Kommentare

Veränderung

Brauchen wir in ganz Europa, erst anfangen alle Steuerschlupflöcher zu schließen und einheitliche Steuergesetze. Dann löhnt sich Luxemburg auch nicht mehr.
Griechenland soll erst mal die Korruption und Vetternwirtschaft bekämpfen.

Unbelastete Regierung und Abgeordnete

Das ist genau der Punkt, wo Syriza, mit einem Mini-Koalitionspartner, Chancen hat. Wenn er wirklich das Steuersystem, die Korruption und die Bürokratie angeht, kann er Erfolg haben. Dies ist auch ohne tiefe soziale Einschnitte möglich, erfordert aber einen Systemwechsel und einen Paradigmenwechsel der Bevölkerung und Verwaltung im Hinblick auf die Beziehung zum Staat. Doch ohne strikten Druck von außen wird Tsipras diesen mühevollen, langwierigen Weg nicht gehen. Denn eine Legislaturperiode reicht dafür nicht, und es muss auch für den Nachfolger klar sein, dass es keine Alternative gibt, sonst wird der nicht Tsipras heißen. Wenn die einzige Chance für eine Wiederwahl das Füllhorn ist, finanziert von den anderen EU-Staaten, wird auch Tsipras das vorziehen.

Syriza wird sich mit Reformen leichter tun

Sorry, dass die heutige Bevölkerung Griechenlands die Fehler ihrer politischen Klasse der letzten 5 Jahrzehnte bezahlen soll. Aber Kredit = credere (lt) heißt "vertrauen". Und soll man Syriza vertrauen, gegebenen Zusagen einzuhalten? EU wäre gut geraten, ihm überhaupt keinen Gesprächstermin zu geben.

Balance

Die Waage, auf der die Reichen ganz oben sitzen, und die Armen auf dem Boden hängen, muss wieder ins Gleichgewicht. Dazu gehört ein rigoroses zustopfen von Steuerschlupflöchern, und eine echte Vermögenssondersteuer. Die Kleinen haben ihren Anteil schon gebracht, jetzt sind die anderen dran.

Neoklassische Wirtschaftspolitik macht blöd, asozial & einsam

Die wichtige message des Tages ist nicht, dass die gebeutelten Griechen mit großer Mehrheit Syriza gewählt haben, sondern dass die stolze PASOK - hinter den Kommunisten! - auf gerade mal 4,7 % der Stimmen gekommen ist.

Wenn ich Super-Siggi wäre würde mich das Schicksal der griechischen Schwesterpartei nachdenklich machen. Wie lange Große Koalition wird wohl (noch) nötig sein um die SPD auf außerparlamentarische Größe zu schrumpfen ...?

Herzlichen Glückwunsch Syriza

Sie werden sich leichter tun die Korruption und die Vetternwirtschaft zu bekämpfen. Ein guter Tag für die Griechen und auch für Europa.

Experten?

Die Experten "glauben"...na dann glaub mal...

Hm, ja

und vor allem hat Syriza seine Leute noch nicht in die entsprechenden Positionen gehievt um die eigene Macht in den Institutionen zu festigen ... da lässt sich trefflich über die "korrupten" alt Parteien herziehen... mal sehen was wird, es haben sich schon viele im Tagesgeschäft selbst entzaubert ...

Interessant

"Die Troika aus EU, EZB und Internationalem Währungsfonds könnte zum Beispiel die Laufzeiten der bestehenden Kredite verlängern und die Zinssätze senken."
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Es ist ja durchaus normal, dass man höhere Zinsen zahlt, wenn man weniger Sicherheiten zu bieten hat. Wie sieht es denn da bei Griechenland aus. Was sind denn das für Zinsen? Wer kassiert die und vor allem warum? Wenn man ein Land wieder "auf die Beine" bringen möchte, wäre es da nicht fairer man würde nicht noch Geld damit verdienen wollen?
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Also helfen wollen und Zinsen dafür verlangen....in meinen Augen ein Widerspruch.

Das ist eine große Chance

für das gebeutelte Griechenland. Wenn Syriza eine konsequente Steuerreform durchführt, Korruption und Vetternwirtschaft bekämpft, kann Vertrauen wieder erzeugt werden, auch wenn es den Privilegierten wehtut.

Kaffeesatz.

ZITAT: "glaubt der Experte nicht" TATIZ

Ein Experte, der glaubt... Dann kann es mit seinen sogenannten Prognosen nicht weit her sein.

Derselbe Experte wird dann ganz genau erklären können, warum sein Prognosen nicht eintraten.

Das ganze "Interview" ist doch Kaffeesatzleserei!

Menschen und "Leute"

Daß Syriza mit den Rechten ein Bündnis eingehen will, erfüllt wohl die überwiegende Mehrheit mit Skepsis. Wenn jedoch dahinter die Absicht steht, die Rechte ausbluten zu lassen aufgrund illusorischer Ideen, die nicht umgesetzt werden können – sei's drum, speziell, wenn der Plan funktioniert. Das einzige, das im Moment für die Auswahl plausibel erscheint, ist die Tatsache, daß neben Syriza Anel wohl die entschiedendste Kraft des Landes ist, die der Troika Paroli bieten will – oder Taktik.

Zu bekämpfen auch Merkel mit ihrer marktkonformen Demokratie, der Absage an eine Sozial-Union. Auch nicht zu vergessen die "Reformen", die den Menschen das Fell über die Ohren zieht. Tsipras und den Griechen ist aus vollem Herzen alles Gute zu wünschen. Der Beistand und die Solidarität der Menschen, die für Menschen eintreten, ist ihnen gewiß. Das mag entweder flach oder pathetisch klingen. Für die "Leute" und die Bilanzen oligarchischer Bonzen ist aber in der Vergangenheit viel zu viel getan worden.

@the_ugly_truth – Lieber heute als morgen!

"Wie lange Große Koalition wird wohl (noch) nötig sein um die SPD auf außerparlamentarische Größe zu schrumpfen ...?"

Wenn es nach mir geht: Lieber heute als morgen! Nichts wünschenswerter als griechische Zustände – JETZT!

Ich bin da nicht ganz so

Ich bin da nicht ganz so pessimistisch.

Ja ne, der Herr ist m.E. ehr hoffnungslos optimistisch.

Weil Syriza als junge Partei politisch unbelastet ist, hat sie bessere Chancen als die etablierten Parteien, sich mit dieser Gruppe anzulegen. Hier ist tatsächlich Potenzial für weitere Reformen vorhanden, zum Beispiel, was die Bekämpfung von Steuerhinterziehung oder von Korruption betrifft.

Diesem Argument fehlt es an logischer Stichhaltigkeit. Weil Syriza eine junge Partei ohne die notwendigen Verbindungen ist, braucht sie Unterstützung in Verwaltung und Wirtschaft, um das Land regieren zu können ... die üblichen Sachzwänge die in Griechenland zu Korruption und Vetternwirtschaft führen - entweder spielt die Syriza da mit oder ihre Regierung bleibt eine lahme Ente. Reformen sind also so oder so nicht zu erwarten, es wird darauf hinauslaufen fremdes Geld zu verteilen um die eigene Machtposition zu sichern.

Es gibt kein Problem

Eine Staatsanleihe ist ein Kredit einer Nichtbank an einen Staat, das heißt es fließt tatsächlich Geld. Wenn dann dieser Staat pleite geht sind die Papiere nichts mehr wert oder zumindest weniger wert. Das ist für den Privatanleger ein echtes Problem denn sein Geld ist weg. Aber da die EZB diese Anleihen im Großen Stil aufgekauft hat, betrifft das nur noch sehr wenige Menschen. Als Zentralbank kann sie auch nicht pleite gehen. Das wird in der Bilanz einfach abgeschrieben und der einzige Ausfall besteht im ausbleiben der Zinseinnahmen.

Was anderes sind Hilfskredite, diese werden von der EZB als Fiat-Geld geschöpft. Wenn sie Ausfallen werden auch diese einfach aus der Bilanz gestrichen, es passiert das gleiche als hätte man den Kredit getilgt, nur eben Ruckartig und ohne das weiter Zinsen fließen.

siehe: kreditopferhilfe.net/docs/Gutachten_Giralgeldschoepfung.pdf

Deshalb ist diese ganze Aufregung Quatsch, der Schaden ist nur der Zinsausfall, nicht die Schuldensumme.

Tsipras hat nur mit Strukturreformen eine Chance

Mit einer Regierung zwischen dem Linksbündnis einer bürgerlichen Partei wird deutlich, dass Tsipras alle Griechen mitnehmen will auf den Weg aus der Krise. Das ist angesichts der notwendigen Strukturreformen beim Steuersystem, der aufgeblähten Staatsbürokratie mit, Korruption, Vetternwirtschaft und Beseitigung von Hemmnissen für einen wirtschaftlichen Aufschwung mit sozialer Balance. Soll es schnelle Ergebnisse geben, wird man den Dinstleistungssektor und den Tourismus besonders fördern müssen.

Neues Geld wird es für die notwendigen Strukturreformen nur geben, wenn die bisher geltenden Verträge mit den internationalen Kreditgebern eingehalten werden. Allenfalls können Kreditlaufzeiten und Zinsen noch etwas verbessert werden, obwohl der Schuldendienst derzeit nur 4 % vom BIP beträgt. Ein Schuldenschnitt wird schnell vom Tisch sein, wenn die Regierung in der EU und Eurozone bleiben will. Die Rolle rückwärts der neuen Regierung wird bald sichtbar sein - trotz Hinwendung zum Bürger.

Laut gelacht!

ZITAT: "Sie werden sich leichter tun die Korruption und die Vetternwirtschaft zu bekämpfen." TATIZ

Der Witz war gut (und teuer!).

Die wundersame Brotvermehrung

Einige Grundsätze für die neue Regierung sollten auch Tsipras und seiner "Rechten Hand" bekannt sein:

1. Die Regierung kann nur so viel Geld ausgeben wieviel sie zur Verfügung hat.

2. Neue Kredite gibts nur wenn die Regularien für die alten geklärt sind. Sollte es keine neuen Kredite geben - dann wirds auch für den Messias Tsipras eng.

3. Eine Laufzeitverlängerung bedeutet m.E. die Schuldentilgung verlängert sich von 200 auf 300 Jahre. Das lässt sich sicher einrichten. Und die Richtung Null tendierenden Zinsen sind ja sowieso nicht das Problem.

4. Ein Zerwürfnis mit den Rechtspopulisten würde im Chaos enden - wobei man sich die Frage stellen muss, ob man das griech. χάος noch steigern kann.

5. Die Ausgangsposition ist gar nicht so schlecht. Nachdem jahrzehntelang alles falsch gemacht worden ist kann man noch mehr Fehler gar nicht begehen. Und ein Schuldenerlass wird wohl mit landesweitem Applaus honoriert. Davon alleine kriegt man die Griechen aber auch nicht satt...

Am 26. Januar 2015 um 14:34 von Bill Hicks

"Es gibt kein Problem."
So ist es leider nicht. Sicher, das Geld wurde gedruckt und keiner hat dafür gearbeitet um es zu bekommen. Also von daher kein Verlust. Aber das geschöpfte Geld erzeugt Geldwertverlust, denn es stehen ihm eben keine Wirtschaftsleistungen gegenüber. Alle, die Geld besitzen verlieren also einen Teil des Geldwerts, für den sie unter Umständen hart gearbeitet haben.
Das ist halt Inflation. Die ist gut für die Schuldner und schlecht für die Gläubiger. Wenn es diesen Effekt nicht gäbe, könnte man ja einfach unbegrenzt Geld drucken. Man könnte das Geld auch sofort direkt den Konsumenten schenken. Das wäre dann alles ganz egal.
Geld hat an sich keinen Wert, es soll nur den Wert der Waren und Dienstleistungen in einer Wirtschaftseinheit repräsentieren.

@Bill Hicks

"Das wird in der Bilanz einfach abgeschrieben und der einzige Ausfall besteht im ausbleiben der Zinseinnahmen."

So ein Quatsch. Wenn die Forderungen ausfallen, werden sie in der Bilanz abgeschrieben. Soweit richtig. Im Moment stehen sie aber noch als Forderungen auf der Habenseite. Werden sie abgeschrieben, sind das Verluste und der Gewinn vermindert sich entsprechend.

Ein Unternehmen würde dann entsprechend weniger Steuern zahlen, also würde der Steuerzahler das mittelbar zahlen.

Die EZB könnte Geld drucken. Das führt langfristig zu einer Steigerung der Inflation. Das wiederum schmälert die Kaufkraft der Leute, also zahlen sie wieder.

Sie können es drehen und wenden wie sie wollen: Entweder die Griechen zahlen oder eben die anderen oder alle zusammen. Einen anderen Weg gibt es (leider) nicht.

wuensche

ich wuensche mir, dass so mancher hier, hierzulande und ausserhalb dieses landes, endlich von seinem hohen ross herabsteigt oder sein gehirn einschaltet.

das problem griechenland nahm seinen anfang bereits 1999 mit den unterlagen, die das land einreichte, um mitglied der euro-zone zu werden. schon wenige jahre danach flog auf, dass dieses zahlenwerk eine einzige luege gewesen ist. "beraten" wurde die seinerzeitige griechische regierung von einem team der investmentbank goldman sachs. mitglied dieses teams war ein gewisser mario draghi.

ich wuensche mir also, dass die neue griechische regierung das fertig bringt wozu ezb und nationale regierungen keinen mumm haben, also endlich strafanzeige und schadenersatzforderungen gegen goldman sachs.

desweiteren wuensche ich mir, dass die neue griechische regierung alle konten aller steuerhinterzieher in london, den britischen kanalinseln, monaco, der schweiz, oesterreich, liechtenstein, luxemburg usw. endlich pfaenden laesst.

Euro futscht

Nun wars das mitm Euro. Endlich. Denn das Ausmaß dieser Wahl mit deren Zugeständnissen der EZB+Co, die kommen werden um Griechenland drin zu behalten oder es nicht als Vorlage für andere Staaten zu gelten, wird die Eurozone auseinanderbrechen lassen. So oder so, egal was von den Euro-Spaßvögeln kommt, egal wieviel Geld reingepummt wird, egal wie groß ein eventueller Schuldenschnitt ist, all das wird dazu führen, dass die Stunden des Euros, Gott-sei's-gedankt, gezählt sind.

Realitätstest für Linke

Syriza wird in den nächsten Monaten zeigen, ob die Linke zu wirklichen, nachhaltigen Reformen in der Lage ist, d.h. für Griechenland: Klientelpolitik brechen, Steuerfahndung stärken und Vermögensabgabe für die Plutokratie einführen. Dann vernünftige Wirtschaftspolitik betreiben, m Industrieansiedlung, Ausbildungsförderung etc

Denn bei aller Sympathie: das Patentrezept vieler linker Regierungen bestand in der Vergangenheit meist darin, den Staat, den ihre Anhänger angeblich so kritisch sehen, als Umsonstladen für ihre Klientel zu behandeln.

Viele Hoffnungsträger landeten auf dem Müllplatz der Geschichte

Ich verstehe die griechischen Wähler, dass sie genug von den alten Parteien haben.

Nur ich bezweifle, ob das Wahlprogramm der Syriza geeignet ist etwas zu verbessern. Eine Forderung war ja den Staat durch Neueinstellungen wieder zu stärken.Hmmm....da werde ich dann doch nachdenklich. Bisher gab es ja Abertausende Stellen, wo die Leute gar KEINE Aufgabe hatten.

Möge Griechenland in der EU bleiben und aus dem Euro austreten. Wäre für alle mittel / langfristig das Beste.

Ich weiss, einzelne werden jetzt wieder das Mantra und den Götzendienst des hehren Euro anstimmen. Aber das ist jenseits der wirtschaftlichen Vernunft.

Griechenland hat seit 4 Jahren Dauerkatastrophe. Die Selbstmordrate ist explodiert. OHNE Euro hat Griechenland eine Chance wieder langsam auf die Beine zu bekommen. Mit Euro nicht, und wenn überhaupt nur durch eine für ANDERE Länder katastrophale Abwertung des Euro.

Grüsse aus der Schweiz

Eine BinsenWeisheit

Es ist leichter 320 Mrd€ Schulden aufzuhäufen, als
320 Mrd€ Schulden abzuarbeiten!
Dann sollte auch klar sein:
8 Jahre Schulden machen und 4 Jahre sparen, kann nicht funktionieren.
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Eine BinsenWeisheit, sie gilt für alle Staaten, WirtschaftsUnternehmen und PrivatPersonen.

@16:12 von Koelle_am_Rhing

OHNE Euro hat Griechenland eine Chance wieder langsam auf die Beine zu bekommen.

Ohne Euro wird man die Schulden Griechenlands, die ja dann immernoch in Euro bestehen, komplett abschreiben müssen. Wie das im Interesse der übrigen Euro-Länder sein kann, ist mir ein Rätsel.

Der Euro kann nicht so einfach rückabgewickelt werden, weil alle Schulden, also auch private und die von Banken in Euro bestehen bleiben. Wer also eine belastete Immobilie hat, kann sich dann gleich davon verabschieden. Entweder er kann mit seinen inflationären Drachmen seine Euro-Schulden nicht mehr bedienen oder seine Bank geht pleite und die Hypothek wird eingefordert.

Umgekehrt war das kein Problem, weil die alte Währung aufgehört hat zu existieren. Also wurden aus allen Drachmen-Schulden automatisch Euro-Schulden. Den Euro würde es aber nach einem Austritt Griechenlands weiterhin geben. Also werden auch keine Schulden umgeschrieben.

15:25 von Abydos - Exzellent

"das problem griechenland nahm seinen anfang bereits 1999 mit den unterlagen, die das land einreichte, um mitglied der euro-zone zu werden. schon wenige jahre danach flog auf, dass dieses zahlenwerk eine einzige luege gewesen ist. "beraten" wurde die seinerzeitige griechische regierung von einem team der investmentbank goldman sachs. mitglied dieses teams war ein gewisser mario draghi. ich wuensche mir also, dass die neue griechische regierung das fertig bringt wozu ezb und nationale regierungen keinen mumm haben, also endlich strafanzeige und schadenersatzforderungen gegen goldman sachs. desweiteren wuensche ich mir, dass die neue griechische regierung alle konten aller steuerhinterzieher in london, den britischen kanalinseln, monaco, der schweiz, oesterreich, liechtenstein, luxemburg usw. endlich pfaenden laesst.
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Exzellent auf den Punkt gebracht und hiermit nochmals bekräftigt!

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