Ihre Meinung zu: Der Rückkehrer: Ein Deutscher berichtet vom IS-Camp

26. Februar 2015 - 1:09 Uhr

Männer wie er gelten als "tickende Zeitbomben": Mehmet reist in ein IS-Camp, will sich zum Kämpfer ausbilden lassen. Doch dann kommen Zweifel. Wie ihm die Flucht zurück nach Deutschland gelang, hat er Monitor geschildert.

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Kommentare

Rührselige Geschichte

Das klingt ja sehr rührend. Trotzdem ist "Rückkehrern" von der IS keinen Millimeter weit zu trauen.

Misstrauen angebracht

Hmm. Nun ja, hoffen wir dass seine Version der Geschichte echt ist und seine Reue ehrlich, und er nicht stattdessen ein "Schlaefer" und Agent des IS ist. Von Ermittlern vernommen werden sollte er trotz alledem, und ein Zurueckhalten von Informationen ueber Dinge die er vielleicht getan hat (und mit sich selbst ausmachen will) sollte dabei nicht akzeptabel sein, wenn er sein altes Leben in Deutschland zurueck haben will.
Wirkliche Reue wuerde ich ihm erst mit der Zeit dann abnehmen, wenn er in Schulen geht und wirklich versucht, Jugendliche von dme Weg den er beschritt abzuhalten.

Rückkehr aus dem Dschihad

Ich habe es befürchtet... Die Dschihadistenmörder haben natürlich in Deutschland sofort eine staatlich unterstützte Organisation (VPN), die mit geförderten Steuergeldern und ideologisch geprägten SozialarbeiterInnen den Mördern erklärt, wie sie sich bei den Behörden zu verhalten haben und was sie entspechenden Medienvertretern verkaufen müssen, dass sie dann am Ende auch noch für ihr mörderisches und barbarisches Handeln bedauert bzw. belohnt werden. Denen werden bestimmt alle staatlichen Hilfestellungen und finanzielle Unterstützung angeboten...

Mein Mitgefühl....

Mein Mitgefühl hält sich in Grenzen. Was soll dem Leser mit dieser "Story" suggeriert werden?

Die Medien berichten jeden Tag von neuen Greueltaten

des IS. Sich davon angezogen zu fühlen und mitmachen zu wollen, disqualifiziert ihn als Mitglied unserer Gesellschaft. Er sollte die Staatsbürgerschaft entzogen bekommen und zusehen wo er bleibt.
Stattdessen wird offensichtlich an einer Willkommenskultur für IS Heimkehrer gearbeitet.
Ich fass es nicht.

welch ein Irsinn

was unsere Medien aus diesen barbarischen Krieg machen. Rückkehrer werden gefördert und belohnt. Unsere Steuergelder werden für VPN verprasst und die Feinde Deutschlands auch noch gefördert. Das sind keine Deutschen, auch wenn unsere Medien uns das zu suggerieren versuchen. Aber unsere Politiker haben sich ja alle Mühe gegeben diesen Mördern und Verbrechern den deutschen Pass zu geben.
Nun geben diese den geläuterten, wer gibt denn die Garantie das es bei der nächsten Stimmungsschwankung keine Schläfer werden. Armes Deutschland

Ihr werdet's nicht glauben: ich kann den Jungen verstehen!

Ich habe absolut keine Sympathien für den IS und seine Mörder. Aber ich habe ein Bauchgefühl, das mich verstehen lässt, wie Mehmet auf so eine schiefe Bahn geraten konnte.

Mir blieb der Irrweg erspart. Das ist das Einzige, wofür ich der Stasi und der Mauer dankbar bin. Von meiner Heimat in der DDR konnte ich nämlich nicht dahin, wo ich als 17-Jähriger unbedingt hinwollte: Nach Frankfurt/Main, um an der Seite der RAF den Krieg in die Machtzentren des Kapitals zu tragen. Ja, in solchen Dimensionen dachte ich damals.

Jugend will verändern, und frustrierte Jugend will das kaputtmachen, was sie kaputtmacht. Ich kann das nicht gutheißen, aber ich kann Mehmet verstehen.

Ich bin froh, dass er nach Hause kam, ehe er Blut an den Händen hatte und ich hoffe er findet einen Weg in ein lebenswertes Leben. Bei mir lagen zwischen der Abkehr von terroristischem Denken und einem lebenswerten Leben 20 Jahre Alkohol- und Drogensucht und ein paar Gefängniszellen.

Ich hoffe, Mehmet hat es leichter.

Aussteigerprogramme sind wichtig

Aussteigerprogramme, also ein Weg zurück, sind wichtig. Es ist niemandem geholfen, Menschen zurückzuweisen, die Fehler einsehen. Der junge Mann müsste nicht über seinen Irrtum sprechen. Aber er tut es und setzt sich damit einem Risiko aus. Er hilft dadurch, anderen die Augen zu öffnen bevor es für sie zu spät ist. Zudem ist es schäbig und kurzsichtig, wenn in einigen Kommentaren u.a. die umsichtige Arbeit des Vereins in Abrede gestellt wird. Viel eher ist zu fragen, was der gesellschaftliche Anteil daran ist, wenn Jugendliche bei uns keinen Halt und keine Perspektiven sehen. Zudem zeigt dieser Fall, wie wichtig Aufklärung über die Propaganda-Tricks von IS und anderen ist.

Dschihad

Geehrte Kommentatoren, die Haltung Auge um Auge führt nur dazu, dass schließlich alle blind sind. Die Angst vor IS-Rückkehrer ist real und sie können ohne Zweifel eine große Gefährdung darstellen, jedoch ist neben der militärischen Bekämpfung des Terrors, gesellschaftliche Wiedereingliederung von reuigen Rückkehrern sowie Prävention unserer Jugendlichen, gleich welcher Herkunft und Nationalität, enorm wichtig, ebenso wichtig wie die Aufnahme der Flüchtlinge.

der Arme

mir fiele es leichter seiner Geschichte zu glauben wenn er den Ermittlungsbehörden helfen würde. Also Namen der "Verführer" (Anwerber) mitteilte, ebenso die der Schleuser, die Orte des Lagers und der Zwischenstationen. Sich von dem radikalen Islam abwenden würde.
So halte ich ihn nur für einen Schläfer. Alleine seine Anwesenheit hier frißt wieder enorme Resourcen. Permanente Beobachtung durch 2 Polizisten im Schichtsystem = 6 Beamte/Tag. Also ca. 30.000€/Monat. Über solch ein Budget wäre mancher Kindergarten dankbar.
Ich denke wer sich dem IS anschließt sollte mit einem Einreiseverbot belegt werden. Es war schon vorher ein Looser, als Rückkehrer ist er zusätzlich noch eine Gefahr und ein großer Kostenfaktor. Das Geld fehlt dann für die Ausbildung unserer Kinder.

mag sein

Dass er nicht wusste was IS ist oder nicht wusste dass er in den IS kommt. Wollte ja anscheinend den Syrern helfen. Aber die Aussage von vielen, dass der Gemüsehändler von nebenan nichts mit dem IS zutun hat.... Ja daran habe ich noch nie geglaubt. Und egal wie "ach der arme Junge" für einen Kämpfer, zumindest einer der das machen will und nur Angst bekommen hat, ja dafür hätte ihn doch keiner gehalten, oder?

Barmherzigkeit ist die

Barmherzigkeit ist die Antwort auf die Frage, wie mit "Rückehrern" umzugehen ist.

Ausgrenzung ist hier kontraproduktiv weil Mehmet nicht lernt, was er gutes an dieser Gesellschaft hat.

...und all jenen, die bei dem VPN Verschwendung von Steuergeldern vermuten: VPN ist ein Verein, gefördert mit EU-Geldern.

Selbst wenn "meine" Steuergelder für so etwas verwendet werden würde, wär's gut angelegt.

@ AnnoSechziger

"Es war schon vorher ein Looser..."

Und Sie wundern sich ersthaft, dass jemand, der von der Gesellschaft mit einem solchen Stempel versehen wird, letzendlich ausflippt?

Hier ein paar hundert Jahre alte Weisheiten zum Thema Looser:

"Dazu kommt, daß man sich wohl hüten soll, denjenigen, der einen Fehler, eine Sünde, ein Verbrechen begeht, für den allein Schuldigen zu halten. ... Welche Menge, ja Masse von Sünden hat die millionenköpfige Hydra, welche wir Gesellschaft nennen, auf dem Gewissen! Und gerade diese Gesellschaft ist es, welche mit wahrer Wonne zu Gerichte sitzt, wenn der Krebs, an dem sie leidet, an einem einzelnen ihrer Glieder zum Ausbruche kommt! Mit welch' frommem Augenaufschlage, mit welchem abweisenden Nasenrümpfen, mit welcher Angst vor fernerer Berührung zieht man sich da von dem armen Teufel zurück, der das Unglück hatte, daß die allgemeine Blutentmischung grad an seinem Körper zur Entzündung und zur Eiterung führte! "

(Karl May, Vorwort zu "Old Surehand")

Wegsperren!

Hier wird (typisch deutsch) mal wieder ein Täter zum Opfer gemacht! Er war also nicht bereit als Selbstmordattentäter zu sterben…aber andere töten wäre wohl kein Problem gewesen! Niemand kann mir erzählen, er wüsste nichts von den Taten des IS wenn er sich denen anschließt…darum: Sehr lange wegsperren und danach, wenn möglich, abschieben!

Eine Frage

kuemmert sich die VPN auch um diejenigen, die von IS vertrieben, gefoltert oder vergewaltigt wurden, oder gibt es da eine eigene Organisation, oder sind solche Menschen, sofern sie es nach DE schaffen, auf sich alleingestellt.

Wer entscheidet in Deutschland

Inwiefern Volksverhetzung oder die Absicht an Verbrechen mitwirken zu wollen strafbar ist sollten in DE unabhaengige Gerichte und nicht Sozialarbeiter mit eigener religioeser Scheuklappe entscheiden.

Sehr rrichtig @ noma

Sehr rrichtig @ noma

Danke @ Sasquatsch

Für Ihren Beitrag. Von den meisten anderen Kommentatoren wird man hier als Mensch nur enttäuscht.

Wenn...

...alle Vertriebenen eine neue Heimat gefunden haben, alle Verletzungen der Opfer an Leib und Seele austherapiert sind, alle Prozesse gegen die Täter abgeschlossen sind, alle Haftstrafen verbüßt sind, alle militärischen Aktionen erfolgreich abgeschlossen sind, die Vermögen des IS konfisziert sind, wenn der IS also nicht mehr existiert, dann - und erst dann - sollten wir darüber nachdenken, IS-Anhängern eine sozialpädagogische Betreuung zukommen zu lassen. Bis dahin ist das Geld überall besser angelegt, denn ich zweifele sehr an der Resozialisierbarkeit dieser Klientel.

Krank

Es ist wie bei einem Krebs, die degenerierten Zellen sind schon da und die Frage ist nicht ob "er" ausbricht, sondern WANN.

@sasquatch - danke für den Kommentar!

Ich bin froh, nebst all den angst- und hasserfüllten Kommentaren auch einmal etwas Verständnis zu hören. Aber ich fürchte, wer nie für etwas bereit war zu kämpfen im Leben (und ich meine nicht nur an der Waffe), wer nie für eine politische oder gesellschaftliche Veränderung gebrannt hat, wer nie hinter die Kulissen des "Brot-und-Spiele"-Systems geschaut hat und nie die Wut im Bauch verspürt hat, wird so etwas nie verstehen. Da bleibt man besser in der Vorverurteilung, ohne den Jungen zu kennen oder auch nur ein Detail mehr als eine halbseitige TS-Meldung zu wissen. Ich will keine Gewalt relativieren - ich verabscheue sie zutiefst und rundum - aber die stammtischartigen Reflexe aus der Angst geboren finde ich ebenso erschreckend. IS macht einfach Angst, weil ihre mittelalterlichen Methoden, jenseits aller gesellschaftl. und kulturellen Regeln und Gesetze, derzeit ziemlich erfolgreich zu sein scheinen...

@Johannisbear

Es sind ihre Steuergelder denn das was die EU an Geld ausgibt regnet nicht vom Himmel sondern kommt von den Mitgliedsstaaten und die holen es von deren Bürger.

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