Kommentare

...

Was für eine Überraschung!

schwacher rubel = starker export!

morgen soll im kreml eine expertengruppe gebildet werden, die herausfinden soll, welche produkte exportiert werden, z.B.

leicht durchschaubares Manöver

Klar, man will Russland schaden. Von Fairness haben die USA anscheinend noch nichts gehört. Sie tun eben alles in ihrem Interesse. Schade, dass die EU/D das noch nicht durchschaut hat.

Welch eine Überraschung

wenn einen Tag vorher der Präsident der USA von einer Verschärfung der Sanktionen spricht.

Klappt doch gut.

Gruß

"schwacher rubel = starker

"schwacher rubel = starker export!
morgen soll im kreml eine expertengruppe gebildet werden, die herausfinden soll, welche produkte exportiert werden, z.B."

Außer Kalaschnikow, der ewige Exportschlager Russlands ist Öl und Gas, davon hat Russland genug, alles andere importieren sie.

"leicht durchschaubares Manöver
Klar, man will Russland schaden. Von Fairness haben die USA anscheinend noch nichts gehört. Sie tun eben alles in ihrem Interesse. Schade, dass die EU/D das noch nicht durchschaut hat."

Hat nichts von Schaden wollen, sondern einfach von den Marktgesetzen. Kapitalflucht machen die Russen selbst, reiche Russen bringen ihr Geld einfach dort, wo es sicherer ist. Allerdings, das muss niemanden hindern, aus eigenen Gründen in Russland sein Geld zu investieren, Ratingagenturen geben nur Empfehlungen.

Man stelle sich vor die

Man stelle sich vor die Agenturen setzten die USA herab sobald sie kurz vir dem Zahlungsaus stünden. Ist ja in den letzten Jahren zum Glück nie vorgekommen...
Aber warum sollten sich "unabhängige" amerikanische Unternehmen ins eigene Fleisch schneiden?
Daher fordere ich Bewertungen durch EINE Agentur pro Kontinent...

eine Importstopp

oha . Das klingt nicht gut. Ob es nur bei diesem Importstopp für Lebensmittel aus dem Westen bleibt. Warten wir es ab, bis die US Fracking Firmen auch als erledigt gelten. Was dann folgen wird.

Realistisch...

Ich finde das Rating durchaus realistisch. Russland steht durch den schwachen Ölpreis stark unter Druck. Die westlichen Kapital Sanktionen verhindern das sich Russland (auf westlichen) Kapitalmärkten mit Geld versorgen kann.
Was aber nicht alle sehen. Das Rating gilt für Staatsanleihen. Nur Russland braucht keine Staatsanleihen. Der Haushalt von Russland war nicht nur ausgeglichen. Es wurden in nur 14 Jahren alle Staatsschulden abbezahlt und sogar ein Finanz Polster in höhe des Vierfachen Staatshaushaltes angehäuft! Natürlich muss sich Russland einschränken. Der Ölpreis hat nun ein Niveau von 2000. Miliarden Teure Prestige Opjekte werden sicher ausgesetzt. Der Staatsschatz wird zusammenschmelzen bis sich die Russische Wirtschaft auf die neue Lage eingestellt hat.
Wenn dann der Ölpreis wieder anzieht (und das wird er früher oder später) erholt sich der Staat auch wieder. Nur das Verhältniss zur EU wird dann wohl nie wieder so sein wie vorher. Für was ?

Keine Überraschung

Der Rubel ist im Sinkflug, der Ölpreis ist unten, Tendenz sinkend. Was soll man da erwarten? Selbst ohne eine Ausbildung in Nationalökonomie hätte man Russland da wohl völlig zurecht herab gestuft.

Vor dem Aus?

um 21:41 von Lord_David:
"Man stelle sich vor die Agenturen setzten die USA herab sobald sie kurz vir dem Zahlungsaus stünden. Ist ja in den letzten Jahren zum Glück nie vorgekommen..."

Schwer vorstellbar, dass es in den nächsten Jahren vorkommt.

Die russischen Bürger können

Die russischen Bürger können schon jetzt keine Raten für eigene Immobilien bezahlen, da die Raten an Dollar gebunden sind und die Banken wollen jetzt doppelt so viel Gegenwert in Rubeln. Die nächste Krise ist die Immobilienkrise, den die Preise orientieren sich natürlich an Dollar und Euro.

Wann wird eigendlich die EU

Wann wird eigendlich die EU runtergestuft,ist doch der Euro ebenfalls auf Sturzflug.
M.E. ist die erneute Herabstufung politisch motiviert.

Im Februar 2014 hat Standard

Im Februar 2014 hat Standard & Poor's vorhergesagt dass der Ölpreis im Jahre 2104 auf dem Niveau von 110 $ liegen wird.
So viel zu der Glaubwürdigkeit der US-Ratingagenturen.

@alex66

"Im Februar 2014 hat Standard & Poor's vorhergesagt dass der Ölpreis im Jahre 2104 auf dem Niveau von 110 $ liegen wird.
So viel zu der Glaubwürdigkeit der US-Ratingagenturen."

Naja, 2104 ist ein bisschen weit weg, aber falls Sie 2014 meinen, dann war die Prognose durchaus nicht falsch, denn der Ölpreis erreichte dieses Niveau. Wo sehen Sie also da das Glaubwürdigkeitsproblem? Dass es danach wieder bergab ging, ist ja eine andere Sache.

Ratingagenturen

@alex66 02:11
"Im Februar 2014 hat Standard & Poor's vorhergesagt dass der Ölpreis im Jahre 2104 auf dem Niveau von 110 $ liegen wird.
So viel zu der Glaubwürdigkeit der US-Ratingagenturen."

Und bis Juni/Juli lag der Preis auch noch bei bis zu 106,65$, tendenziell steigend. Erst danach fing der Preis an einzubrechen.

Und bei aller berechtigten Kritik an den Agenturen:
Wenn es draußen regnet, dann ist dafür doch nicht die Wettervorhersage verantwortlich... Aber es steht jedem frei, der Vorhersage zu vertrauen und einen Regenschirm einzupacken.
Genau so geben auch die Ratingagenturen die Ergebnisse ihrer Analysen aus. Niemand muss sich daran halten - jeder kann in Russland weiterhin investieren. Doch dass es um die russische Wirtschaft nicht gut bestellt ist, gibt ja sogar Putin mittlerweile in Teilen zu (anders als noch im ARD-Interview vom 15.11.14).

Insofern würde ich bei den Themen "rein politischer Motivation" und "Verschwörung" mal ein wenig auf die Bremse treten wollen.

Bewertungen der Ratingagenturen

Die Einstufungen der Agenturen sind durchaus umstritten, da die Bewertungskriterien nicht offen gelegt werden. Dies bietet den Spielraum auch politische Wertungen in das Rating mit einfließen zu lassen.

Zudem können eigene wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen, denn die Ratingagenturen agieren auch als privatwirtschaftliche Unternehmen am Finanzmarkt.

Kritiker bemängeln zum Beispiel, es bleibe oft unklar, welcher Anteil der Einschätzungen auf Fakten und Berechnungen beruht und was Meinung ist. Besonders stark ist die Kritik an den Ratingagenturen seit der Finanzmarktkrise - damals hatten sie zahlreiche Ramschpapiere als sichere Geldanlage eingestuft, daher wird ihnen eine Mitschuld an der Krise gegeben.

Insgesamt zeichnen sich die Ratingagenturen durch zu viel unkontrollierte Macht und ein nur wenig transparentes Geschäftsmodell aus.

Bzgl. des Russland Ratings kann man so bewerten - könnte aber auch die hohen Devisenreserven positiv an führen + das alte Rating beibehalten.

"Insgesamt zeichnen sich die

"Insgesamt zeichnen sich die Ratingagenturen durch zu viel unkontrollierte Macht und ein nur wenig transparentes Geschäftsmodell aus."

Die Ratingagenturen üben keine Macht aus, können sie auch nicht. Die haben reine Beratungsfunktion. Niemand zwingt Unternehmen und Fonds, in Russland nicht zu investieren. Ob die es auch so tun, liegt in deren ermessen.
Russlands Reserven schmelzen, zwar plötzlich aber rapide. Das wird und zieht schon jetzt die ganze Wirtschaft zu Gründe, Domino Effekt. Firmen in Russland können keine Kredite mehr wegen zu hohen Zinsen aufnehmen, Importe verteuern sich und Russland muss mehr Geld dafür ausgeben, da zumindest die EU Importe über Drittländer wie Weißrussland laufen, alleine wegen russischen Embargo. Kapitalflucht ist immens. Da muss man nicht Harvard Diplom haben, um negativen Rating zu geben.

Das ist Russlands

Das ist Russlands hausgemachter Problem. Es gab keine Anreize, eigene Produktion zu fördern. Ganz einfach ist die Gewinnspanne bei Importen viel größer. Russland verhält sich wie seiner Zeit Spanien zur Zeit der Kolonisierung und Goldrausch. Es wurde immer weniger produziert und immer mehr irgendwo anders eingekauft, weil der Gold war einfach da.

Russische Wirtschaft in Schwierigkeiten

Ich kann den Aufschrei mancher Schreiber nicht nachvollziehen. Eine Rating-Agentur senkt die Bonität Russlands, weil die russische Wirtschaft in großen Schwierigkeiten steckt. Vor einem Jahr bekam man für 1 Euro rund 45 Rubel. Heute kostet 1 Euro rund 75 Rubel. Im November 2014 lag das russische Bruttoinlandsprodukt rund 0,5 % unter dem des Novembers 2013. Für 2015 sagen russische Regierungsstellungen eine weitere Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukts voraus. Die jährliches Inflationsrate lag in Russland zuletzt bei 11%, Tendenz steigend. Um seinen Staatshaushalt auszugleichen, benötigt Russland einen Ölpreis von rund 100 Dollar je Barrel. Zurzeit liegt er bei 50 Dollar. Die russische Zentralbank hat den Leitzinssatz auf 17% jährlich erhöht, um den Kapitalabfluss zu stoppen. Sie beziffert den Netto-Kapitalabfluss für 2014 auf 151 Milliarden Dollar. Angesichts dieser Zahlen ist es sachlich begründet, die Kreditwürdigkeit Russlands auf Ramschniveau zu senken.

Darstellung: