Kommentare

Warum wird nur immer der

Warum wird nur immer der Rubel erwähnt?
Betrift es nicht auch andere Währungen?

Lange kann Russland ...

... dieses Spiel nicht mehr spielen. Wie lange reichen Russlands Währungsreserven? Was ist, wenn alle Währungsreserven aufgebraucht sind, und der Rubel fällt weiter?

Eines dürfte sicher sein:

Putin und seine Oligarchen werden nicht am
Hungertuch nagen.
So läuft das stets mit irgendwelchen Despo-
ten.
Sei es in China oder Nordkorea usw. usw.

Sauer Bier

Das Problem des Rubel ist, dass ihn eigentlich niemand so recht will. Die etwas betuchteren Sparer in Russland tauschen ihre Rubel lieber in Dollar oder Euro und bringen sie ins Ausland.

Und logischerweise ist auch im Euroraum der Rubel nicht gut angeschrieben. Obwohl der Basiszinssatz in Russland 17% (!) beträgt, wird vermutlich selbst bei pro-russisch eingestellten Sparern hier in Deutschland niemand sein Geld in Moskau anlegen.

Auf Rußland findet ein wahrer Generalangriff statt

Wie es scheint feuern die VSA aus allen Rohren auf Rußland: Der Ölpreis wurde um 50 VS-Dollar gesenkt, um die russischen Einkünfte zu verringern, die russische Währung befindet sich auf Talfahrt, die Handelsbeziehungen Rußland mit den Hilfsvölkern der VSA werden zunehmend unterbunden, Rußland unentwegt mit militärischen und politischen Provokationen geärgert und zu guter Letzt tauchen auch die mohammedanischen Glaubenseiferer auf dem Kaukasus wieder auf (von denen der saudische Geheimdienstchef gesagt haben soll, daß die saudischen Ölgötzen diese nach Belieben ein- und ausschalten können). Die Beschwerden der Russen, über diesen doch recht umfassenden Angriff auf ihr Land, tut die hiesige Lizenzpresse natürlich als eine sogenannte Verschwörungstheorie ab. Wie auch jeder, der gegen diese VS-amerikanischen Umtriebe seine Stimme erhebt, als Anhänger des russischen Herrschers Putin verunglimpft wird. Freilich, der Glaubwürdigkeit der Lizenzpresse beim Volk ist dies keineswegs förderlich.

Gute Seiten der Rubelschwäche?

Hie und da munkelt man, dass Rubelschwäche für Russland auch gute Seiten hat: Anteile der westlichen Investoren an russischen Firmen wurden zu Spottpreisen zurückgekauft.

Nun...

...alleine wenn man in diesem Forum ständig liest, wie toll doch die russische Wirtschaft ist und dass Russland es dem Westen noch zeigen wird, dann sollten doch zumindest diese Leute in den Rubel investieren. Dummerweise hat sich der Rubel fast schon halbiert, seit der Personenkreis das predigt.

Übrigens: Es gibt durchaus auch westliche Fachleute, die dem Rubel für dieses Jahr eine deutliche Erholung zutrauen!

Ist halt eine Art Roulette, wenn auch kein Russisches...

Was die EZB im Euro-Raum kann...

...das wird die russische Zentralbank allemal bewerkstelligen und Geld in die Wirtschaft pumpen, egal welches Rating sinch westliche Organisationen ausdenken. Russland geht nicht pleite!

@14:53 von grollo -Nun...

Ja der Rubel geht wohl etwas den Bach runter,aber weiß man was aus den Euro wird,wenn die EZB Staatsanleihen kauft?

Rubel @grollo

"Übrigens: Es gibt durchaus auch westliche Fachleute, die dem Rubel für dieses Jahr eine deutliche Erholung zutrauen!"

Wenn der Ölpreis anzieht, dann wird der Rubelpreis explodieren!

Viele Währungsspekulanten werden dann Rubel aufkaufen, um auf den fahrenden Zug aufzuspringen.

Die Frage ist, wie stark der Rubel anzieht und natürlich die Grundvoraussetzung dafür, wie der Ölpreis in 2015 steigen wird.

Im Moment fällt der Ölpreis immer weiter, die wichtigsten Ölsorten notieren bei unter 50 US-$ pro Barrel.

Es ist ganz eindeutig, das keinem Ölproduzenten dieser Preis wirklich passt, er ist politisch motiviert, um entweder die Frackingindustrie in den USA zu schädigen oder Russland, vielleicht auch beides!

Krise in Russland

Die derzeitige Krise in Russland ist eigentlich kein Problem für das Land!

Durch die steigenden Einnahmen durch Erdöl und Erdgas hat sich Russland ziemlich viele Luxus- und Prestigeprojekte erlaubt. Die Devisenreserven wurden gigantisch aufgestockt, man hat sich um Olympia und die WM beworben und beide Projekte kosten Abermilliarden. Russland baut Eisenbahn-hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen den wichtigsten Ballungszentren. Es wird viel in Infrastruktur investiert. Es wird auch viel Geld in die Aufrüstung und die Modernisierung der Armee ausgegeben.

Zwischen den Jahren 2000 und 2005 lag der Ölpreis bei 50 US-$ pro Barrel und Russland hat es geschafft sich mit Rohstoffexporten aus der Krise der 90er zu schwingen.

Sollte der Ölpreis wirklich bei 50 US-$ verharren, so ist das für Russland und seine staatlichen Grundaufgaben an sich kein Problem, jedoch wird nicht mehr der Spielraum für Luxus- und Prestigeobjekte vorhanden sein!!!

Rubel Talfahrt

Es ist keine Frage das ein USA & Co. Angrif statfindet, ein wahres Krieg ist am laufen. Frage ist was die Brics tun wird, for allem die Chinesen die 4 trillion $ beiseite haben und gerne investieren. Soveit ich informier würde, Rusische nationale zahlungsystem ist bereits online, es steht nicht mehr viel im weg dem Handel in nationalen währungen stat $, mit wichtigsten Handelspartner Verträge würden bereits abgeschlossen. Durch schwache Rubel wurden die meiste westlische Importe sowieso sanctioniert, sind einfach zu teuer geworden. Dedolarisation ist ein erklärtes Ziel der Russische Regierung, und niemand hat es gesagt das es einfach wird, aber Ich glaube früher oder später wird Russen egal sein wiviele $ man bereit is für die Rubel zu zahlen...weil sie gar keinen $ mehr brauchen werden.

Öhm, die USA haben mit dem

Öhm, die USA haben mit dem Ölpreis vergleichsweise wenig zu tun, die OPEC hat da in Sachen Preisgestaltung mehr zu sagen. Die USA haben aber einen Teil beigetragen, indem sie mehr bei sich zu Hause nach Öl und Erdgas bohren und deswegen weniger im Ausland kaufen.

@hans-rai 15:10

"Thats not how this works, thats not how any of this works!"

Das Vertrauen in den Euro als Währung stützt sich auf das Kollektiv der europäischen Wirtschaft und den politischen Willen ärmeren Mitgliedern zu helfen. Individuelle Ratings etc. sind nur ein Teil des Ganzen, die Wirtschaftskraft der "starken" Länder verleiht den EZB Maßnahmen Glaubwürdigkeit.

Im Gegensatz dazu ist der Rubel komplett von der miserablen russischen Wirtschaft abhängig, wie wenig sogar echte Rücklagen der russischen Nationalbank bringen hat sich gezeigt. Rettungsmaßnahmen, die auf eigener "Stärke" (die ja eben nicht da ist) basieren, werden Investoren, Agenturen etc. wenig bis gar nicht Beeindrucken.

Insolvent wird Russland wohl nicht, aber es muss fürs Erste trotzdem relativ hilflos beim Verarmen des ganzen Landes (Führungsriege ausgenommen) zusehen.

Milliardensummen

Im Vergleich zu dem was die EZB für Anstrengungen unternehmen muss, um das Kunstprodukt Euro am Leben zu halten (gestern wurde von einem 1000 Milliraden Staatsanleihenankauf durch die EZB berichtet), sind die 80 Millarden Euro Finazierung der russischen Zentralbank eher als Peanuts zu bezeichnen.

westliche wahren werden teurer

wir verlieren auf dem russischen markt Boden und nicht nur dort auch in ganz Zentralasien.

Damit nicht genug Russen und GUS Bürger können sich Deutsche Güter nicht mehr leisten. Ich habe am Freitag 4 h mit einem Kunden zusammen gesessen, er findet unser Produkt toll aber kann es sich nicht leisten und wird wohl beim russischen Konkurrenten kaufen.

Gleiches ist auch schon in Kasachstan und Belarus passiert. Uns ist das egal wir investieren gerne in Russland und haben auch kein Problem mit einem kleinen Minus. Es hilft der hiesigen Wirtschaft ja, aber andere Mittelständler haben echte Existenzprobleme bekommen.

Das Ist Fantastisch!

man denke an die Finanzkrise vor sieben Jahren, wieviele Mrd hat allein Deutschland in die Banken gepumpt? die USA drucken seit Jahren schon ungedeckte Scheinchen(naja gedeckt durch milit. Drohung),

sollen doch die Russen das genauso machen, geliches Recht für alle

Langsam schmilzt der Speck

Langsam schmilzt der Speck weg, egal was Putin jetzt machen wird, den ökonomischen Fall wird er nicht verhindern können. Zinserhöhung bringt nur dazu, dass russische Firmen sich keine Kredite mehr leisten können, das heißt, Produktion wird gedrosselt, Arbeitsplätze fallen weg, bei den fallenden Löhnen und allgemeiner Verteuerung.
Die reicheren Russen retten ihr Vermögen ins Ausland, die wenig reichen geben ihr Erspartes aus, was immer weniger wert ist, und die Ärmsten können nur leiden.
Da bleibt nur der Trost dass Transsexuelle nicht Auto fahren dürfen und das Wodka billiger wird.
Nur Putin und die Oligarchen werden auf gar keinen Fall leiden, ihr Vermögen befindet sich sowieso im Ausland, und das in der Währung, die nicht von der Inflation beeinflussest wird.

@ Karl der Hammer

"Auf Rußland findet ein wahrer Generalangriff statt"

Von wem?
Von den russischen Oligarchen, die ihr Geld lieber in Dollar tauschen und ins Ausland schaffen.

Warum wird nur immer der

Warum wird nur immer der Rubel erwähnt?
Sollte man nicht auch über andere Währungen sprechen?

Wie lange reichen Russlands

Wie lange reichen Russlands Währungsreserven? Was ist, wenn alle Währungsreserven aufgebraucht sind, und der Rubel fällt weiter

Dann wird Russland zum Selbstversorger, von Importen unabhängiger. Da werden Russen wieder zu ihren Datschas raus fahren und dort Kartoffeln und anderes Gemüse anbauen und kein Neuwagen kaufen sondern an der alten Lada rumschweißen

Mir ist...

...der Ölpreis inzwischen auch suspekt. Es kann wirklich nicht im Sinne der großen Ölproduzenten sein, diesen "ewig" auf dem Niveau zu halten.
Und dass der Rubel bei steigendem Ölpreis gute Erholungschancen hat, würde ich als relativer Laie auch so sehen. Aber was wissen wir schon, was da auf den höchsten Ebenen gespielt wird... Auf allen Seiten.
Man könnte ja auf den Rubel setzen, aber wie heißt es so schön "der Markt kann länger irrational bleiben als man selbst solvent".

Claudia Bauer meint ....

vielleicht wäre es ja einmal angebracht den Kursverfall des Euro zu kommentieren ?
Eine Pleite Rußlands wird es nicht geben, auch wenn einige Kommentatoren das förmlich herbei beten möchten.

Die Beschwerden der Russen,

Die Beschwerden der Russen, über diesen doch recht umfassenden Angriff auf ihr Land, tut die hiesige Lizenzpresse natürlich als eine sogenannte Verschwörungstheorie ab.

Sie können uns dann klare Beweise für Ihre Behauptungen liefern, ohne lange Erklärungen?

RF kämpft gegen Rubel-Verfall bis die Währungsreserven enden

Russlands Kampf gegen den Rubel-Verfall wird bis zum Ende der Währungsreserven dauern, die Ende des vergangenen Jahres auf unter 400 Mrd. USD gesunken sind. Dieser Abschmelzprozess setzt sich rasant fort, zumal die russischen Banken und Unternehmen infolge der Sanktionen als Folge der Krim-Annexion und der Destabilisierung der OUA keinen Zugang zu westlichen Kapitalmärkten mehr hat.
So dürften die Währungsreserven bis zum nächsten Jahr vollends aufgebraucht sein, sofern die Wirtschaft nicht zwischenzeitlich kollabiert.

Gegen den Ölpreisverfall ist die RF machtlos, weil das Land rohstofforientiert ist und eine Modernisierung und Diversifizierung in den letzten zwei Jahrzehnten unterblieb. Diesen Umstand hat vor allem Putin zu vertreten. Der Kreml hat auch die Folgen der Geo- und Militärstrategie in der Ukraine zu vertreten; er nimmt die westlichen Wirtschaftssanktionen billigend in Kauf und will seine Politik nicht ändern. So muss die RF damit leben oder sterben.

um 15:12 von wega

***Ja der Rubel geht wohl etwas den Bach runter,aber weiß man was aus den Euro wird,wenn die EZB Staatsanleihen kauft?***

Weiß man natürlich auch nicht, aber der Rubel wäre derzeit trotzdem nicht die Währung meines Vertrauens, in die ich den Euro tauschen würde. :)
Vielleicht zu Unrecht...
Wir werden sehen.

Bange Hoffnungen

@ hans-rai:
"Russland geht nicht pleite!"

Die Führung wird es der Bevölkerung noch oft genug vorsprechen.

"Hilfsvölker"?

@ Karl der Hammer:
"... die Handelsbeziehungen Rußland mit den Hilfsvölkern der VSA werden zunehmend unterbunden ..."

Russland hat kaum Handelsbeziehungen zu arabischen Staaten. Außerdem finde ich es nicht gerade angebracht, die Araber Hilfsvölker zu nennen.

@Azichan

Dann müsste der Ölpreis bei 100$ plus stehen, dann macht die russische Ölindustrie wieder Gewinne.
Die US-Frackingbranche braucht 60-75 $.

Selbst die dümmsten professionellen Währungsspekulanten greifen unter Bedingungen nicht in fallende Messer des Rubel. Vielleicht die Putinfans hier?

...das wird die russische

...das wird die russische Zentralbank allemal bewerkstelligen und Geld in die Wirtschaft pumpen, egal welches Rating sinch westliche Organisationen ausdenken. Russland geht nicht pleite!

Nur, was wird man pumpen wenn das Geld alle ist? Und die dortige Wirtschaft kann sich jetzt nicht Bankkredite erlauben, da wegen Rubbelfall die Zinsen erhöht sind

Es ist ganz eindeutig, das keinem Ölproduzenten dieser Preis wirklich passt, er ist politisch motiviert, um entweder die Frackingindustrie in den USA zu schädigen oder Russland, vielleicht auch beides!

Zuerst wollen Saudis die Frackingindustrie loswerden, da sich auch andere neben Amerikaner den Beispiel nehmen könnten, zweitens, der Erzfeind Iran macht Verluste, der Nebeneffekt ist dass z.B. ISIS auch weniger Geld bekommt, da sie auch Öl verkaufen.

Auf die USA findet ein Gernalangriff statt!!

Wie es scheint feuert Russland aus allen Rohren auf die USA: Der Ölpreis wurde um 50 US-Dollar gesenkt, um die amerikanischen Einkünfte zu verringern, die amerikanische Währung befindet sich auf einen Höchststand, somit ist die USA für den Export zu teuer, gleichzeitig bricht die Frackingindustrie zusammen. Die USA wird unentwegt mit militärischen und politischen Provokationen von russischer Seite geärgert. Die Beschwerden der Amerikaner, über diesen doch recht umfassenden Angriff auf ihr Land, tut die russische Lizenzpresse natürlich als eine sogenannte Verschwörungstheorie ab. Wie auch jeder, der gegen diese russischen Umtriebe seine Stimme erhebt, als Putin-Basher verunglimpft wird.

Billiger Rubel

@ lubat:
"Hie und da munkelt man, dass Rubelschwäche für Russland auch gute Seiten hat: Anteile der westlichen Investoren an russischen Firmen wurden zu Spottpreisen zurückgekauft."

Da sieht man mal wieder, was man auf Gemunkel geben sollte.
Wenn Sie sich die Sache vielleicht nochmal durch den Kopf gehen lassen, werden Sie vermutlich zu dem Ergebnis kommen, dass es genau umgekehrt ist. Für Dollarbesitzer sind russische Immobilien und Anteile an russischen Firmen gerade besonders billig.

Investitionen in Russland sind dennoch nicht attraktiv, weil die Mächtigen in Russland machmal recht willkürlich die Rechtslage ändern.

Rubel

Die meisten vergessen einfach, dass es in Russland eine Schattenwirtschaft gibt, die mindestens so groß ist wie die reale Wirtschaft. Wahrscheinlich größer. Anders kann ich mir nicht erklären, wie sich viele Russen ihre großen Autos leisten können, wie es möglich war, dass an Neujahr, die Geschäfte leer gekauft wurden und warum sich so wirklich niemand über die Situation hier beklagt. Ich war jetzt über 3 Wochen im Land und die wenigsten Russen machen sich wirklich Gedanken über die Situation zur Zeit. Kaufen auch deshalb nicht mehr Wodka! :-) Ausserdem ist tiefer russischer Winter, da ist es wichtig, dass die Wohnung warm ist und es immer noch gute 3 Monate dauert, bis der Frühling kommt. Dann kann man auch wieder an wirtschaftliche Probleme denken!

um 15:28 von Azichan

***Sollte der Ölpreis wirklich bei 50 US-$ verharren, so ist das für Russland und seine staatlichen Grundaufgaben an sich kein Problem, jedoch wird nicht mehr der Spielraum für Luxus- und Prestigeobjekte vorhanden sein!!!***

Dem kann ich so nicht beipflichten. Das würde ja heißen, dass sonst schon alles soweit in Ordnung ist und man das "überflüssige" Geld nur für "Luxus- und Prestigeobjekte" verbraten hätte, weil es halt gerade mal da war.
Das ist schon sehr durch die rosarote Brille gesehen. Im Gesundheitswesen liegt es genauso im Argen wie in der Bildung und natürlich auch in anderen Bereichen. Wenn wir über den Tellerrand Moskau ("Staat im Staat") hinaussehen, ist da noch unendlich viel zu tun.
Und für die wegbrechenden Staatseinnahmen bluten wird die Mittelschicht und werden die sozial Schwachen (wie natürlich auch bei uns, nur dass die bei uns schon noch deutlich mehr "Polster" haben als in Russland).

Peanuts

@ really:
"wir verlieren auf dem russischen markt Boden und nicht nur dort auch in ganz Zentralasien."

Nein in anderen Ländern Asiens verlieren wir nicht an Boden, die sind von der Schwäche Russlands nämlich nicht betroffen. Aber mit dem russischen Markt haben Sie recht. Russland macht etwa 2% unseres Exportes aus, es wird vermutlich etwas weniger werden.

um 15:52 von Claudia Bauer

***vielleicht wäre es ja einmal angebracht den Kursverfall des Euro zu kommentieren ?***

Gerne.
Als Exportland ist das eine feine Sache für uns, schafft Arbeitsplätze, und das - wie jede Statistik seit langem zeigt - bei stabilen Preisen (die dürften sogar gerne etwas stärker steigen, damit wir nicht in eine Rezession verfallen).
Oder was wäre Ihr Kommentar zu dem Kursverfall des Euro?

eigene Wirtschaft zu stützen

Es ist immer noch besser eigene Wirtschaft zu stützen als irgend welche Spekulanten mit griechischen bzw. ukrainischen Staatsanleihen (Soros und Co.) damit diese bloß nicht geschröpft werden beim Schuldenschnitt. Die RF wird es verkraften weil dort die Ressourcen aber auch der Binnenmarkt vorhanden ist. Das was in einigen Wirtschaftszweigen fehlt ist die Technologie. Die deutschen Firmen waren (!) in guter Position diese Lücke gewinnbringend zu füllen. Nun werden es die chinesischen Firmen übernehmen. Keine gute Aussicht in Langzeitgier Perspektive, aber dem Landwirtschaftsminister dämmert's schon. Na dann mal schauen welchen Fauxpas er sich am Freitag leistet.

Falsche Vermutung

@ Wanderer18:
"... die USA drucken seit Jahren schon ungedeckte Scheinchen ..."

Der Vermutung fehlt ein bisschen die sachliche Grundlage. Die Geldmenge in den USA steigt nämlich sehr moderat, ungefähr so, wie die Wirtschaftsleistung. Das können Sie nachlesen, wenn Sie möchten (http://www.federalreserve.gov/). Die Inflation in den USA liegt etwa bei 2% (Russland aktuell vermutlich über 12%).

@Azichan

"Die derzeitige Krise in Russland ist eigentlich kein Problem für das Land!"
Nein? Für Putin und Co. wahrscheinlich nicht, aber für das Volk ganz bestimmt.

Welcher Verfall?

Claudia Bauer meint ....
"vielleicht wäre es ja einmal angebracht den Kursverfall des Euro zu kommentieren ?"

Das wäre sicher interessant, wenn es einen gäbe.
Der Euro ist zum schweizer Franken und zum englischen Pfund stabil, genau so wie zu den andern europäischen Währungen außerhalb der Euro-Zone.

Der Dollar steigt gerade gegenüber dem Euro. Meinen Sie das?

@mhsh

"Warum wird nur immer der Rubel erwähnt?
Betrift es nicht auch andere Währungen?"

Keine, die in Europa so wichtig wäre.

Einer Meinung

@ Azichan:
"Die derzeitige Krise in Russland ist eigentlich kein Problem für das Land!"

Da sind Sie ja gleicher Meinung wie die russische Regierung.
Darf ich daran erinnern, dass Sie neulich der deutschen Regierung vehement widersprochen haben, obwohl diese viel realistischere Zukunftsprognosen hatte? Woran liegt's?

@Sirius 22922 16:06

"Anders kann ich mir nicht erklären, wie sich viele Russen ihre großen Autos leisten können, wie es möglich war, dass an Neujahr, die Geschäfte leer gekauft wurden"

Dieser "Run" auf Sachwerte ist eine natürliche Folge der Inflation, die ja zu dem Zeitpunkt (nach den ersten komplett fehlgeschlagenen Zentralbank-Maßnahmen) am schlimmsten gestiegen ist.

Wer sein ganzes "Vermögen" (das sich gerade halbiert) noch schnell in ein Auto oder eine Waschmaschine "investiert", kann den Kindern wenigstens noch etwas hinterlassen. Schlimm finde ich, dass es sich dabei nicht um eigentliche Investitionen, sondern um das Erwerben von Verbindlichkeiten handelt, kurz- wie langfristig wird man dadurch ärmer.

"die wenigsten Russen machen sich wirklich Gedanken über die Situation zur Zeit"

Besser wäre es aber. Aber ich erwarte von dieser Regierung im Kreml auch nicht, dass sie unnötige Aufmerksamkeit auf strukturelle Missstände lenkt.

@Karl der Hammer

"Wie es scheint feuern die VSA aus allen Rohren auf Rußland: Der Ölpreis wurde um 50 VS-Dollar gesenkt, um die russischen Einkünfte zu verringern, ..."

Sie suggerieren hier, die USA hätten den Ölpreis gesenkt. Das ist reine Demagogie. Die USA können den Ölpreis nicht festlegen, da er den normalen Marktschwankungen unterliegt.

Der niedrige Ölpreis geht einerseits durch die größeren Fördermengen im arabischen Raum, durch das erweiterte Angebot durch Fracking in den USA und Kanada und andererseits auf die gesunkene Weltnachfrage zurück.

Der niedrige Ölpreis schadet auch massiv der US-amerikanischen Frackingindustrie. Schon müssen einzelne Firmen aufgeben.

Dahinter steht der Kampf der Ölförderländer aus dem arabischen Raum um Marktanteile. Die wollen schlicht ihren weltweiten Marktanteil verteidigen und fördern was das Zeug hält. Haben die schon mal gemacht. Danach hatten sie einige Länder aus dem Markt gedränkt. Prompt zogen nach zwei Jahren die Preise wieder massiv an.

@Karl der Hammer

"Freilich, der Glaubwürdigkeit der Lizenzpresse beim Volk ist dies keineswegs förderlich."

Welche "Lizenzen" soll denn die Presse haben? Oder haben andere "Lizenzen" an der Presse?

Ihr Post ist sachlich falsch und obendrein polemisch einseitig. Wenn die Welt mal so einfach wäre...

Aber es ist ja immer leichter, einfach bei ALLEN Problemen dieser Welt immer schon im Vorraus die "wahren Schuldigen" parat zu haben, ohne sich auch nur ansatzweise mit den Problemen und dessen Ursachen auseinander gesetzt zu haben.

@14:21 von mhsh

Warum wird nur immer der Rubel erwähnt?
Betrift es nicht auch andere Währungen?

Nein. Wüsste nicht, dass die russische Zentralbank auch andere Währungen gestützt hätte.

um 16:30 von NMachiavelli_2014

***Dieser "Run" auf Sachwerte ist eine natürliche Folge der Inflation, die ja zu dem Zeitpunkt (nach den ersten komplett fehlgeschlagenen Zentralbank-Maßnahmen) am schlimmsten gestiegen ist.***

Nicht zu vergessen Staatsbankrott, Rubelabwertung, Skandale (z. B. "MMM") in der Vergangenheit, durch die alle oder sehr viele Menschen ihre kompletten Ersparnisse verloren haben.
Es gibt keine "Stabilität", welche Anreize fürs Sparen geben würde - die Leute haben schon zu viel erlebt. Deswegen gibt es in Russland keine "Sparkultur" wie bei uns.
Perverserweise könnte genau das Putin zugute kommen, denn 80 % der Russen können mit Fug und Recht behaupten: Was interessiert uns das schon, wir haben nichts zu verlieren - wir haben doch sowieso nichts....

ein eigenartiges spiel

da gehen die spieler über das limit hinaus mit der hoffnung das der schaden für den anderen größer ist;
die auflösung könnte verwundern^^ aber die begründung wird bestimmt auch zum lächeln anregen

kann russland pleite gehen? das können wir alle, nicht nur theoretisch - ein wirtschaftlicher abnutzungskampf - iwie schade - klar kann man auch darauf wetten wann russland pleite ist - ich tippe da aber ehr auf eine teilweise änderung der spielregeln

@15:31 von spitzeRitze

Im Vergleich zu dem was die EZB für Anstrengungen unternehmen muss, um das Kunstprodukt Euro am Leben zu halten (gestern wurde von einem 1000 Milliraden Staatsanleihenankauf durch die EZB berichtet), sind die 80 Millarden Euro Finazierung der russischen Zentralbank eher als Peanuts zu bezeichnen.

Abgesehen vom gewaltigen Unterschied bzgl. BIP und Einwohnerzahl ist es schon ein Unterschied, ob man mit einer Währung Anleihen kauft, die in der selben Währung notieren, oder eine weichere Währung direkt.

ist es schon wieder soweit...

...dass wir den verlautbarungen von ratingagenturen wie fitch wieder kritiklos folgen?

waren wir nicht schon mal soweit, dass wir festgestellt haben, dass die drei grossen ratingagenturen massgeblich mitverantwortlich waren fuer den finanzcrash von 2008? dass diese agenturen nachweislich gelogen und betrogen haben, weil sie doppelte geschaefte machten, also fuer ihre bewertungen kassierten und gleichzeitig auf ihre bewerteten kunden aberwitzige wetten abschlossen?

die us-regierung verurteilte s&p zu strafzahlungen, wegen manipulativer bewertungen, ebenso die australische regierung. die italienische regierung ermittelt immer noch gegen fitch, die mit ihren geschoenten und nicht objektiven bewertungen dem italienischen staat einen schaden im dreistelligen milliardenbereich zugefuegt haben soll.

und waren wir nicht schon mal soweit, dass die eu wegen der zweifelhaften "politik" der drei us-ratingagenturen eine eigene gruenden wollte?

alles schon wieder makulatur?

@16:04 von Spion Lemon

>>
Auf die USA findet ein Gernalangriff statt!!
<<

Absolut korrekte Analyse ;-)

@ 14:52 von Karl der Hammer

Ihr "Rundumschlag" ist absolut zutreffend- da erübrigt sich eine weitere Kommentierung meinerseits.
In der Tat findet hier eine umfassende Destabilisierung (nicht nur )der Währung statt, die den Akteuren noch teuer zu stehen kommen kann...!

Staatspleite

Das Risiko einer russischen Staatspleite wurde mitte Dezember an den Märkten noch mit ca. 33% gehandelt (CDS- Papiere). Mittlerweile ist der Ölpreis weiter gefallen. Die ersten Banken mussten gerettet werden.
Bei weiterhin niedrigem Ölpreis dürften vor allem die im Ausland stark verschuldeten Konzerne ins trudeln geraten da sie aufgrund der Sanktionen keine Refinanzierungsmöglichkiet and den Märkten haben.
Der russische Staat kann Konzerne und Banken nicht lange über Wasser halten. Zudem wurden viele Immobilien in Fremdwährung finanziert wegen niedrigerer Zinsen. Die Eigentümer können wegen der Rubelschwäche die Raten nun nicht mehr tragen was bei den Banken zu hohen Ausfällen führen wird.

um 17:44 von Tarantus

***Zudem wurden viele Immobilien in Fremdwährung finanziert wegen niedrigerer Zinsen. Die Eigentümer können wegen der Rubelschwäche die Raten nun nicht mehr tragen was bei den Banken zu hohen Ausfällen führen wird.***

"Viele" ist natürlich dehnbar. Wenn ich mich recht erinnere, waren das irgendwo zwischen 3 und 5 % aller Kreditnehmer.
Insgesamt natürlich immer noch eine beträchtliche Größe in absoluten Zahlen.

@Azichan:"Die derzeitige Krise in Russland ist eigentlich...

... kein Problem für das Land."

Ihre -einem Wunschdenken entsprechende- Einlassung hat mit der Realität wenig zu tun. Der Verfall des Rubels ist nicht nur auf den fallenden Ölpreis zurückzuführen. Allein heute hat der Rubel 2 % an Wert verloren angesichts der massiven Wirtschaftsrezession. Die Währungsreserven befinden sich ebenfalls im Sinkflug, zumal die Zentralbank die strauchelnden Banken und Unternehmen massiv stützen muss.

Banken und Unternehmen mit hohen Kreditverbindlichkeiten im Westen können sich in Folge der westlichen Sanktionen auf den Märkten nicht mehr refinanzieren mit der Folge stark und schnell schrumpfender Devisenreserven. Eine Besserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Mangels Investitionen in die Modernisierung und Diversifizierung wird sich die Konjunktur weiter abschwächen. Die angestrebte Eigenproduktion und -Versorgung wird den Abwärtstrend angesichts der hohen Importaufwendungen verstärken. Die Währungsreserven werden schnell aufgebraucht sein.

Die größte Schande ist

Die größte Schande ist eigentlich, dass das Öl weiterhin so billig rausgehauen wird, obwohl es - wie wir alle wissen - begrenzt ist und wir bisher immer noch keinen geeigneten Ersatz haben.

Die Weltwirtschaft hatte sich an einen Preis von 100 $/barrel gewöhnt und die Menscheit sollte die Gunst der Stunde nutzen, das verbleibende Öl sparsamer zu verbrauchen!

@paddi

„Die Nato hat in der Ukraine nichts zu suchen. Solange der Westen nicht ausschließt, seinen militärischen Einflussbereich auf die ehemaligen GUS Staaten auszudehnen, solange wird es keinen Frieden mit Russland und in der Ukraine geben.“
Sie wollen also damit zum Ausdruck bringen, dass die ehemaligen GUS-Staaten nicht das Recht haben, ob sie sich dem Westen oder Russland zuwenden. Ein feiner Demokrat, der eine freiwillige demokratische Entscheidung der Bevölkerungsmehrheit eines Staates ablehnt. Im allgemeinen Sprachgebrauch nennt man das Erpressung - entweder ihr wollt mit uns (Russland), oder wir überziehen euch mit Krieg.

@cowboy8

"die Menscheit sollte die Gunst der Stunde nutzen, das verbleibende Öl sparsamer zu verbrauchen!"

Genau dieser "sparsamere verbrauch" führt ja maßgeblich mit zu dem Preisverfall, wenn nicht im Gegenzuge die Ölförderländer ihre Förderung drosseln.

Der Ölpreis wird ja nicht einfach so von einer ominösen Instanz festgelegt, sondern richtet sich nach Angebot und Nachfrage.

Wie konnte Russland nur die

Wie konnte Russland nur die Finanzkrise 2007 und einen Ölpreis von um die 50 US-Dollar und darunter überstehen?
Mal erlich gesagt, RF wird die Sache überstehen, sicherlich mit Schmerzen - die werden andere EU-Länder auch haben.
RF ist voll von Rohstoffen,ÖL, Gas, seltene Erden und vieles mehr. Nun tun ja einige so, als wenn Russland derzeit keine Einnahmen mehr hat. Aber RF verkauft immer noch Öl und Gas in die EU und wird in Dollar oder Euro bezahlt, gibt es da eigentlich Festbeträge? Wenn der Rubel gegenüber dem Dollar/ Euro weniger Wert ist, wäre der Staatshaushalt trotzdem nicht weniger (genau so viel Rubel wie immer?). Hungern wird Russland nicht, hat die meisten Landwirtschaftsresereven der Welt und exportiert heute Weizen, was zu Sowjetzeiten noch importiert werden mußte.

Ölpreis: Run to the Bottom

"Die größte Schande ist eigentlich, dass das Öl weiterhin so billig rausgehauen wird,.."

Um das 2°C Klima-Ziel zu halten, innerhalb dessen, Stand heute, mit ca 80% Wahrscheinlichkeit keine eigendynamischen Prozesse stattfinden, die nicht einzufangen sind, dürfen noch 1000 GT CO2 in die Luft (bis 2050 ca 560 Gt).

An den Börsen kapitalisiert sind heute fossile Vorräte, die 2700 GT CO2 entsprechen.

Die kann man nicht mehr alle verbrennen.

Während es bisher Sinn machte, bei Ölpreisverfall weniger zu fördern, um den Preis zu stabilisieren, beginnt jetzt der Run auf die letzten Deponieplätze:
Alles muss raus!

Denn immer klarer wird:
Nicht Peak Oil sondern die Lagerkapazität der Atmosphäre setzt die Verbrauchsgrenze.
Ende 2015 droht der Pariser Gipfel.

Russland hat relativ hohe Förderkosten, das ist schlecht beim Run to the bottom.

Hinzu kommt:

Die fossilen Energievorräte werden neu bewertet werden müssen.
Gazprom und Co werden wahrscheinlich neu und niedriger bewertet werden müssen.

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