Kommentare

Da muss ich aber mal fragen

"Eine im vergangenen Jahr mit großer Mehrheit im Parlament angenommene Verfassungsänderung definiert die Ehe bereits ausschließlich als eine Verbindung zwischen Mann und Frau."

Ist das in Deutschland nicht auch so, zumindest ganz streng gesehen?

Zurück ins Mittelalter?

Nicht nachvollziehbar, was da in einem (aufgeklärten?) europäischen Staat abgeht.
In dem Fall hat das Eurokratentum mal einen positiven Einfluss, gibt es doch der Regierung gewisse Leitplanken vor, innerhalb derer sie sich bewegen muss.

Die Rückkehr der Religion

führt zu solchen widerlichen Versuchen, Menschen zu diskriminieren.

Oder zu noch schlimmerem.

Das Volk ist der souveräne Träger der Staatsgewalt

Was an diesen drei Fragen fragwuerdig ist, erschliesst sich mir nicht. Je nach Befinden koennen sie mit "ja" oder " nein" beantwortet werden. Das Ergebnis ergibt die Meinung der Mehrheit und das ist dann zu akzeptieren. Das ganze nennt sich Demokratie. In Demokratien herrschen Mehrheiten ueber Minderheiten, auch wenn das in unserem Land nicht mehr jedem klar zu sein scheint. In Diktaturen ist das Gegenteil der Fall.

Und der Papst hat das ganze

Und der Papst hat das ganze abgesegnet oder wie ist dieses Plakat zu verstehen?
Ich kann mir nicht vorstellen dass das ohne Zustimmung passiert, wenn sich eine Kirche derart für Verstöße gegen Menschenrechte und EU-Normen, was laut Artikel ja die Folge wäre, einspannen lässt dann muss das Konsequenzen haben!

Klingt doch gar nicht

Klingt doch gar nicht schlecht.
Was die Befuerworter von Homoehen nie zu begreifen scheinen ist, dass die Gleichberechtigung homosexueller Menschen nicht bedeutet, dass auch homosexuelle Partnerschaften die gleichen Beguenstigungen erhalten muessen wie heterosexuelle Beziehungen. Die "Ehe" als gesellschaftliche Anerkennung einer Beziehung und Status muss nicht einer homosexuellen Beziehung zur Verfuegung getsellt werden. Die Verweigerung jener gesellschaftlichen Aufwertung fuer Beziehungen die nicht dazu geeignet sind, durch Fortpflanzung zur Erhaltung der Spezies beizutragen, ist eine legitime Entscheidung die eine Gesellschaft treffen duerfen sollte.

Besser ists, die Ehe ganz abzuschaffen

Dieses mittelalterliche Relikt ist überholt. Alle Regelungen lassen sich zivilrechtlich auch treffen, da braucht es keinen Staat.

Und obigen selbsternannten Demokratietheoretikern sei gesagt: Herrschaft über Minderheiten ist nicht das Wesen der Demokratie. Und die Herrschaft der Mehrheit ( s. Frühes Nazideutschland) kann durchaus allerbösartigste Diktatur sein.

wann...

... begreifen die sog. "Hüter der Familie" endlich, dass eine rechtliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben den Hetetos nichts, aber auch rein gar nichts nimmt? Und wann beginnen endlich auch Bischöfe, sich da klar zu positionieren - sonst wird ihr Reden von Aufklärung und Menschenwürde und offener Gesellschaft als billiges Geschwätz enttarnt... Wie wär's da mal mit klaren Worten durch den Vorsitzenden der europäischen Bischofskonferenz, Kardinal Marx?

Monokulti Einerlei - Kapitel 1 - die Ehe

Was auch immer Ehe sein soll, wer sie führen beenden und hintergehen darf, interessiert mich nicht. Ob Sie Ehe durch Treue, Zweigeschlechtlichkeit, der Anzahl der Partner oder Untreue definieren ist mir wirklich egal. Sie müssen die Konstruktion in Ihrem Kopf persönlich ertragen. Meinetwegen können Sie sogar darüber abstimmen, was wie zu definieren sei. Ob das sinnvoll ist, bezweifel ich. Definitionen sind sehr ungeeignet, um durch emotionale Debatten belastet zu werden. Vielleicht liegt da der Fehler.
Ich hätte gerne eine Volksabstimmung die folgende Fragen stellt:
Darf es zulässig sein Volksabstimmungen durchzuführen in denen Begriffe und Definitionen festgelegt werden?
Möchten Sie, dass die so gebildeten Definitionen zur Gesetzesbildung herangezogen werden, auch wenn somit Diskriminierung ensteht und wissenschaftliche fortschrittliche Erkenntnisse mittelalterlich unterdrückt werden?

Kindermund...

tut Wahrheit kund. Nunja, die Werbung spielt jedenfalls geschickt damit. Aber ob Homeehen nun langfristig geistesevolutionaer gesehen funktioneren oder nicht, also bei der Erziehung, ist garnicht die Frage. In dieser Gesellschaft moechte ich generell nicht Kind ohne Mutter und Vater sein. Denn passende Abbilder und damit Erklaerungen fuer die Schraegheiten der Psyche sind zur Orientierung noetig - sonst blickt das Kind garnicht mehr durch. Zudem ist mensch noch weit davon entfernt, die Dualitaet (jing und yang) verantwortungsvoll zu transzendentieren, von Klischees zu befreien, den permanenten Wandel zu erkennen und sich quasi zu entkoerperlichen.

Das sich aber schon wieder verklemmte Konservative aufbauen, ist nauterlich nicht einzusehen (siehe die manipulierende Frage: "Dürfen Eltern die Teilnahme ihrer Kinder am Sexualkundeunterricht verweigern?")

Vereinfachtes Verständnis von Demokratie

Wenn Demokratrie nur bedeuten würde, dass die Mehrheit alles entscheidet, wären die meisten Länder der nordwestlichen Hemisphäre keine Demokratien.

Zum Glück sind wir heutzutage weiter. Zu einer modernen Demokratie gehören der Schutz der Menschenrechte und von Minderheiten. Auch wenn es der Mehrheit nicht passen mag.

@Sabn_spn: Zu Ihrem ersten

@Sabn_spn:

Zu Ihrem ersten Absatz sei gesagt, das Demokratie eben NICHT nur eine Mehrheitsentscheidung ist. Wenn es so wäre, könnten wir auch mal einen Volksabstimmung machen, ob sie vom nächsten Hochhaus springen sollen oder nicht. Wenn die Mehrheit es möchte, würden sie es dann tun? Demokratie heißt auch SCHUTZ VON MINDERHEITEN, MENSCHRECHTE, GLEICHBERECHTIGUNG ETC.

Homosexuallität kommt übrigens nicht nur beim Menschen vor, sondern auch in der Tierwelt.

Was stört sie denn daran, dass zwei Menschen die sich lieben auch heiraten möchten? Füreinander Verantwortung zeigen und Verpflichtungen eingehen. Ein typisches Phänomen, wenn andere etwas bekommen können (auch wenn man selbst KEINERLEI Nachteile davon hat), dann gönnt man es grundsätzlich nicht. Wenn die anderen am Boden liegen kann man sein eigenes erbärmliches Ego aufwerten und sich für etwas besonderes halten. Erbärmlich und traurig.

Ich verstehe nicht ganz das problem...

Auch in D gibt es keine Ehe zwischen Homosexuellen.

Es gibt eingetragene Lebenspartnerschaften.

Rein juristisch aehnlich definiert wie die Ehe - aber eben nicht identisch.

Da der Begriff "Ehe" ausserdem seine Herkunft in der Religion hat, einen Bezug zur Familie und Vermehrung der Art hat , ist die Ablehnung in der Slowakei nachvollziehbar.

Das wesentliche Problem in der Slowakei scheint nicht die frage nach der Ehe zu sein, sondern Homophobie.

Die kann selbt die Eurokratie nicht wegbefehlen.

@tirilei: Was machen wir dann

@tirilei:
Was machen wir dann mit Heterosexuellen Paaren die keine Kinder bekommen wollen? Gefängis? Geldstrafe? Auspeitschen? Auch wenn homosexuelle Paare keine Kinder bekommen können, so sind sie eine Bereicherung für die Gesellschaft. Sie übernehmen Verantwortung füreinander. Sind sie verheiratet so muss der Partner erst einmal finanziell einspringen bevor der Staat das macht falls etwas schief gehen sollte. Das ist doch schon einmal ein netter Beitrag für die Gesellschaft.
Und ich kann sie auch beruhigen, wenn Homosexuelle Beziehungen der Ehe gleichgestellt werden, dann ändert sich für Heterosexuelle überhaupt nichts. Es werden genauso viele Kinder geboren, niemand wird sich in Luft auflösen, alles ist genauso wie vorher. Nur das man 10 % der Bevölkerung gleichberechtig und glücklicher gemacht hat. Ist das nicht ein schöner Gedanke?

um 05:41 von tirilei

" Die "Ehe" als gesellschaftliche Anerkennung einer Beziehung und Status muss nicht einer homosexuellen Beziehung zur Verfuegung getsellt werden. Die Verweigerung jener gesellschaftlichen Aufwertung fuer Beziehungen die nicht dazu geeignet sind, durch Fortpflanzung zur Erhaltung der Spezies beizutragen"

Also dann dürfen auch Frauen oder Männer (heterosexuell), die durch Krankheit nicht fortpflanzungsfähig sind auch keine Ehe eingehen und die Pille oder sonstige fortpflanzugsverhindernde Maßnahmen, werden für Eheleute verboten. Und wenn ein Ehepaar innerhalb eines Jahres keine Kinder gezeugt hat, wird die Ehe aufgelöst, weil ja der einzige Sinn der Ehe besteht ja darin sich fortzupflanzen und nicht für den geliebten Partner dazusein (mit Rechten und Pflichten).

@ tirilei - Einteilung der Menschen nach Wert (u. Unwert)

...............Die Verweigerung jener gesellschaftlichen Aufwertung fuer Beziehungen die nicht dazu geeignet sind, durch Fortpflanzung zur Erhaltung der Spezies beizutragen, ist eine legitime Entscheidung die eine Gesellschaft treffen duerfen sollte................

Da stellen sich einem ja die Haare zu Berge, wenn man so etwas liest.

Als nächstes fordern Sie wohl noch, dass Behinderte nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen dürfen, damit das gesellschaftliche Leben durch den Anblick von Behinderten nicht negativ getrübt wird?

Und noch etwas:
Eine 70-Jährige, die sich aus biologischen Gründen nicht mehr fortpflanzen kann - ist die dann auch "abgewertet" gegenüber einer 20-Jährigen?

Die Menschen nach Wert und Unwert einzuteilen - das hatten wir schon mal. Unglaublich, dass so etwas hier zur Diskussion gestellt wird.

Europa ?

Warum eine EU wenn bedeutende Gesetze die die Menschenrechte betreffen und den Stand der Zivilisation, so unterschiedlich ernst genommen werden?übrigens wird
die Spezie Mensch nicht in Gefahr kommen wenn Homosexuellen dieselben Rechte gewährt werden wie heterosexuellen Paaren. Immer mehr Paare bekommen auch eigene Kinder, so zum Beispiel durch künstliche Befruchtung. Sollte dieses nicht mitzählen, dann müssen sich auch tausende Ehepaare scheiden lassen bei denen ein Partner unfruchtbar ist, und wie steht es mit den hunderttausenden Paaren die ganz bewust auf Nachwuchs verzichten? Absolut dummes Argument also.Alle Statistiken sprechen gerade für diese Ehen: Dauer, Ausbildungsstand der Kinder, Soziale Entwicklung der Kinder, finanzieller Beitrag an die Gesellschaft ( pro Kopf Abgabe von Steuerleistungen). Hier wird von der katholischen Kirche bewust Angst geschürt, und das geht immer am Besten indem ich auf Minderheiten verweise und an alte Werte appeliere die längst überholt sind.
Nico

Das wirklich Wichtige

wird in dieser rein machtpolitischen Debatte wieder und wieder ausgegrenzt: Was braucht das Kind? Was braucht es wirklich, um zu einem unabhängigen, fühlenden und mitfühlenden Wesen zu werden, dass sich nirgendwo anbinden muss, um akzeptiert zu werden?

@Shasta

Da haben Sie meiner Meinung nach aber ein sehr, auf seine Grundlagen reduziertes, Demokratie-Verständnis. Denn ebenfalls ist in einer Demokratie der Schutz der Minderheiten zu berücksichtigen. Bei alleiniger Ausübung der Macht der Mehrheit würde es auf lang oder Kurz sonst keine Minderheit und keine Opposition mehr geben, da die Mehrheit diese ja einfach per Mehrheitsbeschluss ausschalten könnte.

dann werden wir wohl

Mehr Slowaken in Großbritannien begrüßen dürfen. Hier dürfen homosexuelle zusammen einwandern, arbeiten, heiraten, eine Familie gründen.
Aber es wird auch diskriminiert: Paare dürfen nur gemeinsam adoptieren, egal ob hetero homo oder sonstwas.

Volksabstimmungen sind o.k,

wenn sie dem Wahlvolk mehrere Alternativen zur Abstimmung einzelner "Problempunkte" anbietet.
Nur Ja oder Nein ist fragwürdig. Es gibt immer Zwischenlösungen, für die es Mehrheiten geben kann.
Demokratie ist immer die Meinung anderer zu respektieren,
nicht aber lediglich die Wahl zwischen Ja und Nein, sondern auch: sowohl als auch.

Die Ehe

ist eine Verbindung zwischen Mann und Frau.

Dies diskriminiert niemand, schon gar nicht homosexuelle.

Jede Gesellschaft (Population) braucht die Verbindung von Mann und Frau, schon allein wegen der biologischen Existenz. Ehe bezeichnet in unserem ( und nicht nur in unserem) Kulturkreis eine solche Verbindung.

Dieser Verbindung von Mann und Frau in der Ehe solte man mehr Respekt zollen, wenn man als Gesellschaft ueberleben will.

Sollen sich Homosexuelle ein anderes Wort suchen, und damit auch heterosexuelle Partnerschaften RESPEKTIEREN.

und in Deutschland

Steht die Ehe für homosexuelle offen?
Sie war offen, bis das bverfg aufgrund "christlich-abendländischer Tradition" dem einen Riegel vorgeschoben hat, und seitdem der Bundestag mit der eingetragenen Partnerschaft rumschwurbelt.

@tirilei: das gilt dann auch

Für Rentner-"Ehen"?

@Shasta 05:04

"in Demokratien herrschen Mehrheiten über Minderheiten..." Falsch, das verwechseln Sie mit einer "Mehrheitsdiktatur". Ein wesentlicher Bestandteil der Demokratie ist gerade der "Minderheitenschutz".

Das Wort EHE

Beinhaltet in Vielen Sprachen das Wort : Mutter , oder Ehefrau...( matrimonio, marriage, ..супру́жество,...)

Es scheint, dass der Begriff sehr alt ist und eine besondere Verbindung bezeichnet.

Ich schlage vor, aus Respekt vor heterosexuellen Mann Frau Verbindungen, dass Schwule und Lesben fuer Ihr Zusammenleben einen anderen Begriff waehlen.

»Familie«

»Die extrem linken Homo-Aktivisten und Feministen wollen die natürlichen Familien zerschlagen«

Natürliche Familie? Was soll denn das sein?
Wie schon im Lateinunterricht gelehrt wurde: ›familia romana non solo est pater, mater, filii filiaeque, set etiam servi sunt‹.

Oder kurz: was Familie ist, ist nicht ›natürlich‹, sondern von der jeweils herrschenden Kultur abhängig. Und die mag der Meinung sein, dass Familie auch die Haussklaven (bei den alten Römern) oder eben auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften (heutzutage eben) umfasse.

Dito ist auch was Ehe ausmache, von kulturellen und zivilisatorischen Entwicklungen abhängig und änderlich.

@ tirilei

"Was die Befuerworter von Homoehen nie zu begreifen scheinen ist, dass die Gleichberechtigung homosexueller Menschen nicht bedeutet, dass auch homosexuelle Partnerschaften die gleichen Beguenstigungen erhalten muessen wie heterosexuelle Beziehungen."
**************

Und an welcher Stelle sehen Sie dann die "Gleichberechtigung" ??
Diese Ungerechtigkeit besteht ja auch nach wie vor in Deutschland - so ganz ohne Volksabstimmung ...
Deshalb finde ich es lächerlich, wenn wir uns gerade zu diesem Thema über andere Länder "empören".

Allerdings bin ich persönlich ohnehin der Meinung, dass "Ehe" nicht mehr besonders gefördert gehört - sondern ausschließlich noch Familien in denen Kinder groß gezogen werden.
Gleichgültig, ob mit oder ohne Trauschein und unter welcher sexuellen Präferenz.
Alles Andere ist ungerecht und entspricht nicht mehr der Lebenswirklichkeit sehr vieler Menschen.

Ehe und Familie?

Familie ist immer dort zu finden, wo Liebe dazu führt, dass Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Ehe ist das rechtlich-religiöse Konstrukt mit dem der Staat bzw. die Glaubensgemeinschaften dieses Verhalten anerkennen, Ehren und unterstützen. Rational ist nicht zu erklären, warum dabei Unterschiede gemacht werden müssen - es sei denn es geht um Hass, Abscheu und Ablehnung, denn nichts trifft Menschen schlimmer als ihre Liebe zu verbieten. Auch in Deutschland wird diskriminiert! Warum muss es für Menschen die das Gleiche tun und wollen unterschiedliche Gesetze geben?! Ein Partnerschaftsgesetz ist sozusagen, die offizielle Beglaubigung der Andersartigkeit...

@Coachcoach 06:04

Bei uns in Brasilien, dem grössten katholischen Land der Welt, ist die Ehe faktisch abgeschaft und nur noch eine "folklorische Veranstaltung". Lebt man mit einem Partner, gleich welchen Geschlechtes, zusammen entstehen bereits ab dem ersten Tag die gleichen Rechte und Pflichten, als bei "Verheirateten", sowohl was Erbrecht, Zugewinn, Unterhalt, Sorgerecht und mehr angeht. Uneheliche und eheliche Kinder und Väter werden vor dem Gesetz gleich behandelt. Selbst die Bigamie ist dadurch durch die Hintertür legalisiert worden( oder "bisexuelle Partnerschaften"), wenn man mit "mehreren Partnern" zusammenlebt.

@piwawt (1. Kommentar)

"Eine im vergangenen Jahr mit großer Mehrheit im Parlament angenommene Verfassungsänderung definiert die Ehe bereits ausschließlich als eine Verbindung zwischen Mann und Frau."
Ist das in Deutschland nicht auch so, zumindest ganz streng gesehen?

Nein, nicht im Grundgesetz. Lediglich im Bürgerlichen Gesetzbuch.

Initiator (oder Agitator) dieser hässl. Kampagne ist die Kirche

Was kann man von der Kirche anderes erwarten?

@tashina

Das würde ich anders sehen, denn eine Ehe ist ein "Vertrag" und damit legt man sich mehr fest als mit einer einfachen Partnerschaft. Insofern gibt es da auch für den Staat mehr "Rechtssicherheit".

"Kinder groß ziehen" ist die größte Verantwortung die wir Menschen uns auferlegen können. Diese VERANTWORTUNG muß auch an gewisse Zwänge gebunden werden, damit sich ein Partner nicht einfach so aus dem Staub macht. Das passiert viel zu oft und bei einer einfachen Partnerschaft - die man nicht wirklich beweisen kann - bleibt dann einer mit der Last (den Kindern) zurück. Genau aus diesem Grund MUß die Ehe gegenüber einer Partnerschaft bevorzugt werden ... und aus genau dem gleichen Grund - weil es dort niemals zu Kindern kommen kann - ist auch die Ehe einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft vorzuziehen! Die EHEleute übernehmen auch Verantwortung für die Gesellschaft ... was die homosexuellen Partner nicht können. Deshalb braucht man da die Homosexuellen nicht "gleich" zu behandeln.

Auf der Suche nach Gleichbehandlung durch staatl. Bevormundung?

Würden wir nur noch Frauen in bewaffnete Konflikte und Kriege schicken, hätten wir Trümmermänner und niemand würde die Frage stellen, wer denn nun die Kinder aufzieht?
Fragt mal jemand nach, wie das in den elternlosen Kinderheimen abläuft und welcher Art Eltern man die Kinder wegnimmt?

Sind immer mehr unterprevilegierte alleinerziehende Frauen Ausweis einer auf m/w Ehe und Familie im katholischen Verständnis geprägten Lebensweise unter dem Primat der m/w Ehe?
Sind Scheidungsraten von 50% Ausdruck gefestigter Familienbande und kindgerechter sozialer Bindungen?

Verfassungen kennen eigentlich nur vor dem Gesetz gleiche Bürger mit Bürgerrechten, Tabus und Pflichten.
So wie die Politik sich selbst Immunität vor Strafverfolgung verpasst und den Gleichheitsgrundsatz verletzt, so fordern auch die anderen Gleichen unter Gleichen merkmalsbezogene Sonderrechte und Sonderbehandlung statt Gleichbehandlung.

Die liegt bestimmt nicht mehr darin einen Vormund um Erlaubnis fragen zusammen zu leben.

Das Wort EHE beinhaltet in

Das Wort EHE beinhaltet in Vielen Sprachen das Wort : Mutter , oder Ehefrau...( matrimonio, marriage, ..супру́жество,...)

Im Deutschen ist der Ehebegriff aber nicht von Mutter abgeleitet, sondern vom althochdeutschen Wort ēwa, was so viel bedeutet wie Recht, Gesetz.

Insofern ist die Begründung für Ihre Forderung, gleichgeschlechtlichen Paaren gleiche Rechte zu verwehren, jeglicher Grundlage entbehrend.

Gehts noch?

"Die extrem linken Homo-Aktivisten und Feministen wollen die natürlichen Familien zerschlagen"

Geht's noch? Dieser Herr Kremsky sollte sich dringend wegen gesteigerter Paranoia in Behandlung begeben.
Hat irgendjemand mal einen Homosexuellen erlebt, der heterosexuelle Familien verbieten wollte? Für sich selbst das Recht einzufordern, sich als Familie bezeichnen zu dürfen heißt doch nicht, es anderen zu verbieten...

und Deutschland?

Die Eheverbote im BGB erwaehnten keine Homosexualitaet. Die Ehefaehigkeit sprach nicht von Mann und Frau.
Das GG stellte eine (eingegangene) Ehe unter besonderen staatlichen Schutz.

Und dann kam das bverfg und schloss die Anwendung dieser Gesetze explizit fuer homosexuelle aus. Und begruendete das nicht mit dem GG, sondern mit christlich-abendländischer Tradition.

Gleichheit

Gleichheit impliziert, dass etwas gleich ist. Eine Homosexuelle Partnerschaft ist eben nicht gleich einer heterosexuellen Gemeinschaft was den Kinderwunsch betrifft. Nur dadurch das technische Möglichkeiten und Neudefinition von ethischen Grundeinstellungen es theoretisch möglich machen, auch homosexuellen Partnerschaften genauso wie unfruchtbaren hetero-Partnern heißt noch lange nicht, dass auf die Kinder bezogen richtig gehandelt wird, bzw. Ansprüche von potentiellen Eltern über denen von Kindern gesetzt werden dürfen. Meiner Meinung nach ist und bleibt einer unfruchtbaren Verbindung per se, also einer homosexuellen Partnerschaft ein gemeinsamer Kinderwunsch verschlossen, denn ein gemeinsames Kind ist es eben nie und die Geschlechterverteilung als Elternaufgabe ist nicht gegeben. Denn ein Homosexueller sucht seinen Partner ja eben wegen der Gleichgeschlechtlichkeit aus, und nicht weil der Mann etwa besonders weiblich ist, oder die Frau männliche Züge aufweist.

re shasta

"In Demokratien herrschen Mehrheiten ueber Minderheiten"

Sie hört es sich an, wenn einer den Sinn von Demokratie nicht verstanden hat.

Mehrheitsdiktatur über Minderheiten ist nicht gemeint.

re tirilei

"Die Verweigerung jener gesellschaftlichen Aufwertung fuer Beziehungen die nicht dazu geeignet sind, durch Fortpflanzung zur Erhaltung der Spezies beizutragen"

Das heißt, dass Rentner oder überhaupt Menschen jenseits des fortpflanzungsfähigen Alters für eheunfähig zu erklären sind?

Macht die Schulen dicht !

Zitat: "Dürfen Eltern die Teilnahme ihrer Kinder am Sexualkundeunterricht verweigern?"

Hm, gute Idee.
Und die Kreationisten verweigern die Teilnahme ihrer Kinder am Evolutionsunterricht.

Und sowieso ist zu überlegen ob Schreib- und Leseunterricht nicht Klerikern vorbehalten sein sollte, damit diese Fähigkeit nicht von Laien zu gottlosen Werken mißbraucht werden.

Mit Verlaub, was unterscheidet die Initiatoren des Referendums eigentlich von fundamentalen Islamisten die Bildung ganz allgemein als Sünde betrachten (Boko Haram) ?

Bildung beunruhigt die Menschen doch nur.
Es lebe das einfache, von der Kanzel oder dem Minarett verkündete Weltbild, nur dann bleibt die Schafherde leicht zu führen.

Gruß, zopf.

re eli

" Eine Homosexuelle Partnerschaft ist eben nicht gleich einer heterosexuellen Gemeinschaft was den Kinderwunsch betrifft."

Viele heterosexuelle Partnerschaften tun sich zusammen mit dem ausdrücklichen Ausschluss von Kinderwunsch.

Es ist amüsant, hier mal wieder die ganzen verschwurbelten Formulierungsversuche zu sehen, mit denen irgendwie der unbedingte Konnex zwischen Ehe und Kinderkriegen hergestellt werden soll, und die jedesmal krachend scheitern.

Was soll das heissen?

"Schon jetzt haben Schwule und Lesben in der Slowakei kaum gesetzlich festgelegte Rechte."
Ich gehe mal davon aus, dass Homosexuelle genau die gleichen Rechte haben, wie jeder andere Staatsbuerger auch in der Slowakei, oder? Oder duerfen die auch keinen Fuehrerschein haben wie beispielsweise in Russland? Heiraten duerfen sie auch, bloss keinen gleich geschlechtlichen Partner, genauso wie jeder Heterosexuelle auch. Was zu Hause bei den Leuten vorgeht, hat niemanden etwas zu interessieren, und das duerfte auch in der Slowakei der Fall sein. Und sollten diese Menschen auf der Strasse verpruegelt werden, wegen ihrer sexuellen Neigung, dann wird der Rechtsstaat ihnen wohl beistehen muessen, oder? Die Homo-Ehe war in Deutschland auch bis vor kurzem tabu und ein Adoptionsrecht gibt es immer noch nicht. Also was regt sich Deutschland auf?
Also immer schoen bei den Fakten bleiben, ja!

Demokratie in der EU..

"Bei einem Erfolg (des Referendums..) droht Ärger mit der EU"
Deutlicher kann man das Demokratieverständiss der EU nicht beschreiben. Der mehrheitliche Wille des Völker wird ignoriert. Immer mehr und mehr wird deutlich, wessen geistig Kinder sich in Brüssel tummeln. Nicht nur bei diesen Thema..

Ehe und Kindererziehung = das Optimum ????

Aus meiner beruflichen Erfahrung sehe ich das ausgesprochen differenziert. Wenn ich erleben, wie sich ( f+m) Ehepartner im Beisein ihrer Kinder streiten, herunter machen, die Kinder als Schilde oder Ausreden benutzen, wie Kinder in "Rosenkriegen" von den eigenen Eltern (m+f) als Stresskatalysator und Mittel zum Zweck psychisch regelrecht "missbraucht" werden, dann zweifle ich daran, dass die "Ehe" im kath. Sinne das Opt. der Kindererziehung ist. Das Geschlecht der Eltern ist m. E. völlig schnurz, wenn die Vertrauensbasis zwischen Eltern und Kind stimmt, und die Erziehung von Verantwortungsbewusstsein und Liebe geprägt ist. UND DAFÜR ist NICHT das allein Geschlecht relevant, sondern allein der Wille, seine elterliche Verantwortung dem Kind ggü. zu LEBEN. Und das können gleichsgeschlechtliche Eltern genauso GUT oder SCHLECHT wie die, die als (f+m) Paar in einer klassischen Ehe leben. NICHT das GESCHLECHT bestimmt die Fähigkeit zur Verantwortung und den Fürsorgewillen eines Paares.

@ Gnarf

Meines Wissens nach hat der Papst in seiner letzten Generalaudienz am Mittwoch in Richtung (aller) Katholiken folgendes geäußert:
"Ich grüße die Pilger aus der Slowakei und wünsche durch sie meine Anerkennung für die gesamte slowakische Kirche zum Ausdruck zu bringen, die jeden dazu auffordert, die Anstrengungen zur Verteidigung der Familie – der entscheidenden Keimzelle der Gesellschaft – fortzusetzen." (http://www.queer.de/detail.php?article_id=23166)
Das zum Thema dee ach so aufgeklärten " christlichen Abendland".

Modetrend

Meiner Meinung nach wird im Übrigen die liberale Akzeptanz von Partnerschaften jeder Colour mit einer modischen Abgrenzung von nicht demokratisch-gehaltenen Staaten missbraucht. Neuerdings zählt als Gradmesser einer funktionierenden Demokratie nicht etwa die gesellschaftliche Tolerierung oder unverkrampfter Umgang mit anderen Partnerschaften, sondern die gesetzliche Verankerung dieser - ohne das ethische Fragen zufriedenstellend beantwortet wären, oder gar für fortschrittlich gehaltene Gesetze gar keine Grundakzeptanz in dervGesellschaft existiert. Was ist z.B. mit eingefrorenen Eizellen?

eli 09:37

Dem kann ich nur beipflichten, guter Kommentar.

Meine Motto ist Leben und Leben lassen.
Eine Familie ist eine Familie auch im Biologischen Sinne wenn Mann und Frau zusammen sind und ein Kind Großziehen. Alle andere Verbindungen sind Lebensgemeinschaften. Was ja auch ok ist. Die Werbung ist zwar etwas Provokant, aber das ist Werbung ja meistens. Nur hier gleich von Diskreminierung zu Sprechen schießt übers Ziel hinnaus und steigert nur in Fronten von für und dagegen. Natürlich wurden die Gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften lange Zeit Stark Unterdrückt, in manchen Ländern ist es Leider auch heute noch so. Ich würde mir aber Wünschen das die mehr Lockerheit und Gelassenheit an den Tag legen, und nicht gleich aus der Haut fahren. Das würde uns, ich sag mal Normalos auch leichter sein damit entspannter umzugehen.

tirilei

Sie schrieben : ""Die Verweigerung jener gesellschaftlichen Aufwertung fuer Beziehungen die nicht dazu geeignet sind, durch Fortpflanzung zur Erhaltung der Spezies beizutragen."
1) Fruchtbarkeit sucht man sich nicht aus. Es gibt auch unfruchtbare Männer & Frauen. Sind die jetzt etwa ihrer Aussage nach nicht ehefähig ???
2) Es gibt - siehe da- tatsächlich gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern, die sich sogar sehr erfolgreich an an der "Erhaltung der Spezies" beteiligen: z.B: dadurch, dass sie Kinder aufziehen, die ihre leiblichen Eltern NICHT haben wollten und sich entsprechend der elterlichen Verantwortung entzogen haben. Und zwar erfolgreich.
3) Mit der darwinistischen Schiene werden Sie in dieser Diskussion keinen Blumentopf gewinnen. Da inzwischen bekannt ist, das i.d. Fauna bei div. Arten die Aufzucht von verwaisten Jungen durch gleich-geschlechtliche Paare ausgesprochen GUT funktioniert, tragen auch DIESE Paare durchaus zur Entwicklung der Population bei.

@08:26 von simor77

Familie ist immer dort zu finden, wo Liebe dazu führt, dass Menschen Verantwortung füreinander übernehmen

Familie = Eltern+Kinder=Mann+Frau+Kind.
Ergo: Homo-Partnerschaften können nicht Familie sein.

Auch in Deutschland wird diskriminiert!
Die Anerkennung von Unterschieden ist nicht "Diskriminierung" sondern Differenzierung; und das ist gut so.
"Diskriminierung" ist eine Kampfparole

Ein Partnerschaftsgesetz ist sozusagen, die offizielle Beglaubigung der Andersartigkeit...
Es ist den meisten Menschen gegeben die Andersartigkeit von Hetero- und Homosexuellen zu erkennen. Dafür braucht es ganz bestimmt kein Gesetz.

@ CE 09.12

Ihre Meinung akzeptiere ich ja gerne, aber die angeführten Begründungen finde ich sehr mühsam -;).

Eine Ehe ist ein Vertrag, der jederzeit aufgekündigt werden kann und welche "Rechtssicherheit" benötigt der Staat, wenn Menschen sich für ein gemeinsames Leben entscheiden ?
Partnerschaften sind doch immer und unter allen unterschiedlichen Bedingungen Entscheidungen füreinander - und auch ein Trauschein schützt nicht davor, dass solche Entscheidungen auch wieder rückgängig gemacht werden können.
Lediglich aus Partnerschaften entstandene Kinder sind nicht rückgängig zu machen ..
Entsprechende Verpflichtungen haben ALLE Elternteile!
Wenn man Ihrer Einstellung zu "Ehe" folgt, dann müsste es ja eine Verpflichtung zu Nachwuchs geben, um diese Bevorzugung von Verheirateten zu begründen. Gibt es aber nicht.
Entweder stellen wir ALLE Partnerschaften gleich, oder wir fördern tatsächlich die Entscheidung für Kinder!
So wäre es (nach meiner pers. Meinung) richtig..

Irgendwie ist die Diskussion

auch muessig. Bereits in 1-2 Generationen wird die Demographie den europaeischen Gesellschaften zeigen, ob das Prinzip, jegliche Form des Zusammenlebenz undifferenziert ueber einen Kamm zu scheren, richtig war.

@garden of delight

"Auch in D gibt es keine Ehe zwischen Homosexuellen."

Das ist falsch. Zunächst einmal geht es überhaupt nicht um Ehen zwischen homosexuellen Menschen, sondern um Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Menschen. So können z. B. in Deutschland auch zwei heterosexuelle Männer eine Lebenspartnerschaft eingehen. Es wird nicht auf die sexuelle Identität abgestellt.
Darüber hinaus gibt es in Deutschland aber Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Menschen, wenn z. B. bei einem Partner einer verschiedengeschlechtlichen Ehe eine Geschlechtsanpassung vorgenommen wurde. Oder wenn zwei gleichgeschlechtliche Menschen außerhalb Deutschlands geheiratet haben (was man in Europe in allen Ländern westlich und nördlich von Deutschland kann) und dann in Deutschland wohnen. Sie erhalten dann in Deutschland als Ehepartner weniger Rechte als verschiedengeschlechtliche Ehepartner, werden aber nicht automatisch Lebenspartner, sondern bleiben natürlich Ehepartner, wie andere auch, die im Ausland geheiratet haben.

@ hartaberwahr

"Familie = Eltern+Kinder=Mann+Frau+Kind.
Ergo: Homo-Partnerschaften können nicht Familie sein"

Die alleinerziehende Mutter mit ihren drei Kindern ist also keine Familie, darf keine Familienkarte fürs Schwimmbad benutzen usw.?

Ansonsten: Sie können für sich ja gern rumdefinieren, wie es Ihnen Spaß macht, schon Pipi Langstrumpf machte sich die Welt, wie sie ihr gefällt. In Deutschland jedenfalls gehört im rechtlichen Bereich auch eine Regenbogenfamilie (gleichgeschlechtliche Eltern mit Kindern) zur grundgesetzlich geschützten Familie. Das hat das Bundesverfassungsgericht letztens allen Selbstdefinierern noch mal hinter die Ohren geschrieben.

Das ist doch nichts als ...

... ein Sturm im Wasserglas auf Kosten von Minderheiten.

Ein wesentlicher Teil der Demokratie ist der Minderheitenschutz. Ist ja auch logisch, weil man niemals 100 Prozent der "Teilnehmer" einer Demokratie hinter sich scharren kann, aber eben auch Menschen Sicherheit und Recht auf Entfaltung gegeben werden muss, die nicht dem Denkmuster der Mehrheit entsprechen.

Solche in meine Augen unsinnigen Befragungen spalten eher ein Land und sorgen wahrscheinlich eher für unmenschliche Radikalisierungen.

Ein paar haben es außerdem auch bereits gesagt:

Auszug aus dem Duden

Bedeutung:

a) gesetzlich [und kirchlich] anerkannte Lebensgemeinschaft von Mann und Frau

b) gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft, die sich an der Ehe orientiert

Bei uns wird da auch differenziert.

ABER: Gleichgeschlechtliche Partnerschaften müssen genauso geschützt sein und RESPEKTIERT werden.

Und ich sehe kein vernünftigen Grund, warum diese Partnerschaften nicht adoptieren dürfen.

@ 10:17 von MUJO: Simmt

Zitat: "Ich würde mir aber Wünschen das die mehr Lockerheit und Gelassenheit an den Tag legen, und nicht gleich aus der Haut fahren. Das würde uns, ich sag mal Normalos auch leichter sein damit entspannter umzugehen."

Da kann ich nur zustimmen. Das wäre allen diskriminierten Minderheiten zu empfehlen.

Würden die Schwarzen nicht gleich aus der Haut fahren, wenn sie diskriminiert werden, könnten die Rassisten ein viel entspannteres Leben führen.

Würden die Frauen Saudi-Arabiens brav die Burka tragen und auf solche Lächerlichkeiten wie das autofahren freiwillig verzichten, könnten die Chauvinisten viel entspannter sein.

Würden die Christen und andere Religionsgruppen nicht so ein Gewese drum machen, daß sie von den Schergen des IS ermordet werden, würde es sich auch in dieser Region viel entspannter zugehen.

Gruß, zopf.

Das eigentliche Problem ist Homophobie..

Ab ins Mittelalter ?
Widerlicher Versuch Menschen zu diskriminieren. @Fuchi@der Golem, seh ich genau so : Zu einer modernen Demokratie gehören der Schutz der Menschenrechte auch der von Minderheiten. Die Menschen nach Wert und Unwert einzuteilen - das hatten wir schon mal..

re macaniel

"Bereits in 1-2 Generationen wird die Demographie den europaeischen Gesellschaften zeigen, ob das Prinzip, jegliche Form des Zusammenlebenz undifferenziert ueber einen Kamm zu scheren, richtig war."

Bilden Sie sich ernsthaft ein, es würden mehr Kinder geboren, wenn man schwule Lebensgemeinschaften unterm Deckel hält? Oder dass heterosexuelle Paare aus Ärger über die abhanden gekommene Sonderstellung ihrer Ehe aufs Kinderkriegen verzichten?

@ macaniel von 10:28 h

Angst, dass die Europäer ( oder speziell die Deutschen ) irgendwann aussterben ???

Was wäre daran jetzt so ausgesprochen "selten", " schlimm" und "verwerflich" ???

Dem Planeten wirds egal sein. Und warum sollte der Mensch ( letzlich ganz gleich welcher Nationalität, das ist eh nur eine von Menschen willkürlich gezogene Abgranzung von den anderen seiner Spezies ) das dauerhafte Ende der Fahnenstange der Evolution sein ?

Die Menschheit hat - so gesehen- keinen Sonderstatus und auch keine Sonderberechtigung in der sich ständig weiter entzwickelnden Natur. Betrachtet man das große Ganze, ist auch sie schlicht eine von vielen Arten.

Tragen Sie es mit Fassung. Es wären - in Jahrmillionen -nicht die Ersten in der Erdgeschichte - UND es werden nicht die Letzten sein.

MfG firefighter

Vernunft tut gut

Die Demokratie ist keine Diktatur über Minderheiten. Grundgesetze und Verfassungen sind dazu da, klare Spielregeln festzulegen. Dazu gehört der Schutz der Rechte von Minderheiten.
Wer Mehrheitsentscheidungen immer als legitim ansieht und diese befürwortet, sollte sich einmal über die ausgehenden Gefahren Gedanken machen.
Wir sind alle in irgendeiner Form Mitglied einer Minderheit.

Die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ist eine Bereicherung für jede Gesellschaft - und sie ist schlicht im höchsten Maße logisch.
Solange Millionen (!!!) Eheleute kinderlos bleiben und sich ebenfalls Millionen Eheleute scheiden lassen, ist eine Rechtfertigung für eine Ungleichbehandlung nicht existent.

Es ist schon unglaublich, wie die Gleichstellung zur Gefahr für die klassische Ehe und Familie umgelogen wird. Und noch unglaublicher ist es, dass Menschen so einfältig oder in ihrer Homophobie so verblendet sind, diesen blanken Unsinn zu glauben.

Thema: 3. Frage

"Dürfen Eltern die Teilnahme ihrer Kinder am Sexualkundeunterricht verweigern?"

Was ist diese Frage mit der grundsätzlichen Definition von Ehe zu tun hat erschließt mich nicht so wirklich.

In dieser Frage sehe ich ehrlich gesagt eine ganz andere Bedeutung und übersetze diese mal so, wie ich sie verstehe:

"Dürfen Eltern ihre Kinder dumm halten und so zur Intoleranz gegenüber all jenem beitragen, was sie selber nicht begreifen?"

Wie soll denn die Aufklärung der Zukunft aussehen? Das Onanieren blind macht? Das Sex Sünde ist?

Aber das zeigt einem auch deutlich, dass freiheitliche Errungenschaften immer wieder in Gefahr sind und alles was heute selbstverständlich ist, morgen schon wieder einem genommen werden kann, wenn wir nicht auf der Hut sind!

Leben und Leben lassen!

Schade dass es vielen Menschen so schwer fällt, ihr Leben glücklich zu leben und es anderen Menschen nicht gönnen, ihr Leben zu verwirklichen.

Demokratie in allen Ehren,

Demokratie in allen Ehren, man darf darüberhinaus aber nicht vergessen dass der Staat eine Schutzfunktion für Minderheiten hat - das gehört zur Demokratie genauso, wie freie Wahlen.

Aber die Slowakei sollte locker bleiben: Die EU entwickelt sich doch eh immer mehr nach rechts und Religionen sind überall wieder im Aufwind. Die Zeit beginnt wieder rückwärts zu laufen.

Familie - Ehe

Zitat:" wo ist deine Mutter". Wir können Jesus fragen: "Wo ist dein Vater"
Wenn unter Ehe steht: Die vor dem Gesetz geregelte Verbindung zwischen 2 Erwachsenen, ist das für mich OK. Warum müssen das Mann und Frau sein?Die Kindererziehung können 2 Männer oder 2 Frauen genau so gut machen wie Mann und Frau.
In "gut katholische" Familien werden auch Kinder misshandelt oder vernachlässigt, werden Kinder alleine gelassen. Die viele Kinderheime oder Pflegefamilien fangen nicht nur Weisen auf.
Wir haben fast überall in Europa eine Trennung zwischen Kirche und Staat. Wir sehen täglich wo religiös geführte Staaten hinführen. Kämpfen wir dafür das diese Situation bei uns nicht wieder kommt.

Zurück ins Mittelalter, wobei ...

... auch da gab es Herrscher, die sich Lustknaben gehalten haben und auch gleichgeschlechtliche Beziehungen unter Frauen wurden als erotisch angegsehen.
Auch in Deutschland sind gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften immer noch nicht zu 100% den vermeintlich christlichen Ehen gleichgestellt und insbesondere homosexuelle Männer werden noch diskriminiert, alleine bereits durch die Richtlinien zur Blutspende.
Gerade im Hinblick auf Homosexualität ist die Haltung der Gesellschaft logisch nicht nachvollziehbar.
Die Kirchen dürfen gerne ihre Meinung haben, eine strikte und konsequente Trennung von Staat und Kirche ist überall erforderlich, eine Ausnahme kann höchstens der Vatikan sein.

Recht auf Selbstbestimmung

Ich verbitte mir von der katholischen Kirche jede Einmischung in meine ausgelebte Sexualität. Die sollen erst einmal das Problem der pädophilen Pfarrer in den Griff bekommen - dann dürfen sie mitreden!

Einfache Antwort?

Homosexuell empfindende Menschen waren und sind auf Grund ihrer sexuellen Ausrichtung menschenverachtenden Anfeindungen ausgesetzt. Das ist schlimm und ich als Christ sehe einen großen Anteil der Schuld in meiner Kirche. Wir haben nicht zugehört, gesprochen, haben ausgegrenzt und missachtet. Damit erkläre ich mir die enorme Wut, die auch jetzt eine achtsame Diskussion unmöglich macht. Auf der einen Seite weitere Ressentiments gegenüber homosexuell empfindenden Menschen, auf der anderen Seite das Totschlagargument Homophobie. Dass Menschen, egal welcher sexuellen Ausrichtung, Menschen sind, die wir zu achten und ehren haben, sollte uns allen klar sein. Leider ist es das nicht. Aber liegt das einzig daran, dass wir keine einfache Antwort auf unsere Fragen finden? Gibt es die? Ich denke nicht und hoffe, dass es Menschen gibt, die mit unterschiedlichen Gedanken zu diesen Fragen ins Gespräch kommen.

positive Erfahrungen

Bei manchen Kommentaren hier frag ich mich (und Sie): Haben Sie sich mal mit den Erfahrungen von Kindern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften beschäftigt? Oder haben die konkreten positiven Erfahrungen gar keinen Platz in einem engen ideologischen Weltbild?

@hkl001

Sie sind Ihrer Zeit weit voraus! ... wahrscheinlich durch eine (nette) Wortverwechslung: Sie meinten die sakramentale Ehe und schrieben "klerikale Ehe": das wär wirklich eine Revolution, wenn die schwulen Priester einander heiraten könnten mit dem Segen ihrer Kirche...

@tashina

Eine "offene Partnerschaft" IST NICHT NACHWEISBAR ... es sei denn der Staat ist mit im Schlafzimmer (dafür bräuchten wir eine "Stasi 2.0"). Genau das ist die "Rechtssicherheit" für den Staat und genau deshalb sind offene Beziehungen (zu recht) schlechter dran.

Im übrigen geht es bei einer Ehe auch um die Güterteilung im Falle einer Scheidung. Das ist auch Rechtssicherheit.

Lösen Sie sich einfach von der Vorstellung alles haben zu können und nichts dafür aufgeben zu müssen. Das gibt es nicht.

Ehe - Relikt von Religonen ?

Unsere Zeit wird immer liberaler. Die Paare, die zusammen leben mit oder ohne Kinder und nicht verheiratet sind nehmen in Deutschland ständig zu. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Kinder von beiden Partnern leiblich sind oder nicht. So gesehen spielt es dann auch keine Rolle mehr, ob diese Paare gleichgeschlechtlich sind oder nicht. Fragt man sich wer den Ehe- Begriff überhaupt zuerst eingeführt bzw. erfunden hat, muss man feststellen, das waren die Religionen. Der Unterschied in den einzelnen Religionen ist dabei aber gewaltig. So sind je nach Religion monogame oder poligame Ehen vorgesehen. Wie war das Paarungsverhalten eigentlich in der Urzeit also vor der Einführung "moderner Religionen" ?
Die Entscheidung für welche Form des Zusammenlebens Paare (oder auch Gruppen) sich entscheiden, sollten diese Menschen selbst bestimmen.
Demokratie ist nicht festgeschrieben, sie entwickelt sich stets weiter, genauso die Sexualphilosohpie.

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