Kommentare

Nicht reif für die Mauschelbude

Dieses Brüsseler Kompetenz-Rodeo scheint es ja in sich zu haben.
Hier das vielsagende Urteil in EU-Qualität (Artikel):

"Bei ihrer Anhörung als designierte Vizepräsidentin für die Energieunion machte sie [Alenka Bratusek] aus Sicht vieler Abgeordneter aber eine schlechte Figur."

Das machte die TTIP-Protagonistin Cecilia Malmström bei vielen kritischen EU-Bürgern auch, aber die haben im Brüsseler Lobby-Paradies eh nichts zu melden.

Im Prinzip wechseln hier nur die Figuren im Marionetten-Theater.

Anmaßung

@Wanderfalke

Wenn Sie "viele kritische EU-Bürger" erwähnen, dann müssen Sie akzeptieren, dass diese nicht die Mehrheit haben/ergeben. Auch wenn es Ihrem Gefühl nach vielleicht anders ist. Aber die Wahl zum EU Parlament hat andere Mehrheiten erbracht. Und die ach so vielen kritischen Bürger haben die Wahl gehabt. Aber wahrscheinlich waren viel auch einfach zu faul zum wählen und toben sich lieber in anonymen Chatrooms über die ach so bürgerfremde Politik aus.

@captainmic

Auch Sie haben offenbar ein Problem mit der Akzeptanz von Wahlergebnissen. Die FDP ist regulär ins EU-Parlament gewählt worden und daher werden dort selbstverständlich auch Liberale ihren Einfluss geltend machen. Und Ihr Gefühl "hierzulande möchte sie niemand mehr" mag Ihr privates Gefühl, ihr Wunschdenken und/oder Ihre ideologische Eindimensionalität sein, es ist aber für die Europapolitik irrelevant. Glücklicherweise.

Lieber mehr politische Vielfalt - und auch Liberalität als Monotonie!

@P€€R

"Aber Brüssel verhandelt seit Monaten um Pöstchen!"

So ist nun mal Demokratie. Da muß man sich einigen und Abstimmen. Nur in einer Diktatur ernennt der Diktator seine Leute und muß auf andere keine Rücksicht nehmen.

@Hamburger5

Das Problem ist doch eher, dass die EU-Kritiker hier in Deutschland keine wirklich vernünftige Partei haben, bei der sich der "Widerstand" sammeln könnte. Die AfD ist komplett rechts und wirtschaftsliberal und die Linke hat so ihre tagträumerischen Prinzipien und den Irrglauben, dass die DDR ein ganz normaler Staat gewesen ist.

Deshalb haben viele einfach aus Gewohnheit gewählt, obwohl klar war dass weder CDU noch SPD gegen TTIP sind. Dieses "Gewohnheitswahlverhalten" ist das Problem, nicht die Wähler an sich.

@Hamburger 5 - 17:34, Gardinen-Predigt?

Sie beklagen:
"Aber wahrscheinlich waren viel auch einfach zu faul zum wählen und toben sich lieber in anonymen Chatrooms über die ach so bürgerfremde Politik aus."

Nun ja, es ist letztlich eine Frage des individuellen Blickwinkels, wie man sich Demokratie erklärbar macht.
Bei Ihnen scheint sich der Vorgang mit der Wahl erledigt zu haben, wonach sich dann alles der Akzeptanz der errechneten Mehrheitsverhältnissen zu unterwerfen hat. Damit dann als wohlwollender Zuschauer bis auf den nächsten demokratischen Akt in der Wahlkabine zu warten, ist eben nicht mein Verständnis von Demokratie.

Wenn bei den legitimierten Entscheidern Demokratie zum Popanz verkommt - wie z.B. in den Geheimverhandlungen zu TTIP - dann maße ich mir auch an, dagegen demokratisch aktiv zu werden.
Dazu äußere ich mich mal in Kommentaren, so wie ich auch am Samstag (11.10.2014) dafür Unterschriften anstelle eines von der EU abgelehnten Bürgerentscheids sammle.

Die Muppetshow sucht neue Schauspieler

... aber es ist wie mit Kindermädchen, Butlern, Chauffeuren und sonstigem Dienstpersonal. Es ist kein wirklich gutes Personal einfach so zu bekommen.

Warum sollte es bei den Euroschwätzern anders sein?

Ich vermisse in dem Artikel

Ich vermisse in dem Artikel eines sehr stark: Aus welchen inhaltlichen Gründen wurde diese Dame denn überhaupt abgelehnt??
Weil sie wortwörtlich eine schlechte Figur gemacht hat, doch wohl nicht?

Darstellung: