Kommentare

...immer nur Griechenland?

##" Zumal müssten die Griechen im Kopf haben, dass es anderen in der Eurozone schlechter geht als ihnen", so der Bundesfinanzminister##

dem ist nichts hinzuzufügen, eigentlich könnte man diese einseitige, ermüdende Debatte um die griechische Armut mal über den ideologischen links-rechts-Tellerrand hinausschieben...

wir erklären wir den Bürgern der EU-Länder Bulgarien, Rumänien, Slowenien, Kroatien usw demnächst, dass für Finanzhilfen leider kein Geld da ist, weil dieses auf Jahrzehnte hinaus nur an Griechenland gehen wird?
Sind diese Länder weniger "helfenswert" oder treten ihre Politiker nicht dreist genug auf?
Aus diesen Ländern kommen im Rahmen der EU-Reisefreiheit zunehmend Menschen zu uns, die vor der finanziellen Perspektivlosigkeit "flüchten"; warum kommen nicht in gleichem Maße Griechen zu uns wo die doch nach div. Presseberichten noch ärmer sind?

Die populistische Tsipras-Regierung muss jetzt liefern

Nach Anerkenntnis der Spar- und Reformprinzipien des bisherigen Hilfspaketes der Institutionen, die ja angeblich bei der Parlamentswahl vor vier Wochen "abgewählt" wurden, muss GR heute eine entsprechende Reformliste vorlegen, die den Kriterien und Zielen der Geldgeber entspricht.

Werden bei den von Varoufakis und Co. neu definierten Reformen als Weg zum Ziel haushalterische Freiräume durch mehr Einnahmen und/oder weniger Ausgaben geschaffen, könnten auch Wahlversprechen umgesetzt werden. Die neue Regierung muss also erst erarbeiten, was danach wieder ausgegeben wird. Zudem müssen die Institutionen EU-Kommission, EZB und IWF jede Einzelmaßnahme genehmigen.

Die griechische Regierung hat mit der heutigen Lieferung der Reformliste und der Konzeptentwicklung für die Zeit nach dem Auslaufen des verlängerten Hilfsprogramms Ende Juni ihr Schicksal selbst in der Hand. Die Restbeträge aus dem lfd. Rettungsprogramm kann GR erst nach Anlaufen der beabsichtigten Reformen Ende April erhalten.

05:32 von non licet bovi

-warum kommen nicht in gleichem Maße Griechen zu uns wo die doch nach div. Presseberichten noch ärmer sind?-

Ich denke, weil dort "Europa" schon vor der EU existent war, nicht nur geographisch und die Leute einen Bezug zur Heimat haben.
In dem östlichen Teil wirken über 70 jahre "Bolschewistentum" Unsicherheit und Angst vor weiteren möglichen Unfreiheiten nach. Es besteht keine innere Bindung zu einer Sache, die in ihren Köpfen nicht die ihre ist.
Griechenland wird schon wieder auf die Beine kommen!
Angst machen mir nur die "Parteien" die nach der jetzigen aus ihren Löchern kommen...
Ich hoffe, das Volk ist klug genug das zu erkennen!

Hilfsgelder für die Ukraine?

Für mich steckt da System dahinter. Für die eigenltiche Bankenrettung, die hinter der Griechenland-Rettung steckt, ist Geld da. Die griechischen Bürger interessieren weder Merkel noch Schäuble. Für die Ukraine ist auch schon der Geldsack geschnürt. Auch hier werden Reformen mit verknüpft. Wenn man die Bilder in den Medien jedoch sieht, kann man doch auch davon aus gehen, dass die Ukraine das Geld nie zurückzahlen kann. Und weil man weiß, dass die Balkanländer arm sind und auch arm bleiben, gibt man da erst gar keine Hilfen hin. Um ein sog. "einheitliches Europa" und dass es in diesem "einheitlichen Europa" ALLEN Menschen möglichst gut geht, geht es doch Merkel und Schäuble gar nicht.

.....Tsipras stimmt die Griechen auf den Bruch von Wahlversprech

Wahlversprechen ein. .....

----------------------------Interessant ! Aber so sind sie , die Sozialisten/Linke , und so sind sie nicht nur in Griechenland !

Was habt Ihr da nur gewählt liebe Griechen , aber war das nicht von vornherein klar ?

Selbst wenn !!!

Selbst wenn sich Athen sämtlichen europäischen Forderungen komplett verweigern würde, bekämen sie weiterhin Geld in den Rachen gestopft.

Es glaubt doch bitte niemand ernsthaft, dass die EU den geostrategischen bzw. geopolitischen Verlust Griechenlands in Kauf nehmen würde.
Im Leben nicht !!!

Selbst wenn sie sagen würden: "Wir unternehmen nichts zu unserer Gesundung und ihr werdet trotzdem zahlen", so würde es genau so kommen.

Brüssel, Straßburg und Berlin fürchten den Gesichtverlust, doch nicht Varoufakis oder Tsipras !

Herr Schäuble veranstaltet hier doch nur eine seiner üblichen und überaus durchsichtigen Handpuppenspiele.
Eine absurde Show für den erregten und erzürnten Bürger !!!

@ 5:32h von licet bovi

Guter Kommentar, kann mich vorbehaltlos anschliessen. Wahrscheinlich sind die genannten EU-"Neuländer" eben noch nicht lange genug im Geschäft, um so trickreich aufzutreten wie die div. griechischen Regierungen bisher. Einige andere der neueren EU-Staaten (Balten, auch Polen) scheinen sogar wesentlich umsichtiger zu wirtschaften als so manches Alt-EU-Land, vielleicht ein Hoffnungsschimmer, mal abwarten...

Griech. EEG piept nur noch dank EU-Zahlungen d. Stromrechnung

Es ist eben leichter sich das fehlende Geld u.a. in DE zu holen als bei den eigenen Steuerschuldnern (67 Mrd., erwartet 9), die einen Ablass bekommen sollen. Das Privatisierungsprogramm hat Samaras schon 50 auf 25 Mrd. gekürzt (real nahm man 530 Mio. in 2014 ein).

Dazu in bisschen Kampf dem Öl- und Zigarettenschmuggel, ein bisschen Kampf der Korruption und die alten Parteivetter wieder massenhaft in Beamtenpositionen hieven.

Ausgabenkürzungen wird die Liste auch nicht zeigen und der Primärüberschuss von 4,5% BIP für Zinsen war nicht verhandlungsfähig mit den staatlichen Kreditgebern.

Wir helfen also nur dem Grexit über die nächste Klippe und drücken uns um die Fragen wie lange das -Konsum auf Pump ohne spürbare Eigenleistung dagegen- noch so weitergehen soll und wie viel am Ende bei uns real und nicht nur als Bürgschaft aus den Geldbeuteln der Bürger gezogen werden muss?

Osteuropa hat weniger Lohnsteigerungen als GRE u. höhere Produktivität. Wettbewerber Türkei hat Weichwährung.

Reformen in Griechenland:Athen ist nun am Zug.....

Hoffentlich geht die griechische Regierung nicht auf die Diktate aus dem Norden ein.Hoffentlich "bewegt" sie sich nicht im Sinne der Schäubles und Juncker.Kein Opfer bringen für die nordeuropäische Banken.

Wahrscheinlich war es ein Fehler,daß Griechenland in den Verhandlungen mit der EU nicht die Option des Austritts und der einseitigen Schuldenannullierung auf den Tisch gelegt hat.
Es gibt vielleicht bessere Alternativen jenseits der EU.

Bis die Blase platzt

Das Ergebnis der ganzen Aktion steht doch schon längst fest: Die Euro-Länder, Deutschland voran, werden weiter den Griechen Geld in die Hand geben. Dabei ist es egal, ob die angeblichen Reformen umgesetzt werden oder nicht. Und wir reden hier nicht von Krediten. Griechenland wir das Geld nie und nimmer zurückzahlen können. Hat schon einmal jemand nachgerechnet, wie viele Jahrzehnte dies dauern würde, wenn Griechenland nicht einen Cent für sich selbst verwenden würde? Und es ist klar, dass der "Betrieb" des Staates alles verschlingt. Mit den jetzigen "Schenkungen" werden doch nur die Zinszahlungen finanziert.
Aber Griechenland darf nicht Pleite gehen, denn da würde die Unfähigkeit der Finanzpolitiker und Banker in der EU ans Licht kommen.
Der Bundestag muss noch diese Woche dem neuen Konstrukt zustimmen. Natürlich ungesehen, denn die Abgeordneten kennen bis dato das Papier gar nicht. Eigentlich dürften sie niemals zustimmen, wenn sie an ihren Amtseid denken.

eurodiktatur

weshalb wird billiges geld den banken zur verfügung gestellt, die wiederum damit spekulierem. wie soll so auch nur ein euro in die realwirtschaft gelangen? es wäre sinniger geld über beamte oder über VERNÜNFTIGE projekte unter das volk zu bringen. ohne zinsgewinn für banken.
.
der euro vernichtet im süden tag für tag jobs. und zeitgleich den europäischen binnenmarkt. europa wird ausgesaugt.

Seit 5 Jahren ...

...ist in Griechenland und der übrigen
Welt bekannt, daß dort die Nicht-
zahlung als auch die Nichtbeitreibung
von Steuerschulden - neben der Kor-
ruption - und den teilweise katastroph-
alen Verhältnissen im Katasterbereich
und den übrigen Verwaltungsbehörden
die wesentlich

A l l e i n u r s a c h e

für den nahezu-Staatsbankrott bilden.

Dazu noch die auf Arglist gegenüber
allen übrigen EU-Mitgliedsstaaten beruhende Täuschung mittels Frisie-
ren der Staatsbilanzen im Zusammen
-hang mit dem EU-Beitritt war der
nächste Schritt des riesigen Rechts-
bruchs und der Schädigung der EU-
Gemeinschaft !

Der griechische Staat ist bereits seit
dem Ende des Zweiten Weltkriegs
mit der Misere in der Bringschuld,
ja sogar im permanenten Verzug.

Seit 5 Jahren hat keine einzige griech-
ische Regierung hieran - trotz hefti-
ger Beteuerungen (!) -

n i c h t s

geändert !

(Hier fällt mir zB der ehemalige gr.
Finanzminister Evangelos ein, der
etwas unterernährt wirkte) !

Über 60 Jahre Verzug !

von über

70 mrd steuerschuld will die regierung 3,5 mrd eintreiben können! Nun muss es der benzinschmuggel richten....! Wunderbar - so stellen wir uns ernsthafte reformen vor um an mühsam erarbeitetes deutsches steuergeld zu kommen!

ja und ?

"Zumal müssten die Griechen im Kopf haben, dass es anderen in der Eurozone schlechter geht als ihnen", so der Bundesfinanzminister".

In Bangladesh geht es vermutlich den Leuten noch schlechter.
Wenn Deutschland vorhat aus Griechenland ein Bangladesh zu machen dann sind die Griechen gut beraten aus dem Verein hier auszutreten.
Die welt kennt auch andere nationen.
Hoffentlich scheitert dieser vertrag in irgendein parlament so das Griechenland freikommt und hoffentlich nie wieder mit solchen Leuten zu tun bekommt wie Schäuble.

Wenn es so wäre, wie Schäuble beschönigt

Wenn es so wäre, dass Griechenland bereits auf einem guten Weg war, dass wieder erfolgreich gewirtschaftet wurde und die Arbeitslosigkeit tatsächlich (und nicht nur statistisch) zurückgegangen ist, dass es vielen Menschen in Griechenland bereits wieder besser ginge als unmittelbar nach dem Absturz der Wirtschaft im Zuge der Finanzkrise 2008/2009, dann könnte man irgendwie nachvollziehen, warum Wolfgang Schäuble so sehr darauf pocht, dass wie das zu befürchten steht?
Was, wenn dann trotz oder gerade wegen des griechischen Beispiels dort demokratische Wahlen zu Regierungskonstellationen führen, die die Verhältnisse in Athen an extremer Gesinnung noch übertreffen, vor allem in die rechte Richtung? Wird denen dann auch der Geldhahn zugedreht?

Zitat: Rainer Flassbeck , Wirtschaftswissenschaftler
http://blog.arbeit-wirtschaft.at/flassbeck-griechenland/

Wer weiss, wie

in der EU gemauschelt wird, dem ist auch klar, dass das öffentliche Drama um die Griechenlandrettung reine show ist.
Und genau, 10 Länder liegen beim BIP pro Einwohner noch hinter Griechenland. Müssen die etwa auch für die Griechen zahlen?
MfG

@ licet bovi von 05:32h

Sie schrieben: "...wir erklären wir den Bürgern der EU-Länder Bulgarien, Rumänien, Slowenien, Kroatien usw demnächst, dass für Finanzhilfen leider kein Geld da ist, weil dieses auf Jahrzehnte hinaus nur an Griechenland gehen wird?".......

Bulgarien und Rumänien. Bei diesen zwei EU - Mitgliedsstaaten und demj Wort Finanzhilfe fällt mir beispielsweise ein, dass diese beiden Staaten die Hilfen für ihre ethnischen Minderheiten, die sie beantragen und bekommen könnten, seit Jahren nicht abgerufen haben: In der Folge sind diese Minderheiten inzwischen soweit verarmt, dass sie in größer werdenden Anzahlen abwandern: Nach Frankreich, die Niederlande, Belgien, Deutschland, GB.

Statt diesen Menschen im eigenen Land eine Perspektive aufzubauen und die dafür bereitliegenden EU-Hilfen zu nutzen, wird einfach NICHTS gemacht und zugesehen, wie diese Menschen ihre angestammte Heimat verlassen. Ein Schelm, wer dabei einen möglichen "Vorsatz" vermutet ???

@lh

Hilfsgelder für die Ukraine?
.......für die Ukraine ist auch schon der Geldsack geschnürt.

Ich gebe Ihnen vollkommen recht.
Gibt es in einem europäischen Land (Banken)Probleme,welcher Art auch immer,sind Merkel und Schäuble vor Ort.
Geben sich als den Barmherzigen Samariter,und verteilen großzügig Steuergelder in Form von Kredite. Dem Märchen der Tilgung durch den Schuldner wird natürlich Glauben geschenkt.
Der nichts hat,und Überschuldet ist kann nicht Tilgen.
Das weiss jeder,bis Merkel u.Schäuble scheint das aber noch nicht durchgedrungen zu sein.

Um die, von Terroristen heimgesuchten Länder, wird sich nicht gekümmert.
Um diese Länder wird ein großer Bogen gemacht.

Die haben kein Bankensystem,welches zu Retten gilt.
Hier müssen nur "MENSCHEN" gerettet werden.

Griechenland wird mal wieder

Griechenland wird mal wieder das Blaue vom Himmel versprechen. Kaum haben wir gezahlt tun sich "unerwartete Haushaltslöcher" auf. Arme Steuerzahler.

Die EU ist eine

Die EU ist eine Wirtschaftsgemeinschaft. Hier geht es um Ressourcen, Produktivität, Innovationen, Handel und letztendlich nur um's Geld. Der griechische Staat ist de facto pleite und lediglich die Öl- und Gasfelder sind noch interessant für die EU, zumal Russland für die nächste Zeit als verlässlicher Partner vergrault wurde. Jetzt wird nur taxiert, ob sich Invest und zu erwartender Gewinn im vernünftigen Verhältnis bewegen. Wenn nicht, kann man mit dem am voraussichtlich 01.07.2015 (daher 4 Monate) europaweit inkrafttretenden Trennbankengesetz Griechenland in die Insolvenz und aus dem Euro entlassen, ohne das Währungsgefüge zu gefährden.

Währenddessen

gehen tausende in Irland und Spanien auch gegen Merkels Deutschland auf die Strasse (gestern demonstartationen in Dublin und Madrid die von unseren "Qualitätsmedien" verheimlicht werden ).
In Irland hat man das Grundwasser privatisiert was die Menschen auf die Barrikaden getrieben hat -Irrsinn.
Es werden immer mehr werden in immer mehr Ländern.

@05:32 von non licet bovi

[Wie]... erklären wir den Bürgern der EU-Länder Bulgarien, Rumänien, Slowenien, Kroatien usw demnächst, dass für Finanzhilfen leider kein Geld da ist, weil dieses auf Jahrzehnte hinaus nur an Griechenland gehen wird?

Nicht nur das. Teilweise bezahlen diese Länder ja sogar für die Griechenlandhilfe.

@05:32 von non licet bovi

quod licet bovi, non... In dem Fall sind nach Ihrem sehr guten Kommentar die genannten EU-Länder die bovis (wenn der Plural so richtig ist).

Daß Menschen nicht nur aus diesen (!) Ländern alle ins Zentrum Europas streben sollte den Trollen zu denken geben, falls sie das dürfen, die unser Land in den Schmutz zu ziehen versuchen.

@07:14 von lh: "Für die Ukraine ist auch schon der Geldsack geschnürt" - das muß man natürlich aufgrund der dortigen Korruption kritisch sehen. Dazu haben gescheite Leute in einer PHOENIX-Runde den Ansatz geäußert, daß ein Genesen und Wohlstand in der Ukraine im Gegensatz zur okkupierten Ostukraine der beste Stachel gegen Putin sei. Den zeitlichen Ablauf dieser Entwicklung lasse ich jetzt mal unberücksichtigt. Auch der rückwärtsgewandte Putin wird einmal Vergangenheit sein.

@08:31 von Bernd Kevesligeti : "Es gibt vielleicht bessere Alternativen jenseits der EU" - ja, VIELLEICHT. Aber es gibt keine Alternative zu gutem Wirtschaften.

Und in 4 Monaten dieselbe Leier.

Irgendwie habe ich ja noch ein wenig Hoffnung, das ein paar europäische Parlamente hier endlich einen Schlussstrich ziehen. Der Bundestag hat ja bereits breite Zustimmung signalisiert, hauptsache die Reformliste aus Athen hört sich gut an. Was davon realisiert werden kann, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ich bin davon überzeugt, das die griechischen Millionäre ihre Schäfchen ins trockene bringen werden bzw. schon gebracht habe, sodass aus dieser Einnahmequelle nicht viel zu holen sein wird. In den letzten 5 Jahren haben wir sehen können, dass es trotz Milliardenhhilfen GR nicht gelungen ist wieder selbständig "stehen" zu können. In den letzten Wochen konnten wir sehen, dass die Probleme nichtmal weniger geworden sind. Ganz im Gegenteil aktuell brechen die Steuereinahmen weg weil das Volk auf Tsipras und die versprochenen Erleichterungen hofft. Dieser scheint alles andere als ein verlässlicher Partner zu sein, dem man mit weiteren Mrd. unter die Arme greifen sollte.

Tsipras und sein Professor

Tsipras und sein Professor können doch überhaupt nicht "liefern"! Die Wortwahl ist wirklich sehr irreführend und soll wohl die Zahler beruhigen. Die beiden Herren können höchstens Absichtserklärungen von sich geben - und es bleibt abzuwarten, ob diese überhaupt in die Tat umgesetzt werden. So schindet man Zeit und erwirbt für sich selbst evtl. Pensionsberechtigungen. In ein paar Monaten steht die EU wieder vor demselben Problem.

@Odin-HH

Selbst wenn.....
sich Athen sämtlichen europäischen komplett verweigern würde,bekämen sie weiterhin Geld in den Rachen gestopft.

Dazu muss ich Ihnen recht geben.

Das ganze Affentheater ist zum Schiessen,
wenn die Sache nicht so einen ernsten Hintergrund hätte,könnte man sich über die Schauspieler beider Seiten tot lachen.

Natürlich wird Athen wieder einmal Milliarden "geschenkt" bekommen,und das ist auch nicht das letzte "Geschenk".
Tsipras weiss genau was ein Grexit für den Euro bedeutet:
Ein Auseinanderbrechen des Euro!
Und die dadurch entstehende Gefahren fürchten die Euroländer.
Damit sitzt Athen am längeren Hebel,und nicht die Geberländer.
Die haben Griechenland viel zu lange angefüttert,dadurch ist das Land,(die Banken) zum Nimmersatt geworden.

Heute schlagen die Autoren

Tsipras u.Veroufrakis ihr,am vergangenen Wochenende,verfasstes "Märchenbuch" auf.

Und der erste Satz eines Märchen lautet häufig:
"Es war einmal........."

Nichts wird sich ändern...

...davon bin ich überzeugt. Der Brief den Tsipras der Eurogruppe vorlegen wird ist es nur eine Art Absichtserklärung oder in englisch "Letter of Intent". Sowas hat es seitens GRE auch schon früher gegeben und auch dort wurde versprochen das man das Steuersystem reformieren und Korruption bekämpfen will. Kann man sogar beim IWF nachlesen:

http://www.imf.org/external/np/loi/2012/grc/030912.pdf

Alter Wein in neuen Schlaeuchen!

Was genau stand Neues in diesem Artikel? Waere er als Zusammenfassung der Geschehnisse der letzten Tage gekennzeichnet gewesen, haette ich mir das Lesen sparen koennen. Wartet mit den Artikeln doch einfach bis sich neue Fakten ergeben, die auch die Mitteilung wert sind, zum Beispiel bis an die Oeffentlichkeit dringt, was in der Liste der Griechen steht!

Wie waers mit nem Live-Ticker zur Griechenland-Krise?

Den Karren gegen die Wand fahren.

Wir werden doch nur ständig belogen, belogen, belogen bis dem Pinocchio die Nase über die Wolken wächst.

Griechenland hat keine Fortschritte erzielt weder im Wachstum noch in der Arbeitslosigkeit.
Diese Sparmaßnahmen sind nur augenscheinlich. Die bringen gar nichts sondern sollen nur zeigen, daß die Gelder nicht umsonst fließen. Die würden auch fließen, wenn Griechenland gar nichts tut.
Wie soll sich etwas in paar Wochen oder Monaten ändern, was schon seit 60 Jahren in Griechenland eingespielt ist.

Wir werden belogen, daß die Kredite zurückgezahlt werden und Griechenland sich an die Verpflichtungen hält. Von dem Geld was nach Griechenland fließt, werden wir absolut nichts zurück bekommen. Das ist ein verschenktes Geld. Faß ohne Boden und das nächste Hilfspacket wartet auch schon.

Sollen sie doch den EU Karren gegen die Wand fahren. Bei so viel Täuschung, Politik und Lügerei kann man die Wahrheit sowieso dann nur erkennen, wenn der Karren auseinander fliegt.

re bernd kevesligeti

"Wahrscheinlich war es ein Fehler,daß Griechenland in den Verhandlungen mit der EU nicht die Option des Austritts und der einseitigen Schuldenannullierung auf den Tisch gelegt hat."

Sicher, es wären dann ja nur die griechischen Banken binnen Stunden zahlungsunfähig geworden und der Staat binnen Wochen.

Mit den frisch gedruckten Drachmen hätten die Griechen immerhin ihre Wohnugen heizen können, sofern sie einen Herd oder offenen Kamin haben.

Ich frage einmal ganz anders herum...

Also irgendwie muss ich als Betriebswirtschaftler irgendwas falsch verstanden haben oder ich bin einfach nur zu blöd:

Ist eigentlich schon einmal jemandem in den Sinn gekommen, dass das ganze griechische Wirtschaftssystem vor 2008 einer doppelten Subvention unterlegen war und somit auch nach einer vollständigen Streichung aller Schulden niemals funktionieren kann?

Meine Annahme dazu beruht auf zwei Tatsachen:

1. Vor 2008 hat der griechische Haushalt aus hohen Subventionen in Form hoher Renten, einer Vielzahl hoch bezahlter Staatsbeamter sowie staatlicher Infrastrukturmassnahmen in Form großer staatlicher Betriebe stattgefunden.

2. Gleichzeit war das Steuerwesen absolut ineffizent und hat viele Unternehmen viel zu gering wenn nicht sogar gar nicht besteuert.

Punkt 1 ist nach der Krise völlig zum Erliegen gekommen. Jedoch findet Punkt 2 immer noch statt. Und trotz dieser enormen "Steuererleichterungen" lahmt die griechische Wirtschaft! Was läuft hier wohl falsch???

Geld

Wenn Griechenland keinen Euro mehr hat, beginnt das ganze Eurosystem kaputt zu gehen.
Da dann aber ,nach Ausstieg aller, wieder die eigenen Staatswährungen eingeführt werden müßten, kämen auch die anderen immensen Schulden anderer Länder ans Tageslicht. Somit wäre fast der gesamte ( dann ehemalige) Euroraum pleite.
Lieber den Griechen noch ein paar Milliarden hinterherwerfen, als endlich mal Kassensturz auf europäischer Ebene zu machen. Europa, ein Pleitegebiet.
( Wer kennt eigentlich die Gesamtschuldenmenge im Euroraum?)

re 07:17 von tomtomtoy

.....Tsipras stimmt die Griechen auf den Bruch von Wahlversprechen ein. .....//////
*
Das haben Parteien so an sich!
*
Aber der Erfolg "populistischer" Wahlerfolge muß überall bezahlt werden!
*
Unsere Energiekosten waren mit dem Atomausstieg auch gewählt!?!

re druide

"Wenn Griechenland keinen Euro mehr hat, beginnt das ganze Eurosystem kaputt zu gehen."

Haben Sie dafür irgendeine Begründung oder ist das eine Glaubensfrage?

"kämen auch die anderen immensen Schulden anderer Länder ans Tageslicht"

Hat irgendein Land geheime Schulden?

re boris.1945

"Unsere Energiekosten waren mit dem Atomausstieg auch gewählt!?!"

Nach Umfragen gibt es eine Mehrheit für den Atomausstieg, Doch davon abgesehen war er von den demokratisch legitimierten Verfassungsorganen beschlossen.

@ DB_EMD 11:22: Gut gefragt

Im Gegensatz zum weiter oben zitierten Flassbeck (Chefökonom der von China dominierten OECD) fing GREs Schuldenmisere nicht erst mit dem Euro an, denn auch davor bestand der Konsum auf Pump (Schulden und Leistungsbilanzdefizite) und die Umleitung der Kredite in die abwechselnd herrschenden kaum/nicht steuerzahlenden Vorbild-Dynastien, die ihre Partei-Gefolgschaft per kreditierter Vetternwirtschaft (Staatssektor) gut stellte.

Der Eurobeitritt war clever, ließ er doch den Dollar sinken (Chinas Exportwährung), was v.a. durch den rentenbeschnittenen Exportweltmeisterarbeiter für die Eurozone erreicht wurde, was dem Leben auf Pump einen riesigen zusätzlichen Kaufkraftschub bis Krise 2007 gab.

Der fallende Euro legte dann die Schwachstellen offen und erhöhte den Kreditbedarf fürs Leben auf Pump bis dieses einbrechen musste, eben auf das heutige wahre Leistungs- und Konsumniveau der VW.

Nun nach dem Sturz will schon gar keiner Steuern zahlen, das ersetzen ja EU/EZB/IWF. Das läuft falsch.

Was für eine Liste aber auch :-)

Wie lächerlich ist das denn eigentlich. Griechenland soll jetzt eine Liste von Reformen zeigen und danach soll entschieden werden, ob weitere Hilfen kommen.

Dann würde ich mal in Stelle von Griechenland eine schöne, lange Liste machen voll mit Maßnahmen.

Damit überhaupt diese Maßnahmen aber greifen, braucht es doch eine gewissen Zeit. Wie soll man denn überhaupt prüfen, ob die Griechen sich an ihr Wort halten?
Selbst dann könnten sie sagen wir haben es versucht aber es hat nicht funktioniert. Der gute Wille war aber da. Mit einem guten Willen kann man aber nicht satt werden.

Ohne Zeit für die Überwachung, daß die Reformen greifen kann man doch keine Entscheidung treffen. Man möchte mich doch eines besseren belehren, aber diese Liste von Reformen ist doch völlig irrelevant. Ich würde jetzt an Tsipras Stelle nur lügen und die Liste voll machen. Mit Zusagen, die nicht eingehalten werden können, kann man doch keine Entscheidung treffen. Wir werden wieder nur verschaukelt :-)

Kredite ohne Sicherung

Wenn eine Person von der Bank Kredite holen möchte, verlangt eine Bank normalerweise eine Sicherung. Die Hypothek z.B. eines Hauses wird im Bankwesen als Sicherung für Kredite eingesetzt.

Was für eine Sicherung hat die EU für die Hilfspackete? Nichts -Null. Eine Liste von Reformen. Das ist die Sicherung? Was ist wenn die Reformen nicht umgesetzt werden? Nichts das Geld ist verloren.

Wo gibt es denn sowas? Was für ein Finanzsystem. Dabei ist bekannt, daß Staaten sich pleite erklären dürfen.

Nur mal ein Denkanstoß. Was würde denn passieren wenn Griechenland seine Inseln als Sicherung anbieten würde? Ich bin mir sicher, daß die Reformen aufeinmal alle überraschdend gut umgesetzt würden. Solange Griechenland weiß, daß die EU sowieso zahlt, werden die sich auch kein bißchen bemühen.

Wie erklärt man anderen,

Wie erklärt man anderen, ärmeren Mitgliedern der EU, dass Griechenland unbedingt 750€ Lohn einführen will, aber den trotzdem geholfen wird?

Wenn ich die Kommentare hier

Wenn ich die Kommentare hier lese, wird mir zum Teil angst und bange:

"Was würde denn passieren wenn Griechenland seine Inseln als Sicherung anbieten würde?"
Sorry, geht's noch? Wir sind das Land, das in den letzten 100 Jahren schon zweimal Europa überfallen hat.

@jo@jo
"Sorry die gefühlte und selbstverschuldete Armut Griechenlands interessiert mich nicht im Geringsten, solange es Länder gibt, die um ein Vielfaches ärmer sind."

Ach ja, wieder das Argument. Demzufolge setzen Sie sich dann wohl rührend für die Menschen in Sierra Leone ein? Nicht, dass wir für die Menschen dort nicht auch etwas tun (oder unterlassen) könnten, aber Griechenland ist unmittelbar in unserem Einflussbereich, mitten in Europa, in der EU und in der Euro-Zone. Wenn Europa noch irgendwelche Werte kennt (außer Aktienkursen), dann hat es uns zu interessieren, wie es den Menschen in Griechenland geht. Und was selbstverschuldet angeht... sagen Sie das z.B. mal der arbeitslosen Jugend oder den Kranken.

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