Ihre Meinung zu: Wien: Küsse gegen Diskriminierung von Homosexuellen

17. Januar 2015 - 1:15 Uhr

Vergangene Woche mussten zwei Frauen das Wiener Café Prückel verlassen, weil sie sich zur Begrüßung geküsst hatten. Mittlerweile hat sich die Besitzerin zwar dafür entschuldigt, dennoch kamen Hunderte zur Aktion "Küssen im Prückel".

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Kommentare

Der letzte Absatz der obigen

Der letzte Absatz der obigen Darstellung läßt die Vermutung zu, daß es sich nicht um einen spontanen "Liebesbeweis" handelte, sondern eher um eine gewollte Provokation. Es wird nicht mehr lange dauern, bis weitere Spielarten menschlicher Sexualität oder Sexualpraktiken ihre Rechte geltend machen.

Sexualpraktik

@ um 00:51 von Quakbüdel

Ich habe so meine Schwierigkeiten, einen Kuss zur Begrüßung unter "Sexualpraktiken" zu fassen. Im Übrigen finde ich es für einen liberalen Staat nicht passend, Sexualpraktiken vorzuschreiben oder zu verbieten. Das gilt übrigens in entsprechender Weise für einen Begrüßungskuss.

@ Quakbüdel

Wie jetzt?
Im letzten Absatz steht, dass das österreichische Verfassungsgericht entschieden habe, dass homosexuelle Paare auch Kinder adoptieren dürften und die Grünen die Homo-Ehe einforderten.

Deswegen geht man also in ein Café und küsst sich? Weil man dort provozieren möchte, um etwas zu erreichen? Was eigentlich?

Kann ich irgendwie nicht nachvollziehen.

Wäre es nicht viel wahrscheinlicher, dass sich zwei Menschen einfach ganz unbedarft verhalten haben, weil sie eine ansonsten tolerante Gesellschaft gewohnt sind?

Unsere Rechte

um 00:51 von Quakbüdel:
"Es wird nicht mehr lange dauern, bis weitere Spielarten menschlicher Sexualität oder Sexualpraktiken ihre Rechte geltend machen."

Eigentlich können wir doch nur hoffen, dass Menschen ihre Rechte - auch auf diesem Gebiet - geltend machen. Oder?

@Quakbüdel

"Es wird nicht mehr lange dauern, bis weitere Spielarten menschlicher Sexualität oder Sexualpraktiken ihre Rechte geltend machen."

Das Schlimme ist nicht, was homosexuell orientierte Menschen tun, sondern was das in den Köpfen der unbeteiligten Betrachter auslöst. Da küssen sich zwei Menschen zur Begrüßung, und beim Biedermann geht im Kopfkino das Nachtprogramm mit FSK 18 los. Wie kommt man nur zu solchen Phantasien, und wie bekämpft man diese Gefühle? Und Schuld daran haben nur die Anderen, und die gehören dann bestraft, oder wie?
Zur Beruhigung: Begrüßungsküsse in der Öffentlichkeit gehören zum sozialen Alltag (also auch solche zwischen Gleichgeschlechtlichen, weil Diskriminierungsverbot), öffentliches Kopulieren jedoch nicht, selbst wenn es zwischen Gleichgeschlechtlichen stattfindet.

Zwei Menschen küssen sich und

Zwei Menschen küssen sich und werden des Cafés verwiesen! Dagegen zu demonstrieren ist keine Provokation sondern ein Zeichen der Toleranz. Es ist beschämend welche Ausgrenzung Homosexuelle immer noch erleben müssen!

@Quakbüdel

Seit wann stellt das Küssen von Paaren in der Öffentlichkeit unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung eine Provokation dar? Doch entweder nur für verklemmte Spießer oder aber für homo-, bi-, oder transphobe intolerante Rechtskonservative/Rechtsradikale und konservative religiöse Fanatiker!

Lesben, Schwule und Transsexuelle haben in einer zivilisierten Demokratie das gleiche Recht für das öffentliche Zurschaustellen ihrer Zuneigung wie heterosexuelle Paare auch!

Wem das unverständlicherweise nicht passt und von Toleranz und Menschrechten nichts hält, kann ja ins intolerante rechtskonservative Putin-Russland auswandern wo Transsexuelle seit kurzem sogar noch nicht einmal autofahren dürfen und auch homo- und bisexuelle in Ihrer Freiheit eingeschränkt und per Gesetz diskriminiert werden. Nur Presse- Demonstrations- und Meinungsfreiheit gibt es da leider auch nicht wirklich, sondern dafür nur Staatspropaganda und polizeistaatliche Repression für Regimegegner. :/

Bei Schwulen/Lesben Provokation bei Heteros "normal"?

Wenn ein Mann seinen Mann küsst und eine Frau ihre Frau dann ist das Provokation oder Erregung öffentlichen Ärgernises und wenn Heteros sich in der Öffentlichkeit küssen ein Liebesbeweis ?
Homosexualität ist keine Spielart, sondern eine Variante der natürlich vorkommenden Sexualität.
Gegendemonstranten und die FPÖ argumentieren mit dem Hausrecht ?
Ich wusste nicht, dass das neuerdings über der Würde des Menschen steht.
Wie wäre es denn mit Schildern außen an den Geschäften, analog zu "Hunde müssen draußen bleiben" mit Slogans:
"Hier werden Schwarze nicht bedient"
"Juden sind in diesem Geschäft unerwünscht"
"Zutritt nur für Heterosexuelle"
Dämmert da was ?

Gut das mit dem ESC in Wien viel schwules und lesbisches Publikum in die Stadt kommt - die provozieren übrigens Umsatz für die Hotels und Kaffeehäuser!
Ich selbst war mit meinem Mann beim Silvsterpfad 14/15 und wir haben uns um Mitternacht auf der Straße geküsst.
Liebesbeweis oder Provokation ? - Wir lieben Wien!

Provozierkuesser

Nun ja, ich wuerde auch lieber nicht zusehen muessen wenn sich Lesben oder Homos kuessen. Aber die intensive oeffentliche Kuesserei ist doch auch bei Heteros eher teenagerhafte Provokation und fuer Dritte nicht gerade schoen anzusehen, hoechstens als Sozialstudie interessant zu beobachten. Da kann einem schon der Appetit vergehen, insofern tut mir da eher die Cafebesitzerin leid.
Solche Provozierkuesser, ob Homo oder Hetero, bringt am aber am ehesten von ihrer zur Schau gestellten Kuesserei ab indem man sie intensiv anstarrt und sie leicht ironisch veraeppelt wenn sie darauf gereizt reagieren.

@ tirilei

Nun wurde die ganze Geschichte aber nicht durch "intensive öffentliche Küsserei" ausgelöst, sondern durch einen kurzen, harmlosen Begrüßungskuss eines lesbischen Paars. Solche Begrüßungsküsse sind in der Öffentlichkeit völlig selbstverständlich und werden bei Heterosexuellen gar nicht weiter beachtet. Also ist es diskriminierend und homophob, wenn ein Cafebesitzer wegen eines Begrüßungskusses unter Schwulen oder Lesben auf die Barrikaden geht.

Und beim Thema "intensive Küsserei" in der Öffentlichkeit gilt wie bei allem anderen, das einem nicht gefällt: man kann auch einfach wegschauen. Wer sich provoziert fühlt, nur weil sich ein Paar internsiver küsst, sollte vielleicht einmal seine eigene Einstellung zu Liebesbeziehungen und Sexualität überprüfen. Denn eine solche Reaktion sagt allemal mehr über den, der sich provoziert fühlt, als über die, die sich küssen.

Homo oder Hetero sind

in der Geschichte schon immer dagewesen, diese können aber der Fortpflanzung
nicht dienlich sein, so verbannte man diese Art von Sexualität über
Jahrhunderte aus unserer Gesellschaft. Es ist grosse Tolleranz notwendig um
diese Art von Sexualität dass die breite Masse der Bevölkerung dieses akzeptiert.

Von Zeugen war zu erfahren,

Von Zeugen war zu erfahren, daß dort mehr als nur Begrüßungsküsse zu sehen waren sondern eine gezielte Provokation

Aggression

Die aggressive und demonstrative Zurschaustellung des eigenen Lebensentwurfs zeugt von schlechtem Geschmack. Viele Überzeugungen sind Privatsache und werden von den Mitmenschen nicht geteilt. Letztere haben auch das Recht, nicht überall bedrängt zu werden.

Aus einer Mücke einen Elefanten machen

Das Probem ist doch, dass man hier "überreagiert". Ich finde auch, dass sich die Cafehausinhaberin falsch verhalten hat. Aber auch die beiden Damen reagierten falsch, nicht dadurch, dass sie sich in der Öffentlichkeit küssten, sondern, dass dann so ein "Fass aufgemacht" wurde, mit Demonstration, Gegendemonstration und Berichterstattung in der Presse. Das ist auch eine Art von "Intolleranz". Ich an ihrer Stelle hätte mir gedacht:"so ne blöde Kuh" (oder gesagt) und wäre woanders hin gegangen. Eigentlich wundert es einem ja nicht, da man sich auch aufregt, wenn der Balkonnachbar grillt, raucht, oder wenn man "Fleischesser" bzw "Veganer" ist, oder, wenn man wie ich auch mal ausserhalb der Sauna dem Fkk-Kult frönt. Werde ich da mal "angepöbelt", packe ich halt meine Sachen und hole mir woanders einen Sonnenbrand auf meinem "besten Teil".

Zum Piepen

Rausschmiss wegen Begrüßungsküschens IN WIEN?
das ist einfach nur bizar
da hängen einem doch meiner erfahrung nach wildfremde Menschen schon am hals nur weil jemand ihnen denen den Namen verraten konnte
eher gewöhnungsbedürftig aus hiesieger sicht, aber da stellt sich ersthaft die Frage ob die Dame damit nicht ihr Aufenthalltsrecht dort gefährdet

Provozierende küsse? Hab ich

Provozierende küsse? Hab ich noch nie von gehört. Also wer behauptet, dass homosexuelle sich nur aus Provokation küssen hat sie doch nicht mehr alle. Selbst wenn das ein intensiver Kuss gewesen sein soll. Und ich kann mich nicht erinnern, dass ich als heterosexueller mal wegen zu heftigen küssen ermahnt wurde (wie ein anderer Kommentator behauptet).

um 04:25 von tirilei

Ich würde immer eher von berauschendr verliebtheit als gezielter Provokation ausgehen
zumindest ist das bei mir, als bekennenden öffentlich-küsser so das dies der Auslöser ist.
Ich freue mich auch immer wenn ich sowas bei anderen sehe
"glückliche Menschen"*seuftz*

Werbegag!

Das ganze ist unbezahlbar!!!!!!!!!!!
Ein bisschen in den Österreichischen Medien "Googeln" und schon ergibt sich ein anderes Bild.
Die Österreichische Kaffeehauskultur überlebt das locker.

gegen was man so alles demonstrieren kann

Beim Lesen diese Beitrags konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen.
Zwei Lesben (Bezeichnung in den Nachrichten nicht von mir) fliegen aus einem Caféhaus wegen Dauerknutschen.
Jeder Wirt hat das Hausrecht und jedem Gast steht es frei das Lokal zu wechsel, deswegen muss man doch wohl nicht den Kampf um Wien ausrufen und wegen jedem Kinkerlitzchen gleich die Diskriminierungskeule rausholen, wobei ich das maßenknutschen schon wieder niedlich finde. Aber deswegen eine Meldung in der Tageschau, das gehört doch wohl eher in die Rubrik "Kurioses aus aller Welt".

Streitsache "Kuss" :

Jetzt stelle ich persönlich mir unter einem "Begrüßungskuss" keine zig Minuten lange öffentliche "Mandeloperation per Zunge" vor. Im Übrigen Etwas, dass nicht ALLEIN eine Angewohnheit von gleichgeschlechtlichen, sondern auch durchaus von heterosexuellen Paaren darstellt.
Insgesamt empfinde ich die KussAktion als eine Art "lebende Karrikatur", die überspitzt und zudem völlig gewaltfrei auf die Tatsache hinweist, dass ein Kuss zur Begrüßung kaum ein Grund sein KANN, 2 ansonsten völlig normale Personen aus einem Cafe zu "werfen". Es ist somit eine Aktion, die DURCHAUS geeignet ist, überzeichnet den Misstand einer ungerechtfertigten Diskriminierung anzuprangern. In den späten 60gern und den 70gern hieß es :"Make love, not war! " - Wien 2015: "Don´t fight, but KISS!" Mir - persönlich - sind dann Protest-Küsser lieber als JENE, die sich -und Anderen- dann die Köpfe einschlagen, um ihre Vorstellung von Moral statt mit Phantasie mit Gewalt durchzusetzen. Mit Küsschen, firefighter

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