Ihre Meinung zu: Interview: Mit Aufklärung Masern bekämpfen

23. Februar 2015 - 19:04 Uhr

Der Tod eines kleinen Jungen in Berlin beweist es wieder: Masern sind gefährlich. Ob eine Impfpflicht den gewünschten Schutz bringt, bezweifelt der Mikrobiologe Uwe Groß im Interview mit tagesschau.de. Er setzt auf Aufklärung.

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Kommentare

Auch in dieser Hinsicht

waren wir in der DDR viel weiter. Ein fürsorglicher Staat kümmert sich um seine Kinder.

Für mich ist mit einem

Für mich ist mit einem einzigen toten Kind bereits eine schwerwiegende Gefährdung gegeben.
Liebe GRÜNEN...Ab wie vielen Toten ist das denn nach eurem Gusto gegeben?

Was spricht gegen eine Impfpflicht?

Nichts.
Es ist lediglich eine Frage der Durchsetzbarkeit eines starken Staates.
Wer hingegen nur Aufklärung fordert, dem mangelt es an wirklichem Problembewusstsein. Kinderärzte klären doch heute schon auf. Was bewirkt das?

Also mal ehrlich liebe Redaktion ...

Tagesschau: "Ob eine Impfpflicht den gewünschten Schutz bringt, bezweifelt der Mikrobiologe Uwe Groß im Interview mit tagesschau.de."

Experte Groß: "Ich empfehle die Impfung, weil die Infektion mehr und höhere Risiken aufweist."

Da besteht eine ERHEBLICHE DISKREPANZ zwischen dem was der Experte sagt und was die Tagesschau als "These" in der Unterüberschrift schreibt.

Diese These stammt aus einer IDEOLOGISCHEN SICHTWEISE DER GESELLSCHAFT, die der Experte so zusammenfasst: "Versteht man die Ablehnung der Impfung auch als eine Ablehnung von Staatlichkeit, könnte eine Impfpflicht kontraproduktiv wirken."

DDR Bürger @Antilügenpresse

Das ist nun mal der Preis der Freiheit.

Gab in der DDR auch sicher keine ganzheitlichen Eso Freaks welche auf die Heilkraft irgendwelcher magischen Kristalle und Amuletten aus dubiosen TV Kanälen setzten und eben die Freiheit hatten ihren persönlichen Weg auch zu gehen.

@Antilügenpresse

Es braucht keinen fürsorglichen Staat, wenn Eltern verantwortlich handeln. Und es ist eben nicht raus, was nun besser ist, impfen oder nicht impfen. Wie klippsi ja dargestellt hat. Eine staatliche Verordnung kann immer auch schädlich sein und ich zitiere da einmal denn Herrn Professor: "Zu einer funktionierenden Demokratie gehört eben auch Freiheit, auch die Freiheit der eigenen Entscheidung." Ich denke, die beste Formel wie so oft ist: Verantwortung + Aufklärung + Informieren -> bestmögliche, objektive Entscheidung. Ein Restrisiko bleibt natürlich bei jeder Entscheidung und lässt sich auch nicht eliminieren.

Angst- und Panikmache ...

Waren es "europaische" Masern, oder "mitgebrachte" aus Problemländern ... Der Tod des kleinen Jungen beschäftigt auch andere Medien .. u.a. die Ärzte-Fachzeitschrift ...

Und in dieser Fachzeitschrift wird folgendes angemängelt:

1: unnötige "Multi-Impfungen" (d.h. 1 Impfung gegen bis zu 7!! Krankheiten gleichzeitig)

2: Impfstoff der gegen "auswertige" Erreger wirkungslos ist

3: mangelnde Nachkontrolle, ob der Imfstoff überhaupt Wirkung zeigt

Warum wird das nicht mal thematisiert ?!

Wären weniger Menschen ignorant

oder würden an Verschwörungen rund um die Pharmaindustrie glauben, wären nicht nur die Pocken ausgerottet.

Den Menschen geht es zu gut. Was viele als Kinderkrankheiten abtun, führt oft zu schweren Folgen. Diese Menschen sollten ihre Großeltern fragen, wie viele Menschen sie kennen, die an den Folgen von Pocken, Kinderlähmung und Co. leiden mussten.

Masern

Ich hatte die Masern im Erwachsenenalter, nachdem ich wohl eine Auffrischung der Impfung verbummelt habe. Ich kann nur jedem Impfgegner sagen: Das möchte ich keinem zumuten. Als dann noch eine unfähige Notfall-Leitstelle und ein egoistischer Notarzt (dem im Anschluss wegen unterlassener Hilfeleistung abgemahnt wurde) dazukamen, wäre ich an den Masern fast gestorben durch Fieberkollaps.

Ich bin kein Freund der Pharma-Industrie, aber ich werde auch meinen Sohn zum frühest möglichen Termin gegen die Masern impfen lassen. Eben weil die erlebte Realität schwerer wiegt als "Pharmapropaganda"-Verschwörungstheorien.

Klar, ich kenne diese Geschichten von Komplikationen bei der Impfung, die zu Behinderungen beim Kind geführt haben. Aber wir reden hier von einer Krankheit, die selbst heute noch potenziell tödlich ist. Ich persönlich habe im Zweifelsfall (der hoffentlich nie eintreten möge) immer noch lieber ein behindertes als ein totes Kind.

Wie will man Impfgegener aufklären?

Im Internet gibt es hunderte von Seiten, die die Schädlichkeit von Impfungen "belegen" und dazu raten auf keinen Fall zu impfen, weil man, wenn man am Impfstoff nicht stirbt, zumindest schwerste Schäden erleidet.

Weiterhin kennt jeder Impfgegener einen, der einen kennt, der einen Schwippschwager hat, dessen Cousine dritten Grades ein Kind hat, das nach einer Impfung zumindest fast erblindet wäre.

Wer das Gegenteil schreibt und behauptet, dass Impfungen vor schweren Erkrankungen schützen, der gehört zur Pharmalobby, die sowieso alle Statistiken zu Impfschäden fälschen läßt, in dem sie die Politiker und Behörden besticht.

Mich erinnert das an PEGIDA und "die Lügenpresse". Ist genau das gleiche Schema.

Jeder Euro für Aufklärung der Impfgegner ist rausgeworfenes Geld. Also lasst es. Schränkt den Umgang der ungeimpften Kinder mit anderen Kindern so weit wie möglich ein, in dem sie keinen KITA oder Kindergartenplatz bekommen.

Wie viele der jetzt einreisenden Flüchtlinge sind Geimpft?

Die Ausbreitung von Masern und anderen Krankheiten ist, meiner Ansicht, nach kaum zu Verhindern wenn Menschen aus verschiedensten Regionen der Welt ohne vorherige Überprüfung des Impfstatus gleichmäßig unter der Bevölkerung Verteilt werden.
- Hier in Sachsen (LK Meißen) muss Jedes Dorf Asylbewerber aufnehmen. Dazu müssen kurzfristig Kapazitäten geschaffen werden(ca. 10% Der Bevölkerung!). meist sind weder Räumlichkeiten noch das nötige Geld vorhanden. -
Das Aufnahmevolumen richtet sich nach der Einwohnerzahl
So muss z.B. die Gde. Tauscha(1484Einwohner) 14 Asylbewerber Aufnehmen....!
Ouelle: Sächsische Zeitung 20.02.2015

"Zu einer funktionierenden

"Zu einer funktionierenden Demokratie gehört eben auch Freiheit, auch die Freiheit der eigenen Entscheidung."

Komisch, ich muss einen Sicherheitsgurt beim Autofahren tragen, mit dem ich mich ausschließlich selbst schütze.
Aber andere dazu zu "zwingen" sich impfen zu lassen, um damit vor allem sich selbst, aber auch mich - den mit Immunschwäche geborenen Mitbürger - zu schützen verlangt nach eigener Entscheidung.

Aufklärung umso wichtiger!

Gerade in Zeiten, in denen Ärzte ausgebucht und Krankenhäuser überfüllt sind, in denen sich resistente Keime mehr und mehr ausbreiten, und wo sich Verschwörungstheorien (z.B. über die "Impf-Verschwörung") im Internet breitmachen, ist Aufklärung umso wichtiger! Am Besten ist nämlich, garnicht erst krank zu werden - das gilt vor den o.g. Voraussetzungen heute stärker als früher!

Womöglich wäre es eine

Womöglich wäre es eine Entscheidungshilfe für Unentschlossene oder Impfgegner, wenn diese darüber aufgeklärt würden, wie gering die Kosten für eine Impfung sind und wie mickerig das Honorar für die impfenden Ärzte tatsächlich ist. Es wird doch von vielen Impfgegnern gern skandalisiert, daß die Akteure (Pharma-Industrie und Ärzte) sich an den Impfungen bereichern ! Dagegen kann ein schwerer Verlauf der Erkrankung ein Vielfaches an Kosten verursachen - ganz abgesehen von dem Elend, was daraus entstehen kann.

Merkwürdig

Als ich Grundschüler war, gingen die Masern durch die Klasse. Und die Röteln. Und Mumps. Soweit mir bekannt ist, hat keiner meiner Mitschüler Komplikationen davongetragen, und von einer allgemeinen Impfung gegen Kinderkrankheiten oder Tetanus war keine Rede. Hingegen sind wir alle pflichtgemäß gegen Pocken und polio geimpft und regelmäßig auf Tuberkulose und Anderes untersucht worden.

Ein Nachbarskind wurde damals gegen Masern geimpft, mit Komplikationen - das geistige Leistungsvermögen blieb zurück. Als Impfschaden wurde das nie ärztlich anerkannt.

Heute hingegen ist von einer Impfung gegen Pocken keine Rede mehr, die allgemeinen Impftermine gegen Polio (jeder war eingeladen, auch Erwachsene) sind verschwunden. Hingegen ruft man heute zur Impfung gegen Masern und Mumps auf.

Woher kommt dieser Prämissenwandel? Pocken und Kinderlähmung sind doch keineswegs ausgerottet?

Windpocken hatte ich übrigens mit 36 Jahren. War nicht schön, aber nach einer Woche war ich wieder arbeitsfähig.

Es ist richtig,jeder

Es ist richtig,jeder Erwachsene kann darüber Entscheiden ob er sich Impfen lassen möchte oder nicht.z.b Grippe. lehnen diese menschen auch eine Impfung gegen Wundstarkrampf ab?
Nur die Kinder können nicht selber Entscheiden, da für sind die Mütter und Väter zuständig. Denn Der Staat hat mit der köstenlosen Anbietung der Impfungen seine Pflicht getan.
die Eltern die eine Impfung verweigern sollte bei Ausbruch der Krnkheit,besonders mit Todesfolge strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.

im übriegen war klar wenn jemand für die DDR spricht wird darüber hergezogen. In Sachen allgemeine Gesundheitsversorgung war die DDR einen Schritt weiter.

Gegen Dummheit ist kein Kraut

Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen. Und nicht zu impfen, sollte die Entscheidung des Einzelnen bzw. der Eltern bleiben. Nur eben nicht um jeden Preis, der ja von der Allgemeinheit zu zahlen ist. Also: Keine Kita-Betreuung und keine Beschulung für ungeimpfte Kinder. Regresspflicht für gesundliche (Folge-) Schäden und Vermögensschäden, etc. Man packt die Leute immer nur beim Geld und eine Gesellschaft ist nicht verpflichtet, Unvernunft zu alimentieren.

Von wegen Freiheit

"Versteht man die Ablehnung der Impfung auch als eine Ablehnung von Staatlichkeit, könnte eine Impfpflicht kontraproduktiv wirken.
Zu einer funktionierenden Demokratie gehört eben auch Freiheit, auch die Freiheit der eigenen Entscheidung."

Genau darum geht's hier NICHT. Wer nicht geimpft ist oder aus Glaube an wissenschaftlich lange diskreditierte Risiken seine Kinder ungeimpft in die Schule schickt, gefährdet andere und ist nicht besser als jemand, der neben dem Schulhof Schiessübungen macht oder sich betrunken ans Steuer setzt; die Freiheit dazu hat niemand. Der hier interviewte Mikrobiologe schwafelt da viel zu schwammig um den Brei herum. Die Freiheit hat da ihre Grenzen, wo andere in Gefahr gebracht werden, und diejenigen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, etwa wegen Immunschwäche oder Medikamenten, finden Schutz nur in der "Herde" der Geimpften.

Die Kontroverse

Letztlich lässt sich diese Diskussion reduzieren auf das Gegensatzpaar von öffentlichem und privatem Interesse.

Viele denken, die Ausrottung der Kinderkrankheiten sei im öffentlichen Interesse, und Nebenwirkungen bis hin zu Impfschäden sollte man dafür in Kauf nehmen.

Impfgegner werden dem immer einerseits entgegensetzen, dass Kinderkrankheiten das Immunsystem stärken - wenn sie gut überstanden werden - und, dass sie die Risiken der jeweiligen Krankheit dem Impfrisiko vorziehen, nach dem Motto: 'Mir ist's lieber, dass mein Kind ggfs. bleibende Schäden durch eine Krankheit durch Höhere Gewalt erleidet als von Menschenhand verursacht.' -

Die wirtschaftlichen Interessen der Pharmalobby sind nur weiteres Wasser auf die Mühlen der Gegner. Die Vermeidung von Kinderkrankheitsepidemien sind ebenfalls von wirtschaftlichem und auch Arbeitnehmer-Interesse.

Aus meiner Sicht geht physisch und emotional nichts über den Luxus einer gut überstandenen Kinderkrankheit.

Ihre Logik hinkt... glauben sie doch an den Nutzen der Impfung, danach können Geimpfte nicht mehr erkranken (was defintiv ein Irrtum ist, wenn auch wohl seltener). warum also sollen die potentiell gefährlichen Virenträger, die Ungeimpften, von den Geimpften, denen ja nichts mehr passieren kann, ferngehalten werden? ;-)

Selbstbestimmung

Es ist wie immer, die eigenen Argumente hält man für unschlagbar und die der Andersdenkenden werden niedergemacht.

Auch wenn es vielen nicht gefällt, auch bei dieser Thematik gibt es ein Für und Wider, und es sind nicht alle anthroposophische Spinner oder Verschwörungstheoretiker, die die immer weiter ausufernden Impfempfehlungen der Stiko kritisch sehen. Man muss sich nur halt ein bisschen Zeit nehmen und versuchen, beide Seiten zu verstehen.

In jedem Fall ist für mich klar, dass die Entscheidung letztendlich von mir getroffen werden muss; es ist mein Körper, über den nur ich zu entscheiden habe. Das gilt bei der Medizin im Allgemeinen und auch beim Thema Impfen.

Ich weiss auch gar nicht, warum sich viele hier im Forum so dermaßen aufregen. Wer seine Entscheidung getroffen hat und geimpft ist, sollte doch geschützt sein und kann durch die Nichtimpfer ja nicht gefährdet werden, oder ...?

@katarina88

"Genau darum geht's hier NICHT. Wer nicht geimpft ist oder aus Glaube an wissenschaftlich lange diskreditierte Risiken seine Kinder ungeimpft in die Schule schickt, gefährdet andere und ist nicht besser als jemand, der neben dem Schulhof Schiessübungen macht oder sich betrunken ans Steuer setzt; die Freiheit dazu hat niemand. "
Wo wollen Sie Aufhören die Freiheit ein zu schränken.
Autofahrer können Fussgänger gefährten und auch Kinder töten- also verbieten wir Autofahren???
So einfach funktioniert es im Rechsstaat zum Glück nicht.
Die Wahrscheinlichkeit in Deutschland an Masern zu sterben ist verschwindet gering, im Vergleich im Straßenverkehr um zu kommen.
Ein wenig mehr Ruhe und Sachlichkeit , wie im Interview würde der Sache dienlich sein.

Dumm gelaufen.. @19:07 von casimir

keine der von Ihnen benannten Krankheiten ist "ausgerotten" ... das liegt weniger an mangelnen Impfungen, sondern dass es "Retro-Erreger" sind und dass unverhältnismässig viel Antibiotika unnütz und gegen die falschen Krankheiten verschrieben wurden und werden ...

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

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Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation
meta.tagesschau.de
P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Zu emotional

Wie immer wird dieses kontroverse Thema hier zu emotional diskutiert.
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Nein, Impfgegner sind definitiv NICHT mit betrunkenen Autofahrern gleichzusetzen und wer fordert, dass diese für Schäden in Folge von Erkrankungen haften sollen, der sollte im gleichen Atemzug eine derartige Haftung der Pharmaindustrie für Impfschäden verlangen (die ja viel naheliegender wäre).
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Fakt ist auch: Es gibt in Deutschland keinen zugelassenen Masern-Einzelimpfstoff mehr! Es ist für mich unbegreiflich, dass man so auf Impfkritik reagiert. Langzeitfolgen und Impfversagen sind von unabhängiger Seite nicht ausreichend bis gar nicht untersucht.
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Ich habe meine Kinder zwar impfen lassen, kann aber auch jeden verstehen, der dies nicht oder in Abweichung des empfolenen Impfplans tut. Das ist (sein gutes) Recht!

@ Hagar66 20:19

Wie weit soll das denn gehen? Was ist mit den Eltern, die ihren Kindern massenhaft mit Süßigkeiten o. ä. abfüttern und dann an Diabetes, Bluthochdruck etc leiden, sollen die dann auch in Regress genommen werden?
Oder die Raucher....? Oder die mehr als drei Bier am Tag trinken...? Oder...?

Gelaber am entscheidenden Punkt

Das mediale Impfthema ist ja von 'Expertenseite' her fast so schlimm wie der Ukraine-Konflikt...

Hier im Interview hat die Tagesschau sogar die richtige Frage eingebracht, nur der 'Experte' geht leider nicht darauf ein und bietet somit den Impfgegnern wieder unnötiges Kanonenfutter

tagesschau.de: "Impfgegner sind dagegen davon überzeugt, dass schwere Masernausbrüche wie jetzt auch in Berlin mit den Impfungen gegen Masern zusammenhängen, weil die Immunisierung nach einer Impfung weniger effektiv ist als nach einer durchgemachten Krankheit. Was halten Sie von dieser These?"

Groß: 'Bla bla bla, kein Wort zur Effektivität der Impfung im Vergleich zur Krankheits-Immunisierung'

Auf diesem Nährboden aus unverbindlichen Halbaussagen wachsen Verschwörungstheorien.

Auf die konkrete Aussage von Dr. Groß gehe ich noch mal gesondert ein.

Mal einen Schritt weiter denken!

"warum also sollen die potentiell gefährlichen Virenträger, die Ungeimpften, von den Geimpften, denen ja nichts mehr passieren kann, ferngehalten werden? ;-)"
.
Jahrzehntelang haben die Mediziner gekämpft, um Kinderlähmung, Masern etc. auszurotten. Der Erfolg liegt bei Impfung aller darin, dass die Viren nicht überleben können. Wenn man nun die Nichtgeimpften wie einen Tank betrachtet, in dem die Viren gelagert werden, wird der um so größer, je mehr Leute sich nicht impfen lassen. Was nun an so einer Impfung so schlimm ist, verstehe ich nicht. Jährlich sterben in Deutschland 19.000 Menschen durch Behandlungsfehler. Trotzdem geht man doch zum Arzt, oder?

@20:32 von Katarina88

und diejenigen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, etwa wegen Immunschwäche oder Medikamenten

Woher wissen Sie bei einem knapp einjährigen Kind, ob es eine Immunschwäche hat oder nicht? Es kann sich nicht verständlich äußern, es kann nicht sagen "es juckt überall", wenn es schreit, tut es das vor Schmerz, oder weil es Hunger hat? - und wenn das Kind einen anaphylaktischen Schock erleidet, ist es in der Regel zu spät. Vertretbare Kollateralschäden beim Impfen? Ich denke nicht.

Impfen ist OK, aber man sollte damit warten, bis der Impfling sich halbwegs verständlich zu eventuell auftretenden Nebenwirkungen äußern kann - also mindestens bis zum 3. Lebensjahr. Und dann auch nicht ein Kombipräparat, bei dem man die tatsächliche Ursache einer Nebenwirkung kaum ausfindig machen kann (wie bei jedem Medikamentenmix), sondern gezielte Einzelimpfungen, mit Zeit dazwischen, um eventuelle Nebenwirkungen erkennen und zuordnen zu können.

Polio oder auch Kinderlähmung

Polio oder auch Kinderlähmung gehört immer noch zum Impfkalender.

Gegen Pocken wird nur noch in Ausnahmefällen geimpft, weil die Erreger nur an wenigen Orten weltweit noch zu finden ist. Ein Grund dafür ist die relativ hohe Chance von Nebenwirkungen bei einer Lebendimpfung. Durch das "Aussterben" des Erregers im normalen Umgang ist die Gefahrenabwägung eindeutig umgeschlagen.

Die Problematik mit Kombiimpfungen ist kompliziert. Zwar sind die Risiken einer Komplikation etwas höher, gleichzeitig sinken aber auch die Kosten und die Belastung. Gerade bei problematischen Patienten bzw. deren Eltern ist es oft wesentlich einfacher nur eine Spritze statt mehreren geben zu müssen.

Eine Impfung gegen Tetanus ist für viele Berufsgruppen immer noch grundsätzlich zu empfehlen, schon aus Egoismus. Verletzungen mit unsauberem Werkzeug etc passieren einfach zu leicht...

Tod durch Masern oder durch falsche Behandlung?

Ich möchte wetten, dass bei dem verstorbenen Kind das Fieber unangemessen durch Zäpfchen gesenkt wurde, so dass die Erreger ins Gehirn vordringen und dort eine Entzündung auslösen konnten. Das Verhalten der Erreger ist gut untersucht. Masernerreger verlieren spätestens ab ab 39 Grad die Fähigkeit, sich zu vermehren, bei noch höheren Temperaturen sterben sie ab. Hohes Fieber ist hier das Heilmittel. Ein sonst belastbares Kind kann durchaus mal zwei Tage 40 Fieber aushalten! Man darf das Fieber nur auf natürliche Art, z.B. durch Wadenwickel im Rahmen halten. Ein solches Kind wird keine Gehirnentzündung bekommen.

Und was ist mit Erwachsenen-das alles hilft mir nicht weiter

Wie eigentlich schon die ganzen Jahre, in denen ich mich informieren wollte, was ich als Erwachsener ohne Masernerkrankung und ohne Impfung machen solle, kann mir das anscheinend keiner richtig sagen.
Auch hier ist das wieder mal gar kein Thema.
Soweit mir bekannt, stellt die Masernimpfung bei Erwachsenen ein stark erhöhtes Risiko im Vergleich zu Kindern dar(?)
Wiese wird sowas nicht auch mal erörtert?

Statistische Einordnung der Aussagen

Groß: "Das Risiko, nach einer Infektion eine schwerwiegende Komplikation zu erleiden, ist hoch."

Leider kenne ich die genaue Definition für 'hoch' nicht, aber bei Nebenwirkungen von Medikamenten gibt es

Sehr häufig: 10-100%
Häufig: 1-10%
Gelegentlich: 1-0,1%
Selten: 0,1-0,01%
Sehr selten: <0,01%
Nicht bekannt

Nur was ist eine schwerwiegende Komplikation? Krankheitssymptome wie Durchfall, Lungenentzündung und Mittelohrentzündung treten häufig auf, was aber noch keinen schweren Verlauf indiziert. In ca. 0,1% der Fälle kommt es zum Tod.
Aus meiner Sicht sind die schwerwiegenden Komplikationen im Bereich von 'Gelegentlich' anzusiedeln, was man keinesfalls mit 'Hoch' übersetzen sollte. Oder werden bei Krankheiten und Medikamenten verschiedene Maßstäbe angesetzt? Falls ja: Warum?

@Stahlschuh

10% der Bevölkerung? Also 14 von 1484 sind 0,9%...

Klingt natürlich nicht ganz so bedrohlich...

Polio

Wenn Polio noch zum Impfkalender gehört, warum gibt es nicht mehr, wie früher, die allseits beliebten "Schluckimpfungshappenings"? Ich habe dazu seit Jahrzehnten keine Einladungen oder Plakate mehr gesehen.

Nicht-Impfen ist rücksichtslos

Ich hatte eine Reportage über ein Kind gesehen, dass sich als Säugling an Masern durch ein nicht-geimpftes Kind angesteckt hatte.

Es erkrankte dann an subakuter sklerosierender Panenzephalitis.

Es war so schrecklich zu beobachten, wie ein völlig gesunder Junge sich wieder über Jahre zurückentwickelt und schließlich stirbt ohne es aufhalten zu können.

@21:45 von Freiheitsstatue

"Sie schreiben geradezu illustriert "Ich hatte eine Reportage über ein Kind gesehen, das sich als Säugling an Masern durch ein nicht-geimpftes Kind angesteckt hatte."[...]
.
War also der Säugling auch nicht geimpft ?"

---

Natürlich war der Säugling nicht geimpft... die Mutter des Säuglings dagegen anscheinend schon (oder zumindest nie daran erkrankt)

Fragen kostet nichts

"War also der Säugling auch nicht geimpft ?"
.
Bisher gibt es noch keine Impfungen im Mutterleib oder direkt bei der Geburt. Macht ja nichts, Clausthaler!

@de Hahn

Nein, ich gehe so wenig wie möglich zum Arzt. Meine Mandeln hab ich immer noch, die man mir mit 19 entfernen wollte, weil ich "sonst ein Herzproblem bekomme" (das hab ich auch nicht), ich habe zweimal Borreliose ohne Antibiotika ausgeheilt, eine Grippe alle 5 Jahre oder so heile ich mit zwei Wochen Bettruhe aus, auf die Knie-OP hab ich auch verzichtet und bin 6 Jahre später beschwerdefrei. Vielleicht Glück? Ich bin dankbar für meine Gesundheit, kenne eine Menge Naturheilmittel, die wirken, glaube aufgrund vieler Heil-Erfahrungen bei mir & meinen Kids an Homöopathie und bin trotzdem froh, im schlimmsten Fall unsere gute Medizin in Anspruch nehmen zu können. Warum auch nicht?

Säuglinge brauchen Stillen!!!

Nur ungestillte Kinder sind anfällig gegen Krankheiten!!! Solange Kinder gestillt werden, sind sie so gut wie vollständig immun gegen viele Krankheiten. Unsere 1 1/2 jährige Tochter wird immer noch gestillt und hatte bisher noch nicht mal eine Schnupfennase! Das Problem ist in weiten Teilen unsere unnatürliche Lebensweise, die aber als großer medizinischer Fortschritt in den Himmel gejubelt wird... (und jetzt komme mir keiner mit der Keule, dass ja früher viel mehr krank waren und gestorben sind - unsere Ernährung ist viel besser!).
-
Der Glaube an die Wissenschaft wird auch hier wieder verteidigt wie eine archaische Religion, mit Fanatismus, Strafandrohungen, Alleinvertretungsanspruch, Rechthaberei, Ausgrenzung Andersdenkender - es ist unfassbar! Und das sind die Vertreter des Vernünftigen???

von wegen, impfungen schützen...

tun sie nicht, oder zumindest nicht immer...
ich wurde als kleines kind in den 70er jahren mit allem nach plan geimpft, was die ärzte für notwendig hielten.
masern, mumps, windpocken, tetanus, röteln, das ganze programm inklusive auffrischimpfungen.

ergebnis: ich bekam (nachweislich) masern, mumps, windpocken und röteln.
nein, nicht unmittelbar nach der impfung. erst viel später, im kindergarten.
und jetzt SIE.
wie kann das sein, wenn doch impfungen so sicher sind und vor all den krankheiten schützen?!
meine kinder lasse ich nicht impfen.
in einen kleinen kinderkörper, dessen blut-hirn-schranke nicht vollständig ausgebildet ist, aluminium, formaldehyd und quecksilber zu geben, kann ich nicht verantworten.

Polio

Die Polio Schluckimpfung ist eine lebendimpfung. Diese wurde zuerst in den USA durch eine Totimpfung (Spritze) ersetzt, da etwas jede(r) Millionste an Polio erkrankte. Aufgrund der Impfpflicht in den USA inkl. Haftungsübernahme und den genauen statistischen Datenerhebungen wurde also das Impfen umgestellt und danach auch hier.

kleinkind an masern gestorben?

ich bin mal dem hinweis "kleinkind in berlin an masern gestorben" nachgegangen.
von der charite heißt es, sie prüfen die todesursache noch, also da hat sich wohl jemand zu schnell mit einer "wahrscheinlichen" diagnose "nach draußen" getraut.

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