Kommentare

Ruf nach Profis (und das von einem Kriegdienstverweigerer)

Auch wenn schon ähnliche statements hier schon stehen. Die Nachrichten über die Flüchtlinge aus der Türkei und die weitere Offensive der IS in Syrien machen Angst. Nicht, dass ich hier aus dem schönen warmen Sessel geschubst werde - nein: Hundertausende von Menschen fürchten um ihr Leben, weil (wie viele eigentlich) durchgeknallte fanatische Männer unter der Fahne des Propheten (der dreht sich garantiert im Grab um) Amok laufen.

Leute - wir unterhalten weltweit Hunderttausende Profis in Sachen Krieg. Wenn nicht hier, wo dann, ist das Handwerkszeug gefordert. Also : Schicken wir alles was laufen und fahren (und kämpfen) kann in den Irak und nach 48 Stunden müsste doch Ruhe sein. Wenn nicht, dann brauchen wir auch keine Armeen mehr. Hier wäre auch eine fantastische Möglichkeit den zweiten Krisenherd der Welt (Ukraine) einzubringen. Putins Jungs müssen natürlich mitmachen, die wissen wie es geht. Und Russland ist so viel näher dran, als wir Mitteleuropäer.

Herr Blaschke: mit Assad ist dass nicht zu machen!!

Diesem Kommentar von Herrn Blaschke stimme ich - bis auf den allerletzten Absatz - soweit zu. Aber der allerletzte Absatz funktioniert so nicht:

Blaschke: Ich fürchte, es wird wieder nur eine kurzfristige militärische Lösung geben. Über kurz oder lang wird es dort Bodentruppen geben. Was fehlt, ist eine politische Lösung. Es müssten im Irak und in Syrien wieder stabile Staatsstrukturen aufgebaut werden. Es braucht dort Perspektiven für die Menschen, so dass gerade die Jungen nicht weiter in die Arme der Dschihadisten getrieben werden.

Herr Blaschke: bevor überhaupt an einen solchen Wiederaufbau von staatlichen Strukturen zu denken ist, muss erst mal dieser Despot Assad weg, der sein eigenes Volk terrorisiert!!

Assad kann nicht an der Macht bleiben, wenn wir ein stabiles Syrien wollen. Von daher muss erst der Schritt gegangen werden, dass Assad von der Macht verdränt werden muss. Denn freiwillig geht der nicht, wie wir gelernt haben in diesem Syrien-Konflikt!!

was mich doch sehr stört

ist, dass es seit nunmehr über drei Jahre hinweg keine Gremien und Konferenzen gibt, in denen sich fähige Leute WISSENSCHAFTLICH mit den Phänomenen befassen. Es ist durchaus verstehbar, was an sozialen Prozessen auf diesem Planeten statt findet, aber wenn man sich politisch und öffentlich immer nur mit den oberflächlichen Phänomenen befasst ohne sich um die soziologischen und psychologischen Gesetzmäßigkeiten zu kümmern, dann kann man eben auch weder verstehen, noch zielgerichtet handeln. In diesem Sinne sind nicht nur die Radikalen primitiv. Ich vermisse den gebotenen Funken an Intelligenz, der nicht alles in vorhandene Schubladen packt, sondern Fragen stellt und nach Antworten sucht. Eben das, was einen wissenschaftlichen Umgang mit Problemstellungen aus macht.

@18:00 von wekru -- was mich doch sehr stört

Gehen Sie wirklich davon aus, dass hier dumme Jungs Politik machen? Möglich ist das natürlich, wahrscheinlich ist es aber nicht. Wenn man annimmt, dass hier keine Dilettanten am Werk sind, dann stellt sich natürlich die Frage anders. Wenn die Folgen das eigenen Handels durchaus abschätzbar sind (wie Sie mMn zu Recht vermuten) und halt so aussehen wie Sie aussehen, dann gibt es noch zwei weitere Möglichkeiten:
1. Der derzeitige Zustand wird billigend in Kauf genommen.
2. Der derzeitige Zustand ist das Ziel des Handelns.
Suchen Sie sich was aus.
Als Wissenschaftler glaube ich im Zweifel den einfachsten Erklärungen, die geeignet sind, gute Vorhersagen zu treffen.
"Alle sind in diesem Punkt blöd und machen wieder und wieder und wieder die gleichen irrationalen Fehler, während sie in anderen Bereichen vorhersehend agieren und gute Vorhersagen treffen. Die bedauerlichen Folgen dieser Fehler tragen zum Machterhalt derjenigen bei, die diese Fehler wieder und wieder begehen." gehört nicht dazu.

Ankara "schaut nicht weg", sondern untertützt die IS

"wegschauen" ist eine massive Verharmlosung der emelentaren Unterstützung der IS durch Ankara: Finanzierung durch das Öl, das durch die Pipeline (schwarz ?) kommt könnte leicht gestoppt werden, wird aber nicht gemacht. Waffen- und Materialschmuggel über die türkische Grenze könnte auch leicht unterbunden werden, wird auch nicht gemacht. Die Türkei sieht mit Wohlwollen, dass die Kurden mit der IS "beschäftigt" sind, deswegen auch die zögerliche Betreuung der kurdischen Flüchtlinge. Es wird nur so viel getan, dass die Unterstützung für die IS nicht offenkundig wird.

So lange die Türkei nicht gegen die IS aktiv vorgeht, auch militärisch, ist jede Strategie gegen die IS wertlos. Aber sie beteiligt sich ja nicht an dem geschlossenen Bund gegen die IS.

klare Ansage

"Die Organisation ist ja genau wegen dieser Brutalität so attraktiv für viele junge Menschen. Darin sehen viele junge Islamisten ein Zeichen von Konsequenz und Stärke."

Endlich mal klare Worte anstatt verschwurbelte Wunschprojektionen im Betroffenheitsduktus! Man ist im hiesigen öffentlichen Diskurs gewohnt, Gewalt zu tabuisieren oder zu pathologisieren. Dabei haben wir in unserer eigenen Geschichte ein grausames Beispiel für die Attraktivität von roher Gewalt:

Hitler hat 1933 den Juden offen mit Vernichtung gedroht, SA und SS auf offener Straße SPD und KPD totgeprügelt. Und trotzdem oder gerade deshalb wurden sie in freien Wahlen durch eine Mehrheit des bürgerlichen kultivierten Deutschlands an die Macht gewählt. Wenn die Bevölkerung im "islamischen Staat" sich zu ebenso unzertrennlichen Komplizen der Verbrecher macht wie die Deutschen, dann steht der Region ein jahrelanger fanatisch geführter Krieg bevor, der sich mit ein paar Luftagriffen nicht beenden lassen wird.

Geschichte wiederholt sich in gewissem Maße

Ich hoffe ich irre mich, aber ich glaube der Nahe Osten macht jetzt genau das durch, was Europa 1914 - 1945 durchmachen musste: Eine Ära des Kriegs, eine Neuordnung der Nationalstaaten und danach hofftl. der Aufbau von Demokratien und Zivilgesellschaften. Die Karten werden neu gemischt und verteilt...

@wekru 18:00 wissenschaft

Ich fürchte, Sie verwechseln die Sozial- und Geisteswissenschaften mit den Naturwissenschaften. "soziologische und psychologische Gesetzmäßigkeiten". Die hat glaube ich noch keiner experimentell bestätigen können.

Einen großen Freifeldversuch zum Ausbruch kollektiver Gewaltanwendung als Reaktion auf gesellschaftliche Instabilität gab es in Europa 1933-1945. Erklärungen zu diesem Phänomen gab es schon, aber besonders angenehm waren diese in der Regel nicht. Die einleuchtendsten würde ich auf die Formeln verkürzen "Lieber prügeln als geprügelt werden" und "Gewalt nach außen schafft Harmonie nach innen".

Zu lange weggeschaut?

Die Frage wäre Warum?
Wenn z.B. Ein Kenner der Szene wie Abdel Samad einen Vergleich zwischen Faschismus und Islamismus zieht dann wurde er zwar hier geschützt (Freie Meinung) aber nicht allzu ernst genommen...
Bis vor kurzem war dieser Vergleich noch politisch Inkorrekt, und den Wachsamen wurde Islamophobie unterstellt.
Jetzt muss gehandelt werden, und zwar schnell- Die Doppelstrategie eines Herrn Erdogan (es sich nicht mit dem Westen und den Islamisten zu verscherzen) war und ist dabei sehr hinderlich und Gefährlich.
Der national-religiöse Rechtsruck auch in der Türkei sollte eine angemessene Europäische Antwort erhalten.

@wekru & @pazifist

Ich stimme Ihren Kommentaren grundsätzlich zu.

Mich stört es vor allem, dass man in den meisten Medien die gleichen Erklärungen vorgesetzt bekommt... gescheiterte, perspektivlose junge Menschen, die sonst zu nichts zu gebrauchen sind...

Das bezweifele ich und auch wenn einige dabei sind, die bestimmt genau dieses Klischee erfüllen, so agieren die doch im Großen und Ganzen sehr planmäßig. Das ist keineswegs eine Horde durchgeknallter, gewaltbereiter Killer, die planlos auf die Leute los gehen.

Sie sind, aus ihrer Perspektive gesehen, sehr erfolgreich und haben in kurzer Zeit so viele Gebiete erobert. Und sie tun es noch, trotz des Eingreifens einzelner Staaten.

Das ist alles in allem so unwahrscheinlich, dass ich persönlich davon überzeugt bin, dass da hohe strategische Köpfe dahinter stecken und die leiten. Eine Terrorbande allein könnte nie so erfolgreich sein ohne einen Masterplan und Leuten vom Fach.

@ 17:30 von Resistance1405

".....bevor überhaupt an einen solchen Wiederaufbau von staatlichen Strukturen zu denken ist, muss erst mal dieser Despot Assad weg, der sein eigenes Volk terrorisiert!!"
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Ach wie einfach, Assad weg und das Land blüht im neuen glanze.
Vor über 10 Jahren hat man den IRAK von Hussein befreit, hat sich dies für die Bevölkerung gelohnt??
Wenn Assad weg ist, was dann??
Wie stellen Sie sich Syrien danach vor??
Die Exil Syrer haben null Interesse an der Bevölkerung, denn sonst hätten diese schon längst Ihre Kettenhunde zurück gerufen.
Jeder der die FSA unterstützt hat ist mit Schuld an der zerstörrung Syriens.
Sie dürfen mir gerne Erklären wie Ihr Plan aussehen würde wenn Assad weg ist.

Vormarsch IS!

Bitte TS es gibt keine IS,sondern eine Terrororganisation.Je mehr der Name IS verwendet wird,könnte man glauben,es gibt bereits einen Islamischen Staat.Weiter wird in dem Artikel vermittelt,Ankara hat zu lange weggeschaut.Wieso,es nimmt Flüchtlinge auf,über Monate hat sich Europa den Blick auf Syrien verwehrt.Als wäre der Bürgerkrieg dort beendet.Die Ukraine war jeden Tag die wichtigste Meldung der Medien.Jetzt plötzlich wieder Syrien,dem Hinzuwenden des seit Jahren dauernden Krieges.Ich vergesse,Herr Poroschenko hat heute vermittelt,das er fast sein gesamtes Kriegsmaterial verloren hat.Geht es jetzt nur noch um Kriegsmaterialien,um das Bekämpfen von Zuständen die in der Natur der Länder liegen,was ist mit den Taliban,sind sie jetzt besiegt,haben wir nun die Terrororganisation IS.Seit Jahrhunderten gibt es Kriege hinsichtlich der Religionen.Wann endlich schließen diese "Parteien" Frieden.

So

wir haben jetzt wieder ein Sündenbock.

Zu info, alle die Kurden die von Syrien nach Türkei wollen, diese Kurden sind zu 99% PKK Anhänger. Also wieso soll Türkei denen helfen? oder bei IS nicht die Augen zu machen.

Sympathie und heimliche Verehrung

Hat die Türkei zu lange weggeschaut?

Definitiv.

Aber auffällig ist, dass die anscheinend mit der IS gut können. Wo die IS doch andere muslimische Länder wie Syrien und Irak in Schutt und Asche steckt, verschont es die Türkei und lässt sogar seine 49 Geiseln gehen.

Klingt für mich ziemlich vielsagend... die scheinen definitiv einen guten Draht zueinander zu haben.

Ich glaube auch, dass es eher Zuneigung und Verständnis (auch wenn das immer abgestritten wird) und eben keine Angst ist. Denn würde die IS die Türkei angreifen, würde die Nato nicht die Füße still halten können. Und so blöd sind die IS Leute nicht.

Ich tippe daher ganz stark auf versteckte Sympathie der amtierenden Regierung und Bewunderung für den Dschihad-Kampf.

Es gibt Zeitungsberichte und einschlägige Photos von dem jüngsten Erdogan Sohn, der nach Verrichtung des Freitagsgebets mit seinen Kumpels Fahnen schwenkend und lauthals 'Wir wollen einen Gottesstaat' rufend durch die Straßen zieht... Wie der Vater, so...

UNO oder NATO, das ist hier die Frage

Tatsächlich sind verfügbare Mittel von Staaten oder Staatengemeinschaften
und deren Bereitschaft und Fähigkeit diese einzusetzen entscheidend, um ein vorgegebenes Ziel zu erreichen. Wichtig ist, das diese Fähigkeiten in den Händen von Kräften liegen, die auf Grundlage von demokratischen Prinzipien legitimiert sind und für diese einstehen. Nach meiner Ansicht ist man spätestens an diesem Punkt bei der UNO falsch und bei der NATO richtig aufgehoben. Wenn ein Staatenbund das moralische Recht hat, Maßnahmen gegen die IS einzuleiten, dann ist es das westliche Verteidigungsbüdnis. Wenn die UNO ihren Mandatssegen darüber ausspricht, ist das natürlich zu begrüßen. Diesen abzuwarten während ein Genozid durch die IS veranstaltet wird, ist jedoch unverantwortlich und zugleich unmoralisch. Die türkische Erdogan Regierung wird spätestens dann ihre moralische Einstellung eindeutig zu erkennen geben, wenn sie sich zwischen entschlossenem Vorgehen oder Stillhalten gegenüber der IS entscheiden muß.

@killing joke @pazifist

Mein Kommentar beruht keineswegs auf Unkenntnis oder Fehleinschätzung des wissenschaftlichen Potentials.
Ein bei Paul Ehrlich promovierter Naturwissenschaftler, der dann die erste Professur für Soziologie in Deutschland inne hatte, hat vor bereits 100 Jahren sehr deutlich aufgezeigt, wie eine Sozialwissenschaft beschaffen sein müsste, damit sich immer wiederholende Gesetzmäßigkeiten im sozialen Prozess erkannt werden können. Dafür bedarf es keiner Experimente, wohl aber profunder Kenntnisse der Menschheitsgeschichte und deren soziologischer Einordnung. Wenn aber schon das Heer der heute amtierenden Sozial-Wissenschaftler nicht weiss wen ich hier meine, dann sind es nicht "dumme Jungs" die da in der politischen Praxis agieren, sondern kluge Jungs, denen die Wissenschaft keine Nahrung gibt von der sie zehren könnten. Das aber wiederum ist die Konsequenz daraus, dass die Politik Interessen folgt und selber nicht belästigt werden will von Erkenntnissen, die sie dann ebenfalls beträfe.

Resignation

Nachdem ich die Weltpolitik nunmehr seit 45 Jahren bewusst verfolge, komme ich für mich zu folgender Erkenntnis: Alle Europäer, US-Amerikaner, Russen, Chinesen usw. - raus da. Es hilft nichts, die Völker müssen sich selbst neu ordnen und sei es durch Krieg und Massenmord.
So leid es mir tut, aber ich habe resigniert.

Verwirrung

Eben komm ich aus der Innenstadt. Dort war eine Demonstration der Kurden.

Die PKK gilt zwar als terroristische Vereinigung, das interessiert aber niemanden. Die Zeichen werden offen getragen.

Und von mir aus können die sich sonst was auf die Fahnen schreiben. Wenn die RAF heute sagen würde, wir wollen Weltfrieden, wäre ich trotzdem gegen eine Legalisierung. Denn: wer sich von den ursprünglichen Zielen abwendet, der sollte sich auch unter einem neuen Namen, mit neuen Zeichen sammeln.

Interessant ist übrigens, dass auf dieser Demonstration massiv gegen die Türken (imperialistischer Staat etc) geschimpft wurde und mit keinem Wort erwähnt wurde, dass die Türkei die Flüchtlinge aufnimmt.

Ich kann in keinster Weise nachvollziehen, wie leicht man in Deutschland immer wieder bereit ist, in Gut und Böse aufzuteilen. Die Kurden kämpfen gegen ISIS daher sind sie gut.

So einfach sollte man es nicht machen. Denn: die ISIS kämpfte lange gegen Assad und galt auch als "gut" denn sie nutzte.

@triphone wundert mich nicht!

"Am 22. September 2014 um 20:43 von tisiphone
Verwirrung"

Was anderes hätte ich von diesen Leuten auch nicht erwartet. Türkische Soldaten alte und Kinder auf ihren Rücken von der Grenze weg in die Sicherheit und diese Leute versuchen wiedermal zu hetzen. Dann sollten sie alle runter und selber diese Menschen helfen und zwar auf der anderen Seite der Grenze. Meine Eltern selber kommen aus dem Südosten der Türkei. Das ist die Angängerschaft der PKK Terroristen.

@ 20:43 von tisiphone

Verwirrung?
Mitnichten...
Wer sich unabhängig Informiert der findet schnell heraus worum es hier eigentlich geht...
Natürlich stören die Kurdischen "Seperatisten" die Türkei bei ihren "neuen Osmanischen" Bestrebungen, dabei wird das Erbe von Kemal Atatürk gerne Vergessen, er war es der ohne Rücksicht auf Religion oder Herkunft einen Staat vom Kalifat befreite...

Nicht wieder unter die "knechtschaft" von Religion zu fallen ist das Kennzeichen einer modernen demokratischen Kultur, von daher bewahren die "Kurden" das Erbe von Kemal. Und dabei sollte die Türkei sie eigentlich unterstützen.

das ging ja schnell...

...wenn man die Kommentare hier liest, wird einem schnell klar, wie rasch es die Medien mal wieder geschafft haben, innerhalb kuerzester Zeit, einen neuen Boesewicht, auszumachen den man zu bekaempfen hat.

Zuvor waren es die Islamisten, dann die Tschihadisten und sehr lange war es die Al Qaida.
Warscheinlich haben sich diese Bezeichnungen fuer den boesen Feind schon zu sehr abgenutzt, um das Volk auf Kriegs- und Aufruestungskurs zu halten.
Denn jetzt sind gibt es die ganz neuen und ganz boesen IS.

Schon mal nachgedacht, warum es die alle gibt?
Frueher gab es diesen Widerstand und Unruhen in diesen Ausmassen naemlich nicht.

@ Australitis: Welches früher meinen Sie?

"Ankara hat zu lange weggeschaut" ist eine Verharmlosung der türkischen Rolle in diesen Konflikten. Wie oben bereits richtig erwähnt, ist die kurdische Selbstverwaltung in Syrien den Türken ein Dorn im Auge! Sie befürchten nämlich, dass die Autonomiebestrebungen der Kurden im eigenen Land dadurch zusätzlichen angeheizt werden würden.
Vor diesem Hintergrund darf ich an ein geheimes Gespräch zwischen dem türkischen Geheimdienstchef und Erdogan (glaube ich) erinnern. Darin ging es, um einen Aufwand zu finden, um in den Syrienkonflikt einschreiten zu können. Auch, wenn es der Westen nicht wahrhaben will, aber die Türkei islamisiert und militarisiert sich zunehmend.

@ Turbostream

Die Türkei verhält sich in diesem Konflikt und im Umgang mit den Flüchtlingen sehr ambivalent. Vielleicht ist Ihnen Zuckerbrot und Peitsche ein Begriff.
In der Tat wird die PKK seitens des türkischen Staates, der EU und der USA als Terrororganisation eingeschätzt. Allerdings hat das nicht unbedingt etwas zu bedeuten. Sie dürfen die Entstehungsgeschichte der PKK nicht außer Acht lassen, wenn sie diese Organisation beurteilen wollen. Außerdem ist es nicht verkehrt auch konträre Berichterstattungen zu studieren. Die dubiose Rolle des türkischen Geheimdienstes und des Militärs müsste hierbei besonders in Augenschein genommen werden. Vielleicht kommen Sie dann zu einem anderen Ergebnis!

um 23:32 von ovumgallum

Zitat: >>>"Auch, wenn es der Westen nicht wahrhaben will, aber die Türkei islamisiert und militarisiert sich zunehmend."<<<<

Der Westen militarisiert sich mit Abstand am staerksten, und einen Gott hat man da auch.
Ich begruesse es sehr, dass die Tuerkei nicht wie die EU Laender, den USA hinterherdackeln.

@ovumgallum da ich aus mittendrin komme

muss ich bei dieser Angelegenheit nichts studieren. Allein aus meiner Familie sind etliche vor der PKK geflohen, weil sie von diesen Terroristen terrorisiert wurden! In Izmir kamen sie sehr gut unter, obwohl Izmir eine Stadt der kemalisten ist. Komisch, oder? Es sind Terroristen und nichts auf dieser Welt kann meine Meinung ändern, da ich gesehen habe was ich nicht sehen wollte. Und die Türkei Staat und die Bevölkerung tun alles, damit diese Flüchtlinge in Sicherheit bleiben können und dies vorbildlich. Da können sich die anderen Staaten etwas abschneiden.

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