Kommentare

Wie bitte?

Wir haben uns sehr gut vorbereitet, jeder im Team hatte eigene Meßgeräte - und zudem auch noch welche von Tepco.

So einen Spruch erwarte ich in einer Satiresendung, aber nicht in einem ernsten Interview.

Stimmt, diese Radioaktivität wird man nie mehr los!!

Ranga Yogeshwar hat in seinem Interview sowas von recht: diese Radioaktivität wird man NIE MEHR los. Und diese Auffassung von Ranga Yogeshwar:

Es war auch von vorneherein klar, dass weder mein Team noch ich in Japan irgendwelche Risiken eingehen werden. Wir haben dort insgesamt eine Strahlendosis abbekommen, die in etwa dem Wert entspricht, den man auch in einem Flugzeug bei einem Hin- und Rückflug nach Japan abbekommt. Das halte ich für vertretbar.

halte ich schon für verdammt naiv und blauäugig!! Ich möchte nicht wissen, wie seine Familie darüber denkt. Und ich denke schon, dass er nun damit rechnen muss, ein erheblich erhöhtes Risiko für eine Krebserkrankung wenn nicht gar für eine Leukämie zu haben. Dieser Realität sollte sich Ranga Yogeshwar stellen. Darüber hinaus sollte er sich besser mal gründlichst klinisch untersuchen lassen inklusive Blutcheck, wenn dem sein Leben lieb ist.

das alles....

sind verbrechen gegen die menschlichkeit und diese müssen auch genauso bestraft werden...
die klage der deutschen energiekonzerne wegen entgangener gewinne wirkt dabei so zynisch und menschenverachtend...

ein paar Zahlen wären schon schön

Es verwundert, dass man keine Zahlen bekannt gibt.

Wie hoch war nun die Strahlenexposition?
Wie beim Flieger? (Also irrelevant?)
Wo?

Nicht jeder kann den Beitrag ansehen (falls dort die Zahlen genannt werden).

Zur Kenntnis: Radioaktivität ist nicht tödlich!!!

Hinweis für "Resitance 1405"

Man kann es offenbar nicht oft genug wiederholen:
Die Dosis macht das Gift!!!

Radioaktivität ist überall (natürlicherweise)!

Die "Menge" ist wichtig!

Dokumentationsfilm

Es gibt auch einen schönen preisgekrönten Dokumentationsfilm über Fukushima von Robert Stone:

http://pandoraspromise.com

Sehenswert!

Man darf Fukushima (und Tschernobyl) nicht vergessen!

Schön mal wieder was über Fukushima zu hören. Die Japaner sind redlich bemüht. Das glaube ich denen auch. Aber wie Ranga Yogeshwar sagt: Man wird den Dreck nicht mehr los. Wenn es nicht so ernst wäre, würde ich darüber lachen, kontaminierte Erde in schwarzen Säcken an den Straßenrand zu stellen und Kühlwasser in zahlreichen Schwimmbecken zu lagern.

@Resistance
Ich gebe Ihnen insofern recht, dass das Team durchaus Risiken eingegangen ist, aber das Gefahrenpotential ist bei solch einer kurzen Exposition und mit der Schutzausrüstung wahrscheinlich wirklich gering. Vielflieger sind wahrscheinlich genauso, wenn nicht sogar noch stärker, bedroht.

@ Resistance

Der Mann ist Physiker und wird wohl abschätzen können, wieviel Strahlung er abbekommen hat oder nicht. Die Realität über Strahlung ist anders als sie von Greenpeace und co dargestellt wird.

Die Abkehr von der Kernenergie ist alternativlos….

"Die Radioaktivität wird man nicht mehr los"- exakt so ist es, auch wenn gerade die Betreiber dies immer gern relativieren und bagatellisieren- die kontaminierten Flächen sind für Generationen unbewohnbar geworden und die latente Gefahr, sich doch noch zu kontaminieren, vor allem strahlende Teilchen zu inkorporieren bleibt eben für Generationen auch bestehen.

Die Technik und Wissenschaft stößt hier schlicht an Grenzen des Machbaren, gedenk den riesigen Halbwertzeiten, mutet dass alles ziemlich skurril an, was Tepco da so an "Dekontamination" im Sinne von entstrahlen betreibt.

Der Ausstieg von der Kernenergie ist und bleibt im wahrsten Sinne "alternativlos", auch wenn viele hier dieser Technik aus dem letzten Jahrhundert noch nachtrauern.

Im Falle eines GAUs nicht beherrschbar- deshalb müssen risikoärmere und jederzeit und unter Unfällen beherrschbare Energieerzeugung, am besten EE, die Kernenergie umgehend ablösen…!

KKW - Kühlung für Kühlwasser?

Braucht man bald ein neues KKW dort, um das immer mehr werdende verstrahlte Kühlwasser auf Riesenflächen verdunstungsfrei einzufrieren und so zu halten?

"Die Radioaktivität wird man nicht mehr los"

was für eine Erkenntnis.

"Die Radioaktivität wird man nicht mehr los"

Das stimmt nicht so ganz. Man kann das Problem aussitzen. Dauert halt nur extreeem lange.

Da treibt man ja einen gigantischen Aufwand,

um den Schaden einigermaßen zu begrenzen. Beseitigen kann man die Schäden ja nicht.

Mich interessiert an dieser Stelle, was das alles kostet und ob die Japaner eine "Fukuschima-Abgabe" auf den Strompreis zahlen müssen, damit die Kosten der Katastrophe irgendwie verteilt werden.

Aber wie schreiben auch hier immer wieder einige unbelehrbare Atomstrombeführworter...
Wir können auf Atomstrom nicht verzichten, weil er billig, sauber und sicher ist.

Zunächst klang es durchaus anders...

Ich erinnere mich noch an die ersten Aussagen von Herrn Yogeshwar nach dem Unglück: Das klang noch so, als ob die Bewohner in der Umgebung nach nur wenigen Wochen in ihre Häuser zurückkehren könnten und alle Folgen bewältigbar seien.

Ich habe mich damals über Herrn Y. sehr gewundert und mich gefragt, warum er so gesprochen hat.

Heute weiß ich immerhin, dass er Gott sei Dank klüger geworden ist.

Verheerende Störfälle

Als ehemaliger Befürworter von Kernkraftwerken hat mich Tschernobil gelehrt, dass nicht der beherrschbare Normalbetrieb sondern der unbeherrschbare Störfall das Problem ist.
Selbst mein Vater, der in der Kernforschung tätig war, hat sich von der Kernenergie distanziert als er die Auswirkungen von Tschernobil, die Störfälle in Sellafield und La Hague sowie das Desaster um die Asse erlebt hat.

"Wir haben dort insgesamt

"Wir haben dort insgesamt eine Strahlendosis abbekommen, die in etwa dem Wert entspricht, den man auch in einem Flugzeug bei einem Hin- und Rückflug nach Japan abbekommt. "

Mit dort war hoffentlich nicht die gesamte Reise, samt hin- und Rückflug, gemeint. Und nur "in etwa" weil noch der Wert der natürlichen Radioaktivität +- Kleinvieh beim eigentlichen Aufenthalt berücksichtigt werden musste. :-D :-D :-D

Würde mich absolut nicht überraschen.

Gruß

sto168

Das gefährliche ist eine

Das gefährliche ist eine akute extrem starke Stahlung oder eine dauerhaft erhöhte Strahlung.

In diesem Zusammenhang ist es besonders gefährlich wenn der Körper kleinste Radioaktive Partikel aufnimmt,diese werden im Körper eingelagert und schädigen ihn Dauerhaft.

Genau dieses soll durch die Schutzanzüge verhindert werden. Die Strahlungwerte die man natürlich trotz der Anzüge abbekommt sind zumindest kurzfristig nicht schädlich.

Arbeiten wollte ich dort aber nicht,auch wenn es nur 2-3h täglich sind.

Am 31. Oktober 2014 um 14:29 von ein Tor denkt

Da haben sie absolut recht. Die Strahlung ist nicht tödlich.. nur die irrelevanten Zellschädigungen die damit einher gehen.

*kopfschüttel*
Und ja, überall ist natürliche Strahlung.. aber wenn man von Strahlung in der nähe eines Gaus spricht, dann dürfte klar sein, dass die Strahlung etwas oberhalb der natürlichen Strahlung liegt - im Fall von Fukushima wahrscheinlich weit darüber..

Zum Glück kann man heute ohne

Zum Glück kann man heute ohne massive Subventionen (siehe GB) ein AKW kaum noch bauen.

Die Mär von billiger Energie ist tot.

Die Mär von beherrschbarer Energie wird sich trotz Fukushima, Tschernobyl u.a. ewig halten.

Die Folgeschäden...

...der Reaktorunglücke in Fukushima Daiichi kann man derzeit noch nicht einmal ansatzweise real abschätzen. Es wurden bei dem Unglück atomare Spaltprodukte frei und in die Umgebung entlassen, die auch noch in vielen hundert Jahren auf das dort befindliche Leben jeglicher Art einwirken werden. Durch Strahlung verursachte Erbgutschäden werden nicht zwingend schon nach 3 Jahren offensichtlich, und sind unauslöschlich im Erbgut aller folgenden Generationen eingebrannt.

Fukushima und Tschernobyl - und der bislang bereits weltweit produzierte atomare Abfall - werden noch etliche Generationen nach uns unangenehm beschäftigen. Dankbar werden uns diese Generationen für diese Hinterlassenschaft sicherlich NICHT sein.

Beruhigungspille

Nach dem Taifun Vangfon wurden die Anlagen in Fukushima in mitleidenschaft gezogen.
Es traten hunderte Kubikmeter verstrahltes Wasser aus un gelangten in den Ozean.
Das ist knapp zwei Wochen her und war eben keine Meldung wert.
Die Lage ist viel ernster als uns der Artikel glauben machen will. Es zeigt sich immer wieder aufs Neue die Betreiber haben die Lage nicht wirklich unter Kontrolle.

@ Sаsquatch

"Rezitat: "Die Radioaktivität wird man nicht mehr los"

Das stimmt nicht so ganz. Man kann das Problem aussitzen. Dauert halt nur extreeem lange."

Macht doch nichts, schliesslich soll doch die Sonne erst in 5 Milliarden Jahren kollabieren.

um 15:57 von traurigerdemokrat

Der Witz ist das man das noch nie konnte
Atomkraft war von anfang an ein Zuschussgeschäfft ohne volkswirtschaftlichen Nutzen.
Betriebswirtschaftlichen natürlich schon;
dafür sind Subventionen und Kostenexternalisierungsmaßnahmen ja da

Mondbasis Alpha

"Mondbasis Alpha" ist eine SciFi-Serie aus den 60er Jahren. Dabei wird diese Mondbasis (ca.300 Mitarbeiter) mit dem Atommüll der Erdbevölkerung betrieben. Funktioniert auch gut...bis der Müll explodiert. Die Kraft dieser Explosion schießt den Mond wie eine Rakete ins Weltall. Da sieht man doch mal, wie gefährlich der Atommüll ist. ...und wenn die ganzen Wassertanks in Fukushima explodieren?....Tja, dann verläßt die Erde die Planetenbahn und schießt Richtung Andromeda davon. Nur der Mond bleibt einsam zurück.

@ grauenvoll 17:09

Bitte weniger Science Fiction konsumieren, falls der Beitrag tatsächlich nicht ironisch gemeint war. :-)

@Der Lenz

"Atomkraft war von anfang an ein Zuschussgeschäfft ohne volkswirtschaftlichen Nutzen.
Betriebswirtschaftlichen natürlich schon;"

das kann man auch von den erneuerbaren Energien sagen...

So gesehen ist das kein Argument. Das Risiko und die Endsorgung sind die Probleme.

Eigentlich scheint die Atomkraft schon beherrschbar zu sein

Die beiden echten Supergaus waren Fukushima und Tschernobyl. Daneben gab es noch einige weitere üble Störfälle, die aber nicht zur flächigen Verseuchung wie bei diesen GAUs geführt haben.

Fukushima war leichtsinnig geplant in einem Gebiet, das von Erdbeben und Tsunamis bedroht ist. Aber selbst der olle Schrottreaktor von Tschernobyl hat entgegen der öffentlichen Überzeugung NICHT versagt. Er lief ganz normal. Der GAU in Tschernobyl wurde durch ein geplantes Experiment verursacht, bei dem die Sicherheitseinrichtungen händisch abgeschaltet und der Reaktor manuell außerhalb der Spezifikationen gefahren wurde. Wenn also selbst solch alte Russenmöhre technisch zuverlässig läuft, dann scheint die Technik nicht der Engpass zu sein. Die Schwachstelle sind immer die betreibenden Menschen und ihr Schlendrian. Damit ist auch klar, weshalb es trotz des theoretisch vernachlässigbaren nuklearen Restrisikos zu den GAUs kommen konnte. Das Risiko menschlichen Versagens ist um Größenordnungen höher.

"Den Mist wird man nicht mehr

"Den Mist wird man nicht mehr los"

Jo - genau das hat man einige Jahre nach dem GAU von Tschernobyl erkannt...
..man hat zwar fast die gesamte Stadt - sprich die Häuser - dekontaminiert - aber schon bei den Grünflächen zwischen den Häusern scheiterte dies.

Man hätte damals einige km² Erdreich abtragen und durch neues unverstrahltes ersetzen müssen...
..aber auch dann wäre jeglicher Spaziergang in der Umgebung wieder ein Gang ins radioaktive Gebiet gewesen.

Aus diesem Grund hatte man letztlich Pripjat aufgeben.

Ähnlich sieht es im Umland von Fukushima aus - auch hier ist es letztlich unmöglich die "zweite" Zone wieder "normal" bewohnbar zu machen.
Vor allem von was sollen die Leute dort leben??
Das Gebiet war mal der Gemüse-Garten Japans - da wurde sogar viel von den Erzeugnissen exportiert!

Bei Atomkraft stellt man doch

Bei Atomkraft stellt man doch folgendes fest. Totale Ignoranz bei dern Profiteuren, stupide an Zynik grenzendes Delegieren von Verantwortung bei den Politikern und ein recht absoluter Schrecken bei der Bevölkerung, zumindest jenem Teil von dieser, die die Atomkraft und Radioaktivität in ihrer Dimension begriffen haben.

Bei dieser Sachlage, kann ich die Ironie und Zynik des Beitrages von "grauenvoll" durchaus verstehen und unterstreiche sie.

Würde die Beseitigung des Radioaktiven Abfalls möglich sein, wäre es anders. Aber Radioaktivität verschwindet nicht. In der Erde eingebettet als natürliche Vorkommen ist es seltsamerweise sicher. Von Menschen konzentriert und in diverse Endlager gesteckt, bleibt es ein unsicheres Unterfangen.

Würden die Erzeuger und Profiteure den Atommüll als Aufgabe bekommen, gäbe es sicher eine gross angelegte Lobby der Energiewende. Und vielleicht sogar ein Abschied auf die Stromfresser der Industrie (Alu).

Strahlenphobie sollte man vermeiden

Die irrationalen Ängste, die manche vor der bösen Strahlung haben, sind vermutlich deutlich gesundheitsschädlicher als die Strahlung, der das Team ausgesetzt war.

Wir sind alle immer einer gewissen ionisierenden Strahlung aus der Umwelt ausgesetzt. Das Leben auf der Erde hat sich im Laufe der Evolution daran gewöhnt - und braucht es möglicherweise sogar. Dabei gibt es auch keine Unterschiede in der Schädlichkeit von "natürlicher" und "künstlicher" Strahlung. Einzig die Dosis zählt.

Und wenn die Exposition des Teams im Bereich der Höhenstrahlung auf einem Langstreckenflug lag, dann ist das absolut vertretbar. Schließlich fallen die Piloten nach vielen, vielen Flügen nicht mit 55 tot zu Boden, sondern genießen ihren vergoldeten Vorruhestand, sofern sie für die Lufthansa fliegen.

@ Resistance1405

warum nicht einfach mal nur dann etwas schreiben, wenn man auch sinnvoll und fundiert zu einer Debatte beitragen kann?
Ihrem Kommentar kann man auf jeden Fall entnehmen, dass Sie offensichtlich nicht eben mit dieser Materie vertraut sind. Zu Ihrer Info:
-Flugreise Frankfurt nach New York und zurück: ~ 0,1mSv
Fernsehen:~ 0,05 mSv/Jahr
Natürliche Strahlung im Mittel in Deutschland: ~ 1-2 mSv/Jahr
Natürliche Strahlung in Ramsar (Iran) ~200mSv/Jahr
Grenzwert für beruflich strahlenexponierte Person in Deutschland:
Kat A: 20mSv/Jahr
Kat B: 6mSv/Jahr
Nicht in diesen Werten enthalten die jährliche Strahlenbelastung durch medizinische Untersuchungen (z.B. Röntgen) Die kommen da noch drauf.

Insofern denke ich schon, dass der Physiker, im Gegensatz zu Ihnen, weiß wovon er redet.

gratuliere

und bin gespannt auf die Doku

@ Nachtwind

"Und ja, überall ist natürliche Strahlung.. aber wenn man von Strahlung in der nähe eines Gaus spricht, dann dürfte klar sein, dass die Strahlung etwas oberhalb der natürlichen Strahlung liegt - im Fall von Fukushima wahrscheinlich weit darüber.."

Interessanterweise ist dem nicht unbedingt so. Es gibt Orte auf der Welt die natürlich strahlen und nicht für Menschen gesperrt sind. Ausserdem ist die natürliche Strahlung ziemlich hoch.

@ grauenvoll 17:09

:-) Was noch viel schlimmer ist: Wenn die Wassertanks explodieren, fängt am Ende auch noch der ganze pazifische Ozean Feuer. Dann gibt's kein Sushi mehr, weil die Fische alle durchgegart sind :-)

Im Ernst:
Die Folgen von Fukushima sind so beklemmend, dass man gar nicht oft genug daran erinnern kann. Danke an das ARD-Team für den Beitrag.

@habu

Haben Sie eigentlich eine Ahnung wovon Sie da reden?

Bei Strahlung geht es IMMER um die DOSIS. Na klar sind wir Strahlung ausgesetzt, aber die Dosis ist so klein, dass das Risiko "natürlich" ist. Wenn Sie die Dosis erhöhen, dann steigt das Risiko rapide an.

Am gefährlichsten ist die IGNORANZ der Betroffenen und ABWIEGELUNG von Verantwortlichen. Leider ist Tepco nicht so sehr an Sicherheit interessiert:
https://www.youtube.com/watch?v=qAHuy9UwhW4

@CE - Sag ich doch!

Ganz meine Rede: Es kommt auf die Dosis an. Und wenn diese sich im Bereich der natürlichen Strahlung bewegt, dann ist sie absolut tolerierbar.

Und ja, Ahnung habe ich.

Tsunami-Tote >< Nuklear-Tote

Ein Phänomen ist die enorm eingeschränkte Sichtweise der Katastrophe :
Es starben unmittelbar 2 Menschen vor Ort, es werden statistisch ca. 1000 Menschen zusätzlich an Krebs erkranken.
ABER es kamen 18500 Menschen durch die Flutwelle ums Leben.
Das sorgte vor allem für ein "nationales Trauma", von dem außerhalb der Insel nicht berichtet wird.

@Resistance1405: Mit Verlaub, Sie wissen wohl nicht

wovon Sie schreiben:
Gerade auf dem Gelände der Atomruine wird besser überwacht, als anderswo, wie es um die Strahlenbelastung der Anwesenden bestellt ist. Und das Problem ist nicht die Strahlung selbst, die sich großteils abschirmen lässt, sondern die Gefahr der Kontamination.
Wenn ich südlich von München Pilze sammle, was ich mir ab und an nicht verkneifen kann, inkorporiere ich garantiert mehr strahlendes Material als das Reporterteam bei seinem Aufenthalt.
Kürzlich habe ich mir eine Sturzverletzung zugezogen, die schwer zu diagnostizieren war. Von meiner Schulter wurden 8 normale Röntgenaufnahmen und 1 CT gemacht. Wenn ich das nächste Mal beim Zahnarzt bin, wird wohl mein Kopf geröngt, und ich bin passionierter Passivraucher. Ich wette auf einen Krebstod, und das mit Recht.

Es gibt viele gute Gründe Kernspaltungskraftwerke abzulehnen. Fukushima liefert Beispiele en masse. Aber diesem Reporterteam den Leukämietod zu prophezeien (sind ja nimmer die jüngsten) ist ziemlicher Unsinn.

@Tellerrand: Die materiellen Folgen von Fukushima

sind aber gerade für Japan sehr bedeutsam.
Japan hat etwa dies gleiche Landfläche wie Deutschland, aber 1,5 mal so viele Einwohner. Dabei sind aber mindestens 70% der japanischen Landfläche mehr oder weniger unbewohnbar.

Das heißt, dass eine Katastrophe, die zwar niemand direkt umbringt aber ungünstigenfalls einen großen Landstrich unbewohnbar macht, für den Staat existenzbedrohend sein kann. Mit 100000 Entwurzelten ist man dort wohl geradezu glimpflich davon gekommen. Man stelle sich vor, ein Ballungsraum wäre betroffen.

Das könnte man ich in D allerdings auch mal vorstellen...

Tellerrand 19:34

>>>Ein Phänomen ist die enorm eingeschränkte Sichtweise der Katastrophe :
Es starben unmittelbar 2 Menschen vor Ort, es werden statistisch ca. 1000 Menschen zusätzlich an Krebs erkranken.
ABER es kamen 18500 Menschen durch die Flutwelle ums Leben.
Das sorgte vor allem für ein "nationales Trauma", von dem außerhalb der Insel nicht berichtet wird.<<<
Ja, und niemand hier schreibt von der Ebola-Katastrophe in Afrika. Haben sie eigentlich die Überschrift von dem Artikel gelesen oder ist das zuviel von ihnen verlangt?
PS:Ich empfehle ihnen das Lesen von japanischen Medien (stehen online in englischer Version zur Verfügung). Dann sind sie auch auf einem aktuellen Stand.

habu 19:18

>>>Ganz meine Rede: Es kommt auf die Dosis an. Und wenn diese sich im Bereich der natürlichen Strahlung bewegt, dann ist sie absolut tolerierbar.

Und ja, Ahnung habe ich.<<<<

Aber die Verantwortlichen von Tepco haben offensichtlich im Gegensatz zu ihnen KEINE Ahnung. Sonst würden sie die Arbeiter vor Ort länger arbeiten lassen und Besucher nicht mit einer "Vollkostümierung" belästigen. Eigentlich sollten unsere "Experten" hier ihr Wissen der Allgemeinheit (insbesondere der japanischen Allgemeinheit+Tepco) zur Verfügung stellen und nicht nur im Forum damit angeben.

@woaitainan: Sie machen sichs etwas einfach.

Nur weil große Bereiche der Ruine mühselig dekontaminiert wurden, heißt das nicht, dass jeder Fleck nur die durchschnittliche Strahlungsleistung abgibt. Eine starke Belastung durch einen Hot Spot auf dem Gelände ist weiterhin denkbar. Diese wird umso leichter entdeckt, je kürzer die Intervalle sind, in denen die Mitarbeiter Schichten wechseln und die Dosimeter auswerten lassen. Bei längeren Arbeitsperioden mittelt sich sowas raus.

Und die Vollkostümierung hat auch ihren Sinn, wenn keine radioaktiven Partikel vom Wind herumgeweht oder mit einer Dampfwolke rausgepustet werden. Man darf nicht vergessen, dass das Areal voller improvisierter Behälter, Gerätschaften und Leitungen ist, dies teils durchaus kontaminierte Flüssigkeiten transportieren. Lecks werden hier immer wieder entdeckt. Es handelt sich eben nicht um eine normale nukleare Anlage, sondern um eine experimentelle Baustelle mit erhöhtem Risiko.

Und der Schutzanzug erspart im Zweifel den Hauthobel.

wie im Artikel zu lesen,

wie im Artikel zu lesen, schützen die Anzüge vor verstrahlten Teilchen. die Strahlung selbst kann man nur messen. Die Arbeiter werden nicht länger eingesetzt, weil die Arbeit bei hohen Temperaturen und mit Atemschutz sehr erschöpfend ist. Wenn man sich vor den Teilchen schützt und die Strahlendosis im vertretbaren Bereich ist, gibt es kein Problem.

Keine Nation hat das Recht auf einen AKW, wenn diese nicht ...

... die internationalen, grenzübergreifenden zivilen und wirtschaftlichen Schäden eines Unfalls nicht nachhaltig entschädigen kann.

Wie würde eine solche Regelung (ohne Protektorat) bewertet werden?
Als technischer K.O. in der ersten Runde!

@ ein Tor denkt

Wasser ist überhaupt nicht GIFTIG trotzdem kann es in zu hoher "Dosis" tödlich sein.
Das gleiche gilt für radioaktive Strahlung. Sie ist auch in der höchsten Dosis nicht GIFTIG, also ist ihre Aussage schlichtweg falsch. Nur kann radioaktive Strahlung schon in geringen Dosen Zellschädigend und krank machend sein.
Radioaktivität hat mit Gift also überhaupt nichts zu tun es sei denn eine an sich schon giftige Substanz ist radioaktiv konterminiert.

Darstellung: