Ihre Meinung zu: Analyse zu Boko Haram: Terrormafia mit religiöser Fassade

25. Februar 2015 - 12:40 Uhr

Nicht nur Nigerias Präsident Jonathan hat Boko Haram lange unterschätzt. Inzwischen überzieht die Miliz die gesamte Region mit Terror, und der Kampf gegen sie wird immer schwieriger. Dabei ist der Dschihad nur Fassade, es geht um Macht und Geld.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.2
Durchschnitt: 2.2 (5 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Selbstverständlich geht es um

Selbstverständlich geht es um Geld. Der Bezug zur Religion ist abwegig. Es bringt schließlich ungemein viel Geld ein, Schulen zu zerstören und Mädchen zum Islam zu bekehren. Auch der Name "Boko Haram" bedeutet übersetzt soviel wie "Geld ist rein"

Wer Ironie findet, darf sie behalten.

bürgerkrieg nigeria

Herr Obasi weist in Ihrer Nachricht auf mögliche
soziale Ursachen für die Entstehung von Terror-
Bewegungen hin. Wenn eine solche Bewegung zudem mit Schlagworten gegen "westliche Bildung" Rekrutierungserfolge hat, ist das ein
weiterer Grund, die offensichtlichen sozialen
Terrorursachen zu untersuchen und anzugehen,
wenn man den Sumpf trockenlegen will - aber doch nicht mit weiteren Waffenlieferungen?!
Oder gibt es auch im Westen Interessen die weniger am Frieden in Afrika und Vorderasien interessiert als am Waffengeschäft? Auch das gehörte dann aufgedeckt......

failed states

Es ist ja schon interessant, wo sich auf dieser Welt Terrorgruppen einen offenen Kampf mit dem Militär leisten. Weder in Europa, noch in Amerika oder Russland sind solche Szenarien vorstellbar. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sowas zb in China vorstellbar ist, nicht einmal Nordkorea. Was ist also der gemeinsame Nenner?

@question

Wie wollen Sie denn Waffenlieferungen verhindern? Das geht doch nicht. Selbst wenn "wir" uns dabei zurückhalten, muß es doch nicht heissen, dass der Rest der Welt das genauso macht. Insofern kann man da nur auf den konkreten Kampf gegen diese Terroristen setzen.

Zusätzlich aber muß propagandistisch auf die Grausamkeit der Truppe aufmerksam gemacht werden UND es muß von (islamischen) Geistlichen klar gemacht werden, dass das nicht im Sinne des Islam ist.

BEIDES muß getan werden um Boko Haram (und die Taliban und den IS) zu besiegen. Eines alleine reicht nicht.

Ist Religionskritik tabu?

Schade! Das ist wieder so ein Beitrag, der versucht, den Islam zu verteidigen, indem er auf Religionskritik verzichtet. Dazu muß er den Islam strikt von den Islamisten trennen, indem er von religiöser Fassade redet. Mir persönlich erscheint dieser Argumentationsansatz intellektuell unrededlich. Der Koran enthält zahlreiche Aufrufe zur Gewalt. Kluge Muslime ignorieren sie. Danke dafür. Aber das ist kein Grund, auf Religionskritik zu verzichten. Wer das tut, richtet eine Tabuzone auf.

genau

@ Realist_91:
Genau das habe ich auch gedacht. Einer der vielen unsausgewogenen Artikel die einfach nur propagieren: "Der Islam ist gut. Schau nicht darauf, dass so viele islamische Staaten voll Unmenschlichkeit, Terror und Krieg sind, schau nicht auf den ganzen islamistischen Terror und die islamistischen Kriege, sondern vertraue uns! Der Islam hat gar nichts damit zu tun. Weil ... ist so."

Wieso nicht mal ausgewogen berichten? Das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln darstellen und das Urteilen dem Leser überlassen? Oder geht es gar nicht darum den Leser zum eigenen Urteil zu befähigen, sondern darum, ihm ein Urteil bestmöglich zu verkaufen?

12:08, Realist_91

"Selbstverständlich geht es um Geld. Der Bezug zur Religion ist abwegig. Es bringt schließlich ungemein viel Geld ein, Schulen zu zerstören und Mädchen zum Islam zu bekehren. Auch der Name "Boko Haram" bedeutet übersetzt soviel wie "Geld ist rein"

Wer Ironie findet, darf sie behalten"

Ihr Ironieversuch klingt hilflos und ein wenig enttäuscht.

Ideologie trifft Wirklichkeit.

Ich kann nur raten, das Weltbild ein wenig zu justieren.

Es ist übrigens ziemlich egal, wie die Gruppe sich nennt.

Ich erinnere an die "Deutsche Demokratische Republik". Das mit der Stasi und den Mauertoten lag natürlich an der Demokratie. Hört man doch am Namen.

@Lienhard

Das sehen Sie völlig richtig. Not macht eben erfinderisch ;)
Vermutlich ist es das Buch, das die Tatsachen verdreht. Die Aussagen der interviewten Personen lassen sich ganz anders auslegen.

Terrorgruppen haben häufig viel Geld und natürlich geht es den Terrorführern um Macht. Machtgier kann in verschiedenen Formen auftreten.

@lamusica

Um es mit den Büchern J.Rowlings zu sagen: Der dessen Name nicht genannt werden darf ;)

"Macht und Geld"

Es geht immer um Macht und Geld, bei jedem Krieg, überall!

Auch ich halte nichts davon, dem Islam generell die Schuld für die Extremisten zu geben. Erstens ist es eine unvöllständige Analyse des Problems und zweitens trägt es nicht zur Lösung bei. Was will man machen? Allen Menschen auf der Welt den Islam aberziehen? Totaler Irrsinn!

Terror gab es vor dem Islam und wird es auch danach noch geben. Islamismus ist lediglich eine effiziente Ideologie, wenn man Leute zum Terror abrichten möchte. Das Vorbild IS und die Kollegen in Lybien konnten nur durch die massive Hilfe des Westens und der Golfstaaten + Türkei so groß werden. Hätte man den Unsinn gelassen, hätte auch Boko Haram nicht profitiert.

Aber für alle, die es stört, dass ich so oft den Westen verantwortlich mache, eine "gute" Nachricht: Das Problem Boko Haram hat natürlich in erster Linie der nigerianische Staat verursacht!

Dr. Lienhard Wawrzyn

Sie vergessen, dass Religion und Politik fast immer Hand in Hand gehen. Sowohl zur Kontrolle des Volkes als auch zur Legitimierung für Gewalt.

Grade die politischen Strömungen, die ohne Religion auskommen wollen setzen sehr stark auf eine moralisches Bild und haben in den zumindest in ihren Anfängen auf Gewalt und Terror gesetzt. Von Lenin bis Pol Pot gibt es genügend Beispiele in der Politik.

Deswegen ist der politische Hintergrund sogar fast wichtiger als die Religion, und eine Kritik an der Religion hilft nicht weiter. Außer man sucht lediglich einen Sündenbock, wenn sie dieses religiöse Beispiel verzeihen....

... , um zu begruenden, warum es Terror gibt, ausser eine vor-urteilsfreie, aufgeklaerte und kritische Auseinandersetzung mit dem Islam und Islamismus ! - Warum ???

re dr.lienhard

"Der Koran enthält zahlreiche Aufrufe zur Gewalt. Kluge Muslime ignorieren sie. Danke dafür."

Die Torah enthält zahlreiche Aufrufe zur Gewalt. Kluge Juden ignorieren sie. Danke dafür.

"Aber das ist kein Grund, auf Religionskritik zu verzichten."

Haben Sie schon mal die Torah dafür kritisiert?

Militär in Afrika

Die belgische Armee hatte Ausbilder in der Demokratische Republik Kongo (früher Zaire) und Benin. Bei der Verlegung von Einheiten haben wir unglaubliches gesehen.
Verlegung über 150 Km, zu Fuß. Nur schweres Material würde gefahren.
Ganze Dörfer ziehen mit um, Familien, Zweit/Drittfrauen, Maitressen, und jeder der vom Militär abhängig war.1000 Soldaten = bis 10.000 Zivilisten.
Viele Soldaten kamen nicht an weil: zu weit, zu anstrengend, kein bock. Die hörten einfach unterwegs auf und gingen (meist mit Material).
Die Bezahlung war unregelmäßig, Der Chef hatte meistens 150%, der Soldat unten 50% vom Gehalt.
Und das war die "bessere" Situation. Dann wundert es nicht das die Einheiten eigentlich nicht geeignet sind ein Feind zu bekämpfen der keine Geld, Material- und Motivationsprobleme hat.

@Kritikbuero

"Auch ich halte nichts davon, dem Islam generell die Schuld für die Extremisten zu geben. "
.
=> wenn Gewalt im Namen und zur Durchsetzung einer Ideologie angewendet wird, muss man diese Ideologie hinterfragen.
Bei Nazis und Faschismus funktioniert das richtigerweise völlig selbstverständlich.
Bei anderen nicht ? Warum ?
Weil die geschickt auf unserem "Toleranznerv" herumreiten?

13:03, Dr. Lienhard Wawrzyn

" Der Koran enthält zahlreiche Aufrufe zur Gewalt. Kluge Muslime ignorieren sie. Danke dafür. Aber das ist kein Grund, auf Religionskritik zu verzichten. Wer das tut, richtet eine Tabuzone auf."

Sie dürfen sich natürlich ein Zerrbild einer Religion zurechtlegen und dies dann kritisieren. Die öffentlich-rechtlichen haben allerdings einen Informations- und keinen Ideologieauftrag, deswegen dürfen die das nicht.

Ihre oft gehörte und viel gelesene "Religionskritik" wurde schon so oft als oberflächlich und realitätsverzerrend entlarvt, dass es gar nicht mehr lohnt, darauf einzugehen.

Wer die Koranauslegung mit Mörderbanden teilen möchte, ist leider im allgemeinen beratungs- und informationsresistent.

Ich schreibe es noch mal, obwohl ich die nicht stichhaltigen standardantiislamischen Gegenargumente tausend Mal gehört habe:

Auch mithilfe der Bibel können Sie jede erdenkliche Grausamkeit rechtfertigen, wenn Sie nur wollen.

Ein flüchtiger Blick in die Geschichte beweist das.

13:56, peter04

"wenn Gewalt im Namen und zur Durchsetzung einer Ideologie angewendet wird, muss man diese Ideologie hinterfragen.
Bei Nazis und Faschismus funktioniert das richtigerweise völlig selbstverständlich.
Bei anderen nicht ? Warum ?
Weil die geschickt auf unserem "Toleranznerv" herumreiten?"

Sie benutzen einen rhetorischen Kniff, indem Sie eine Religion zur Ideologie erklären und sie dann mit dem Faschismus gleichsetzen.

Das ist ziemlich infam.

Ideologien sind ein Phänomen des 20. Jahrhunderts.

Es gab auch Ideologieerfinder wie beispielsweise L. Ron Hubbard, die ihre Ideologie zur Religion erklärt haben und damit die USA, die auf Religionsfreiheit viel geben, in große Nöte gestürzt haben.

Der Islam ist eine Weltreligion und keine Ideologie.

Auch wenn das Ihrer hochideologischen Sichtweise widerspricht.

Ist aber so.

13:51, Pol

"Alle Gruende sind recht und Tatsachen werden hingebogen, um zu begruenden, warum es Terror gibt, ausser eine vor-urteilsfreie, aufgeklaerte und kritische Auseinandersetzung mit dem Islam und Islamismus ! - Warum ???"

Das ist ganz leicht zu erklären.

Weil nämlich das, was Sie für vorurteilsfrei halten, das genaue Gegenteil davon ist.

Die von Ihnen geforderte "Auseinandersetzung" findet nämlich in den verschiedensten Medien statt. Das Ergebnis ist dann immer genau das, was die Protagonisten ja sowieso vorher schon wussten.

Vorurteilsfrei geht anders.

13:57, berelsbutze

"30.000 Anhänger, die ein Gebiet so groß wie Portugal kontrollieren... Das klingt auf den ersten Blick so, als hätte man mit etwas Personal und Strategie das Problem in einer Woche endgültig gelöst...
Aber man will ja scheinbar nicht..."

Wenn Sie vielleicht jetzt noch die Güte hätten, uns zu erklären, wer "man" ist?

Aber wie Sie ja ganz richtig schreiben, auf den ersten Blick klingt das so.

Ein zweiter und dritter, vielleicht auch ein vierter Blick ist nämlich immer gut, wenn man sich nicht dem Vorwurf uninformierter Oberflächlichkeit aussetzen möchte.

14:17, K.Mett.

"Nicht jede Ideologie ist eine Religion, aber jede Religion ist eine Ideologie(Weltanschauung)."

Nein. Eine Religion ist eine Religion ist eine Religion.

Eine Ideologie ist ein falsches Bild der Wirklichkeit, und zwar der profanen. Sie hat die Aufgabe und wird benutzt, um Herrschaft zu rechtfertigen.

Ich bin überhaupt nicht religiös, wehre mich aber gegen die Versuche, Religionen zu Ideologien zu erklären.

Da habe ich nahezu 100% der Geisteswissenschaftler auf meiner Seite.

Sie können natürlich Ihre eigene Wissenschaftsschule gründen, aber ganz so beliebig funktioniert der Betrieb nicht.

@ fathaland slim: "Eine Ideologie

ist im philosophischen Sinn eine Weltanschauung, die einen hohen Anspruch auf Wahrheit erhebt und die für abweichende Lehrmeinungen kaum noch offen ist"
Zitat:Theodor W. Adorno: Beitrag zur Ideologienlehre

Jede Religion beinhaltete eine bestimme Weltanschauung, auf der Sie Ihr moraisches Gerüst aufbaut. Z.B. gehe ich davon aus das Gott die Welt nach Plan erschaffen hat und ich mich deshalb an die Regeln der Bibel etc. halten muss.

Aber ich kann auch ohne Gott eine bestimmte Weltanschaung haben. Geisteswissenschaften haben leider den Nachteil, dass sie sich nicht durch harte Fakten in Sinne von Messungen unterlegen lassen...

@Pol

13:51 von Pol:
"Alle Gruende sind recht und Tatsachen werden hingebogen, um zu begruenden, warum es Terror gibt, ausser eine vorurteilsfreie, aufgeklaerte und kritische Auseinandersetzung mit dem Islam und Islamismus ! - Warum ???"

Weil es mit dem Islam nichts zu tun hat. Terror wird auch im Namen des Christentums verbreitet, beispielsweise durch die ebenfalls in Afrika vertretene "Lord's Resistance Army". Der Unterschied zu Boko Haram ist lediglich, dass man bei uns nicht darüber berichtet.

Alle Religionen sind massentaugliche Modelle, um die Welt zu erklären. Genau deshalb lassen Sie sich aber auch für andere Zwecke missbrauchen. Geschichte und Gegenwart zeigen, dass das kein Alleinstellungsmerkmal des Islams ist.

"Eine Religion ist eine Religion ist eine Religion"

Nur leider verkommt von Zeit zu Zeit in bestimmten historischen Epochen und weltgesellschaftlichen Kontexten die hehre, ursprünglich offenbarte Religion in ihrer real existierenden (von ihren real existierenden Vorbetern proklamierten) Verfassung eben doch zur – unbedingt kritikbedürftigen – religiösen Ideologie.
Die Hatz, die derzeit z.B. in Ägypten von den höchsten religiösen und staatlichen Stellen aus auf gewisse Leute mit ungemein vernünftigen und humanen Ansichten veranstaltet wird – fatalerweise bekennende Agnostiker oder Atheisten –, zeugt davon.

@13:58 von fathaland slim - Werterelevanz

Gern zum wiederholten Mal: Die Bibel ist durch das heute relavente Neue Testament, in dem sie ihr Ziel findet, ein Aufruf zur absoluten Gewaltlosigkeit und zu einem Lebensstil geschenkter Nächstenliebe. Auch wenn Sie mit einer Gewaltauslegung beständig das Gegenteil behaupten, verändert sich dieser Grundsatz nicht.

Der Koran hat diese Basis, Reformation und Aufklärung nicht erlebt. Erdogan erklärt Islamismus und Islam als Eins. Die Vorgehensweise gegen IS seitens islamischer Staaten ist gelinde gesagt - moderat.

Zu wünschen, dass mit dem Rasenmäherprinzip jede ethnische Wertebasis per Gesetz relativiert wird, ist nicht zielführend. Denn leider funktioniert Multikulti als gesetzlich verordneter Auftrag vielerorten nicht.

Eine Entscheidung, beiderseits den jeweils Nächsten höher zu erachten als sich selbst, käme einer Revolution gleich. Aber eine Voraussetzung ist die innere Zäsur sowie ein geschenkter Neubeginn - und genau hier setzt die Bibel durchaus mit zeitaktueller Relevanz an.

Der Bericht bringt es meiner Meinung nach

ziemlich gut auf den Punkt. Bei Boko Haram und anderen ähnlichen Organisationen geht es in erster Linie darum, den Anführern Geld und Macht zu beschaffen.

Damit das "dumme Fußvolk" mitmacht, braucht man für dieses eine gut zu verkaufende gemeinsame Basis. Was ist da besser geeignet als eine Religion?

Wer für einen Warlord kämpft, will an der Macht und auch am Geld des Warlords teilhaben. Wer für einen Gott in den Krieg zieht, den kann man auch mit dem Einzug ins Paradies zufrieden stellen.

Die Anführer dieser Terrormilizen müssen nur darauf achten, dass ihrem "Fußvolk" nicht eines Tages auffällt wofür sie eigentlich in den Krieg und ggf. in den Tod gegangen sind, denn sonst könnte sich das "Fußvolk" gegen die Anführer erheben.

Ich gehe aber davon aus, dass die Anführer
1. schlau genug sind, um den Schein aufrecht zu halten
2. das "Fußvolk" dumm genug gehalten wird, um nicht die Wahrheit zu erkennen.

Und dass Boko Haram nichts von Bildung hält, sagt ja schon der Name.

natürlich ist Boko Haram

natürlich ist Boko Haram religiös motiviert. Religion bedeutet nichts anderes als Weltanschauung.

Deren Weltanschauung ist gleichermaßen menschenverachtend und machtorientiert, was zufällig in unsere definition von Terrorismus passt.

In jeden Falle ist das was die tun in eigentlich jedem Land schlicht illegal, mir fällt gerade keine härtere Vokabel ein.

Das Boko Haram aber nur Muslime akzeptiert gibt dem ganzen halt einen Anstrich.

Jedenfalls muss Boko Haram massivst bekämpft werden, eigentlich ist das nichts anderes als ein Terrorregime: menschenverachtend, militärisch, diktatorisch, unterdrückerisch.

Das musste aber hoffentlich nicht erst jetzt festgestellt werden.

es gibt keine Religionskriege

Zaghaft wurde ein Hinweis gegeben, dass breit angelegter Terror in den Ländern aus sozialen Gründen entsteht.

@fathaland slim um 13:39
In der Tat ist die Religion nur ein vorgeschobenes Motiv. Selbst die Kreuzzüge waren ausschließlich materiell orientiert. Da ging es wie bei Boko Haram nur um Macht und Reichtum durch Plünderungen. Auch in Nordirland ist die Religion nicht die Ursache von Bombenanschlägen gewesen.

Seit Jahrhunderten wird die Dritte Welt nur als Rohstoffquelle benutzt und wirtschaftlich nicht als gleichwertiger Partner angesehen. Soziale Missstände (auch intern verursacht) sorgt für ein hoffnungsloses Leben. Wer keine vernünftige Zukunft sieht, lässt sich leicht in die Fänge von Volksverführern oder Terroristen treiben.

"Der Journalist Amir Khan...

...hat Jugendliche in London begleitet, die einst als Gangmitglieder kriminell umtriebig waren... Irgendwann wandten sie sich dem "Islam" zu.
Die Ideologie, die der IS vermittelt, 'bot eine Brücke, die es Ihnen erlaubte, ihren lokalen Weltblick mit der Großen Erzählung eines weltweiten Krieges zu verbinden'..."
(Quelle: pro Medienmagazin 1/2015)
Junges Leben lebenswert zu machen, ist unsere gemeinsame Aufgabe und nicht, darüber zu streiten, ob man an 'einen Schöpfer' oder an 'keinen Schöpfer' glauben darf.

@fathaland

Ich habe kein ideologisches Weltbild, das justiert werden müsste.

Sie kritisieren immer man dürfe nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Ob dem so ist, lasse ich mal dahingestellt. Aber auch Ihre Ansicht entspricht leider nicht der Realität, denn diese Trennung wird nicht vorgenommen.

Wenn der ganze Terrorismus nichts mit dem Islam zu tun hat, dann verstehe ich nicht, warum dann aus politischer Korrektheit alles stets beschönigt wird. Anscheinend möchte man da doch nicht so gerne trennen. Auch wenn ein Herr Erdogan sagt, moderaten Islam gebe es nicht, dann macht das ihn nicht gerade Sympatisch. Aber zurück zu meinem
Vergleich:
Wenn es sich um absolute Minderheit handelt, die sich auf den Islam beruft, warum verleugnet man selbst das?
Man ist ja nicht einmal bereit, diese geringen Abweichungen anzuerkennen, sondern verleugnet sie aus politischer Korrektheit schlicht.
Ist denn nicht gerade das Pauschalisierung?

Religionskriege

Es scheint heute sehr angesagt zu sein, aus Religionskriegen die Religion rausdiskutieren zu wollen. Fakt ist und bleibt aber, dass Glaube und Religion erst den Nährboden für diese Kriege bilden. Das war schon immer so, und wird immer so bleiben, außer die Menschen fangen an zu denken statt zu glauben.

15:49, berelsbutze

Aha. Eine afrikanische Allianz, mit Hilfe von Natomitgliedern.

Gibt es so etwas?

Vergessen Sie bitte nicht, das Afrika kein Land, sondern ein einigermaßen kleinteilig organisierter, sehr großer Kontinent ist.

Als unorganisierten Haufen würde ich Boko Haram nicht bezeichnen. Und Ihre Geländebeschreibung des potentiellen Interventionsgebietes überzeugt mich nicht so richtig.

Von was für einem Feld reden Sie?

@ Mohammed-Karikatur

Nein, es ist heute nicht angesagt die Religion aus Kriegen heraus zu diskutieren.
Es gibt nur zum Glück auf Seiten von Muslimen, Atheisten, Christen und anderen Mitmenschen, noch immer einige, die sich bemühen voreilige pauschal Verurteilungen andere Menschen(massen) zu vermeiden. In den Foren wird immer wieder deutlich, dass sich ein respektvoller Umgangston, sowie der Mut zu bleibenden Fragen, eben n i c h t vonden Glaubensüberzeugen der Schreiber abhängig ist.

@mohammed-Karikatur

"Es scheint heute sehr angesagt zu sein, aus Religionskriegen die Religion rausdiskutieren zu wollen. Fakt ist und bleibt aber, dass Glaube und Religion erst den Nährboden für diese Kriege bilden. Das war schon immer so, und wird immer so bleiben, außer die Menschen fangen an zu denken statt zu glauben."

Eben. Genau so ist es. Treffender kaum zu formulieren! Aber leider furchtbar unpopulär zur Zeit.

16:02, Realist_91

"Wenn der ganze Terrorismus nichts mit dem Islam zu tun hat, dann verstehe ich nicht, warum dann aus politischer Korrektheit alles stets beschönigt wird.
...
Wenn es sich um absolute Minderheit handelt, die sich auf den Islam beruft, warum verleugnet man selbst das?
Man ist ja nicht einmal bereit, diese geringen Abweichungen anzuerkennen, sondern verleugnet sie aus politischer Korrektheit schlicht.
Ist denn nicht gerade das Pauschalisierung?"

So richtig verstehe ich Ihre Ausführungen nicht.

Ich bin alles andere als politisch korrekt.

Niemand streitet ab, dass sich diverse Terrorgruppen auf den Islam berufen. Aber was soll das aussagen? Die RAF hat sich auf Karl Marx berufen und Generalissimo Franco auf das Christentum.

Berufen kann man sich, worauf man will.

Ob das gerechtfertigt ist, ist eine ganz andere Frage.

Man verleugnet da gar nichts, sondern bezichtigt die Berufer, meiner Ansicht nach zu Recht, der Lüge.

@ derdickewisser

Sie glauben gar nicht wie populär die Meinung: "erst ohne Religion kann alles besser werden" ist.
Und auch an Sie die Frage: Wie kommen Sie darauf Millionen Ihrer Mitmenschen als
"nicht Denker" zu bezeichnen.
Mesut ist Muslim, Katja ist Atheistin und ich bin Christ und wir d e n k e n viel und gerne, aber es liegt uns nichts an einfachen Antworten. Dafür denken wir wie schon gesagt einfach zu gern.

Sachliche und themenorientierte Diskussion erwünscht

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Persönliche Auseinandersetzungen sind ebenfalls nicht erwünscht.
Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation
meta.tagesschau.de
P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

@leisemlebenlauschen um 15:33

"Junges Leben lebenswert zu machen, ist unsere gemeinsame Aufgabe"

Genau das ist der Kern des Problems. Die Jugendlichen in den Gangs z.B. haben durch schlechte Erziehung oder fehlenden Schulabschluss keinen Bezug zur Gesellschaft und suchen sich eine Gang als Bezugspunkt. Auch diese Gangmitglieder sind ohne Hoffnung und schleißen sich jeden Heilspediger an.

Das Beispiel Gangmitglieder kann überregional auf die Dritte Welt übertragen werden.

Es wird auch in den Foren, Regierungen und Medien nur über augenscheinliche Erscheinungen geschrieben und wie ich diese militärisch beseitigen kann. Nur wer die Gründe kennt, kann auch Massen-Terrorismus bekämpfen. Mit Waffen kann man soziale Ungleichheit nicht bekämpfen.

@Dr. Lienhard Wawrzyn um 13:03

"Der Koran enthält zahlreiche Aufrufe zur Gewalt."

Bitte mal das alte Testament lesen. Da steckt auch viel Gewalt drin, die im Mittelalter zur Rechtfertigung zur Versklavung und Hexenverfolgung herangezogen wurde.

Religion ist zunächst nichts verwerfliches. Probleme entstehen erst durch die Interpretation eines Religionswerkes. Problematisch wird es, wenn versucht wird ein Geschichtswerk wie die Bibel oder den Koran dogmatisch auf die aktuelle Zeit als Gottgewollt zu übertragen.

Ich glaube die TS irrt mit ihrer Analyse

sicherlich spielen Macht/Finanzelemente eine wichtige Rolle, ABER

Religion ist ein wichtiges Element dieser Kriege!
Jeder Mensch hat, wenn er kein Psychopath ist, eine Hemmschwelle, die ihn vor dem äußersten bewahrt.
Wenn aber der Glaube hinzukommt, gibt er dem Täter 3 Elemente, die alle Hemmungen wegspülen können.
a) Entmenschlichung: das ist kein Opfer, das ist das Böse
b) Rechtfertigung: du tust nichts Böses, sondern das Richtige/Notwendige
c) Anerkennung: du wirst für deine Taten geachtet und belohnt (Gruppe/Gott)

Wer das nicht versteht, wird niemals begreifen, wie die Mechanismen der Monströsität funktionieren.

Indem man Boko Haram / der IS etc. ihr religiöses Fundament entzieht, entzieht man den Tätern diese 3 Elemente und erschwert die Tat, die nun nur noch ein Verbrechen ist.

@flegar
Bitte informieren Sie sich über die Kreuzzüge und wiederholen Sie nicht dumme Vorurteile. Die Sache war viel komplexer s. Kinderkreuzzüge, Befreiung unterdrückter Christen, Sündenablass et

17:41, B.Pauls

"Religion ist ein wichtiges Element dieser Kriege!
Jeder Mensch hat, wenn er kein Psychopath ist, eine Hemmschwelle, die ihn vor dem äußersten bewahrt.
Wenn aber der Glaube hinzukommt, gibt er dem Täter 3 Elemente, die alle Hemmungen wegspülen können.
a) Entmenschlichung: das ist kein Opfer, das ist das Böse
b) Rechtfertigung: du tust nichts Böses, sondern das Richtige/Notwendige
c) Anerkennung: du wirst für deine Taten geachtet und belohnt (Gruppe/Gott)"

Ihre Analyse widerspricht derjenigen der Tagesschau gar nicht. Sie beschreibt lediglich, wie Religion, und zwar egal welche, dazu benutzt wird, um Menschen in den Krieg zu schicken. Die wären nämlich von selbst nicht auf die Idee gekommen, raubend, mordend, vergewaltigend und brandschatzend durch die Gegend zu ziehen. Das wurde ihnen eingetrichtert, und zwar von Menschen, die das zu ihrem ganz profanen persönlichen Machtgewinn taten.

Ob das jetzt im Namen von Gott oder Volk und Vaterland oder beidem geschah, ist unerheblich.

Darstellung: