Kommentare - Gegenwind für Facebook in Indien

21. April 2015 - 15:38 Uhr

Das ging dann wohl nach hinten los. Als Förderer des Internets, als Wohltäter für arme Menschen, die sich ohne ihn das Netz nicht leisten können: So wollte Facebook-Chef Zuckerberg in Indien gesehen werden. Tatsächlich dürfte er nun als Abzocker gelten.

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Kommentare

Dreht sich das ganze Leben...

...denn tatsächlich nur noch ums Internet? Ist die Menschheit schon soweit, dass Sie ohne das Ding und insbesondere natürlich Facebook nicht mehr auskommen kann?

Wie viele arme Inder werden ihren Lebensstandard denn wirklich verbessern, nur weil sie Zugang zum Internet erhalten?

Facebook Whatsapp

Demnächst werde ich mich auch von facebook zurückziehen ..
Muss mal schauen inwiefern man auf Chat und Gruppen heutzutage verzichten kann :/ Irgendwie ist man doch etwas abhängig davon geworden.

RCOM ungleich RJIL

Zwei der größten Firmen Indiens heißen beide Reliance. In diesem Artikel wird irrtümlicher Weise die falsche genannt. Reliance Communications gehört der Reliance Group, geführt von Anil Ambani. Mukesh Ambani ist Besitzer der Reliance Industries und hat außer seiner Verwandtschaft mit Anil nichts mit Reliance Group zu tun.

Irgenwie erschütternd,...

wie sich die Welt ums Internet dreht,
und wie sie in der Hand der Superreichen ist.

Zuckerberg sagt besser gesponsortes Internet als gar keines - da hat er wohl recht und steht als guter "Philanthrop" da,... aber ein Philanthrop der mit seiner Philanthrophie Geld verdient ist in meinen Augen KEINER.

Und erschütternd ist es auch wie immer mehr Leute süchtig nach Internet sind, oder nach Handys mit Internetanschluss.

Offline zu sein und in der Sonne zu liegen oder in der Natur mal zu sein, sei es nur um Rasen zu mähen - ist auch schön. (Zugegeben Luxusporblem im verlgleich zu den Armen in Indien)

Man kann nur noch..

den Kopf Schütteln. Was sollen Arme Bauern die kein fliesendes Wasser haben und kaum zu Essen mit I-net Anfagen !...Sich an Kochrezepte Sattsehen !...oder Wissen das es Menschengruppen gibt die Tonnenweise Lebensmittel Wegwerfen weil es Verdorben ist oder zuviel davon haben. Und von welchen Geld sollen die Rechner Bezahlt werden damit es überhaupt möglich ist !?
Hier geht es nur um neues Monopol zu erschliessen, das wohl des Volkes ist doch den Mrd. Zuckerberg völlig Egal. Der hat doch kein Gefühl was die Menschen wirklich benötigen.

Nur Facebook & Partner

Nur Facebook & Partner kostenlos, der Rest nicht.. ! Das ist so als würde man jemandem Salz schenken, und dann für das Wasser Geld verlangen. Heldenhaft...

Ich widerspreche und sage, kein Internet ist immernoch besser, als Facebook. Die Kommunikation der armen Bauern die in Indien Facebook nutzen wird doch nur an Monsato verkauft damit diese ihre Strategie Bauern von ihren Patentsamen abhängig zu machen ausbauen können. Schätz ich.

Für was Facebook ?

Ich habe meine Freunde in der realen Welt,und mit denen geh ich spazieren und treibe Sport.
Und wenn ich mal traurig bin ruf ich an.
Schönen abend noch ohne Facebook.

Das Internet ist ein Zugang zu Bildung

Automatisch verbessert sich der Lebensstandart der armen Inder wenig, aber durch einen Internetanschluss hätten sie die Möglichkeit kostenlos an Bildung/Nachrichten zu kommen. Und Bildung ist nun mal die beste Chance aus der Armut heraus zu kommen.

Und um die ersten beiden Fragen auch noch zu beantworten: Nein. Natürlich dreht sich nicht das ganze Leben ums Internet, aber es ist mittlerweile ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Lebens und wird von einigen (aus oben genannten Bildungsgrund) als Menschenrecht genannt. Also ist es durchaus angebracht darüber zu berichten und zu streiten und vor allem, wenn sich Konzerne auf machen und versuchen die Netzneutralität einzuschrenken.

@DB_EMD

"Dreht sich das ganze Leben...
...denn tatsächlich nur noch ums Internet? Ist die Menschheit schon soweit, dass Sie ohne das Ding und insbesondere natürlich Facebook nicht mehr auskommen kann?
Wie viele arme Inder werden ihren Lebensstandard denn wirklich verbessern, nur weil sie Zugang zum Internet erhalten?"

Natürlich dreht sich nicht das GANZE Leben ums Internet. Aber es kann helfen, den Bildungsstand der Bevölkerung anzuheben, es kann zu mehr Information beitragen und somit zur Demokratisierung einer Gesellschaft.

Und es kann Heimarbeitsplätze schaffen.

So gesehen kann das Internet sehr wohl dazu beitragen, den Lebensstandart mittelfristig zu verbessern.

@Denni

"Irgendwie ist man doch etwas abhängig davon geworden."

"Man"? Sie meinen wohl eher sich selbst?

@Unicum

"Irgenwie erschütternd,...
wie sich die Welt ums Internet dreht,..."

Wie komme Sie denn darauf? Es dreht sich mitnichten ALLES ums Internet. Aber das Internet ist heutzutage nunmal eines der wichtigsten Kommunikationsmittel.

@MUJO

"Man kann nur noch..
den Kopf Schütteln. Was sollen Arme Bauern die kein fliesendes Wasser haben und kaum zu Essen mit I-net Anfagen !."

Sie könnten sich zum Beispiel fortbilden, lernen. Bessere Methoden des Anbaus erkunden. Oder sich informieren.

"Nur wenige Seiten überhaupt kostenlos erreichbar"

"darunter natürlich Facebook"
.
Willkommen im 2-Klassen-Netz voller "Spezialdienste", dank Lobby, TTIP, und korrupter Politiker bald auch bei uns.
.
Wir brauchen Netzneutralität.

@17:00 von wega

Ich habe meine Freunde in der realen Welt,und mit denen geh ich spazieren und treibe Sport.
Und wenn ich mal traurig bin ruf ich an.

Kein Mensch kann mit mehr als 50 Menschen ohne Hilfsmittel regelmäßigen Kontakt pflegen, schon gar nicht, wenn sie nicht in der Nähe wohnen. Deswegen galt früher das Sprichwort: Freunde kommen und gehen.

Heute gehen sie nicht mehr - jedenfalls nicht ganz. Ich habe unter meinen Facebook-Kontakten mehr als 500, die ich über die Jahre persönlich mehr oder weniger intensiv kennengelernt habe (NICHT über Facebook) und die heute über die ganze Welt verteilt leben. Ohne Facebook (oder etwas gleichwertigem) würde ich die meisten davon völlig aus den Augen verlieren - es ginge gar nicht anders. Und bei vielen darunter war das auch schon der Fall.

Überall das gleiche Spiel

Überall werden erstrebenswerte Zielvorstellungen von interessierter Seite als unrealistisch dargestellt.
Gleichzeitig werden faule Kompromisse angeboten nach dem Motto: besser als nichts.
Ein bißchen Internet (mit ausgesuchten Seiten) sei besser als gar keins, ein bißchen Freiheit (mit staatlicher Überwachung) sei besser als gar keine, ein bißchen Lohn sei besser als gar keiner, etc.

Nur: wenn 600.000 Dörfer in Indien noch wie im finsteren Mittelalter leben, dann wird sich der Staat ohnehin früher oder später darum kümmern müssen, denn das Internet ersetzt zB keine Wasserversorgung, keine Strassen, keinen Arzt, etc.

Oder soll diese Erschließung ähnlich laufen? Eine gesponserte Straße, auf der ich nur mit einer bestimmten Automarke fahren darf? Ein gesponserter Arzt, der nur Medikamente eines einzigen Konzern verschreibt?

Bei der Nachholentwicklung fällt der Unterschied zu China auf: Indien ist zu kapitalistisch bzw. zu korrupt, um effektiv zu sein.

Ob das in Indien ist

ob das in Alaska ist, ob das in Grönland ist oder ob es irgendwo in Afrika ist: Das Internet ist frei!!! Wer als Unternehmer Kohle dafür will sollte das Internet so schnell als möglich verlassen oder das Internet als Möglichkeit sehen, sein Unternehmen darzustellen - so wie es sein sollte.
Wer dagegen verstößt sollte m.M.n. von allen Usern ignoriert werden - das ist das Größte aller erdenkbarer Gaus für diese Typen.

gefährliche Mischung

das ist eine gefährliche Mischung - Zuckerberg ist Herr über ein wichtiges "Soziales Netzwerk", hat aber keinerlei Sozialkompetenz. Er wickelt Menschen in Massen mit einem doofen technischen Werkzeug ein, denkt dabei aber ausschließlich an seinen Profit.

Sein Alter entschuldigt natürlich einiges. Keine Entschuldigung sollte es für schlafende Stellen auf politischer Ebene geben.

Rückzug als Befreiung

ich habe mich bei Facebook abgemeldet und fühle mich freier... kann diesen Schritt nur empfehlen! es gibt ein Leben ohne Facebook und Co.!
Big Brother und Brave New World lassen grüßen.. es ist aber nur eine Frage der Zeit wie lange die Welt offline bleiben kann und wie schleichend die Überwachung und Unfreiheit dennoch Einzug hält , unsere Urenkel werden das Lebensgefühl des Offlines nicht mehr kennen-leider...

"Demnächst werde ich mich

"Demnächst werde ich mich auch von facebook zurückziehen ..
Muss mal schauen inwiefern man auf Chat und Gruppen heutzutage verzichten kann :/"

Mach es! Ist ganz einfach! Hatte noch nie einen Facebook-Account (auch nichts vergleichbares), das hat mir eine Menge Zeit gespart und dafür Lebensqualität geschenkt. Wenn ich mir Kollegen/innen ansehe, die täglich 2-3 Stdn. netto für diese 'LowLevel-Kommunikation' versemmeln, dann frage ich mich, was da an Neuigkeiten hin und her gepostet wird. Denn außer dass die ständig auf ihr Smartphone gucken ist deren Tagesverlauf total ereignislos.

Prinzipiell ist das eine gute Idee

Ich habe im Weltspiegel mal einen Bericht aus Afrika gesehen, in dem es um Internetzugänge für abgelegene Dörfer ging.

Den Menschen dort hat das viel gebracht, denn sie konnten so z.B. die Produkte der Bauern besser vermarkten.

Außerdem gibt es dort jetzt medizinische Beratung über das Internet. Bevor ein Patient lange Wege zu einem Arzt oder in eine medizinische Station auf sich nehmen muss, kann er/sie bei Online-Ärzten Hilfe anfordern.

Dass facebook unter dem Vorwand den Menschen etwas Gutes tun zu wollen, Geschäfte machen will, ist nicht verwunderlich. Google macht es ähnlich und entwickelt Systeme, um entlegene Gebiete mit Ballons oder Drohnen ans Internet anzubinden. Den Zugang gibt es dann natürlich von Google.

Die großen Internet-Konzerne müssen Geld für die Aktionäre ranschaffen und neue Kunden gibt es nur noch in der sogenannten 3. Welt.

So viele Leute hier, die das Internet auf Nebensächlichkeiten...

... reduzieren.

Ja, ich kann nicht ohne Internet leben - dabei nutze ich Facebook nicht einmal wirklich. Aber die Tatsache, dass ich zu jeder Zeit jede öffentlich verfügbare Information abrufen kann ist ein Luxus, auf den ich um nichts in der Welt verzichten wollen würde.

Die Möglichkeit, jederzeit Nachrichten aus verschiedenen(!) Quellen abrufen zu können und mich damit umfassend informieren zu können ist ebenso essenziell.

Gerade die älterne Generation, die das Internet nur peripher nutzt, scheint der Auffassung zu sein, beim Internet ginge es nur um ständige Erreichbarkeit, sinnlose Apps und Tratsch mit "Freunden". Hier wird das Internet leider gerne auf Nebensächlichkeiten reduziert - wenngleich ein guter Teil der Jugend tatsächlich ungesund auf eben diese Nebensächlichkeiten fixiert ist.

... und bitte, Leute: Hört auf zu erzählen, dass "Spazieren gehen" oder "in der Sonne liegen" auch ohne Internet schön sei. Das bezweifelt niemand, tut aber auch nix zur Sache.

Hintergrund

Zwei Firmen können nur wenige Milliarden aufbringen, um ein Internet in den ländlichen Gebieten Indien zu installieren. Das könnte Indien aus eigenen Kräften auch. Anscheinend wollen die entscheidenden Leute in Indien dies nicht. Das wirft dann jedoch die Frage auf, warum? Naheliegende Lösung ist, dass die beteiligten Firmen Einfluss auf die Entscheider genommen haben könnten.

@Hugomauser 17:14

"Sie könnten sich zb. fortbilden,lernen. Bessere Methoden des Anbaus erkunden."

Ja, Monsanto könnte als beispiel die Bauern von ihre (damit meine ich den Konzern) Vorteile bei der Pflanzung und Ernte bekunden.
Bei Menschen mit sehr niedrigen Bildungsgrad sehe ich die Gefahr von Beeinflussung über das Netz um ein vielfaches höher als unsereins. Damit eröffnet Zuckerberg den Ratenfängern Tür und Tor.
I-net ist ein Wunderbares Werkzeug in die Richtigen Hände. Aber solange nicht einmal die Grundversorgung des Menschen gesichert, ist es mehr als fragwürdig. Der Rechner ist nicht eßbar, Reis aber schon. Und das letzte was diese Menschen benötigen ist ein Kostenfreies Facebook. Ich bin bis heute nicht drin, und mir hat er bis jetzt auch nie gefehlt. Brauch auch keine 50 Virtuelle Freunde, mir sind die Echten um mir rum 10mal lieber und Wertvoller.

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