Kommentare

Kartendienste? Fehlanzeige.

Komisch, bei einer Testsuche nach "online maps" über die englischsprachige Website taucht Google Maps noch nicht einmal auf der ersten Seite auf. An erster Stelle steht der Dienst von Yahoo, gefolgt von OpenStreetMap und Bing. Google Maps? Seite 3. Und das, obwohl ich mit meinem Google-Konto angemeldet bin und Google Maps in meinen Lesezeichen habe und auch sehr häufig nutze — was ja laut Google und den Nachrichten ebenfalls in die Suchergebnisse einfließen soll.
Also, tief Luft holen und etwas mehr Sachlichkeit in die Debatte um Google.

Ich verstehe...

...ehrlich gesagt den Wind, den die EU hier macht, nicht so ganz. Google hat die Vormachtstellung am Suchmaschinenmarkt, weil sie die beste Suchmaschine haben, ganz einfach. Dort finde ich immer extrem schnell, was ich suche, kann ich z.B. von Bing, das ich auch mal eine zeit lang ausprobiert habe, leider nicht behaupten. Da sehe ich jetzt wenig Grund, warum man per Gesetz eine gut funktionierende Suche schlechter machen sollen.

Google hat die Macht...

...EUropa komplett aus der Internetwelt rauszuwerfen. Aber die Frage lautet: Wie konnte es dazu kommen? Ganz einfach: Durch uns selbst! Wir haben allzu bereitwillig Google all unsere mitunter sogar intimsten persönl. Daten anvertraut... manchmal unwissentlich, aber meistens wissentlich durch das Akzeptieren von AGBs & anderen Dingen. Man kann Google eigtl. keinen Vorwurf machen, sondern man muss sich schon die Frage stellen: Inwiefern sind die Menschen zur mündigen Internetnutzung fähig? Antwort: Null!

Es ist wie mit dem Suchtraucher, der jetzt die Zigarettenfirma verklagt, weil er an Krebs erkrankt ist. Sorry! Für solche Trottel habe ich null Verständnis.

Ich will hier nicht Partei für Google ergreifen, aber wir müssen uns schon selbst an die eigene Nase fassen & endl. auch selbst Konsequenzen aus unseren Fehlern der Vergangenheit ziehen. & die heißen Abstand von Google, Facebook & Co. zu nehmen, oder aber uns nicht im Nachhinein über deren Macht echauffieren.

abgehängt

Da müssen wir uns schon auch selbst an die Nase fassen. Wo waren und wo sind die europäischen Garagen aus denen weltumspannende Firmen wurden, - mit der dann daraus resultierenden Macht? Europäische Suchmaschine? Europäisches GPS? Europäische DNS Infrastruktur? Den Erfolg der anderen nur zu bestrafen und in welcher lächerlichen Höhe, das greift zu kurz. Der alte Kontinent sieht in vielem ganz schön alt aus. Das kurze mit dem Fuß aufstampfen wird Google nicht beeindrucken.

Das angedachte Rotationsverfahren ...

...fuer die generellen Suchergebnisse sehe ich als absoluten Unfug an und in der Volltextsuche von Internetdokumenten fehl am Platz. Gute Volltextsuchen haben ganz bestimmte Ranking-Algorithmen um eben im Zusammenhang mit der Formulierung der Suche, also Suchwoerter und ggfs erweiterte Suchsyntax, die besten Treffer anzuzeigen. Was genau bringt jetzt hier ein Rotationsverfahren?
Rotationsverfahren werden beispielsweise gerne in Personensuchmachinen angewendet, zum Beispiel eine Fachanwaltssuche oder Aerzte, also eher kategoriebasierte Verzeichnisse. Bei einer Suche innerhalb von Textdokumenten geht es neben weiteren Kontext eher um Gewichtung. Es spielen noch einige weitere Details eine wichtige Rolle, aber das sind eher komplizierte IR-Techniken und hier sicher fehl am Platz zu erlaeutern.
Sicherlich ist eine gewisse Kontrolle von Google noetig, aber dann bitte an richtiger Stelle und Einsatz.
Wenn Alternativen fehlen, muss man eine bauen, also foerdert es!

LG aus dem Sueden Chinas!

Google (facebook ebenso)

Google (facebook ebenso) stützt seine Macht nur auf ungezügelten Werbeterror, finde ich.
Dafür gibt es Auftragsgeber und wenig mündige Abnehmer/Konsumenten. Google nutzt die Schwächen und "Laster" dieser Gesellschaft nur konsequent aus.

Die massive Ausweitung von manipulierendem Werbe-Terror und schrittweiser Aufhebung aller Beschränkungen trug mit zu diesen datensammelnden Riesenunternehmen bei.

So sind die Gemeinsamkeiten zwischen Geheimdiensten und den werbeabhängigen Internetfirmen offensichtlich.
Statt Google boykottieren und einschränken zu wollen, wäre eine Regulierung des massiv entfesseltem Werbeterrors (bezahlt über den Konsumendpreis) vorzuziehen.

Nicht Google o. face sind stark. Wir zu schwach unmündig geworden. Beeinflussbar zur allerlei Manipulationen.

Was bisher den herrschenden Klassen auch entgegenkam, bis nun ein grösserer "Fisch" den zu gefährlich wird.

"Die EU-Kommission mus Zähne zeigen"

Da ist ja Hr. Oettinger genau der richtige...

absurd

Wenn es um Suchergebnisse geht ist der europäischer Vorstoß absurd. I
"in ein Rotationsverfahren Ergebnisse zeigen". Dann sehe ich als Sucher meine gewünschte Antworten auf Seite 15 oder später, und kommen total un-relevante Seiten ganz vorne.
Was Kartendienst angeht, wenn ich "Routenplaner" eingebe finde ich Maps erst als 8e Eintrag. Auch andere Kalender und Übersetzer finden ein Platz vorne.
Es gibt andere Sachen die ich auch bei Google nicht gut finde, aber Google ist nun mal die einfachste Suchmaschine und für mich auch die Benutzerfreundlichste.
Es gibt viele kleinere Suchmaschinen, aber die meisten kennen diese nicht.
Bing, Yahoo und die meisten andere größere Dienste machen genau das Gleiche was Google macht. So wird hier ein erfolgreiches Unternehmen angegriffen "weil es gut ist".
Wenn es um "Konkurrenz" geht sollte die EU mal versuchen ein gleichwertige Dienst zu bieten.

Wir werden sehen...

das die Politik ein zahnloser Tiger ist, der sich nicht zutraut, zuzubeißen. Da wird wahrscheinlich am Ende wieder ein fauler Kompromiss rauskommen. Denn das die Politik gegen eines der mächtigsten Unternehmen der Welt vorgeht, daran glaubt doch kein Mensch. Der Ausgang wird uns zudem ganz genau zeigen, wie ohnmächtig die Politik später auch sein wird, wenn TTIP abgeschlossen wurde. Damit werden die Machtstrukturen großer globaler Unternehmen nur gefestigt.

Diese Übermacht des Kapitals und die Feigheit der Politik muss zwangsläufig in einigen Jahren zu einer Revolution oder einen Aufstand in den Ländern führen.

Wohl nicht umsetzbar...

"In der Diskussion: Eine "Rotation" der Ergebnisse."
.
Wie soll das Umsetzbar sein, wenn ich Bspw. nach der Website "der Postillon" suche, will ich die Website als oberstes Ziel angezeigt haben, weil ich eben auch genau danach gesucht hab und nicht ein auf normalerweise Seite 10 auftauchender Artikel von evangelisch.de die in einem Bericht "der Postillon" erwähnen.
.
Man sollte eher mehr private Startups in der IT-Branche in Europa fördern, das hilft evtl. den Wettbewerb etwas zu beleben, aber der Zug ist an unseren Neuland-Politikern offenbar schon lange vorbei gefahren.

Hausgemachtes Problem

Während es in Amerika uneingeschränkte Meinungsfreiheit und Fair Use Policy gibt, kann man bei uns ja nur mit Anwalt eine Webseite eröffnen. Viele Internet Dienste sind bei uns garnicht möglich. Würde ich eine Internetsuchmaschine in Deutschland betreiben würde ich mit einem Bein sofort im Knast stehen. Google kann sich die Anwälte leisten.
Das unzensierte google.com ist von Deutschland aus trotzdem gesperrt.

06:48 von hans mustermann

Stimme ihrem Kommentar absolut zu, möchte nur einwerfen, dass wir mit Galileo dann doch wenigstens ein europäisches Navigationssystem aufbauen, das GPS sogar überlegen ist.

Öffentlich-rechtliche Suchmaschine

Man muss ja als Internetnutzer auch den Rundfunkbeitrag zahlen für internetfähige PCs, Smartphones, etc. Daher sehe ich auch die daruch finanzierten Institutionen in der Pflicht ein zu Google alternatives, neutrales Angebot zu bieten. Google ist nunmal der Einstieg ins Internet schlechthin und es gibt keine ernstzunwhmende Alternative. Wenn die EU das so nicht will und nun endlich diese Machtstellung erkannt hat, dann sollen die EU Staaten doch die Sache selber in die Hand nehmen, und den Bürgern eine Alternative bieten. Sozusagen ihrer Informationspflicht für den Bürger aus diversen Rundfunkstaatsverträgen nachkommen.

Die EU muss europarechts-konformes Internet durchsetzen -

- zur Not mit Feuer und Schwert!

Der erste Schritt wäre, eine "Einkaufsliste" zu erstellen. Mit welcher Software, mit welcher Hardware-Infrastruktur (große Server,..) und mit welchen Internetdiensten sind wir vom Ausland (u.a. USA) abhängig, vor allem im Bereich sensibler Daten.

Dann evaluiert man das in der EU (ohne England) zur Verfügung stehende Know-how, vor allem an den Universitäten und Fachhochschulen.

Diese Professoren läd man zur Konferenz, es werden die nötigen großen/kleinen Projekte geplant und in ein Gesamtkonzept eingewebt.

Dann nimmt man das nötige Geld in die Hand. Die Infrastruktur zur Forschungsförderung ist sehr gut ausgebaut in den Ländern und der EU, auch für "Industrie-nahe" Forschung.
Man setzt einen Zusatzfond auf und teilt diesen an diese Strukturen auf.

Die Uniprojekte werden als start up Unternehmen privatisiert - auch dafür haben wir eine gut ausgebaute Infrastruktur.

Danach Verbot von:
-vermeidbarer Umleitung über andere Länder
-unsicherer Software

Das Internet ist das allerdemokratischte was es überhaupt gibt

Mit ein paar Mausklicks stimmt jeder darüber ab, sobald es etwas Besseres gibt. Vielleicht die neue Suchmaschine von Kommissar Öttinger. Durch Sozialismus kommt nicht das Bessere. Durch Sozialismus wird alles auf die unterste Ebene herunter gezogen. Allerdings ärgert mich auch, wenn ich nach Themen suche die mit kaufen und verkaufen überhaupt nichts zu tun haben. Da wird dann zuerst nicht das angezeigt was ich suche, sondern es wird versucht mir was zu verkaufen. Aber durch irgendwelche Regeln aus Brüssel wird das ganz bestimmt nicht besser!

"von bob1920 Öffentlich-rechtliche Suchmaschine"

na dann mal los?
Fürchte, bis diese funktioniert nutze ich kein Internet mehr.
Die Frage lautet, wie gehe ich mit Wettbewerb um? Aufklären ist wichtiger, auch das viel gelobte "G" erfordert einen kritischen Umgang von Nutzern. Nicht alles was bei G. an erster Stelle steht ist die richtige Entscheidung.
Wenn es Besseres oder gleichwertiges gibt, steige ich gerne um?

Priorisierung der Nachrichten überdenken

Ich finde es unglaublich: Vor Lampedusa hat es offensichtlich wieder eine Flüchtlingskatastrophe mit 400 vermissten (wahrscheinlich Toten) gegeben aber die Topmeldung auf tagesschau.de ist die Google-Meldung.
Ich bin tieftraurig darüber und schäme mich dafür, dass solche Wirtschaftsnachrichten gegenüber menschlichen Tragödien priorisiert werden. (Beim Flugzeugabsturz der German Wings Maschine wäre es vermutlich anders gewesen - waren ja auch Deutsche an Board ....)

Primärquellen verpfichtend angeben

Wenn juristische Personen gesetzlich verpflichtet werden, ihre öffendlichen Behauptungen qellenmässig zu belegen, datenschutzgerecht und wenn es das Wesen der Sache nahelegt, durch Angabe der vollständigen Internetkennung in der Adresszeile des Browsers, könnte die monopolistische Macht von Google ein ganzes Stück zurückgedrängt werden. Das scheint mir auch unverzichtbar für alle Ansätze, im Rahmen der Europäischen Union eine öffendlich - rechtliche Suchmaschine zu etablieren. Denn Nutzer von Informationen werden oftmals nicht nur von Konzernen manipuliert, sondern auch von Partein, Abgeordneten, Behörden und auch Journalisten, sicher nicht von allen, aber wahrscheinlich von vielen.

In diesem Zusammenhang verweise ich auf meine Forderungen unter - naja - www.google.de/verwaltungsverfahrens-und-transparenzreform. Denn ich habe hier nur 1000 Zeichen.

@hans mustermann

"Da müssen wir uns schon auch selbst an die Nase fassen. Wo waren und wo sind die europäischen Garagen aus denen weltumspannende Firmen wurden, - mit der dann daraus resultierenden Macht?"

Das ist doch gar nicht der Punkt. Mit einer europäischen Suchmaschine wäre das doch nicht wesentlich besser. Das Problem ist die Machtkonzentration, egal wo sie liegt, ob in den USA oder der EU, ob bei Privatunternehmen oder beim Staat. Macht wird früher oder später immer missbraucht. Hier gilt es sinnvolle Regulierungen zu finden, in denen das ganze transparent ist, in bestimmten Punkten möglicherweise durch demokratisch legitimierte Instanzen kontrolliert und die Meinungsmacht möglichst breit gestreut wird.

Wäre ich Herr Google

Wenn ich an der Stelle des "Herrn Google" wäre würde ich im Falle von Sanktionen oder auch einmal vorher probeweise (wenn es geht) für 1-2 Tage Europa vom Suchdienst abhängen und die Nutzung sperren. Mal schauen, wie lange dann die EU-Politiker dem Druck der Wirtschaft, der Bevölkerung und der Medien standhalten und diese absolut unsinnige Idee dorthin befördern wo sie hingehört: in die Ablage und damit in die Vergessenheit.

Gleiches Recht für alle?

So ein Rotationsverfahren ist Schwachsinn. Wer sich von der Googledominanz und Datensammelwut bedroht fühlt soll sich gefälligst eine Alternative suchen, dazu bedarf es nur einer letzten Googlesuche oder Frage in einem IT Forum wie heise, Chip etc. Das tun die User bloß aus Faulheit nicht. Im übrigen müssten ein solches System dann auch die anderen Anbieter von Suchmaschinen einführen, wodurch der Sinn einer Internetsuche ad absurdum geführt wird. Dann sucht man nach Audi und kriegt Ergebnisse von BMW in deren Kommentaren Audi als doof bezeichnet wird usw. Absoluter EU Schwachsinn. Die sollten sich lieber darum kümmern, dass Nutzer nachvollziehen können was mit ihren Daten geschieht. Die EU nervt einfach nur noch und ist angesichts von CETA, TTIP und TISA geradezu mafiös => Endlich austreten.

@08:51 von KarlH7

"Fürchte, bis diese (die öffentlich-rechtliche Suchmaschine) funktioniert nutze ich kein Internet mehr."

Man kann selber Google ein Stück weit entmachten:
Nach "Startpage" googeln, dort mit ein paar Klicks die "Startpage" einrichten und man findet alles, was Google findet, aber Google weiß nicht, wer da sucht.

"Hier gilt es sinnvolle

"Hier gilt es sinnvolle Regulierungen zu finden, in denen das ganze transparent ist, in bestimmten Punkten möglicherweise durch demokratisch legitimierte Instanzen kontrolliert und die Meinungsmacht möglichst breit gestreut wird."

Oder einfach aufhören, die Datenkraken mit unseren persönlichen Daten und auf völlig freiwilliger Basis zu füttern! Wir selbst sind es, die ihnen diese Macht geben.

Wettbewerb? Gute Aussichten

Als wenn es einen fairen Wettbewerb zwischen global aufgestellten Konzernen gäbe. Lächerlich. Aber Google ist vielen unheimlich, denn dieser Konzern ist auf dem besten Wege mächtiger zu werden als alle anderen zusammen. Im Gegensatz zu Entscheidungen, die wirklich im Bürgerinteresse wären wie z.B. eine deutlich kritischere Haltung der Politik gegenüber TTIP oder ein vernünftiges Management der Eurokrise ziehen hier Industrie und Politik sozusagen an einem Strang. Von daher gute Aussichten Google zu "bestrafen".

@08:41 von Karlmaria

"Durch Sozialismus kommt nicht das Bessere. Durch Sozialismus wird alles auf die unterste Ebene herunter gezogen."
.
Irgendwie widersprechen Sie sich. Denn man kann das Internet, so wie es jetzt ist, durchaus als das sozialistischste System das wir haben bezeichnen.

@10:02 von RoyalTramp

"Oder einfach aufhören, die Datenkraken mit unseren persönlichen Daten und auf völlig freiwilliger Basis zu füttern! Wir selbst sind es, die ihnen diese Macht geben."
.
Es war eben perfektes Timing, nach "Geiz ist Geil" kam das "Alles-ist-umsonst" Internet. Sie haben völlig Recht, aber ich fürchte dieser Zug ist längst abgefahren. Ich seh die einzige Chance in der Politik, die passende Rahmenbedingungen setzen und durhcsetzen muss.

EU

Ist aus Brüssel schon je einmal ein vernünftiger Vorschlag gekommen.
Biegeradius von Bananen, Glühlampenverbot, Staubsaugerleistung reduzieren, ect.
Alles nur ein Haufen von sozialistischen Selbstdarstellern. Weg damit!

@ Karlmaria: Das Internet ist vor allem "rechtsarmer" Raum

"Das Internet ist das allerdemokratischte was es überhaupt gibt"

Zusatälich ist es aber auch das kapitalistischste, globalisierteste und unkontrollierteste (=rechtsarm bis -frei) was es gibt.

- Kriminelle gegen Opfer
- Kriminelle mit Kriminellen (dark net)
- Hacker gegen Staaten
- Staaten gegen "Terroristen"
- Staaten gegen Staaten (vom bespitzeln bis zum Angriff auf Infrastruktur, siehe iranische Atomanlagen)
- Großkonzerne gegen Staaten (sprich gegen demokratischen Souverän - hat also auch was antidemokratisches)
- Steuerbetrüger gegen Staaten
- "Jedermannsdelikte" wie Mobbing, Stalking, Verleumnung
u.s.w.

Bisher entzieht sich dieses Medium weitestgehend staatlicher Kontrolle und die bisherigen Versuche - einschließlich dieses aktuellen - wirken hilflos und zeugen von mangelndem Verständnis/Interesse/Kompetenz.
Dennoch muss sich was tun.

Google NICHT das wertvollste Unternehmen der Welt

In der ARD Hintergrunddarstellung "Vom Garagen-Team zum Weltmonopolisten" führen Sie u.a. aus: "Durch die Gratis-Kultur wurde aus einem Garagen-Team das wertvollsten Unternehmen der Welt."

Dies ist nicht korrekt, wie ein Blick auf die heutigen Börsenwerte unschwer nachprüfen lässt:

"GOOG" Aktie Google bei aktuellem Kursstand 530,39 US$ ergibt einen Unternehmens-Gesamtwert von 361 Mrd. US$.

"AAPL", die Aktie von Apple, steht dagegen bei 126,30 US$ und somit für einen Unternehmens-Gesamtwert von Apple von 735,7 Mrd. US$

Damit ist Google noch nicht einmal halb so viel wert wie das aktuell wertvollste Unternehmen Apple.

Daten 15.4.2015, 10:15 Uhr MESZ

Übrigens...

...müssen sich staatliche Stellen theoretisch auch den Vorwurf gefallen lassen.

Es gibt z.B. kaum noch einen online Bürgerservice der Städte, bei dem nach dem Klick auf den Link nicht zuerst Googlestatistics angewählt wird, bevor sich die verlangte Seite öffnet. Das macht Google nicht ungefragt von sich aus, sondern dem Abgriff dieser Vorabdaten mussten diese staatlichen Einrichtungen zuerst zustimmen. Und das haben sie wissentlich und willentlich gemacht.

User und Staat, beide im Umgang mit dem Internet völlig unmündig. Und das macht es wirklich gefährlich... für alle.

@ Gogolo: Selten so was undemokratisches gehört!

Die Idee einer Demokratie ist, dass die Macht vom Volk ausgeht zum Wohle des Volkes.

Dass ein Konzern die Macht hat, einen Staat zu erpressen und somit die Macht des Volkes aushebelt ist der worst case!

Das muss man auf allen Ebenen verhindern:

- "systemrelevante" Banken zerschlagen
- Privatisierungen wichtiger Infrastruktur rückgängig machen
- Den Verkauf von kritischen Firmen ans Ausland verbieten
- die Macht von Konzernen wie google begrenzen

Wir leben in einer Marktwirtschaft und das ist auch gut so!
Aber die Demokratie ist ein ebenso wichtiges Gut!

Zwischen diesen fundamentalen Säulen unserer Gesellschaft die Balance zu wahren eine der wichtigsten Aufgaben unserer Politik.

Die Unbeholfenheit der EU in dieser Frage ist allerdings bestürzend...

Klassenkampf

""Durch Sozialismus kommt nicht das Bessere. Durch Sozialismus wird alles auf die unterste Ebene herunter gezogen."
.
Irgendwie widersprechen Sie sich. Denn man kann das Internet, so wie es jetzt ist, durchaus als das sozialistischste System das wir haben bezeichnen."
..
Sozialismus ? Von Google zu ideologischen Kampfbegriffen. links - rechts ?
So ein Quark !
Das erinnert mich an sinnlose Diskussionen über "freie Marktwirtschaft" und den Kampfbegriff "Planwirtschaft". Dabei kann kein Unternehmen der Welt ohne Planung - also "Planwirtschaft" - überleben. Es droht der planlose Untergang ..

Unfairer Wettbewerb ist nur ein Teil des Problems

So lobenswert es ist, dass die EU Kommission endlich gegen Google aktiv wird, so wenig ist doch das wahre Problem mit US-amerikanischen Internet- und IT-Konzernen damit beseitigt, von den geringen Erfolgsaussichten der Aktion ganz zu schweigen.
Das größte Problem in meinen Augen ist, dass Google und Co. entweder freiwillig oder durch mehr als fragwürdige Gesetze und richterliche FISA Beschlüsse eng verzahnt mit der NSA kooperieren und sämtliche Daten ungefiltert weiterleiten. Die USA sind durch die ungerechtfertigte Massenüberwachung für mich von einer einstigen Wiege der Demokratie zu einem Grab der Demokratie geworden.
Nach leistungsstarken europäischen Alternativen im Hardware- und Softwarebereich suche ich noch immer nahezu vergebens. Der Wettbewerbsstreit mit Google sollte europäische Firmen animieren, wettbewerbsfähige Konkurrenzprodukte zu entwickeln, die, wenn NSA-sicher, dann auch etwas teurer sein dürfen.

"Ist aus Brüssel schon je

"Ist aus Brüssel schon je einmal ein vernünftiger Vorschlag gekommen.
Biegeradius von Bananen, Glühlampenverbot, Staubsaugerleistung reduzieren, ect.
Alles nur ein Haufen von sozialistischen Selbstdarstellern. Weg damit!"
..
Stammtischparolen .. aber dennoch:
- der Biegeradius gehört zu den Gurken => Verordnung (EG) Nr. 2257/94
- Das Glühlampenverbot .. wer kauft denn noch Lampen <> LED-Technik ?
- Staubsaugerleistung ist unnütz wenn damit nur Strom verheizt wird aber die Saugleistung nicht steigt
- sozialistische Selbstdarsteller ? Die dort massiv vertretenen konservativen Lobby-Politiker sprechen eine andere Sprache ..

@Royal Tramp 10:02

"Oder einfach aufhören, die Datenkraken mit unseren persönlichen Daten und auf völlig freiwilliger Basis zu füttern! Wir selbst sind es, die ihnen diese Macht geben."
Wenn nur das das Kernproblem wäre, würde ich Ihnen zustimmen, denn auch ich halte mich fern von sozialen Netzwerken, ABER:
Ich kann niemanden in meinem Bekanntenkreis zwingen, dies auch zu tun und musste vor Kurzem zu meinem Entsetzen feststellen, dass sich bespielsweise What'sApp ungefragt alle Kontaktdaten aus dem Adressbuch eines neuen Mitglieds zieht, so dass ich ungewollt und ohne meine Zustimmung bei What'sApp mit den Daten auftauche, die der What'sApp Teilnehmer von mir gespeichert hat.
Hier sollte man definitiv per Gesetz einen Riegel vorschieben, denn das ist vollkommen außerhalb der Kontrolle des Datenbesitzers.

Pseudonym für das Verhältnis zu den USA

Für mich ist dieser Konflikt ein Pseudonym für das Verhältnis zu den USA , zu den Verhandlungen zu TTIP. Es wäre sehr zu begüssen, wenn die EU-Kommission endlich auf Augenhöhe verhandeln würde und endlich europäische Interessen durchsetzen würde.

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