Kommentare

3 Millionen?

"Mehr als drei Millionen Deutsche unter der Armutsschwelle" - Diese Überschrift ist aber arg irreführend, ja fast schon falsch. Das Wort "Deutsche" müsste durch "Erwerbstätige" ersetzt werden!

Armut in Deutschland?

Was wurde mal von irgendeinen Politiker ganz lapidar in den Raum geworfen, als es um Armut in Deutschland ging? Genau... eine relative Armut!

In der deutschen Bevölkerung gibt es mehr als genug Armut, sie ist nicht relativ, sondern ganz offen sichtbar für jeden, der Augen im Kopf hat.

Umsonst durchsuchen Menschen keine Müllbehälter nach Pfandgut, stellen sich Menschen bei der Tafel an, in der Hoffnung noch gespendete Lebensmittel ergattern zu können, bevor die Spenden verteilt worden sind und die Regale leer.

Unsere Politik muss endlich mal realisieren, dass es nicht nur um Not und Elend in anderen Teilen der Welt geht, sondern dass genügend Armut im eigenen Land herrscht, auch wenn die natürlich nicht vergleichbar ist mit der in anderen Ländern der Welt, aber immerzu Vergleiche zwischen Armut hier und Armut dort zu ziehen, ist sowieso nur der Versuch die hauseigene Armut vom TIsch zu wischen.

3 Mio können von ihrem Lohn

3 Mio können von ihrem Lohn nicht Leben
+3 Mio. Arbeitslose
+0,5 Mio Rentner, die Aufstocken müssen
=
6,5 Mio Menschen,die nicht von ihrem Einkommen leben können bzw. von dem, was sie erarbeitet haben.

Hinzu kommen rund 4 Mio Kinder, die in Armut aufwachsen müssen

Tendenz steigend

Zuschüsse reichen nicht aus

...und was ist mit denen die nicht mehr arbeiten können ?
die arm wurden weil sie krank geworden sind ?
Ich wurde schwer krank...kann nicht mehr arbeiten trotz unzähliger Versuche wieder auf die Beine zu kommen.

Mein Los ist jetzt die volle Erwerbsminderungsrente + Hartz4... Ein Leben in Armut...

Dieses ganze System ist krank....

Darüber, ob ein Auto nun

Darüber, ob ein Auto nun lebensnotwendig oder Luxus ist, kann man sich ja streiten, aber sich keinen „einwöchigen Urlaubsaufenthalt“ leisten zu können, ist für mich ein absolutes Luxusproblem.

Ja, soo gut geht's

Ja, soo gut geht's Deutschland!
Und übrigens; ganz toll, solche Meldungen immer Nachts bringen!

@ Taubenschlag von 02:30

Natürlich gibt es Armut auch in Deutschland. Natürlich ist die nicht zwingend mit der Armut in anderen Ländern vergleichbar. Das Heilmittel dafür wäre aber dennoch das Gleiche, wenn es denn gewollt wäre ( wenn auch im Nationalen statt im globalen Aussmass) : Gleichmässigere Umverteilung des (in D) erwirtschafteten Wohlstands auf alle Bürger ( von D ).

@ derkleineBürger: Unberücksichtigt...

...sind dabei ausserdem diejenigen, die indirekt von der wachsenden Armut betroffen sind. Sei es, dass sie durch das Konstrukt "eheähnliche Gemeinschaft" mit in die Verantwortung für einen ALG2-Empfänger genötigt werden (natürlich, ohne auch entsprechende Rechte zu erhalten), sei es durch den Verwandschaftsgrad oder durch andere Umstände.

Und schon sind wir bei Zahlen, die bislang immer nur geschätzt wurden und in einem Bereich von bis zu 20 Mio. Menschen liegen.

>>3 Mio können von ihrem Lohn nicht Leben
+3 Mio. Arbeitslose
+0,5 Mio Rentner, die Aufstocken müssen
=
6,5 Mio Menschen,die nicht von ihrem Einkommen leben können bzw. von dem, was sie erarbeitet haben.

Hinzu kommen rund 4 Mio Kinder, die in Armut aufwachsen müssen

Tendenz steigend<<

Nicht um die Statistik streiten! Das Übel abschaffen!

42, 6 Millionen Erwerbstätige gibt es in Deutschland, so lautete kürzlich eine "Rekordmeldung". Der nächste "Rekord": Davon sind 3 Millionen arm. Wie viele Millionäre gibt es? Meine Schätzung: 1 Million. Ich wiederhole meinen Vorschlag vom 5. Januar. Die 42,6 Millionen Erwerbstätigen werden nach ihrem Einkommen aufgelistet. Oben auf der Liste steht auf Platz 1 einer, der bestimmt mehr als 100 Millionen € Jahreseinkommen hat, auf dem letzten Platz (aktuell 42.600.000) steht eine/einer, die/der verdient weniger als 0,01 Millionen € im Jahr. Diese beiden tauschen das an 1 Tag erzielte Durchschnittseinkommen (das wären beim Platz 1 >270.000 €, beim letzten Platz <27 € am "Heilig Abend". Das Gleiche machen die Inhaber der folgenden Plätze.... Keiner wird nach diesem Tausch leiden! Ab 2015 jedes Jahr einmal im Jahr! Durch die Verteilung erzielte Einkommen werden berücksichtigt! Und ab dann wird keine Armut mehr herrschen.
(Man kann es ja 'mal mit dem Stundenlohn ausprobieren!)

@derkleineBürger

Ihre Aufrechnung, die jedoch immer noch viele nicht berücksichtigt (ALG-II-Empfänger, die z.Zt. krank, in einer Maßnahme, oder über 55 sind, alle die Grundsicherung beziehen, etc.), kommt dem tatsächlichen Ausmaß des "Uns geht es gut" schon wesentlich näher.
Insgesamt sind es wohl über 7 Millionen, die bereits UNTER der Armutsschwelle liegen!
Wenn man noch die Armutsgefährdeten betrachtet, die schon 2011 bei 16,1 %, bzw.
13 Millionen lagen, wird es noch deutlicher.
Wie schon @Erich Kästner vollkommen richtig hervorgehoben hat, sind die hier benannten ERWERBSTÄTIGE!

Das waren 25 Prozent mehr als im Jahr 2008

Danke für die 400€-Jobs, die den Firmen noch die Pflicht erlassen, sich um Sozialleistungen zu kümmern, danke für die Ich - AGs, Danke für die Zeitarbeitsfirmen, Danke für die befristeten Jobs...usw usw...
Firmen erpressen die Politik zu Zugeständnissen mit Auslagerung, der Bürger interessiert sowieso nicht, unmoralisch hohe Einkommen werden generiert, die Schere klafft immer weiter auseinander.
Die Zahlen sind noch geschönt, viele haben 2 Jobs, um sich halbwegs über Wasser zu halten. Als Familienvater seine Familie zu ernähren ist als Alleinverdiener in diesem Sktor völlig illusorisch.
Der der meint , eine Woche Urlaub im Jahr sei ein Luxusproblem, soll sich mal wo hin fassen, der hat wohl eher ein Ausbeuterproblem.
Das rächt sich eines Tages, selbst für den angepassten, obrigkeitshörigen, mundfaulen Deutschen wird es mal zu viel werden.
Ich geb dem Spiel nicht mehr lange.....

Wenn man wollte ..

Wenn man wollte ..

Mehr als 3Millionen unter der Armutsgrenze

Wenn 3Millionen Erwerbsfähige, d.h 3 Millionen Arbeiteitende Menschen, nicht von ihrer Arbeit leben können, sprich ortentlichen Lohn bekommen, so liegt das mit unter nicht an unserer Politik, sondern eher an den Arbeitgebern die keinen ortentlichen Lohn Zahlen wollen. Denn manche Arbeitgeber rechnen so: Ich zahle nur einen bestimmten Betrag aus, den Rest Beantragst du beim Staat, so behälst du deinen Arbeitsplatz und wir beide können gut davon Leben.

Vom Sinn des Kommerz

"Darüber, ob ein Auto nun lebensnotwendig oder Luxus ist, kann man sich ja streiten, aber sich keinen „einwöchigen Urlaubsaufenthalt“ leisten zu können, ist für mich ein absolutes Luxusproblem."
.
Es ist fast schon tragikomisch, wie weit die "Ökonomisierung" sich schon in die Hirne gefressen hat. Kommt vielleicht von der Abwrackprämie zum Erhalt der Arbeitsplätze und der alternativlosen marktkonformen Demokratie. - Klar, ein Auto bringt a) Industrieumsatz und macht b) Arbeitnehmer mobil, damit sie drei Minijobs partallel erledigen können. Dagegen dient der Urlaub doch nur ganz egoistisch der Erholung eines einzigen Menschen: über soviel Zynismus kann man nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen!

Die Rettung ist LOTTO

Der Skandal ist durchaus, das trotz Arbeit MILLIONEN durch ihre Arbeit kein NORMALES Leben mehr finanzieren koennen.

Aber es ist trotzdem nur eine Teilmenge des ganzen Problems der Arm-Reich Schere in Deutschland.

Ein weiterer Skandal ist, das zu einem normalen Leben geradezu zwingend dazugehoert - aufgrund der komplexen, gewollt geschaffenen Abhaengigkeiten von bestimmten Waren, Produkten und Dienstleistungen - das eine Unmenge Geld pro Haushalt zurueck in den Umlauf muss - aber im Grunde wohl eher aus dem Fenster herausgeschmissen wird.

Der Wohlstand fuer alle ist zwingend vorgeschrieben, damit eine Minderheit vom golden Kalb - um das aber ALLE willig tanzen - auch regelmaessig was abschaben kann.

Der politische Wille - am Tropf der Reichen und der Wirtschaft haengend - ist entsprechend schwach um was zu aendern.

Zum Glueck gibt es ja Lotto!

Die Ueberschrift ist irrefuehrend.

Absicht? Hier geht es um Menschen die ARBEITEN und dafuer noch beim Staat betteln muessen um nicht Hunger zu leiden. Das hat schon mittelalterliche Zuege. Nach den nun wohl weiter angeheizten Immopreisen durch die Euro Abwertung, wird das nun sicher rasch durch steigende Mieten zunehmen. Ein Teufelskreis. Danke Herr Draghi. Gute Arbeit fuer die Share Holders.

Armut in Deutschland?

Es gibt keine Armut in Deutschland, die gibt es in Teilen von Afrika und Asien. Hier gibt es die Möglichkeit, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen statt zu jammern. Ansonsten gibt es Hartz IV, entweder komplett oder zum Aufstocken. Davon kann man deutlich besser leben als die armen Menschen in den WIRKLICH armen Regionen der Welt.

3 Millionen....

Und nicht zu vergessen deren Familien.

Nicht zu vergessen die Leute, die Arbeitslos sind - und deren Familien.

Der Umfang des Problems macht sehr nachdenklich.

Ebenso wie jeder Mensch, der in Mülleimern wühlen muss, nachdenklich macht.
Und es gibt davon verdammt viele.

Im Angesicht dieser Zahlen und insbesondere im Angesicht, was man jeden Tag sieht, erscheinen die permanenten "Erfolgsmeldungen" der in D herrschenden wie Spott und Hohn.

Ergänzung

Natürlich muss man sich einschränken, wenn man ganz oder teilweise vom Geld anderer Leute lebt, das ist doch völlig normal und keine Berichtszeile wert...

3 Millionen Arme in Deutschland

"Das Wort "Deutsche" müsste durch "Erwerbstätige" ersetzt werden!"
Das ist falsch Herr Kästner, denn unter die 3 Millonen Armen fallen auch Kinder und Rentner, die bekanntlich nicht erwerbstätig sein können. Um der Armut der Erwerbstätigen entgegen zu wirken wurde ja gerade der Mindestlohn von der SPD durchgesetzt. Aber es dürfte doch allen klar sein, dass dieser Lohn auch noch nicht reicht und trotzdem wollen Lobbygruppen der Union schon wieder daran rütteln.
Armut hat auch etwas mit Bildung zu tun. Wer einen Beruf vorweisen kann, findet immer einen Weg, die Armut in Grenzen zu halten. Außerdem
gibt es andere Gründe für Armut, die der Staat nicht beeinflussen kann, zum Beispiel Krankheit, Scheidung oder Überschuldung.

05:34 von Gerhard Liebig

Wenn ich Ihre Idee richtig verstehe, setzt diese einen Bewusstseinstand vorraus, der primaer auf Teilen ausgerichtet ist, insbesondere mit "Fremden". Wenn es dieses hoch entwickelte Bewussstein gaebe, waere unser Gesellschaftssystem vermutlich sowieso ganz anders, denn unsere Werte waren andere, und dann gaebe es das Problem, fuer das Sie ein Loesung vorschlagen, garnicht erst.

arm ist relativ

Wer in Deutschland arm ist, gilt in vielen anderen Ländern als gut versorgt. In Deutschland muss zumindest niemand hungern.
Und wenn wir unsere Situation mit der der Flüchtlinge vergleichen, dann nannte das unser Pfarrer neulich ein Jammern auf hohem Niveau.

von Kommerz

also das man einen einwöchigen Urlaubsaufenthalt als luxus bezeichnet ist irgendwie schon in der stimmung der jugendlichen die sich dann eh sagen für was man überhaupt sich noch,,anstrengen" soll wenns eh nichts mehr zu verdienen gibt. gruß

nicht vergleichbar

um 02:30 von Taubenschlag31:
"Unsere Politik muss endlich mal realisieren, dass es nicht nur um Not und Elend in anderen Teilen der Welt geht, sondern dass genügend Armut im eigenen Land herrscht, auch wenn die natürlich nicht vergleichbar ist mit der in anderen Ländern der Welt ..."

An der Stelle sagen Sie es ganz richtig und nehmen Ihren sonstigen Argumenten den Wind aus den Segeln.

@Dr. Puehl

Für sog. 400€ Jobs werden durchaus Sozialabgsben in erheblichem Maße fällig. Nur der Arbeitnehmer bekommt sie nicht von seinem Lohn abgezogen.
Erst informieren, dann posten!

Das ganze System

um 02:45 von deichläufer:
"Mein Los ist jetzt die volle Erwerbsminderungsrente + Hartz4... Ein Leben in Armut...
Dieses ganze System ist krank...."

Ihre Armut möchte ich keinesfalls beschönigen. Aber krank ist das "ganze System" deshalb noch lange nicht, da es solche Dinge wie Erwerbsminderungsrente und Hartz-IV überhaupt gibt. In den meisten Ländern gibt es so etwas nämlich nicht. Wenn, dann wäre dort das "System" krank.

Und was sagt Merkel

Und was sagt Merkel immer?
"Deutschland geht es gut!"
Gibt es da eventuell noch ein anderes Deutschland, was Merkel meinen könnte?
Dann schaut Merkel wahrscheinlich in diesem Deutschland nur ab und zu mal vorbei, denn sonst würde sie wissen, das es der Elite in Deutschland wunderbar geht, dem "kleinen Bürger" aber halt nicht!
Wenn man etwas von seinem Lohn über haben will, kann man das nur mit "Schwarzarbeit" realisieren. Also Leute sucht Euch einen Job in der "Blackzone"!!!!
Aber Schäuble nichts erzählen!!!!!

Interessante Überschrift....

"Mehr als drei Millionen unter der Armutsschwelle"

Das heisst, dass mind. 1,5 Mio. Hartz 4 Empfänger über der Arnutsgrenze liegen!

02:55 von Kommerz

"...Darüber, ob ein Auto nun lebensnotwendig oder Luxus ist, kann man sich ja streiten, aber sich keinen 'einwöchigen Urlaubsaufenthalt' leisten zu können, ist für mich ein absolutes Luxusproblem."

Solange man nicht begreift, dass es kein "Luxus" ist, vielleicht auch einmal im Jahr sich vom - gerade auch bei Armutsbetroffenen! - schweren Alltag zu lösen, solange wird diese Gesellschaft weiter auseinanderdriften bis zu einem Punkt "of no return". Wenn man einen größeren Teil unserer Mitmenschen von Kultur, Konzerten, Mobilität, ja, schlichtem Vergnügen abkoppelt, wird sich das irgendwann mit Gewalt rächen. Entweder wir sehen, dass wir eine Gemeinschaft sind und teilen unser Leben wirklich miteinander - oder die nächste Revolution lässt grüßen...

Da wollen die „Wirtschaftsweisen“ der CDU

auch noch die Bürokratie zum Mindestlohn abschaffen.
Die Finanzämter sollten gegenüber Konzernen mit mehr Personal und Kompetenzen ausgestattet werden, damit die Mindestlöhne und auch sonstige Lohnnebenkosten korrekt abgeführt werden. Es ist eine Zumutung, unter welch ärmlichen Bedingungen mancher Chef seine MitarbeiterInnen ausbeutet.
Nichts gegen „Outsourcen“, aber wenn Konzerne wie Mercedes und andere Autohersteller an den Produktionsbändern drei verschiedene Löhne bezahlen und den Arbeitnehmer kaum genug Geld zum Leben bleibt, stimmt was nicht im System. Vielleicht sollte man diese 400-€-Jobs und ähnliches einfach abschaffen und den Arbeitgebern klare Signale senden, dass sie neben dem schnöden Profit auch noch eine soziale Verantwortung gegenüber ihren MitarbeiterInnen und dem Staat tragen. Wenn diese Chefs dann glauben, sie könnten den Konzern ins Ausland verlagern, sollte man ihnen solche Entscheidungen untersagen und sie den einschlägigen Zellenforschern zuführen.

Sind die Armen hier schon eingepreist oder kommen oben drauf?

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/72309/umfrage/empfaenger-v...
Die Zahlen dürften wesentlich höher liegen da man viele nicht mitrechnet oder werbetechnisch u. sprachtechnisch wegretuschiert auch mit den seit Jahrzehnten langen Sozialabbau der zu Angst vor dem sozialen Abstieg u. zu werbetechnisch herbeigeführten bestehenden Wahlergebnissen führt u. die Leute nicht wissen was sie am Ende erwartet.
Einfache Rechnung bei 45 Jahre Renteneinlass u. 43% vom letzten Netto z.B.: 1000€= 43% entspricht einem Nettolohn von 1000:43x100=2385€ Netto jeden Tag verdienen 45Jahre lang!
Und wenn wir jetzt noch wüsstenwas die 1000€ in 45 Jahren noch Wert sind? Und wer hat das ? Bitte zusammenrechnen und wenn jetzt sich jemand unwohl oder unsicher fühlt mal das Kreutzchen woanders machen als bei den vorhergehenden (45)Jahren u. nachfragen und nicht mit den Wölfen heulen!Alte dürfen ja nicht mehr diskreminiert werden,oder was blüht den Jungen wenn..?

08:04 von pkeszler

"...'Das Wort 'Deutsche' müsste durch 'Erwerbstätige' ersetzt werden!'
Das ist falsch Herr Kästner, denn unter die 3 Millonen Armen fallen auch Kinder und Rentner, die bekanntlich nicht erwerbstätig sein können. ..."

Fragen wir den Artikel um Rat. Da steht:

"...Immer mehr Erwerbstätige können laut Statistischem Bundesamt kaum von ihrem Einkommen leben. Ende 2013 bezogen rund 3,1 Millionen von ihnen ein Einkommen unterhalb der Armutsschwelle. ..."

Keine Rede von Rentnern oder Kindern. Herr Kästner hat Recht. Gemeint sind Erwerbstätige.

@Taubenschlag31

Gab es hier nicht einmal eine entsprechende Studie hierzu, die etwa sinngemäß besagte, dass das Flaschensammeln und Mülltonnendurchwühlen nur von bestimmten Rentnern gemacht würde, die gerne doch noch irgendwie gesellschaftlich am Arbeitsleben partizipieren möchten und dies somit eher aus "Langeweile" und Hobby vorm Ruhestand betreiben? Und nur so als Nebeneffekt wird demnach hiermit das eh zu üppige Einkommen (Zitat: Schäuble) vieler Rentner ein wenig aufgebessert werden.

Spirale geht weiter nach unten

Mir ist von unserer Schule vor Ort bekannt, dass da viele Kinder sind, die zu Hause kein Frühstück bekommen haben. Klar, das kann auch mit dummen Eltern zusammenhängen, doch darf man einen Zusammenhang nicht ausschließen.
.
Nun ja, warten wir ab, bis die verfehlte Bildungspolitik ihre Früchte in immer mehr fehlenden Fachkräften zeigt, wie dann die Armut zunehmen wird. (Größte Fehler: Oberschule als neue Hauptschule und - NEU!- nun auch als Förderschule ohne ausgebildete Lehrer - der Niveau-Abfall in den Klassen ist politisch offenbar gewollt ...)
Deutschland war bislang Exportweltmeister, weil die (teureren) Produkte eine gute Qualität haben und weil wir gut in Hi-Tech sind - gerade Dank unseres bisherigen Bildungssystems.
.
Die Armut wird zunehmen, denn unsere ohnehin immer geringer werdende Zahl an Kindern verdummt (auch Dank Medienverwarlosung) zunehmend. Das kann keine noch so erfolgreiche Nation wegstecken.
Statt Milliarden Herrn Dragi zu geben, müssen wir in Bildung investieren!

@Agent lemon

"Die Ueberschrift ist irrefuehrend."
Ja, die Überschrifft ist irreführend, denn es geht offensichlich nur um Leute, die Arbeit haben und nicht um alle Leute im erwerbsfähigem Alter. Dazu würden ja auch noch die Hartz IV-Empfänger kommen und Leute, die aus verschiedenen Gründen nicht arbeiten können.

Wer hungert denn?

Nach der heutigen Definition bin ich eines dieser Kinder gewesen, die in Armut aufgewachsen sind. Kinderreiche Familie, ein kleines Beamtengehalt. Kein Auto, Urlaub nur kurz irgendwo in der Nähe in subventionierten Anlagen für Kinderreiche, kein Cafebesuch, keine Comics, einfachster sw-Fernseher. Kleidung selbstgemacht oder von den Großen aufgetragen. Essen nur Sonderangebote. Aber ich habe alle Chancen in diesem Lang gehabt, wie alle anderen Geschwister und Nachbarskinder (in der gleichen Situation) auch. Damals noch eine ordentliche Schulausbildung, für alle gleich (nicht nur miese Gesamtschulen für die Armen und Privatschulen für die Reichen), ebenso an der Uni. Das Problem ist, dass wir viel zu viele unterstützen, die sich selbst helfen könnten und zudem denen noch die Möglichkeiten mit Spinnereien (Gesamtschule) verbauen. Da ist dann für die, die sich nicht selbst helfen können, nicht genug übrig. Gießkanne bringt mehr Wählerstimmen als echte Hilfe und Aufforderung zur Selbsthilfe

Südwesten

Auch im Südwesten gibt es genug Bedürftige. Nicht umsonst sammeln bei uns die evangelischen und katholischen Kirchen an jedem 1. Sonntag im Monat für die Tafel haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Zucker etc., Wasch- und Kosmetikmittel, Schulhefte etc., was sie von den Geschäften nicht bekommen. Und alles wird dankbar angenommen. Ich wohne im Einzugsgebiet von Stuttgart.

Mindestlohn könnte helfen

Es wird interessant werden die Änderungen in diesem Jahr zu beobachten. Wie stark wirkt sich der Mindestlohn wohl aus?

Integration?

Wen wunderts, wenn die Leute auf die Straße gehen und ihre Wut ausleben. Sie haben allen Grund dazu. Für Arme klingt der Begriff Integration nur wie blanker Hohn! Es sei denn, jeder ist für seine Armut selbst verantwortlich!
6 Millionen suchen Arbeit. Dagegen stehen 400 000 offene Stellen.

Schere?

Bei 60% des Durchschnittseinkommens ist man armutsgefährdet, beim 3,33-fachen (doppeltes Durchschnittseinkommen) gilt man steuerlich schon als Spitzenverdiener. Der Korridor ist reichlich schmal geworden, von einer sich öffnenden „Schere“ ist hier nichts zu sehen.

@Gerhard Liebig
100 Millionen Einkommen pro Jahr bei einer natürlichen Person halte ich für sehr unrealistisch, vielleicht in einem einzelnen Jahr, wenn eine Person den Wertzuwachs vieler Jahre durch Verkauf auf einen Schlag realisiert.

Eigentlich sind wir nicht

Eigentlich sind wir nicht Reich, die Kassen sind leer und der Schuldenstand liegt zwar nur noch bei -173 €, aber das halte ich für ein Märchen. Wir wissen doch heute schon das Griechenland, Ukraine, sehr teure Altenpflege und Altersarmut, Geheimabkommen, Aufrüstung und Flüchtlinge + Jahrzehnt lange Einsparungen richtig teuer werden.
Andere Bürger in der EU gehen viel Entschlossener dagegen vor und wir nicken mit unseren Köpfen und sparen.
Unser Rentensystem hat die Armut neu erschaffen, die Renten sind teilweise noch geringer als AlG2 Sätze, nun rächt sich die Politikverdrossenheit, denn diese Menschen sind dann ganz unten in der Liste der Armen angekommen, mit Riester hat man sogar weniger, alles für die Bankster und der schwarzen Null.
Erstmals muss das Haus und das eingesparte verlebt werden, bevor es AlG2 gibt und nun kommen auch Mittelstand und die Oberschicht in die Melkreihe, weil die Euros knapp werden.
Gehen wir halt bald mit einer Schubkarre voll Geld unsere Brötchen kaufen

09:26 von Autograf

"...Nach der heutigen Definition bin ich eines dieser Kinder gewesen, die in Armut aufgewachsen sind. Kinderreiche Familie, ein kleines Beamtengehalt. Kein Auto, Urlaub nur kurz irgendwo in der Nähe in subventionierten Anlagen für Kinderreiche, kein Cafebesuch, keine Comics, einfachster sw-Fernseher. Kleidung selbstgemacht oder von den Großen aufgetragen. Essen nur Sonderangebote. Aber ich habe alle Chancen in diesem Lang gehabt, wie alle anderen Geschwister und Nachbarskinder (...) auch. Damals noch eine ordentliche Schulausbildung, für alle gleich (... miese Gesamtschulen für die Armen und Privatschulen für die Reichen), ebenso an der Uni."
Es waren die ersten Nachkriegsjahre - die waren auch nicht golden, nur anders. Aber: Die Zeiten haben sich schwer geändert! Was gestern noch galt mit Schulzeit, Lehre, Beruf oder Studium ist heute dem Rotstift der "schwarzen Null" zum Opfer gefallen. Die "Chancen", die wir hatten, gibt es nicht mehr! Die heutige Jugend ist verraten und verarmt...

Einmal Haare schneiden für 5 Euro, bitte!

ist nicht sehr lange her und trug sich in Mecklenburg-Vorpommern zu. Der Haarschnitt dauerte ca. 20 Minuten - bei voller Auslastung hätte der Frisör so ganze 15 Euro die Stunde verdienen können - vor Steuer, Miete, ... versteht sich. Frisöre, Krankenschwestern, Paketzusteller, Altenpfleger... die Liste lächerlich bezahlter Arbeit wird immer länger, und ich kann mir auch nicht so richtig vorstellen, was der Staat davon hat - wenn die Leute irgendwann nicht mehr arbeiten können können sie sich von ihrer Rente nen Keks kaufen. Apropos Altenpfleger - ein Job mit Verantwortung (ein Menschenleben) - im Management wird für eine Vergleichbare Verantwortung in einer Stunde verdient, was der Andere im ganzem Jahr hat. Irgendwas läuft hier ganz gewaltig schief!

@ausgelichen:" Wie stark wirkt sich der Mindestlohn ...

... wohl aus?"

Die Mindestlohnbezieher mit einem durchschnittlichen Monatslohn von etwa 1.470,- € bei Vollzeitarbeit liegen ab Januar klar über der Armutsgrenze. Laut Schätzungen des Bundesarbeitsministeriums müssten etwa 40 % der als arm geltenden 3,1 Millionen Menschen nicht mehr aufstocken. Diese Annahme dürfte ziemlich realistisch sein. Ob diese Erwerbstätigen allerdings von ihrem Lohn leben können, hängt z.B. auch vom Familienstand und weiteren Einkommen in der Familie ab.

Diese Feststellung ist ja nichts Neues

Das es Armut in Deutschland gibt ist ja keine neue Feststellung. Das Geld nicht hilft um Armut nachhaltig zu bekämpfen ist eine Binsenweisheit. Leider hat sich noch niemand zu einer Bildungsreform durchringen können. Doch immer dran denken: Deutschland ist ein reiches Land. Banken müssen gerettet werden, Bildung ist nur für diejenigen, die es sich leisten können.

@Autograf Es ist immer wieder derselbe Gedankenfehler!

"Nach der heutigen Definition bin ich eines dieser Kinder gewesen, die in Armut aufgewachsen sind. ... "

Wer denn damals nicht? ALLE waren arm, also gab es die soziale (Chancen-)Gleichheit.

"Aber ich habe alle Chancen in diesem Land gehabt, wie alle anderen Geschwister und Nachbarskinder (in der gleichen Situation) auch. ..."

Eben! HEUTE haben längst nicht alle die gleichen Chancen. Aufgrund der immer riesiger werdenden Vermögens- und Einkommenskluft!

Ich würde liebend gerne mit nur 1 € am Tag leben, wenn JEDER nur 1 €/d hätte.
Aber es ist ungerecht mit 100 €/d zu leben, wenn einige 100.000€/d haben.

@ Politikverdrossen

"Diese Armut wird von der Politik bewusst und billigend in Kauf genommen. "
Nein - vorsätzlich herbei geführt!
Wer sonst sollte denn die mathematisch unmöglichen Vergünstigungen von Politikern und deren Begünstigte bezahlen?
Globale Konzerne die z.B. mit 1% Steuer nichts für die Infrastruktur beitragen (LexLUX nur ein Beispiel), während die zweite und dreitte Reihe sowie der ganz normale Arbeitnehmer überproprotional belastet wird?
Wer eigenverantwortliche Vorsorge, nach den damaligen politischen Aufforderungen getroffen hatte, genau der wird doch heute ausgeplündert und als Risikoträger für die Gewinnmaximierung von offensichtlich Unbedarften , ihre Eigenverantwortung betreffend, mit politischen Vorsatz missbraucht.

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