Kommentare

Die Mär vom ewigen Wachstum

China hat ein enormes Tempo vorgelegt. Allerdings waren sie anfangs auch wirtschaftlich sehr rückständig und schwach. Vielleicht hat China einfach den Punkt erreicht, an der es eine Größenordnung erreicht hat, die ihm entspricht. Klar kann man hier nicht mehr 20% wachsen im Jahr. Je größer die Wirtschaft, desto kleiner das Wachstum in %.

Und was die Exporte angeht: Die Billigkonkurrenz macht China zu schaffen.
Bangladesch, Laos, Vientam bei Kleidung, Ghana bei Recycling von Elektronik. Viele dieser Staaten sind einfach billiger als China. Auch wenn diese Staaten Raubbau an der eigenen Bevölkerung betreiben, so interessiert das auf dem Weltmarkt niemanden.

China ist nicht mehr das Land, in dem sich die Menschen für einen Hungerlohn zu Tode arbeiten unter menschenunwürdigen Bedingungen. Klar, diese Jobs gibt es immer noch, aber es ist lange nicht mehr die Regel. Die Chinesen haben einen prozentual wesentlich höheren Lebensstandard als noch vor 20 Jahren.

Experten und Analysten

erklären, befürchten, warnen, rechnen, beruhigen, erwarten

je nachdem, wer sie bezahlt und welche Absichten sie verfolgen.

Wir können das ganz nach Gusto glauben und uns unsere Sorgen und Gedanken machen.

Wenn es dann doch anders kommt, als von den Experten und Analysten vorausgesagt, können sie uns erklären, warum ihre Befürchtungen, Warnungen, Berechnungen nicht ihren Erwartungen entsprochen haben. Beruhigend.

Konjunkturpessimismus ?

"Marktanalyst Satoshi Okagawa von der Bank Sumitomo Mitsui warnte vor überzogenem Konjunktur-Pessimismus."

Damit hat er wohl recht, denn wenn der Exportweltmeister weniger exportiert, stehen genug andere bereit, diese Lücke zu füllen.
Würde China die Exporte steigern, dann würde man ebenfalls jammern, aber wohl eher wegen einer vermuteten schwächelnden Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Wirtschaft.

"Er rechne fest mit einer weiteren Lockerung der chinesischen Geldpolitik"

Das allerdings sollte uns Sorgen machen, denn weltweit gibt es schon eine Abwertungsspirale, die dadurch noch befeuert würde, weil momentan viele "Experten" mit ihrem Latein am Ende zu sein scheinen und in Wechselkursmanipulationen das einzige Mittel sehen, die eigene Wirtschaft anzukurbeln.
Die geplante und stattfindende Talfahrt des Euro mag bei niedrigem Ölpreis noch verkraftbar sein. Steigt der Ölpreis aber wieder, werden wir Monate oder eher Jahre auf eine auch nur ausgleichende Lohnerhöhung warten müssen.

Woher kommt die Besorgnis?

7% Wachstum, 12,9% weniger Importe, 14,6% weniger Exporte.
Dies hieße schon einmal, dass deutlich mehr von den produzierten Waren im Land bleiben und den Kunden in China zur Verfügung stehen.
Weniger Exportüberschuss bedeutet doch nur, dass mehr im Land bleibt. Der Rest ist eine Verteilungsfrage.

Mittlerweile begreift die

Mittlerweile begreift die Welt das Gegenteil von Made in Germany: Made in China (billig, billig, aber kaputt). Die Kunden merken irgendwann, dass sie aufs Etikett schauen müssen, und dann lassen sie - mit der Zeit klug geworden - die Ware mit Anlauf und Schwung in den Regalhaufen zurück und nieder segeln. Bis es keiner mehr anpackt. Bis es als Ladenhüter den EInkäufer überzeugt: Made in China taugt nichts. Ausserdem sind da immer Gifte zu erwarten. Ne.

China wird teurer

Also mich überrascht das wenig.
.
Die Arbeitskosten in China werden immer teurer - das liegt in der Natur der Sache. Wer aber billig produzieren will - der muss sich dann so langsam auch nach einem anderen Standort umsehen.
Die Lohnentwicklung ist entsprechend dymanisch - also eher schlecht für produzierende Unternehmen.
.
Immer mehr Unternehmen produzieren in China für China - sicherlich also auch ein Grund, warum weniger exportiert wird. Die Menschen können sich dort immer mehr leisten - auch aufgrund der steigenden Löhne - entsprechend gibt es eine steigenden Binnennachfrage.
.
Die Nachfrage im Rest der Welt stagniert. Nicht umsonst feuern EZB/FED noch immer die Konjunktur mit billigen Zinsen an.
.
Eine Exportnation ist halt immer davon abhängig, wie es den anderen Nationen geht - aber das sollten wir Deutschen eigentlich am Besten wissen. "Wir" geilen uns ja auch immer wieder daran aus, dass unserem Mist irgendwer anders auf dem Planeten kauft.

Wie soll denn die Wirtschaft immer

noch wachsen, da wir doch schon alles im Überfluss haben.
Wann können sich die Gierhälse endlich damit abfinden, dass es kein ständiges Wachstum geben kann. Wir leben doch nicht mehr in Nachkriegszeiten.
Beständigkeit und Nachhaltigkeit sind jetzt angesagt.

absoluter Unsinn

Das ist Unsinn. Es hat eher etwas mit der sinkenden Kaufkraft in weiten Teilen der Bevoelkerung in den westlichen Industriestaaten zu tun. Dazu sinkt die Industrieproduktion dort ebenfalls rapide. Natuerlich wirkt sich das auf die Handeldaten eines Landes aus, dass Hauptsaechlich Industrie und Landwirtschaft als Wirtschaftszweige besitzt. (Im Gegensatz zu Europa, wo diese Sektoren am Verschwinden sind und nur noch Geld hin und her geschoben wird, um das Brutto Inlandsprodukt aufzublaehen)

Keine Kunden kein handel

Ohne Google und hunderte anderer wichtigen webseiten die es den chinesen einfacher macht kunden zu finden oder mit ihnen im kontakt zu bleiben war das nur eine frage der zeit.

China geht seinen eigenen weg, und wird von der welt die einen anderen geht abgehaengt. Die grossen megakonzerne stoert das wenig, aber der grossteil des handelvolumens kommt aus den kleinen und mittelstaendischen unternehmen wo es manchmal nur 1-3 leute im vertrieb gibt. Versucht mal ohne google facebook usw einen kunden zu finden, oder mit denen im kontakt zu bleiben.

Was das heisst ist das kaeufer und verkaeufer auesserst starke probleme haben im kontakt zu bleiben. Skype ist warscheinlich das naechste das gesperrt wird, danach denke ich mal yahoo.

Hausgemachtes problem in einer zeit wo die chinesische arbeitskraft zwar wettbewerbsfaehig ist, aber leider nicht gefunden werden kann, die gewinnmargen sind auch nicht mehr so hoch das sich regelmaessige businesstrips von oder nach china lohnen.

@SoilentGruen

"Vielleicht hat China einfach den Punkt erreicht, an der es eine Größenordnung erreicht hat, die ihm entspricht. Klar kann man hier nicht mehr 20% wachsen im Jahr. Je größer die Wirtschaft, desto kleiner das Wachstum in %."

Naja, zwischen kleinerem Wachstum und einem RÜCKGANG von 15% liegen aber auch Welten!

Ihre weiteren Ausführungen zur Billigkonkurrenz und dem Lohnniveau sind aber sicherlich richtig.

@proehi

"Experten und Analysten

erklären, befürchten, warnen, rechnen, beruhigen, erwarten

je nachdem, wer sie bezahlt und welche Absichten sie verfolgen.
"

Das ist doch Unfug. Wenn ich einen Experten bezahle, dann will ich seine nach bestem Wissen wahrscheinlichste Prognose und nicht eine die mir gefällt, die könnte ich mir selber billiger zusammenlügen. Insbesondere bei Dingen, die im Nachgang auf Richtigkeit überprüft werden können, hat kein Experte dem sein Expertenstatus lieb ist ein Interesse eine wissentliche Fehleinschätzung zu geben.

@ Alice M.

Durch die Sperrung von Google hat sich China alleine schon ein Loch ins Knie geschossen. Es gibt kaum noch Internetseiten, die - wenn man auf einen Link drückt - nicht erst von Googlestatistics ausgewertet werden. Mit der Sperrung von Google ist aber auch Googlestatistics mehr oder weniger kaum bis gar nicht von China aus zugänglich und dadurch auch der Zugang zu besagten Internetseiten deutlich erschwert bis unmöglich.

Man könnte jetzt auch mal überlegen: Warum geben wir eigentlich Google eine solch extreme Macht? Warum schmeißen wir der Datenkrake unendlich viele Informationen in den Rachen? Glaubt den irgendeiner, die werden damit schon "verantwortungsvoll" umgehen? Ist doch ein Witz!

@Ladycat

"Wann können sich die Gierhälse endlich damit abfinden, dass es kein ständiges Wachstum geben kann. Wir leben doch nicht mehr in Nachkriegszeiten.
Beständigkeit und Nachhaltigkeit sind jetzt angesagt."

Wachstum hat nichts mit Gier zu tun. Jeder Arbeitnehmer möchte Lohnsteigerungen bekommen, alleine damit ist schon ein Wachstumsanspruch verbunden. Übrigens ist eine Umstellung auf nachhaltige Produktion ebenfalls mit Wachstum verbunden. Und selbstverständlich kann es ewiges Wachstum geben- zumindest so lange es technischen Fortschritt gibt. Vor 30 Jahren hätten meine Eltern gesagt: 2000 DM für einen tollen Fernseher und Videorecorder alle 20 Jahre, that's it im Bereich Telekommunikation. Heute gibt es PCs, Laptops, Tablets, Smartphones, DVD, BlueRay und vieles, vieles mehr. Statt 100 DM pro Jahr liegen typische Ausgaben in dem Bereich eher bei 200 EUR im Monat...

13:03 von Skywalker

"Das ist doch Unfug. Wenn ich einen Experten bezahle, dann will ich seine nach bestem Wissen wahrscheinlichste Prognose und nicht eine die mir gefällt, die könnte ich mir selber billiger zusammenlügen".
Der Auftraggeber kauft sich eine Expertise und je nach dem er diese verwenden will, so auch das entsprechende Gutachten.
BSP. Grundstückspreis will der Auftraggeber verkaufen werden die Vorzüge der Immobile in den Vordergrund gestellt. Will er kaufen, die Nachteile um den Preis zu drücken.
" kein Experte dem sein Expertenstatus lieb ist ein Interesse eine wissentliche Fehleinschätzung zu geben."
Natürlich nur im Sinne des Auftraggeber dessen Brot der Experte ißt.

mittlerweile

Duerfte im Rest der Welt jeder ein Konsumgut aus China haben. Und da im Westen viele ihren Job verloren haben, weil der Supermarkt eben in China einkauft, wird das was funktioniert eben seltener ersetzt. Damit sinkt der Umsatz.
In Afrika und Nahen Osten bekriegen sich die Leute noch lieber. Von dort ist kein Konsumgüterumsatz zu erwarten.

Wissenschaft ist bisweilen kompliziert, Sorry.

Zitat: "Der Auftraggeber kauft sich eine Expertise und je nach dem er diese verwenden will, so auch das entsprechende Gutachten."

Na ganz so einfach ist es nicht. Von irgendwem wird schließlich jede Untersuchung finanziert, sonst gäbe es keine. Man darf eine Studie nicht ungelesen allein deswegen abtun, weil ihre Ergebnisse von irgendwem finanziert wurden.

Trotzdem muss man natürlich vorsichtig sein, und nicht jede Studie ist das Papier wert, auf dem sie steht. Natürlich gibt es Versuche der Einflussnahme. Aber man muss wiss. Untersuchungen mit Sachverstand lesen, auch und besonders dann, wenn solche Dokumente ein KnowHow verlangen, über das nicht jeder am Stammtisch verfügt.

Wissenschaft ist bisweilen kompliziert, Sorry.

@ skywalker

Selbstverständlich darf es bei jedem Menschen gerne ein bisschen mehr sein. Nur, wir haben doch schon genügend Wohlstand oder etwa nicht? Und, wenn die Lebenshaltungskosten und die Waren steigen, müssen logischerweise auch wieder die Löhne rauf. Wo soll denn dieses ewige Wachstum hinführen? Viele Leute können sich die ständigen Preisanstiege schon jetzt nicht mehr leisten.
Deshalb dürfen die nächsten Jahre weder die Löhne noch die Waren über eine gewisse Grenze gehen.
Technische Fortschritte darf es weiterhin geben, sofern sie dem Menschen hilfreich sind und nicht schädlich.
Ich bin halt sehr vernünftig und bodenständig.

@Gandhismus

Inzwischen hat aber die Qualität der chinesischen Produkte sich schon immer verbessert.

Ein neues Beispiel:

Im Oktober des letzten Jahres hat chinesischer Konzern CNR die Hersteller zahlreicher anderen Staaten (auch europäische Staaten) geschlagen und den Auftrag des Boston U-Bahn-Projektes in den USA gewonnen.

284 U-Bahnzüge werden von Chinesen nach USA geliefert werden

Predictions are difficult especially about the Future

Zitat: "Die Mär vom ewigen Wachstum"

Naja, die letzten 5000 Jahre hatten wir eine recht lange Wachstumsphase bedingt durch den Fortschritt von Technologie und Wissenschaft. Insofern gibt es keinen Grund anzunehmen, dass im Jahr 2015 sich daran etwas Grundlegendes ändern soll.

Natürlich gibt es selbst gesetzte Grenzen des Wachstums. Mindestlohn und Steuergesetzgebung sind solche Grenzen. Die gelten dann aber immer für die Länder, die sie einführen. Die große Verschuldung in Südeuropa setzt natürliche Grenzen des Wachstums und wahrscheinlich ist der Verfall des Euros für die Exportnation China zumindest kurzfristig auch nicht gerade wachstumsförderlich.

Dennoch zeigt das aktuelle Überangebot an Rohöl, dass die Prognosen des Club of Rome von 1972 genauso falsch waren, wie die Prognosen mancher so genannter Wirtschaftsphilosophen aus dem 19 Jahrhundert (Malthus, Marx). Besser war da Niels Bohr: Predictions are difficult especially about the future

Nachtrag

Übrigens ist die Entwicklung nicht nur auf eine komplizierte Weltkonjunktur zurückzuführen, sondern vor allem auch die Schwäche des Dollars und insbesondere des Euros gegenüber dem RMB.

2008: 1€ = 10,97 RMB
2015: 1€ = 6,46 RMB

Dass da der Exportmotor ins Stocken gerät, ist kaum verwunderlich. Und das die Importe einbrechen ebenfalls, denn viele Dinge werden mittlerweile auch von ausländischen Firmen in China selbst erzeugt und müssen nicht erst importiert werden.

@ Skywalker um 13:38

"Wachstum hat nichts mit Gier zu tun. Jeder Arbeitnehmer möchte Lohnsteigerungen bekommen, alleine damit ist schon ein Wachstumsanspruch verbunden. "

Jeder Arbeitnehmer möchte? - glauben Sie mir, sehr viele Arbeitnehmer müssen!
Asiatische Billigprodukte mögen Technikfreaks begeistern, zum tgl. Überlebenskampf taugen sie nur wenig.
Wachstum an sich hat kaum was negatives, Wachstum für wen, das bleibt die entscheidende Frage. Ohne in System übergreifende Diskussionen auszuarten, Prozente sagen eigentlich überhaupt nichts aus. Eine steigende oder sinkende Konjunktur ist noch lange kein Indikator für den Wohlstand einer Gesellschaft. Am Ende bleibt die Verteilung und daran misst sich deren Entwicklungsstand.
China hat turbomäßg aufgeholt und wird jetzt eingebremst. Das hat Deutschland in der Vergangenheit schon mehrfach durch. Bei uns hieß das "Wirtschaftwunder" in China halt anders. In 30 Jahren werden wir wissen welches "Wunder" nachhaltiger war.
Aber wen interessiert es dann noch?

@Theo Hundert

"Der Auftraggeber kauft sich eine Expertise und je nach dem er diese verwenden will, so auch das entsprechende Gutachten.
BSP. Grundstückspreis will der Auftraggeber verkaufen werden die Vorzüge der Immobile in den Vordergrund gestellt. Will er kaufen, die Nachteile um den Preis zu drücken."

Das ist aber kein Expertengutachten, sondern Werbung, bzw. Feilschen. Ein seriöses Gutachten erwähnt auch die NACHTEILE und es kommt vor allem auf die Begründungen an, ansonsten braucht es keinen Experten. Außerdem war im zitierten Post von "Prognosen" und "Vorhersagen" die Rede und nicht von Bewertungen.

Anmerkung..

Die Information ist zwar korrekt, aber die Entwicklung dieser Projekte wurde und wird von Bombardier und Siemens durchgeführt!
Weiterhin werden viele Spezialteile aus Deutschland importiert weil dies in China "noch" nicht möglich ist! Die verwendete Technologie kommt also nicht aus China, gleiches gilt für die U-Bahn in Neu Delhi!
Habe selbst an den Projekten mitgearbeitet deshalb bin ich auch gut darüber informiert!
Die Basisentwicklung der Züge kommt übrigens aus Görlitz von der Deutschen Waggonunion!
Gruß

@ladycat

" Nur, wir haben doch schon genügend Wohlstand oder etwa nicht? ... Wo soll denn dieses ewige Wachstum hinführen?"

Ganz einfach: in die Zukunft. Sie können natürlich auch lieber leben wollen wie im Jahr 1800. Damals hätte Ihnen vermutlich auch jemand gesagt es gäbe genug Wohlstand.

Ich könnte in 10 Jahren aufhören zu arbeiten, dann ist das Haus bezahlt und genügend in der Altersvorsorge angespart um problemlos davon den Lebensunterhalt bezahlen zu können. Ich kann und werde aber noch 25 Jahre weiterarbeiten, weil ich auch mal ein schöneres Auto möchte, oder im Urlaub mal bei der Hotelbuchung nicht auf den Preis gucken will, oder den einen oder anderen Restaurantbesuch mehr, oder...

Auf Wachstum verzichten kann man dann wenn man keine Wünsche und Träume mehr hat. Das dürfte aber erst ab einer Vermögensschwelle der Fall sein, die ich nicht mal Ansatzweise erreichen werde und mit mir mehr als 99,9999% der Mitmenschen. Problem: Mit dem Wohlstand steigen die Kosten der Träume.

Wer immer noch glaubt

China sei in der Hochtechnologie nicht konkurenzfähig oder es fehlt denen an Innovationskraft, der sollte sich es besseren belehren lassen.

Stichwort : DJI Inspire (könnte man mal googeln ).

Ein Startup, der schon jetzt Weltspitze in Drohnentechnologie ist.

@ustdigital

"Jeder Arbeitnehmer möchte? - glauben Sie mir, sehr viele Arbeitnehmer müssen!"

Wo ist der Unterschied? Das MÜSSEN ist in 90% der Fälle selbst verursacht. Man möchte einen Lebensstandard halten oder verbessern und MUSS deshalb mehr verdienen. Man könnte ja auch auf Dinge verzichten...

In Deutschland MUSS niemand Lohnsteigerungen bekommen um zu überleben, notfalls kommt das Geld vom Staat. Aber man MÖCHTE sicherlich besser leben können.

Ich zum Beispiel kaufe kaum noch in China

Das hat mit dem schlechten Wechselkurs zu tun. Und auch weil der Zoll manchmal die Deklaration der Chinesen anzweifelt und es dann eine größere Aktion mit dem Zoll gibt. Allerdings kann ich den Zoll schon verstehen. Ohne entsprechende Erfahrungen macht der Zoll das ja auch nicht. Da muss eine vertrauensvolle Zusammenarbeit erst noch wachsen und sich bewähren so dass auch der Zoll davon ausgehen kann dass die chinesischen Angaben in Normalfall stimmen. Die Behörden in China könnten sich auch ein bisschen kümmern. Das liegt doch auch im Interesse von China. Vor allem da das genaue Einhalten von Regeln eigentlich der chinesischen Tradition entspricht!

@ Skywalker

Im achtzehnten Jahrhundert möchte ich keinesfalls leben. Ausserdem gab es damals nicht den von mir gewünschten Wohlstand. Sicherlich ist auch für mich ein gewisses Niveau wichtig, aber man muss auch mal zufrieden sein. Zum Glück kann ich mich auch an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen.

@Norbert1981

"China sei in der Hochtechnologie nicht konkurenzfähig oder es fehlt denen an Innovationskraft, der sollte sich es besseren belehren lassen.

Stichwort : DJI Inspire (könnte man mal googeln ).

Ein Startup, der schon jetzt Weltspitze in Drohnentechnologie ist.
"

Was soll uns ein Einzelbeispiel (ich gucke es mir gar nicht erst an) sagen? Innovationskraft eines ganzen Landes kann man wenn überhaupt quantitativ nur statistisch erfassen. Dazu muss man sich Patente, bahnbrechende Entwicklungen, etc. anschauen.

Konkurrenzfähigkeit bedeutet schlicht ein vernünftiges Verhältnis Preis: Leistung; die kann man objektiv tatsächlich vermutlich am Handelsvolumen messen- denn wer konkurrenzfähig ist, der wird gekauft.

Hochintelligente Menschen (aber auch Vollpfosten), Unternehmer und tolle Wissenschaftler gibt es überall. Die Frage ist nur wie viele und wie ist das Umfeld.

13:03 Skywalker

Zu dem Fakt - 14,6 Prozent weniger Ausfuhren als im Vorjahresmonat - haben allein schon im TS-Beitrag verschiedene Experten unterschiedliche Meinungen und Begründungen.

Deshalb muß keiner dieser Fachleute die Unwahrheit sagen. Unterschiedliche Fragestellungen und Gewichtung, differierender Informationszugang und eine andere Perspektive können allein zu sehr abweichenden Ergebnissen führen.

Da niemand von so einem TS-Bericht eine wissenschaftliche Abhandlung erwartet, wird möglicherweise der Experte auch nur sehr verkürzt wiedergegeben, bzw. eine entsprechende Aussage tätigen.

Sie schreiben..."die (wissenschaftlich gefällige Prognose) könnte ich mir selber billiger zusammenlügen"...

Das stimmt, wäre aber Unfug.

@ Skywalker

"Innovationskraft eines ganzen Landes kann man wenn überhaupt quantitativ nur statistisch erfassen. Dazu muss man sich Patente, bahnbrechende Entwicklungen, etc. anschauen."

Da haben Sie absolut recht und daher auch die folgende Information:

"China ist im vergangenen Jahr [eigene Anm.: 2013] mit 21.600 Patentanmeldungen auf den dritten Platz der entsprechenden Weltrangliste aufgerückt. Nach Angaben der Weltorganisation für Geistiges Eigentum (WIPO) wurden im Vorjahr erstmals mehr als 200.000 Patente angemeldet, wobei die USA mit 57.000 und Japan mit 44.000 auf den Plätzen eins und zwei vor China liegen. Gleichzeitig kommen aus diesen drei Ländern rund 60 Prozent der weltweiten Patenanmeldungen überhaupt."

Wo da bloß die deutschen Ingenieure sind? Aber was erwartet man auch von einem Land, in der jeder auf BWL umgepolt werden soll?

Jedenfalls ist China wesentlich weiter in der Entwicklung als heute immer noch viele von uns wahrhaben wollen.

@ladycat

"Im achtzehnten Jahrhundert möchte ich keinesfalls leben. Ausserdem gab es damals nicht den von mir gewünschten Wohlstand. Sicherlich ist auch für mich ein gewisses Niveau wichtig, aber man muss auch mal zufrieden sein. Zum Glück kann ich mich auch an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen."

;-) Glaube ich Ihnen, das kann ich auch- und das ist auch gut so.

Ich habe bewusst übertrieben, aber der Kern ist unverändert: Wenn alle zufrieden wären (im von Ihnen gemeinten Sinne) gäbe es Stillstand.
Man kann auch zufrieden sein und trotzdem Wünsche haben und mehr anstreben.

Sie schrieben "Ausserdem gab es damals nicht den von mir gewünschten Wohlstand."

Vor 20 Jahren war ich mit dem Wohlstand von vor 20 Jahren zufrieden, heute möchte ich nicht mehr dahin zurück, weder im Auto, im Büro noch zu Hause,...

Woher wollen Sie wissen (ich würde es für mich ausschließen), dass Sie in 20 Jahren mit dem (Wohl)Stand von heute zufrieden wären? Wohlstand ist relativ!

@proehi

"Sie schreiben..."die (wissenschaftlich gefällige Prognose) könnte ich mir selber billiger zusammenlügen"...

Das stimmt, wäre aber Unfug.
"

Richtig Unfug! Der gleiche Unfug, wie eine falsche Analyse zu kaufen? Richtig? Und dann sind war ja einer Meinung: Denn diese Ihre Aussage habe ich ja auch als Unfug bezeichnet...

@Skywalker 13:38

"Statt 100 DM pro Jahr liegen typische Ausgaben in dem Bereich eher bei 200 EUR im Monat..."

Auf dieses "Wachstum" sollte man nicht stolz sein.
Bei mir: 0 Euro Ausgaben in den letzten 10 Jahren. Computer wird aus dem Müll gefischt. Handy und Zeugs lehne ich ab. Für mich muß kein Sklave in Indien oder China malochen und nach seltenen Erden muß für mich auch keiner buddeln.

@ladycat

"Im achtzehnten Jahrhundert möchte ich keinesfalls leben. "

Kleiner Nachtrag, ich sprach vom 19. Jh..., aber da möchten weder Sie noch ich vermutlich auch nicht mehr leben...

@RoyalTramp

"China ist im vergangenen Jahr [eigene Anm.: 2013] mit 21.600 Patentanmeldungen auf den dritten Platz der entsprechenden Weltrangliste aufgerückt. Nach Angaben der Weltorganisation für Geistiges Eigentum (WIPO) wurden im Vorjahr erstmals mehr als 200.000 Patente angemeldet, wobei die USA mit 57.000 und Japan mit 44.000 auf den Plätzen eins und zwei vor China liegen. "

Wo da bloß die deutschen Ingenieure sind? Aber was erwartet man auch von einem Land, in der jeder auf BWL umgepolt werden soll?
"

Und wieviel ist das pro Kopf? Um Innovationskraft und wissenschaftliches Potential/ Qualität der Forschung zu bewerten, muss ich mir diese Relation auch anschauen.

Dazu kommt, dass chinesische Patente für uns (noch?) keine Relevanz haben, ich screene in meinem Bereich 4-500 Patente monatlich, die asiatischen landen meist ungelesen im Altpapier (sind oft auch nicht lesbar). Berechtigte Patentansprüche durchsetzen in China? Einmal probiert, nie wieder.

@Gironimo

"Auf dieses "Wachstum" sollte man nicht stolz sein.
Bei mir: 0 Euro Ausgaben in den letzten 10 Jahren. Computer wird aus dem Müll gefischt. Handy und Zeugs lehne ich ab. Für mich muß kein Sklave in Indien oder China malochen und nach seltenen Erden muß für mich auch keiner buddeln.
"

Aha, und trotzdem greifen Sie über das Internet indirekt auf moderne Systeme zurück und lassen mit jedem Mausclick trotzdem indirekt "buddeln".

Stolz oder nicht stolz ist doch keine Frage bei einer objektiven Konsumeinschätzung. Und mit Verlaub, IHRE Herangehensweise ist vermutlich ziemlich selten, oder um es mit Ihren Worten zu sagen, nichts worauf ich z.B. stolz wäre.

"Woher kommt die Besorgnis?

"Woher kommt die Besorgnis? 7% Wachstum, 12,9% weniger Importe, 14,6% weniger Exporte."
Das Problem ist nur, dass die erste Zahl Wunsch, die anderen beiden Wirklichkeit sind.

um 14:44 von Kingfisher

"Dennoch zeigt das aktuelle Überangebot an Rohöl, dass die Prognosen des Club of Rome von 1972 genauso falsch waren, wie die Prognosen mancher so genannter Wirtschaftsphilosophen aus dem 19 Jahrhundert (Malthus, Marx)."
Unsinn. Öl ist im Moment überreichlich vorhanden, nicht weil die Produktion ständig steigen würde, sondern weil der Verbrauch merklich gefallen ist, weil die Weltkonjunktur, eben z.B. in China, lahmt. Peak-Oil - bezieht sich auf konventionell gefördertes Öl - haben wir längst überschritten. (Fracking ist Strohfeuer.)

16:19 Skywalker

Nein, da sind wir nicht ganz einer Meinung.

Wenn Sie Beiträge nur selektiv lesen um daraus unter Auslassung wesentlicher Elemente - die passende falsche Analyse zu kaufen - können Sie jeden post als Unfug umdeuten.

"Falsche Analyse kaufen".. ist nicht wie Sie fälschlicherweise behaupten meine, sondern ausschließlich Ihre Aussage auf die Sie dann Ihre Beurteilung gründen.

Wobei ich mir vorstellen könnte, daß ein Experte oder Analyst im Einzelfall auch schon einmal zu solch eine Methode greift. Das wäre dann aber und da stimmen wir vielleicht überein, auch wieder Unfug.

@ Skywalker

Die Zeit vor zwanzig Jahren war mir persönlich lieber, auch wenn ich damals noch nicht das Sparguthaben von heute hatte. Alles war damals noch normaler und menschlicher. Heute zählt nur noch das Geld und das führt in die Katastrophe. Was wir brauchen ist nicht mehr Wachstum, sondern eine gerechtere Verteilung. Es nützt auch nichts, wenn die Profite immer nur bei einer kleinen Minderheit ankommen.
Von den ganzen Müllbergen und Verwüstungen, bezogen auf immer mehr Wachstum, ganz zu schweigen.

Willkommen zum Währungskrieg

"Experten erwarten Lockerung der Geldpolitik"

Juhu, nach USA und Europa kommt jetzt China mit Abwertungspolitik. Freut Ihr Euch schon alle? Das wird bestimmt ein lustiges Spektakel.

Prozentrechnung

Chinas Wirtschaft war im vergangenen Jahr nur um 7,4 Prozent gewachsen; es war die geringste Zunahme seit 24 Jahren. Die Regierung in Peking senkte im vergangenen Monat ihr Wachstumsziel auf rund 7,0 Prozent für dieses Jahr.

Stimmt diese Aussage?? Im Jahr 2013 ist die Wirtschaft um 7,7% gewachsen. Wenn also z.B. die Wirtschaft 2013 1000$ wert gewesen wäre, wäre sie danach 1077$ wert. Das absolute Wachstum wäre also 77$. Im Jahr 2014 wuchs die Wirtschaft um 7,4%, sprich 1077,000$*7,4%=1156,698$. Das absolute Wachstum war somit 1156,698$-1077,000$=78,621$, sprich mehr als im Vorjahr. Das ist unabhängig davon wie groß der tatsächliche Wert der Wirtschaft ist. Ein schwächeres Wachstum wäre erst bei 7.1% erreicht.

Daher: Bitte Journalisten und Wirtschaftler: Lernt Prozentrechnung!!!!!!!!!!!

@ Skywalker

Ich musste gerade lachen, denn als ich meinen Post geschrieben hatte, habe ich mir schon gedacht, dass Sie dann zur Ehrenrettung mit dem "pro Kopf"-Argument kommen.

Wen interessiert aber "pro Kopf"? Die Masse macht es nunmal immer noch. Das ist Marktmacht! Die Masse macht Moneten, und nicht irgendein "pro Kopf"! Oder anders gesagt: Auch "pro Kopf" als Gradmesser ist völlig unsinnig! Da gibt es in einem Land "X" 50 Mio. Menschen in einem Land. Und von denen reicht ein einziger Mensch im Laufe des Jahres 5000 Patente ein. Was sagt uns das nun über die Innovationskraft dieses Landes aus? Und zwar pro Kopf? Eben! Statistiken sind einfach nicht aussagekräftig, denn es gibt diese zu allen Weltanschauungen!

Akzeptieren Sie es einfach: Die Chinesen reichen mehr Patentanmeldungen ein, als die Deutschen. Punkt. D.h. also, dass China schon längst über das Stadium des reinen Kopierens hinausgewachsen und selbst innovativ ist. & das dürfen wir als Marktkonkurrent auf keinen Fall unterschätzen!

@ Gironimo

Dann habe Sie wirklich keine Ahnung, wo auch schon vor 10 Jahren überall "Made in China" drauf war!

Sie mögen es vielleicht ehrlich versuchen, chinesische Produkte zu vermeiden. Aber es ist völlig unrealistisch, weil absolut unmöglich.

@ Bendan

Warum diese Umstände? Es ist nicht so sehr, dass die Journalisten & Wirtschaftler keine Prozentrechnung beherrschen würden (obwohl mir bei den WiWi auch manchmal dieser Gedanke gekommen ist...). Es ist vielmehr, dass sich heute keiner mehr die Mühe macht, die vorliegenden Informationen auch sprachlich absolut präzise wiederzugeben. Man müsste ja eigentlich nur sagen: "prozentual gesehen der geringste Zuwachs" und schon wäre es korrekt.

Übrigens ein Megaproblem wie ich finde! Das versuche ich auch immer meinen Schülern beizubringen. Nur weil ein Prozentwert von 45% auf 50% steigt, kann ich diese Entwicklung nicht wiedergeben und sagen: "Immer mehr Studenten werden von den Eltern finanziert." Das mag zwar stimmen, wenn man Glück hat, aber aus einem Anstieg eines Anteils ergibt sich nicht auch automatisch ein Anstieg der Anzahl ("mehr" ist nämlich ein Mengenbegriff).

Aber sowas lernt man halt nicht mehr in der Schule...leider. Ich sage ja immer: Früher war alles besser. ;)

Darstellung: