Kommentare

Neoliberale Propaganda wie aus dem Lehrbuch ...

... die aus einer rezessiv-deflationären Entwicklung mit praktisch Nullwachstum (im niedrigstmöglichen einstelligen Prozentbereich) einen "Reallohn-Zuwachs" konstruiert.
Das ist so ähnlich wie beim sogenannten "Jobwunder": man verkauft dem staunenden Wahlvolk die "Umwandlung" existenzsichernder Vollzeitarbeitsplätze in mehrere prekäre, d.h. Teilzeit- bzw. Leiharbeitsplätze als "dramatischen Rückgang der Arbeitslosigkeit" oder "extreme Beschäftigungszunahme".

Jetzt müssen nur noch die PReissenkungen ...

... an die Verbraucher weitergegeben werden, dann sind wir einen Schritt näher an einer sozialen Marktwirtschaft.

Ich nehme aber an, dass diese Reallohnsteigerung nur für sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen gilt.

Alle anderen haben davon mal wieder nichts!

Außerdem ist diese Meldung so verquast formuliert, dass man gar nichts versteht.

Warum nicht den Medianlohn im letzten Jahr mit dem in diesem Jahr zusammen angeben, dann kann jeder selbst sehen, wie die Steigerung ausfällt!

So viel Reallohn-Plus wie lange nicht mehr....

Es muß dazu gesagt werden,daß die Reallöhne etwa von 2000 bis 2013 eher gesunken sind.Der Grund waren die geringen Tarifabschlüsse durch die meisten DGB-Gewerkschaften.Abschlüsse von etwa 5 % wurden so dargestellt als wenn das für ein Jahr wäre.In Wirklichkeit war die Laufzeit von Tarifverträgen meisten bei 2 Jahren.
Die Lohnquote (Anteil der Löhne am Bruttoszialprodukt) sank von 1991 bis 2013 von 70,8 % auf 67,1 %.
Die Arbeitsproduktivität stieg pro Arbeitsstunde von 1991 bis 2013 um 37,1 % .

nur genug wiederholen

Wenn man diese Aussage nur oft genug wiederholt, glaubt man es vielleicht.

Es kann sein, dass es Berufsgruppen gibt, wo es so ist - aber das ist sicher nicht die Mehrheit.

So ist das mit den Statistiken - man kann sie sich so zurechtrechnen, bis es passt.

Auf dem Papier

Auf dem Papier kann man ja alles so schön darstellen.Laut Tarifvertrag hätte ich auch 1,60 mehr die Stunde,hätteein Weihnachtsgeld,hätte Überstundenzuschläge,Samstagszuschläge,Schmutz-,Fäkal- und Lufthammerzuschläge....ich könnte das so weiterführen.Tatsächlich gibts eben nur den um 1,60 geringeren Stundenlohn und ENDE.Wem es nicht passt,kann ja gehen.Gut,hab ich vor 4 Monaten getan,denn da gabs 3,10 weniger.

re jonasundderwal

"Ich nehme aber an, dass diese Reallohnsteigerung nur für sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen gilt."

Warum nur für Vollzeitstellen? Auch Teilzeitstellen werden nach den gleichen Tarifen bezahlt.

Komisch nur ... ich merk

Komisch nur ... ich merk irgendwie nix davon.
1,8 Prozent ... wow .. werd ich dann bald wieder anständig sparen können und Urlauben können wie in DM Zeiten ... man, man, man .... werden wir verar... ähh veräppelt ;-)

Kein Grund zum jubeln nachdem

Kein Grund zum jubeln nachdem man 14 Jahre "Reallohn Minus" hingenommen hat.
Eher für ein "Endlich. Und nun wieder den Reallohn herstellen der 2000 üblich war"

Urlaub, einige Lebensmittel,

Urlaub, einige Lebensmittel, Sprit usw wird gerade billiger...
Aber das verdanken wir dem Sanktionskrieg mit Russland wo jetzt nicht mehr ganze Ernten nach Russland verkauft werden und man mit mal nur noch Faire Preise verlangen kann um das Zeug los zu werden.
Angebot und Nachfrage mal zugunsten des Verbrauchers.

Dieser Bericht ist nur Makulatur ...

... und lenkt wieder nur vom tatsächlichen Problem ab, weil auch wenn wir Lohnzuwächse oberhalb der Inflationsrate haben, wir durch die Zinsen, die unterhalb der Inflationsrate liegen viel mehr Geld verlieren als uns der Reallohnzuwachs nutzt.

Hab ich leider nicht

Hab ich leider nicht mitbekommen, das Plus. Scheint regional und nach Branchen sehr unterschiedlich zu sein.

Habs doch gewußt

Als ostdeutscher Mindestlohnarbeiter weiß ich mit dem Geld bald nicht mehr wohin. Werd wohl doch ne 2. Yacht kaufen. Und wenn ich daran denke, welche Unsumme an Rente da zusammenkommt, kann man nur auf ein sozialverträgliches Frühableben hoffen.

@um 10:41 von JonasundderWal

"Ich nehme aber an, dass diese Reallohnsteigerung nur für sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen gilt."
Wahrscheinlich auch da nur für die Minderheit die die im Artikel beschriebene Brutolohnsumme von 3541€ erreicht.

Nackte Realität ..

@-karwandler :

"............Teilzeitstellen nach d. gleichen tarifen bezahlt.........."

Das ist Quatsch, was Sie sagen u. entspricht nicht d. realität :
denn,

Millionen Minijobber etc., werden
#nach Lust u. Laune d. Bosse bezahlt,
weit u.Traif, da auch d. Bosse sich
a.d. Tarifgebundeheit ausgklinkt
haben.
Wenn Du Tarif willst :
"Bitte schön, da ist d. Tür ,
86 Malocher stehen vor d. Tür,
d. händeringend Arbeit suchen ...
Das ist d. Realität .!
für Millionen menschen ..!
Erst m. d.ML ab 1.2015 wird sich
daran auch Nichts Wesentliches
ändern, es wird a. akkord umgestellt , Vorgaben gemacht:
6 Zimmer in 1 std usw. usw. ,
d. bosse sind da sehr erfindungsreich ,
a.d.ML wird z.Großen Teil ausgehebelt
werden ,
u. d. ML entspricht gerade dem
Existenzminimum = H-4 !
Und das soll ein "Fortschritt sein ?
Lachhaft , diese Politik in berlin ..!

@ 10:44 von Bernd Kevesligeti

Sie schreiben:
"So viel Reallohn-Plus wie lange nicht mehr....
Es muß dazu gesagt werden,daß die Reallöhne etwa von 2000 bis 2013 eher gesunken sind."
*
Das ist so allerdings so nicht richtig!
Bis 2007 gab es jahrelang Reallohnverluste, das stimmt.
Aber erstmals ab 2008 (+0,5%) und mit Ausnahme von dem Krisenjahr 2009 (-0,2%) dann wieder ab 2010 (mit Ausnahme 2013 von -0,1%) gab es durchgehend Reallohnsteigerungen!
Nachzulesen beim Statistischen Bundeamt unter:
www.destatis.de/DE/Startseite.html?nsc=true&https=1
*
Die Realität ist oft positiver als das subjektive Empfinden!

Die Reallohnentwicklung ist seit 2008 überwiegend positiv!

Jahr 2008 +0,5%
Jahr 2009 – 0,2%
Jahr 2010 +1,5%
Jahr 2011 +1,2%
Jahr 2012 +0,5%
Jahr 2013 – 0,1%
Jahr 2014 + 1,8% ?
*
Das alles kann man nachlesen beim Statistischen Bundesamt unter:
http://short4u.de/5498017644b74
*
Und zur Infomation:
Dieses gilt als Durchschnitt für die Gesamtbevölkerung!
Natürlich gibt es viele die weniger Lohnzuwachs hatten und andererseits viele insbesondere Tarifbeschäftigte die mehr Zuwachs hatten!
So ist das nun einmal mit Durchschnittswerten!

@ @um 10:41 von JonasundderWal

Sie schreiben:
"Ich nehme aber an, dass diese Reallohnsteigerung nur für sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen gilt."
*
Diese Annahme ist zum Glück falsch.
Die Werte gelten als Durchschnitt für die Gesamtbevölkerung, also für den Durchschnitt ALLER Arbeitnehmer!
Natürlich gibt es viele die weniger Lohnzuwachs hatten und andererseits viele insbesondere Tarifbeschäftigte die mehr Zuwachs hatten!
So ist das nun einmal mit Durchschnittswerten!

schön und gut

Also was die Statistiker da meinen, dem können trotzdem die allermeisten Leute nicht folgen.
Diese Statistiker haben einen Musterwarenkorb und bei dem mögen einige Dinge nicht so stark gestiegen sein aber einiges andere schon und das sind dann eigentlich auch zu berücksichtigende Faktoren. Aber das wäre ja zu einfach, dann hätte man ja nichts, womit man das Volk einlullen könnte.

Das Benzin scheint aktuell günstig zu sein, jupp, das sieht man bei der Tankstelle. Aber wird dieser Faktor der Logistikkosten in irgendeiner Form an die Konsumenten weitergegeben? Nein.
Strom wird billiger, ob da der Bäcker z.B. seine Waren auch nur einen Cent günstiger verkauft? WC - wohl caum ;-)

Ist halt eben nur ne Statistik und da ist es auch egal, ob die von einer offiziellen Stelle kommt. Deswegen muss sie nicht zwangsläufig auch dem entsprechen, was das Volk empfindet.

@SirArthur

"Es kann sein, dass es Berufsgruppen gibt, wo es so ist - aber das ist sicher nicht die Mehrheit.

So ist das mit den Statistiken - man kann sie sich so zurechtrechnen, bis es passt.
"

Nein, man kann natürlich die Annahmen und Fragestellungen frei wählen, aber die Statistik verbiegen kann man nicht. Und in diesem Fall ist die Fragestellung ziemlich simpel gewesen und gibt damit wenig Spielraum zur Spekulation.

Im übrigen zeigen die Steuereinnahmen, dass die Aussagen wohl stimmen. Und wer beachtet, dass für jede Person über dem Durchschnitt auch eine unter dem Durchschnitt existieren muss, kann vielleicht auch akzeptieren, dass eine Statistik nun mal NICHT die eigene Situation beschreibt, sondern den Durchschnitt der gesamten betrachteten Menge.

@Spidercrem75

"Komisch nur ... ich merk irgendwie nix davon.
1,8 Prozent ... wow .. werd ich dann bald wieder anständig sparen können und Urlauben können wie in DM Zeiten"

Scheinbar müssen Sie nicht tanken, denn alleine der Effekt dürfte alles überlagern...

Zu DM Zeiten war das ganze System übrigens weit weniger stabil, es gab zwar deutlichere Lohnzuwächse, aber auch eine erheblich stärkere Inflation...

@Bernd1

"Das ist so allerdings so nicht richtig!
Bis 2007 gab es jahrelang Reallohnverluste, das stimmt.
Aber erstmals ab 2008 (+0,5%) und mit Ausnahme von dem Krisenjahr 2009 (-0,2%) dann wieder ab 2010 (mit Ausnahme 2013 von -0,1%) gab es durchgehend Reallohnsteigerungen!
Nachzulesen beim Statistischen Bundeamt unter:
www.destatis.de/DE/Startseite.html?nsc=true&https=1
Die Realität ist oft positiver als das subjektive Empfinden!"
..
Wenn man sich die richtigen Zeiträume heraussucht.
Denn eigentlich haben wir ungefähr das Niveau von vor 15 Jahren wiederreicht.
Und wie so oft sind wir damit auf den letzten Plätzen in Europa.
Und hätten wir die Zielinflation, auf die die Politik eifrig hinarbeitet, hätten die unteren Einkommensgruppen wieder Verlust gemacht.
Und wieder liegen die Lohnzuwächse weit unter den Kapitalgewinnen.
Man könnte sagen, all die gestiegene Produktivität und all die zusätzlichen Anstrengungen der Angestellten kommen überproportional anderen zugute.

@G-Townler

"Das Benzin scheint aktuell günstig zu sein, jupp, das sieht man bei der Tankstelle. Aber wird dieser Faktor der Logistikkosten in irgendeiner Form an die Konsumenten weitergegeben? Nein.
Strom wird billiger, ob da der Bäcker z.B. seine Waren auch nur einen Cent günstiger verkauft? WC - wohl caum ;-)

Ist halt eben nur ne Statistik und da ist es auch egal, ob die von einer offiziellen Stelle kommt. Deswegen muss sie nicht zwangsläufig auch dem entsprechen, was das Volk empfindet.
"

Natürlich werden gesunkene Produktionskosten an die Kunden weitergegeben. In Deutschland zählt der Preis oftmals mehr als die Qualität, da regelt der Wettbewerb viel von selbst. Im übrigen sind die Logistikkosten weit mehr als reine Benzinkosten. Bei uns macht das insgesamt nur wenige Prozent aus. Und davon sind die reinen Benzinkosten auch noch ein vernachlässigbar kleiner Anteil...

Reallohn plus - prima, aber nicht bei mir

Ich brauche kein statistischen Bundesamt, ich weiß auch so, dass ich in den letzten 4 Jahren keine Lohnerhöhung hatte.

Wie nennt man das, Reallohn minus. Wir sind jetzt schon Arbeiter aus 6 Ländern aber alle sind mit allem zufrieden.

Starker Reallohnanstieg wegen

Starker Reallohnanstieg wegen extrem niedriger Inflation.

Das gesetzte Ziel von 2 % Inflation wurde deutlich verfehlt und so entsteht trotz mageren Wachstums real ein deutliches Plus....

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... hätte man auch schreiben können .... will man aber nicht.

Warum gibt die TS nicht die

Warum gibt die TS nicht die Medianlöhne an? Die wären wesentlich aussagekräftiger.

@ 16:04 von pnyx

Sie schreiben:
"Warum gibt die TS nicht die Medianlöhne an? Die wären wesentlich aussagekräftiger."
*
Steht der nicht oben in der Meldung?
Zitat:
"Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente im dritten Quartal ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 3541 Euro brutto im Monat."
Alles andere dazu finden Sie auf der Internetseite des Statistischen Bundesamtes:
http://short4u.de/5498017644b74
*

re G-townler

"Das Benzin scheint aktuell günstig zu sein, jupp, das sieht man bei der Tankstelle. Aber wird dieser Faktor der Logistikkosten in irgendeiner Form an die Konsumenten weitergegeben? Nein."

Was erwarten Sie eigentlich? Dass die Butter 10% billiger wird weil der Spediteur billiger Diesel tankt?

Anscheinend haben Sie keine Vorstellung davon, wieviel an Transportkosten in den Endpreis eines Produkts eingeht, und dass bei den Transportkosten wiederum nur ein geringer Anteil auf Brennstoff entfällt.

Selbst beim Privatauto, wo kein Fahrer bezahlt wird, ist Benzin nur ein kleiner Teil der gesamten Betriebskosten.

@Bernd1

"Steht der nicht oben in der Meldung?"

Nein, der User fragte nach MEDIAN, nicht DURCHSCHNITT.

Median bezieht sich auf die ANZAHL der Arbeitnehmer, also den Lohn, den genauso viele Menschen überschreiten oder aber nicht erreichen. Der Medianlohn in Deutschland liegt eben nicht bei 3500 EUR, sondern ca. bei der Hälfte.

Aussagekräftiger ist das aber nicht unbedingt, es sagt einfach etwas anderes aus. Beide Kennzahlen sind zusammen gleichermaßen wichtig...

17:16 von Skywalker

Danke für den Hinweis.
Mit dem Begriff Medienlon hatte ich mich bisher nicht befasst.
Bei der IG Metall habe ich so etwas gefunden:
www.sapler.igm.de/news/meldung.html?id=61794
*
Zitat:
"Sie weist für das Jahr 2011 einen Medianlohn für Vollzeitbeschäftigte von 2.829 Euro brutto pro Monat aus. Bei einer 40-Stunden-Woche entspricht dies einem Medianlohn pro Stunde von 16,35 Euro. "
*
Das ist alo gar nicht so weit entfernt vom Durchschnittslohn.

Au klasse!

Ich bin immer wieder erstaunt, wie die Statistiker alles schön rechnen. Meine Frau hatte die letzten Jahre immer Erhöhungen unter der Inflationsrate, bei meiner Rente war´s noch ein wenig weniger. Und da wir wenig Auto fahren, nützt mir der Benzinpreis auch nix. Dafür sind Müllgebühren und Wassergebühren (monatlich 50 Euro, weil in Düsseldorf das Abwasser genau den Betrag kostet, wie das Wasser) gestiegen, die Kinder studieren und brauchen mehr. Also bei uns kommt keine Konsumwelle.
.
In den Warenkorb rechnen sie auch Telefon (au iss das aber billich geworden, aber wenn jeder ein Handy hat ....) und wenn man monatlich ein Smart-Phone kauft, spart man auch enorm, was wir uns aber nicht leisten können. Nein, ich habe schon längst den Eindruck, dass die sich alles schönrechnen. Meine 88jährige Mutter muss sogar noch rückwirkend Steuer auf ihre Rente zahlen, die legt gewiss nun ein Depot an!

Darstellung: