesetzgebung reicht dazu völlig aus.

Ihre Andeutung, die griechische Linke läge freiwillig mit dem Großkapital im Bett, ist eine böswillige Unterstellung.

12:01, karwandler

"Den Vorbehalt können Sie erstens bei jedem Land anbringen, und zweitens geht REICHTUM nicht ins Pro-Kopf-EINKOMMEN ein."

Reichtum generiert Einkommen. Der Begriff "Kapitaleinkünfte" ist Ihnen doch geläufig?

12:03, karwandler

>>" Griechenlands Problem ist, dass es bei diesem Spiel momentan nicht mitspielen darf."

Griechenlands Problem ist, dass es sich bei diesem Spiel überhoben hat.

Immer schön die Verantwortung da lassen, wo sie hingehört.<<

Die Verantwortung liegt bei allen Beteiligten, die von Anfang an über den Zustand Griechenlands Bescheid wussten. Die haben sich ja nicht von heute auf morgen überhoben. Ich als kompletter Nichtfachmann wusste schon Mitte der 80er, dass der griechische Haushalt auf tönernen Füssen stand. Ein guter Freund, der auch mein Konzertagent in GR war und einen gehobenen Posten bei der Nationalbank innehatte, sagte mir das damals schon. Aber er ist alter Kommunist, vielleicht nimmt man Leute wie ihn in der EU nicht ernst?

Er hat jedenfalls nichts hinter vorgehaltener Hand geraunt, sondern laut geschimpft.

Ich kann nur sagen, jeder wusste es. Jetzt die Verantwortung auf die Armen und die neue Regierung zu schieben ist schäbig.

re fathaland slim

"Reichtum generiert Einkommen. Der Begriff "Kapitaleinkünfte" ist Ihnen doch geläufig?"

Die griechischen Reichtümer generieren wohl größtenteils nicht in Griechenland ... Warum sonst immer die Beschwerden, wie generös z.B. England dem griechischen Kapital steuerlich entgegenkommt?

Entweder oder!

Entweder in Griechenland entstehen neue Märkte und damit neue Konjunktur, Steuereinnahmen und Perspektiven im Handel, dann ist auch eine Währung wie der Euro dort vertretbar, oder keine Ökonomie- Innovation, dann ist der Euro eine schlechte Wahl und nicht realisierbar. Was hier realistisch ist, ist keine Frage. Wo sollen denn plötzlich die Ideen und Innovationen herkommen? Sicher nicht indem sich Unternehmen leichter mit günstigen Krediten eindecken. Das wäre auch zu einfach und die falsche Reihenfolge. Erst muss eine Idee entstehen, dann kann man sich über die Finanzierung Gedanken machen und diese im Anschluss umsetzen. Unternehmer können sich aber auch im Ausland Geld leihen! Also stimmt der Informationsfluss nicht. Es geht nur darum überhaupt noch liquide Mittel zur Verfügung zu haben um nicht völlig handlungsunfähig zu sein/ werden. Gesetze blockieren auch ökonimische Entwicklungen siehe Cannabis- Markt USA, großes Potential. Wäre eine nur eine von vielen Möglichkeiten.

re fathaland slim

"Eine Enteignung der Superreichen würde den EU-Statuten widersprechen"

Wer spricht von Enteignung?

Schäubles Dilemma

Noch hat Griechenland den deutschen Steuerzahler relativ wenig gekostet (2 Mal Schuldenschnitt). Es geht bisher hauptsächlich "nur" um Haftung. Aber im Falle eines Grexits, knallts gewaltig. Erst dann wird wirklich zur Kasse gebeten - und zwar in einer Höhe von über €300 Milliarden. Von daher alleine, wird/darf/kann es kein Grexit geben.

@fathaland slim

Sie malen immer ein sehr düsteres Bild vom jetzigem Griechenland.

Im Human Development Index (HDI) steht Griechenland auf Platz 29 von 187 bewerteten Staaten.

Beim HDI wird Einkommen, Bildung uns Lebenserwartung berücksichtigt.

Platz 29 steht nicht für Armut, sondern bedeutet das man in Griechenland auf hohem Niveau jammert.

Das es Härtefälle gibt bezweifle ich nicht, die gibt es aber überall auf der Welt.
Und nein die Welt ist nicht gerecht und wird sie auch nie werden können.

@ fathaland slim, 12:03

Kapitaleinkünfte gibt es in Griechenland nicht viele, sonst müsste es ja genügend Steuerzahlungen auf diese geben.

12:23, karwandler

"Die griechischen Reichtümer generieren wohl größtenteils nicht in Griechenland ... Warum sonst immer die Beschwerden, wie generös z.B. England dem griechischen Kapital steuerlich entgegenkommt?"

Das können wir jetzt diskutieren, bis wir schwarz werden. Man kann das abkürzen, indem man sich kundig macht, wie die Statistik, die wir hier diskutieren, zustande kommt und welche Daten in sie einfließen.

Bin ich jetzt zu faul zu:=}

Ihre Einschätzung stimmt

Ihre Einschätzung stimmt nicht,wie es selbst in Fachmedien heißt interessiert den "Neoliberalen" das "Morgen" recht wenig. Die Neoliberalen fordern im Fall GR ja regelrecht,wenigstens die noch wenigen vorhanden Sozialstandarts abzubauen,damit das hier gesparte Geld an sie fließen kann. Und der neoriberale Weltfinanzkopf hat ja auch dazu geführt,dass immer mehr Staaten in die Petroulie kommen,was den Neoliberalen auch nicht juckt,solange er sein Geld einfordern kann.Die wollen das Geld,egal was es als Rattenschwanz kostet,auch in der Zukunft interessiert nur das Geld,nichts weiter. Das ist auch eine der Hauptkritikpunkte am "Neoliberalismus",der in den letzten Jahren,und nicht als Naturgesetz,sondern von wenigen Menschenköpfen geschaffen,leider immer mehr im Kommen ist.

12:25, karwandler

>>"Eine Enteignung der Superreichen würde den EU-Statuten widersprechen"

Wer spricht von Enteignung?<<

Na wer wohl? Diejenigen, die bluten müssen.

Sie wollen der griechischen Linken tatsächlich unterstellen, dass sie in Wirklichkeit auf Seiten der Superreichen ist?

12:35, german-canadian

Auch linker Tendenzen völlig unverdächtige Politiker und Fachleute sprechen von einer humanitären Katastrophe in Griechenland.

Hätte man das, was die Troika den Griechen aufgedrückt hat, den Deutschen zugemutet, dann wäre hier kein Stein auf dem anderen geblieben.

Ich bewundere die Leidensfähigkeit dieses Volkes.

@karwandler, vor dem Rausschmiss kam der Eintritt

Nun, wir können die Griechenland-Krise im Tunnelblick oder auch gesamteuropäisch betrachten.

Warum ist der viel gerügte Beitrittsschwindel des Landes den Finanzexperten nicht schon damals aufgefallen? Nach Faktenlage war das sehr wohl bekannt, trotzdem hat man die Aufnahme akzeptiert. Dies wird heute zwar gern als "Betrug" verkauft, doch die EU ist hier zweifellos mitverantwortlich.

Zur *Reichenbesteuerung* schreiben Sie - 11:56:
"Dass die "linke" griechische Regierung von selbst nicht auf die *Idee* kommt, macht Sie nicht stutzig? Die versteckt ihre Untätigkeit doch nur hinter dem Vorwand, die Troika ließe sie nicht"

Die EU hält nicht nur für griechische Milliardäre und Unternehmen ein europaweites El Dorado von Vermögensschutz und Steuer-Oasen vor. Eine nationale Steuerpolitik wird diese Liga nicht einfangen können.

Die Arbeitsweise der Troika ist demokratisch zu hinterfragen, wenn eine legitimierte Regierung nicht mehr bestimmen darf, wo gespart werden soll.

Konkursverschleppung!

Für mich ist das ganze eine Konkursverschleppung.....die normalerweise strafbar ist weil Diese am Ende zu Lasten der Gläubiger geht!!! Also bitte lasst Griechenland pleite gehen weil es uns alle am Ende billiger kommt und auch den Griechen mittelfristig mehr bringt

12:36, msk66

"Kapitaleinkünfte gibt es in Griechenland nicht viele, sonst müsste es ja genügend Steuerzahlungen auf diese geben."

Es ist ja nun nicht so, dass es in Griechenland keine Steuereinnünfte gäbe. Ordnungsgemäß angelegtes Geld wird auch ordnungsgemäß versteuert, sogar in Griechenland.

11:24 von karwandler

"Griechenland jedenfalls würde schwer am Stock gehen. Viel schwerer jedenfalls als es sich manche vorstellen."

Eben darum wäre eine Option sich zu lösen, die Annäherung an die BRICS, vornehmlich Russland, mit Verhandlungen zur Erschliessung der Gasvorkommen vor Griechenlands Küste und Bereitstellung und Ausbau der griechischen Häfen (auch für Militär).
Das würde ebenfalls ins Konzept des Russisch - Türkischen Vertrags passen...

12:57, Ninurta kommt

"Eben darum wäre eine Option sich zu lösen, die Annäherung an die BRICS, vornehmlich Russland, mit Verhandlungen zur Erschliessung der Gasvorkommen vor Griechenlands Küste und Bereitstellung und Ausbau der griechischen Häfen (auch für Militär).
Das würde ebenfalls ins Konzept des Russisch - Türkischen Vertrags passen..."

Oh je. Sie wünschen Griechenland aber wirklich alles Schlechte, oder? Sie empfehlen dem Land, in den Fluss zu springen, um dem Regen zu entkommen.

Da Sie die Türkei bzw. den russisch-türkischen Vertrag erwähnen: Ist Ihnen das türkisch-griechische Verhältnis geläufig?

Hier nur so viel: es ist seit Jahrhunderten alles andere als gut.....

@Demokratie-Jetzt

Beweisen Sie Ihre massiven Anschuldigungen und Feststellungen erst einmal.

Es ist NICHT Griechenland, das die jetzige Situation zu verschulden hat! Sicher, da hat man zu viele Kredite aufgenommen (und die "Investoren" haben es SEHR bereitwillig gezahlt und die Fakten ignoriert), ABER die Situation ist doch durch die Forderungen der Troika verschärft worden.
https://www.youtube.com/watch?v=F8OaBh6mYtI

Phrasendreschereien wie in Ihrem Kommentar und wilde Schuldzuweisungen (immer auf die anderen) brauchen wir nicht! Sie und Ihr Kommentar sind hier unglaubwürdig!

P.S.: Jemandem der auf dem Boden liegt, nimmt man nicht erst die Jacke und die Schuhe weg, sondern man hilft ihm aufzustehen.

"Dann wählt Spanien. Bei

"Dann wählt Spanien. Bei einen vermuteten Sieg von Podemos ist dann endgültig Schluss mit Merkels Austeritätspolitik. Bis dahin heisst es "Durchhalten Griechenland!"

Ich denke, die Spanier haben schon begriffen, das mit populistischen Parolen man kein Geld aus nichts zaubern kann, wie man am Beispiel Griechenlands zeigt. Die Griechen wurden gerne Euro behalten, vorsorglich haben sie aber gesamtes Guthaben aus den Banken abgehoben, da sie nicht wissen können, wohin ihre Regierung sie führt.

"Da stecken halt große

"Da stecken halt große Aktienpakete von Reichen und Superreichen drin. Und die dürfen doch nicht zur Kasse gebeten werden. Also."

Nun, da stecken eher Aktienpakete von den Leuten, die eigenes erspartes Geld ein wenig aufwerten wollen, und das in große Masse. Ein paar Reiche gibt es dort bestimmt, aber die Haupttragenden sind die Fonds mit einfachen Leuten als Anlegern.

"Schon verwerflich

"Schon verwerflich komisch,das System,die EU subventioniert andere,gibt reichen Konzernen,die es gar nicht nötig hätten, Fördermittel,reiche Länder profitieren,aber wenn ein Mitglied der "europäischen Familie",wie es immer hieß,in Schwierigkeiten ist,erpresst man es,zumal für die griechische Misere weder ein Herr Tsipras noch das gemeine Volk verantwortlich zeichnet,sondern KONSERVATIVE,befreundete Parteien "unserer" CDU."

Das "gemeine Volk" hat eben auch vorherige Regierungen gewählt. Herr Tsypras kann nichts für die vorherigen Regierungen etwas verantworten, tut aber auch nichts, um die Fehler zu korrigieren, Reiche bezahlen dort nämlich immer noch keine Steuern und Grundsteuer gibt es immer noch nicht, ganz zu schweigen, dass jetzt fast keiner in Griechenland Steuern bezahlt, und deswegen räumt Athen das Geld bei den ohnehin armen Kommunen ab.

"P.S.: Jemandem der auf dem

"P.S.: Jemandem der auf dem Boden liegt, nimmt man nicht erst die Jacke und die Schuhe weg, sondern man hilft ihm aufzustehen."

Wenn der Liegende aber sich weigert, aufzustehen, man kann ihn aber auch nicht die ganze Zeit festhalten.

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14:29, Justin

"Das "gemeine Volk" hat eben auch vorherige Regierungen gewählt. Herr Tsypras kann nichts für die vorherigen Regierungen etwas verantworten, tut aber auch nichts, um die Fehler zu korrigieren, Reiche bezahlen dort nämlich immer noch keine Steuern..."

Griechenland war in meiner Lebenszeit ein Königreich und dann bis 1974 Militärdiktatur. Nach Ende derselben wurde es im Prinzip von zwei Familien regiert, die zwei Parteien repräsentierten. "Das Volk" war mit diesen immer höchst unzufrieden, hatte aber, ähnlich wie bei uns, keine richtige Wahl, da die Politik der Herrschenden als alternativlos verkauft wurde und die Herrschenden in ihren jeweiligen europäischen Parteienfamilien bestens vernetzt waren. Sie erinnern sich, dass die Griechen bei der vorletzten Parlamentswahl quasi genötigt wurden, die Verursacher des Schlamassels wieder zu wählen?

Unter solchen Voraussetzungen das Wahlverhalten des griechischen Volkes verantwortlich zu machen ist zynisch.

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