Ihre Meinung zu: EU setzt Koordinator für Kampf gegen Ebola ein

20. Oktober 2014 - 11:21 Uhr

Außenminister Steinmeier hat ein abgestimmtes Vorgehen gegen die Ebola-Epidemie gefordert. Beim Treffen mit seinen EU-Amtskollegen wurde beschlossen, einen Koordinator zur Bekämpfung der Seuche einzusetzen.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.333335
Durchschnitt: 2.3 (3 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

1 % genügt

1% der Mittel, die die Menschheit ausgibt, um andere Menschen töten zu könen, reicht aus, um der Seuche Herr zu werden. Ob die Menschheit so reif ist, oder aber den Untergang von mehr als 1 % der Menschheit billigend in Kauf nimmt, vermag ich nicht zu sagen. Dazu fällt mir ein Spruch von Albert Einstein ein: "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die Dummheit der Menschen, bei'm Universum bin ich mir aber nicht so sicher." Das war vor drei Generationen. Haben wir in der Zeit dazu gelernt?

Das es nicht der Erste Ausbruch

ist,sollte es mit heutiger Technik eigentlich mal möglich sein einen guten Impfstoff zu erfinden damit das Leiden endlich mal bekämpft werden kann.

Wenn jetzt Alle sich mal zusammentun sollte es doch mal klappen.

Gruß

Und wieder einmal....

.... stellt man in großer Runde fest, wie furchtbar Ebola in den westafrikanischen Ländern wütet. ...."ist eine große menschliche Tragödie", sagte Steinmeier... und man fordert: "Wir brauchen mehr Personal,....."usw.
Schon im Mai wurde durch die Organisation " Ärzte ohne Grenzen" auf die Dringlichkeit von Hilfsmaßnahmen hingewiesen. Vor 2 Monaten wandte sich die liberianische Regierungschefin direkt an die Bundesrepublik und bat sowohl um personelle als auch um materielle Hilfe vor Ort. Was ist passiert? Kaum etwas...außer, der Feststellung, dass niemand dem Aktionismus verfallen will. Dem Ebola Virus ist das egal..... die Zeit läuft ....und läuft....

Sprechblasen

Steinmeier sucht, vergeblich, ein neues Betätigungsfeld, um sein ramponiertes Ansehen aufzupolieren. Aber statt Waffen in Krisengebiete zu liefern, sollte seine Regierung lieber fordern und Einfluss darauf darauf nehmen, das die Rüstungsproduktion um ein paar Prozentpunkte zurück gefahren wird. Damit könnte man locker alle Krankheiten behandeln, bzw verhindern. Aber wie gesagt, wir produzieren lieber weiter munter Waffen und exportieren den Tod, statt ihn zu bekämpfen.

Aus dem Stand

Zitat von Wenzel65 um 12:38:
Vor 2 Monaten wandte sich die liberianische Regierungschefin direkt an die Bundesrepublik und bat sowohl um personelle als auch um materielle Hilfe vor Ort. Was ist passiert?

Die Hilfe ist längst angelaufen. Zu viel zu erwarten ist nicht realistisch. Denn selbst die Feuerwehr schafft es nicht im selben Moment in dem der Alarmknopf gedrückt wird, am Brandort zu sein.

Ich warte immer noch auf die 3000 Soldaten....

die Obama als Soforthilfe vollmundig verkuendet hat. Nun ist nur noch von 565 die Rede. Warum eigentlich? Sollten das nicht eher 6000 sein?

Zitat von Thomas

Zitat von Thomas Wohlzufrieden um 12:59:
Sprechblasen Steinmeier sucht, vergeblich, ein neues Betätigungsfeld, um sein ramponiertes Ansehen aufzupolieren.

Man sollte nicht unkritisch von sich auf andere schließen. In den Augen der deutschen Öffnetlichkeit hat Frank Walter Steinmeier jedenfalls kein ramponiertes Ansehen. Die Umfragen kann jeder verfolgen.
In der Ebola-Frage hat er in meinen Augen bisher auch noch keinen Fehler gemacht.

13:08 Forengeschwätz

Können Sie mir die Hilfsmaßnahmen näher beschreiben, evtl. mit Quellenangabe?
Vor allem die personelle Unterstützung wäre mir wichtig.

was lernen wir?

der tod muss erst an die tueren westlicher staaten klopfen, bevor diese aktiv werden. solange "nur" afrikaner dahingerafft werden, gibt es ausser wohlfeilen worten und absichtsbekundungen oder auch mal der einen oder anderen altklugen belehrung ueber aberglauben usw. nichts von diesen staaten. die eigentliche hilfsarbeit wird von freiwilligen unter manchmal unvorstellbaren zustaenden geleistet.
es wird so getan, als sei man von der heftigkeit des ebolaausbruchs ueberrascht. aber ebola bricht in afrika seit jahrzehnten relativ regelmaessig aus. und jedesmal wird das fehlen von medizinischer infrastruktur beklagt. dennoch koennen sich die westlichen staaten nicht dazu aufraffen, genau diese infrastruktur zu errichten. lieber liefern sie waffen an afrikanische potentaten, beuten afrikanische rohstoffquellen aus, exportieren luxusgueter fuer die afrikanischen eliten, subventionierte lebensmittel und andere waren...
waere man zynisch, koennte man denken, dahinter steckt system.

@ wenigfahrer um 12:15

Die Entwicklung eines Impfstoffes kann man nicht erzwingen, ein Durchbruch ist weitgehend Zufall. Es steht in den Sternen, ob es jemals gelingen wird. Hätte man schon einen Ebola-Impfstoff, müsste man ihn außerdem erst testen.

Deutsche Hilfe

Zitat von Wenzel65 um 13:30:
Können Sie mir die Hilfsmaßnahmen näher beschreiben, evtl. mit Quellenangabe?
Vor allem die personelle Unterstützung wäre mir wichtig.

Im Prinzip Gern, ich vermute aber, dass man hier nicht einfach Links posten darf. Auf der Webseite des Auswärtigen Amtes finden Sie aber die gesuchten Informationen.

Kritik sollte fair bleiben

Zitat von Abydos um 13:51:
was lernen wir? der tod muss erst an die tueren westlicher staaten klopfen, bevor diese aktiv werden. solange "nur" afrikaner dahingerafft werden, gibt es ausser wohlfeilen worten und ...

Diese Einschätzung finde ich den Menschen gegenüber nicht fair, die von Deutschland aus selbstlos Hilfe leisten.

@14:23 Forengeschwätz

Ich habe leider unter der empfohlenen Website des Auswärtigen Amtes nur allgemeines zur Humanitären Hilfe für Afrika bzw. weltweit gefunden. Z.B.: .."Zur Bewältigung humanitärer Krisen weltweit hat das Auswärtige Amt 2013 mehr als 358 Mio. EUR eingesetzt..." oder unter Aktuelles vom 17.10.2014..."Neben den bilateralen Beziehungen zwischen Ghana und Deutschland werden die Ebola-Epidemie in Liberia, Sierra Leone und Guinea sowie die Sicherheitslage in der Sahel-Region im Mittelpunkt des Gesprächs stehen...."
Mir war es wichtig, ganz konkrete Zahlen bzw. Daten über die von der Bundesregierung entsandten professionellen Helfer bzw. Materiallieferungen (wie Schutzanzüge/Einweghandschuhe etc.) zu erfahren.

@ entsorgter Papa

Moin, Sie wissen, ich widerspreche Ihnen nur gaaanz ungern.

Ginge es um 100%ige Sicherheit vor Ausreise, wäre eine Einzelisolierung erforderlich, ja.

Grundsätzlich ist es aber nicht erforderlich, unter Beobachtung stehende Personen zu trennen. Ebola "springt" nicht. Ein Beispiel, was aber verallgemeinert werden darf: CapA hatte wegen Überbelegung immer 2 bis 3 Kinder in ein Bett legen müssen. Einer der Knaben erkrankte an Ebola und wurde dann isoliert. Seinen beiden Bettgenossen ist nichts passiert, auch nicht den anderen Zwergen im "Zimmer". Die Familie des ersten Patienten in den USA? Die Angehörigen der spanischen Krankenschwester? Alle lebten zusammen auf engem Raum und nutzen die gleichen Sanitäranlagen.

Zu Beginn der Krankheitssymptome ist die Viruslast immer noch recht gering, so dass eine dann erfolgende Isolierung meistens noch ausreicht.

Danke für Ihre wiederholten links, hier ist nicht "Raum" für eine Antwort...

Grüße!

RE Freiheitsstatue

Ich finde DAS Virus auch besser aber falsch ist DER Virus nicht. Jedenfalls nicht nach Wikipedia:

"Viren (Singular: das Virus, außerhalb der Fachsprache auch der Virus; lat. virus „Schleim“, „Saft“, „Gift“)"

Da dies kein "Fach"-Forum ist (auch wenn sich hier einige selbsternannte Ebola-Fach-Leute tummeln), kann selbstverständlich auch "der Virus" gesagt und geschrieben werden. Sorry ist aber so.

@ Freiheitsstatue 11:57

Liebe Statue,
da irgendwer das auch schon der Redaktion fälschlich "um die Ohren gehauen" hat:

das Virus = Fachsprache
der Virus = absolut korrekt im normalen Sprachgebrauch

nix mit falsch

PS: Ich ärgere mich immer, wenn ich meine eigenen Tippfehler lesen muss. Aber wo keine Fehler, da besser auch keine Kritik ;)

Gruß

Ebolainfektionen in Deutschland

Ich wohne auf dem Land und frage mich: Was wäre, wenn bei uns ein Mensch mit Ebolainfektion zum Hausarzt ginge? Würde der Hausarzt die Symptome erkennen/ verdächtig finden? Unser ehemaliger Hausarzt hat nicht einmal eine Mandelentzündung bei meiner Tochter oder eine Nierenbeckenentzündung bei mir erkannt. Ich habe da so meine Zweifel, was das Diagnostizieren einer Ebola-Infektion betrifft. Nicht auszudenken, wer sich alles anstecken könnte, bis dieser Patient richtig diagnostiziert und an ein Behandlungszentrum weitergeleitet würde...

@ Coco-Zoo

Ich meine gelesen zu haben (ich lese sooo viel, ich finde die Quellen dann einfach nicht wieder:(), dass die Bundesärztekammer oder Kassenärztliche Vereinigung Infomaterial mit klaren Verhaltensanweisungen an alle Krankenhäuser/Arztpraxen geschickt hat. Ständig aktualisierte Fach-Info findet sich beim Robert-Koch-Institut, ebenso eine nur für Fachkräfte geschaltete 24-h-Rufnummer. Die Gesundheitsämter als seuchenhygienisch zuständige Behörde haben ihre Notfallpläne und weitreichende Rechte.

Natürlich steht und fällt es mit dem "an die Möglichkeit denken", aber es wird sehr viel getan, um das Bewusstsein zu schärfen.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen ein bisschen weiter, um die Situation für sich einzuschätzen.

Steinmeier

hat eine Idee. Ein Koordinator auf EU Ebene muss eingesetzt werden.
Dieser Koordinator wird ein Expertenpanel einladen. Dabei sind aus allen EU MS paretaetisch Experten vorgesehen. . Nachdem die Tagesordnung in Abstimmung mit dem Parlament und dem Rat beschlossen ist, wird voraussichtlich ein Vorschlag ausgearbeitet auf Europaeischer Ebene ein Seuchenbekaempfungszentrum einzurichten. Dabei werden in einem ca 2-3 jaehrigen Prozess die Kompetenzen eines solchen Zentrums und die Verpflichtungen der MS verhandelt. Schliesslich wird eine EU Richtlinie verabschiedet, die bis 2025 von den MS umgesetzt werden muss.

So laeuft jede Aktion in der EU. Von Buerokraten fuer Buerokraten,

Ich wuerde das Geld abstelle den Aerzten ohne Grenzen oder dem roten Kreuz geben.

um 13:51 von Abydos

Zitat: "Der Tod muss erst an die Türen westlicher Staaten klopfen, bevor diese aktiv werden. Solange "nur" Afrikaner dahin gerafft werden, gibt es außer wohlfeilen Worten und Absichtsbekundungen, oder auch mal der einen oder anderen altklugen Belehrung über Aberglauben usw. nichts von diesen Staaten" Zitat Ende. Ich möchte Ihrem Kommentar im Ganzen voll zustimmen. Und diesem zitierten Satz im besonderen. Gruß.

@Coco-Zoo, 16:48

"Unser ehemaliger Hausarzt hat nicht einmal eine Mandelentzündung bei meiner Tochter oder eine Nierenbeckenentzündung bei mir erkannt. Ich habe da so meine Zweifel, was das Diagnostizieren einer Ebola-Infektion betrifft."

Zum Glück ist es Ihr ehemaliger Arzt!!
Aber leider gibt es immer einen best. %-Satz an "schlechten" Ärzten, die dann speziell in einem solchen untypischen Fall zunächst daneben liegen dürften.

Kleiner Tip: Es gibt eine Hilfestellung, in ihrer Nähe gescheite Ärzte zu finden (mit Benotungen von Patienten!):
http://www.jameda.de/

Natürlich gibt es auch dort keine Gewähr, einen fiffigen, Ebola-Symptome gleich richtig einordnenden Arzt zu finden, zumal die Erkältungs- und Grippe-Saison bevorsteht. Aber immerhin, besser, als irgendwer!

@träumensollteer...

Gestern war plötzlich Schluss mit lustig,
darf ich meine Frage nochmal stellen? OK :-)

(Der Liberia-Thread!)
@träumensollteer..., 18:30
"Zum "Rumgeeiere" kommt hinzu, dass zumindest MSF und Cap Anamur - ohne auch nur Prüfung der Qualifikation! - Freiwillige schlichtweg ablehnen."
usw. !!

Gibt es da evt. irgendeinen Standesdünkel, den wir "Normalos" nur noch nicht durchblicken?
Da tun sich in der Tat ja schon Abgründe auf!

Danke für die Info!
---------------------------------------

Das ist nach wie vor meine Frage.

@ DoJo 18:02

Standesdünkel nein, gehöre ja dazu ;)

MSF antwortete, derzeit entsenden Sie nur Personal, dass bereits in anderen MFS-Projekten tätig war. Heute las ich, derzeit schicken sie aktuell sogar nur Mitarbeiter mit Ebola-Erfahrung nach Afrika (konkret tätig 25 Deutsche, davon 10 Ärzte).

Cap Anamur antwortete etwas kryptisch, "unsere Richtlinien sind denen von MFS in dieser Sache recht ähnlich". Punkt.

Natürlich geht es ihnen auch um die höchstmögliche Sicherheit ihrer Mitarbeiter.

Dennoch finde ich es widersprüchlich, denn Ebola-erfahrene Fachkräfte gibt es nicht zu tausenden... und gleichzeitig werden dringenst Ärzte/Pfleger gesucht...

@träumensollteer..., 18:21

Eben: Fachkräfte werden dringendst gesucht!

Mit meinem "Standesdünkel" meinte ich natürlich nicht alle Ärzte ;-), eher einen evt. Eigenen der Organisationen MSF und CapA, die ja schon etwas herausragend unter allen Ärzten sind.

Aber: Natürlich haben sie auch ihre Erfahrungen mit übereifrigen, doch letztlich ungeeigneten Ärzten gemacht, die ein Helfer-Syndrom haben, aber unterm Strich mehr schaden als helfen...

Dennoch: Irgendwann darf man bestimmt nicht mehr so wählerisch sein!

Darstellung: