Kommentare

Das glaub ich erst...,

...wenn die Meldung vom IWF bestätigt wird.

natürlich

Gibt es am 24.04 eine einigung! Das stand doch immer fest! Das ganze schmierentheater vorher ist abgestimmt und soll dem wähler zeigen ah die sind streng unser steuergeld wird nur mit kontrolle verschenkt! In wirklichkeit könnte tsipras auch die anleitung seines fernsehers hinsenden als reformliste! Komödie!

Seit nicht so hart zum griechischen Volk

Bei dem was in letzter Zeit in den Medien so alles zu lesen, sehen und hören ist könnte man meinen das auf die NEUE Regierung Griechenlands ein Jagd mit nicht all zu fairen Mitteln veranstaltet wird.
Kein Papier-Format, keine Wunderreformen die das Desaster von den Regierungen der letzten Jahrzehnte von jetzt auf gleich lösen, das faule griechische Volk, die Unschuldigen Banken, die Unschuldigen Steuerflüchtlinge die sich in Deutschland und Großbritannien und anderswo in der EU unter dem Motto aufhalten „tax me if you can“ natürlich mit dem Wohlwollen dieser EU Mitglieder, man will ja nur das Beste von ihrem Mitglied Griechenland ;-)
Wenn die Mitmenschen der EU das alles für bare Münze nehmen, verstehe ich die Welt nicht mehr.

Athen beglich IWF-Kredit von 2010 mit Anleihenbegehung

Offenbar kam die Tsipras-Regierung dem Schuldendienst mit Rückzahlung eines IWF-Kredites nach, nachdem das Land am Mittwoch eine Anleihe am griechischen Kapitalmarkt in Höhe von 1,1 Mrd. € zum Zinssatz von knapp 3 % aufnahm und keine alternativen Krisenlösungen aufzeigt. Die Bonität Athens ist so schlecht, dass das Land bei der Anleihenbegehung etwa doppelt so hohe Zinsen wie Portugal zahlen muss. Das sagt über die finanzielle und wirtschaftliche Lage Griechenlands viel aus.

Die neue griechchische Regierung streitet sich derweil mit der Euro-Gruppe und en weiteren Geldgebern EZB und IWF immer noch um die Erfüllung von Auflagen zwecks Valutierung der Resttranche von 7,2 Mrd. € aus dem verlängerten 2. Hilfsprogramm. Die Reformunwilligkeit von GR ist sprichwörtlich. Ohne die Einleitung nachhaltige Strukturreformen von ineffizienter und korrupter Verwaltung und Wirtschaft werden sich die Kreditgeber aber nicht auf neue Hilfsleistungen zur Abwendung eines Staatsbankrotts einlassen.

Wie kann man

einen Kredit begleichen, es wird von den Geldgebern gefeiert, und vor kurzem erst wieder Geld borgen?

Griechenlands linke Regierung ist zuverlässig

Wenn alle so pünktlich zahlen würden wie Griechenland unter der neuen, linken Regierung, wäre vieles besser auf dieser Welt. Die Regierung zeigt, das sie zuverlässig, aber auch Souverän ist, und sich keinerlei Vorschriften von Seiten der EU her machen lässt, mit wem sie politische oder wirtschaftliche Beziehungen eingeht. Zwei sehr gute Eigenschaften!

Unverschämtheit II

Diese neue griechische Regierung! Chaoten, Saboteure, ökonomische Phantasten!
Nicht nur dass sie ohne Genehmigung die europäische Wirtschafts-hegemonie Deutschlands unter seiner Heiligkeit Spar-Papst Wolfgang der Schwarzen Null kritisieren, jetzt zahlen die auch einfach mal soeben fällige Kreditverpflichtungen beim IWF zurück. Ohne deutsche Erlaubnis. Und reden mit Rußland über Freihandel und bilaterale Investitionen als wäre Griechenland ein souveränes Land. Sehen so brave südeuropäische Schuldenstaaten aus?

Spaß beiseite. Natürlich war, ist und bleibt Griechenland pleite. Nach der katastrophalen Ausgangslage des Landes zu Beginn der Schuldenkrise stand es am Abgrund. Dank Troika und dem Triumvirat des Grauens ( Merkel, Schäuble, Gabriel) hat Griechenland mit "Hilfe" der EU-Rettungspakete einen entscheidenden Schritt nach vorne getan.

Vielleicht hätten die Griechen ihre Auslandschulden doch durch die internationalen Gläubiger vor einem griechischen Gericht einklagen lassen sollen .

Gigantische Summen

Wie konnte ein EU-Land wie Griechenland mit einer Bevölkerung , die noch kleiner ist als die Bayerns, überhaupt Hilfszahlungen in Höhe von 240 Milliarden von EU und IWF erhalten? Das ist ein gigantisches Missverhältnis von Anfang an.
Angesichts dieser Zahlen und der in Aussicht gestellten weiteren 7,2 Milliarden sollte eine Rückzahlung von 450 Millionen nicht als Erfolgsmeldung präsentiert werden.
Es läuft wohl alles auf eine weitere Insolvenzverschleppung hinaus, faktisch mit den dummen Deutschen als Finanziers. Für unsere Polizei, unsere Schulen, unsere Straßen, unsere Rentner ist nie Geld da, steht für die Pleitestaaten aber nach einigen medialen Scheingefechten immer in unbegrenzter Höhe zur Verfügung. Kann mir irgendjemand mal diesen Finanztrick erklären?

Griechenlands Schulden sind nun mal auch unsere

So ist das mit den 29% Bürgschaften EFSF und 27% Haftung für EZB-Ankäufe von Staatsschulden plus Zinsverzicht und den Direktkrediten (z.B. KfW), abgesehen vom Target2-Volumen und Handelsbilanzdefiziten (=Konsum auf fremde Staatskredite).

Dieses Jahr ist nun mal mit 38 Mrd. € das härteste an Tilgungen (danach bis 2056 ca. 8 pro Jahr) und die ungeliebte aber daran unschuldige Tsipras-Regierung bekommt jeden erdenklichen Stein in den Weg gelegt, wenn sie zwischen Sozialausgaben wenigsten fürs ärmste Volk, EU-Gläubigern und internationaler Geldbeschaffung herummanövrieren muss.

Während Schäuble und sPD-Bundesrat kooperativ kein Abkommen mit der Schweiz zu vemuteten -zig Milliarden Steuerhinterziehung hinkriegte, müpfen dieselben Freihandelsfans, die Kapitalverkehrskontrollen verabscheuen, gegen die Syriza-Griechen, dass sie es in zwei Monaten nicht schafften viele solcher Abkommen zu schließen, Steuerschulden zu bestimmen, die Gelder zu finden und gerichtsfest im Ausland einzutreiben.

Am 09. April 2015 um 12:57 von Weitsicht

"Es läuft wohl alles auf eine weitere Insolvenzverschleppung hinaus, faktisch mit den dummen Deutschen als Finanziers. Für unsere Polizei, unsere Schulen, unsere Straßen, unsere Rentner ist nie Geld da, steht für die Pleitestaaten aber nach einigen medialen Scheingefechten immer in unbegrenzter Höhe zur Verfügung. Kann mir irgendjemand mal diesen Finanztrick erklären?"

Der Trick ist simpel: Es ist bisher kein Geld an Griechenland selbst geflossen. Es geht um _Kredite_ (mit extrem hohen Zinsen).
Es wird erst DANN teuer für Deutschland, wenn Griechenland wirklich pleite und aus dem Euro gehen würde, denn dann erst gibt es kein Geld mehr zurück.
Bis dahin können wir unsere heilige schwarze Null weiter feiern, die uns die griechen erst dank ihrer Zinszahlungen und den wirklich günstigen Zinsen für Deutsche staatsanleihen ermöglicht haben.
Kurzum: So lange es Griechenland schlecht geht, geht es uns gut, geht es Griechenland wirklich schlecht, dann haben wir auch ein Problem.

Kreditzahlung

Die Zahlung der Schulden wäre vollkommen normal.
Allerdings brauchte Griechenland dazu eine Anleihe.
Die Bezahlung täuscht aber nicht darüber hinweg, dass Tsipras in Moskau die außenpolitische Linie verlassen hat.
Er täuscht sich, wenn er meint er könnte eine andere Meinung als die innerhalb der EU einstimmig beschlossene
nach außen vertreten. Mit dem Beitritt zur EU hat Griechenland sich verpflichtet, die Regeln der EU einzuhalten.
Tsipras war für mich noch nie glaubwürdig und ist es jetzt noch um so weniger.
Da psst er aber zu seinem Gesprächspartner in Moskau.

@Emil66 - Etwas zu laute Töne

...könnte man meinen das auf die NEUE Regierung Griechenlands ein Jagd mit nicht all zu fairen Mitteln veranstaltet wird.

Ich bedaure den Großteil des griechischen Volks, die Eliten des Landes haben es geschafft ein System aufzubauen welches Wohlhabende schont, diese haben scheinbar dann auch so viel Einfluss dass keine der bisherigen Regierungen es als ihre Aufgabe ansah etwas dagegen zu unternehmen.

Eine Regierung die für mehr soziale Gerechtigkeit sorgt ist wirklich mehr als zu begrüßen, die Art und Weise wie sie ihre Macht erhalten hat weniger. Hier wurde viel polemisiert, gar versprochen sich der EU und ihren Bedingungen entgegenzusetzen, sich als starker Gegner zu zeigen.

Den allermeisten Wählern dürfte ohne klar sein dass hier Versprechen gemacht wurden die nicht erfüllt werden, aber sie erhoffen sich zumindest etwas Änderung. Dazu muss man nicht andere EU Staaten regelrecht als Feind hinstellen, eine seriöse Regierung sollte das nicht tun.

Den Linken keine Chance?!

Alle hacken auf Griechenland rum, alle behaupten nur dass es an deren neuen Regierung liegt und am griechischen Volk……
Brechen wir es mal auf Kindergarten Nivo runter (was es ja mittlerweile ist) einer wird von allen gemobbt und man lässt diesem so gut wie keine Chance sich zu bewähren, was wird dieser tun?
Dieser sucht sich neue Spielkameraden, oder? Und dann sich beschweren das derjenige mit anderen Außenseitern spielt.
Die NEUE Regierung Griechenlands reißt sich den … auf um uns zufrieden zu stellen und ihrem Volk es zu erleichtern, das Problem ist aber das es sich um eine linke Regierung handelt die nicht so bestechlich ist wie alle Vorgänger und das darf anscheinend einfach nicht sein.

@Weitsicht, 12:57

"Es läuft wohl alles auf eine weitere Insolvenzverschleppung hinaus, faktisch mit den dummen Deutschen als Finanziers. Für unsere Polizei, unsere Schulen, unsere Straßen, unsere Rentner ist nie Geld da, steht für die Pleitestaaten aber nach einigen medialen Scheingefechten immer in unbegrenzter Höhe zur Verfügung. Kann mir irgendjemand mal diesen Finanztrick erklären?"

Ihre Frage zu beantworten ist ganz einfach. Griechenland hat nie Hilfszahlungen bekommen. Insofern ist auch ihre Behauptung im ersten Absatz falsch, spiegelt aber lediglich dass immer und immer wieder wiederholte Märchen wider.

Griechenland hat Kredite bekommen! Und für diese Kredite zahlt Griechenland Zinsen, an denen der deutsche Staat verdient. Griechenland hilft also sogar, die paar verbliebenen deutschen Polizisten, unsere Schulen, Straßen und Rentner mitzufinanzieren.

Nur mal so zur Info, der IWF hat durch die Kredite an Griechenland 2,4 Milliarden Euro (durch Zinsen) verdient!

Die Sozialisten haben immer noch keine Lösungsansätze

@ Thomas Wohlzufrieden:
"Die Regierung zeigt, das sie zuverlässig, aber auch Souverän ist, und sich keinerlei Vorschriften von Seiten der EU her machen lässt ..."

Die EU macht keine Vorschriften, sie fordert lediglich Reformen in einem bislang ineffizienten System. Die konkrete Ausgestaltung der Reformen lässt leider immer noch auf sich warten. Es gibt noch keine Ansätze gegen die Korruption und noch keine Maßnahmen, wie der Staat die ihm zustehenden Steuern auch eintreiben will.

Kein Bonus für die Ideologie

@ Emil66
"Den Linken keine Chance?! Alle hacken auf Griechenland rum, alle behaupten nur dass es an deren neuen Regierung liegt und am griechischen Volk……"

Die Frage ist letztlich unerheblich. Entweder die griechische Regierung macht ernsthafte Reformanstrengungen oder sie geht in die Insolvenz. Das sind die Alternativen. Einen Bonus für's Linkssein gibt es in der wirklichen Welt nicht.

@vanPaten:"Dieses Jahr ist nun mal mir 38 Mrd. € ...

... das härteste an Tilgungen ...."

Davon muss und will GR allein in den nächsten 5 Wochen 6,6 Mrd. € Kredite und Anleihen bedienen. Das wird nicht ohne die Auszahlung der Resttranche von 7,2 Mrd. aus dem 2. Hilfsprogramm funktionieren können. Athen hat aber immer noch nicht ein tragfähiges und nachhaltiges Reformprogramm als Voraussetzung dafür den Kreditgebern vorgelegt und gesetzlich verabschiedet.

Ohne stringente Strukturreformen wird das Land den Kapitaldienst für die Verschuldung nie aus eigener Kraft aufbringen können. Zudem warten die verarmten 30 % der Bevölkerung auf Unterstützung und die Wirtschaft auf eine leistungsfähige und korruptionsfreie staatliche Verwaltung. Ohne Schaffung dieser Voraussetzungen wird auch niemand in GR in Wachstum und Beschäftigung investieren. Die neue Regierung sollte endlich auf den Pfad der finanziellen und wirtschaftlichen Gesundung kommen. Andernfalls werden auch ihre Unterstützer abhanden kommen.

@13:35 von atzen

Griechenland hat Kredite bekommen!

Das mag ja so sein, aber diese Kredite sind ihm, glaube ich, nicht aufgezwungen worden. Über Jahrzehnte haben griechische Regierungen das Geld gerne angenommen (da kann Tsipras nix für) und "verfrühstückt".

Wenn jetzt immer so schön von "Investitionen zur Stärkung der griechischen Wirtschaft" statt sparen fabuliert wird, dann frage ich mich, warum man das nicht in all den Jahren mit den Gelder aus diesen Krediten oder irgendwelche EU-Strukturfonds gemacht hat?

Statt dessen hat man damit die Wähler bezahlt in Form von Renten, Steuervergünstigungen usw.

Wer auf Pump irgend was macht, muss eben später dafür bezahlen. Wer vorher dafür spart, leidet vorher. Das funktioniert in Deutschland nicht anders. Da merkt man es nur noch nicht so.

@12:22 von omikse

Ist es ungezogen, wenn ich wissen möchte, wie viel und wann wir unsere Schulden an welchen Gläugibern zahlen müssen? Das wüsste ich gern.

Die meisten unserer Schulden sind frei handelbare Staatsanleihen mit ganz unterschiedlichen Laufzeiten, die im Prinzip jedem gehören könnten.

Es laufen ständig welche aus, werden zurückbezahlt und durch neue ersetzt. Das Gesamtvolumen dieser Umschuldung beträgt im Jahr ca. 200 Mrd. €.

@LLogik 67, 13:21

"Er täuscht sich, wenn er meint er könnte eine andere Meinung als die innerhalb der EU einstimmig beschlossene nach außen vertreten."

Wieso vertreten/verteidigen Sie ein Gleichmachen in der Politik, so dass alle nur noch eine Meinung haben dürfen?

Nicht nur in Deutschland herscht bekannterweise die Meinungsfreiheit. Deshalb finde ich die Tatsache, dass es auch Personen und Staaten mit einer anderen Meinung gibt, sehr gut und unterstützenswert, selbst wenn es nicht meine eigene Meinung ist!

"Mit dem Beitritt zur EU hat Griechenland sich verpflichtet, die Regeln der EU einzuhalten."

Die griechische Regierung hat IMO noch keine EU-Regel gebrochen!
Gegen die Sanktionen gegen Russland zu sein, ist ein Recht der griechischen Regierung. Sie tut ja nichts, um die Sanktionen zu unterwandern. Und die gr. Regierung hat auch das Recht, in der nächsten Abstimmung gegen die Sanktionen zu stimmen. Das sind die EU-Regeln! Also halten Sie sich bitte selbst daran.

Die Schulden verschwinden nicht

@ Nachtwind:
Zitat: "... wenn Griechenland wirklich pleite und aus dem Euro gehen würde, denn dann erst gibt es kein Geld mehr zurück."

Das ist nicht richtig. Durch eine Insolvenz wären die Schulden ja nicht verschwunden. Entsprechendes gilt für den Fall, dass Griechenland sich aus dem Euro verabschiedet. Die Schulden bleiben in der Währung Euro.

Zitat: "Bis dahin können wir unsere heilige schwarze Null weiter feiern ..."

Deutschland wird in Zukunft keine Nettoneuverschuldung mehr eingehen können, das ist eigentlich jedem klar. Die "schwarze Null" wird definitiv der Normalzustand werden. Das gilt für andere Euroländer entsprechend.

"Entweder die griechische

"Entweder die griechische Regierung macht ernsthafte Reformanstrengungen oder sie geht in die Insolvenz. "
Dann verschieben wir die schwarze Null auf 2030 oder so und diejenigen die Privat fürs Alter vorgesorgt haben gehen eventuell lehr aus usw.
Noch verdienen wir großartig an diesen Miteuropäern, oder?!

@ omikse

"Ist es ungezogen, wenn ich wissen möchte, wie viel und wann wir unsere Schulden an welchen Gläugibern zahlen müssen? Das wüsste ich gern. Vielleicht sind diese Informationen für jedermann offen und irgendwo abrufbar. Ich weiß nur nicht, wo."

Federführend für die Schulden des Bundes ist die Deutsche Finanzagentur des BM der Finanzen. Auf deren Webseite findet man viele Detail. Aber auch das Ministerim selbst hat eine informative Webseite. Bitte googeln, meine Angabe eines Links mag die Moderation nicht.

re 12:51 von Thomas Wohlzufrieden

Griechenlands linke Regierung ist zuverlässig

Wenn alle so pünktlich zahlen würden wie Griechenland unter der neuen, linken Regierung, wäre vieles besser auf dieser Welt. Die Regierung zeigt, das sie zuverlässig, aber auch Souverän ist, und sich keinerlei Vorschriften von Seiten der EU her machen lässt, mit wem sie politische oder wirtschaftliche Beziehungen eingeht. Zwei sehr gute Eigenschaften!///
*
*
Wenn Näheres über die "Wechselreiterei" (Kredit mit neuem Kredit bezahlen) bekannt ist, kann Ihnen sicherlich jemand berechnen, um wieviel die griechische Verschuldung allein durch diese "gute Zuverlässigkeit" gestiegen ist.

Nachricht oder Vermutung

Die Überschrift "Athen hat IWF-Kredit offenbar beglichen" ist ein fortschreiben des griechischen Verwirrspiels!
Hat Griechenland den IWF-Kredit vollständig überwiesen?
JA oder NEIN

Jetzt spekuliert schon die Tagesschau mit "offenbar"!

@ Emil66

"Dann verschieben wir die schwarze Null auf 2030 oder so und diejenigen die Privat fürs Alter vorgesorgt haben gehen eventuell lehr aus usw."

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Die griechischen Schulden bleiben auch nach einer möglichen Insolvenz griechische Schulden. Nur wäre Griechanland dann zeitweilig nicht zahlungsfähig.

@atzen - DANKE

Auch der TS-Satz:
"EU und IWF haben Griechenland mit 240 Milliarden Euro bisher vor dem Staatsbankrott bewahrt."

ist irreführend.

Mit ca. 89 % der Hilfsgelder wurden Banken vor Kreditausfällen bewahrt. Es wurden also im nachhinein Banken - auch deutsche - abgesichert, die Geschäfte mit Griechenland getätigt hatten.

Gerade in Deutschland ist dieses Lamentieren "immer müssen wir für die Unfähigkeit anderer zahlen" unerträglich.

Die BRD wurde nach dem widerlichsten Krieg aller Zeiten mit dem Marshall-Plan (ausländische Milliarden) wieder auf die Beine gestellt (Die Griechen erhielten für die Verwüstung ihres Landes und das Morden durch Deutschland ein paar alte Maschinen.).
Und auch Ostdeutschland wäre ohne Wiedervereinigung und die damit verbundenen Milliarden aus den Steuertöpfen des EU-Mitglieds BRD und der Gesamt-EU ein Pleitestaat geworden.

@14:01 von Emil66

und diejenigen die Privat fürs Alter vorgesorgt haben gehen eventuell lehr aus usw.

Das ist doch jetzt schon so. Dank der Niedrigzinspolitik, die Draghi ja nur macht, damit sich Schulden leichter abzahlen, sind ja Lebens- und Rentenversicherungen immer weniger wert und Sparzinsen gibt es auch keine. Alle, die jetzt in Rente sind oder gehen juckt das nicht, aber alle Anderen, die noch ein paar Jahre vor sich haben werden sich noch die Augen reiben.

Noch verdienen wir großartig an diesen Miteuropäern, oder?

Da ist die Frage, wer ist "wir"? Jedenfalls nicht "Otto-Normalsparer". Wer statt langweilig zu sparen an der Börse zockt, der profitiert zur Zeit davon. Und die, die rechtzeitig den Absprung schaffen, haben am Ende die Kohle.

"Wer auf Pump irgend was

"Wer auf Pump irgend was macht, muss eben später dafür bezahlen. Wer vorher dafür spart, leidet vorher. Das funktioniert in Deutschland nicht anders. Da merkt man es nur noch nicht so."
Banken haben zu prüfen ob Gegenwerte zur Finanzierung vorhanden sind….. tun diese das nicht…. Aber die Bürger der EU haften doch für alles oder?!
Am Ende läuft es vielleicht darauf hinaus das die anderen EU Länder die griechischen Steuerflüchtlinge ausliefert, oder Griechenland in die Insolvenz schickt.
Aber was dann? Wenn man Griechenland in die Insolvenz schickt?
Die Banken müssen dann wieder gerettet werden und kommt es dann zu den Zwangsenteignungen der Sparer und Häusle Besitzer wie sie im WWW zu finden sind?!
Alles für die Wirtschaft, alles fürs Kapital, alles für die Banken, oder?!

ergänzung zu 13.29:ich rede von lehman/bankenkrise

..da war doch was, 2007 ff...........

....unsere Schulden sind damals explodiert.

vergessen?

in meinem post von 13.29 antworte ich deswegen dergestalt, denn die schulden durch "griechenland" sind nicht DAS Problem.(+auch hier:wer ist eigentlich:draghi,samaras,monti-vlt. arte doku schauen "g&S-eine Bank regiert die Welt"?wieso sitzen die gleichen Leuten auf beiden Seiten der Verhandlungstische?

Probleme wie "Bankenkrise" ist eine Ursache,ein genauso grosses sind Dinge wie "LUxleaks"-die uns Steurezahler Billionen kosten, - die dann für Gesundheit,Bildung,Infrastrukturn nicht zur Verfügung stehen.
An die Schadensdimensionen kommt Grld.überhaupt nicht ran.
Mir unbegreiflich,dass die bekannten Verantwortlichen da nicht zurücktreten müssen.

Griechenland ist pleite, da

beißt die Maus keinen Faden ab. Perspektiven für einen Wirtschaftsaufschwung gibt es nicht, ganz bestimmt nicht durch das Finanzregime von IWF & Co. Seit Beginn der Troika-Auflagen ist die griechische Wirtschaft noch weiter in den Keller gegangen, Kinder sterben, Alte hungern. Das "Strukturreform" genannte neoliberale Privatisierungsprogramm zielt nicht auf eine Konsolidierung Griechenlands, sondern auf seine Ausplünderung.
Schuld an der Misere ist übrigens nicht die aktuelle Linksregierung, deren Spielraum ist minimal, sondern die korrupten Vorgängerregierungen.
Während mit dreistelligen Milliardenbeträgen Banken gerettet wurden, die sich in Griechenland verspekuliert hatten, suggeriert man dem deutschen Michel, mit seinen Steuergeldern machten sich die faulen Griechen einen lauen Lenz und die inkompetenten Linken behinderten die Sanierung des Landes. Die ganze Diskussion trieft nur so vor Verlogenheit.

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Die Moderation

" 'Griechenland hat Kredite

" 'Griechenland hat Kredite bekommen!'

Das mag ja so sein, aber diese Kredite sind ihm, glaube ich, nicht aufgezwungen worden."

Hab ich auch nie behauptet ;) Mir geht es lediglich darum, dieses Märchen zu entkräften, dass der deutsche Steuerzahler auf irgendwas verzichten müsste, weil wir Griechenland Geld (in Form von Krediten) geben.

"Wer auf Pump irgend was macht, muss eben später dafür bezahlen. "

Ja. Aber auch hier muss man in Bezug auf Griechenland auf ein weiteres Märchen achten - nämlich das von der ausufernden Staatsverschuldung. Gemessen an der griechischen Wirtschaftsleistung pendelte die griechische Staatsverschuldung zwischen 1995 und 2007 zwischen 94 - 107% des BIP, blieb also relativ konstant.

Die deutsche Staatsverschuldung lag im gleichen Zeitraum zwischen 56% - 68%. Die Trendlinien der beiden Staatsverschuldungen verlaufen ziemlich parallel. Griechenlands Verschuldung hat also lediglich mit der Entwicklung der Wirtschaftsleistung mitgehalten!

@Helmut Baltrusch

@vanPaten
"Die neue Regierung sollte endlich auf den Pfad der finanziellen und wirtschaftlichen Gesundung kommen"
Sieh an,sieh an!Weil das eine "linke Regierung
ist,soll sie nun auf den Pfad der Tugend zurückkommen.Was ist mit den griechischen Vorgängerregierungen,welche Griechenland
vom Pfad der Tugend abkommen lassen haben?An diese Herren hätten Sie sich wenden sollen,aber nicht an die Herren,welche diesen korrupten Stall erst ausmisten wollen.Wenn das wieder die alten
koruppten Politiker der Vergangenheit wären,dann hätte die Schulzes,Merkels,
Schäubles nicht so ein Theater um Griechenland gemacht.Wie mit den Griechen z.Zt.umgesprungen wird,da sollten
sich die Griechen bessere Freunde suchen,damit sie nicht weiter von der
so großzügigen Wertegemeinschaft geprügelt werden.Tsipras versucht nur etwas seinem geschundenen Volk zu helfen und damit meine ich nicht die griechischen Reichen,sondern der armen Bevölkerung und dafür wird er ständig verunglimpft.So
sehen westl.Werte aus.

Entschuldigung @ atzen

ich habe ein anderes Rechtsverständnis.
Verträge sind Verträge. Mündlich oder schriftlich

@ Fregattenkapitän

Sie haben eine Meinung und ich habe auch eine.
Ihre kann ich nicht nachvollziehen.

@Fregattenkapitän: "... da sollten sich die Griechen bessere ...

... Freunde suchen...."

Außer Wortgeklüngel und auf die lange Bank geschobene Absichtserklärungen über vage Joint Venture kam doch in Moskau nichts Hilfreiches für GR und die Griechen heraus. Das vereinbarte "Aktionsprogramm" ist doch reinste Propaganda für die jeweilige Bevölkerung. Wäre Trappatoni in Brüssel, würde er sagen: "Hier werden Sie geholfen." In Moskau gibt es nur hehre Worte und Gesten.

Wenn Tsipras in der Tat "seinem geschundenen Volk" helfen wollte, würde er das nur in und mit einer solidarischen und loyalen EU erreichen können - sofern er den berechtigten Ansprüchen nach Erfüllung der Hausaufgaben endlich entsprechen müsste. Es sieht aber so aus, als wäre Tsipras genauso reformunwillig wie seine Vorgänger. Das scheint eine griechische Krankheit zu sein, für die Moskau gewiss nicht die richtigen Ärzte hat.

Das Staatsfundament trägt nicht...............

Griechenland ist ein vertikal aufgebautes Gesellschafts-System an welchem sich jeder nach seinen Möglichkeiten bedient hat.
Dieses System ist über Jahrzehnte gewachsen.
Strukturen wie in GR lassen sich nur über lange Zeiträume ändern und der EURO war dabei das größte GAU, weil er diese Missstände aufgedeckt hat.
Ein Land wie GR, ohne funktionierende Administration - ineffiziente Steuerverwaltung, fehlende Grundbücher u Kataster, Steuerfreistellung von Wirtschaftseliten und Günstlingswirtschaft - hat m.M. noch den Status eines Dritte-Welt-Landes.
Alle europ. Politiker mussten dies wissen, haben aber aus Sozialromantik artig weg geschaut und uns Bürgern dieses unsägliche Desaster, welches noch lange weiter gehen dürfte, beschert.
GS und sein ehemaliger Angestellter Draghi
werden Europa noch manch bittere Pille servieren. An das Ende dieses ganzen Theaters mag ich nicht denken.
Außerdem: Bin mal gespannt, wie der "dragische Held"
die 1,9 Bill. EZB-Gelder wieder einfängt.
Spannung pur !!

Fregattenkapitän 15:36

Das stimmt, Sie haben vollkommen Recht mit ihrem Kommentar, da ist endlich ein fähiger Ministerpräsident, der seinem geschundenen Volk helfen möchte und wird dafür ständig verunglimpft...erniedrigt und beleidigt. Jeder Versuch, den er unternimmt wird niedergetrampelt. Und weshalb? Damit schön neue Kredite aufgenommen werden. Dadurch werden die alten ersetzt, denn diese erbringen ja immer wieder neue Zinsen. Davon profitiert die westliche Welt... alle Kreditgeber, der eine mehr, der andere weniger, je nachdem wie hoch jeder gebürgt hat. Warum sollte man damit aufhören...?

dessen Bedingungen jedoch noch mehr Schulden bringen . Was soll dieses Kasperltheater inklusive der Reaktionen " Hurra Griechenland hat gezahlt". Der Grad der Volksverdummung der hier veranstaltet wird ist kaum zu überbieten. Wundert sich da noch jemand über Politik - Europaverdrossenheit ?

@ Hexer

stimmt ja alles, nur so tragisch sehe ich das mit Griechenland nicht. Wenn keine Bereitschaft da ist, dann eben Grexit. Die Börse hat es schon vorweg genommen.

@16:27 von LLogik 67

@Fregattenkapitän
Sie haben eine Meinung und ich habe auch eine.
Ihre kann ich nicht nachvollziehen.

Naja. Für jemanden, der per se gegen die EU ist, ist alles was Tsipras tut, total super und souverän. Dabei geht es aber nicht im Geringsten darum, was Griechenland voran bringt, sondern darum, was der EU schaden könnte.

@LLogik 67, 16:24

"ich habe ein anderes Rechtsverständnis.
Verträge sind Verträge. Mündlich oder schriftlich"

Nun mal Butter bei die Fische. Welche Verträge meinen Sie denn? Denn Sie implizieren ja, Griechenland hätte gegen irgendwas (Verträge, Regeln) verstoßen. Dann nennen Sie doch mal Roß und Reiter.

Ich behaupte, Griechenland hat weder mit dem Russland-Besuch noch mit der Aussage, die Sanktionen nicht gutzuheißen gegen irgendeinen EU-Vertrag oder eine EU-Regel verstoßen.

Griechenland hat meines Wissens nach in der Vergangenheit für die Sanktionen gestimmt und hält sich auch daran (das Gegenteil möge man beweisen). Und Griechenland hat auch das Recht, bei einer künftigen Abstimmung gegen die Verlängerung/Erweiterung der Sanktionen zu stimmen. Auch das wäre keine Bruch irgendeiner EU-Regel oder eines EU-Vertrages, sondern im Gegenteil: es ist die Einhaltung der Regeln und Verträge!

IWF, EZB und Co. haben genug Geld

Sie können auf die paar Millionen ruhig etwas länger warten. Die griechischen Werktätigen und Rentner haben das nicht, sie sind auf die Zahlung ihrer Löhne und Leistungen direkt angewiesen.

@16:50 von Elefant

Was soll dieses Kasperltheater inklusive der Reaktionen " Hurra Griechenland hat gezahlt".

So weit ist es eben schon gekommen, dass das eine Nachricht ist. Eben weil keiner genau weiß, was die Griechen vor haben. Zahlen sie, zahlen sie nicht? Man weiß es nicht, weil man sich nicht auf Zusagen verlassen kann. Das ist keine vertrauenvolle und konstruktive Zusammenarbeit und das müssen sich Tsipras & Co. vorwerfen lassen. Es ist eine Einstellungs- und Charakterfrage, mit Schulden hat das überhaupt nichts zu tun.

"Das glaub ich erst, wenn die

"Das glaub ich erst, wenn die Meldung vom IWF bestätigt wird."
Warum denn so misstrauisch, sind sie dermassen enttäuscht?

da kann ich nur noch sagen....

.....es ist höchste Zeit für GRexit..... :-)

um 13:49 von Judas Goldstein

"Einen Bonus für's Linkssein gibt es in der wirklichen Welt nicht."
Fürs Linkssein gibts keinen Bonus (für Rechtssein übrigens auch nicht), aber für eine nato-strategisch wichtige Position schon.

@ von atzen

Einspruch
wenn die EU gegen ein Land Sanktionen einstimmig verhängt, weil dieses Land ein anderes Land annektiert hat, dann darf ein Mitglied der Gemeinschaft diese Maßnahme nicht als falsch bezeichnen.
Damit stellt sich dieses Land außerhalb dieser Gemeinschaft.
So einfach ist das.

Kommentar von Llogik 67 16:51

stimmt ja alles, nur so tragisch sehe ich das mit Griechenland nicht. Wenn keine Bereitschaft da ist, dann eben Grexit. Die Börse hat es schon vorweg genommen.

Bereitschaft zu was? Llogik67? Sie wissen ja gar nicht wodrum es geht! So einfach ist das nicht mit Grexit! Soll das ein Vereinigtes Europa sein? Oder was soll das sein? Da kann ja jeder zurück zu seiner eigenen Währung gehen...

Die griechische Tragödie

In 5 Jahren können sie keine funktionierende Steuer- & Katasterverwaltung aufbauen und auch nach Wochen keinen sinnvollen Plan anbringen wie Griechenland aus seiner Krise geführt werden kann, aber innert weniger Tage die Reparationsforderungen an Deutschland berechnen.

Ich finde es reicht, der Bundestag erhält von mir das Mandat bei der nächsten griechischen Schuldenabstimmung geschlossen mit NEIN zu stimmen. Ich betrachte dies nicht als Empfehlung sondern als Befehl vom Souverän.

Schmierentheater

Die Berichterstatung um griechische Staatsschulden gibt eine prächtige Kulisse ab, hinter der inzwischen eine gigantische neue Finanzblase wächst. Aktien und Immobilien werden zu Werten gehandelt, die mit der Entwicklung der Unternehmen oder der Standorte rein gar nichts zu tun haben. Finanzprodukte, noch undurchschaubarer als alles, was vor 2010 gehandelt wurde, erzielen riesige fiktive Gewinne und Unsummen von Buchgeld wechseln in immer schnelleren Taktfrequenzen die Besitzer. Beim Crash werden die Akteure versuchen in Realwerte zu flüchten und das wird unsere Volkswirtschaften ruinieren. Trotz des Desasters 2010 nichts gelernt.

@Arnsberg

Eine schonungslose, aber wohl den Realitaeten entsprechende Analyse dessen, was in Griechenland ablaeuft.

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