Kommentare

Clinton als Wahlgewinnerin, die Partei als Verlierer ?

Objektiv: Die Bilanz der US-Regierung etwa im Wirtschaftsbereich unter Obama ist besser als ihr Ruf, jedenfalls bei den Wählern. Aber der Wirtschaftsaufschwung, strukturelle Verbesserungen, sind bei den arbeitenden Menschen zu wenig real-erlebbar angekommen. Und darauf kommt es letztlich an.

Und zur Kommunikation: wenn in der eigenen Partei in Wahlkampfzeiten Führungsmitglieder sich nichtmal sehen und abbilden lassen mit Obama,
was sollen dann erst Wähler denken?

Herr Kornblum hat sicher recht, innerhalb der Demokraten (Partei) ist Frau Clinton die Gewinnerin.

Clinton müsste viel Boden gutmachen

Ob Hillary Clinton wirklich Gewinnerin der Wahl ist, mag zweifelhaft sein. Sicherlich ist Herr Kornblum ein überzeugter und pragmatischer Transatlantiker. Aber einige Betrachtungen greifen mir zu kurz.

Obama ist bereits jetzt schon ein Lame-Duck-Präsident. Diese Situation ist aber selbst verschuldet und hat relativ wenig mit seinem Vorgänger George W. Bush zu tun.
Innenpolitisch hat er nie einen seriösen Schuldenabbau hinbekommen, was - Bill Clinton hat es gezeigt - durchaus möglich gewesen wäre. Außenpolitisch sind sowohl die Menschen in den USA als auch beispielsweise in Deutschland nicht länger bereit, mit einigen Scheinheiligkeiten umzugehen.

Nichtsdestotrotz strotz die amerikanische Regierung vor Arroganz. Der Fakt, dass die USA Chinas größter Schuldner sind, hat bisher nicht zu irgendeiner Veränderung der Lage geführt.

Im Ergebnis wird sich wohl zeigen, dass die acht Jahre Obamas verlorene Jahre waren und er einer der schwächsten Präsidenten in der Geschichte sein dürfte.

Die Leute urteilen häufig mit

Die Leute urteilen häufig mit dem Bauchgefühl, gereade in den USA. Mangels Alternativen, es gibt ja nur Reptos und Demoks, bleibt da meist aus allgemeiner Unzufriedenheit und unsicherer Aussicht der Wunsch nach starker Führungskraft. Als BUSH das Prinzip des starken Mannes überzog, folgte die natürliche Gegenreaktion, und man wählte seinen Gegner.

Jetzt hat sich das beruhigt, und das Spiel des starken Papas , der gewollt wird, beginnt von neuem.

Republikaner Gewinner ohne Kampf

wäre doch Hillary Clinton Präsidentin geworden. Ich kann gar nicht mit Worten ausdrücken wie Endtäuscht ich über Obama bin.
:-( Ich hatte so große Erwartungen an ihn, wie bestimmt auch andere Europäer und natürlich auch Amerikaner. Aber ich kann mich an nichts positives während seiner 5-6 Jahre Amtszeit erinnern. Weder Außenpolitisch noch Inländisch! Kein Demokrat hat es übrigends geschafft seine Partei so zu spalten wie Obama. Die Republikaner, sind der große Gewinner, sie brauchen die Demokraten nicht einmal anzugreifen, den die Demokraten legen sich selber Schach Matt.

Traurig!

Der Verlierer

Wenn auch Obamas Präsidentschaft noch 2 Jahre dauert,er ist der Verlierer insgesamt.
So einen schwachen Präsidenten,hat Amerika noch nie gehabt.Seine Sanktionen gegen Russland werden auch den USA noch Kopfschmerzen bereiten,denn in der UA-Krise
hat sich Obama massiv verrechnet und das
wird ihm noch auf die Füsse fallen.

Gute Nachricht für die Zocker

Die Börse jubelt und viele US-Amerikaner verstehen immer noch nichts.

Liegt das Problem im System?

Für mich sieht das alles eher so aus, als würde das Problem im System liegen. Zwei Parteien sind in der heutigen Welt wahrscheinlich einfach nicht genug, um den Menschen Antworten auf ihre Probleme zu geben. Und in so einem System haben die Amis dann auch noch zig Instanzen. Daß die überhaupt dazu in der Lage sind Politik zu machen. Bei uns geht ja schon nichts mehr, wenn die Mehrheiten in Bundestag und Bundesrat gegenteilig sind.

"Es geht der Wirtschaft gut",

"Es geht der Wirtschaft gut", sagt Herr Kornblum. In seiner Einkommensklasse mag dieser Eindruck entstehen. In der rauhen us-Realiät sieht es anders aus. Das Median-Einkommen sinkt und sinkt. Die - an sich schon durch statistische Methoden geschönte - Arbeitslosenrate ist nur gesunken weil Millionen die Arbeitssuche aufgegeben haben und / oder ausgesteuert sind. Die seit dem Crash entstandenen Arbeitsplätze sind zum grössten Teil qualitativ schlechter, als die zuvor verlorenen. Ein Grossteil sind äusserst schlecht bezahlte Junkjobs. 95 % des Geldes, das die FED geschaffen hat, ist beim obersten Prozent hängengeblieben. Obama hat dafür die Quittung erhalten. Dass die Republikaner profitieren liegt einzig und allein am System, das keine weiteren Alternativen zulässt.

aus der Distanz

Regelmäßig finde ich die kompetenten Kommentierungen "interessant" von Kommentierenden, die tatsächlich nicht Tag für Tag - aktuell in den USA - die Politik verfolgen, die Medienberichte zur Verfügung haben, dort einkaufen, mit den Nachbarn reden, Kinder zur Schule schicken usw. Und obwohl es an alledem nicht ist, dann feststellen, dass die Wähler dort vor Ort so dumm sind, sich verführen lassen, irgendwie nicht so abgestimmt haben, wie man es selbstvertändlich selbst getan hätte.

Es beruhigt mich, dass es diese Kommentatoren überall in der Welt gibt und die uns für genauso dumm usw. usw. halten.

Die generelle Lehre ist doch: Weder Baby-Bush noch Obama noch Hollande noch Berlusconi sind "die Heilsbringer" oder "der Untergang". Alle kochen nur mit Wasser, was die Wähler im Grunde genommen vor der Wahl eigentlich alle wissen - und dennoch nach der Wahl ob der Enttäuschung über die unberechtigte übertriebene Erwartung sich gleich bei der nächsten Wahl andere Mandatsträger abstrafen.

Wehe uns Europäern, wenn H.

Wehe uns Europäern, wenn H. Clinton an die Macht kommen sollte.

Die Frau wird vergleichbar unserer sPD wüten, natürlich nicht in sozialen Belangen.

Man muss nur die letzten Interviews sich anhören (sie spricht sehr offen), da gehen einem die Augen auf. Sie sagt Tacheles, was sie unter "Freunden" versteht.

Vielleicht sollten wir auf einen Sieg der Republikaner in zwei Jahre hoffen?

Lang lebe der totaler Neoliberalismus.

Verdammt!

Noch 2 Jahre Stillstand und außenpolitische Wellen um von innenpolitschen Strudeln abzulenken. Na da steht uns ja was bevor. Und wenn dann der Wechsel kommt? Dann ist die Waffenlobby wieder dierekt am Ruder.
Super!
.
Kann man einen Friedensnobelpreis eigentlich wieder aberkennen?
.
Vielleicht sind wir ja auch in 1984 gelandet und "Frieden bedeuted Krieg".

Was es nicht braucht

Was es offensichtlich nicht braucht, sind Demokraten, die wie Republikaner denken, reden und handeln (zum Beispiel Tontaubenschießen). – Aus meiner von hießigen Medien geprägten Perspektive hatten Obama und sein Team einige Themen angepackt, wurden aber regelmäßig ausgebremst. Wenn man in einer solchen Situation nicht versucht, für politische Positionen zu streiten und zu überzeugen, der bekommt weder neue Stimmen noch kann er die Parteianhänger mobilisieren. Einen politischen Gegner überwinden zu wollen, indem man ihm Recht gibt, ist einfach keine gute Idee.

15:34, Matrose44

"So einen schwachen Präsidenten,hat Amerika noch nie gehabt.Seine Sanktionen gegen Russland werden auch den USA noch Kopfschmerzen bereiten,denn in der UA-Krise
hat sich Obama massiv verrechnet und das
wird ihm noch auf die Füsse fallen."

Sie meinen, die Vorgehensweise in der Ukrainekrise wäre Obamas persönliche ideologische Agenda und er der Scharfmacher, der "Falke"?

Dann möchte ich Sie doch bitten, sich mit der Agenda der Republikaner, was dieses Thema angeht, zu beschäftigen.

Ich erwähne mal den Namen John McCain, nur für den Anfang.

@ pnyx

Auch bei uns kommt der Wirtschaftsaufschwung nur bei den oberen 3% an. Daran ist aber nicht Mr. Obama Schuld, sondern die allmächtigen Raubtierkapitalisten, die schon längst das Ruder in der Politik übernommen haben. Die Wut der enttäuschten US-Amerikaner sollte sich also an die Verursacher, vornehmlich Goldman-Sachs-Zocker und Hedgefonds-Geier richten.

Interview interessant, Bildunterschrift ergänzungsbedürftig.

Ein interessantes Interview. Ich fände es jedoch angemessen, in der Bildunterschrift zu einem Foto, auf dem drei Personen abgebildet sind, auch die Namen aller drei Menschen zu nennen.

@A-H

"Im Ergebnis wird sich wohl zeigen, dass die acht Jahre Obamas verlorene Jahre waren und er einer der schwächsten Präsidenten in der Geschichte sein dürfte."

Das sehe ich eher genau anders herum. Obamas "Schwäche" liegt grösstenteils in seiner (besonders im Vergleich zu B. Clinton) eher begrenzten Fähigkeit, sich zu verkaufen, politische Allianzen zu schmieden, Deals zu machen usw., aber nicht in seiner Agenda. Seine relative Unbeliebtheit ist ein Ergebnis der Tagespolitik, nicht seines Programms. Und diese Tagespolitik gerät sehr schnell in Vergessenheit. Kaum einer erinnert sich heute noch an die ständigen hässlichen politischen Kämpfe Franklin Roosevelts während der 30er Jahre, nur noch an seine Errungenschaften. Mit Obama wird es ähnlich werden. Gesundheitsreform, Defizitabbau, Rettung der Autoindustrie, drastische Reduzierung der Arbeitslosigkeit, alles Dinge, die auf lange Sicht mehr zählen als unzufriedene Wähler jetzt.

@pnyx

"Es geht der Wirtschaft gut", sagt Herr Kornblum. In seiner Einkommensklasse mag dieser Eindruck entstehen. In der rauhen us-Realiät sieht es anders aus. Das Median-Einkommen sinkt und sinkt."

Es gibt sicher an der US-Wirtschaftsstruktur und besonders der Einkommensstruktur viel zu kritisieren, da brauchen Sie keine Falschinformation zu verbreiten. Das Median-Haushalts-Einkommen ist seit 5 Jahren statistisch unverändert, was wegen des anhaltenden Trends zur Veralterung und Haushaltsverkleinerung einen geringfügigen Anstieg bedeutet. Der steht allerdings in der Tat in keinem Verhältnis zur Erholung der Wirtschaft insgesamt. Wenn's bei Ihnen allerdings so klingt, als wären wir auf dem Weg in die Massenverelendung a la Marx, werden Sie schon noch eine Weile warten müssen.

@15:50 von pnyx

""Es geht der Wirtschaft gut", sagt Herr Kornblum. "

Na immerhin geht's den meisten Amis wohl besser als den meisten Russen. Ansonsten wuerden kaum soviel Russen versuchen, aus Russland wegzukommen.

"Obama hat dafür die Quittung erhalten. "

Nur dass es nicht um Obama ging. Leittragende werden vor allem die Republikaner sein, die nun in Zugzwang sind. Sie muessen zum einen Kompromissbereit sein um auch nur einen Gesetzestext von Obama unterzeichnet zu bekommen, auf der anderen Seite muessen sie nun eingestehen dass sie all die Extremisten deren erklaertes Ziel seit dem Tag von Obama's erster Wahl im November 2008 ist, ihn kaputtzumachen, nicht befriedigen werden koennen. Was die sehr veraergern wird denn Obama zerstoeren ist ihr deren einziges Ziel.

Da zeigt es sich mal wieder, Meckern ist immer einfacher wenn man in der Opposition ist. Ist ist Deutschland nicht anders.

Hillry Clinton Gewinnerin ...

das denke ich nicht.Wenn sie denn antritt,hat sie enorme Anstrengungen zu bewältigen,um für die Demokraten einen Sieg einzufahren.Vor 8Jahren,da wäre sie die Präsidentin gewesen,aber man hat das "Licht Obama"gesehen,mehr in der Welt als in Amerika.Finde es nicht gut,von einer Gewinnerin Clinton zu sprechen,die eigentlichen Sachverhalte sollten angesprochen werden.Es gibt in den USA keine Opposition.Es gibt Demokraten und Republikaner,ihre Kandidaten sind selbst millionenschwer und kommen nicht aus dem normalen Alltag der USA.Der Traum vom Tellerwäscher zum Millionär,der Traum es zu schaffen,das werden wir nie echt verstehen können.Es ist noch immer der Traum der Bürger in der USA,sie sehen eher ein Handycap in ihrem Traum,wenn der Staat es beschneiden möchte.Obama hat nicht erkannt,das dieser Traum weiterhin Bestandteil ist,eher weniger reden als Taten zeigen,das hat er nicht geschafft.Ich glaube,leider werden es die Demokraten selbst mit Hillary nicht schaffen,nicht im Land,weltweit.

Nur nicht!

Alle Götter mögen uns vor einer US-Präsidentin Hillary Clinton schützen!

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