Kommentare - Militäreinsatz gegen Schlepper: Libyen erteilt EU-Plänen Abfuhr

19. Mai 2015 - 11:43 Uhr

Die Abfuhr ist eindeutig: Die libysche Regierung akzeptiert keinen Verstoß gegen die Souveränität des Landes, teilte sie mit. Damit wird es die EU schwer haben, wie geplant militärisch gegen Schlepper von Flüchtlingen im Mittelmeer vorzugehen.

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Kommentare

Das war ja wohl klar.

Das war ja wohl klar. Welches Land lässt sich schon freiwillig seine Küsten zerbomben.

Mal wieder die

Rechnung ohne den Wirt gemacht. Lasst uns noch ein paar Verhandlungen mit den Libyern führen und dann wieder zur Tagesordnung übergehen. Wie wäre es mit etwas einfachem wie Diätenerhöhung. Das klappt doch problemlos.

DANKE!

Tausend Dank an die libysche Regierung! Es muss bessere Wege geben als Militäreinsätze. Gewalt ist selten eine Lösung.

so .... das war zu erwarten

oder hätte jemand erwartet , das Lybien ja sagt zu dem Verwirrspiel. Wie war es doch einst...hat nicht Gadaffi gewarnt was geschehn wird, wenn man sein Land zerbombt....nun die Wahrheit hat sein Gesicht gezeigt.

Für wen spricht die angeführte libysche Regierung?

Es gibt 2 libysche Regierungen, die alte nicht abgetretene und die neu gewählte. Die meisten Schlepper kommen aus dem Bereich um Tripoli mit der alten Regierung, von der EU nicht mehr anerkannt. Also spricht die neue nur von den von ihr kontrollierten Abschnitten. Wenn sie sie denn so gut kontrollieren, wie können dann überhaupt eindeutige Personenschlepper ablegen?

Was sagt eigentlich die Türkei dazu? Von Ihrem Gebiet geht es im Mittelmeer und im schwarzen Meer Richtung EU.

Viel leichter sollte es sein, die Schlauchboothersteller und -händler an die Kandarre zu nehmen. Die Schiffswracks müssten von den Hafenbehörden kontrolliert werden, verbotene Personenbeförderung sofort verfolgt werden. Ägypten macht das doch vor, dort verlegten sich die Schmuggler auf nächtliche Anfahrten in Minibooten zu den eigentlichen schlepperschiffen. Und von dort schaffen es nicht viele auf die hohe See.....

Illegale Einwanderung muss selbst geächtet sein, und nicht durch Asylmissbrauch gefördert werden

Menschen sind den Machthabern ein Negativfaktor

Die libysche Regierung will die Menschen los werden, und die Europäer wollen sie auch nicht haben. Bei den chaotischen Zuständen in den Ländern, aus denen die Menschen flüchten und der relativen Ruhe in Europa bekommt Europa das Mißfallen zu spüren, wenn im Mittelmeer die Menschen ertrinken.
Die Ursache der Flucht liegt aber in den Herkunftsländern. Es ist schon verständlich, wenn die EU die Ursache an der Quelle bekämpfen will.

Unverantwortlich...

...wie Libyen sich verhält und nimmt weiterhin den Tod Tausender Menschen in Kauf. Schlepperboote zerstörten ist derzeit nun mal die effektivere Lösung, alles andere dauert zu lang.

Darf Libyen souverän entscheiden?

Libyen verbietet einfach die Bekämpfung dieser Schlepper-Terroristen, die von Brüssel ja bereits als Ursache aller europäischen Probleme identifiziert wurden. Damit macht sich Libyen ganz klar zum Handlanger des Terrorismus und damit zum Feind der EU - nein, der ganzen freien Welt! Wenn das keinen Bündnisfall der NATO auslöst, weiß ich auch nicht...

Fernab jeder Realität

Wie fernab jeder Realität unsere Politiker sind.
Erst bomben sie Lybien in die "Freiheit", bringen ihnen "Westlichen Werte" bei und nun wollen sie ins Land einmarschieren.

Die EU/USA und NATO haben schon genug Unheil in unserer Welt angerichtet und letztlich sind sie auch mit Verursacher der Flüchtlingsprobleme.
Es ist Zeit, dass auch die Herren Gauck, Steinmeier, Erler und Frau Merkel die Realität anerkennen.

Sind nicht all die

Sind nicht all die (hundert)Tausenden Flüchlinge besonders in Deutschland Willkommen.
Deshalb verstehe ich den Nato-Einsatz nicht.
Die Betonung gegen Schlepper ist doch nur ein Vorwand.

Die Politik der EU (Besonders Deutschland) ist wiedersprüchlich.

Schießen ist zu wenig

Die Tobruker hätten in Libyen verspielt wenn sie blanko akzeptieren. Mit Zusammenarbeit meinen sie, die EU soll für sie das Land erobern. Schon recht, aber danach ist die Regierung umzubilden mit Militärs und Administratoren der EU sowie ein oder zwei kooperativen Leuten aus Tripolis.

Mit Kanonen auf Spatzen

Die Politik beweist einmal mehr ihre Engstirnigkeit. Wenn sie nicht mehr weiter weiß, sollen die Waffen sprechen, wie in der Steinzeit. Dabei kann das Problem dauerhaft nur vor Ort gelöst werden.

tja dumm gelaufen

Wieder einmal hat die EU den zweiten vor den ersten Schritt gemacht und hat damit eine Bruchlandung vollzogen.
Statt erstmal direkt mit Libyen über mögliche Schritte zu reden und auf dieser Basis einen Plan zu entwickeln, hat die EU erst einen Plan aus dem Hut gezaubert.
Wir haben es eben mit Politikamateuren in Brüssel zutun, die ein Eigentor nach dem anderen schießen und sich dann wundern, warum man sieglos am Tabellenende verbleibt.

???

Es wurde weder "Gewalt" noch "Bomben auf Häfen" beschlossen. Es geht darum, dass das Militär in den Häfen die Boote bereits ausfindig macht, stopt und notfalls versenkt. Jedes gestoppte oder versenkte Boot rettet Leben. Das Übel ist an der Wurzel zu packen, an den Abreisestationen. Wieso gilt da der Dank an Lybien??? Danke, dass ihr nicht helft, diese Tragödie kurz und unbürokratisch zu beenden? Danke für zukünftig noch mehr Tote?
Die Europäer sollten die Seegrenzen bewachen und jedes Boot zurückgeleiten.
Nicht zuletzt deshalb, weil der IS seine Terroristen auf diesem Wege nach Europa bringt.

IS weiter unterstützen???

Sollen wir den IS weiter gewähren und an diesem lukrativen Geschäft verdienen lassen? Nein das sollten wir nicht weil wir für Humanität, Demokratie und Menschenrechte einstehen. Ein Militäreinsatz ist alternativlos.

Wenn der Druck wächst, wachsen auch die Mittel

Jede andere Ansage zur Absage an diese lukrative Einnahmequelle zur Finanzierung von Waffen und Terrorismus wäre ja auch undenkbar gewesen.

Nachdem die EU heute noch soft neue Optionen hier auslotet, dürfte eine Antwort an das Schlepperwesen von morgen dann schon etwas konkreter ausfallen.

Mein Wort darauf, was heute manchen noch falsch erscheint wird morgen schon eine der wichtigsten Optionen und ergänzend wirksame Lösung sein.

Fragen wir doch einmal einen Drogenboss, ob er nicht lieber einen Bürojob macht und seine hohen Gewinne durch ein niedriges Einkommen tauscht. Na wer kennt die Antwort?

IS weiter unterstützen???

Sollen wir den IS weiter gewähren und an diesem lukrativen Geschäft verdienen lassen? Nein das sollten wir nicht weil wir für Humanität, Demokratie und Menschenrechte einstehen. Ein Militäreinsatz ist alternativlos.

@mr.hater -danke für was?

Die EU kann auch entweder oder. Der Einsatz muss ja nicht sein, wenn die lybische Regierung (frage welche der beiden, im Westen oder Osten) ihre Grenze im Süden sichert und wie andere nordafrikanische Staaten die Boote nicht ablegen lässt. Weiter Schmiergeld kassieren und schwangere Frauen, Kinder und andere in Gefahr bringen, das ist seit dem letzten Unglück vorbei!

Einfache Lösung...

....keine finanzielle und kooperative Unterstützung mehr für Libyen und ihre Probleme bis die Regierung mitzieht!

Richtig

Flüchtlinge zurück nach Libyen aber gleichzeitig mit den Staaten dort an einer vernünftigen Lösung arbeiten. Nur das hat Sinn, was auch langfristig den "Snakeheads" das Handwerk legt. Ich finde das Einrichten einer dortigen Behörde die "echten Flüchtlingen" ein Visum für die EU ausstellt eine gar nicht so schlechte Idee - dazu müsste man sich aber auch mal endlich in Europa einigen wie man diesen armen Menschen am effektivsten hilft un die Lasten dieser Hilfe innerhalb der EU gerecht verteilt.
...in jedem Fall noch ein langer Weg...

Wie bitte?

"Der IS soll Menschenschmuggel als Finanzquelle nutzen."

D.h. wir finanzieren mit unseren Sozialleistungen indirekt den Terror. Die Asylpolitik ist eine Lachnummer.

Frau Peters Fantasien

Liebe Frau Peters,

jemand der Asyl beantragt muss per se politisch verfolgt sein. Das einige "Interessenverbände" in Deutschland gerne die Unterschiede zwischen Wirtschaftsflüchtlingen und Asylsuchenden verwischen wollen ist für all diejenigen, die die Probleme in ihren Ursprungsländern bekämpfen wollten und deswegen verfolgt wurden einfach nur beschämend. Diese Menschen haben nicht nur banal den Wohlstand zum Ziel, es geht ihnen um das Selbstverständnis des respektvollen Umgangs in ihren Heimatländern. Wirtschaftsflüchtlingen hingegen geht es vorrangig um das erzielen von Wohlstand, Das ist für mich auch nachvollziehbar, allerdings sollte das im Rahmen einer Leistungsgesellschaft und nicht im Rahmen weltfremder "sozialer" Leistungen geschehen.

@eli

12:22 von eli:
"Illegale Einwanderung muss selbst geächtet sein, und nicht durch Asylmissbrauch gefördert werden"

Glauben Sie ernsthaft, dass sich irgendein Flüchtling um Gesetze schert, wenn er seine bloße Existenz retten möchte?

Aus Sicht der EU wäre es natürlich das beste, wenn alle diese Menschen still und heimlich in ihrer Heimat sterben würden. Aus den Augen, aus dem Sinn. Problem gelöst.

13:05 von Robin Vondra

"Sollen wir den IS weiter gewähren und an diesem lukrativen Geschäft verdienen lassen? Nein das sollten wir nicht weil wir für Humanität, Demokratie und Menschenrechte einstehen. Ein Militäreinsatz ist alternativlos."

Soll ich mal all die "alternativlosen" Militäreinsätze der USA/NATO/EU und ihrer Koalitionen in den letzten 50 Jahren anführen?

Militär erinnert mich an kleine Bubis: wenn man nicht mehr weiter weiss, schlägt man halt zu!

Europa

Europa hat doch genug Handhabe: Asyl ist klar definiert. Wenn wir alle Flüchtlinge Krieg und Wirtschaftsflüchtlinge ins Land lassen, selbst schuld. Wirtschaftsflüchtlinge sind illegale Einwanderer. Es gibt doch eine Liste über sichere Herkunftsländer, warum schicken wir diese nach betreten von Europa nicht postwendend zurück? sondern gewähren ihnen Monate lang Unterkunft, Verpflegung, Gesundheitssystem ??Andere Länder leben es uns doch vor. !

@JokeSchuette

12:24 von JokeSchuette:
"Die Ursache der Flucht liegt aber in den Herkunftsländern. Es ist schon verständlich, wenn die EU die Ursache an der Quelle bekämpfen will."

Das wäre tatsächlich die einzig vernünftige und vor allem nachhaltige Flüchtlingspolitik. Aber will die EU das denn? Bisher überlegt man in Brüssel doch nur, wie man das Elend der Flüchtlinge aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängen kann.

Lösung ????

@windsbraut123.

Fakt ist in vielen Ländern Afrikas liegt die Wirtschaft am Boden.
Es gibt dort mehr Menschen als es Ressourcen bzw. Nahrung gibt.
Meinen Sie es ist die Lösung alle armen Menschen der ganzen Welt bei uns aufzunehmen ?
Das sind mehrere hundert Millionen !
Europa hat genug eigene Probleme.
Wir würden damit die ausufernde Vermehrung der Spezies Mensch die eh schon den Planeten alleine durch ihre unglaubliche Anzahl zerstört noch verschlimmern.

Die Probleme müssen in diesen Ländern mit zu knappen Nahrungsmitteln gelöst werden, d.h. Verhütung, Verhütung usw.

Nehmen wir alle bei uns auf, werden die mit ihrer beschränkten Bildung sich bei uns weiter unkontrolliert vermehren.

Die Probleme müssen in Afrika selbst gelöst werden, vor Ort.
Es gibt Entwicklungshelfer, es muss mehr dafür gemacht werden.
Es wird endlich Zeit, dass die Afrikaner u.A. Menschen in aller Welt verstehen was sie mit ihrer "Alten" Einstellung der ungezügelten Reproduktion für Probleme verursachen !

Wen interessierts?

Lybien ist überhaupt nicht in der Position, das Einvernehmen zu verweigern. M.E. müssen wir sie auch nicht fragen. Wenn die nicht in der Lage sind, ihre Küsten zu überwachen und dadurch die Europäische Sicherheit beeinträchtigt wird, dann müssen wir das selbst in die Hand nehmen. Wenn sie das nicht fressen, muss das Land notfalls besetzt werden.

es kann doch kein vernunftbegabter Mensch

Es kann doch kein vernunftbegabter Mensch glauben, dass die riesigen Probleme, die in erster Linie in islamischen Ländern bestehen, durch Aufnahme von Hunderttausenden von Flüchtlingen beseitigt werden können.
Einziges Ergebnis dieser Masseneinwanderung wäre eine Einbeziehung Europas in dieses Chaos für mindestens die nächsten Jahrzehnte. Unsere Politiker haben eine große Verantwortung für immerhin 500 Mio EU-Bürger, die weiterhin friedlich in ihren Ländern leben wollen.

@Kermit70

13:03 von Kermit70:
"Jedes gestoppte oder versenkte Boot rettet Leben. Das Übel ist an der Wurzel zu packen, an den Abreisestationen."

Das ist falsch. Die Abreisestation liegt nicht an Libyens Küste, sondern irgendwo tief in Afrika. Und die Wurzel des Problems sind nicht irgendwelche Boote, sondern Kriege und Armut. Boote sind Fluchtmittel!

Wie kann man das übersehen?!

Kein Geld mehr nach Libyen

Ohne Kooperation mit der EU gibt es kein Geld mehr aus den Topfen der EU. So einfach ist das. Also: sofort den Geldhahn zudrehen und keine Waffen mehr liefern.

Ursache Flüchtlingswelle

Wir leben im Überfluss, wir vernichten Tonnen von Lebensmitteln, wir benutzen arme Länder um unseren Müll los zu werden. Wir sichern unseren Wohlstand auf Kosten der Armen und wir sind NICHT bereit ein wenig von diesem Wohlstand zu teilen. Es wird nichts nützen Schlepperboote zu versenken und es wird nichts nützen Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken zu lassen. Es wird einzig und allein helfen, den Menschen in ihren Ländern ein halbwegs lebenswertes Leben zu ermöglichen, indem die reichen Nationen Kriege verhindern, statt Waffen zu liefern, indem reiche Länder Arbeitsplätze in diesen Ländern schaffen statt Arbeitsplätze zu zerstören. Wir müssen unseren maßlosen Egoismus und die Gier nach noch mehr Geld zurückschrauben und dafür etwas mehr Menschlichkeit zeigen. Kaum ein Mensch verlässt gerne seine Heimat und seine Familie, wenn sich ihm andere Möglichkeiten bieten. Nur die Verzweiflung, grausame Kriege und für uns unvorstellbare Not lässt Menschen die gefährliche Flucht wagen.

@Robin Vondra

13:05 von Robin Vondra:
"[...] weil wir für Humanität, Demokratie und Menschenrechte einstehen. Ein Militäreinsatz ist alternativlos."

Ihr "alternativloser" Militäreinsatz ist ein Krieg zur Durchsetzung der eigenen Interessen. Kein Militäreinsatz des "Westens" hatte je irgendetwas mit Humanität, Demokratie oder Menschenrechten zu tun. Es grenzt an Kabarett, das im selben Atemzug zu nennen.

Keinen Flüchtling zurückschicken ?

Wirrer Aktionismus bestimmt das Handeln der EU.
Keiner will wieder ein Todesdrama auf dem Mittelmeer (PR-Gau), also wird die Seenotrettung ein wenig verstärkt.

Weil die EU-Außenbauftragte aber deutlich machte, daß kein Flüchtling gegen seinen Willen nach Afrika zurückgeschickt wird, würde das ja nicht die Flüchtlingsströme bremsen.
Deshalb wohl die kindische Allmachtsphantasie, man könne einfach die Boote zerstören und das Problem wäre gelöst.

Denn sind die Flüchtlinge erst einmal auf EU-Schiffen, also auf EU-Hoheitsgebiet haben sie ja Anrecht auf Asyl.
Daher wohl die Zurückhaltung Deutschlands: rettet die Bundesmarine die Flüchtlinge, wäre sie ganz ohne Flucht aus Italien und über die Alpen ja schon in ihrem Zielland angekommen.

Um eine grundsätzliche Entscheidung drückt sich die EU also weiter, wohl weil es hier keinen Konsens gibt: will sie so viele Flüchtlinge aufnehmen oder nicht.
Denn selbst illegale Einreise ändert nichts am Rechtsanspruch der Flüchtlinge auf Asyl.

Gaddafi kassierte schöne

Gaddafi kassierte schöne Summen von der EU, um Flüchtlinge ins Lagern in der Wüste zu stecken, aus denen sie nur gegen Lösegeld wieder raus kamen oder dienten als Sklavenarbeiter für verwöhnte Libyer.
Doch auch schon früher sind viele gekommen, nur so spektakulär war es nicht wie heute, sondern eher dezent über der Türkei nach Griechenland, auch mit Booten...

Die Menge der Flüchtlinge ist nicht zu bewältigen

Wie viele Menschen kann Europa aufnehmen? 10 Millionen Menschen? 100 Millionen Menschen oder 1 Milliarde Menschen?

Selbst das würde nicht reichen, um all die aufzunehmen, die nach Europa wollen.

Schnappsidee

Wer hatte eigentlich diese Schnappsidee, dass man Flüchtlinge aufhalten könne, indem man einfach die Boote der Schlepper zerstöre?

Wie wollen sie denn ein Schlepperboot von einem Fischerboot unterscheiden?

Sitzen die Schlepper etwa am Strand und bieten ihre Dienste an wie ein Strandkorbverleiher?

Flüchtlinge fliehen mit jedem Gefährt das schwimmt, folglich müssen sie alle existierenden Boote zerstören.

Welches Land lässt sich schon freiwillig seine Zivilflotte zerstören?

Welche Regierung?

Das Land in Stämmekriegen untergegangen. Es gibt keine Regierung.

Es geht hier nicht um Kampfeinsätze

Es sollen hier doch nur die Schlepperboote zerstört werden und nicht Gewalt gegen Menschen angewendet werden. So lange es in Libyen keine funktionierende Regierung gibt, so lange können die Europäer mit niemanden dort kooperieren. Wer darüberhinaus in Libyen an den Flüchtlingen Geld verdient hat sowieso kein Interesse das Land zu stabilisieren und die Regierung (welche auch immer) zu stärken. Also gibt es doppelte Gründe diesem Treiben ein Ende zu setzen.

@radag4000

"Die Probleme müssen in Afrika selbst gelöst werden, vor Ort.
Es gibt Entwicklungshelfer, es muss mehr dafür gemacht werden.
Es wird endlich Zeit, dass die Afrikaner u.A. Menschen in aller Welt verstehen was sie mit ihrer "Alten" Einstellung der ungezügelten Reproduktion für Probleme verursachen !"

Reproduktion ist nur ein kleiner Teil des Problems.
Afrika ist in den letzten Jahrzehnten zwangsweise Neoliberalisiert worden. Mit jedem der zahlreichen Kredit hat der IWF seine Wirtschaftsvorstellungen in Gesetze giessen lassen, ebenso andere Geldgeber.

Letztlich hat das aber nur den großen Konzernen geholfen und ein paar ganz wenigen einheimischen Profiteuren.

Das Kernproblem scheint mir zu sein, daß diese Wirtschaftsideologie nicht funktioniert. Und das nicht nur dort: auch in Europa haben wir ja Wirtschaftsflüchtlinge.

Das Wirtschaftssystem hält seine Versprechen nicht, es werden nicht genug Arbeitsplätze geschaffen, mit denen Menschen ihre Familen ernähren können, weltweit nicht.

@eli

*Es gibt 2 libysche Regierungen, die alte nicht abgetretene und die neu gewählte. Die meisten Schlepper kommen aus dem Bereich um Tripoli mit der alten Regierung, von der EU nicht mehr anerkannt. Also spricht die neue nur von den von ihr kontrollierten Abschnitten. Wenn sie sie denn so gut kontrollieren, wie können dann überhaupt eindeutige Personenschlepper ablegen?*
Interessant. Waehrend selbst die Libyer nicht wissen was in ihrem failed state(so nennt man Laender mit 2 nicht regierungsfaehigen Regierungen) so vor sich geht, wissen Sie es? Na dann.

Welch eine Zurückhaltung

als vor ein paar Jahren ein paar Demonstranten in Libyen aufbegehrten fragte doch auch niemand nach der Souveränität, sondern es wurden militärische Mittel ohne irgendwelche Erlaubnis oder Verhandlungen eröffnet.

@Nachfragerin

*Libyen verbietet einfach die Bekämpfung dieser Schlepper-Terroristen, die von Brüssel ja bereits als Ursache aller europäischen Probleme identifiziert wurden. Damit macht sich Libyen ganz klar zum Handlanger des Terrorismus und damit zum Feind der EU - nein, der ganzen freien Welt! Wenn das keinen Bündnisfall der NATO auslöst, weiß ich auch nicht...*
Das kann nicht Ihr Ernst sein und ist Zynismus.......oder? Das muss Zynismus sein.

@ klge

*Die Tobruker hätten in Libyen verspielt wenn sie blanko akzeptieren. Mit Zusammenarbeit meinen sie, die EU soll für sie das Land erobern. Schon recht, aber danach ist die Regierung umzubilden mit Militärs und Administratoren der EU sowie ein oder zwei kooperativen Leuten aus Tripolis.*
Also das alte Spiel des Kolonialismus wieder aufnehmen? Hm....was glauben sie was das Voelkerrecht dazu sagt? Die UN und vor allem Libyens Bevoelkerung? Wer so was vorschlaegt muss dann aber auch an vorderste Front. GANZ VORN!

Banden

Die EU hat lange genug versucht, die verfeindeten Parteien in Lybien zu Verhandlungen und Bildung einer Einheitsregierung zu veranlassen. Meiner Meinung nach muss hier klar gemacht werden, das wenn die Lybische Regierung ihre Küsten nicht unter Kontrolle bringen kann, dass dann die EU einschreiten muss.

Kooperation ist schön und gut, aber die Bande von Militärs, die Momentan als Regierung anerkannt ist hat vermutlich nur begrenzte Möglichkeiten gegen Schlepper vorzugehen. Denen geht es bei der Kooperation doch ohnehin nur darum zur Bekämpfung der Banden dann Waffen und Gerät geliefert zu bekommen, dass sie dann in ihrem Bürgerkrieg einsetzen können.

@ Links2 3 4

*Statt erstmal direkt mit Libyen über mögliche Schritte zu reden und auf dieser Basis einen Plan zu entwickeln, hat die EU erst einen Plan aus dem Hut gezaubert.*
Mit wen denn?
Tja....auch sie scheinen es noch nicht bemerkt zu haben. Es gibt kein Libyen mehr. Dank WEM? Richtig : Genau der Laender die nun Zeter und Mordio schreien.

@Chrisahs

13:39 von Chrisahs:
"Lybien ist überhaupt nicht in der Position, das Einvernehmen zu verweigern. M.E. müssen wir sie auch nicht fragen. [...] Wenn sie das nicht fressen, muss das Land notfalls besetzt werden."

Ja, so wird es kommen. Das wird ein weiteres Paradebeispiel der westlichen Überheblichkeit. Wen jucken schon das Völkerrecht oder die vielzitierte "territoriale Integrität"? Es gilt ausschließlich das Recht des Stärkeren!

@Robin Vondra

*Sollen wir den IS weiter gewähren und an diesem lukrativen Geschäft verdienen lassen? *
Ach....nun sind IS und Schlepper schon identisch?
Wieder was gelernt;-)))

Regierung

Hat Libyen eine Regierung? Und wenn ja, ist es eine Überraschung, dass die nicht sofort hüpft, wenn die EU sagt "spring". Die wenigsten Länder dieser Erde würden zustimmen, wenn man sie fragte, ob man mit fremden Militär auf deren Hoheitsgebiet rumturnen darf um Probleme zu lösen, die Libyen nicht hat. Welche Interesse sollte Libyen daran haben?

Und, das mag ein Vorurteil sein, in solchen Ländern frage ich mich immer, wer alles von den "Lizenzgebühren" der Schlepper profitiert.

Vermutlich trägt "Bootsverleih" zum Bruttosozialprodukt des Landes bei.

@ radag4000

Es gibt keine Lebensmittelknappheit. Das ist eine Luege der Neoliberalen. Es gibt ein Verteilungsproblem und ein Raffgierproblem.

War doch klar

Für diejenigen, die auch zwischen den Zeilen lesen können, war im Grunde von Anfang an klar, dass der Vorschlag eines militärischen Einsatzes eine Blendgranate war, um die Skeptiker zu beruhigen. Jetzt hat man eine schöne Ausrede, warum man nichts machen kann.

Also blebt alles beim Alten: Die Schlepperbanden freuen sich schon auf die weitere Kooperation mit der Bundesmarine....

Bis in alle Ewigkeit Grenze Mittelmeer...Mittelmeer...Mittelm

Es geht nicht um die Verhältnisse der Flüchtlinge auf dem Mittelmeer.

Es geht um AFRIKA (und den Nahen Osten)!
Die Verhältnisse in Afrika (und im Nahen Osten) sind das Entscheidende!

Und dann ist die Lösung so simpel, wie nach 'unserem' - dem europäischen - Willen, nicht durchführbar: Wohlstand für Jedermann in Afrika mindestens halb so groß wie bei 'uns' - den Mitteleuropäern.

Aber unser Wille ist nicht da!
Ich will nichts abgeben, denn mein Nachbar, meine Bekannten/Verwandten und mein Dorf/meine Stadt, mein Landkreis, mein Staat, meine Gesellschaft will ebenfalls nichts abgeben!
"Nächstenliebe"? Gilt nicht für Afrikaner-Europäer-Beziehungen.
"Wohlstand"? Gilt ausschließlich für uns Europäer.
"Selbstsucht" gibt es angeblich in jedem Menschen mehr oder weniger, gilt aber in Wahrheit besonders für uns Europäer.

@ xemmy

.* Meiner Meinung nach muss hier klar gemacht werden, das wenn die Lybische Regierung ihre Küsten nicht unter Kontrolle bringen kann, dass dann die EU einschreiten muss.*
Stimmt. So nebenbei kann man dann natuerlich auch die reichen Oelquellen in Kuestennaehe "bewachen" und "sichern"und sich seine Dienste in Oel bezahlen lassen. So in etwa stellen Sie sich das sicher vor . Oder?

Was ist mit der Entwicklungshilfe passiert?

Wir spenden seit vielen Jahrzehnten riesige Betraege an Entwicklungshilfe an Afrika. Milliarden flossen von entwickelten Nationen nach Afrika und Asien. Die Spenden kamen aus staatlichen und privaten Quellen. Es wurde immer gesagt, dass nur so die Situation in den armen der aermsten Laender vor Ort geloest werden kann. Hilfe zur Selbsthilfe bei Bildung, Geburtenplanung, Landwirtschaft, Industrialisierung usw. Warum fragt heute eigentlich niemand warum das alles nichts genuetzt hat? Eine unbequeme Antwort ist, dass diese finanzielle Hilfe nie bei den Aermsten angekommen ist, sondern bei korrupten Regierungen, Warlords, Despoten und Diktatoren haengengeblieben ist. Und dadurch natuerlich indirekt zu uns in Form von Waffenbestellungen zurueckkam. Ich habe leider auch keine Loesung fuer die Zukunft aber ich weiss, dass wir sie nur in Frieden und Freiheit erleben werden, wenn wir die Vergangenheit richtig einschaetzen. Und Herrn oder Frau Krawallhase stimme ich 100% zu.

So mancher hier sollte seine Paranoia .....

behandeln lassen und einen Lehrgang in Voelkerrecht absolvieren. Das ist ja nicht zum Aushalten. NEIN , EUROPA ist NICHT der rechtlose Mittelpunkt der Welt, auch wenn das so Manche/r hier zu glauben scheint. Wenn Jeder nun gerade noch macht was er will, sind wir wieder bald in der Steinzeit angelangt. Dann doch lieber etwas aermer.

@Justin

"Gaddafi kassierte schöne Summen von der EU, um Flüchtlinge ins Lagern in der Wüste zu stecken, aus denen sie nur gegen Lösegeld wieder raus kamen oder dienten als Sklavenarbeiter für verwöhnte Libyer."

Und die EU wusste davon, hat sie doch die Lager mehr als einmal inspiziert und weiter finanziert.

Vor diesem Hintergrund sind die aktuellen Behauptungen der EU-Spitzen mehr als bizarr, es ginge um dem Schutz von Menschenrechten.
Auch Deutschland spielt hier eine undurchsichtige Rolle: als etwa 2011 die südlichen EU-Länder eine Quotenverteilung forderten, waren Deutschland und auch F und GB strikt dagegen.
Ganz anders heute, nachdem zB Italien sich für diese Absage "gerächt" hat und nun den Großteil der Flüchtlinge einfach in den Schengen-Raum entlässt und damit zum großen Teil nach Deutschland.

Die nationale Politik kämpft an vielen Fronten, eine der größten dürfte die PR-Front sein.
Kirchen, die der CDU wieder das "C" absprechen wollen dürften den Parteistrategen Sorgen machen.

@Agent lemon

14:17 von Agent lemon:
"Das kann nicht Ihr Ernst sein und ist Zynismus.......oder? Das muss Zynismus sein."

Sie liegen richtig. Umso erstaunter bin ich, dass mancher Forist mit vollem Ernst ähnliche Forderungen aufstellt.

Ich befürchte jedoch, dass sich die EU über die klare Absage der libyschen Machthaber hinwegsetzen wird. Das wird dann die zweite Demokratisierung.

Viel Glueck....

den Militaristen. Somalia laesst gruessen. Und Libyen ist da klar ne Nummer haerter und strotzt nur so von(unseren ) Waffen. Danke Herr Sarkozy. Danke Herr Cameron. Das alles haben wir hauptsaechlich Ihnen zu verdanken. Sie erinnern sich?

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Damit war zu rechnen, die

Damit war zu rechnen, die Rechnung kann man nicht ohne den Wirt machen und ein Eingriff in das Territorium souveräner Staaten ist ein no-go. Es wird nur mit einer Seeblockade auf internationalen Gewässern vor dem Hoheitsgebiet der nordafrikanischen Staaten funktionieren. Per Dronen Luftraumüberwachung und dringt ein Boot von den betroffenen Staaten in den überwachten Bereich, wird über eine Leitzentrale das naheliegendste Schiff auf Abfangkurs geschickt. Nur so wird es funktionieren, aber das werden die Eurokraten auch noch erkennen...

@ausamerika

Ich war und bin selbst Jahre auf diesem Feld taetig und Sie sagen es: Es war schon schon immer "Hilfe zur Selbsthilfe" . Besonders die sog. "zivilisierten Laender" haben sich immer selbst geholfen. Sei es durch Billigbergbaulizenzen, Abholzung, Verseuchung durch Minen oder schlicht Landraub gegen Almosen. Dafuer gab es stinketeure , oft sinnlose "Aufbauprojekte" an denen, Sie ahnen es, vor allem WIR profitierten. So wurden zu meiner Zeit voellig untaugliche Landmaschinen zu Horroreinkaufspreisen nach Aegypten geliefert. Natuerlich gegen "leichte" Rueckzahlung in Baumwolle. So sind wir. Und das schon immer. Selbstlos gibt es in unserem Wortschatz nicht. Gab es nie. Nur winzige , schlecht finanzierte Privatinitiativen haben m.E was bewirkt. Selbstlos halt. Das tue ich heute. Merke: Je groesser die Org. je verschwenderischer und unflexibler.

Klar, das Lybien da nein

Klar, das Lybien da nein sagt! Die schlepper sind ja eine Einnahmequelle! Ausserdem würden die ganzen Flüchtlinge ja dann in Lybien festsitzen! Und was machen Flüchtlinge die nicht weiter wissen?

@skymaster

Was ein Loesungsvorschlag. Hammer. Wissen Sie eigentlich WIE viele Boote da im MM unterwegs sind? Zig tausende und das staendig. Die wollen Sie alle kontrollieren lassen? Ausserhalb der 12 Meilen fischt da die halbe Welt. Man muss die Menschen dann nur nicht sichtbar transportieren. Dann gehts weiter. Das ist nicht aufzuhalten! Das muss man VOR ORT lebensmoeglich machen. Dann hoert es auf. WILL man das nicht verstehen?

4000 unterbeschaftigte Yachten liegen im Mittelmeer...

WETTEN, das sich für die jetzt Beschäftigung findet? Und... Wer soll die alle kontrollieren und aufhalten? Da will jemand mit einem Teelöffel das Mittelmeer trockenlegen...

Versteh ich nicht!

Gegen die Gaddafi konnte man auch ohne jegliches Mandat militärisch vorgehen!

Was kann man eigentlich heute....

von Menschen wie uns noch erwarten? Wir lernen Egoismus schon im Kindergarten, sind ganz auf Erfolg und Verdraengung getrimmt und verlernen Epathie. Wir sind staendig im Wettbewerb und haben Fuereinander und Miteinander laengst verlernt. Im Prinzip eine Bande gnadenloser, geiziger und gieriger Egoisten die sich fuer aufgeklaehrt halten. Es ist nur noch traurig in so einer Welt zu leben.

Boote registrieren

Lybien ist derzeit ein "verlorener Staat" mit mehreren Regierungen - die sich zudem bis auf's Messer bekämpfen.
Von daher kann man auf eine Zustimmung von "Lybien" verzichten.

Den Interessen der Fischer wird genüge getan, wenn man sie, bzw. deren Boote grenzübergreifend registriert.

Alle nicht registrierten Boote werden wahrscheinlich von Schmugglern genutzt.
Mit geübten Blick ist erkennbar, welches Boot demnächst mit Flüchtlingen auf Fahrt geht.

Ein frühzeitiges Hindern dieser Fahrt ist Gebot der Stunde.

Wenn die Lybische Regierung

hilfe bei ihren Problemen haben will (beispielsweise dass Landesteile vom IS gehalten werden) dann sollte sie Einmischung seitens der EU akzeptieren.

@Luke Skywalker

Ach Skywalker. WAS DENN fuer eine Regierung bitte. Die haben"wir" doch weggebombt, Sie erinnern sich?

Ich kann die libysche

Ich kann die libysche Position als souveräner Staat durchaus verstehen und akzeptieren. Deutschland würde militärische Aktionen in den Häfen Hamburg oder Bremerhaven auch nicht akzeptieren.
Ich habe auch Verständnis für die schwierige Situation, in der sich Libyen gerade befindet. Dass man dort, hinter vorgehaltener Hand, über jeden Flüchtling, der das Land wieder verlässt, und sei es über das Mittelmeer, ist doch nachvollziehbar.
Die EU wird nur mittels sehr sehr viel Geld an die dortigen regionalen Machthaber das Problem in Libyen lösen können.

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