Kommentare

Zurückhaltung ist gefragt ... bei UNS!

"Die meisten Waren werden importiert," ... und hier ist der Grund warum unsere Exportwirtschaft schlecht ist: Die entwickelnden Länder werden davon abgehalten selber eine Versorgung aufzubauen, weil es billiger ist die Sachen bei uns zu kaufen.

Für die Menschheit wäre es besser, wenn "wir" (der Westen) uns mit dem Export zurückhalten würden und die weniger entwickelten Länder ihren eigenen Weg gehen lassen würden ... und sie auch dazu zu zwingen, denn unsere Gesellschaftsform (die ja mit Coca Cola, Mc Donalds und US-Fernsehserien immer mit exportiert wird) ist vielleicht nicht die richtige in anderen Ländern.

Also liebe "Exportweltmeister": Haltet euch damit zurück, damit die anderen Länder auf eigenen Beinen stehen können. Das wird zwar den einen oder anderen Euro weniger an Gewinn bedeuten, aber langfristig mehr Frieden in der Welt und weniger Wirtschaftsflüchtlinge bringen. Und Frau Merkel sollte dies bei ihren Politikerkollegen durchdrücken! (Eine Illusion, ich weis ...)

Immer das alte Lied

man setzt auf das falsche Pferd und natürlich sind immer die anderen Schuld.

Vor 15 Jahren hat man noch geglaubt, dass die Ölvorräte auf der Welt bald aufgebraucht wären. Schon da hätte sich die Politik daran machen müssen, für die Zukunft andere Einnahmen zu suchen. Ist wohl nicht geschehen, man war wohl zu sehr davon geblendet, relativ leicht verdientes Geld unter der Bevölkerung zu können.

Jetzt die Schuld bei andern zu suchen, mag eine Zeit das Volk beruhigen, aber das funktioniert auch nicht ewig.

@CE

Es werden wohl kaum Speiseöl, Seife und Klopapier von Deutschland nach Venezuela exportiert. Sie argumentieren hier im völlig sinnfreien Raum. Die Schuld an der Misere hat die beispiellos einseitige Wohltaten-Politik der inkompetenten Linken in Venezuela. Die Warnungen, die Infrastruktur nicht zu vernachlässigen bzw. die Aufforderungen von Fachleuten, diese sowie eine eigene Grundversorgung aufzubauen, wurden geflissentlich überhört oder eben nicht verstanden.
Verschwörungstheorien sind hier einfach nur albern. Fracking ist sehr teuer, und auch die USA zahlen nicht gerne Milliarden, nur um Maduro "eins auszuwischen". In typischer Sozialistenmanier schiebt er wieder mal dem politischen Gegner die Schuld für seinen eigene erwiesene Unfähigkeit in die Schuhe. Dass so viele seiner Landsleute das mitmachen liegt eher an deren Abhängigkeit von seinen "Wohltaten"und einem erschreckend niedrigen Bildungsgrad.

@. CE

"Also liebe "Exportweltmeister haltet euch
zurück"

Der Exportweltmeister ist seit mehreren Jahr-
en China.
Und das Land gehört bekanntermaßen nicht
zum Westen, sondern zum Osten.

Warum?

Völlig normal, dass man auf das Pferd setzte, welches den höchsten Gewinn verspricht. Ölexport. Da kann man der Regierung keinen Vorwurf machen.

Die Währung verliert an Wert, Importe werden teurer. Die Chance selbst herzustellen! Die Industrie dafür ist nicht plötzlich da, das braucht seine Zeit. Kredite müssen halt gestundet werden.

Der niedrige Ölpreis ..

wäre ja ein Segen, wenn deshalb etliches von dem unheiligen Zeugs im Boden bliebe, da das aber nicht so ist, ist auch egal, was sonst darum herum passiert - auch, oder gerade linke Regierungen müssen ihr Handeln rationalisieren und mit knappen Mitteln haushalten (Kuba hat das doch lange vor gemacht, man orientiere sich daran).
Es ist das gleiche Problem wie in GR, Staatliche Investitionen müssen sich an ihrer Nachhaltigkeit messen lassen, nicht am damit verbundenen Wohlfühlfaktor - es sei denn, man optimiert gerade das "Bruttonationalglück"

Schuldfrage

Es war die venezuelanische Regierung, die sich von Ölexporten abhängig gemacht hat, weil man so schnell an viel Geld kommen konnte. Und sie hat nicht genug in die heimische Ölindustrie reinvestiert, was alsbald dazu führte, dass die Fördermengen sanken. Und sie hat mehr und mehr Unternehmen verstaatlicht und dann ganze Sektoren der Wirtschaft mit Preiskontrollen überzogen.

Und was hat die USA gemacht? Viel Öl von Venezuela gekauft. Wie passt das zu der These, dass die USA dem sozialistischen Land schaden wollen? Tatsächlich ist Venezuela für die USA nicht politisch, sondern nur wirtschaftlich von Bedeutung gewesen. Man brauchte deren Öl und kaufte es. Die antiamerikanischen Tiraden ignorierten man als substanzloses Gerede.

Jetzt kauft man deren Öl nicht mehr. Aber nicht aus politischen Gründen, sondern aus wirtschaftlichen. Die hohen Ölpreise haben zu einer Ausweitung der heimsichen Förderung geführt. So sehr, dass die USA von niemandem mehr Öl importieren müssen.

wenn man von der substanz lebt

merkwürdig,daß man aus norwegen kein großes gejammere hört,ebensowenig aus
saudi-arabien.
vielleicht sind die führungen der länder
da intelligenter aufgestellt und könnten auch
ohne öl ihren wohlstand halten.

Warenknappheit

War im Sozialismus doch Standard. Das kommt davon wenn man das Kapital vergrault. Nur Rohstoffe gab es noch von Wirtschaft keine Spur.

Liebe Foristen, Sie mögen es noch so oft wiederholen. Weder Venezuela noch Russland sollen durch den Preisverfall geschwächt werden. Schuld ist allein SaudiA, das um jeden Preis die Frackindustrie in den usa und kanada in die Knie zwingen will. Zudem wird unsere Welt ja auch immer unabhängiger vom Öl. Autos werden effizienter, Kraftwerke anders betrieben. Die Öko Ideologie hat allem Fossilen den Kampf angesagt. Der angekündigte Supergau der Ölknappheit ist Geschichte. Konkurrenz belebt das Geschäft und drückt die Preise.
Dass dabei Venezuela und Russland in Schwierigkeiten geraten ist ein für mich angenehmer Nebeneffekt.

Und für mich ist auch klar dass die Saudis NICHT unsere Freunde sind und die Türkei auch immer weniger wer solche Freunde hat braucht keine Feinde mehr (heute Show)

Toll! Lieber volle Regale und

Toll! Lieber volle Regale und eine starke Währung im Portemonnaie als rote Bonzen, die einem seit Jahrzehnten den Wundersozialismus vorgeigen. Die Menschen werden auch in Venezuela aufstehen und der Druckkocher explodiert. Die Armen zu subventionieren ist ja lobenswert aber den Mittelstand, das bürgerliche und intellektuelle Lager jahrelang brandzumarken zahlt sich nun heim. Hätten die Sozialisten Menschen unternehmerische Freiheit gegeben, sich vom Öl nicht abhängig gemacht, dann wären die Regale nun nicht leer. Sozialismus ist halt eine schöne Illusion.....nicht mehr. Dumm gelaufen.....

@carlsland

SaudiArabien hat massenhaft Öl und kann es sehr günstig produzieren. Zudem war Venezuelas Abnehmer eben Nordamerika damit ist es nun vorbei. Wir in Europa hingegen importieren nachwievor Unmengen an Öl aus SA und EU intern in geringem maße auch aus Norwegen. Wir haben keine eigene Ölförderung in dem maße wie die USA.

@erstaunt

Ich argumentiere nicht "für Deutschland", sondern für den gesamten industrialisierten Westen, der Autos, Kühlschränke, Fernseher, ... in die Länder exportiert die diese Dinge nicht selber produzieren.

Ich argumentiere auch nicht nur alleine "für Venezuela", sondern für alle weniger entwickelten Länder. Das Beispiel der Hähnchenschenkel die mit EU-Agrarexportsubventionen nach Kenia (o.ä.) exportiert werden und die dortigen Hähnchenfarmer kaputt machen, ist da sehr eindeutig.

Insofern ist es keine "Verschwörungstheorie" sondern einfaches Nachdenken. Ein "Exportüberschuss" muß bezahlt werden ... und das tun die Länder die mehr importieren als sie selber exportieren. Venezuela konnte es sich durch das Öl leisten, aber trotzdem ist "das System Exportwirtschaft" FALSCH ... zumindest in unseren Dimensionen. Wir leben immer noch auf Kosten anderer - ärmerer - Staaten.

Venezuela, kleiner als

Venezuela, kleiner als Russland aber nicht viel anders. Die Reichen werden durch Importe reich, da fast nichts produziert wird, sondern importiert. Abhängigkeit von Ölexport ist gravierend, und noch, wo die Preise hoch waren, hatte Venezuela Schwierigkeiten mit dem Staatshaushalt. Jetzt natürlich durch gefallenen Preis umso mehr.
Jetzt ist natürlich der linke default Feind Schuld, dennoch hat die USA trotz politischer Lage das Öl trotzdem von Venezuela gekauft. Allerdings, wie jeder andere, zum Weltmarktpreis, der jetzt auch niedriger ist.

@bergischland 12:12

Warum?

Hätten Sie ein Börsen-Portfolio, würden sie es auch ausreichend diversifizieren und niemals (so sicher Sie sich auch wären) Ihr gesamtes Kapital in eine Position stecken.

Sie würden schlimmstenfalls Ihr Vermögen "verspielen", vielleicht das Ihrer Kunden. Aber spätestens wenn es um das nackte Fortbestehen eines Staates geht, tut man alles, um dieses Risiko auszuschalten.

Gerade in Venezuela (wo Legislaturperioden keine übergeordnete Rolle spielen) hätte man Reformen in Angriff nehmen können/müssen.

Ich...

...habe schon vor Jahren hier geschrieben das Chavez und jetzt Maduro das Land voll an die Wand fahren.

Jeder der dieses Land kennt und nicht mir ideologischen Scheuklappen durch die Gegend läuft konnte, nein musste, dies erkennen.
Auch die zweithöchste Mordrate der Welt, nach Honduras, wird Investoren abschrecken.

Es ist eine Schande was aus diesem wundervollen Land geworden ist.

""Die meisten Waren werden

""Die meisten Waren werden importiert," ... und hier ist der Grund warum unsere Exportwirtschaft schlecht ist: Die entwickelnden Länder werden davon abgehalten selber eine Versorgung aufzubauen, weil es billiger ist die Sachen bei uns zu kaufen."

Bezweifle ich kaum, dass die bösen Export-Staaten Toilettenpapier, Öl und Zucker nach Venezuela exportieren?

"Für die Menschheit wäre es besser, wenn "wir" (der Westen) uns mit dem Export zurückhalten würden und die weniger entwickelten Länder ihren eigenen Weg gehen lassen würden ... und sie auch dazu zu zwingen, denn unsere Gesellschaftsform (die ja mit Coca Cola, Mc Donalds und US-Fernsehserien immer mit exportiert wird) ist vielleicht nicht die richtige in anderen Ländern."

So, und dann gehen sie auch zu den Chinesen, und sagen das selbe, dass sie sich mit ihrem Export zurückhalten werden, vielleicht finden sie auch dort Gehör...

Da sind ausnahmsweise mal nicht die USA schuld

Venezuela war schon "fertig" als der Öl-Preis schindelerregende Höhen erreichte. Das haben allein die "Sozialisten um Hugo Chaves zu verantworten, aber auch die korrupten "Gierhälse", die das Volk zu den Linken trieb. Man kann da durchaus Parallelen zum heutigen Griechenland erkennen.

@CE 11:43

"und hier ist der Grund warum unsere Exportwirtschaft schlecht ist: [...]"

Ja und jetzt? Unser Wohlstand, sogar das Fortbestehen unseres Sozialstaates beruhen auf 'knowledge economy'. Wir sind nunmal besser und sollten davon auch profitieren, oder sollen wir unsere Wirtschaft künstlich abschaffen? Ich bin nur froh, dass weder unsere Kanzlerin, noch jemand anders (auch niemals Maduro) sich jemals ernsthaft mit der Idee beschäftigen wird.

Und was TV-Serien angeht, sind die USA momentan (leider) eben das Nonplusultra!

"Völlig normal, dass man auf

"Völlig normal, dass man auf das Pferd setzte, welches den höchsten Gewinn verspricht. Ölexport. Da kann man der Regierung keinen Vorwurf machen. "

Seltsam das Norwegen über keine Knappheit wegen fallenden Ölpreis redet?
Und weil Öl den größten Gewinn erzielt, soll sich Bevölkerung hinsetzen und nichts tun, da das Geld fließt? Oder sollte man nicht in die einheimische Industrie investieren, damit Arbeitsplätze entstehen?
Fracking haben die Amerikaner nicht entwickelt, um Venezuela zu schaden, sondern schlicht um eigene Ölimporte zu senken, und Frackingöl, wie der Maduro sagt, ist gar nicht so billig, dass die Amerikaner mit Weltmarktpreisen konkurrieren können.

12:04 von erstaunt

"...Die Schuld an der Misere hat die beispiellos einseitige Wohltaten-Politik der inkompetenten Linken in Venezuela. Die Warnungen, die Infrastruktur nicht zu vernachlässigen bzw. die Aufforderungen von Fachleuten, diese sowie eine eigene Grundversorgung aufzubauen, wurden geflissentlich überhört oder eben nicht verstanden. ..."

Bis zum Jahre 1998 hatte Venezuela bürgerliche Regierungen, und die waren über lange Jahre mit hohen Einnahmen aus den Ölgeschäften beglückt. Warum also wurden nicht damals schon die Strukturmaßnahmen durchgeführt, deren fehlen man heute völlig losgelöst der "Linken" ankreidet? Die Herrscher bis Chavez hatten alle Möglichkeiten, eine "eigene Grundversorgung aufzubauen", aber sie taten es aus purem Egoismus für die reichen Schichten nicht. Jetzt Maduro oder seinen Vorgänger Chavez zu kritisieren ist billig. Denn auch eine neue nicht-"linke" Regierung hätte mit demselben Problem fallender Ölpreis zu kämpfen, wie die jetzige auch!

Wie leistet sich Amerika ihre

Wie leistet sich Amerika ihre Förderung, diese ist die teuerste von allen?
Das passt nicht zusammen, wenn alle anderen billig verkaufen, dann sitzt nur ein Land vor einem Problem, da wo die Förderung am teuersten ist. Warum werden hier Fakten verdreht und nicht Amerika hat den Preis gesenkt sondern die OPEC und dazu gehört auch Venezuela, indem sie die Fördermengen nicht reduziert haben.

Richtig! Treffender lässt es

Richtig! Treffender lässt es sich kaum formulieren! Danke dafür!

12:46 von stefanbenidorm

"...Die Menschen werden auch in Venezuela aufstehen und der Druckkocher explodiert. Die Armen zu subventionieren ist ja lobenswert aber den Mittelstand, das bürgerliche und intellektuelle Lager jahrelang brandzumarken zahlt sich nun heim. ..."

Nur mal so nebenbei: Gibt es mehr arme Menschen und Nicht-Mittelständler in einer sich entwickelnden Gesellschaft oder liegt die Mehrheit beim Mittelstand? Welcher Kocher kocht da gerade...?

@ 12:39 von Relist_91

Es tut gut zu sehen das es wenigstens einen Foristen gibt der die Sache versteht. Sie haben vollkommen Recht das Saidi Arabien der Schelm ist. Einige kleinere Firmen in den USA haben auch wegen den niedrigen Oel preisen schon aufhoeren muessen. Ich glaube aber nicht das die Saudis das was sie wollen erreichen werden. Gruss aus Florida!

12:55 von german-canadian

"...Ich...habe schon vor Jahren hier geschrieben das Chavez und jetzt Maduro das Land voll an die Wand fahren. Jeder der dieses Land kennt und nicht mir ideologischen Scheuklappen durch die Gegend läuft konnte, nein musste, dies erkennen. Auch die zweithöchste Mordrate der Welt, nach Honduras, wird Investoren abschrecken.
Es ist eine Schande was aus diesem wundervollen Land geworden ist."

Erklären Sie doch bitte, wie Chavez und Maduro die demokratischen Wahlen gewinnen konnten... und vor allem, warum eine Mehrheit der Venezolaner die "Linke" gewählt hat...

"Ich argumentiere nicht "für

"Ich argumentiere nicht "für Deutschland", sondern für den gesamten industrialisierten Westen, der Autos, Kühlschränke, Fernseher, ... in die Länder exportiert die diese Dinge nicht selber produzieren."

China ist auch industrialisiert und Exportmacht, gehört allerdings nicht zum Westen?
Vielleicht sollen sich die Staaten, die importieren müssen, einfach Grenzen dicht machen, so wie Eritrea...

"Wir leben immer noch auf Kosten anderer - ärmerer - Staaten."

Falsch, wir arbeiten und produzieren für die ärmeren Staaten...

@CE 12:48

"Ein "Exportüberschuss" muß bezahlt werden ... und das tun die Länder die mehr importieren als sie selber exportieren"

Ich habe das Gefühl, dass Sie "Handel" als Nullsummen-Spiel wahrnehmen. Wenn einer Gewinn macht, muss der andere das Selbe verlieren.

Dem ist aber nunmal nicht so. Handel hilft immer (z.B. 'production frontiers'/'productive efficiency'), selbst wenn eine Seite alle Produktionsvorteile auf sich vereint profitieren immer noch beide Seiten.

Ich will Ihnen wirklich nicht Mainstream Economics erklären, die Grundlagen erschließen sich aber eigentlich jedem.

Realist_91: Ursachen für sinkende Preise

Wie sie erwähnt haben, ist es das gestiegene Angebot, dass zum Sinken der Preise geführt hat. Saudi-Arabien hat im Gegensatz zu den USA ein politisches Motiv die Preise gering zu halten, aber das ist nicht die US Ölindustrie, sondern der Iran!

Was im Westen oft übersehen wird, ist wie alarmiert Saudi-Arabien und die anderen Golfstaaten über das iranische Vormachtstreben allgemein und besonders über deren Atomwaffenprogramm sind. Daher geben die Golfstaaten dem Iran konter, wo es nur geht. Und geringe Ölpreise sind in der Hinsicht äußerst effektiv. Der Iran hat wegen der Sanktionen schon genug wirtschaftliche Probleme, während S-A große Währungsreserven hat. Und weit geringere Förderkosten. D.h. die niedrigen Preise schaden ihnen wesentlich weniger als dem Iran.

@KMett

Ich denke man wird sich darauf einigen können, dass sowohl der Iran als auch USA der angegriffene "Feind" sind.

Traurig ist nur, dass wir SA unsere Freunde nennen müssen. Das liegt allerdings an der massiven Unterstützung des Iran und Syrien durch Moskau und China. Letztlich haben sich die Weltmächte sogar Sunniten und Schiiten "aufgeteilt" dabei sind leider die von uns unterstützten Sunniten noch unsympathischer als der von Moskau gestützte Iran.

Diese Länder bestimmen den Preis und spekulieren zur Zeit damit zielgerichtet die Entwicklung anderer Länder unter ihren Einfluß zu nehmen .Dabei nehmen diese Spekulanten auch eine vorübergehende Geldeinbuße in Kauf . Diese Spekulanten ,welche bekannt sind ( staatliche Ölmafiosos ) sollten in Zukunft die Kraft der Weltgemeinschaft zu spüren bekommen.
Die Rohstoffe der Welt gehören ideel allen Menschen - wie das Wasser auf der Erde .
Die Spekulanten werden bald den Preis des Öls erhöhen .(Geldgier)Man sollte diese Länder beim Namen nennen .

@Justin, 13:33 - Volkswirtschaftskenntnisse

Darf ich Sie als Volkswirtschafts- und Erdölfachmann bescheiden fragen, warum die ärmeren Staaten zumeist immer ärmer werden, obwohl "wir" angeblich für sie "arbeiten und produzieren".

@Izmi

"Erklären Sie doch bitte, wie Chavez und Maduro die demokratischen Wahlen gewinnen konnten... und vor allem, warum eine Mehrheit der Venezolaner die "Linke" gewählt hat..."

Ihre Frage hat zwar nichts mit meinem Post zu tun aber ich will mal nicht so sein.

Chavez und Maduro besitzen praktisch das Meinungsmonopol in Venezuela.
Eine freie Presse, eine unabhängige Justiz existiert dort nicht.
Dazu kamen Versprechungen die nie gehalten werden konnte sowie das verschenken von Benzin ans Volk.
Denn nichts anderes ist das verkaufen von Benzin weit unter den Produktionskosten.

Wer Venezuela persönlich kennt weiss das.

@ ber kaus

"Das Erdöl ist ein Rohstoff über den nur wenige Länder verfügen. Diese Länder bestimmen den Preis und spekulieren zur Zeit damit zielgerichtet die Entwicklung anderer Länder unter ihren Einfluß zu nehmen."

Damit beschreiben Sie die Situation in der Hochzeit der OPEC, aber das waren die 1970er Jahre. Schon kurze Zeit später waren sich die OPEC Mitglieder untereinander so uneinig, dass sie nicht mehr an einem Strang zogen. Und heute hat sich die Zahl der Förderländer dank neuer Fördertechnik so sehr erhöht, dass einzelne Regierungen immer weniger Einfluß auf die Preise haben. Wenn die Fördermengen in den USA so wie in S-A nach politischen Gesichtspunkten festgelegt würden, hätten die US-Regierung das Potenzial den Markt zu manipulieren. Aber die Förderung in den USA unterliegt den Kräften des Marktes, weshalb wegen der niedrigen Preise die Förderung nicht mehr ausgeweitet wird.

Würde sie politisch motiviert ausgeweitet, würde das Rußland, Venzuela und dem Iran sehr schaden.

Sozialismus funktioniert nur, wenn genug Geld da ist.

So wurde uns lange Zeit der venezuelanische Sozialismus als Erfolgsmodell verkauft. Nicht, dass die dortigen Sozialisten schlimmer sind, als das, was da vorher regiert hat. Alle haben das Geld, das dieses Land auf Grund des Zufalls seiner Bodenschätze in die Hände bekam, vergeudet, statt, wie z.B. Norwegen oder die arabischen Staaten, das Geld zukunftsorientiert einzusetzen. Die Sozialisten konnten Wahlen gewinnen, weil sie das Geld mit der Gießkanne verteilten und nur wenige Bonzen mästen. Die Regierungen vorher haben die ganze bessere Gesellschaft gekauft und mit deren Hilfe sich an der Macht gehalten. Für die Zukunft des Landes hat keiner was getan, sondern nur für die eigene Tasche. Das rächt sich jetzt.

@K.Mett

Auch hier wieder das Maerchen von der Oelselbstversorgung der USA. Das ist falsch, bleibt falsch und wenn man es noch so oft widerholt. Mx 60-70% des Bedarfs koennen die selber foerdern. Auch Saudi beginnt nun westliche Fachkraefte zu entlassen. Auch da wirkt sich der Preisverfall aus. Ueber das teure US fracking wird noch der Mantel des Schweigens gebreitet. Nur arbeiten dort momentan ca. 70% der Fracker in den Miesen bei den Preisen.

@autograf welches

@autograf welches wirtschaftssystem funktioniert denn bitte ohne Geld? Etwa der KAPITALismus??? wenn ich mich nicht täusche stand Argentinien vor der staatspleite weil.man kein geld mehr hatte. Oder war es doch das Rindfleisch?

@CE

Weisheiten, wie Exportländer sollten sich im Export in wirtschaftlich schlecht aufgestellte Länder zurückhalten, damit diese sich selbst helfen, sind einfach nur profan. Jeder selbstständige Staat gestaltet seine Wirtschaftspolitik selbst und gerade Import und Export sind ausgezeichnet über entsprechende Zölle regulierbar. Darüberhinaus gibt es immer sinnvolle Importe zur
Ergänzung der nationalen Wirtschaft (oder warum sanktioniert man z.B. Iran oder neuerdings Russland als Strafe) ist immer nötig, da einfach bestimmte Grundprodukte oder bestimmtes knowhow verfügbar sein müssen, um eben selbst eine effiziente produzierende Wirtschaft aufzustellen. (Kuba litt unter Sanktionen, und ging nicht etwa wie ein Stern auf!) Außerdem lassen Sie in Ihrem Gedankenspiel völlig außer Acht, die lebensnotwendigen Importe, seien es Grundnahrungsmittel oder Medikamente, müssen sein. Länder heute, die ihre Wirtschaft nicht entwickeln, leiden unter nur selbst abstellbarer Korruption u. Führungsdefiziten.

Würde das umweltschädliche,

Würde das umweltschädliche, sinnlose Fracking erklären, das keiner will außer der Staat.

13:46 von german-canadian

"...Ihre Frage hat zwar nichts mit meinem Post zu tun aber ich will mal nicht so sein. ..."

Ihre Antwort im Grunde auch nichts mit meiner Frage. Es ist zu simpel, ein Meinungsmonopol als Ursache für Chavez' oder Maduros Präsidentschaft anzunehmen. Bei den Versprechungen kommen wir der Sache schon näher. Denn natürlich haben beide linken Politiker dem Volk versprochen, ihre Lage zu verändern, und natürlich betraf und betrifft das die ärmeren Schichten. Was ist daran schlecht, vor allem, wenn man denkt, dass die lange Reihe bürgerlicher Regierungen auch viel versprochen hatte - nur nie hielt. Oder besser: nur für die Reichen gehalten hat.

Stunde der Opposition ?

"Venezuelas Opposition sieht nun wieder mal ihre Stunde gekommen."

Mehr als die üblichen Privatisierungsversprechen hat die wirtschaftsfreundliche Opposition auch nicht zu bieten.
Nicht die Regierungen sind unberechenbar, sondern das Volk. Und genau das schreckt Investoren ab.

Die Menschen haben jetzt Arbeit und Geld, aber es mangelt an Waren.
Da scheint mir die Alternative auch nicht hilfreich: Waren im Überfluß, die sich die dann verarmte Bevölkerung nicht mehr leisten kann.
Und anscheindend gibt es nur diese beiden Extremzustände.

@ erstaunt

Am 31. Januar 2015 um 12:04 von erstaunt
@CE

"Es werden wohl kaum Speiseöl, Seife und Klopapier von Deutschland nach Venezuela exportiert. Sie argumentieren hier im völlig sinnfreien Raum. Die Schuld an der Misere hat die beispiellos einseitige Wohltaten-Politik der inkompetenten Linken in Venezuela."

Vollkommen richtig, die Antwort an CE, der dieser westlichen Exportwirtschaft die Schuld gibt. Hinzufügen möchte ich noch, dass "China" der Exportweltmeister ist, bei dem jetzt Maduro um Geld bettelt.

Falsch Politik zu machen und das negative Ergebnis anderen in die Schuhe zu schieben, ist typisch für die linke Regierung dort.

Schon vor dem Verfall des Ölpreises, gab es dort monatelang kein Clopapier und die Menschen mussten stundenlang für Hühner anstehen.

Das kommt davon, wenn man Ideologien, die völlig realitätsfern sind, auf den Kosten von Menschen einführen will, nur weil man sein Weltbild durchsetzen will.

@Izmi

Die Tatsache ist das die sozialistische Regierung das Land Venezuela an die Wand gefahren hat.
Das ist ein nicht zu bestreitender Fakt.

Ein Beispiel:

In einem Interview wies Ölminister Rafael Ramírez darauf hin, dass eine Tankfüllung weniger als ein Schokoriegel oder eine Packung Süßigkeiten kostet. “Wir haben bei der Benzinproduktion insgesamt einen direkten Verlust von 12,592 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Die Produktionskosten von Normal-Benzin mit 95 Oktan sind 28-mal höher als der aktuelle Verkaufspreis und die Produktionskosten für Diesel 50-mal höher”, so Ramírez.

Das ist wirtschaftlicher Irrsinn!

Dazu kommt noch das man nicht geringe Mengen von Öl an die sozialistischen Bruderländer wie Kuba verschenkt.

Venezuela: Wo Ideologie ein Land an den Abgrund geführt hat.

@Martina M

"Das kommt davon, wenn man Ideologien, die völlig realitätsfern sind, auf den Kosten von Menschen einführen will, nur weil man sein Weltbild durchsetzen will."

Von welcher Realität sprechen Sie?
Denn die realen Menschen in Venezuela haben diese Regierung in den letzten 15 Wahlen mehrheitlich unterstützt.

Wenn Sie eine andere Regierung oder eine andere Wirtschaftsform in Venezuela bevorzugen, dann sind Sie es, der sich auf den Weg der "realitätsfernen Ideologie" macht.
Die Opposition konnte die Mehrheit von diesem Weg bisher nicht überzeugen.
Wenn das Volk aber das "Problem" ist, sollte man seine Ideologie überdenken.

Captain Amerika reißt alle in den Abgrund

Mit der Überschwemmung des Marktes durch Fraking Gas der USA und der OPEC, mit der man Russland in die Knie zwingen will werden natürlich auch andere Staaten getroffen, die auf diese Einkünfte aus der Ölförderung angewiesen sind.

Da trifft man zwei Fliegen mit einer Klappe nach den US Doktrien.

Natürlich trifft es wieder die politischen Gegner des US Lebensstils und deren Politik.

"Denn auch eine neue

"Denn auch eine neue nicht-"linke" Regierung hätte mit demselben Problem fallender Ölpreis zu kämpfen, wie die jetzige auch!"

So, und jetzt wenn noch jemand erklären würde, wo liegt der unterschied zwischen "bösen Herrschern2 und den Linken ist und warum gerade die Linken besser sind?
Chavez hatte sehr viel Zeit, um das Land zu restrukturieren, was ist passiert, eine der höchsten Kriminalraten, verfallene Infrastruktur und es herrscht Knappheit, und das nicht erst jetzt, bei fallenden Ölpreisen, sondern auch schon vorher.

"Die Spekulanten werden bald den Preis des Öls erhöhen .(Geldgier)Man sollte diese Länder beim Namen nennen ."

Wer sehnlichst die Ölpreiserhöhung erwartet ist Russland, Iran und Venezuela, sind jetzt bei Namen ernannt...

Der Sozialismus bzw. "die

Der Sozialismus bzw. "die Menschenfreundlichkeit" à la Chavez, Maduro, Kastro, Honecker, Kim Jong Un und wie sie nicht alle heißen und hießen ist doch ganz einfach:

Im Kapitalismus gibt es 9.900 Arme und 100 Reiche. Dann kommen die "Weltverbesser" obiger couleur und führen den (real existierenden) Sozialismus ein.

Das Ergebnis ist ebenso einfach, wie menschenverachtend: Danach gibt es nur noch 10.000 Arme und 0 Reiche.

Und damit das blöde Volk still hält - weil es ja vom "bösen Westen" manipuliert und indoktriniert wird - werden Straflager, Unterdrückung und Mauern mit Stacheldraht eingeführt sowie Selbstschussanlagen an den Grenzen installiert.

So einfach ist das!

Ich kann mich aber auch beim allerbesten Willen wirklich nicht daran erinnern, dass durch die Einführung der sog. "sozialistischen" Systeme irgendwann, irgendwo auf der Welt irgendetwas auch nur um ein Jota besser geworden. Stets war das Gegenteil der Fall!!!

Wir haben es nicht nötig zu arbeiten!

Wir haben Öl und Gas, Uran und Metall!
Die Staaten, die heute klagen und winseln,
weil es ihnen dreckig geht, tragen dafür die Verantwortung selber! Es sind die Politiker,
dieser Staaten, die versagt haben, ohne
Ausnahme. Anstatt den Reichtum in die
Zukunft zu investieren, haben sie ihn gehortet, spekuliert, verprasst, gefaulenzt,
anstatt Ausbildung und Bildung zu fördern, anstatt Werkstätten, Infrastrukturen und
Fabriken und Maschinen zu bauen! Wäre
in Russland und auch in den anderen Roh
stoffländern nur 50% in das Volk zurück
investiert worden, wären diese Staaten
unangreifbar gewesen. Wer aber seine
Produkte verstärkt im Ausland einkauft,
muss sich nicht wundern, dass er vielleicht
schon morgen im kurzen Hemd dasteht.

16:01 von german-canadian

"...Die Tatsache ist das die sozialistische Regierung das Land Venezuela an die Wand gefahren hat. Das ist ein nicht zu bestreitender Fakt. ..."

Nicht zu bestreiten ist, dass Venezuela große wirtschaftliche Probleme hat. Es stellt sich nur die Frage, wie es in dem Land aussähe, wenn die bürgerlichen weiterregiert hätten und wie das Volk allgemein dann eingestimmt wäre. Vielleicht können wir uns auf einen gemeinsamen Standpunkt einigen: Solange in (einigermaßen/Zugeständnis an Sie) freien Wahlen die jeweilige Regierung bestimmt wird, könnte man es den Venezolanern überlassen, ob sie "an die Wand gefahren" werden möchten oder nicht... denke ich jedenfalls.

"Würde das umweltschädliche,

"Würde das umweltschädliche, sinnlose Fracking erklären, das keiner will außer der Staat."

Falsch, das will jeder, der an der Zapfsäule weniger ausgeben wird. Über Fracking und Umweltfreundlich lässt sich diskutieren, genauso allgemein über Ölgewinnung, Ölbohren war niemals umweltfreundlich, Verbrauch noch weniger. Nur, Elektroautos können wir uns noch nicht leisten, und die Energie aus der Steckdose ist immer noch nicht so umweltfreundlich, Fakt ist, Elektroautos heute fahren mit Steinkohle, wie früher Dampfloks...

"Denn natürlich haben beide linken Politiker dem Volk versprochen, ihre Lage zu verändern, und natürlich betraf und betrifft das die ärmeren Schichten."

Ob sich die Lage so verändert hat, kann man bezweifeln, wenn man die Schlangen sieht, in dem Arme auf einfache Sachen wie Speiseöl, Seife und Toilettenpapier warten...

14:22 von Agent lemon

Wie immer sind Ihre Beitraege nur Wuensche und keine Fakten.Die Foerderung
liegt hier bei $ 40 bis $ 70/Barrel.
Aber zum 1. Mal haben Sie es erkannt:
"Nur arbeiten dort momentan ca. 70% der Fracker in den Miesen bei den Preisen"
Also schadet der niedrige Oilpreis ins besondere unseren Staat,weil wir nicht so billig foerdern koennen wie die Saudis.

@Izmi

Ja
Ja man sollte es den Venezolanern selbst überlassen welche Regierung sie wählen.
Nur waren diese dort, nach meinem Verständnis, nicht fair.

Und selbst wenn es faire Wahlen waren darf man dennoch wirtschaftliche Tatsachen benennen.

Ernste Lage

Die Situation in Venezuela ist um ein Vielfaches schlimmer als hier beschrieben.
Ich bereise das Länd jedes Jahr, die Hälfte meiner Familie lebt in Maracaibo.
Schon vor 10 Jahren, als der Ölpreis ständig stieg war das wirtschaftliche Chaos vorhersehbar, ganz ohne Zutun der bösen Amerikaner. Seit der "großen Landreform" kann sich das Land nicht mer selbst ernähren. Die regulierte Währung ist total überbewertet, der Schwarzmarkt ist das einzige was floriert. Die Ölindustrie befindet sich seit 1998 in der Rückwärtsbewegung weil wichtige Ersatzteile und Technologien aus dem Ausland wegen Währungsmangel nicht beschafft werden können.
Die Schlangen an den Supermärkten werden immer länger. Einkaufen dauert nun mindestens 3-4 Stunden, um zumindest einen Teil der benötigten Waren irgendwo zu bekommen. Die Rente meiner Schwiegereltern, die vor 10 Jahren ungefähr $1200/M betrug ist nun auf einen Gegenwert von $22/Monat geschrumpft.
Medikamente fehlen auch an allen Ecken.
Viva la Revolution...

14:28 von AlterSimpel

Mehr als die üblichen Privatisierungsversprechen hat die wirtschaftsfreundliche Opposition auch nicht zu bieten.
Nicht die Regierungen sind unberechenbar, sondern das Volk. Und genau das schreckt Investoren ab.

Das ist ja schon mal ein Anfang wenn man seine Wirtschaft diversifizieren möchte.
Wie sonst soll man seine Abhängigkeit vom Öl verringern?

Die Menschen in Venezuela sind nicht unberechenbar, ihre Politiker schon.

Wenn Ford oder GM Ersatzteile für PKWs nur mit einem staalich überbewerteten Boilivar verrechnet bekommen stellen diese die Lieferungen aufgrund hoher Verluste ein.
Wenn Airlines für ihre Flugangebote nicht bezahlt werden stellen diese den Flugbetrieb ein.
Die Infastruktur ist völlig zum Erliegen gekommen.

Ich vermute, dass noch dieses Jahr die Maduro Regierung entweder durch Revolution oder durch Militärputsch gestürzt wird

Venezuela war schon "fertig"

Venezuela war schon "fertig" als der Öl-Preis schindelerregende Höhen erreichte. Das haben allein die "Sozialisten um Hugo Chaves zu verantworten, aber auch die korrupten "Gierhälse", die das Volk zu den Linken trieb. Man kann da durchaus Parallelen zum heutigen Griechenland erkennen

BINGO! Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Allerdings kann ich die Menschen in Venezuela verstehen, dass sie sich damals an Chavez geklammert haben. Für viele ist er immer noch der große Held und wird bei einigen verehrt wie Jesus.
Allerings war seine Wirtschaftspolitik alles andere als nachhaltig. Die versprochene Unabhängikeit vom Öl blieb aus.
Aber mit steigenden Ölpreisen hatte es Chavez leicht Sozialreformen einzuleiten.
Schliesslich standen ihm 10x höhere Einnahmen aus der Ölförderung zur Verfügung. Nun bewegt man sich auf Preise zu die ungefähr auf dem Niveau von 2004 liegen (immer noch 4x so hoch wie 98) und alles bricht zusammen. Schlimmer als je zuvor!

um 13:03 von Izmi

Bis zum Jahre 1998 hatte Venezuela bürgerliche Regierungen, und die waren über lange Jahre mit hohen Einnahmen aus den Ölgeschäften beglückt. Warum also wurden nicht damals schon die Strukturmaßnahmen durchgeführt, deren fehlen man heute völlig losgelöst der "Linken" ankreidet?

Schauen Sie sich einfach mal die Ölpreise bis 1998 an. Die lagen im Schnitt bei $20.
Ich will gar nicht die Zustände in Venzuela vor Chavez loben, aber schlechter waren sie auf keinen Fall. Fragen Sie meine Familie.
Bei 10x höheren Erdöleinnahmen ist es eigentlich erschreckend wie schlecht das Land immer noch da steht. Aber schön, zumindest die Familie Chavez und Cabello sind nun Multimilliardäre. Es gibt eben doch Gewinner des Sozialismus des 21. Jahrhunderts.

um 13:03 von Justin

Fracking haben die Amerikaner nicht entwickelt, um Venezuela zu schaden, sondern schlicht um eigene Ölimporte zu senken, und Frackingöl, wie der Maduro sagt, ist gar nicht so billig, dass die Amerikaner mit Weltmarktpreisen konkurrieren können.

Das stimmt genau. Die Frackingindustrie in den USA steht vor dem Kollaps. Die Förderungen sind um 20-40% eingebrochen.
Fahren Sie mal durch Texas oder North Dakota. Die Ölbetriebe streichen Stellen, neue Anlagen werden nicht aufgestellt.
Im übrigen importieren die USA noch immer 40% des Bedarfs, vor allem aus Venezuela. Nur am Rande erwähnt.... bevor hier im Forum wieder die bösen Amerikaner als Culprit der Misere in Venezuela benannt werden.

Danke @16:01 von german-canadian

Danke für das Zitat.

Bei staatlich subventionierten Benzinpreisen hatte ich eher an Preise mit kleiner Negativ-Steuer gedacht, also geringfügig unter Produktionskosten. Nicht an solchen Irrsinn.

Ich bin zwar kein Freund der freien Marktwirtschaft ("Kapitalismus"), aber der sozialen Marktwirtschaft ("rheinischer Kapitalismus"). Weil ich noch nichts besseres gesehen habe.

Kein Wunder

Das geht jeder sozialistischen Planwirtschaft früher oder später so, das sie auf ganzer Linie versagt.

Als ich Anfang der 1990er einige Male dort war, sah es beseutend besser aus.

@SEPP58

Natuerlich drifft es wieder die US, die sind an allem schuld,ist ja ganz einfach.
Nur Fraking war schon lange vor Russland im gange,(wird auch in Sibirien gemacht)und vorher waren die Amerikaner schuld am hohen Oel Preis, jetzt sind Sie schuld am niedrigen??
Derweil hatte es die US einfach satt sich vom Oel erperssen zu lassen,und produzieren nun selbst,mit minimal gewinnen,im Land des Capitalism's!!
Venezuela, Russland und Co tragen auch selbst verantwortung mit Ihrer Politik,da koennen die US nun mal nix fuer!!

@AlterSimpel

"Die Opposition konnte die Mehrheit von diesem Weg bisher nicht überzeugen."

Von welcher Mehrheit sprechen Sie? Vom Volk oder von der Wählerschaft? Maduro hat ganz knapp die Wahlen gewonnen (3% Unterschied). Das ist nicht viel und die Stimmung kann durchaus umschlagen. Wenn Sie die daraus eine Umkehr machen und sagen "Die Regierung konnte die Mehrheit des Volkes" nicht überzeugen, dann stimmt das.

Bis jetzt war es möglich, die Menschen noch zu ködern, indem man den Armen ab und zu mal einen Brocken hingeworfen hat.

Verändert hat sich zum positiven nichts. Im Gegenteil. Hohe Kriminalitätsraten und leere Regale in den Geschäften.

Und wie überall in diesen Regimen, werden die Menschen mit Gewalt mundtot gemacht.

Wie lange sich das Volk dies noch gefallen lässt, sei mal dahingestellt. Wenn es da nichts zu verlieren gibt, dann gehen die auch auf die Barrikaden.

Ich gebe dieser Regierung und dem Regime kein Jahr mehr (wenn es überhaupt so lange dauert)

Saudis und USA treulich vereint!

Lieber Herr Obama,
was war das nicht für ein anrührendes Foto, Sie Seite an Seite mit dem saudischen neuen König. Ja, Gutes muss man sich etwas kosten lassen. Und wenn man Russland und Venezuela gleichzeitig über den Ölpreis ausbooten kann, hält einen nix mehr. Und die Billionen, die man dabei verliert, hihihi, die kann man dank Petrodollar einfach von der FED neu drucken lassen, kicher kicher! Im übrigen, wenn Russlands und Venezuelas Fördermenge wegbricht, dann geht der Presi automatisch wie ne Rakete hoch, und man kann die Verluste wieder "reinholen"!

um 17:10 von Izmi

Solange in (einigermaßen/Zugeständnis an Sie) freien Wahlen die jeweilige Regierung bestimmt wird, könnte man es den Venezolanern überlassen, ob sie "an die Wand gefahren" werden möchten oder nicht... denke ich jedenfalls

Nun, die Wahlen als einigermaßen fair zu bewerten bedarf schon viel Anstrengung.
Wenn der Opposition die Möglichkeit genommen wird in Fernsehen o. Radio Werbung zu betreiben, Demos niedergeknüppelt und die Opposition als Freiwild zum Abschuß freigegeben und auf übelste diffamiert wird (da war Goebbels im Vergleich ein echter Charmeur) kann man wohl kaum von Fairness sprechen. Auch nicht wenn nach der Bekanntgabe der Wahlergebinsse noch tonnenweise Wahlzettel aus oppositionellen Hochburgen nicht ausgezählt wurden.

Aber ich gebe Ihnen zumindest sowei Recht, dass das Land sehr gespalten ist und die Chavistas einen hohen Zuspruch hatten. Allerdings liegt die Popularität der Regierung nur noch bei 20% und auch die härtesten Chavistas haben die Nase voll...

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