Schweizer Nationalbank macht 30 Milliarden Verlust

30. April 2015 - 09:46 Uhr

Die deutliche Aufwertung des Franken macht nicht nur den Schweizer Unternehmen schwer zu schaffen. Der Nationalbank brockte er ein massives Minus ein: Nicht weniger als 30 Milliarden Franken Verlust mussten die Banker im ersten Quartal des Jahres verbuchen.

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Kommentare

Verlieren können gehört einfach dazu

Bezweifele daher ganz stark, dass Herr Jordan (SNB) seine Doktoarbeit verbrennt und auf die Empfehlung der großartigen Ulrike Herrmann (taz) zur Frankenaufgabe hört.

Nein, die Schweiz ist nicht das neue Griechenland

Da die letztjährigen Gewinne und diesjährigen Verluste auf den Kursen der gehaltenen Devisen beruhen; ist alles mehr eine Frage des Buchhaltärischen. Als dass wir uns wirklich Sorgen um die Liquidität der Schweiz machen müssen.

Aber, wie im Artikel formuliert, wird das für die Zukunft Auswirkungen auf den CHF - Euro Kurs haben.

Schlecht für alle in der Eurozone, die einen Schweizer Franken Kredit laufen haben.

never change a running system...

den deutschen Einzelhändlern in den Grenzregionen beschert der Kursverfall ein gutes Geschäft und die mittelständischen Schweizer Dienstleister ächzen weil sie einfach zu teurer geworden sind.

Nur 30 Milliarden?

Bei fast 500 Mrd Franken an Fremddevisen hätte die Frankenverteuerung von über 10% auch höher ausfallen können. Weh tut's dem Export und der Tourismus-Industrie. In manchen Betrieben wird jetzt länger (!) gearbeitet oder Löhne gesenkt, in anderen werden Stellen abgebaut und für Importartikel sinken die Preise. Letztlich wäre die Übernahme des Euro langfristig die sicherste und stabilste Lösung. Aber bis dahin wird wohl noch einiges Wasser in Schaffhausen herunterstürzen.

An alle, die die DM wiederhaben wollen:

So etwa würde es für Deutschland aussehen, wenn wir aus dem Euro aussteigen würden. Massive Aufwertung der neuen DMark, => Verteuerung deutscher Produkte im Ausland mit Ab- und Umsatzeinbußen (allerdings Verbilligung der Importe), => massive Zunahme der Arbeitslosigkeit und damit der Sozialausgaben. => Aus für Schäubles schwarzer Null!
Für Griechenland wäre entsprechend der Austritt aus dem Euro (neue Drachme) mit umgekehrten Vorzeichen zu werten.
Beide Maßnahmen wären für die Volkswirtschaften Deutschlands bzw. Griechenlands katastrophal!

Clevere Schweizer

.. kaufen für harte Fränkli in Weichgeldnachbarländern ein.

Das gilt nicht nur für Supermärkte, sondern auch für Investitionsgüter.

Durch (€) Geld drucken wurde noch niemand wohlhabend. Es ist Betrug an den Menschen, denn es verarmt sie und beraubt sie ihrer Lebensleistung.
Auch wenn der €-affin-systemgefällige TS Beitrag das Gegenteil suggerieren möchte.

Die SNB zog die Notbremse, mit jedem Euro Weichgeld, den sie für Stützungskäufe aufnahm, machte sie Schulden.
Die Abschreibungen werden mit dem Fall des € weitergehen. Es sei denn man entledigt sich des Brüsseler Spielgeldes.

Arme Schweiz! 30 Mrd Verlust -

Die Schweiz hat sich in der Vergangenheit immer durch, sagen wir mal "eigenartiges Geschäftsgebahren" sehr gut über Wasser halten können. Das tut sie auch in der Gegenwart.
Viele Diktatoren und Steuerflüchlinge haben dort Konten mit Geldern, die nicht unbedingt ehrlichen Urspurngs sind.
Warum wird dieser militärisch "neutrale" Staat nicht auch mal von der Weltgemeinschaft für sein finanzielles Verhalten international angeprangert und geächtet?
"Pecunia non olet."
Das gilt besonders für unsere Nachbarn - Pfui!!!

Ich zittiere einen anderen Foristen

"Letztlich wäre die Übernahme des Euro langfristig die sicherste und stabilste Lösung."

Das wird niemals geschehen, eher wird der € wieder abgeschaft.

Diese/r Wunsch/Aussage ist so unwahrscheinlich wie Kornkreise von Außerirdischen kreiert, höheres leben auf Mars, Spielcasino auf der Venus.

Blitzgewitter @ 11:07

Ich wünsche mir genau deswegen die DM zurück. Die Weichwährungspolitik ist nichts anderes als staatliche organisierter Diebstahl. Darf nicht darum gehen, was gut für irgendwelche Interessengruppen ist, sondern darum, daß es gerecht ist und genau darum muß Schluß mit der Enteignung der Sparer sein.

Es ist traurig, daß Europa und die EZB von Lobbygruppen gesteuert wird.

Eine Währung ist ein Maßstab für Wert. Es werden Verträge geschlossen, in der Wert in einer Währung ausgedrückt wird. Wenn nun die Politik das Geld entwertet, ist das nichts anderes als Diebstahl.

Von daher bin ich schockiert, wie viele Menschen keine Skrupel haben, die Existenz anderer Menschen zu zerstören, nur um selber besser darzustehen.

Wir leben in einer Marktwirtschaft. Also muß endlich Schluß sein mit den sozialistischen Übergriffen gegen Menschen, die sich ihre Ersparnisse ehrlich erarbeitet haben.

wieder ein schöner Beweis dafür

daß viele gar nicht wissen, was eine Zentralbank ist und wozu diese gut sein soll.
Es ist eben keine normale Bank und Verluste wie auch Gewinne sind dort praktisch irrelevant.
Wenn man das Ding natürlich selber wieder als profitorientiertes Unternehmen betrachtet, kommt es selbstverständlich zu Konflikten mit der eigentlichen Aufgabe einer Zentralbank, denn beides steht sich quasi fundamental gegenüber!

@Blitzgewitter

Also so schwarz wie sie das hier malen sehen wir das in der Schweiz nach kurzem Schock inzwischen nicht mehr. Es sind jetzt doch schon wieder fast 4 Monate vergangen seit der Aufgabe des Mindestkurses, und die bisherigen Auswirkungen auf unsere Wirtschaft sind weniger dramatisch als befürchtet. Das Wachstum hat sich zwar etwas verlangsamt, ist aber nach wie vor positiv. Manche Unternehmen haben Massnahmen ergriffen, oft nur temporär. Die Arbeitslosigkeit ist nicht angestiegen. Wenn nun etwas weniger Menschen in die Schweiz einwandern weil weniger Nachfrage ist das ein Effekt den hier viele gerne zur Kenntnis nehmen.

Und wenn jetzt noch Druck auf die Importpreise gemacht wird indem Produkte mit einem "Schweiz-Aufschlag" aus dem Sortiment gekippt werden was einige Grossverteiler derzeit tun, dann ist das ein weiterer positiver Effekt.

Wichtig ist doch dass die Wirtschaft innovativ bleibt, gute Produkte herstellt. Eben solche die viel Know-How benötigen. Da steht die Schweiz gut da.

Schadenfreude nicht angebracht

Alle die glauben dass die Schweizer das jucken würde sollen sich ruhig freuen. Sie sollten aber auch bedenken wie miserabel ihre Währung ist, und wie teuer dieser Ausflug in den Euro die Schweizer gekommen ist. Die Schweiz hat im letzten Moment die Notbremse gezogen und alles richtig gemacht. Die schweizer Wirtschaft ist stark und kann mit einer harten Währung umgehen. Wenn die Wirtschaft etwas schrumpft braucht sie auch nicht so viele Gastarbeiter, nach dem Volksentscheid gegen ungebremste Zuwanderung auch ein Vorteil. Urlaub in der Schweiz war immer teuer, und wer sich das halt nicht leisten kann soll in die Türkei fahren. Die Schweizer können dafür im Urlaub richtig prassen, das Ausland ist ja richtig billig geworden.

Frage

Dass vermutlich kaum noch wer Schwarzgeld bringt kann damit nichtbzu tun haben?

hätte die SNB den €-Kurs

durch Stützungskäufe bis in alle Ewigkeit auf 1,20 halten können/sollen? ...dann wäre eines Tages der Bilanzverlust sehr viel drastischer für die CH ausgefallen....dann hätte es richtig geschmerzt.

11:31, b_m

" und genau darum muß Schluß mit der Enteignung der Sparer sein."

Ich bin 59 Jahre alt, und in meiner Lebenszeit waren Sparbuchzinsen immer lachhaft, oft unter der Inflationsrate.

Deswegen verstehe ich das Lamento über die angebliche Enteignung des "kleinen Sparers" nicht. Das war nie anders. Wer Geld übrig hat, sollte es nicht aufs Sparbuch tun. Das ist was für Kinder. Es gibt nun wirklich andere Anlagemöglichkeiten, auch wenn man nicht sehr viel Geld übrig hat.

@geelong: Unwissen und Vorurteile

"Die Schweiz hat sich in der Vergangenheit immer durch, sagen wir mal "eigenartiges Geschäftsgebahren" sehr gut über Wasser halten können. Das tut sie auch in der Gegenwart.
Viele Diktatoren und Steuerflüchlinge haben dort Konten mit Geldern, die nicht unbedingt ehrlichen Urspurngs sind."

Ihnen ist scheinbar entgangen, dass Deutschland aufgrund seiner laschen Bestimmungen und vor allem mangelhafter Kontrolle zum Zentrum der Geldwäsche geworden ist ?

www.handelsblatt.com
/politik/deutschland/internationale-kritik-deutschland-versagt-im-kampf-gegen-geldwaesche/9810322.html

Die Schweiz hat natürlich relativ zu Deutschlandeinen starken Bankensektor, der sich vor allem auf Vermögensverwaltung konzentriert. Der aller allergrösste Teil davon ist heutzutage legales Geld.

Allerdings tragen vor allem High-Tech Unternehmen und innovative Kleine und mittlere Unternehmen dazu bei, sowie eine im Vergleich zu Deutschland haushoch effiziente Verwaltung, dass die Schweiz schon lange so gut dasteht.

@ 11:31 von b_m

Immer dieses Schwarz-Weiß-Denken und dem Nachtrauern der D-Mark. Sie war seinerseits nur "stark", weil die BRD als Exportnation praktisch allen in der EU die Wechselkurse diktieren konnte. Mit dem €uro hat Deutschland ein wenig an Einfluss gelassen, aber andere Nationen hatten wieder ein wenig Luft zum Atmen. Und was die ehrlich verdienten Ersparnisse angeht: Ein typisch deutsches Problem. Der deutsche Michel blieb lieber auf seinem Geld hocken und war mit Mickerzinsen zufrieden. Die Banken bewachten einen Riesenberg Geld, welches nicht in den Kreislauf zurück fand. Und nun, wo die EZB den Leuten einen riesigen Geldberg hinstellt und sagt: Nehmt, kostet fast nix, sitzt der deutsche Michel immer noch auf seinem gewinnneutralen Haufen und jammert. Leute, kauft euch was Schönes, das letzte Hemd hat keine Taschen.

Hier mal eine Liste mit grösseren Unternehmen

Hier mal eine Liste der grössten 500 CH Unternehmen. Die ganzen Weltmarktführer in High-Tech Nischen tauchen da nicht auf, da die Umsätze kleiner sind (KMU).

www.segmentas.ch
/top500

Nestle kennt jeder, die Produkte werden ja in D reihenweise verkauft. Maggi, Knorr: Alles CH Marken. Swatch kennt auch jeder. Viele Pendler werden mit Bahnen der Stadler Rail am morgen zur Arbeit gefahren sein. Holcim ist einer der grössten Zement- und Baustoffhersteller der Welt. Tetra Pak ? Auch in der CH. Liebherr Maschinen ? Schweiz. Sika ? Glas- und Baustoffhersteller. Einige schauen täglich durch Sika Fenstern, wenn sie mit dem Auto fahren. Novartis ? Einer der grössten Biotech-/Pharma Firmen...und und und..

Wer heute immer noch glaubt, die CH wäre nur ein Bankenland hat - mit Verlaub - NULL Ahnung.

@12:15 von fathaland slim

Da sind wir uns nach langer Zeit endlich mal wieder einig.

Es ist der Risiko- und damit auch der Chancenaversion, sowie einem Mangel an wirtschaftlicher Bildung geschuldet, dass der Deutschen liebstes Anlagekind das Sparbuch ist.

jetzt erklär mir mal einer

warum das ein Verlust für die Schweizer ist? Alles was die Schweizer im Ausland kaufen ist doch auf einmal fast 20% billiger geworden. Wo ist da ein Verlust?
Mal angenommen die "Schweiz" verkaufte am Tag davor 100 Milliarden Dollar oder Euro oder was auch immer, dann konnten sie am Tag danach das ganze Papier für fast 20% weniger Räppli wieder einkaufen. Oddr???

SNB Verlust

Dieser Verlust spielt keine grosse Rolle. Es ist ein reiner Buchverlust der auf einem gigantischen Porfolio aus Euro und US-Dollar-Wertpapieren entstanden ist, dass mit neugedruckten Franken gekauft wurde. Man stelle sich vor man könnte als Privatmann Euros produzieren und würde damit 1 Mrd. US-Dollar-Wertpapiere kaufen. Dann verlieren diese Wertpapier um 10 Millionen an Wert. Dies macht einen praktisch nicht ärmer, da die Kaufsumme aus dem nichts produziert wurde.

@geelong

Sie schreiben: "Warum wird dieser militärisch "neutrale" Staat nicht auch mal von der Weltgemeinschaft für sein finanzielles Verhalten international angeprangert und geächtet?"

Ganz einfach, weil die anderen genau das selbe machen, nur in noch viel grösserem Umfang. Die meisten Schwarzgelder liegen nicht in der Schweiz sondern auf den britischen Kanalinseln (Jersey usw.), in Luxemburg auf den Cayman Islands und im US Bundesstaat Delaware. Sollte uns nicht kümmern? Naja, es sind natürlich aud deutsche, französische und andere Banken die in diesen Örtlichkeiten aktiv sind.

@Randerscheinung

Die D-Mark war nicht stark weil Deutschland eine Exportnation ist. Die D-Mark war nur aus einem einzigen Grund stark, nämlich weil die Bundesbank die D-Mark-Geldmenge langsamer ausgeweitet hat als andere Länder, wie Frankreich oder Italien.
Gespartest Geld liegt übrigens niemals "brach", vielmehr steht jeder gesparte Euro (DM) der Wirtschaft als Investitionskredit zur Verfügung. Sparer oder Banken entziehen also der Wirtschaft kein Geld. Sparen und produktivitätssteigernde Investition ist vielmehr der einzige Weg zu Wohlstand.

12:47, Koelle_am_Rhing

"Wer heute immer noch glaubt, die CH wäre nur ein Bankenland hat - mit Verlaub - NULL Ahnung."

Wer so formelhaft denkt, rauscht natürlich am Baum der Erkenntnis mit Karacho vorbei bzw. mit Volldampf dagegen.

Ihnen ist aber schon klar, dass die von Ihnen erwähnten Firmen allesamt multinationale Konzerne mit Sitz in der Schweiz sind?

Böse Zungen behaupten ja, dass die beliebteste architektonische Gestaltung eines Firmensitzes in der Schweiz die Form eines Briefkastens habe....

12:52, HartAberWahr

"Es ist der Risiko- und damit auch der Chancenaversion, sowie einem Mangel an wirtschaftlicher Bildung geschuldet, dass der Deutschen liebstes Anlagekind das Sparbuch ist."

Man kann es auch spießiges Sicherheitsdenken nennen. Selbiges geht von der unbegründeten Annahme aus, dass die nationale und weltwirtschaftliche Entwicklung nach einklagbaren Regeln verläuft.

Ich habe diesen gedanklichen Ansatz nie verstanden, alldieweil er tagtäglich von der Wirklichkeit widerlegt wird.

Seit ich denken kann.

Und auch davor, wie ich aus Büchern weiß.

Aber wer liest die schon....

@Koelle_am_Rhing CH-Unternehmen

Vergessen Sie aber nicht, dass es einen Unterschied zwischen dem Firmensitz eines Unternehmens und den Produktionsstandorten gibt. So wird der Holcim-Zement zum Glück des Unternehmens nicht nur in der Schweiz produziert, das wären unbezahlbar. Von den 70.000 Mitarbeitern sind nur 1270 in der Schweiz. Ob das dann ein "Schweizer" Unternehmen ist, bleibt diskutabel. Oder bei Stadler Rail "Die Holding besteht aus acht Tochtergesellschaften mit Standorten in Algerien, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz, Tschechien, Ungarn und Weissrussland. Stadler Rail beschäftigt weltweit circa 6100 Mitarbeiter, davon rund 2750 in der Schweiz, 1200 in Deutschland, 1000 in Weissrussland, 400 in Ungarn und 400 in Polen." Müssten die alle in der Schweiz zu schweizer Preisen arbeiten, gäbe es massive Preissprünge. Insofern sind die großen Schweizer Unternehmen bzw. eigentlich Holdings nicht von dem Wechselkurswandel so sehr betroffen, da sie eh diversifiziert sind.

@fathaland slim

Das sind halt böse Zungen die noch nie in der Schweiz waren. Gehen sie mal den Rhein aufwärts nach Basel und schauen sie sich dort mal um.

Novartis, Roche, Nestle usw. sind natürlich inzwischen multinationale Konzerne, gegründet und mit Sitz in der Schweiz. Und trotzdem gehören sie innerhalb der Schweiz zu den grössten Arbeitgebern. Die ganze Forschung und Entwicklung und Teile der Produktion findet hier statt, eben die Abteilungen die viel Know-How brauchen. Stadler Rail baut Züge für div. osteuropäische Staaten, die werden aber in der Schweiz entwickelt und etwa zur Hälfte hier gebaut. F&E, Hightech Montage können sie nicht in Rumänien machen. Vergleichen sie es z.B. mit Bayer. Von mir aus auch mit Volkswagen, die produzieren auch teilw. im Ausland, multinationale Konzerne, aber eben auch grosse Arbeitgeber in Deutschland.

@Randerscheinung 13:33 von Economist70

'Sparen und produktivitätssteigernde Investition ist vielmehr der einzige Weg zu Wohlstand.'
Irgendwas müssen sie verpasst haben.
Ihr neoliberales Mantra ist längst überholt:
www.heise.de/newsticker/meldung/Airbus-verdient-mit-Aktien-mehr-als-mit…
Nur so als Beispiel.
Die Liste liesse sich um einige Grosskonzerne
leicht erweitern.

Deswegen haben wir ja die Probleme
mit der Weltwirtschaft bzw. dem
'globalen Profitsystem'
Zocken ist keine produktive Tätigkeit
und wird es auch nie werden.

Ruhig Blut

Erstens: es sind nur Buchverluste.
Zweitens: Wenn ein Grexit erfolgt (die Chancen stehen monetan fifty-fifty), dann erstarkt der Euro über Nacht wieder auf ein für alle Seiten vernünftiges Mass und die Buchverluste einer SNB (und anderen) sind Geschichte. Ach ja: wer denkt, ein Grexit würde unweigerlich ein Itegis oder gar ein Spexit nach sich ziehen und sich deswegen dagegen sträuben, dem möge gesagt sein "dann ist das halt so!" - Mit Geld kann man keine Wunder vollbringen, wo Hausaufgaben nicht gemacht wurden...

14:41, Messi

Die Antwort auf Ihren Kommentar finden Sie genau über dem Ihrigen, er wurde zwei Minuten eher gepostet.

Tja, wie der Weltgeist so wirkt...

Gerade was Nestle angeht, kann man mit ein wenig Recherche gut sehen, wie internationale Großkonzerne agieren.

Die sind weltweit aufgestellt. Umsatz und Produktion in der Schweiz sind wenig relevant, trotzdem befindet sich der Firmensitz dort....

@Messi 14:41

Niemand zweifelt an der Existenz einer Schweizer Industrie, das Klischee von einem reinen Bankenland ist Blödsinn.
Jedoch wurden die angesprochenen multinationalen Konzerne von einigen Foristen als "Beweis" für die Größe der schweizer Industrie angebracht und sollten daher in Relation zur tatsächlichen Produktion und Wertschöpfung in der Schweiz gesehen werden. Gerade weil es multinationale Konzerne sind, leiden diese nicht so sehr unter der Franken-Aufwertung. Wenn aber Foristen die Größe dieser Konzerene als "Erfolg" des starken Franken verkaufen wollen, muss man die wahren Relationen herausstellen.

F&E ist im übrigen ein schwieriges Thema, da diese innerhalb eines Konzerns nur einer geringen Konkurrenz unterliegt. Der Aufbau von F&E in Rumänien mit Laboren etc. ist einfach nicht ökonomisch, da die gestiegenen F&E-Kosten in der Schweiz den Tochterunternehmen einfach in Rechnung gestellt werden z.B. durch Patentgebühren. So lief es ja auch immer bei GM mit der F&E durch Opel.

14:57, sparc

"Zweitens: Wenn ein Grexit erfolgt (die Chancen stehen monetan fifty-fifty), dann erstarkt der Euro über Nacht wieder auf ein für alle Seiten vernünftiges Mass und die Buchverluste einer SNB (und anderen) sind Geschichte."

Aha. Wenn also ein Land, welches für 3% der Wirtschaftsleistung und 4% der Schulden des Währungsraumes verantwortlich ist, aus demselben ausscheidet, wird alles gut und die Krise ist vorbei?

Das sollten Sie doch bitte ein wenig näher erklären.

@fathaland slim, Nakambale

Also sehe ich das richtig: In Ihrer Welt ist keines der DAX-Unternehmen ein "Deutsches" Unternehmen? Schon ein bisschen eng, diese Weltsicht, meinen Sie nicht?

@b_m

"Ich wünsche mir genau deswegen die DM zurück. Die Weichwährungspolitik ist nichts anderes als staatliche organisierter Diebstahl. ... darum muß Schluß mit der Enteignung der Sparer sein."

Sie werfen da zwei Dinge ungerechtfertigter Weise durcheinander: Den Wert des EUROs gegenüber anderen Währungen und das Zinsniveau.

Zum Wert des EURO: Solange die Inflation im Land nahe Null ist, hat das so gut wie überhaupt keine Auswirkungen auf den Konsumenten.

Zum Zinsniveau: Wenn ich Geld bei der Bank liegen haben und bekomme nun nur noch 1% Zinsen und vorher 4%, so kann man ja schlecht von "Enteignung" sprechen. Niemand nimmt Ihnen ja Geld weg. Lediglich der ZUWACHS geht langsamer.

@mj80

Das haben weder ich noch der User fathaland slim behauptet. Aber multinationale Konzerne als Beweis für eine nationale Wirtschaft heranzuziehen und diesen dann ein Nationallabel anzuhängen, wie es einige hier für deren schwache Argumentationsbasis nutzen, ist eine tatsächlich enge Weltsicht. Meinen zweiten Beitrag zum User Messi haben Sie offenbar gezielt überlesen, denn in den 1000 Zeichen haben ich meinen Punkt weiter ausgeführt.

Oder sind in Ihrer Welt etwa Bermuda, Trinidad, die Bahamas oder Liberia wirklich die Top 10 der Schifffahrtswelt? All die Werften, Mannschaftsquartiere, Umschlagplätze und Terminals in Nassau sind mir irgendwie verborgen geblieben.

15:23, mj80, @fathaland slim, Nakambale

"Also sehe ich das richtig: In Ihrer Welt ist keines der DAX-Unternehmen ein "Deutsches" Unternehmen? Schon ein bisschen eng, diese Weltsicht, meinen Sie nicht?"

Ich verstehe nicht so ganz, warum meine Weltsicht eng sein soll, wenn ich ein multinationales Unternehmen als solches bezeichne.

Sie definieren ein Unternehmen nach seinem Firmensitz? Das ist nur ein Aspekt, den es zu berücksichtigen gilt. Es gibt allerdings noch weitere Aspekte. Als Beispiele seien hier nur Produktionsstandorte und Absatzmärkte genannt.

Mein Verständnis des internationalen Kapitalismus mag ein wenig holzschnittartig sein, das des Users "Nakambale" ist es gewiss nicht.

Das ist die Kehrseite davon,

Das ist die Kehrseite davon, Milliarden Schwarzgeld in's Land zu lassen.

16:05, Werner40

"Das ist die Kehrseite davon, Milliarden Schwarzgeld in's Land zu lassen."

Erstens handelt es sich um Abermilliarden, und zweitens nur zu einem geringen Prozentsatz um Schwarzgeld.

Das Erfolgsmodell der Schweiz sind Diskretion und niedrige Steuersätze.

Dies wird beileibe nicht nur von Schwarzgeldbesitzern geschätzt.

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