Kommentare - Elektroschrott-Richtlinie nicht umgesetzt: Deutschland droht Millionenstrafe

28. Mai 2015 - 15:26 Uhr

Schön längst müssten Verbraucher Toaster, Fernseher und Handys kostenlos in größeren Geschäften abgeben können. Doch Deutschland ist mit der Umsetzung der europäischen Elektroschrott-Regeln im Verzug. Nun droht die EU-Kommission mit einer Millionenstrafe.

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Kommentare

wie weit sind denn die

übrigen EU-Länder mit der Umsetzung?....kann doch nicht sein, dass da D das traurige Schlusslicht ist.....

verstehe ich nicht wirklich

Wir als Verbraucher sind doch schon lange verpflichtet, Elektrogeräte zur fachgerechten Entsorgung zu bringen. Ob das nun wie bisher eine Sammelstelle bei der örtlichen Müllentsorgung oder nun auch ein Ladengeschäft sein soll, finde ich eigentlich egal. Hauptsache nicht einfach in den Hausmüll.

Waren das noch Zeiten, als

Waren das noch Zeiten, als der "Lumpenhändler" Flöte spielend durch die Strassen fuhr und unter dem Ruf: Eisen, Lumpen und Papier die Altlasten entsorgte, wir als Kinder haben so manche Mark mit dem Kupfer aus alten Radiotrafos gemacht, aber wo sind sie geblieben?
Verordnungen, Auflagen und sonstiger Verwaltungwahn hat dies Geschäft unrentabel gemacht, und heute liegt der Mist an den Autobahnen oder auf Brachgrundstücken

Haltbarkeit

Die Nutzungszeit , sprich Haltbarkeit , von Elektrogeräten hat sich meiner Meinung nach verkürzt. Würden sie wenig länger halten, hätten wir schon weniger Schrott.
Der größte Witz sind Smartphones, die einmal hinfallen .... und so den Konsum hoch halten.
Früher kam ein Schrotthändler vorbei. Der darf Elektroschrott jetzt nicht mehr annehmen. Das ist auch EU Gesetz.

"Die Bundesregierung hat ein

"Die Bundesregierung hat ein Gesetz zur Umsetzung der neuen Bestimmungen erst im März auf den Weg gebracht."
Bitte diese Strafe von der CDU/CSU und SPD einkassieren! Die haben es vergeigt und sollten somit die Zeche zahlen.

Da hat Aussitzen nicht funktioniert

Wenn man eine Regierung hat, die Aussitzen für eines der wichtigsten Problemlösungsverfahren hält, dann muss man mit solchen Strafen rechnen.

Nun muss man der Regierung zugute halten, dass die Termine zur Umsetzung sehr eng lagen.
Zwischen der Abstimmung im EU-Parlament über die neue Richtlinie (Sommer 2010), dem Termin wann das Gesetz in Deutschland hätte fertig sein sollen (14.02.2014) und der Beantragung einer Strafe durch die EU (28.05.2015) war quasi keine Zeit, um ein Gesetz zu erlassen, dass die EU-Richtlinie in deutsches Recht umsetzt.

Aber immerhin hat man die Maut für Ausländer auf den Weg gebracht und das ist ja auch schon mal was.

Eigentlich sollte sich jeder

Eigentlich sollte sich jeder um derartigen Schrott reißen... Einfacher kann man doch nicht an wertvolle Rohstoffe kommen... Mit der Energie aus den Kunststoffteilen kann man ja sogar Metalle schmelzen...

Man sieht, unsere Regierung versemmelt vieles

Nur die diätenerhöhung kommt immer superpünktlich!
Wenn man im Job so arbeiten würde, würde man eine Abmahnung bekommen,
Und dann Kündigung!
Aber unsere Politiker dürfen so weiter machen wie bisher!

@15:43 von G-Townler: fachgerechte Entsorgung

Die von Ihnen genannte fachgerechte Entsorgung bei kommunalen Recycling-Höfen ist natürlich möglich. Ich bringe da alles hin, was man wiederverwerten kann.

Die EU hat aber Mindestquoten zur Wiederverwertung festgelegt (bis 2019 85%) und die lassen sich über die Recyclinghöfe entweder nicht realisieren oder nicht genau genug nachvollziehen, daher soll gemäß EU der Handel mit einbezogen werden. Dieser wehrt sich natürlich mit Händen und Füßen, weil die Rücknahme von Altgeräten den Gewinn schmälert.
Wenn die Kommunen die Altgeräte entsorgen, trägt die Kosten der Steuer- / Gebührenzahler.

15:47 von Ninurta kommt: Der Lumpensammler

In unserer Gegend (nähe holländische Grenze) kommen jede Woche mindestens 5 bis 10 Schrotthändler durch die Dörfer gefahren. Leicht zu erkennen an der nervigen Dudelei mit der sie alle Anwohner beschallen.

Es ginge auch anders

Die Industrie verdient durch die Wiederverwertung jede Menge Geld - und bringt ihre Vasallen in der Politik dazu, Gesetze zu erlassen, nach denen sie die noch werthaltigen Altgeräte kostenlos erhält. Daß so etwas mittelfristig immer mehr Probleme aufkommen läßt, liegt auf der Hand.

Würde die Industrie anbieten, die Altgeräte abzuholen und auch noch einen Obolus zu bezahlen, dann wären die Entsorgungsprobleme vermutlich komplett vom Tisch. Noch einfacher ginge es, wenn man den Schrotthändlern wieder das gestatten würde, was sie aus gutem Grund in früheren Zeiten immer taten.

Lobbyisten erfolgreich , wie immer !

Es geht d. Kapital (Unternehmer)
darum , sich nicht m.d. ollen Krempel befassen zu müssen ,
Neu-Verkauf ist smarter !
Die Lobby hat gute Arbeit geleistet,
erstmal d. Zeitschiene testen,
u. berlin hat das adaptiert u .ganz
unten a.d. Schreibtisch abgelegt ...
Verschleppung einer Gesetzesinitiaive ................,
Warum hat das in berlin "Keiner"
bemerkt, bzw. hat moniert ????

auch hier wieder :

TOTAL -Versagen d. Politik !

Das wäre b.d. Diätenerhöhung niemals passiert ............

Nichts Neues.

Bei der Menschenhandelsrichtlinie 2011/36/EU ist es doch ähnlich. (Mittlerweile wohl umgesetzt). Man kann sich nicht einigen wie eine Richtlinie in Landesgesetz umgesetzt werden kann. Es ist wesentlich einfacher seine Diäten zu erhöhen.

Und woran liegt es ?

Immer mehr Schrott wird produziert, von langlebigkeit kein Schimmer.
Gestern erst Spülmaschine defekt, geprüft, Steuergerät Platine defekt.
Elektrolux, AEG, Juno alles der selbe Schrott gerade 4 Jahre alt, Steuerung kostet 120 € muss programiert werden, nochmal 70 € und Einbau dann die bekannte Abzocksteuer sind wir auf 380 €.
Was macht man ?
Media Markt, Euronics, Saturn kaufste wieder den selben Schrott, auf gehts ans Schrott produzieren.
Die Großen verdienen sich einen Wolf subventioniert von unserem Staat und der kleine zahlt.
Die Elektroschrott-Richtlinie bezahlen auch wir wer sonst?
Nur weiter so !

Ziel erreicht!!!

alles wie gehabt, Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren. Kennen wir doch von unserer Regierung und den dort tätigen Lobbyisten nicht anderes.
Der Handel/die Hersteller wurden durch die Nicht-Umsetzung der EU-Regel entlastet, sie streichen den Gewinn ein. Das Bußgeld bezahlt dagegeben der Steuerzahler sprich also wir alle die noch Lohn- oder Umsatzsteuer zahlen und nicht in den Genuß von Schwarzkonten in der Schweiz kommen.

vor kurzem war ein ARD-Beitrag

über Gesundheitsgefährdungen der afrikanischen Menschen, verursacht durch unverantwortlich-leichtsinnige EU-Elektroschrottentsorgung zu lesen. Das hat mich nachdenklich gemacht.
Und nun soll D Zwangsgeld für EU Fehler leisten? ...die "Denkanstösse" werden nicht weniger.....

Wieso hat unsere Regierung das verschlampt?

Ich bezahle nicht Steuern, damit sie in Debatten zur Vorratsdatenspeicherung versacken. Ich bezahle Steuern, damit unsere Regierung ihren Job tut.

Die Verantwortlichen sollten die Strafe aus ihrer privaten Tasche bezahlen.

sfrings75

Die Landtage sind der falsche Ansprechpartner. Deshalb: den nächsten Schrott bitte vor dem Reichstag abstellen.

Haltbarkeit

wie kann sich der Kollege da oben über die Haltbarkeit der Geräte aufregen, wenn er wie die meisten nur den billig schrott kauft?
Aber das ist Deutschland, immer nur das billigste, am besten noch das im Internet gekauft bei Firmen die im Ausland versteuern und dann soll das zeug noch kostenlos bei den Händlern abgegeben werden, die dann die arbeit und die kosten haben. bravo

Rückgabe ist gut, aber die "EU" nicht

Politisch finde ich die kosntelose Rückgabe von Elektrogeräte als sinnvoll. Strategisch macht das Wiedergewinnen von Rohstoffen absolut Sinn.

Aber die EU mag ich nicht.

Stimmt so nicht

Die Hersteller werden durch die irrwitzigen Gebühren der Stiftung EAR nach der WEEE Richtlinie richtig zur Kasse gebeten.
Das läuft nach Kilo und Geräteklasse.
Die einzigen welche Geschäfte mit den Rohstoffen machen sind die Wertstoffhöfe der Kommunen. Sollten die Geräte bei den Händlern wirklich landen gibt es genug Recycling Firmen welche für den Schrott ordentlich Geld bezahlen. das dumme daran ist - die Händler sollen das einsammeln und kostenlos der kommunalen Geldmaschine Wertstoffhof zuführen.

Gesetzliche Verpflichtung für den Endverbraucher - Abgabe auf den Wertstoffhöfen, Verbot für die Schrotthändler privaten Schrott anzunehmen.

Gewerblicher Elektronikschrott - Vergütung bis 10 Euro pro Kilogramm durch die Schrotthändler. Noch Fragen?

@gollum0815

Woher wollen Sie denn wissen, ob der "Kollege" da oben (Anderson) billige Geräte oder teure gekauft hat? Außerdem halten auch teure Geräte nicht mehr solange wie vor 10 oder 15 Jahren, egal ob Marke oder nicht. Es ging um Haltbarkeit und nicht um Preis. Im Umkehrschluss wird eher ein Schuh draus. Jeder weiß - oder sollte das zumindest - dass beispielsweise ein Apple IPhone billige Technik für teuer Geld ist. Und dass die 5 oder 10 Jahre halten, die meisten jedenfalls, wage ich mal sehr stark zu bezweifeln. Und falls doch, dann kommt Apple und dreht nach 5 Jahren den Hahn für Updates zu wie beim 3s geschehen. Also auch zum wegwerfen. Der Kollege hat also völlig recht, unabhängig vom Preis. Die Qualität wird einfach minderwertiger, weil es nur noch um Masse geht. Es ist ja schon zigfach nachgewiesen worden, dass Hersteller bewusst qualitativ minderwertige Netzteile einbauen, damit die Haltbarkeit abnimmt. Bei Markenprodukten und Noname gleichermaßen!

"Waren das noch Zeiten"

Dieses nostalgische Denken ist wohl nicht mehr zeitgemäss.
In unserer Gegend gibt es leider noch zu viele dieser nervigen "Schrotthändler". Wie verwerten denn diese Leute z.B. den Elektroschrott? In anderen Städten werden sie schon wegen der an den Fahrzeugen fehlenden Umweltplakette nicht geduldet.
Mit einer guten Entsorgungsstruktur und einem Umweltbewusstsein der Bürger wäre es für die Gemeinden sehr wohl eine Einnahmequelle.

Das wird doch in Deutschland

Das wird doch in Deutschland schon längst auch ohne gesetzliche Regelung gemacht. Wie schaut die Praxis in anderen EU Ländern aus ?Wieviel % bezogen auf Neuverkäufe wird z.B. in Portugal oder GB recycelt ?

Deutschland, das Konzernlobby

Deutschland, das Konzernlobby Land. Lobbyismus, was einfach zu oft eine Rolle spielt. Ob es um Grenzwerte für Gifte geht, um Verbraucherschutz, oder um Pistolen in Flugzeugen. Es ist für mich eindeutig, dass D. zu diesem Thema Flug-Sicherheit niemanden der Fluggesellschaften mit strengeren Direktiven oder Forderungen zu sehr belasten will.

Papier ist geduldig

Mit dem Kreislaufwirtschaftsgesetz wurde es auf den Weg gebracht: ".. die Kreislaufwirtschaft zur Schonung der natürlichen Ressourcen zu fördern und den Schutz von Mensch und Umwelt bei der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen sicherzustellen."
Es enthält Pflichten zur Abfallvermeidung sowie, dass Erzeuger oder Besitzer von Abfällen zur Verwertung ihrer Abfälle verpflichtet sind, sowie in Teil 3 des Gesetzes die Rücknahmepflichten.
Die ElektrogeräteVO greift das auf und konkretsiert dies für Elektrogeräte!
Aber wie es scheint, ist es immer noch billiger Rohstoffe in Drittländern einzukaufen, zu verpluvern, und den Abfall wieder in die Rohstoffländer abzukippen!
Es gilt also weiterhin die Indianerweisheit: "Wo der Weiße Mann seinen Fuß auf die Erde setzt, verdorrt das Land!"

Recht so !

Was mich allerdings etwas befremdet
ist die Tatsache dass wir in D seit über
zwei Jahrzehnten gefühlte Weltmeister
im Mülltrennen sind. Ganz im Gegensatz
zu vielen anderen EU-Ländern die nur
1 oder 2 Tonnen kennen. Wie so oft misst
die EU wohl mit 2 verschiedenen Maßen
und verspielt so die letzte Akzeptanz.
EU so wie heute ? Nein Danke. Prinzipiell
haben die Briten gar nicht so unrecht.
Die Idee EU ist toll, die Umsetzung leider
stümperhaft.

Versteh ich nicht

Erst bezahl ich das Gerät wenn ich es kauf,und dann soll man es auch noch kostenlos abgeben,wenn es kaputt ist?
Warum bietet man den Menschen nicht etwas Geld an,man weiß doch was in solchen Geräten an Material drin ist.Alles kostenlos,was darf es eigendlich noch kosten in unserer Zeit?

200.000

strafe am tag, das ist doch ein witz. das juckt keinen.

20:21 von

20:21 von ErichErpel
Deutschland hat seit 2000 die Vorreiterrolle - bis auf den seeligen Atomausstieg - aufgegeben und nähert sich dem Niveau von China an.

Was die Eu angeht, gebe ich ihnen teilweise recht. Diese logenhafte Vereinigung von Politikerlobbyisten hat aus der EU einen Bürokratie Zirkus gemacht. Aber viel Müll hat auch Giftstoffe in sich und was den Nationen fehlt auch D., ist eine Erleichterung für Bürger. Wenn die in Brüssel was beschliessen, und eine Nation es umsetzt, wird es oft so krumm, dass jeder meckert. Und das darf nicht sein. Es muss einfacher gemacht werden, praxisnaher.

Wer zum Werkstoffhof fährt um dort Sondermüll abzugeben, hat meist ein Auto und muss dann oft pauschal 10 Euro zahlen. Die, die kein Auto haben, schmeissen den Müll in die Resttonne. Die sog. Umweltmobile kriegt keiner mit. Es müsste jeder Handel zB Quecksilberlampen zurücknehmen. Dann würde man keine Quecksilberlampen mehr verkaufen wollen.

Die Sendung mit der Maus

Liebe EU-Bürokraten, schaut euch die "uralte" Folge der "Sendung mit der Maus" an in der gezeigt wird, wie man Handys "wiederverwertet" und die enthaltenen Rohstoffe zurückgewinnt. Das ist in Deutschland schon lange Standart. Die angedrohte Strafe eine Farce. Es ist doch egal, ob man seinen Elektoschrott an öffentlichen Sammelstellen abgibt, oder bei den Händlern.

@Anderson 15:59

Sie schrieben:
"Die Nutzungszeit , sprich Haltbarkeit , von Elektrogeräten hat sich meiner Meinung nach verkürzt. Würden sie wenig länger halten, hätten wir schon weniger Schrott."

Sehr richtig, das nennt sich "geplante Obsoleszens" und wird schon seeehr lange angewendet. So wurde bereits vor 90 !!! Jahren die Glühbirne so produziert, das sie nicht so lange hält. Dabei könnten die Dinger Jahrzehnte lang leuchten.
Heute wird fast nur noch Elektromüll fabriziert, Wegwerfartikel die man nicht reparieren kann.

@zorros Erben Wie die guten

@zorros Erben

Wie die guten Schrottsammler den Müll trennen? Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass erstmal alles mitgenommen wird und der schlechte bzw. unverwertbare Rest im Wald oder am Straßenrand landet. Von mir gibt's deswegen nichts! Ich würde mir wünschen, dass andere genauso mitdenken würden.

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