Kommentare - Varoufakis sieht "unbedeutende Liquiditätsprobleme"

15. März 2015 - 23:05 Uhr

Wie lange hält Griechenland noch durch, bis der Bankrott droht? Darüber wird in Europa spekuliert. Doch Finanzminister Varoufakis spricht in der ARD von "unbedeutenden Liquiditätsproblemen". EU-Ratspräsident Tusk warnt vor einem versehentlichen Euro-Austritt Athens.

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Kommentare

Es macht einfach keinen Sinn mehr

dieses ewige hin und her der Aussagen von Finanzminister Varoufakis . Neuestes bei Günther Jauch : " Er rechnet damit, dass sein Land die Haushaltsprobleme in den Griff bekommt. Es gebe aktuell in Athen nur "unbedeutende, kleine Liquiditätsprobleme", ##
Ich glaube den Griechen gar nichts mehr. Punkt aus !

Wenn der Ausfall kommender

Wenn der Ausfall kommender Rentenauszahlung der einfachen griechischen Bürger für einen linksgerichteten Populisten lediglich ein unbedeutendes Liquiditätsproblem ist, dann möchte ich gerne einmal wissen wie ernsthafte Themen für den Herren im Elfenbeintrum aussehen. Vielleicht wenn es nur zweitklassigen Wein zum dritten Frühstück im erstklassigen Luxuspalast gibt?

Eine Hilfe der ...

Wirtschaft wäre gut, nur müsste man hier darauf achten das dieses Geld richtig angelegt wird.
Griechenland braucht ein Wirtschaftswachstum damit die Schuldenlast verringert wird und die Begleichbarkeit der Forderungen vereinfacht wird.

Die Probleme bei der Steuer könnte man in dem Fall sogar als Standortvorteil nennen. :-P
Eine Förderung der Wirtschaft würde auch etwas gegen die Jugendarbeitslosigkeit von über 60% tun, hier herrscht akuter Handlungsbedarf.

Ich werde bei meinem morgigen Einkauf mal schauen ob ich griechische Produkte finde, irgendwie muss man ja versuchen seine Steuergelder zurück zubekommen.

Skrupellos

Wie muß man gestrickt sein um in aller Öffentlichkeit zu lügen das sich die Balken biegen und das auch noch international?

Über was unterhalten wir und die letzten Jahre, wenn es gar keint Probleme gibt, Herr Varoufakis?

Manchmal wünscht man sich auch so eine Taste mit der man ganz einfach die Realitäten ausblenden kann.

Verantwortung

Herr Varoufakis fühlt sich nicht für das Tun seiner Vorgänger-Regierung verantwortlich. Aber Reparationen von der jetzigen deutschen Regierung für die Nazi-Taten vor 70 Jahren will er schon haben.
Außerdem ist diese entschlossene Distanzierung ("früher waren Korrupte an der Macht, wir sind die Richtigen") von der früheren griechischen Regierung keine Basis fürs gemeinsame Aufbauen. Sollte die Tsipras-Regierung scheitern, könnte eine neue Regierung gewählt werden, die behauptet, die Tsipras-Regierung war unfähig, wir sind die Richtige(re)n. Worauf kann man sich dann verlassen? Worauf kann man aufbauen?

Nationalstolz und Quotengier verstellen den Blick auf die Fakten

Ersteinmal ein wesentlicher Fakt: Wir retten unsere Banken! indem wir Griechenland Milliarden geben, so das diese unteranderem die deutschen Gläubiger Banken bedienen können. So,gut wie kein Cent erhält ein privater Haushalt in Griechenland.

Nicht nur Günther Jauch, sondern auch andere Presse hantiert mit Halbwahrheiten bzw. lenken durch ein "Ihr Griechen Macht zu wenig oder seit faul, macht eure Hausaufgaben nicht, .. Stinckefingerfoto,..." auf Beifall heischende Polemik in eine Sackgasse. Die Leser Kommentare zu dem Thema belegen die Wirksamkeit der Medienberichten leider. Die Taggesschau ist hier eine angenehme Abwechslung und muss noch deutlicher Stellung zu den Boulevard Formate beziehen, auch aus dem eigenen Hause,

Es geht nicht um Zahlen, sondern um den Frieden in Europa!
Es wird auf eine Griechische Regierung, die seit 8 Wochen im Amt ist, geschossen, also quasi auf die Sanitäter die den Schlamassel aufräumen, ist das schlau ?

Die verstehen es immer noch nicht

Jetzt wäre doch der Zeitpunkt perfekt, um Dinge beim Namen zu nennen!
.
"Unbedeutende Liquiditätsprobleme" - der ganze Staatsapparat ist zu träge und ineffizient! Und nein, Mitleid mit Griechenland ist das letzte war hier nötig ist, sondern Reformen, damit das Land SELBST auf die Beine kommen kann und sich dort auch hält. Es geht nicht um "Ausquetschung" der armen Griechen, sondern Hilfe unter sehr legitimen Bedingungen. Jetzt - im Gegensatz zum Euro-Beitritt - bitte die Wahrheit und dann werden die Probleme gemeinsam gelöst.

Wie oft noch?

Diese Nachricht hat doch keinerlei Neuigkeitswert...

Es bleibt dabei: Syriza hat bislang nicht das kleinste bischen Chance bekommen. Die EU bzw Troika hat das Land zusmmen mit den Korrupten Vorgängerregierungen gegen eine Wand gefahren und Syriza hat quasi keine Chance etwas zu ändern, da die Troika/EU/Schäuble weiterhin den festgetreetenen Pfad runterwatscheln damit auch blos keiner - von ohnen - das Gesicht verliert...
Dieses Schauspiel, was zur Zeit abläuft, ist nichts anderes als die Bankrotterklärung der EU. Ein Land wird dafür bestraft, dass die Bürger eine Regierung gewählt haben, keine marktkonforme (lies: Wer ehr Geld besitzt hat mehr Macht) Demokratie verfolgt sondern den Amtseid ernst nimmt und an erster Stelle das Volk stellen will.. Aber eine solche Handlungsweise wird in der EU praktisch nicht mehr honoriert.. oder gar geduldet. Aber hauptsache ein Goldkofferempfänger sitzt an den Schalthebeln dieser ganzen Geschichte...

Unbedeutende Liquiditätsprobleme

Wenn die "unbedeutenden Liquiditätsprobleme" Ende März doch nicht so unbedeutend sein sollten, dann war das die kürzeste Amtszeit aller Zeiten und Syriza wird das Synonym für Pleite sein. In Europa wird es dann schwer für Sozialisten, je wieder den Hauch eine Chance bei Wahlen zu haben.

Der Aufmacher "unbedeutende

Der Aufmacher "unbedeutende Liquiditätsprobleme" erscheint für diejenigen, welche die Sendung verfolgt haben, nicht sehr gutmeinend.

Wesentlicher ist folgendes: Beim Griechische-Staatspleite-Abwenden landete das viele Geld nicht in schwarzen Löchern, wie Ernst Elitz (sehr schwacher Auftritt) anmerkte, sondern umgehend bei deutschen und französischen Banken, welche bei Staatsbankrott selber in die Knie gegangen wären. Fürs Verständnis der Krise nicht unwichtig!

Der Varoufakis hat den weitaus größeren Argumentewortschatz als Markus Söder, der nur versuchte das einheimische Wahlvolk zu bedienen - "die Griechen" müßten jetzt mal ihre Hausaufgaben machen, dies immerhin in verschiedenen Variationen.

Wir (Griechen!) zeigen Euch wie Europa geht!

Wieviel Kreide kann man verspeisen, ohne dass einem schlecht wird?
Hr. Varoufakis hatte auf jeden Fall mehr als erwartet zum Interview dabei und verträgt unwahrscheinliche Mengen!
Auf jeden Fall fand ich beeindruckend, wie Hr. Söder auf die veränderte Situation reagierte und wie fair er Brücken für die Berufseinsteiger in GR versuchte zu formulieren, ohne im Inhalt oder Termin nach zu geben.
Andererseits brachte er klar zum Ausdruck was fehlt und mit welcher, aus seiner Sicht falschen Priorität, Hr. Varoufakis seinen Arbeitstag einteilt!
Bin mal gespannt, ob sich daraus eine Selbstkritik bei Hr. Varoufakis entwickelt, wobei dieser ziemlich selbstbewusst der ARD (2x) gefälschtes Propagandamaterial im Einspieler vorwirft.
Nachdem dieser Vorwurf für eine Seite auf jeden Fall sehr blamabel endet und die Glaubwürdigkeit aufs übelste in Mißkredit bringt, bin ich auf die Aufklärung gespannt!

Geniale Idee: Merkel-Plan

Vierfach genial:
Varoufakis schmiert Frau Merkel Honig um den Mund, indem er sie als Problemlöserin Europas erhebt: Merkel-Plan - klingt das toll!
Damit macht er auch gleichzeitig etwas gegen die Spannung Athen-Berlin, indem er sie so chauffiert (sie löst die Probleme, nicht Herr Schäuble).
Und dann gibt er ihr auch einen Hauptteil der Verantwortung für die Schuldenlösung, nach dem Motto: Frau Merkel hat es nicht geschafft - dann war es auch nicht zu schaffen.
Und zu guter Letzt ist es auch gut zum Zeitschinden - erstmal soll ja Frau Merkel handeln.
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Ob Frau Merkel das durchsichtige Spiel durchschaut und sich vor seinen Karren spannen lässt?
Dann hätte er einen Keil zwischen sie und Schäuble getrieben, der ja auf die Einhaltung der Verträge besteht (wie auch ein Großteil der mittlerweile nicht mehr so geduldigen Deutschen, um deren Geld es schließlich geht - eben nicht um Schäubles, was man in Griechenland gerne übersieht).
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Peitsche und Zuckerbrot - das ist wohl die Strategie.

Endlich mal eine gute Nachricht. Nämlich,

daß die Liquiditätsprobleme Griechenlands von einem namhaften Insider als 'unbedeutend' eingestuft werden.

Europa & Brüssel, die EZB, der IWF und alle Steuerzahler des Kontinents können endlich wieder ruhig schlafen.

Was für eine gute Nachricht.

Herr Varoufakis bei Günther Jauch

Außer moralischen Appellen an das gemeinsame europäische Haus kam nicht viel: kein einziger Reformvorschlag. Herrn Varoufakis erhobener moralischer Zeigefinger an die Geldgeber, seine Zurückweisung jeglicher Einmischung in die griechische Politik und seine Herablassung in Verbindung mit der Behauptung, wir wären alle auf ein gefälschtes Video hereingefallen, bringt mich zu meiner Meinung: Schuldenschnitt und zurück zur Drachme, Herr Varoufakis. Wenn das Land dann die Eurokriterien erfüllt, kann es wieder beitreten.
In Punkto deutsche Reparationen schlage ich vor, 11 Milliarden von den griechischen Schulden abzuziehen, bevor man sie erlässt.

Leider

ist es doch so das Griechenland das Geld einfach NICHT zurückzahlen KANN. Uralte Machtstrukturen lassen sich nicht wegwischen in ein paar Jahren EU.
Man sollte dem Elend ein Ende machen und Griechenland den geordneten Rückzug aus dem Euroraum so leicht wie möglich machen.
Wenn man die langsame Tilgung der Schulden voraussetzt ,könnten Alle ihr Gesicht wahren und das einfache Griechische Volk könnte wieder seine Tourismuskenntnisse in die Waagschale werfen. Eine kontrollierte Geldpolitik die nächsten 1o Jahre und das funzt wieder am Südrand Europas.
Einen schönen Gruß aus dem ehemaligen SUPERPLEITELAND Island dem es heute wieder bestens geht und das seine Schulden bei EZB und IWF bereits vorzeitig tilgt. Allerdings sinddie ZOCKER an den Börsen ausgeschlossen von der Rückzahlung, ledeglich die Privatanleger bekommen Ihr Geld zurück.
Könnte eine Lösung sein wo beide Seiten das Gesicht wahren könnten und das Volk wieder atmen kann, darum sollte es gehen, oder sehe ich das falsch ?

Varoufakis mit klarer Botschaft - klarer als bei anderen

Erstaunlicherweise hat bei Günther Jauch niemand verneint, dass durch die sogenannten Griechenland-Rettungsmilliarden vorallem deutsche Banken bedient worden sind - auch durch Markus Söder (CSU) nicht.

Rechtlich ausgedrückt nennt man das "Insolvenzverschleppung" und das Bedienen der Banken durch Volksvermögen "Betrug".

Darum will die griechische Regierung keine "Hilfszahlungen" mehr, sondern die Möglichkeit, die Schuld durch selbst Erwirtschaften langsam abtragen. Ohne dabei Zinsen zahlen zu müssen, die in dieser Höhe gar nicht möglich sind.

Die Institutionen, die die alte griechische Garde 5 Jahre begleitete und gerade bei Steuerflucht in die Schweiz doch immer gewährte, gibt dabei ein düsteres Bild ab.

Der viel geschmähte "böse griechische Finanzminister" ist angesichts des Applaus' beim deutschen Volk wohl bedeutend besser weggekommen, als manche erhofften.

Einmal unabhängig von den Schulden.....

kann ich, voll umfänglich seinen Einlassungen recht geben. Man kann mit Knebelverträgen, die fast nur ausländischen Banken helfen, keine eigene stabile Wirtschaft aufbauen, und somit Schulden auch nur begrenzt bedienen.Bisher hat die deutsche Finanzhilfe nur deutschen und französischen Banken geholfen.

Klasse

Hat die griechische Regierung versteckte Rückstellungen gefunden, oder warum ist plötzlich die Finanzmisere nicht mehr so schlimm. Oder war das bisherige Theater nur ein weiterer Versuch gut vom Geld anderer zu leben.

Bedeutsam geredet ...

...wegen unbedeutender Probleme? - Ich schlage vor, wir richten unsere Aufmerksamkeit jetzt mal auf die Asse oder auf die Endlagersuche oder auf Finanzprobleme beim Ausstieg aus der AKW-Wirtschaft. Man will ja nicht dauerhaft abgelenkt werden.

unglaublich

so ein kleines Land mit der Bevölkerungszahl von Hessen leistet sich einen total aufgeblähten Beamtenstaat der aber nicht in der Lage ist die Steuereinnahmen des Staates auch einzufordern oder einzuklagen? Statt dessen fordert man immer mehr Gelder von den europäischen Nachbarn?
Da liegen laut "WELT AM SONNTAG" 800 Millionen Euro griechische Schwarzgelder (auch von Ministern)in der Schweiz und kein griechischer Politiker geht auf das Schweizer Angebot ein dies zu besteuern und zurückzuführen! Es ist ein Skandal das die Griechen ihre eigenen Gelder ins Ausland schaffen (pro Woche einige hundert Millionen) aber frech darauf trauen das die anderen Europäer ihnen weiter Geld geben.
Der Wahnsinn muss enden- Grexit sofort und auch die Russen werden ihnen kein Geld geben-warum auch?
Sieht keiner wie G uns an der Nase herumführt? Deutsche sollen zahlen aber Frau Merkel wird mit Hitlerbart dargestellt- die Welt lacht über uns wenn wir jetzt wieder einknicken!

Wenn man die Sendung gesehen hat...

Der TS-Artikel ist eine sehr schlechte Zusammenfassung der Lage.

Was in der Sendung herausgestellt wurde (und was wir eigentlich alle wissen) ist, dass im Moment das Geld nur noch zwischen Gläubigern hin- und hergeschoben wird. Weder bekommt der griechische Staatshaushalt etwas davon ab, noch kann er selbst zur Rückzahlung wesentlich beisteuern.

Vor diesem Hintergrund macht Varoufakis' Forderung nach Umschuldung durchaus Sinn. Einfach gesagt: Schulden einfrieren, keine Zinsen oder Rückzahlungen fordern, aber auch keine neuen Hilfen leisten, bis sich die Wirtschaft so weit erholt hat, dass man wieder damit beginnen kann. GR kann ja trotzdem in der Eurozone bleiben.

Leider hat er sehr viel und umständlich geredet und die Synchron-Übersetzung hat den Austausch zusätzlich behindert. Es war der Journalistin von der taz zu danken, dass sie die Dinge so klar benannt hat, wie er es hätte tun sollen, anstatt von "stolzen Nationen" zu schwafeln.

Es ist zum Heulen

Das treibt einem die Zornestränen in die Augen.
Vier Jahre lang schnallen die Griechen den Gürtel enger, üben Verzicht, schlucken bitterste Pillen. Als erste unausweichliche Folge verschlechtert sich zunächst einmal die Wirtschaft, weil deren größter Kunde - der auf Pump zahlende Staat - wegbricht.

Und nun, nach vierjährigem mühsamen Bergaufziehens, wo die Arbeitslosigkeit erstmalig - wenn auch zaghaft - abnimmt, eine Umkehr der negativen Wirtschaftsentwicklung in greifbarer Nähe scheint, die Früchte des harten Sparkurses zu reifen beginnen, da hängt das griechische Volk sein Los an das der wahnwitzigen Rattenfänger, welche in acht Wochen mit dem Hintern einreißen, was ihre Vorgänger mühsam mit den Händen aufgebaut haben.
All die Mühen, all die Energien... verpufft in einem kleinen Feuerwerk des nationalen Stolzes.
Zum Heulen.

"Unbedeutende Liquiditätsprobleme"

Er hat Recht, Geld ist unbedeutend, wenn Menschen krepieren. Offensichtlich haben Sie den Gesamtkontext nicht verstanden

so sorry! aber griechenlad hat...

seine glaubwürdigkeit längst verloren....

raus aus der eu! glaubt jemand dass es der eu schaden würde?

hausaufgaben machen. der eu schadet es sicher nicht

Die Griechen sind überschuldet, niemand …

… bestreitet dies ernshaft. Auch die Griechen nicht.
Portugal und Irland gelten dagegen als Leuchttürme der Konsolidierung, obwohl sich die Verschuldung am BIP gemessen seit der Euroeinführung mehr als verdreifacht hat. Die absoluten Schulden in Irland sind fast fünfmal so hoch, wie 1999 bei der Euroeinführung.
Von Spanien und Frankreich wird ein härteres Sparprogramm gefordert, weil sich die Verschuldungsquote zum BIP seit der Euroeinführung um etwa 50% erhöht hat. Ähnliches wird von Italien verlangt, wo sich die Verschuldung um 800 Mrd. erhöht hat.
Leuchtendes Beispiel für alle ist natürlich Deutschland, wo die Verschuldung im gleichen Zeitraum nur um ca. 1000 Mrd. auf ca. 2150 Mrd. gestiegen ist.

Euroraum schuldet uns 550 Milliarden Euro

Target2-Salden aktuell betragen 550 Milliarden Euro für Deutschland, die der Euroraum Deutschland schuldet.

Stark und Weber sind bereits zurückgetreten aus Protest gegen diese EZB-Geldpolitik. Weidmann protestiert zwar, aber hat kein Gewicht mehr in der EZB.

Uns Griechenland ist ein Fass ohne Boden...

Anders

Ich ja alles andere als ein Anhänger der griechischen Regierung. Aber mit der Korruption und Untätigkeit der Vorgängerregierungen haben die nichts zu tun. Und mit Liquiditätsproblem hat Varoufakis wahrscheinlich gemeint, dass es auf einen Tag mehr oder weniger auch nicht ankommt. Das sollte man jetzt nicht völlig überbewerten. Zumindest ist der Finanzminister ein erfrischendes Novum auf der Bühne der Politik.
Das dauernde Verweisen auf die Banken, die angeblich alles Geld für Griechenland einkassiert haben, ist nur teilweise richtig. Die Banken und Versicherungen sowie die Fonds haben u.a. griechische Staatsanleihen erworben. Mit dem Geld konnte Athen dann arbeiten. Lässt man die Banken Pleite gehen, trifft es alle Sparer, Fondsanleger, usw. Die Schuldenspirale hat aber allein Griechenland selbst ausgelöst. Wenn man kein gutes Rating hat und über Anleihen Geld einnehmen will, muss man sehr hohe Zinsen bezahlen, wofür man wiederum Geld braucht, usw.

Varoufakis ein letztes Mal beim Wort nehmen

Rhetorisch hat sich Varoufakis beachtlich präsentiert, auf ersten Blick weitgehend glaubhaft. Aber Worten sollten die Beweise folgen durch Maßnahmen der griechischen Regierung für eine nachhaltige Sanierung ihrer Wirtschaft. Varoufakis hat selbst das Beispiel geliefert, wie im Falle einer Unternehmensschieflage eine deutsche Großbank durch Tilgungsstreckung etc. dem Schuldner entgegenkommt. Entlarvend ist jedoch, dass er mit keinem Wort erwähnt geschweige denn betont, dass es letztlich entscheidend auf die dann bei jeder Sanierung notwendigen materiellen Umstrukturierungsmaßnahmen kurz- mittel- und langfristiger Art ankommt. Dass Banken dies gewöhnlich in kurzfristigen Abständen detailliert überprüfen wollen, dürfte eigentlich zum kleinen Einmaleins-Kenntnisstand eines Wirtschaftsprofessors gehören - wird vom Wahlvolk aber nicht goutiert. Letztlich sollte Griechenland trotz aufgeheizter Atmosphäre seine Chance (für eine neue Regierung deutlich mehr als 100 Tage) nutzen und bekommen.

Das wird witzig mit dem Mittelfinger Varoufakis! :-)

Varoufakis wäre nicht der erste Politiker, der durch eine simple Lüge seinen Job verliert. Ich freue mich auf das Ergebnis der Überprüfung des Videos. Ich wette, dass es echt ist, denn nur diese Variante passt zu dem von Varoufakis gesprochenen Text: "und damit Deutschland den Finger zeigen und sagen: Ihr könnt das Problem jetzt selbst lösen". :-)
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Wenn Herr Varoufakis dann der Lüge überführt ist, wird er wohl seine kurze politische Karriere sehr schnell beenden müssen. Wer sollte ihn dann noch ernst nehmen, wenn er nicht mal seinen Mittelfinger ernst nimmt? :-)
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Unabhängig davon ist die Erpressungsmentalität nervig, mit der er und seine Kollegen in der griechischen Regierung uns klar machen wollen, dass angeblich die Europäische Union untergeht, wenn Griechenland den Euro aufgeben muss.
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Totgesagte leben länger und der Euro wird Varoufakis und die griechische Regierung überleben. Eine neue griechische Regierung kann mit besseren Manieren ja später einen Wiedereintritt beantragen.

Bankenkreislauf

Also, Griechenland braucht kein Geld, aber die europäischen Banken.

Ist ja auch klar, Griechenland hat ja Geld, nämlich das von den Banken. Das zahlt man aber nicht zurück, sondern das macht jetzt Europa.

Trotz des vielen Geldes, das Griechenland von den Banken hat, gibt es - völlig überraschend - ein "unbedeutendes" Liquiditätsproblem...

Jetzt habe ich auch verstanden, warum die taz-Redakteurin die Zwangskreditmilliarden lieber in einer Stiftung sehen möchte. Ach richtig, jetzt habe ich auch verstanden, dass dieser Finanzminister es gut mit Deutschland meint, wäre Griechenland
nämlich zahlungsunfähig, blieben wir auf Griechenlands Schulden sitzen. Genial nicht? Darum helft uns mal besser aus dem kleinen Liquiditätsproblem.

Wirtschaftswissenschaften eben - auf Griechisch - toll

Er hat auch Recht, den Stinkefinger muss man überhaupt nicht buchstäblich zeigen....

Wenn die Probleme unbedeutend

Wenn die Probleme unbedeutend sind, dann braucht Griechenland ja kein weiteres Geld

Der Mann hat Rückrad. Das

Der Mann hat Rückrad. Das gefällt dem Volk und verwirrt die Berufspolitiker. Weiter so. Dr. Schäuble + Co. werden am Ende nachgeben müssen.

Varoufakis verdeutlicht den Vertrauensverlust in Berlin

Offenbar hat die Tsipras-Regierung den Ernst der Lage immer noch nicht begriffen. Andernfalls würde sie die vereinbarten Spar- und Strukturreformen realisieren, um die Auszahlung der restlichen Mittel aus dem 2. Hilfsprogramm der "Institutionen" zu bewirken. Offenbar nimmt Athen Liquiditätsengpässe mit der Folge von fehlenden Zahlungen an Empfänger von Sozialleistungen billigend in Kauf, anstatt für die Verbesserung der finanziellen Situation die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.

Zudem stellen Tsipras und Varoufakis immer neue Forderungen an die EU-Partner und belasten mit Ausfällen unnötig das Verhältnis zu Berlin und Brüssel. Athen wehrt sich offenbar noch immer, die richtigen Konsequenzen aus der selbst bewirkten desolaten Lage zu ziehen, obwohl das Risiko eines Staatsbankrotts und Euro-Austritts dadurch wächst. Die neuen Spieler von Athen reiten wohl bewusst auf einer Rasierklinge, um die Geldgeber zu Zugeständnissen und Hilfsleistungen zu bringen. So wird das nichts.

Der Spieltheoretiker!

Der griechische Finanzminister hat im Prinzip überhaupt keine Klarheit gebracht. Außer Appellen an den Gemeinsinn der Deutschen und deren Bereitschaft in Zukunft über eine Transferunion für Griechenland aufzukommen, hatte er keine konkreten Vorschläge wie er die Krise bewältigen möchte im Gepäck. Noch immer ist seine Regierung nicht bereit ihren Wählern reinen Wein einzuschenken. Sie haben den Forderungen der Troika zugestimmt, machen jetzt aber anscheinen einen Rückzieher, nach dem sie das Geld aber dankend angenommen haben. Übrigens könnte der Stinkefinger vielleicht eine Fälschung sein. Aber die Worte hat er trotzdem gesagt. Oder kamen die nicht aus seinem Munde? Herr Varoufakis zeigte auf jeden Fall sein ganzes Können als Spieltheoretiker.

Varoufakis-Söder

Der Vergleich Saroufakis-Söder offenbart den qualitativen Unterschied eines halbgelehrten BWL-Studenten mit Selbsteinschätzungsdefiziten und Quotenorientierung (Söder) und einem verantwortungsvollen, sich für sein Land und deren Armen einsetzenden Politikers mit Fachwissen.
Leider kann das ein Großteil der Deutschen nicht einschätzen, weil sie von Stinkefinger-Medien an der Nase herumgeführt werden.
Dieses deutschtümelnde, überhebliche und hartherzige Meinungsbild, daß das Forum hier zum großen Teil beherrscht, ist unerträglich und läßt ahnen,
daß dieses Empathiedefizit der Deutschen schon pathologischer Natur ist

griechenland

tja so ist es immer angefangen. eine große sache wird verharmlost. außerdem was bringt es denn, dieses land hat so gut wie keine industrie. was machen wir jetzt mit diesem patienten? wir können ihnen weiter geld leihen, aber leihen sie mal jemanden etwas der nichts hat. sie bekommen es nicht wieder. oder sie geben ihnen arbeit, induestrie, wer ist dann aber bereit, etwas von seinen marktanteilen abzugeben? es wird darauf rauslaufen das dieses land in der nächsten zeit austreten wird. der dax ist auch so hoch, weil sie alle darauf wetten was den jetzt pasiert.

Varaufakis und fehlende Steuereinnahmen

Gestern sahen wir bei Jauch einen Finanzminister, welcher vor den Reichen kapituliert, da er nicht an deren Geld kommt.
Allerdings sagt er kein Wort, wie viel er eigentlich von den Reichen erwartet. Ich bin kein Fürsprecher für die Reichen. Es müssen aber Fakten auf den Tisch.
Sollten die Reichen ein Vermögen von 100 Milliarden haben und dieses jährlich mit 10 % verzinsen, so wären dem griechischen Staat in den letzten 15 Jahren Einnahmen von ca. 75 Milliarden entgangen. Das ist nicht zu akzeptieren aber auch nicht die Erklärung und die Lösung des unbedeutenden griechischen Problems.
Die Probleme hat H. Söder kurz und pregnant aufgezählt. Es sind die unkontrollierten Ausgaben der Regierung und die allgemeine Unlust der Griechen Steuern zu zahlen. Diese Regierung hat festgestellt, dass alleine bei Tabak Alkohol und Benzin in 15 Jahren mehr als 50 Milliarden Steuern hinterzogen worden. Die hinterzogene Mehrwertsteuer wird wohl
200 Milliarden in 15 Jahren ausmachen.

Teile und herrsche....

Die Fakten sind hinlänglich bekannt.

Die fast Popstar ähnliche griechische Karriere des Herrn Varoufakis ändert
die wirtschaftliche Lage Griechenlands nicht. Was ihm fehlt ist Zeit. Rhetorisch war sein live Auftritt gelungen. Meiner Meinung nach sollten seine Bitten erfüllt werden.

Chance

Wir wissen dass mit den Rettungsmilliarden vor allem die deutschen und franz. Banken bedient werden, was ist so schlimm daran dass die neue griech. Regierung einen Teil davon in die Wirtschaft und an die ärmsten verteilen will?

Das ist natürlich nicht im Sinne Schäubles, er möchte dass das Volk weiter ausgepresst wird wie eine Zitrone, die Frage ist nur wie GR. so die Schulden zurück zahlen kann.

Der griech. Finanzminister wirkte bei Jauch ganz anders als er in den Medien dargestellt wird, kompetent, gebildet, dagegen wirkte Söder wie ein trotziger Schuljunge.

8 WOCHEN ist die neue Regierung im Amt, versucht das Chaos der konservativen Vorgängerregierung zu beseitigen, ich denke man sollte ihr eine Chance geben!

Wenn ich so, wie die jetzige

Wenn ich so, wie die jetzige griechische Regierung mit meiner Bank umgehen würde, dann hätten die längst alle Kredite fällig gestellt und weitere Zwangsmaßnahmen (Versteigerung) eingeleitet. Das gleiche gälte für Steuerschulden, die ich nicht pünktlich bezahle. Da gibt es Kontenpfändung und Zwangs-Hypothek, usw. Da fackeln Banken und Finanzamt bei einem einheimischen Schuldner, Steuerzahler nicht lang. Die Griechen müssen aus dem Euro raus, das wird kurz krachen und gut ist es. Das Verhalten des griechischen Finanzministers und seiner Kollegen ist untragbar. Mein Vater sagte mir einmal: Groß und stark darfst du werden, aber nicht frech. Den griechischem Minister würde ich kein Auto abkaufen, geschweige eine Wohnung vermieten.

Die Gesprächsrunde hat nicht

Die Gesprächsrunde hat nicht dazu eingeladen diesen abendlichen Talk zu verfolgen. Nach 45 min hab ich weggezappt.
Blabla wenig bis nichts Neues !
Den stinkfeiner zeigen die Griechen uns jeden Tag virtuell aufs neue.
Nichts als Lippenbekenntnisse

Etwas Geduld bitte

Herr Varoufakis hat völlig Recht, dass die Deutsche Regierung Griechenland viel zu sehr unter Druck setzt. Es wurde so lange zugeschaut, nun muss man dem letzten Hoffnungsschimmer für GR auch etwas Zeit geben. Befehlerische Ratschläge von Herrn Söder sehe ich an dieser Stelle auch äusserst unpassend und undiplomatisch. Und wie gestern so schön gesagt wurde, dürfen wir nie vergessen, dass die deutschen Steuern über GR wieder in deutsche Banken fliessen, was ja wohl in unserem Interesse ist.

Besser andere Themen bringen!

Griechenland sollte den EURO verlassen. Im Umgangston wird dies auch deutlich.

Andere Themen sollten uns mehr beschäftigen.

Tusk hat Recht

GR sollte nicht nur aus kapital-ökonomischen, sondern auch aus geo-militär-strategischen Gründen in der EU bleiben. Tusk formuliert es noch sehr verhalten, spricht von einem "versehentlichen" Ausschluss. Versehentlich läuft gar nichts, das ist alles vorher bedacht und geplant. Es geht nur darum, welche Kräfte sich "auf dem Markt" durchsetzen.

Standardargument "die bösen Banken"

Die TAZ-Journalistin in Jauchs Sendung bezog sich sehr früh auf die Rettung der Banken durch die Kredite an Griechenland: "Das Geld haben ja nur die Banken bekommen, bei den Griechen kam nichts an." Um mal auf einer Mikroebene zu argumentieren: Liegt das Risiko und die Folgen eines Zahlungsausfalls aus einem Kreditgeschäft nur beim Kreditgeber? Oder muss sich auch der Kreditnehmer in die Pflicht nehmen lassen? Und was wäre die Folge gewesen, wenn nicht deutsche und französische Banken ihre Kredite an Griechenland bedient bekommen hätten? Kleine Sparer aus Deutschland hätten um ihre Spareinlagen bangen dürfen. Das sind dann evtl. jene Claquere, die begeistert sind, wenn es gegen die Banken geht. Darüber hinaus wären evtl. Lebensversicherungs-unternehmen betroffen worden. Auch hier gibt es einen Bezug zum "kleinen Mann". Immer wieder wird verschwiegen oder vergessen, dass es 2012 einen Schuldenschnitt für private Gläubiger gegeben hat (53 Prozent).

also

man muss doch auch sagen, dass das schon sehr mutig war vom Varoufakis und der Jauch auch wirklich hart Fragen gestellt hat. Dass der sich das zugemutet hat ist schon hoch zu bewerten, deshalb sollte man sich mit der Bewertung seiner Aussagen dort auch zurückhalten, finde ich. Natürlich bleibt in der Sache ein Konflikt und der ist nicht durch einen schmeichelnden Talkshow-Auftritt zu lösen, jedoch sollte man es schon auch als Geste guten Willens verstehen.

Darstellung: