Kommentare - Interview: "Schottland blickt nun nach vorn"

19. September 2014 - 13:06 Uhr

Schottland geht gestärkt aus dem Referendum hervor. In den Verhandlungen mit London könne Edinburgh nun auf mehr Autonomie pochen, sagt der Politologe Jan Eichhorn im tagesschau.de-Interview. Und die Unabhängigkeitsbewegung könnte schon bald neuen Aufwind bekommen.

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Kommentare

Erfolgreicher Fehlschlag

Die schottische Gesellschaft ist tief gespalten. Ich hoffe daher , das dies erst der Anfang ist. Es wurde letztendlich in Europa etwas in Bewegung gebracht, was nicht mehr zu stoppen ist. Gut so.

"Nach vorn geht mein Blick, zurück darf kein Schotte schaun"

"Dabei geht es etwa um Fragen der Haushaltsfinanzierung, der gesetzgeberischen Kompetenzen oder der Ausweitung von Steuerrechten."

Ich ahne schon, worauf das hinausläuft.
Unterentwickelte Regionen werden nicht mehr von London finanziert, sondern die Schotten können einfach die Gewerbesteuer o.ä. senken und so europäischen Konzernen eine neue Steueroase bieten, wie etwa Irland oder die Niederlande.

Strukturprobleme löst man damit aber nicht, nur London freut sich über weniger Ausgaben.
Langsam entwickelt sich Europa nach dem Vorbild der USA: die einzelnen Mitgliedsstaaten graben sich mit Steuerdumping gegenseitig das Wasser ab und kämpfen wirtschaftlich gegeneinander.

Brüssel wird ein Auge zudrücken, weil man hofft, die Schotten würden den Austritt GB aus der EU verhindern.

Win-win, aber nur für einige wenige "Systemverwalter" und Investoren.

Immerhin gab es endlich mal wieder ein hohe Wahlbeteiligung bei einer demokratischen Abstimmung.

Absolute Zustimmung für Herrn Eichhorn - Sturm ist nicht vorbei

In diesem Interview kann ich Jan Eichhorn nur absolut zustimmen.

Camerons Probleme fangen jetzt erst richtig an, nämlich wie Herr Eichhorn ganz richtig sagt: auf der einen Seite die konservativen Kräfte in dessen Partei und auf der anderen Seite die Schotten. Das könnte sogar zu einem Zerbrechen von Camerons Partei führen.

Denn ich sehe es auch so, dass diese Unabhängigkeitbewegung noch lange nicht am Ende ist, sondern gestärkt ist. Denn wenn sich Cameron - wie Herr Eichhorn ganz richtig sagt - NICHT an seine Versprechen halten sollte, dann würde der Sturm erneut losfegen und dann könnte es doch zum Bruch kommen.

Darüber hinaus ist da eben dieses Referendum 2017 über den Austritt von GB aus der EU. Und dass wäre absolut wünschenswert. Damit hätte die EU nämlich ein gewaltiges Problem weniger:

a) Cameron als Blockierer der Finanztransaktionssteuer
b) Cameron als Helfer für die us-Geheimdienste und damit als Verräter der europäischen Interessen und der Bürger der EU und deren Daten.

ich weiß nicht. wenn 45% der

ich weiß nicht.
wenn 45% der Bevölkerung eine Abspaltung wollen, dann macht die Regierung was falsch. paar Leute mehr und das wars. und das obwohl Schottland so lange ein Teil von England war. Irgendetwas machen die Briten falsch.

@Thomas Wohlzufrieden

"Die schottische Gesellschaft ist tief gespalten. Ich hoffe daher , das dies erst der Anfang ist. Es wurde letztendlich in Europa etwas in Bewegung gebracht, was nicht mehr zu stoppen ist. Gut so."

einerseits - JA
da die Regierungen gezwungen sind eine vernünftige Innenpolitik durchzuführen

andererseits - NEIN
da einige Hitzköpfe das als "Erlaubnis" ansehen. und gut ist falls das nur mit Referenden endet. es kann aber auch heftig krachen.

einer demokratische Meisterleistung

und Grossbritannien sollte Salmon(d) und Sturgeon zu Exportartikeln machen, wie man Konflikte thematisiert und auch demokratisch voranbringt und eben auch ungeahnt grosse Kreise der Bevölkerung einzubeziehen- im dafür und dagegen. Sicher auch mit viel Demagogie aber das gehört zum Geschäft.
Wenn Obama den Friedensnobelpreis bekommen hat, dann sollten ihn hier beide Kampagnen bekommen- so geht man im 21.Jahrhundert an Konflikte heran.

London hat gedroht, gebettelt und nichts Konkretes

versprochen.
Ich gehe davon aus, das man Camerons vage Versprechungen, die nichts tragfähiges enthalten in der Pfeife rauchen kann.

DAS und eine Loslösung von der EU nach dem Referendum und es steht Scottland 2.0 auf der Agenda...

London muss jetzt kommen, sonst wird es ungemütlich.

Die Schotten hatten ihre

Die Schotten hatten ihre Abstimmung. Jetzt sollten auch die Briten abstimmen dürfen ob sie sich von der EU abspalten wollen. Gleiches Recht für alle.

Schottland... und Québec

Es gibt erstaunlich viele Parallelen zwischen der Situation in Schottland heute und der in Québec vor 20, 30 Jahren. Da reichen die 1000 Zeichen leider gar nicht, um alle aufzulisten. In dem Zusammenhang die Wichtigste: beiden - Québec und Schottland - wurden im Falle eines Neins mehr Sonderrechte versprochen. Und Québec wartet bis heute auf die Einlösung dieser Versprechen, weil, wie in England, der Rest des Mutterlandes Kanada sich dagegen sperrte. So wird es auch in Schottland kommen. Und dann? Aus lauter Frustation über die verweigerten Rechte zettelten die Québecer etwas später erneut ein Referendum an. Das Argument "Jetzt erst recht!" zog, das Oui-Lager verbesserte sein Ergebnis enorm - ohne aber eine Mehrheit zu erreichen. Wie in Schottland waren wirtschaftliche Argumente maßgebend. Deswegen steht zu befürchten, dass Schottland auf Dauer nicht zu befrieden sein wird. Das Beispiel Québec zeigt: jetzt geht es erst richtig los. Aber mehr Rechte bekommen die Schotten trotzdem nicht.

Zeit, sich damit abzufinden

"und das obwohl Schottland so lange ein Teil von England war. Irgendetwas machen die Briten falsch."

Schottland war und ist niemals ein Teil von England, höchstens Teil Großbritanniens und des Vereinigten Königreiches.

Und die Mehrheit der Schotten will offensichtlich, dass das so bleibt.

Zeit, sich damit abzufinden.

Im Gegensatz zu diversen Foristen (die auf ein Mal ihre Liebe zu den Schotten entdeckt haben wollen) hat Herr Salmond das ganz sportlich genommen, zumal er gute Positionen für Zugeständnisse erreicht hat.

Glückwunsch Schottland

Die schottischen Bürger haben richtig entschieden. Bleibt zu hoffen, dass auch die Katalanen so schlau sind.

Fehlinterpretation.

Wie Bewohner der US-Staaten sich insgesamt als US-Bürger verstehen, so sehen Schotten sich unterm Strich selbstverständlich als Briten. Innerhalb dessen spielen eigentypische, "nationale" Animositäten im Verhältnis zu anderen "britischen" Volksgruppen / Einwohnern nur im Innenverhältnis des "Gesamten" = Groß-Britannien eine Rolle.

Aufgrund vieler geschäftlicher und privater Kontakte zu "den Briten" von Süd bis Nord glaube ich, die Lage und auch das jetzige Referendum ganz gut einschätzen zu können. Deshalb meine ich auch, daß es nie um eine wirkliche Entzweiung von Schotten und Engländern nebst Walisern ging, sondern im Grunde nur um "intern" mehr "Gewicht" auf der Waage.

Leider haben viele Festlandseuropäer das falsch verstanden und (gerne) versucht, den beginnenden Zerfall eines ungeliebten "Zentraleuropa" hineinzuinterpretieren.

Ich glaube, die NO und YES - Briten werden sich nicht von Fremdinteressen leiten lassen, sondern den gemeinsamen Erfolg in die Realität umsetzen.

um 15:37 von Drachenschuppe

spanien hatt kein gesetz das die loslösung nach einem lokalen referendum erlaubt.
insofern ist es herzlich egal was katalanen oder basken für unterschriftensammlungen veranstalten;
oder glauben sie die kastilier und andalusier werden für kataloniens unabhängigkeit votieren?

@Thomas Wohlzufrieden

"Die schottische Gesellschaft ist tief gespalten. Ich hoffe daher , das dies erst der Anfang ist."

So ein Quatsch. Die meisten Schotten sind da sehr pragmatisch. Das Ergebnis ist sehr gut, denn ein Auseinanderbrechen in vielleicht hunderte von Kleinstaaten in Europa wäre ein Rückschritt in alte Zeiten.

@Resistance1405

"Darüber hinaus ist da eben dieses Referendum 2017 über den Austritt von GB aus der EU. Und dass wäre absolut wünschenswert. "

Ich halte das für absolut kontraproduktiv. Groß Britanien muss im Gegenteil mehr eingebunden werden.

Woher kommt eigendlich dieser Missmut auf Groß Britanien?
Ich weiß, andere haben den gegen Rumänien ...

Volk

naja 50% ja 50% nein. Das kann nicht gesund sein

um 14:44 von hei08

der vergleich unvergleichbarer dinge
im gegensatz zu gb haben wir ein föderales systhem in dem 3 regierungs und verwaltungsebenen ; komune, land, bund sich kompetenzen einerseits teilen andererseits immer versuchen beim anderen mitbestimmen zu können
das hatt in den meisten bereichen zu stark regional geprägten gesetzgebungen geführt
brüssel ist nur eine erweiterung um eine 4te ebene.
gb hingegen ist bisher zentralistisch organisiert, die schottischen, walisischen und nordirischen parlamente und regionalregierungen sind so neu das england sowas noch nichtmal hatt.
das sich dort die frage immer auf alleinige entscheidungsgewalt bezieht ist dabei recht logisch.

Da haben sich die Schotten wohl selbst die Röcke ausgezogen.

Schottländer, ihr habt im wohl demokratischsten aller Wahlverfahren eure Wahl getroffen, nun steht auch dazu.
Der Rest der Briten wäre ja mit dem Klammeraffen gepudert wenn es sich jetzt noch auf weitere Zugeständnisse einlässt.

um 14:39 von Werweisswas

"Die Schotten hatten ihre Abstimmung. Jetzt sollten auch die Briten abstimmen dürfen ob sie sich von der EU abspalten wollen. Gleiches Recht für alle."

Danke!

Und lieber Heute als Morgen!

@ Hugomauser

Naja, der Mißmut auf die Briten liegt wohl an deren Auftreten. Schlicht und ergreifend. Das Festhalten am Pfund, der Briten-Bonus, die Lebensmittelskandele um BSE, diverse Ölunfälle, das Verhalten im militärischen Bereich als engster Partner der USA usw.

Nein, Großbritannien buhlt nicht grade um Freundschaften auf dem Festland. Interressanterweise richten sich die Animositäten fast nur auf die Engländer. Schotten, Waliser und Iren haben einen starken Sympathiebonus.

Ob dieser Missmut gerechtfertigt ist, sei mal dahingestellt. Aber die Abstimmung über die Abspaltung wurde sehr emotional geführt, und die Schotten haben den Sympathiewettbewerb eindeutig gewonnen. Rationale Argumente waren dagegen kaum zu hören, dementsprechend ja auch die meisten Kommentare dazu....

Schade...

Das Geld und Großfinanz haben leider wieder gewonnen und Schottland hat verloren. Wie den Schotten gedroht (Rausschmiss aus der EU, Entzug der Währung, die Großbanken würden abwandern und wer weiß, ob das evtl. Arbeitsplätze kostet? Eure Renten sind dann nicht mehr sicher... usw) wurde, hat sein Ziel erreicht.
Rentner und sozial schwache Leute haben die vermeindliche Sicherheit gewählt.
Ich denke, dass die Schotten ein stolzes Volk sind, die wenn man sie nicht beeinflussen und verunsichern würde, lieber ihren eigenen Weg gegangen wären.

Ich bin jetzt auf das

Ich bin jetzt auf das Referendum GB's gespannt! Wie wird Schottland votieren,falls Camerons Zugeständnisse auch umgesetzt werden?Wie Wales und Nordirland,die von den Zugeständnissen profitieren sollen? Wie stehen die Briten (damit meine ich die Bevölkerung) denn zu den Lauschangriffen ihrer Geheimdienste,zu der US-Hörigkeit ihrer Regierung?Denn wenn sie das alles gutheißen,haben sie in der EU auch nichts zu suchen,denn dann wäre die EU eine Zeit lang nur Mittel zum (eigenen)Zweck gewesen.Und das täte mir leid,weil ich die Briten mit all ihren sympathischen Schrullen mag und die EU ohne sie weniger bunt wäre.

Democracy´s finest Hour

Ich war und bin für die Einheit von Großbritannien. Als erklärter Freund aller Briten, ob nun Engländer oder Schotten, freue ich mich über das Ergebnis der Abstimmung. Alle, die sich in anständiger Weise für die Unabhängigkeit Schottlands oder aber den Erhalt der britischen Union engagiert haben, verdienen großes Lob. Unter den Gewinnern und Verlierern der Abstimmung wird sich zeigen, wer mit dem Resultat nach den Regeln des Fairplay umzugehen versteht. Die Briten werden ohne Zweifel den Wahlausgang anerkennen und damit ihren souverän ausgeprägten
Sinn für Demokratie unter Beweis stellen. Von Jenen in Deutschland, die sich von der Unabhängigkeit Schottlands einen Schaden für das Vereinigte Königreich erhofften, ist zu wünschen, das sie zumindest ihre Niederlage mit Anstand tragen und negative Einstellungen zu England überdenken. Jetzt geht es darum Großbritanien neu zu gestalten. Ein Schritt zu mehr Autonomie für die Nationen der britischen Union, wäre ein guter versöhnlicher Anfang.

um 15:59 von Hugomauser

ich glaube der unmut in bezug auf gb ist in der obstruktionspolitik der dortigen konservativen zu finden.
cameron ist einfach nicht thatcher, und wo sie sich respekt verdiente für chutzpe wirkt er nur überheblich
dazu kommt das doch einige mitbekahmen wie man dort versuchte das heimische bankenwesen nach der us-subprimekriese die das pfund in schwere see brachte durch massive angriffe auf den € zu stabilisieren.

alles natürlich relativ legitim
oder zumindest im normalen rahmen des populistisch-konservativen nationmalhymne absingens.
"good sports" ;-)

Konzentration auf EU-Austritt

Das gescheiterte Referendum ist wirklich traurig. Die Briten sollten sich nun auf den Austritt aus der EU konzentrieren. Sollte dieser gelingen, dann ist wenigstens auch Schottland aus der EU draußen. Hätte das Referendum geklappt, wäre Schottland in die EU gegangen und durch einen EU-Austritt von GB nicht berührt worden.
Wer weiß schon heute, für was das Schotten-No gut war.

@NH278

"Schottland war und ist niemals ein Teil von England, höchstens Teil Großbritanniens und des Vereinigten Königreiches."

dasselbe in Grün

"Und die Mehrheit der Schotten will offensichtlich, dass das so bleibt."

knappe Mehrheit.
wenn man bedenkt, dass die meisten Menschen normalerweise gegen solche drastische Veränderungen sind, sind 45% dafür schon "mit einem Fuß im Grab"

Erfolgreiches Miteinander und Gegeneinander

Das schottische Wesen ist dem europäischen Gedanken gegenüber tief gespalten. Ich hoffe, dass diese Grundsatzdiskussion erst der Anfang ist. Es wurde letztendlich in Europa der Beweis erbracht, dass man sich von seiner Nation entfernen und wieder nähern kann. Europa und der Welt sollte das zu denken geben.

Sehr schade! Die Angstmache

Sehr schade! Die Angstmache der Neoliberalen Macht hat gefruchtet. Wünsche den Schotten, dass die feinen Engländer jetzt ehrlich die Versprechungen der letzten Wochen einlösen.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Wahl abgehalten, Ergebnisse sind da - knappe Mehrheit erzielt. Soweit so gut.

Und doch kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass das jetzt alles war und man zum business as usual zurückkehrt und alles beim Alten bleibt.
Stattdessen würde ich ehe damit rechnen, dass jetzt deutliche Umbaumaßnahmen gefordert werden, ohne die das nächste Referendum nur eine Frage der Zeit ist, dann aber vielleicht/wahrscheinlich? mit einem anderen Ausgang.

Aber natürlich kann ich mich auch irren und dieses Kapitel verläuft sang- und klanglos im Sande ohne nennenswerte Veränderungen zu bewirken. Das allerdings wäre immens schade, dass hätten die Schotten, die Briten - ja eigentlich wir Alle nicht verdient.

Kein Teil von England

@friedensteroist:
"... und das obwohl Schottland so lange ein Teil von England war."

Da würde aber sofort jeder Schotte widersprechen. Schottland war noch nie ein Teil von England.

um 17:26 von Polfi

Da haben Sie völlig Recht. Gruß.

um 17:29 von Klako

realistisch betrachtet währen die folgen der unabhängigkeit überschaubar gewesen
denn:
ein vertrag ist ein vertrag ist ein...

nur das die yes-seite genauso von dem umfrageschwenk überrascht wurde wie die no-seite und deshalb für die möglichkeit eines erfolges so wenig geplant hatte wie london, also auch keine antworten auf fragen nach dem danach geben konnte.

@ Rostige Zeiten

"Ich selber bin davon überzeugt, dass es eine nächste Abstimmung geben wird und dann werden die Trennungsbefürworter siegen!"

Das sagt man sich im kanadischen Quebec schob seit Jahrzehnten. Alle vier Jahre gibt es eine Abstimmung und immer stimmen so um die 45% für einen eigenen Staat - aber eben nie 51%.

Die meisten Menschen haben wirklich Angst vor Veränderungen und sind eher bereit, sich mit einer ungeliebten Situation abzufinden als etwas ungewisses Neues zu probieren.

eine revolutionäre Situation ist dadurch definiert, dass die einen nicht mehr so leben wollen und die anderen nicht mehr so regieren können. Beides mus vorhanden sein. Darum kam es zum Beispiel in der DDR erst dann zum Wandel, als das Land unregierbar wurde, obwohl die Unzufriedenheit schon lange davor da war.

Solange also London keine Probleme damit hat, Schottland weiter zu regieren, wird die Unzufriedenheit von 45% der Bevölkerung nicht für einen Wandel reichen.

Schade.

"Quiet please...!

Mal angenommen wir hätten eine vergleichbare Situation in Deutschland... (ich sage nur "mir sam mir!...). Wie würde es uns ankommen, wenn an ein ureigenes Referendum anschließend allerlei ausländische Besserwisser nicht nur ihren kritischen Senf dazu geben, sondern einige (im Internet) auch noch die demokratische Entscheidung massiv kritisieren...?

Wäre ich Schotte, würde ich denen "von hinten" zeigen, was ein (Ur)-Schotte unterm Kilt zu bieten hat...

Ich kann als EU-Festländer mit dem Schottenreferendum prima leben, weil sich - so oder so - ohnehin nichts gravierend geändert hätte. Die Sache war ein rein Inner-Britannischer Machtkampf ohne Auswirkungen auf das gesamte Europa. Selbst eine "Eigenständigkeit" Schottlands wäre kein Beinbruch gewesen. Ebensowenig wie in den potenziellen Fällen Kalalanien und Baskenland, Korsika, Südtirol, Flandern (...oder - lecktsmiamarsch - sogar Bayern...).

Wer kann alleine ohne Europa? Nicht mal alleine die Bayern mit der Ausländermaut... Na also...

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