Kommentare - EU-Pläne: Wie sinnvoll sind Asylzentren in Afrika?

14. Mai 2015 - 21:02 Uhr

Die EU will ein Pilotprojekt starten: Im afrikanischen Land Niger soll ein Asylzentrum entstehen, in dem Flüchtlinge erfahren sollen, ob sie ein Recht auf Asyl in der EU haben oder nicht. Doch hält das die Menschen wirklich davon ab, die Überfahrt zu wagen? Von Karin Bensch.

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Kommentare

rechtsfreier raum

was soll dort gemacht werden?

allgemeine informationen verteilt? das wäre sinnlos.
asylanträge bearbeitet? das wäre rechtswidrig, denn deutsche behörden haben in deutschland verfahren durchzuführen, wo sie unter der fachaufsicht des ministeriums und unter der beobachtung der öffentlichkeit stehen.

warum nur in niger? wenn überhaupt, müsste man das überall machen.

auf den betrieb solcher stellen, in den regionen, wo menschen üblichweise flüchten müssen, also in dikaturen oder bürgerkriegsgebieten, bin ich jetzt schon gespannt.

nach dem boote abschießen schon die zweite vollkommen verrückte idee, die zurecht keiner mehr ernst nimmt.

Denn Niger hat einen riesen Nachteil: das Land liegt nicht am Mittelmeer.

Es braucht aber Asylzentren an der Mittelmeerküste. Wohin die geretteten Bootsflüchtlinge gebracht gehören. Anstatt in die EU.

Dort, werden dann ihre Asylanträge geprüft.

So etwas wird viele zukünftig von der gefährlichen Überfahrt in die EU abhalten. Weil sich schnell herumspricht, dass jeder, der mit einem Boot in die EU kommt, in einem Asylzentrum in Afrika landet.

Dann wären weniger Boote im Meer, weniger Gefährdung. Und Flüchtlinge können sich gleich an diese Asylzentren wenden.

Ohne ihr Leben auf der Überfahrt riskieren zu müssen.

Flüchtlinge?

Warum werden inzwischen von bestimmten Teilen der Bevölkerung ausnahmslos alle Menschen, die ohne die erforderlichen Papiere in ein anderes Land als ihr Heimatland einreisen wollen, ausnahmslos als Flüchtlinge bezeichnet?

Ja, es gibt Länder, in denen Zustände herrschen, die für einen Mitteleuropäer nur schwer vorstellbar sind.
Ja, es gibt Länder in denen Minderheiten verfolgt werden.
Ja, es gibt Länder, in denen der einfache Bürger sich seines Lebens nicht sicher sein kann.

Deshalb gibt es zum Glück bei uns das Recht auf Asyl, das auch jedes Jahr Tausende bekommen, aber eben nicht jeder. Und das ist auch gut so.

Und warum bekommt jeder, der so oder so ähnlich denkt und sich entsprechend äußert, von bestimmten Teilen der Bevölkerung das Etikett "Fremdenhasser" verpasst?

Die Antwort ist vermutlich....

"Doch hält das die Menschen wirklich davon ab, die Überfahrt zu wagen?"

... Nein.

Doch macht es einiges für die EU "einfacher". Wer bereits in Afrika die Chance hat zu erfahren ob er/sie berechtigt ist in die EU zu gelangen, ohne es da aber überhaupt zu versuchen oder sogar trotz Ablehnung dann die illegale Einreise wagt, der kann ganz unbürokratisch wieder zurück geschickt werden.

Das Problem an sich wird das nicht lösen. Das tun die Auffanglager in der EU aber auch nicht.

Es wird aber die Schlepper einige Einnahmen kosten wenn Flüchtlinge für einen Asylantrag nicht erstmal übers Mittelmeer müssen und das ist wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung.

Insgesamt muss die EU mit dem afrikanischen Kontinent mehr zusammenarbeiten. In Kooperation, nicht "von oben herab". Da ist noch viel zu tun aber ich denke es lohnt sich, und das nicht nur im Bezug auf Flüchtlinge.

Wie soll das aussehen?

Werden da dann Unterkünfte für die Asylbewerber gebaut??
Oder sollen die solange vor dem Eingang irgendwie ausharren bis sie einen Bescheid bekommen?
Denn ein Asylantrag dauert doch oft teils fast 2 Jahre.
Wie soll das dort gehen? Entscheidung am gleichen Tag nach Bauchgefühl?

Ich sehen Bilder der Enklaven in Nordafrika wie Melilla und Ceuta vor mir, wo Flüchtlinge die Grenzanlagen stürmen und meterhohe Doppelzäune erklimmen. Einfach alles überrennen.
ICH würde nicht in einem Asylzentrum mitten in Niger arbeiten wollen.

Warum Niger?
Das macht den Menschen doch falsche Hoffnungen!
Das Land gilt als politisch stabil, also gibt es für jene Menschen ja selber keinen Asylgrund. Wenn aber so ein Asylzentrum dort ist, wird man sein Glück versuchen wollen. Wenn man dann doch Hoffnung aufgebaut und gehegt hat, die nicht erfüllt wurde, versucht man es illegal.
75% Analphabeten unter den Männern, bei den Frauen noch mehr - diese Menschen haben keine Chance in Europa auf die Füße zu kommen.

Und noch ein Gedanke:

Die EU ist sich absolut uneinig wie die Flüchtlinge verteilt werden.
Die meisten Länder wollen am liebsten dass sich Schweden, Deutschland, Frankreich etc weiter um möglichst alle kümmern und sie selber aus dem Schneider sind.
ABER die EU will ein Asylzentrum betreiben?
Sitzt dann da ein spanischer Beamte, der dann entscheidet wer dann direkt, ganz nach Wunsch, nach Deutschland darf und dort Asyl bekommt????

Natürlich muß man vor Ort die Menschen aufklären

denn sie müssen wissen, wie die Regeln der EU funktionieren und wie ihre Zukunft aussehen wird, wenn sie nicht durch die Vordertür einreisen.
Sie sollen ebenfalls wissen, daß es bei uns einiges an Ausländerfeindlichkeit gibt. Aber das wird nur der Anfang sein. Denn selbst wenn man die Hälfte der Hilfesuchenden abwimmelt, löst das ihre Not nicht und schon gar nicht das Bedürfnis an Verbesserung der Lage, die sie sich duch die Übersiedelung in die EU versprechen. Also wird man im nächsten Schritt weitergehen müssen, um die Lage der Menschen in ihren Herkunftsländern zu verbessern. Und da wir bislang ziemlich alles verkehrt gemacht haben (Waffenlieferungen, Ausbeutung ihrer Ressourcen, Entsorgung unseres Mülls), habe ich Hoffnung, daß egal womit wir anfangen, um unsere Politik in Bezug auf die durch uns mitverursachten Probleme zu korrigieren, daß dies die Lage der Bedürftigen umgehend verbessern wird.
Ich bin gespannt, was die Mitarbeiter der Asylbüros an Schicksalen berichten werden...

Kaum sinnvoll ...

... weder einen Militäreinsatz noch ein solches Informationszentrum erachte ich für zukunftsweisend. Bessere Vorschläge habe ich allerdings auch nicht ...

Wie sinnvoll sind Asylzentren in Afrika?

Wie sinnvoll sind Auffangzentren in der EU, betrifft ja immer nur die EU und nicht ganz Europa. Was bewirken wir, wenn wir hier ein paar tausend Tränen abwischen aber zusehen, wie dort hunderttausende Tränen jeden Tag neu geschaffen werden? Echte Hilfe an allen Fronten ist gefragt, aber solche, die hier nur an unser Mitgefühl auf unserer Seite appelliert, wird dauerhaft nicht ausreichen. Täglich neue Nachrichten Boko-Haram hat getötet und entführt, ISIS hat gefoltert, Huthi haben XY ermordet - rechtes Ohr rein, linkes Ohr raus. Die Symptome nehmen wir erst dann wahr, wenn sie an unseren Stränden angespült werden. Neben der emotionalen Komponente hat die ganze Situation aber auch eine ganz rationale Komponente. Ob Boko-Haram oder ISIS und wie diese kranken Spinner alle heißen, es geht nicht um ehemalige Kolonialisten und die böse Ausbeutung Afrikas, zuerst einmal geht es um Macht, Willkür, Herrschsucht, aber auch um Menschenhandel, Drogen und Waffenhandel. Aufnahmezentren in Afrika ja.

so dumm ist der Gedanke gar nicht nur noch nicht

zu Ende gedacht.
Dutzende von Zentren in den NACHBARLÄNDERN von Kriegsgebieten, erreichbar für Verfolgte -
Sofortige Bearbeitung von Asylanträgen -
sichere Verschiffung und Verteilung in der EU -
Registrierung aller abgelehnter Personen und Datenübermittlung nach Europa (wer als Abgelehnter dort später illegal aufgegriffen wird, wird innerhalb von 48 Std. abgeschoben) -
Aufbau von Asylzentren direkt in diesen sicheren Nachbarländern mit Genehmigung der dortigen Regierung. (Wobei wir uns dann überlegen müssten, wie wir es schaffen, diese Zentren auch zu versorgen trotz Korruption und Zöllen ...und zu verteidigen und ohne dass Pazifisten erklären, dass keine deutschen Soldaten ins Ausland sollten... Luftbrücken zur Versorgung? Freiwilligenarmee? Keine Ahnung wie man das schaffen kann).
Zentren dort hätten den Vorteil die kulturelle Entwurzelung in Grenzen zu halten = sinnvolle Milliardeninvestitionen.
und wenn dieses "Notpflaster" steht Aufbau des afr. Kontinents statt Ausbeutung

Ob es Sinnvoll ist

ein Information Center einzurichten,ich habe meine Zweifel das die Flüchtlinge sich davon abhalten lassen. Die Schlepper Banden müssen bekämpft werden,damit dieser Menschenhandel endlich beendet wird.M.M.

Achtung

Jetzt wird es ernst, auf andern Seiten kann man lesen das uns die ganze Flüchtlingströme 43 Mrd. kosten. Ist das der Grund warum für Straßen Schulen und Renten kein Geld mehr da ist-wo bleiben die Rekord Steuereinnahmen. Wir sind Export Weltmeister, China hat riesige Devisen Rücklagen wo sind unsere. Fragen über Fragen

1. gute Idee, aber...

... 2. muss die Überfahrt für Flüchtlinge sinnlos werden. Dazu müssten alle Flüchtlinge sofort zurück geflogen werden. In ein sicheres Land mit Asylzentrum.

Nur dann wird der Flüchtlingstrom über das Meer abnehmen, nur so sind künftige Leben zu retten.

@ joachim66 - Wir sollten den Soli beibehalten

"Achtung
Jetzt wird es ernst, auf andern Seiten kann man lesen das uns die ganze Flüchtlingströme 43 Mrd. kosten. Ist das der Grund warum für Straßen Schulen und Renten kein Geld mehr da ist-wo bleiben die Rekord Steuereinnahmen. Wir sind Export Weltmeister, China hat riesige Devisen Rücklagen wo sind unsere. Fragen über Fragen"

Seien sie ohne Sorge, die nächste Rechnung der Bertelsmann Stiftung wird dann aufzeigen, dass wir Milliarden Gewinne durch die Zuwanderer erfahren. Ja ja ich weiß es sind Flüchtlinge, aber heute wird ja alles gerne und immer wieder in einen Topf geworfen. Wird aber auch zunehmend schwerer zu differenzieren. Wir haben wie ich meine 60 Aufenthaltstitel in Deutschland, die muss sich dann ja auch niemand merken.

Herr Sinn von IfO Institut wird dann aber gewiss mit anderen Zahlen kommen. Ist doch toll, wir suchen uns einfach die für uns persönlich individuell besseren Zahlen aus.

Ach so Zahlen, ich denke so richtig blickt da auch das BAMF nicht mehr durch.

Aha... Niger soll ein sicherer Drittstaat werden...

..... das Problem wird auch so nicht gelöst, denn die Industriestaaten werden weiterhin in Afrika Rohstoffe ausbeuten, Waffen liefern und Staaten destabilisieren, die Deutsche Bank wird weiter mit Lebensmittel spekulieren, Heckler und Koch weiterhin G36 verkaufen und Shell weiterhin das Nigerdelta verschmutzen. Rebellen im Kongo werden weiterhin Koltan für unsere Handys ausbuddeln lassen und Qatar weiterhin Sklaven für unsere Fußball-WM verrecken lassen.....

wie hält man flüchtlinge von der überfahrt ab?

die idee mit sicheren afrikanischen drittstaaten ist doch super und die haben genug platz für alle flüchtlinge.
deshalb bin ich für einen kompletten aufname-stop in deutschland und europa für flüchtlinge aus afrika und dem nahen osten.
wenn sich das rumspricht werden auch die flüchtlings ströme abbrechen.

@22:18 von joachim66

"..das uns die ganze Flüchtlingströme 43 Mrd. kosten. Ist das der Grund warum für Straßen Schulen und Renten kein Geld mehr da ist"

Nein, das ist nicht der Grund. Wo unsere Rekorsteuereinnahmen sind, weiß ich auch nicht. Aber unsere Straßen und Schulen rotten schon länger vor sich hin und die Renten wurden auch schon viel früher gekürzt.

Aber die Flüchtlinge als Sündenböcke zu betrachten wird den wirklich Verantwortlichen gefallen.

Anstatt immer nur. ..

Nein, nein, nein zu sagen und herumzumeckern ... machen Sie doch mal einen Gegenvorschlag. Und bitte nicht so was wie man muesste einfach mal eben die Armut in Afrika abschaffen. Weil soviel Geld gibt es nicht und selbst wenn man es versuchen würde, das würde Jahrzehnte dauern bis es spürbare Verbesserungen gibt.
Also denn, wir sind gespannt auf Ihre Vorschläge.

Sicherheitskräfte

Zitat:
"Und trotzdem ist Niger für die EU interessant. Denn 90 Prozent der Migranten aus Westafrika reisen auf ihrem Weg nach Libyen durch Niger, sagt die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Deshalb weitet die EU ihre Ausbildungsmission für Sicherheitskräfte im Niger aus. Künftig sollen Polizei und Militär dabei unterstützt werden, illegale Migration und Menschenschmuggel zu bekämpfen."

Für mich klingt das im Kontext so: alle die sich in diesem Asylzentrum gemeldet haben und danach keine Aussicht auf Asyl in Europa erhalten, bekommen es mit Sicherheitskräften Militär/Polizei zu tun, damit sie nicht die Boote nehmen. Man lockt Flüchtlinge an, um sie zu kontrollieren. Das kann nicht gut gehen. Ich befürchte, das man dadurch viel Gewalt schürt.

Welche Kürzung?

@ dr.bashir:
"Aber unsere Straßen und Schulen rotten schon länger vor sich hin und die Renten wurden auch schon viel früher gekürzt."

Was meinen Sie damit? Alles was recht ist, aber in Deutschland gab es bisher keine Rentenkürzungen.

Es tut mir in der Seele leid

Es tut mir in der Seele leid und ich werde garantiert die ganze Nacht weinen und Albträume haben. Aber alles Jammern und Fluchen hilft nix...wir werden das Asylrecht überarbeiten müssen und konsequent unsere Grenzen für Afrikaner geschlossen halten. Sorry ihr lieben Afrikaner, aber wir haben weder Platz noch die nötigen Moneten um euch aufzunehmen. Wir bezahlen gerne weiterhin Milliarden um unser Gewissen zu beruhigen, aber mehr gibts nicht. Das Leben ist leider nicht immer Fair und euer Pech ist, auf den falschen Kontinent geboren zu sein. Zynisch nicht? ja, aber leider auch die Realität. Alles andere ist Augenwischerei und jeder Politiker der was anderes erzählt, ist bloss auf Stimmenfang und weiss genau, dass wir weder Platz noch Arbeitsplätze oder die Finanzen für alle diese armen Lerute haben. Scheisse ist diese Welt schlecht.

"man hat Angst vor der Linken

"man hat Angst vor der Linken Presse und den Grünen,die ja das Thema ständig auf der Tagesordnung haben,selbst aber nicht betroffen sind."

"Die Grünen" sind davon sehr viel mehr betroffen wie Sie, denn das sind die Leute, die die meisten Steuern bezahlen und sich in iher Freizeit um Zuwanderer kümmern.

Asyl nur für politisch Verfolgte.

Frau Bensch schreibt hier in Bezug auf die Flüchtlinge:
"Und sie haben Gründe, warum sie ihre Heimat verlassen haben: Armut, Hunger, keine Lebens- und Arbeitsperspektive."

Bei allem berechtigten Mitleid mit den betroffenen Menschen: Weder Armut, Hunger oder fehlende Perspektiven noch die Herkunft aus einem Bürgerkriegsland oder einer Diktatur sind per se Asylgründe im Sinne unseres Grundgesetzes. Dort heißt es in Artikel 16a Abs. 1 ganz eindeutig: "Politisch Verfolgte genießen Asylrecht".

Es ist zwar verständlich, daß sich Menschen aus diesen Gründen auf den Weg machen und nach einem besseren Ort für ihr Leben suchen.
Ebenso nachvollziehbar und richtig finde ich es jedoch, daß die Väter und Mutter unseres Grundgesetzes sich bewußt dafür entschieden haben, nur politisch Verfolgten Asyl zu gewähren. Gerne helfen wir jenen, die wegen ihrer politischen Meinung persönlich verfolgt werden. Alle Notleidenden dieser Welt aufzunehmen würde unser Land aber bei weitem überfordern!

Es muss eine Lösung her!

Die politische Frage ist nicht links oder rechts sondern, ist das "Asylrecht" noch Zeit-konform. Nein, denn es gab noch nie solche Flüchtlingsströme und diese werden in den nächsten Jahren tendenziell mehr. Des Weiteren ist weder Italien noch irgendein anderes EU Land dafür verantwortlich wenn sich Menschen in Schlepperhände oder Nusschalenboote begeben. Auch ist die EU letztendlich nicht für die politische Lage dieser Länder verantwortlich. Liebe Abgeordnete in Brüssel, das wird so nicht funktionieren. Wenn Sie sich bitte mal informieren was in Italien und Spanien vor sich geht werden Sie sehen das die Stimmung in der Bevölkerung sagen wir mal "nicht gut" ist. Wir sprechen nicht von ein paar Flüchtlingen sondern von Strömen. Eine Realität welche in vielen Teilen der EU bereits zu erkennen ist. Wer hier kein Recht bekommt, denkt sich einfach eine andere Geschichte aus. So bekommt man Asyl.

@dr.bashir

"Aber die Flüchtlinge als Sündenböcke zu betrachten wird den wirklich Verantwortlichen gefallen."

Sicherlich darf man die Migranten nicht als stumpfe Ausrede für Fremdenfeidlichkeit oder bereits existierende Missstände benutzen.

Dennoch sollte und muss man auf die Konsequenzen, die das ganze zweifelsfrei für uns haben wird hinweisen dürfen.

In Deutschland und dem Grossteil der EU wird dieses Thema erst jetzt so medienwirksam diskutiert. In den Transitländern, wo diese Menschen wirklich ankommen ist das bereits seit vielen Jahren ein heisses Thema.

Fakt ist, die Migrantenströme werden von Jahr zu Jahr mehr. Fakt ist auch, je mehr die EU Versucht dort zu retten, desto schneller vergrößern sich diese Ströme.

Fakt ist auch, dass unsere Sozialsysteme diese Ausseneinwirkung nicht gut vertragen und dass unsere Gesellschaften nicht auf das Explosionspotential vorbereitet sind.

Der Zustrom an Wirtschafts(!)flüchtlingen muss ein für alle mal beendet werden.

Hilfe ich kann nicht mehr?!

"Bis Jahresende soll dort (...) ein Zentrum entstehen, in dem _Migranten_ darüber informiert werden, ob sie ein Recht auf _Asyl_ in der EU haben oder nicht"

Ist das eigentlich noch euer Ernst? Wissen die Redakteure selbst nicht mehr, worum es geht, oder haben sie schon abgewunken: "Ist doch eh alles einerlei"? Ich rechne es unserem insb. öffentlichem Runfunk ja wirklich irgendwo an, jederzeit versucht zu sein, sich in diesem Zshg. möglichst umsichtig zu äußern, aber es sollte doch bitte nicht auf Kosten jedwiger Differenziertheit gehen. Das ist der Sache und ihrer auch so weiß Gott ausreichenden Komplexität nicht angemessen - und das ist es auch den Menschen nicht. Wobei ich damit ausdrücklich beide Seiten im Sinn habe, also sowohl Flüchtlinge i.e.S. als auch Elends- oder andere Migranten. Man kann nicht ständig alle(s) über einen Kamm scheren, so hilft man weder den einen, noch den anderen: Die einen HABEN das Recht! Per definitionem. Punkt. Für die anderen bedarf es anderer Wege.

Verelendung des Afrikanischen Kontinents

In Anbetracht der dortigen Bevölkerungszunahme und den schließlich auch daraus resultierenden Verelendung sollten wir uns vielleicht einmal überlegen, ob wir nicht ggf. die katholische Kirche mit ihrer Missionierungsarbeit und jahrzentelanger Verteufelung der Geburtenkontrolle diesbezüglich in Regress nehmen können.
Auch hieraus resultiert ein Großteil unseres weltweiten Ungleichgewichts an Grundversorgung und "Wohlstand". Selbst ein nach unseren Maßstäben bewertetes nichtdemokratisches Land wie China hat das schon vor über 30 Jahren für sich erkannt und setzt ein Minimum an Bevölkerungszuwachs, um nicht zu kollabieren.

Teil 1 von 2

Wer viel Geld für eine

Wer viel Geld für eine unsichere Bootsfahrt bezahlt, wer zuläßt, daß seine Familie sich für diese Summe verschuldet, wer sein bisheriges Leben zurückläßt , um in einem völlig fremden Land auf Kosten Einheimischer herumzulungern - der hat wahrscheinlich ein völlig falsches Bild von dem, was ihn hier erwartet. Da ist Aufklärung über alle verfügbaren Medien in Afrika dringend erforderlich (auch dort gibt es Radio und Fernsehen, die offenbar bisher für die falschen Vorstellungen verantwortlich sind ). Vielleicht hilft das ein wenig.

@23:26 montideluxe

So viel Geld gibt es nicht, um die Armut in Westafrika abzuschaffen??? Ich empfehle dringend, sich mal mit der globalen Vermögensverteilung auseimanderzusetzen, bevor man so einen Quatsch schreibt.. Natürlich gibt es so viel Geld!

Der Versuch ist es wert

Warum aber nur der Niger?
Im Beitrag wurde berichtet, dass die meisten von Libyen über das Mittelmeer kommenden Flüchtlinge aus Syrien u Eritrea stammen.
Testlauf mit Westafrika?

Sei's drum!
Ein Versuch ist es zumindest wert.
Handeln statt schwafeln, vor allem aber die ewigen Nihilisten, die alles abwehren aber keine konstruktiven Vorschläge machen, nerven zunehmend.
Bin gespannt, wie schnell die Asylzentren eingerichtet werden können und ob sie Wirkung erzielen...

@00:26 von cynic

"Der Zustrom von Wirtschaftsflüchtlingen muß ein für allemal beendet werden."

Selbst wenn man das will: Wie wollen Sie das denn bitte schaffen? Das hat in der Weltgeschichte noch nie geklappt. Große Wohlstandsunterschiede führen zu dem Bersuch der Benachteiligten, sich ein Stück vom Kuchen zu besorgen. Und nichts wird sie aufhalten können. Und der Versuch wird nur dazu führen, dass mehr Gewalt entsteht - auf beidem Seiten.

Klingt zunächst fair. Ein

Klingt zunächst fair. Ein Möglicher Nachteil wäre das die Leute lernen, was sie zu sagen haben um als Flüchtlinge anerkennt zu werde.
Vielleicht sollte man die meist männlichen Flüchtlinge einfach als Soldaten einstellen und als 'UN Schutzarmee' bezahlen. Mehr Sicherheit für Afrika würde auch den Flüchtlingsstrom verringern.

wenn man all die Berichte...

...und Kommentare liest, ist man wirklich froh zu den "Priveligierten" zu gehöhren, die niemals Flüchling sein werden; und wenn doch, dann mit soviel finanziellen Mitteln ausgestattet, dass man seine "Flucht" mit der "first-class" absolviert.

EU-Pläne: Wie sinnvoll sind

EU-Pläne: Wie sinnvoll sind Asylzentren in Afrika?
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Ganz Einfach:Sinnlos
Es wären keine Asylzentren mehr sondern Einwanderungszentren. Wer dort durchfällt wird es auf dem bekannten Weg versuchen.
Am 15. Mai 2015 um 02:21 von Melanda
Ist das nicht der falsche Weg,wie wollen sie diesen Menschen Arbeit und Wohnung geben?
Und die EU wird den Afrikanern nur halfen wenn die Gewinne stimmen.

Wären Sie dafür hier Arbeitsplätze abzubauen und nach Afrika zuverlegen?

Dieser Vorschlag würde wohl

Dieser Vorschlag würde wohl nur dann greifen, wenn der Niger EU-Staat wird.
Und alle Asyl-Bewerber so
behandelt werden würden als ob sie auf (mittel)europäischen Festland wären. Mit allen finanziellen Leistungen an Ort und Stelle.

Bezahlt Deutschland eigentlich mittlerweile das von sich selbst gesteckte Ziel 0,1% des Bruttoinlandproduktes an Entwicklungshilfe zu leisten?
Oder wird es noch immer an (innen) politische Bedingungen geknüpft?

Geld sollte bei unserem Überfluss kein Problem sein.
Aber an der aufrechten Ernsthaftigkeit dieser Aktion darf gezweifelt werden.

Grundsätzlich finde ich die Idee nicht schlecht,

denn die dort durchgefallenen Menschen würde hier früh erfahren, dass ein Asylantrag im EU-Ankunftsland auch abgelehnt werden würde und ihnen die Abschiebung droht. Vermutlich würde es aber dennoch viele geben die darauf hoffen würden, dass in Europa selber eine andere Entscheidung getroffen wird und die gefährliche Reise dennoch antreten.
Ich denke es gibt langfristig nur zwei Lösungen:
Europa komplett abschotten und schon in Nordafrika jeden Flüchtling aufhalten oder
die Probleme in den Herkunftsländern versuchen zu lösen.
Da aber unsere Wirtschaft in vielen bereichen, Beispiel Waffenindustrie oder Lebensmittel und Schrott, aktuell sehr von Afrika und dem Nahen Osten profitiert, wird es wohl auf Abschottung nach amerikanischem Beispiel herauslaufen.
Natürlich kann Europa nicht jeden Menschen der ärmeren Staaten der Welt aufnehmen, nur sollten wir uns dran gewöhnen zu verzichten, damit es anderen Ländern nicht ganz so schlecht wie im Moment geht, dann kommen auch weniger Flüchtlinge.

Unglaublich

Ein Informationszentrum hätte gewisse Vorteile, aber das könnten auch Botschaften übernehmen. Es werden allerdings Tausende Flüchtlinge kommen. Die EU-Staaten sind nicht einmal bereit so viele aufzunehmen und nun soll ein Staat Afrikas sie bis zur Entscheidung beherbergen? Wir wünschen etwas von einem Staat, das wir selber nicht bereit sind zu tun? Und was passiert, wenn sie nicht akzeptiert werden? Sie werden nicht zurück gehen, sie werden in Niger bleiben, zumal nicht in solch einem Lager, sondern werden ihren Weg fortsetzen. Und die Idee einiger Foristen, die Mittelmeerüberquerer gleich wieder zurückzuschicken, macht sich über den Niger auch keine Gedanken. Weshalb soll der die aufnehmen. Wir sind nicht bereit, sie sollen es aber sein?

Da halte ich es wirklich für realistischer, dass wir im Mittelmeer eine Insel aufschütten, auf denen das Lager errichtet wird, oder auf einer Insel ein Lager errichtet wird, die Einwohner können ja gehen. Unrealistisch? So sehe ich diesen Plan auch.

Aus der Geschichte lernen …

… heißt zu erkennnen, daß wir am Beginn einer neuen Völkerwanderung stehen. Gestern ein Tröpfeln, heute ein Rinnsal, morgen ein Strom. Für den Migrationsdruck, der sich aufbaut, werden die Asylzentren nur eine mariginale Entlastung bringen. Wer dort kein "Ticket" nach Europa erhält, wird weiterhin den gefährlichen Weg über das Mittelmehr nehmen. Die Demökologie liefert uns genügend Beispiele, wie sich Populationen verhalten (Stichworte: Konkurrenz, Territorialverhalten, Parasitismus usw. ). Der Mensch ist schließlich auch nur eine Tierart.
Ich fürchte schon länger, daß wir wieder Kriege unmittelbar erleben: Nicht mehr nationalstaatliche Konflikte, sondern Verteilungskämpfe. SCHOLL-LATOUR zum Thema Flüchtlinge: "Hoffentlich werden wir die nicht bekriegen müssen". Die Politik will das nicht wahrhaben und suggeriert, es handle sich nur um ein begrenztes und befristetes Problem. Abhilfe kann nur engagierte Hilfe in den Ausgangsländern bringen, im Endeffekt nur eine neue Weltordnung.

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