Ihre Meinung zu: Nach dem Schottland-Referendum: Aufatmen in Brüssel

19. September 2014 - 8:56 Uhr

Nach dem Scheitern des schottischen Referendums herrscht Erleichterung in der EU. Denn eine Abspaltung hätte vermutlich auch diejenigen gestärkt, die ähnliche Pläne in Katalonien, Südtirol oder Korsika haben.

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Kommentare

Gescheitert

da hat bei den meisten wohl die Vernunft gesiegt.

Im Text vermisse ich den prozentualen Anteil...

Die

Vernunft hat obliegt
Danke !

"... und den nationalen Zusammenhalt gefährdet."

Nirgendwo ist ein nationaler Zusammenhalt gefährdet. Es stellt sich nur vielerorts die Frage, welcher Nation sich die Menschen eigentlich zugehörig fühlen. Nur der Wille der Völker ist entscheidend, was im übrigen durch das Selbstbestimmungsrecht der Völker ausreichend manifestiert ist. Völkerrechtswidrige Verfassungen (Spanien) und Grenzverläufe aus imperalistischen Jahrhunderten in Folge von Krieg, Gewalt und machtstrategischer Monarchenverheiratungen sind schlichtweg als nichtig zu betrachten.
Es ist wunderbar, dass das vereinte Königreich sich mit der gestrigen Volksabstimmung von einer so demokratischen Seite gezeigt hat und alle Briten und Schotten (auch jene, denen die Unabhängigkeit lieber gewesen wäre) haben an diesem Tag viel an Freiheitsgefühl, Gleichheit und Legitimation der Union zurückgewonnen.

Europa sollte sich dies zum Beispiel nehmen. Eine weitere Demokratisierung unseres Kontinentes ist nur zu begrüssen.

Am Artikel kann man gut sehen

das es nicht darum geht was die Schotten wollen oder die Anderen Abspaltungs-Kandidaten ;-) sondern das ja der EU nichts passiert.

Eigentlich sollte die EU ja mal ein Staaten oder Völkerverbund sein der sich wirtschaftlich zusammen schließt,oder so ähnlich.

Das Gefühl das dieses nicht so ist mit der losen Verbindung wird immer mehr verstärkt.

Gruß

@ Ralph Sina: die nächste Chance wird kommen!

@ Ralph Sina:

Nach dem Scheitern des schottischen Referendums herrscht Erleichterung in der EU. Denn eine Abspaltung hätte vermutlich auch die Unabhängigkeitsbewegungen in Katalonien, Südtirol oder Korsika gestärkt.

Die EU sollte sich nach diesem knapp gescheiterten Referendum lieber nicht zu früh freuen. Außerdem: es könnte schon wesentlich früher erneut knallen, nämlich dann wenn GB aus der EU austreten sollte, wie es Cameron ja schon angekündigt hat per Referendum.

Dann könnte Schottland sich im Windschatten dieses Referendums erneut für einen Versuch der Abspaltung aussprechen und dann hätte Cameron schlechte Karten.

Von daher: Kopf hoch für diejenigen die nun verloren haben. Denn die nächste Chance wird kommen!! Haltet durch!!

Warnschuss

Nun gilt es für die regierenden Parteien in Brüssel und Londen, aber auch für die in den anderen Hauptstätten Europas, in deren Länder seperatistische Bewegungen existieren nicht nachzutreten, sondern einmal in ihrem Politkerleben ehrlich mit der dahinter stehenden Fragestellung umzugehen:
"Warum gibt es seperatistische Bewegungen?"
Meist sind es Regionen, die wirtschaftlich abgehängt oder national zu Außenseitern gestempelt wurden.
Wer sozialen Frieden und politische Stabilität will, muss dafür sorgen, dass wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit herrscht - auch in Europa!!!
Das Referendum - auch wenn es nun gescheitert ist, sollte hier ein Startschuss zum Umdenken und positivem Handeln in den Hauptstädten führen.
Die europäische Vernunft, die nun die Wähler gezeigt haben, sollte - nein - müssen nun auch die verantwortlichen Politiker in London, Madrid, Rom und Brüssel an den Tag legen und die betroffenen Regionen mehr integrieren!

Nonverbal expression

Das Gesicht von Mr. Salmod, sagt alles!
Alle seine Träume von Macht und Reichtum sind dahin.
Über die Kleinstaaterei mit selbstherlichen Fürsten, Herzögen und Grafen hat die Vernunft eines aufgeklärten Volkes gesiegt - die "Aufklärung/Enlightenment" - hat sich also doch bezahlt gemacht!
Als fairer Verlieren sollte er sich nun ganz auf die angekündigte Verfassungsreform und die neuen Machtbefugnisse des Schottischen Parlamentes konzentrieren. Denn hier liegt die Zukunft und Stabilität von Großbritannien und Europa.

Die Karawane zieht weiter

Ja, Brüssel kann, noch einmal, aufatmen, man kann den bequemen, eingeschlagenen Weg weiter trotten. Das ein bisschen Demokratie soviel Angst verbreiten kann sollte uns allerdings hoffnungsfroh stimmen, und weiter anspornen. Denn, der Kampf hat gerade erst begonnen. Diese Art von Europa hat auf die Dauer keine Zukunft.

*Seufz*

Brüssel atmet auf WEIL SIE SICH NICHT ÄNDERN BRAUCHEN. Das ist einer der großen Fehler der EU in dieser Inkarnation, denn man will die Probleme und Fehler nicht sehen ...

Immer wieder Süß

Gestern wurde hier noch im Falle einer postivien Abstimmung von "seltener gelebter Demokratie" und "historischen Abstimmungen gesprochen".

Und jetzt wo die Niederlage feststeht, trotz 90% Wahlbeteiligung, wird versucht das madig zu reden, von Angstkampagnen wird gesprochen, und eine neu Auszählung gefordert, von so manchen Foristen.

Scheint einige schlechte Verlierer zu geben.

"...da hat bei den meisten wohl die Vernunft gesiegt."

Die Frage der nationalen Zugehörigkeit ist doch keine Frage der Vernunft, sondern eine Frage von Identität, die sich auf der Basis von Abstammung, kultureller Nähe, Erziehung und langjähriger Erfahrungen bei jeder Person individuell einstellt.

Ich fühle mich nicht aus Vernunft als Deutscher, sondern weil mein Vater und meine Mutter Deutsche sind, ich mit der deutschen Sprache aufgewachsen bin und ich mich weitgehend mit der deutschen Kultur und dem deutschen Auftreten in der Welt identifizieren kann.

Wenn sich jemand nicht als Brite oder Spanier fühlt, dann ist dies eine tiefe und permanente Empfindung und kein kurzfristiges Hirngespinst. Die Abstimmung in Schottland ist ein sehr positives demokratisches Signal. Ob die Spanier, Belgier oder Franzosen Autonomiebestrebungen aushalten müssen, hängt ganz davon ab, wie sie selbst die nationalen Minderheiten in ihren multinationalen Staaten behandeln.

Auf des Wandels Kippe

Die Seperatisierung waere eine gewaltige veraenderung geworden. aber es auch ist menschliches naturell, aus angst gegen veraenderungen zu sein. Muesste man in rechnung stellen...

Das Ergebniss ist pi mal daumen eher fifty fifty. Eine wacklige Balance ohne Aussage. Das ist ein Grund, von einer Unveraenderbarkeit der vorhergenden Situation abzusehen, dokumentiert es schliesslich eher Uneinigkeit als ein klares Statement. Ist denn einsichtig, das eine Haelfte als Gewinner davonzieht? Angesichts der Bedeutung muessen weitere Schritte folgen, um die andere Seite wenigstens teilweise zu ihren Ansichten zu verhelfen.

Ansonsten mein Beileid fuer die Wahlverlierer.

Last but not least, bruessels beamten waeren aufgewacht. nun werden sie wohl weiterschlafen, wenn auch endlich unruhig.

@. wenigfahrer

"Eigentlich sollte die EU ja mal ein Staaten oder Völkerverbund sein der sich wirtschaftlich zusammen schließt,oder so ähnlich."

Das ist doch bereits vor der EU -
nämlich mit der Bildung der EWG
längst erfolgt.

Soetwas, wie etwa die Vereinigten
Staaten Europas war und ist nie ge-
wollt.

19. September 2014 um 09:56 von tobeorwhat

"...hat die Vernunft eines aufgeklärten Volkes gesiegt ..."

Nicht Vernunft hat gesiegt, sondern die Angstmacherrei hat gesiegt.

"...die angekündigte Verfassungsreform und die neuen Machtbefugnisse des Schottischen Parlamentes..."

Man wird sehen, wieviel von den Versprechungen Londons eingehalten werden wird.

Sehr, sehr schade!....

...und wenn ich dann ein "No-Plakat" sehe mit der Aufschrift: "Das Risiko ist es nicht wert!" Bekomme ich die Krise! Wieder mal haben die Alten, Zögerlichen und Konservativen es geschafft Elan auszubremsen und zu Stillstand zu verdammen! Sehr, sehr schade!!!!

es gibt noch keine Verlierer

erst wenn Herr Cameron einen EU-Ausstieg betreibt hätten die Schotten verloren.
Nach allen Meldungen waren die Schotten für die EU-Mitgliedschaft.
Die Kleinstaaten dürfen nun weiter im Pub oder wie in Bayern an Biertischen ausgetragen werden und das ist gut so.

Scheitern

Ja ich weiss ja nun nicht, ob da so viel Freude angesagt ist.

Letztendlich sagt das Ergebnis: 45% der Bevölkerung fühlt sich in dem Staatenbund nicht gut aufgehoben. Fast jeder 2. das sind wohl mehr als ein paar Spinner.

Das ist kein Ergebnis auf dem man sich ausruhen sollte. Denn es sagt: die Unzufriedenheit mit den Gegebenheiten ist enorm.

Es sei denn man denkt sich: so lange man ein wenig mehr als die Hälfte der Bevölkerung mitnimmt, reicht das.

Und ich glaube nicht, dass das den Katalanen den Wind aus den Segeln nimmt.

Genauso wenig wie den anderen separatistischen Bewegungen. Die werden mit wachsender Unzufriedenheit (und darauf kann man sich verlassen) immer mehr Zulauf bekommen.

Diese Zwangsbündnisse sind ein Auslaufmodell.

Bei den Schotten hat die Unsicherheit gesiegt. Ich glaube nicht die Liebe zu GB, sondern die Ungewissheit, was dann auch noch aus Mitgliedschaft in der EU wird war ausschlaggebend.

Beides auf einmal wäre doch ein wenig zu viel.

Aufklärung LevHorsky

"Angst machen manchmal "Vernunft"!"
Einzig auf eine begrenzte Resourcenquelle wie das Öl als Wirtschaftsfaktor zu setzen, dürfte mehr als ambitioniert sein!
Und wem hätte das genutzt? Wer hätte die Millionen gemacht? Zur Zeit der Ausbeutung des Öl's sicher nur wenigen in den höchsten Kreisen von Schottland - möglicherweise auch Mr. Salmond! Und was danach?
Es geht in der Politik immer und immer nur um "Macht und Monetas"! Warum streuben sich wohl unsere von Volk gewählten Wirtschaftsvertreter ihre "Nebeneinkünfte" offen zu legen!? Wenn man nur dem Gewissen unterstellt ist und "Dem Wohl des deutschen Volkes" (wie es über dem Paralment steht) dienen will, dürfte man sich vor solcher Art der Transparenz nicht fürchten.
Diesmal hat sich in Schottland die Mehrheit des Volkes wohl nicht von den honigsüßen Sprüchen einer "Vision des Mr. Salmond" beindrucken und hinters Licht führen lassen.
Wachsamkeit ist in einer Demokratie stets wichtig, denn die Wölfe tragen Maßanzüge!

Auf ein NEUES !

Es ist traurig ,
Die großen Sprücheklopfer haben gewonnen ,
Brüssel kann in Ruhe weiter trotten ,
d.volk hinter d. fichte führen ,

berlin wird aufatmen , fällt eine
ganze Menge Stress weg, speziell
f. merkel , ihre EU-EUro-Affinität
ist ja bereits legendär !

Schade .
Aber , noch ist Nicht Aller Tage Abend

Es werden neue Zeiten u. neue Macher kommen ,
d. d. Alte Konstrukt hinwegfegen
werden-
Kopf hoch , ihr stolzen tapferen
Schotten ,,
Den Katalonen u. co. drücke ich
weiter d. Daumen , zeigt es Madrid
WER d. Volk ist !

"inneren Angelegenheiten des Vereinigten Königreiches" ?

"Und deutsche EU-Parlamentarier lehnten Interviews mit schottischen Medien ab, um sich nicht in die inneren Angelegenheiten des Vereinigten Königreiches einzumischen."

Diese Formulierung muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Ein Interview kann schon eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten sein?

Ich finde das sehr übertrieben, schließlich geht es hier um ein verfassungsgemäßes Referendum und nicht um etwas anstößiges, worüber "man nicht spricht".

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