Kommentare

Griechische Vorschläge oder wie es nicht geht

"..Tsipras habe versichert, er werde einen "anti-neoliberalen Kurs" fahren...."

Es ist zwar unbesehen eine Tatsache das reiner Wirtschaftsliberalismus zu einer Aufsplitterung der Gesellschaft in einen sehr reichen kleinen Teil und einer sehr breiten Schicht von Menschen führt die auf der Stelle treten, doch es ist ebenso unbesehen richtig, dass ein sozialistischer anti-neoliberaler Weg also ein wirtschaftsfeindlicher Weg in das Verderben führt. Sozialismus macht Alle gleich und zwar in Armut. Mit einem Sozialistischen Konzept wird Griechenland nie auf die Beine kommen. Privatisierung löst nicht alle Probleme aber mit maroden Staatsbetrieben die in der Regel zu Versorgungsstellen für treue Parteigenossen werden wird erst recht kein Problem gelöst sondern im Gegenteil noch verschärft. Das ist doch neben der fehlenden Steuermoral das Hauptproblem Griechenlands seine ineffektiven Staatsbetriebe die Herr Tsipras jetzt zu heiligen Kühen machen will. So wird das garantiert Nichts.

Athen hofft nach Reformplänen auf schnelle Hilfsmittel

In Brüssel und Berlin werden die Beteiligten mit Spannung auf die griechischen Reformpläne warten. Offensichtlich will die Tsipras-Regierung bei der Sanierung des Landes einen anti-neoliberalen Weg einschlagen, zumal die bisherige Austeritätspolitik zu schweren volkswirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen führte.

Diese bereits im Wahlkampf geäußerten Absichten dürften sich vor allem bei fehlenden Sparmaßnahmen und für die Staatskasse unzureichenden Privatisierungen zeigen. Es wird das Geheimnis der Tsipras-Regierung bleiben, wie sie z.B. ohne Verschlankung des ineffektiven und korrupten Staatsapparates die Schuldenkrise und die Sanierung des Landes meistern will.

Die Institutionen in Brüssel (Eurogruppe, EZB und IWF) werden keinem Reformpaket Athens zustimmen können, dass eine Sanierung zu Lasten der europäischen Steuerzahler beabsichtigt. Athen will wohl die ineffizienten staatl. Strukturen sowie die soziale Notlage vieler Griechen mit Mitteln aus EU-Fonds finanzieren.

"Spätestens Montag" ist Liste da

Papier ist geduldig

Und deswegen ...

"Das politische Problem bestehe ohnehin darin, dass 18 Regierungen der Eurozone den neoliberalen Weg fortsetzen wollten, die griechische Regierung aber nicht."

Und deswegen sollte sich Griechenland von der Eurozone befreien und notfalls von der EU auch.

Montag ist 9 Tage vor dem Pleitetermin

In dieser Zeit sollen die Vorschläge (samt Rückfragen und Prüfungen) bewertet werden - und dann kann erst mit der Umsetzung begonnen werden. Mit anderen Worten, die griechische Hinhaltetaktik hat dazu geführt, dass man, bevor irgendetwas auch nur begonnen worden ist, dringend Geld überweisen muss, um eine Pleite zu verhindern. Man muss also mal wieder die Katze im Sack kaufen. Damit ist Griechenland wieder ein paar Milliarden € nie wieder rückzahlbarer Kredit weiter. Wird das so weiter gehen?

Ja was jetzt

Ja was jetzt

Gestern: Erhöhung der Mwst.
Heute:: Keine Erhöhung von Vebrauchssteuern

Gestern: Teilprivatisierung
Heute: Auf gar keinen Fall Privatisierungen

24 Std. reichen mal wieder um eine 180 Grad Drehung zu vollziehen.

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.

Also liebe Leute, das kann doch so nicht weitergehen mit den Jungs.

anti-neo?

Tsipras möchte eine "anti-neo-liberale" Politik machen. Wer des Griechischen mächtig ist, darf das doch hoffentlich auch palaio-liberale Politik nennen. Oder geht es auch bei den griechischen Linken nur um das Etikett?

Wenn der Schwanz mit dem Hund wackelt

Was soll denn eine neue (wieder mal neue) Liste mit Reformvorhaben bringen? Sollte nicht gewartet werden, bis diese nachweisbar in die Tat umgesetzt sind? Denn: Wenn das Ankündigen bzw. Aufschreiben und Vorlegen genügt, um weiter alimentiert zu werden - warum sollte man es noch umsetzen? Die Griechen reichen alle sechs Monate neue Ideen ein - das bekommen sie schon noch hin.

Der Herr im Hause Europa sind nicht WIR das Volk

Schulden sind vom Kreditgeber gewollt, solange NUR die Zinsen bezahlt werden.
Wieso sollte sich eine Bank einen guten Zins entgehen lassen?
Deswegen haben wir Bürger: Dispo mit hohen Zins,Überziehungszinsen,
Vorfälligkeitsentschädigung usw.am Ende wird der Kreditnehmer ausgequetscht.
Ausverkauf von Hab und Gut.
Ein verdammt gutes Geschäft.

Nagelprobe Privatisierung

Die griechischen Sozialisten und Rechtspopulisten müssen beim Thema Privatisierungen endlich Farbe bekennen. Wollen sie noch länger marode Staatsbetriebe wie Stromversorger und Flughäfen am Leben erhalten, oder springen sie über ihren Schatten und geben der Marktwirtschaft und den internationalen Investitionen eine Chance? Wir werden sehen.

Ohne Bewegung in diesem Punkt, kann ich mir Überbrückungshilfen gegen die sichere Zahlungsunfähigkeit schwer vorstellen. Das dürfte Frau Merkel auch unmissverständlich klar gemacht haben.

15:59 von Jonas Hamilton

"...Es ist zwar unbesehen eine Tatsache das reiner Wirtschaftsliberalismus zu einer Aufsplitterung der Gesellschaft in einen sehr reichen kleinen Teil und einer sehr breiten Schicht von Menschen führt die auf der Stelle treten, doch es ist ebenso unbesehen richtig, dass ein sozialistischer anti-neoliberaler Weg also ein wirtschaftsfeindlicher Weg in das Verderben führt. ..."

Was darf man nun aus Ihrer Feststellung schließen? Dass Wirtschaftsliberalismus wie auch Sozialismus gleich schlecht sind und in den Abgrund führen?
Man könnte sich selbst als Linker auf diese These einlassen, wenn man das Versagen der Länder des "real existierenden Sozialismus" sieht, wie auch der sich neuerlich anbahnende Untergang des realen Kapitalismus. Einfach eine positive Quintessenz aus beiden Systemen zu ziehen ist aber leider nicht möglich, weil immer noch die Machtfrage im Raume steht. Ich denke, erst wenn sich unsere Demokratie in eine wirklich und wahrhaftige verwandelt, wird das Problem lösbar sein.

Am Montag ist die...

Liste da!
In welchem Jahr??
Was nützt diese Liste wenn die Probleme nicht angepackt werden.
Wir werden schon lange mit irgendwelchen Listen hingehalten und wenn eine kommt dann kann die gleich im Papierkorb landen.
Man spart sich dadurch viel Arbeit.
Auf einen richtigen Liste müssten so Begriffe wie bearbeiten der Liste aus der Schweiz, Reichenbesteuerung, in London und in Berlin, Katasterämter und effiziente Finanzämter stehen.
Das ist das mindeste was man von diesen Politkern verlangen kann,um wieder Ernst genommen zu werden.
Aber das wird nicht kommen!!

re Meister Lampe:

"Schulden sind vom Kreditgeber gewollt, solange NUR die Zinsen bezahlt werden."

Schulden sind von beiden Seiten gewollt, sie werden niemandem aufgedrängt. Griechenland hat gut gelebt, aber leider auf Pump. Wer einen Kreditvertrag unterschreibt, sollte auch die dort vereinbarten Zinsen und Tilgungsraten zahlen. Da muss man nicht drum herum reden.

re Meister Lampe - Dispo?

"... Dispo mit hohen Zins, Überziehungszinsen, Vorfälligkeitsentschädigung usw.am Ende wird der Kreditnehmer ausgequetscht."

Ich wage zu behaupten, dass niemand den Dispo in Anspruch nehmen muss, der bescheiden und vernünftig wirtschaftet.

....und am Ende gewinnen die Spieler Va u. Ts.!

In GR herrscht seit Jahrzehnten ein korrumpierter Staatsapparat. Um halbwegs "normale" administrative Verhältnisse zu implementieren, bedürfte es eines Austausches oder Versetzung der kompletten Beamtenschaft. Gewachsene Beziehungsgeflechte sind nicht so einfach zu beseitigen.
Dies hat man auch vor Jahren in D gemerkt und Sachbearbeiter in der Finanzverwaltung des Öfteren einem anderen Personenkreis zu geordnet. Nur mal so nebenbei.
Allein dies wird in GR schon ein Problem.
Fehlende Kataster, Grundbücher usw. lassen rätseln, wie eine Steuereintreibung überhaupt stattfinden soll. Übrigens: Viele gr. Häuser sind nur halbfertig gebaut mit aufstrebenenden Amiereisen, zwecks Weiterbau mit ........geld. Aussage einer Reiseleiterin.
Fakt ist: GR ist und war nie EURO-fähig, was den Politikern bekannt war.
Fakt ist auch: USA bedrängen Merkel an GR fest zu halten. Geostr. Interessen!
Und; Merkel darf nicht beschädigt werden.
Ergo: GR behält den EURO gegen jede Vernunft. Vlt. Wette beim Buchm.

Kürzung Verteidigungshaushalt - wie wäre es mal damit?

GR hat gemessen am BIP immer noch (nach der Atommacht GBR) den höchsten Verteidigungshaushalt in Europa, zuletzt fast 2,5 % des BIP. In den letzten 10 Jahren wurden in GR für Verteidigung ca. 58 Mrd. Euro verwendet. Nach NATO-Vorgaben (2 % des BIP) wären 42 Mrd. ausreichend gewesen und nach deutschen Maßstäben (1,3 bis 1,5 % des BIP) hätten sogar 28 Mrd. Euro genügt. Mit dieser Einsparmöglichkeit von bis zu 30 Mrd. Euro hätten zahlreiche "Armutsbekämpfungsprogramme" finanziert werden können. Mein Mitleid für GR hält sich daher in Grenzen und wird sich vermutlich auch zukünftig in Grenzen halten, da ich ziemlich sicher bin, dass Einschränkungen im Verteidigungsbereich auch durch die neue Regierung (rechtspopulistischer Verteidigungsminister) tabu sind (u.a. wegen gefühlter Bedrohung durch NATO-Mitglied Türkei). Wenn GR schon bei den Staatseinnahmen eklatante Defizite aufweist, sollte es wenigstens auf der Ausgabenseite die richtigen Prioritäten setzen.

Also eigentlich......

....hat das Ganze jetzt schon den Charaktrer einer Komödie: "Spätestens Montag ist die Liste da......"

17:00, karawanke

"Griechenland hat gut gelebt, aber leider auf Pump."

Griechenland war immer ein sehr armes Land.

Ich weiß nicht, ob Sie bereit wären, Ihre hier offenbarten Maßstäbe für "gut leben" auch für Ihr eigenes Leben zu akzeptieren.

Es ist sehr calvinistisch-wirtschaftsliberal, die Armen für Ihre Armut selbst verantwortlich zu machen und die Reichen für ihren Reichtum.

Bist du reich? Dann liebt dich Gott.

Bist du arm? Selbst schuld, streng dich mal an!

@Liberaler Ökonom

Würde Deutschland kein Militärequipment an Griechenland mehr verkaufen, wäre der Verteidigungshaushalt Griechenlands auf einer sinnvollen Höhe.

Geld für Reformen

Es wird immer wieder gesagt, daß die Griechen die Sparpolitik weiter führen muß, damit das Geld fließt.

Tsipras hat bei seinem Gespräch nochmal deutlich gemacht, daß die 5 jährige Erfahrung mit dieser Sparpolitik völlig gescheitert ist.

Das heißt Troika ist in seinem Land gescheitert. Eigentlich nicht nur in Griechenland sondern überall. Mit tot sparen können sie eine Wirtschaft nicht wieder auf die Beine bringen.

Das hat uns Herr Schäuble jedoch anders verkauft. Griechenland MUß diese Sparmaßnahmen weiter führen, damit es saniert wird und das Land wäre auf einem guten Wege, hätte sogar ein Wachstum erzielt.

Daß also die EU trotz des Scheiterns der Troika immer noch stur auf dieser Schiene fährt, ist wieder ein Beispiel für Alternativlosigkeit und auch des Scheiterns der EU Politik.

re derrückspiegel

"Würde Deutschland kein Militärequipment an Griechenland mehr verkaufen, wäre der Verteidigungshaushalt Griechenlands auf einer sinnvollen Höhe."

Über die Höhe des Verteidigungshaushalts Griechenlands entscheidet immer noch das griechische Parlament.

Wollen Sie vielleicht mit einem Waffenembargo "pädagogischen Druck" auf das Parlament ausüben?

@Liberaler Ökonom:"Wenn GR schon bei den Staatseinnahmen...

... eklatante Defizite aufweist, sollte es wenigstens auf der Ausgabenseite die richtigen Prioritäten setzen."

Ja, sachlich betrachtet, wären mit Einsparungen im Verteidigungsetat locker die 200 Mio. € für soziale Notprogramme zu finanzieren. Sparen hat aber keine Priorität bei Syriza, weil neo-liberal und grundsätzliches Übel der Hilfsprogramme. Auch die Einnahmeseite des Haushalts wird von der Tsipras-Regierung ideologisch betrachtet. Das wird sich z.B. in der Steuer- und Abgabenpolitik zeigen. Der neuen Regierung geht es vor allem um einen anderen Kurs als den neo-liberalen der anderen 18 Länder der Eurogruppe.

Mit Ideologie werden sich weder der marode Staat, die korrupte Gesellschaft oder die rückständige Wirtschaft und Industrie sanieren noch auf Wachstumskurs bringen lassen. Offenbar ist erst ein Staatsbankrott nötig, der 80 % der Bevölkerung arm macht, um die sachlich notwendigen Reformen umzusetzen. Tsipras geht es darum, GR mit europ. Steuerzahlermitteln leben zu lassen

17:25, Hexer

". Übrigens: Viele gr. Häuser sind nur halbfertig gebaut mit aufstrebenenden Amiereisen, zwecks Weiterbau mit ........geld. Aussage einer Reiseleiterin."

Tja, so entstehen Gerüchte. Hauptsache man kann den Griechen was anhängen.

Dabei wäre die Wahrheit für die Griechenhasser noch ergiebiger: wenn oben aus dem Haus die Armiereisen herausragen, dann wird es steuerlich als Rohbau behandelt, was für den Eigentümer vorteilhaft ist. Deswegen haben die gar nicht vor, zu Ende zu bauen.....

Alles nur Geschwätz.

Alles nur Geschwätz. Griechenland macht sich täglich lächerlicher nachdem es sich selber pleite gemacht hat

@ DerRückspiegel

"Würde Deutschland kein Militärequipment an Griechenland mehr verkaufen, wäre der Verteidigungshaushalt Griechenlands auf einer sinnvollen Höhe."

Aber warum zäumen Sie das Pferd denn vom Schwanz auf?
"Würde Griechenland kein Militärequipment mehr bei Deutschland kaufen, wäre der Verteidigungshaushalt Griechenlands vielleicht auf einer sinnvollen Höhe." Das könnte stimmen.
Aber: "Würde Deutschland kein Militärequipment an Griechenland mehr verkaufen, dann würden vielleicht andere liefern." Wer weiß?
Wissen Sie, was ich meine? Der Käufer bestimmt, was gekauft wird, nicht der Verkäufer.

Griechische Regierung: "Spätestens Montag" ist Liste da

Er meinte wohl Mittwoch , dann dann ist 1. April !!!
( Oder den Montag , 12.01.2156.....)

Ich hoffe doch, dass die Liste

von Fachleuten erarbeitet wird! Und weil Herr Tsipras -wie seine Amtsvorgänger- sicher noch einige Parteifreunde ohne Staatsamt hat, werden wohl wieder einige neue und verdienstvolle Leute Staatsbedienstete werden. Eben wie bei seinen Amtsvorgängern. Sein Finanz-Merlin scheint generell untergetaucht zu sein, oder arbeitet er auch an der "Liste aus dem Märchenwald" mit?

18:06, Helmut Baltrusch

"Sparen hat aber keine Priorität bei Syriza, weil neo-liberal und grundsätzliches Übel der Hilfsprogramme"

Das Wort "Sparen" ist hier falsch gewählt. Sparen heißt Geld zurücklegen. Darum geht es hier aber gar nicht, sondern um Ausgabenkürzungen. Die führen aber, wie am Beispiel Griechenland deutlich zu sehen ist, in eine Spirale der Verarmung.

Da kann niemand was sparen, weil niemand was hat.

@ Orfee

"Das heißt Troika ist in seinem Land gescheitert."

Die Troika kann nicht scheitern, sie ist nur ein beratendes und beurteilendes Gremium. Gescheitert ist der Versuch Griechenlands, sparsam zu sein und ohne Neuverschuldung auszukommen. Und das ist sehr gefährlich, denn nach einem Staatsbankrott ist man auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, nur so viel auszugeben, wie man gerade einnimmt.

Unglaubliche Posse

Der Herr Tsipras ist ein Blender. Mit Lächeln und schönen reden geht es nicht. Man hat aber nicht nur das Gefühl sie wollen nicht, ich glaube sie können nicht.
Jeden Tag eine andere Nachricht. Wenn man sich so schnell dreht, wird einem schwindelig und so sieht die Truppe aus.

18:06 von Helmut Baltrusch

"...Auch die Einnahmeseite des Haushalts wird von der Tsipras-Regierung ideologisch betrachtet. (...) Der neuen Regierung geht es vor allem um einen anderen Kurs als den neo-liberalen der anderen 18 Länder der Eurogruppe.
Mit Ideologie werden sich weder der marode Staat, die korrupte Gesellschaft oder die rückständige Wirtschaft und Industrie sanieren noch auf Wachstumskurs bringen lassen. ..."

Sie haben Probleme mit dem Begriff "Ideologie". Denn auch der Neoliberalismus ist eine Ideologie. Wenn sich also Tsipras gegen die Ideologie dieser Form des Wirtschaftssystems richtet - die ja, wie Sie selbst sagen - von den "anderen 18 Ländern der Eurogruppe" getragen wird, was macht dann die Ideologie der neuen griechischen Regierung aus? Das: Es steht ein mehr oder weniger unkontrollierter ökonomischer Sektor der Gesellschaft (Neoliberalismus) einem durch soziale Verantwortung geprägten (soziale Marktwirtschaft/Sozialismus?) gegenüber.
Ganz Ideologie"frei" ...

das Thema Griechenland ist langweilig :-(

wir werden doch sowie von Tsipras und co als auch von der eigenen Regierung was das Thema angeht seit 5 Jahren belogen!
Egal was passiert die Griechen werden Gelder bekommen, denn es gibt keine Alternative. Wenn Griechenland den €uro aufgeben würde, dann würden andere Staaten folgen. Deswegen pummt unsere Regierung dort weiterhin Geld!

Von Anfang an waren die Zahlen immer falsch

Nur wegen falschen Zahlen ist Griechenland überhaupt EU Mitglied geworden. Nur wegen falschen Zahlen hat Griechenland überhaupt so viel Geld bekommen. Und jetzt sind die Zahlen alle Richtig? Die griechischen falschen Zahlen haben die europäische Währung in eine schwierige Lage gebracht. Wegen den griechischen falschen Zahlen leidet jeder einzelne Europäer. Gibt es auch Reparationen für das große Unglück in das Griechenland mit den falschen Zahlen die EU gestürzt hat?

@16:50 von Meister Lampe

Schulden sind vom Kreditgeber gewollt, solange NUR die Zinsen bezahlt werden.

Ja, komisch, der Inhaber eines Sparbuchs/Käufer von Schatzbriefen erwartet natürlich auch Zinsen für seinen Kredit an die Bank...

Montag, Kinder, wird's was geben ...

In den europäischen Hauptstädten und in Brüssel setzen jetzt schlaflose Nächte ein.

Die Spannung ist kaum noch zu ertragen.

Ach, wär' doch schon Montag.

Gääähn ...

18:53, Karlmaria

"Die griechischen falschen Zahlen haben die europäische Währung in eine schwierige Lage gebracht. Wegen den griechischen falschen Zahlen leidet jeder einzelne Europäer. Gibt es auch Reparationen für das große Unglück in das Griechenland mit den falschen Zahlen die EU gestürzt hat?"

Griechenland ist für 2% des Bruttosozialproduktes des Euroraumes und für ca. 3% der Staatsschulden verantwortlich.

Dieser Zwerg soll das geschafft haben, was Sie hier beschreiben?

Fällt Ihnen nicht auch auf, dass da was nicht stimmen kann?

Ich frage mich immer wieder, wie der durchaus als glühend zu bezeichnende Hass vieler Foristen auf Griechenland und die Griechen zu erklären ist.

Das führt sogar dazu, dass griechische Restaurants in Deutschland Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben und Berliner Griechen Hassmails bekommen und auf offener Straße angepöbelt werden.

Die Sache läuft langsam aus dem Ruder.

Ich wünsche mir ein wenig mehr Nachdenklichkeit.

Wieso?

Wieso hat denn Griechenland so einen grossen Verteidigungshaushalt? Es ist die Rivalität zwischen Griechenland und der Türkei, die ihn so hat anwachsen lassen. Deutschland hat(te) keinen Einfluss auf die Höhe des Verteidigungshaushaltes. Deutschland ist höchstens Nutzniesser des hohen Verteidigungshaushaltes und nicht die Ursache.

Geld gegen Liste?

Ach so geht das jetzt. Damit haben sich die Griechen in gewisser Weise ja bereits vom Euro verabschiedet und zudem ein völlig neues Kreditmodell entwickelt. Sicherheiten? Strenge Auflagen? Nö. Die bezahlen jetzt einfach mit wohlklingend formulierten Listen.

19:13, ein Verteidiger...

" Was aber GRIECHENLAND betrifft,sehe ich das anders,denn die haben sich den Euro erschwindelt und nun nach Jahren in Saus und Braus bis 2008 gelebt,nun sollen alle solidarisch seien."

Saus und Braus geht nun wirklich anders. Griechenland war immer bitterarm.

Ich kenne Menschen hier in Deutschland, die in Saus und Braus leben. Deren Verdienst ist es, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort von den richtigen Eltern geboren worden zu sein.

Aber auf die Griechen einprügeln.....

Nichts neues aus Athen!

Wurde nicht bereits vor ein paar Wochen eine Liste mit Maßnahmen der Eurogruppe vorgelegt? Und dafür gab es frisches Geld damit die Banken und damit die griechischen Bankkunden nicht pleite gehen. Da kann man gespannt sein ob die neue Liste nun umgesetzt wird.

Deutschland braucht ein soziales Notprogramm

wenn nach der Liste am Montag Griechenland wieder Geld bekommt. Dann muss der 62-jährige deutsche Arbeitnehmer mittelbar den 62-jährigen griechischen Rentner bezahlen. Diese Ungerechtigkeit werden die deutschen Politiker nicht zulassen. Denn sie wollen ja wiedergewählt werden, gelle? Also bekommt auch Deutschland ein soziales Notprogramm. Gleichheit und Gerechtigkeit für alle muss sein.

@Izmi:"Es steht ein mehr oder weniger kontrollierter...

... ökonomischer Sektor (Neoliberalismus) einem durch soziale Verantwortung geprägten (soziale Marktwirtschaft/Sozialismus?) gegenüber."

Ihre Zuordnungen sind recht willkürlich: Der Neoliberalismus ist die wirtschaftspolitische Lehre einer liberalen Wettbewerbsordnung mit staatl. Eingriffen und Wettbewerbsgarantien, also keine "Ideologie". Die soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsordnung räumt dem Staat das Recht ein, eine sozial ausgestaltete Wettbewerbsordnung zu schaffen, was jedoch nichts mit Sozialismus zu tun hat.

Der Tsipras-Regierung geht es nach den Erfahrungen mit der von der Troika mitbestimmten Sparpolitik um einen neuen wirtschaftspolitischen Kurs, der momentan nur aus einer unpragmatischen Ideologie ohne Definition einer neuen Lehre oder Wirtschaftsordnung besteht. Es versteht sich von selbst, dass sich die Eurogruppe und die anderen Kreditgeber nicht auf ungare Experimente ohne Erfolgsaussichten auf Kosten der europäischen Steuerzahler einlassen kann.

@fathaland slim:"Sparen heißt Geld zurücklegen. Darum ...

... geht es hier aber gar nicht, sondern um Ausgabenkürzungen. Die führen aber, wie am Beispiel Griechenland deutlich zu sehen ist, in eine Spirale der Verarmung."

Diese Auslegung des Sparens ist recht willkürlich: Es geht darum, dass der Staat nicht mehr ausgibt, als er einnimmt. In GR gibt der Staat z.B. 25 % für die ineffiziente Verwaltung aus (Vergleich D: max. 10 %) und 2,5 % vom BIP für das Militär aus. Wird an der richtigen Stelle gespart, ergeben sich auch genügend Freiräume für soziale Programme, die eine Verarmung verhindern. Hingegen führt die Ablehnung des Sparens durch die Tsipras-Regierung zum Staatsbankrott mit 80 % Armen in Griechenland. Ist das gewollt? Offenbar ist sich die neue Regierung nicht klar über die Folgen ihres absonderlichen Kurses.

Experiment

100% Einverstanden, H. Baltrusch

@Helmut Baltrusch

Die Troika Politik bestimmen die Geldgeber und werden weiterhin daran halten. Griechenland lehnt diese Politik strikt ab. Sie haben ja schon 5 Jahre lang ihre Erfahrung damit gemacht.

Letztendlich kann es gar nicht zu einer Einigung kommen. Der Besuch Tsipras dient jetzt mehr die Versöhnung oder Wiedergutmachung der Deutsch-Griechischen Beziehung.

Aber so oder so wird es unvermeidbar zu einem GREXIT kommen müssen. Dann können wir ja Alle beobachten wie mit Euro's Scheitern auch Europa scheitert :-)

Griechenland schuldet auch

Griechenland schuldet auch Hedgefonds und Spekulanten Milliarden! Varoufakis sagte kürzlich "Clevere Menschen in Brüssel, Frankfurt und Berlin wussten schon im Mai 2010, dass Griechenland seine Schulden niemals zurückzahlen wird"
Für was braucht man man da noch eine Liste? Wurde die nicht schon vor vier Wochen schonmal (mit Verspätung) geschickt? Warum sagt man uns blöden Steuerzahlern nicht einfach mal die Wahrheit!

20:40 von Helmut Baltrusch

"...Es geht darum, dass der Staat nicht mehr ausgibt, als er einnimmt. In GR gibt der Staat z.B. 25 % für die ineffiziente Verwaltung aus (Vergleich D: max. 10 %) und 2,5 % vom BIP für das Militär aus. Wird an der richtigen Stelle gespart, ergeben sich auch genügend Freiräume für soziale Programme, die eine Verarmung verhindern. ..."
Dieser Gedanke ist im Grunde nicht falsch. Allerdings stellt sich die Frage nach der Umsetzung. Denn jede Maßnahme hat auch ihre Kehrseite. Eine ad-hoc-Entlassung "überflüssiger" Staatsbediensteter hat natürlich sogleich den Ausfall an Kaufkraft und für die einzelnen Personen Lohnausfall, d.h. Armut zur Folge. Ebenso sieht es im Sektor "Militär" aus - wo ich persönlich ein großes Sparpotential sehe - nur wird es einerseits Verträge mit Zulieferern und möglicherweise auch Hemmnisse im innenpolitischen Rahmen (sprich bei den Militärs selbst) geben. Fazit: Tsipras braucht Zeit, um seine Reformen allmählich umzusetzen - und dazu braucht er frisches Geld.

20:11 von fathaland slim

" Was aber GRIECHENLAND betrifft,sehe ich das anders,denn die haben sich den Euro erschwindelt und nun nach Jahren in Saus und Braus bis 2008 gelebt,nun sollen alle solidarisch seien."

Saus und Braus geht nun wirklich anders. Griechenland war immer bitterarm.//////////
*
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Das mag ja Alles richtig sein!
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Nur, wo ist das Geld geblieben, das aus EU-Steuergeldern nach Griechenland geflossen ist?
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Einige Foristen behaupten ja, das haben alles die Banken bekommen!
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Die können dann ja gar keinen Platz mehr haben vor lauter Geld!
*
Wenn nur die Banken das Geld haben, dürfte es für die Tsipras doch kein Problem sein an das Geld zu kommen!
*
Ohne Listen und neue Steuergelder aus Deutschland!

20:40, Helmut Baltrusch

Wenn Griechenland prozentual so viel für die Verwaltung ausgibt, dann liegt das vielleicht auch daran, dass sämtliche anderen Staatsausgaben in den letzten fünf Jahren radikal heruntergefahren wurden.

Der größte Etatposten im deutschen Haushalt ist der Sozialetat. Etwas vergleichbares gibt es in Griechenland nicht. Arbeitslose bekommen ein Jahr lang Arbeitslosengeld, dann ist Schluss. Sozialhilfe o.ä. gibt es nicht. Bisher wurden Arbeitslose einfach vom Staat eingestellt, so wurde das Problem "gelöst". Damit war aber nach 2008 Schluss.

Wir sind uns, glaube ich, einig, dass man eine funktionierende Verwaltung nicht dadurch auf die Beine stellt, dass man ihr das Geld streicht. Und wenn man den restlichen Haushalt zusammenstreicht, wird natürlich der Anteil der Verwaltung am Staatshaushalt zwangsläufig immer größer, ohne real zu wachsen.

Der griechische Staatshaushalt wurde stark zusammengestrichen, meiner Meinung nach an den falschen Stellen. Auf Geheiß der "Troika",

@Orfee

100% Zustimmung.
Noch ein paar Tage und dann kann jeder sehen was passieren wird.

21:17, Mounteneer

"Nur, wo ist das Geld geblieben, das aus EU-Steuergeldern nach Griechenland geflossen ist?"

Es ist kein Geld geflossen. Es wurde gebürgt, um Kredite abzulösen, da Griechenland sich nach dem Rating-Absturz nicht mehr am Kapitalmarkt refinanzieren konnte, so wie es jedes andere Land dieser Welt macht. Mit diesen Bürgschaften wurden die Einlagen der Anleger gerettet. Bis auf die, die dem unsinnigen "Schuldenschnitt" zum Opfer fielen.

Sollte Griechenland bankrott gehen oder der "Grexit" stattfinden, verwandeln sich diese Bürgschaften sofort in bares Geld, das "wir" dann bezahlen müssten.

Bisher wurden lediglich Staatsanleihen und ihre Refinanzierung durch Bürgschaften abgesichert oder von EZB und IWF aufgekauft.

Steuergelder wurden dafür nicht verwendet.

re 21:36 von fathaland slim

Es ist kein Geld geflossen. Es wurde gebürgt, um Kredite abzulösen, da Griechenland sich nach dem Rating-Absturz nicht mehr am Kapitalmarkt refinanzieren konnte, so wie es jedes andere Land dieser Welt macht. Mit diesen Bürgschaften wurden die Einlagen der Anleger gerettet. Bis auf die, die dem unsinnigen "Schuldenschnitt" zum Opfer fielen. ///////////
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Dann waren die Behauptungen der Foristen "gelogen", das Geld nicht an die Bevölkerung sondern an die Banken "geflossen" sind.
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Tsipras erstellt also Listen um neue "Bürgschaften" zu bekommen?

Weil niemand was hat?

Haben alle hier ein so kurzes Gedächtnis? Ich meine mich erinnern zu können, dass im Verlauf des Februars und auch der letzten Wochen die Griechen ihre Sparkonten leer geräumt haben, weil sie der derzeitigen Regierung wohl nicht so recht trauen. Waren das wohl Falschmeldungen, oder?

@fathaland slim

Danke! Ich finde es sehr wohltuend, vernünftige Kommentare zu lesen statt der vielen hasserfüllten.

Vor vielen Jahren war ich einmal in Griechenland, wo ich sehr viel Armut gesehen habe. Wo u.a. ein Angestellter im kleinen Hotel jeden (!) Tag von früh morgens bis spät abends für einen lausigen Lohn gearbeitet hat und sehen musste, wo er im Winter das Geld für Brot und Miete her holt.

Das ganze Geld, welches jetzt in die Ukraine fließt, werden wir auch nicht wiedersehen, aber darüber regt sich hier keiner auf. Dabei werden dort Menschen im Krieg getötet während sie in Griechenland eher durch Hunger oder ärztliche Mangelversorgung sterben.

22:02, Mounteneer

Das Thema ist kompliziert und verwirrend. Ich empfehle, für den Anfang, einen Artikel aus dem "Handelsblatt" : "Die wahren Kosten der Griechenlandrettung".

Finden Sie im Netz.

Ich bin nun wirklich kein Wirtschafts- und Finanzfachmann, aber ich bin erschüttert, wie wenig die meisten, die hier mit aller Kraft auf Griechenland einschlagen, eigentlich darüber wissen, worum es eigentlich geht.

griechischer Wein....

Ich gehe davon aus das jeder den Schlager kennt...
Grund für den Zuzug damaliger "Gastarbeiter" aus Griechenland war das arme- nur auf landwirtschaftlicher Basis lebende Land- diese Gastarbeiter haben Milliarden in ihre alte Heimat überwiesen- worin der Bauboom in den siebziger und achtziger Jahren begründet ist.
der Staat selber hat nicht den Mut und die Kraft gehabt diese Gelder zu nutzen-
Es gibt bis heute keine technologisch wichtige Produkte wie Maschinenbau oder Fahrzeugbau. Für ganz Griechenland gibt es nur 2 Unis von Rang.
Das Land hat weder geordn.Finanzämter - noch Katasterämter- kein Vermessungsamt-keine geordneten Gesundheitsämter- alles ist auf sehr niedrigem Niveau. Wer bauen wollte- bestach den Bürgermeister und baute -irgendwo- die heillose Zersiedelung war die Folge und d. Sondergesetz welches Rohbauten nicht besteuert liess überall auf den Dächern Armiereisen stehen- die sagen sollten das dieses ein Rohbau sei-steuerfrei-
Die Reeder zahlen keine Steuern - und wir ?

@Rückspiegel - Wahrnehmung

und Wirklichkeit ...

"Würde Deutschland kein Militärequipment an Griechenland mehr verkaufen, wäre der Verteidigungshaushalt Griechenlands auf einer sinnvollen Höhe"

die dt Industrie hat von 2001 - 2012 für 2 Mrd Rüstungsgüter nach GR verkauft, die Zahl stammt von mehreren "friedensbewegter" Organisationen (auch dunkelroter Couleur) und nicht von der Industrie ...

Macht also knapp 4% der griechischen Verteidigungsausgaben im selben Zeitraum oder 0.7% der Staatsschulden von Gr aus. Nach Ihrer (und Ihrer postenden Schwester Orfee) Interpretation ist halt die dt Rüstungsindustrie, dann Fr. Merkel, dann die Eu aber auf gar keinen Fall fortgesetzte Misswirtschaft am griechischen Dilemma Schuld - was aber scheren schon Fakten wenn man selbst grosse Ueberzeugungen hat .... Das dürfte auch der gemeinsame Nenner der Koalition aus Links- und Rechtsradikalen unter Herrn Tsipras sein!

Der Anfang vom Ende

Für mich das diese und alle anderen vorangegangen Länderkrisen der Anfang vom Ende des €. Es zeigt sich von Tag zu Tag immer mehr das dieses € Konstrukt weder durchdacht noch richtig durchgeführt wurde.

Ich glaube kein Land der € Zone hat "ohne" gezinkten Karten gespielt, auch unser Deutschland nicht.

Sich den Schaden von den Ärmsten holen zu wollen und immer wieder den Reichen, Spekulanten und dem Rest der Finanzwelt die € in den Rachen zu werfen wird schief gehen.

Innerlich ist für mich der € toter als Tot. Die Idee war gut, aber niemals der Wille der Länder und der Politik. Es ging immer nur um eine bestimmte Klientel der man noch mehr € zukommen lassen will, und das sind mit Sicherheit nicht die Richtigen gewesen.

Es werden mehr "Griechenland" Phänomene folgen, mit all dem was es der Radikalismus zu bieten hat. Wir sehen wie Wahlen ausgehen und das macht mich nicht nur nachdenklich sondern auch etwas Angst.

€-Europa ist auf der Erde eine Lachnummer geworden!

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