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Nur 1 Wort

Endlich

Auch Unternehmen müssen Steuern zahlen!

Es wäre nicht mehr als recht und billig, wenn auch eines der größten Unternehmen der Welt seine Steuern dort zahlt, wo seine Gewinne entstehen.
Auf der einen Seite nutzen sie die Infrastruktur der Länder zur Generierung von Gewinnen, ohne zur Erhaltung derselben beizutragen, auf der anderen Seite sitzen sie auf riesigen Barreserven, für die sie kaum eine sinnvolle Verwendung haben können.
Etwas mehr Investition zugunsten der Umwelt, der Arbeitnehmer, der Infrastruktur der "benutzten" Länder täte da gut.
Leid muss uns Apple da nicht tun, wenn es seinen Beitrag nun doch noch leistet.

Leider sind die heutigen Politiker weltweit wenig brauchbar, wenn ich etwa an Theodore Roosevelt denke. Er hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA die riesigen Unternehmenszusammenschlüsse weitgehend zerschlagen. Wenn die heutigen Unternehmenslenker solche Maßnahmen fürchten müssten, würden sie gerne ihrer Weltbürgerpflicht nachkommen und anteilige Steuern für das Allgemeinwohl zahlen.

Super für Irland

Für Irland könnte dies doch ein Glücksfall sein. Erst die Unternehmen mit Sonder-Deals anlocken, dann nach einem Jahrzehnt feststellen, dass diese Vereinbarungen unwirksam sind und die Steuern nachfordern. So lässt sich die Finanzkrise bekämpfen.

Ende der Steuervermeidung

Ja, sieh mal einer guck!

Mal schauen ob Irland und Apple (und demnächst noch andere) sich da noch rauswinden können. Ich hoffe nicht und hoffe auf hohe Nachzahlungen.

Und ich stelle wieder fest: Ich mag die EU!

Konzerne wie Apple sind völlig amoralische Steuervermeider

deshalb hilft hier auch kein Bitten oder Appelieren, sondern nur der Rechtsknüppel und ein möglichst imageschädigendes An-den-Pranger-stellen ; es bleibt allerdings abzuwarten, wer sich am Ende durchsetzen wird, da Geld vieles kaufen kann, auch illegitimen politischen Einfluß in demokratischen Gesellschaften

Mehr als überfällig!

Die Unternehmen müssen ihre Steuern in dem Land zahlen, in dem sie die Geschäfte tätigen.

Endlich

Dass internationale Konzerne innerhalb der EU oder in den USA ihre Steuern mit den Staaten absprechen, ist mindestens seit den 90ern bekannt.

Auch Deutschland macht das! Es wird Zeit diese Unsitte in ALLEN EU-Ländern abzuschaffen.... auch in Deutschland!

Dazu benötigen wir eine EU-weit gleiche Besteuerung der Unternehmen... ohne Ausnahmen!

@ all

Ich hoffe und wünsche mir nur, dass die anderen "Steuerflüchtlinge" mit ihren Briefkastenfirmen in den EU-Staaten genau so "bluten" müssen und Apple nur der Anfang ist

Moral, bitte hinten anstellen

Mag sein, dass es Gesetzeslücken gibt, mit denen Steuern gespart werden können. Nur ist es richtig, diese Lücken auch auszunutzen? Moralisch ist es jedenfalls nicht. Wenn EU-Arbeitnehmer teilweise mehr als die Hälfte ihres Einkommens durch den Fiskus verlieren, gleichzeitig reiche Unternehmen durch Niedrigversteuerung noch mehr Kasse machen, bleibt das nicht ohne Wirkung auf die allgemeine Steuermoral. Gut, ein großer Teil der Gewinne fließt in Investitionen, aber ein nicht unbedeutender Teil fließt auch in die prallen Geldbörsen von Managern und Anlegern. Nicht, dass ich es denen nicht gönnen würde, aber es gibt ärmere Bevölkerungsgruppen, die das Geld eher benötigen. Ich bin ein Apple-Anwender, verappeln lasse ich mich aber trotzdem nicht.

Nicht zu einfach denken!

Man wirft Apple zurecht vor, dass sie ihrer eigentlichen Verantwortung nicht nachkommen. Allerdings sollte man auch immer im Auge behalten, dass gewisse Politiker Gesetze erlassen und Vereinbarung eingehen, die diese Steuervermeidung erst zu lassen. Und Subventionen und Lockangebote sind leider etwas völlig normales. Wie oft werden Firmen für ein paar Jahre mit reduzierten Steuern oder einem Entgegenkommen des Staates geködert? Und nach ein paar Jahren, wenn die Vergünstigungen wegfallen, ziehen sie einfach weiter. Das Problem ist teilweise hausgemacht und funktioniert sogar innerhalb Deutschlands (siehe Ost-West). Arm dran sind nur die kleineren Betriebe, die nicht ständig ihren Produktionsort wechseln können. Bei denen rentiert es sich in der Regel nicht.

Also: Schafft endlich eine halbwegs einheitliche EU-Steuerpolitik und versucht Regelungen für den Lizenzhandel zu schaffen. Wenn man die Lizenzgebühren nicht mehr steuerlich geltend machen kann, wird sich schnell etwas ändern.

wer hat wirklich schuld?

Man mag von Apple halten was man will (natürlich wird hier extra Apple wegen dessen Berühmtheit genannt, während andere Firmen ungenannt bleiben), aber was kann ein Konzern dafür, wenn der Staat solche Schlupflöcher im System zulässt oder gar absichtlich generiert und fördert?

So lange sich Firmen an die lokalen Gesetzte halten, gibt/gab es keinen Rechtsbruch! Im Nachhinein Steuern rückwirkend zu fordern ist IMO Betrug!

Ein kleines Beispiel für den Durchschnittsbürger:
Ein Land verkauft ein Produkt pauschal um 20% günstiger. => Viele Personen (auch aus dem Ausland) kaufen das Produkt. => 10 Jahre später wird von „irgendwoher“ gefordert, dass die Käufer diese 20% nachzahlen müssen.
Da möchte ich sehen, ob dann jemand sagt: Geschieht den Käufern recht, hätten sie damals nicht gespart!
Aber nein, hier wird wieder die Doppelmoral gelebt: Für den kleinen Kunden wäre so etwas in Ordnung, bei großen Konzernen natürlich nicht!

Irres Irland oder: Nicht verAPPLEn lassen

Endlich wird einmal damit angefangen, dieser Steuerflucht das Handwerk zu legen. Wobei für mich Beihilfe dazu auch jene Politiker betreiben, die ein derartiges Handeln ermöglichen.

Verantwortung für das Gemeinwesen

Wenn die großen Konzerne und die reichsten Menschen der Welt ihre Steuern nicht bezahlen, dann werden die Staaten immer ärmer und müssen immer mehr privatisieren, bis schließlich die ganze Demokratie im Eimer ist und die Wirtschaft die Alleinherrschaft hat.

Das muss auf alle Fälle verhindert werden.

Das ist doch schon Jahrzehnte

Das ist doch schon Jahrzehnte jetzt schon bekannt das die EU-Nationalstaaten einen ruinösen legalen Steuer-Minus- Wettbewerb betreiben wo die kath. Kirche Steuerminderungsstiftungen in Holland betreibt oder alle Anderen Multinationalen Konzerne sich in Irland Jersey oder in sonstigen schweizer,luxemburger Steueroasen Niederlassungen betreiben. Sogar die BRD steht auf keinem schlechten Ranking u. es gibt viele Wirtschaftswissenschaftler die die allgemein immer höher ansteigende Staatsverschuldung auf dieses längst bekannte Problem zurückführen! Nach minimalen Schätzungen gehen so mindestens jedes Jahr 1 Bill. € legal in die falschen Taschen!!!!!Welche Wirtschaftskraft könnte damit EU -weit entfesselt werden wenn man es gleichmäßig an die Bedürftigen geben würde die gewiss nur konsumieren könnten u. keinen Luxus für Priveligierte übrig haben.Und so zwangsverschuldet man einen ganzen Kontinent schon sehr lange ganz legal. Wozu sind die Verantwortlichen eigentlich da seit Maggi Thatcher?

Der eigentliche Bösewicht ist Irland.

Dass ein Unternehmen Steuergeschenke annimmt, kann man ihm nur bedingt ankreiden. Es an den Pranger zu stellen ist jedoch richtig - dann kann jeder selbst entscheiden, ob er mit seinem Kauf Steuerflucht unterstützen möchte.

Anders sieht es dagegen mit Irland aus. Sich durch Steuerdumping Vorteile rauszuschinden ist eine Schweinerei. Das ist grob unsolidarisch; die Anderen müssen nachziehen und so sinkt die Unternehmensbesteuerung stetig. Die Hauptsteuerlast tragen die Arbeitnehmer, denen keine Möglichkeit zur kreativen Steuergestaltung gelassen wird.

Irland war in der Finanzkrise in besonderem Maße auf die Solidarität Europas angewiesen und dankt es der Gemeinschaft schlecht.

Es wäre ein Leichtes gewesen, die Hilfen nur unter der Bedingung zu gewähren, dass das Steuerdumping aufhört. Dass dies nicht gemacht wurde, spricht Bände. Ich glaube nicht, dass jetzt ernsthaft durchgegriffen wird.

Konzerne zerschlagen

Die großen Unternehmen mit jährlichen Gewinnen über 3Mio.sollten in der EU gleich besteuert werden. Die kleinen unter 3Mio. sollten von den Kommunen Subventioniert werden, das schafft Arbeitsplätze.

um 19:23 von Theo Hundert

... Die kleinen unter 3Mio. sollten von den Kommunen Subventioniert werden, das schafft Arbeitsplätze.

Alle Subventionen, aber vor allem die überflüssigen, schaffen unwirtschaftliche und nicht lebensfähige Strukturen, die am Ende abgewickelt werden müssen, wie die DDR-Kombinate.

um 19:23 von habu

ganz Irrland?
Sind da nicht vielmehr ein paar Schlitzohren zu nennen die einen Teil des Geldes das anderswo zu versteuern gewesen währe in ihre Staatskasse umlenkten um mit diesem + die Wähler zu ködern?
Zumindest scheinen sie schlau genug gewesen zu sein die warscheinlichen "Maklergebühren" unauffällig abzuwickeln
Und die Wähler?
die haben sich Kaufen lassen
womit feststünde;
ganz Irrland!

wie sähe es bei uns aus?

@ Am 30. September 2014 um 17:41 von ms1963

Das Geld fließt eben nicht in Investitionen.

Gerade Apple hat Milliarden an Barreserven aufgebaut, nur, weil man dies nicht versteuern möchte.

Wie inzwischen auch bekannt ist, hat Apple Fertigungsunternehmen in Asien, wo Niedriglöhne gezahlt werden.

Das Geld fließt eben größtenteils an Manager und Anleger, und was nicht fließt, wird gehortet mit Blick auf möglichen Fluss in der Zukunft.

@Am 30. September 2014 um 19:41 von DieGeschichteLehrt

Sie schreiben: Doch darüber hinaus ist kein Unternehmen irgendwelchen Moralvorstellungen verpflichtet.

Das ist aber Unfug! Natürlich müssen auch Unternehmen moralisch handeln. Sonst sind sie nicht mehr Teil der Gesellschaft.

Nicht umsonst geben sich Unternehmen selbst Richtlinien, wie sie intern handeln.

Das dies leider meist Augenwischerei ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Ein Manager mag ja gern glauben, dass Unternehmen keiner Moral verpflichtet sind.

Aber Gesetze sind auch nur formalisierte Moralvorstellungen.

Dazu kommt noch, dass es in vielen Staaten das Konzept des Gewohnheitsrechts gibt.

Auch in Deutschlind können Verträge nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch unsittlich und damit nichtig sein.

Das Argument, Unternehmen müssten sich nicht an Moralvorstellungen halten ist ungefähr genauso klug wie die Einlassung, dass alles erlaubt ist, was nicht verboten ist ...

Vor 50 Jahren war Irland ein Armenhaus in Europa

Im Westen gab es "Häuser" mit einem Fußboden aus gestampftem Lehm und mit einem Rauchabzug in der Mitte für das offene Herdfeuer.

Mit allen Mitteln hat man Firmen ins Land gelockt, damit sie wenigstens die Leute beschäftigen. So waren die Firmen weitgehend von Steuern befreit.
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Warum sollten sie sonst in _Irland eine Fabrik aufmachen, Leute erst anlernen, um dann zu produzieren.
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Diese Steuersätze haben sich eben etwas zu lange erhalten. Aber sie zeigen auch, daß man mit niedrigen Steuern die Wirtschaft ankurbeln kann.
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Unsere ausgabenfreudigen Politiker glauben immer noch an ein Einnahmeproblem wenn das Geld nicht reicht. Irland hat uns gezeigt, daß es auch anders geht.

@19:36 von Dr. Manfred Körte

Alle Subventionen, aber vor allem die überflüssigen, schaffen unwirtschaftliche und nicht lebensfähige Strukturen, die am Ende abgewickelt werden müssen, wie die DDR-Kombinate.

Genau wie die Firmen, die Dumpinglöhne zahlen, damit auf der anderen Seite der Staat über Hartz 4 - Aufstockung eben diese subventioniert.
Wenn einig Europa, dann mit allen Vor- und Nachteilen und Steuer- u. Arbeitsgesetzen. Alles andere macht keinen Sinn.

@Mcdriver

Ach was. Apple wird ein Trinkgeld auf fen Tresen blaettern, das riesig als klasse Steuerzahler, Vorbild und was weis ich durch die Presse schieben und dann als Werbekosten absetzen. Super Strategen waren das immer mit ihrem Knickphone.;-)

@die Geschichte lehrt

Exakt! Und auch deshalb weil Gesetze unabhängig von der Moral anzuwenden sind das Gebietet das Rechtsstaatsprinzip. Insbesondere bei repressiven Maßnahmen

@agent lemon

Unternehmen können keine Werbungskosten absetzen das können natürliche Personen. Konzerne werde nach ihres Handelsbilanz ermittelt und können grundsätzlich die meisten Betriebsausgaben absetzen.

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