Kommentare

In irgendeiner gekonnten

In irgendeiner gekonnten Weise muss man es unterbinden, dass "Immobilienhaie" sich eine Wohnung nehmen, die Mieter rauswerfen, die Wohnung ein bisschen renovieren und dann eine teuerere Miete verlangen. Das ist schwer umzusetzen, aber wenns nicht anders geht, muss man ins Private gehen, das heisst, dass ein Immobilienhai gar nicht erst entstehen kann indem ein Mensch nicht mehr Wohnhäuser "sammelt".

Als Alternative zu diesem Sammeln, lässt sich wunderbar denken, dass Kommunen im Auftrag des Staates die zum Verkauf stehenden Wohnungen anstelle der Immobilienhaie aufkauft, und wenn etwas wirklich notwendig zu renovieren ist, liesse sich das leicht kontrollieren. Der Staat kann so auch die Mieten kontrollieren. Da er Mieteinnahmen erhält, dürfte sich das finanziell nach Jahren rentieren.

Gelächter

"Berlin ist zum frühestmöglichen Zeitpunkt eingestiegen. In weiten Teilen der Hauptstadt ist die Wohnsituation ja besonders schwierig. "

Komm mal nach München, Kollege. Oder Dresden, Köln oder Bonn. Da gibts die echten Probleme. Berlin ist dagegen Kindergeburtstag, auch wenn die Mieten in den letzten Jahren prozentual vergleichsweise stark angestiegen sind.

An dieser Stelle muss eingegriffen werden und das sehe ich auch mit "Mietpreisbremse" nicht. In Berlin habe ich zum Teil noch so etwas wie Auswahl oder das geringere Übel, da gibt es sogar noch "Umland". Gibt es z.B. in München nicht: Jedes Loch wird vermietet, zu Standardpreisen, Umland ist genauso teuer, oder teuer, weil es ja "ruhiger" ist.

Die Mietpreisbremse ist der falsche Ansatz

Angebot und Nachfrage. Erhöht man das Angebot, durch öffentlichen Wohnungsbau, Sondersteuern auf unbebaute Baugrundstücke, Erleichterungen bei den Baugenehmigungen ect. würden die Preise alleine nicht ins "unermessliche" steigen. Die Mietpreisbremse ist ein zahnloser Tiger, da leicht zu unterlaufen, z.B. man vereintbart eine sehr hohe "Ablöse" und verteilt sie in Monatsraten über die Mietvertragslänge. Es gibt übrigens auch Vermieter, die bewusst unterhalb des Mietniveaus vermieten. Ich z.B. lebe in Brasilien und bin froh, wenn meine Mieter in Deutschland nicht ausziehen, regelmässig Miete zahlen und einige kleine "Vermieteraufgaben" mit übernehmen. Soetwas nenne ich eine "win-win-Übereinunft".

Also, gibt es denn wirklich

Also, gibt es denn wirklich keinen freien Markt mehr in diesem Einheitskaptitalismus ? "Mietpreisbremse", wieso mischt sich da der Staat ein ? Die Marktkraefte muessen sowas selber regeln. Oder kann es einfach nur sein das zu viele tolle Euronen gedruckt wurden die jetzt ein "trockenes" (Analge)-Plaetzchen berechtigterweise suchen und so zu Mietsteigerungen fuehren ?

@ Gandhismus

Es waren doch die von ihnen genannten Kommunen die für die Schnelle DM bzw später den Schnellen Euro zu hunderttausenden Bundesweit zu schleuderpreisen ihre Wohnungsbestände an Irgendwelche Miethaie und Wohnungsschacherer verkauft haben weil der Bund die Länder und Kommunen am Langen arm hat verhungern lassen.

Mietpreisbremsen Unsinn

Mietpreisbremsen sorgen doch nur dafür das weniger privat in den Wohnungsbau investiert wird und es insgesamt weniger Wohnugen in den Städten geben wird.
Außerdem wenn Leute sich das wohnen in der Großstadt nicht mehr leisten können sollen sie ins Umland und in kleinere Städte ziehen. Viele kleinere Städte leiden dadurch das die Bevölkerung abwandert. Diese Entwicklung der hohen Mieten in Großstädten würde doch endlich diese Entwicklung stoppen. Man darf diese Entwicklungen nicht manipulieren wollen.

@nuckelavee 01:17

" Umland. Gibt es in München nicht". Gibt es schon. Ich habe eine DHH, ca350qm, 400qm Garten in Germering vermietet für 1.000 Euro kalt. 2min zum Gymnasium/Realschule,, 5min zum Freibad, 10 min zur S-Bahn, das alles zufuss.

Gentrifizierung

Dass Menschen in die Stadt wollen oder müssen hat viele Gründe. Aber dass die Wohnungssituation das nicht abwenden kann, egal wie abwegig die ist, sehen sie doch an asiatischen Großstädten wie Hongkong. Hier hausen Menschen in 2 qm Verschlägen für 250 Euro monatlich. Da wollen wir doch nicht hin. Dass die Immobilie nun auch eine gute Kapitalanlage ist, schürt das Problem noch mehr. Daher kann der Msrkt sich nicht selbst regeln und dabei menschlich bleiben.

Das Schweizer Käse

Unsere Politiker haben es geschafft, ihre Diäten a) erheblich zu erhöhen und b) deren weitere Erhöhungen zu automatisieren. Großartig! Ansonsten haben sie so langsam alle Hürden der Gesetzlich- wie der Menschlichkeit entfernt, die das Kapital in seiner Entfaltung eingeschränkt haben. Hunderttausende von städtischen oder genossenschaftlichen Wohnungen wurden für´n Appel und n Ei verhökert, neu gebaut wird vom Staat nicht mehr. Autobahnen und Brücken verrotten und werden von ÖPP neu gebaut, was im Endeffekt 1,8 Mal so teuer ist. Stuttgart21, BER, Elbphilharmonie etc. werden um ein Vielfaches teurer, Die Adria-Alpin-Bank verschlang Milliarden, macht alles nix, denn wir haben eine Schwarze Null und die Steuereinnahmen wachsen bei einem Wirtschaftsplus von 1,X% um 5%. Also alles in Butter, nein, alles erste Sahne! Und die Mietpreisnremse, kicher, kicher, und der Mindestlohn? Ein Schweizer Käse mit Riesenlöchern!

ein Witz

Die Mietpreisbremse geht am wirklichen Leben wieder einmal voll vorbei. Die "normalen" Steigerungen bei einer weiteren Vermietung sind gar nicht das Problem. Zumal die wenigsten wissen wie teuer war die Wohnung eigentlich vorher, wurde etwas aufgeschlagen und wenn ja, wieviel. Es sind jene Kosten die uns durch die EU vorgeschrieben werden. Was nützt die "Bremse" wenn es z.B. wegen einer Energiesanierung zu einer Mietsteigerung von oft bis über 100% kommt. Der angebliche Einspareffekt hingegen nachweislich meist im Bereich von 0% liegt. In dem Fall heißt es entweder zahlen oder ausziehen. Hier liegt der eigentliche Hase im Pfeffer. Aber hier kuscht die Regierung brav vor den Lobbyisten - wie immer.

@um 02:00 von thommy95

In vielen kleineren Stadten fehlt aber ein entscheidender Faktor - Arbeitsplätze und damit Einkommen.
Und wenn man keine Arbeit hat, reicht es auch nicht für die Miete in der Kleinstadt ...
Also wie Sie mit Wuchermieten in Großstadten die Landflucht verhindern wollen - ist schon nen starkes Stück an Unmenschlichkeit (unmenschlich weil asozial).

Wieso Wohnungsmangel?

In einer alternden Gesellschaft, in einer schrumpfenden Gesellschaft sollte es doch allenfalls einen Nachfrageüberschuss nach Betreuungsplätzen oder in Altentagesstädten geben - wieso gibt es hier ständig Probleme am Wohnungsmarkt?
Regelungen am Wohnungsmarkt bedürfen eines festen Rahmens - einer Regelung gegen das weitere Zubetonieren öffentlichen Raumes, bzw. einer Ausgleichsabgabe für den entsprechenden Missbrauch privatisierten Raumes.
Eine Aufteilung des Mietraumes in drei Eigentümergruppen - 33% Privateigentum, 33% in der Hand von gemeinnützigen Trägern und 33% gehören in die Hand von öffentlichen Trägern und dann gehören Gesetze her, die den Kapitalbedaf in diesem Sektor steuern und "Investitionsblasen" im Wohn- wie im Gewerbebau vorbeugen - wenn das nicht geht, brauchen wir eine Koppelung der Mieten an die allgemeine Preisentwicklung.

@ captainmic 1.36: Zu Ihrem

@ captainmic 1.36:
Zu Ihrem Vergleich mit zwischen Mietwohnung und Milchtüte :
Angenommen, es gäbe eine Preisbremse auf Milchtüten im Supermarkt, dann klebt am Regal zwar ein Schild mit einem niedrigen Preis, aber es gibt dann eben keine Milch mehr.
Manche erinnern sich wohl noch, das hat es früher schon mal gegeben.

Schön, aber

Die übelsten Wohnungseigentümer waren ja z.B. in Berlin die städtischen!
Erst gewaltsam 'Enträumt', dann 'modernisiert' und schliesslich verkauft. Mit 'gemein[nützig]‘ im Namen, wie GeWoBAG.
Die meisten meiner privaten Vermieter hatten irgendwie ein Interesse an ihren Häusern. Die Bürokraten nie.

Es gibt nicht zu wenige Wohnungen, die Wohnungen stehen nur an der falschen Stelle. In den 70er Jahren hieß es noch: Raus aus der Stadt! Wohnen auf dem Lande war modern und angesagt. Riesige Ausfallstraßen wurden gebaut, um die Menschen zum Arbeiten in die Stadt zu karren.
Die Zeiten haben sich geändert und anstatt darauf angemessen zu reagieren, indem man in den Städten brachliegende Flächen in Wohnraum umwandelt, wird mit der Mietpreisbremse einfach nur eine unsichtbare Mauer um die Städte gebaut, um die Leute von der Stadt fern zu halten.

Also bei uns in Berlin sind

Also bei uns in Berlin sind besonders die vielen Ferienwohnungen ein großes Problem, da sich diese für die Vermieter weitaus mehr lohnen... So wird Wohnungsraum künstlich verknappt und die Mieten steigen drastisch an. Für zB Studenten ist so die Wohnungssuche in Berlin zu einem Albtraum geworden.

@thommy95

Wie toll das funktioniert kann man beispielsweise an Paris sehen. Dort lebe ich gerade. Hier sind die Mieten mittlerweile bei 40€/qm. Im Umland. Für "renovierungsbedürftige" Wohnungen um es mal nett zu sagen. Trotzdem reißen sich die Leute darum auch wenn sie die Hälfte ihres Einkommens hinblättern müssen. Man will halt einfach halbwegs dort wohnen wo man Arbeit findet.

Auftraggeber?

Ein bissel blauäugig ist schon die Annahme, man könne die Maklerprovision stets blanko auf den Vermieter/ Verkäufer abwälzen, schon.

WENN die Wohnungslage wirklich so prekär ist wie behauptet und Immobilien weggehen wie geschnitten Brot - wozu bitteschön sollte ich als Anbieter da einen Makler einschalten? Eine simple Anzeige in der Tageszeitung tut es ja auch.

Und wenn nun ein Mieter/ Käufer in Ermangelung von Lust oder Zeit einen Makler beauftragt: "Suchen Sie mal was Passendes für mich!", hat sich eigentlich gar nichts geändert.

ich zahle für eine schöne, top renovierte 75qm

Großstadt-Albauwohnung in NRW,
640 € warm, seit drei Jahren, 3 x kräftige Nebenkostenrückzahlung.
Wo ist da Wucher?
(weniger als mein Zahnarzt für eine neue Krone will. Gibt es Anti-Zahnersatzwucherinitiativen?)
Das ist Durchschnitt in der Gegend, in unrenovierten Häusern ist es billiger.
Nicht Toplage aber Recht zunehmend beliebt, ganz nah am Zentrum. Eine Mieterhöhung wird 25 € monatl. betragen, steht aber noch nicht an.
Der Vermieter ist an guten stabilen Mietverhältnissen interessiert .

Der Mieterbund kapriziert sich auf Missstände und das ist nur die halbe Wahrheit. Wenn den vielen "kleinen" fairen Vermietern, ohne dicke Kapitaldecke und Anwaltsteam die Puste ausgeht, Herr Rips,
haben Sie Mietern einen ganz schlechten Dienst erwiesen. Den echten Haien die dann kommen, sind nämlich auch Sie nicht gewachsen.

Darstellung: