Rettung durch Handelsschiffe: "Eine Extremsituation"

21. April 2015 - 13:07 Uhr

2500 Menschen hat allein die Hamburger Reederei Claus-Peter Offen in den vergangenen Monaten gerettet. Doch Handelsschiffe sind nicht für die Rettung von Flüchtlingen ausgelegt, die Besatzungen mit diesen Extremsituationen völlig überfordert. Von Alena Jabarine.

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Kommentare

Endlich ein Artikel, der die Situation auch aus Sicht

der Seefahrer zeigt. Darüber wurde bislang zu wenig berichtet und die Belastung der Seefahrer dürfte vielen von uns neu sein.
Man sollte unsere Politiker verpflichten, eine Zeit lang auf einem Frachter zu fahren, um praktische Erfahrung zu sammeln, um dann die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Diese Kapitäne der Handelsschiffe haben so recht

Diesen Kapitänen dieser Handelsschiffe kann ich nur recht geben. Die sind nicht darauf ausgelegt, Flüchtlinge zu retten.

Und genau deswegen braucht es einen richtigen Seenotrettungsdienst, wie es ihn damals mit Mare Nostrum gab.

Zwar habe ich gestern mitbekommen, dass die Mission Triton und Poseidon (von der ich noch nicht weiss um was es sich da handelt) ausgedehnt werden sollen und umgestellt werden sollen auf Seenotrettung und auf Zerstörung von Flüchtlingsbooten. Aber dass reicht nicht.

Wie ich schon gestern schrieb, braucht es endlich Auffanglager in Nordafrika, wo die schon dort Asylanträge stellen können, es braucht die konsequente Verfolgung dieser Terroristen wie IS, Boko-Haram, Al-Quaida und andere sowie Wirtschaftsaufbau dort in den Heimatländern und den Aufbau von Arbeitsplätzen dort. Wie dass gehen kann, habe ich gestern schon geschrieben. Darüber hinaus braucht es Partnerschaftsprogramme von europäischen und deutschen Firmen mit den in Afrika aufzubauenden Firmen.

"Und genau deswegen braucht

"Und genau deswegen braucht es einen richtigen Seenotrettungsdienst, wie es ihn damals mit Mare Nostrum gab"

Solch eine aus den fugengelaufene Massenwahnsinnsflucht ist für einen Seenotrettungsdienst nicht zu bewältigen.
Die Boote müssen "aufgebracht" werden die Menschen zurück an die Küste und dann müssen die Fahrzeuge vor ihren Augen versenkt werden, rigoros und das muss sich bis in den hintersten Winkel Afrikas herumsprechen!

von der Politik allein gelassen?

Solange Herr Klein seine Schiffe unter liberianischer Flagge und mit Monrovia als Heimathafen fahren lässt, sollte er sich mit seinen Sorgen auch an die dortige Regierung wenden.

14:09 von Resistance1405

Ich kann Ihren Kommentar nur zustimmen und füge noch hinzu: Das Ganze müsste unter UN Aufsicht passieren. Blauhelm Einsatz im ganzen Küstenstreifen um die Verbrecherbanden endlich dingfest zu machen.M.M.

Will man uns gerade dazu vorbereiten...

… Was in anderen Medien schon in aller Munde ist? Nämlich, dass das Flüchtlingsboot von dem rettenden Schiff versunken worden ist, und das der Kapitän und die Mannschaftsmitglied(er) festgenommen worden sind? Warum dann so umständlich?

@Ninurta: Wenn wir das schaffen,

dass kein Flüchtling mehr glaubt, heil auf dem Seeweg nach Europa zu kommen, können wir uns ja endlich in unserem Fernsehsessel zurücklehnen.

Nur verrecken die Menschen dann eben auf dem Landweg.

Zynisch?

Ohne die Flüchtlingskatastrophen bleiben alle Vorhaben, die Situation in den betroffenen Ländern zu verbessern wohl Lippenbekenntnisse.

Wenn wir unsere Mauer um Europa erst einmal aufgebaut haben, gibt es keinen Grund mehr für Entwicklungshilfe. Wenn sich die Menschen dann daran den Kopf einrennen, sind sie ja „selber schuld“. Sie könnten ja „die Ärmel hochkrempeln“ und „ihre eigenen Staaten aufbauen“.

Geht bestimmt toll zwischen Fassbombenhagel, Minenfeldern und religiösen Spinnern.

Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten.

Anerkennung der Besatzung der Handelsschiffe

2500 Menschen hat allein eine Reederei gerettet...

Werden die Taten der Retter eigentlich offiziell anerkannt? Bekommen die Retter das Verdienstkreuz fuer ihre Taten? Werden die Reedereien grosszuegig finanziell fuer jede Rettung von der Regierung unterstuetzt?
Ich denke mal die Antwort auf diese Frage ist "nein", obwohl sie "ja" sein sollte.
Ich ziehe meinen Hut vor den Seeleuten, die diese Armen Seelen aus dem Wasser ziehen. Ihr seid wirklich das Beste was Europa in diesem Zusammenhang zu bieten hat!

16:39 von Entenbürzel

Sie könnten ja „die Ärmel hochkrempeln“ und „ihre eigenen Staaten aufbauen“."

Die dort kommen, wollen keinen Staat aufbauen oder gar die Aermel aufkrempeln, denn dann würden sie dortbleiben oder in Nachbarländer ins Exil.

Schlepper

Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung wollen keine Flüchtlinge ins Land lassen, daher gibt es nur zwei Möglichkeiten diese Tragödien zu beenden:
Die Entwicklungshilfe zu erhöhen (Flüchtlinge aufnehmen kostet auch was) und die Wirtschaft in diesem Kontinent stabilisieren in dem Europa diesen nicht mehr ausbeutet.

Die Lösungen der Politiker wie Schlepper zu verfolgen oder den Seenotrettungsdienst zu verbessern finde ich heuchlerisch, das wird den Hunger in Afrika nicht stillen.
Aber immerhin hätten unsere Politiker erreicht dass verhungernde Menschen nicht in den Medien erwähnt werden im Gegensatz zu den Mittelmeerkatastrophen.

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