Ihre Meinung zu: EU-Finanzminister wollen private Investitionen stärken

13. September 2014 - 12:50 Uhr

Die EU-Finanzminister beraten in Mailand über Wege, wie die lahmende Konjunktur in den EU-Krisenländern überwunden werden kann. Ihre Vorschläge, private Investitionen zu stärken und Steuern zu senken, stoßen in Italien aber auf Kritik.

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Kommentare

Passt alles zusammen

Da passen ja die Sanktionen gegen Russland wunderbar. Die Krisenlaender schliessen die Maerkte und weisen Investoren ab.

Gut gemacht EU, so findet man bestimmt einen Weg aus der Krise.

Jeder zweite deutsche Cent geht an die Krisenstaaten

Was die Regierung einer Frau Merkel nicht
hierzulande für Diätenerhöhungen, eigene
Gehaltserhöhungen, Waffen für alle möglichen fremdländischen Kämpfer
verbrät, geht doch mittelweile an Schulden-
staaten wie Frankreich, Griechenland,
Italien, Spanien usw..

Herr Draghi und Frau Merkel sind ein ganz
besonders tolles Gespann. Nachdem das
mit dem Weginflationieren der Schulden
der Merkelregierung nicht mehr so klappt,
hilft Herr Draghi unserer Spitzenpolitkraft
aus der DDR a.D. tatkräftig weiter.

Das Ende neoliberaler VW-Theorien - nichts hilft praktisch

Das übliche neoliberale Palaver: Weniger Unternehmenssteuern für mehr Jobs, weil so die Profitakkumulation mehr Investitionen erlaubt. (In den USA begründen die Reps so auch, dass die KV Obamas bei steuerfinanzierten Investitionen als Staatsausgaben unnötig sei, denn Arbeitnehmer mit Einkommen aus diesen Investitionen könnten doch private KV bei ihnen zahlen! Funny. Die Jobs sind in China. Rep-Vorwand sind die umkämpften Staatsschulden - außer bei Kriegen.)
Da Produktion alleine nichts nützt also nicht nur weniger Steuern aufs Kapital, sondern auch auf Arbeit (Nachfrage) und ordentlich Konsumentenkredite.
Mehr fällt denen nicht ein, die doch 2008 noch behaupteten wir hätten eine Konjunkturkrise und ein paar staatsgarantierte Kredite helfen aus ihr raus, aber keine Strukturkrise, die sie nun nach dem crashwürdigen Schuldendesaster zugeben.
Draghi glaubt ja auch, mehr Euros an Banken bringen mehr vw Investitionen - und kauft genau diese Risiken nun an, die Stressest-Banken loswerden.

Liest sich wie x-te Subventionen für Wohlhabende !

Private Investitionen stärken u. Steuer senken?Hatten wir das nicht schon mehrfach u. bezeichnen Wissenschaftler das nicht als Neoliberalisierung u. Vermögensverteilung von unten nach oben?
Wer hat denn schon genügend Spielgeld oder durch die letzten Steuersenkungen erhalten u.in Steueroasen verfrachtet?Könnte ja auch sein das viele Märkte gesättigt u.verteilt sind außer die der Alternativlosigkeit die Gier,der heiligen Kuh Wachstum um jeden Preis u. Floskeln u.Synonyme für immer das gleiche Umverteilen von denen die zu dienen haben zu denen die schon haben u. hatten den Produktionsfaktor Kapital .Und dann schreit man allerorten Facharbeitermangel u.holt sich gegenseitig die Leute weg die teuer ausgebildet den Erlös zu erarbeiten haben den Heimischen die Löhne kurz halten u.der Rest wird dann schon spuren für noch weniger u. die Sozialen Kosten wenns schief geht trägt eh die Allgemeinheit u. wird sozialisiert?
Da kann man dann auch mal im Villenviertel sagen die passen hier nicht hin?

Dauerhafte Konjunktur:

unbegrenztes Wachstum in einem begrenzten System (Erde).

Kann das funktionieren ?

Verdammtnochmal...

... wieviele Kopfschmerzen muß man als deutscher Normalbürger noch aushalten, bevor diese Kanzlerin samt GroKo-Regierung endlich von aller Bürgervernunft in die Wüste geschickt wird?!

Was noch alles..?!.

> Hilflosigkeit gegenüber US-Ausspähungen unserer Privatdaten...

> Aufgabe unserer deutschen Friedfertigkeit zugunsten weltweiter Waffenlieferungen in Krisengebiete und sogar aktive Militäreinsätze...

> ...und zu alledem auch noch die kosten- und versorgungsintensive Aufblähung unserer Parlamente... national und in Brüssel...

> Massivste Staatsverschuldung durch Bürgschaften für EU-Rettungsschirme - und - Kreditbürgschaften für Fremdstaaten (z.B.Ukraine)...

> als größter - aber bestens verdeckter Haushaltsposten - die nach heutigen Stand eigentlich schon unbezahlbaren Pensionsansprüche der deutschen Beamtenschaft...

... und jetzt auch noch >>

> Fortschreibung deutscher Verarmungspolitik weiter Bevölkerungskreise durch immer mehr Privatisierung lukrativer Staatsaufgaben..

irgendwie ist doch noch nicht fastnacht

private investitionen in die wirtschaft? - stimmt das hat irgendwie mit vertrauen zu tun und mit berechenbarkeit

vertrauen ist eine sehr subjektive angelegenheit - ok kann vl klappen

aber berechenbarkeit und EU?
denke das schließt sich aus

@michel56

Genau, wie Sie sagen.
Könnte man nicht die 0-Zinsen für staatliche Investitionen (Energiesektor, staatlicher Mietwohnungsbau in den wachsenden oder überteuerten Großstädten) nutzen? Aber nein, wäre ja unverantwortliche sozialistische Verschwendung! Wir müssen wiederum Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren (indem wir privates Kapital absichern) und die Zeche die ganz Kleinen bezahlen lassen.

@malreflektieren: An diese Grundproblem hat sich auch noch keiner gewagt. Dabei hätte die Krise 2008 guter Anlass sein könne.

Matrjoschkas, aufs "Wesentliche" reduziert

"Italiens Unternehmer haben keine Probleme, an Kredite zu kommen. Doch warum sollen sie investieren, wenn sich die potentiellen Konsumenten vor allem durch Kaufzurückhaltung auszeichnen?" – Weshalb sollen die "potentiellen Konsumenten" konsumieren, wenn sie in der Realität der Hartz-Gesetze in eine Zukunft blicken, die ihnen immer weniger Rechte bietet? Weil nämlich die "Reformen" und die verbesserten "Rahmenbedingungen" für "die Wirtschaft" stets und nur zu ihren Lasten gehen?

Der europäische Bürger sieht in der Idealausgabe aus wie eine Matrjoschka: Die äußerste Hülle, die Gesamterscheinung, hat sie nach Brüssel delegiert. Die nächste Hülle hat sie den nationalen Regierungen abgegeben. Auf die übernächste Hülle stößt man, wenn Parteien, wie die aSPD, nach der Wahl das Gegenteil davon machen, was sie versprochen haben.

Bleibt noch der Kern übrig: Produzieren, konsumieren, Mehrwert abgeben ohne Murren, den Mund halten. Mutti & Co. wissen, was am besten ist. "Schönes" "Ideal".

@14:16 von vanPaten

Werter Mitforist - vielleicht sind wir uns darin einig, daß man "neu" denken muß ... mMn hin zu einem sozialeren Wirtschaftssystem, das weltweit möglichst viele Mitmenschen wieder einbezieht und so neuen "Drive" generiert. Politisch sicher schwierig, aber durch geeignete = entsprechend motivierte "Leader" wohl durchsetzbar.

PS: Hat natürlich viel mit Sozialismus zu tun - was ich allerdings befürworte, weil Sozialismus - vernünftig praktiziert - durchaus auch individuelle Lebensvorteile zulässt.

Wer aber jeden Tag Kaviar braucht, einen Ferrari zum Herzeigen in der Garage hat, und seinen Selbstwert an den Einladungen zu "Spendengalas" bemisst, hat unserer Welt eigentlich nichts zu geben...oder?

wachstum durch kriegerische massnahmen?die letzte

echte chance war die stimmung in der welt zum jahrtausendwechsel
frieden war greifbar durch den von vielen gewollten paradigmenwechsel vom "gegeneinander"zum"miteinander"

die hohe produktivität der "weltgesellschaft"hätte dies locker ermöglicht(ohne wachstumsmantra)
auch die idee der überbevölkerung ist widerlegt,da jede studie zeigt:sobald ernährung,gesundheit,wohnsituation u dergl.gut ist,nimmt die reproduktionsrate stark ab.war immer so,(ist so und wird so bleiben,der mensch ändert sich nicht grundlegend.

leider.
denn die chance wurde vertan,von denen die an der macht bleiben wollen,also an der unterdrückenden macht über andere.

es kam der elfte september,es kamen immer neue "konstruirtefrontstellungen",es kam des bürgers kontrolle duch überemotionalisierung u ausschalten des denkens.(und NSA Konsorten)
statt miteinander ein "terrorregime",eine abwärtsspirale der verblödung und desinformation der bürger,die mittlerweile gegen ihre eigenen Interessen handeln und wählen.
armselig!

Zinsmechanismus ausgesetzt

"Umgekehrt bräuchten Unternehmer in den Euro-Sorgenländern dringend Kredite, erhalten sie aber nicht oder nur mit großen Schwierigkeiten. "

Früher gab es auch noch einen Markt für Kredite, Investitionen und Anleihen. Hier steuerten Angebot, Nachfrage und Risiko den Zins für Kredite oder auch Geldanlagen. Dieser ehrliche und einwandfrei funktionierende Zinsmechanismus wurde von den EU-Regierungen via EZB völlig außer Kraft gesetzt, um den ideologischen Euro zu halten. Als Ergebnis solcher Eingriffe kommt ein völlig verwirrter Geld- und Kapitalmarkt heraus, der nicht mehr funktioniert.

Vorwärts immer !

Die Nummer 2 und 3 kränkeln, nur Deutschland bewegt sich oberhalb der Null.
Das ist für sich genommen kein großer Erfolg, denn mit Agenda 2010 und allerlei laufenden Konjunkturmaßnahmen, die über Steuervergünstigungen finanziert werden hätte man auch mehr erwarten können.

So verwalten die Finanzminister hauptsächlich den Stillstand, für mehr fehlt allen das Geld.
Allen? Nein, eine kleine Gruppe sitzt auf rießigen Geldbergen und weiß nicht wohin damit.
Aber natürlich nicht irgendwohin, die Rendite muß schon stimmen.

Das Dumme ist nur: die Rendite muß von irgendwem bezahlt werden, und für die Zweitwohnung, den Drittwagen, das Vierthandy fehlt vielen das Geld.

So kommen die Finanzkommissare wie immer auf die Idee, einen Steueranreiz zu schaffen, was nichts anderes bedeutet, als daß alle Bürger auf Geld verzichten, damit einige wenige noch reicher werden.

Das ist ein Grund, warum der Staat zB nach der Maut ruft oder die Renten senkt: damit er den Investoren Geschenke machen kann.

Eine Steilvorlage...

... für die internatinale Mafia, was da in Mailand (!!!) beraten wird.

Bisher galt: Wenn beim Bau einer deutschen Autobahn oder Bundesstraße offenbar geschlampt wurde, stand der öffentlich beauftragte deutsche(?) Bauunternehmer in der Besserungspflicht. Künftig könnte nun gelten, Beschwerden nach Italien, Polen oder an einen Briefkasten auf den Caymans zu schicken.

Schöne neue Privatisierungswelt nach dem "Wir-sind-unschuldig-Prinzip" aus der Schäuble-Merkel-Schmiede.

Lieber Herr Schäuble,

Sie sollten mal KRÄFTIG NACHDENKEN:
- Wer kann sich "mehr Konsum" noch leisten?
- Klappt die Schere bei den Löhnen zwischen arm und reich weiter auf oder zu?
- Wird wirklich "mehr produziert" oder einfach nur "Gewinn maximiert"? Wenn zweiteres, wodurch wird dies erreicht?
- Gibt es wirklich noch "echte Investoren" die etwas ohne Staats-/EU-Hilfe tun ODER sind diese sog. Investoren nicht einfach nur Heuschrecken die unsere Substanz auffressen?

Ich denke Sie sollten hier zu dem Schluß kommen, dass die Gewinner der letzten 15 Jahre (dank Schröder's Arbeitsmarktreform) das Geld einfach nur ansammeln, anstatt es in Form von Waren für den Konsum zu verwenden. Das sind die falschen und deshalb sollten Sie - wenn Ihnen wirklich etwas an der Förderung des Umsatzes liegen würde - dafür sorgen, dass mehr von den Gewinnen beim kleinen Mann an der Werkbank verbleibt, anstatt auf dem Bankkonto von den Herren Ackermann, Hoeneß, Piech usw.

@malreflektieren
Natürlich nicht, aber das erkennen nur wir.

wie wäre es mit richtig lesen?

ich kann nicht nachvollziehen wie hier Leute die Neoliberale Keule schwingen und vom Kampf arm gegen Reich sprechen. In dem Text steht doch klar was Schäuble will: Reformen und Sengkung der Steurn auf (Arbeits)einkommen. Das ist keinerlei bevorzugung der reichen Schicht. Es geht ja viel mehr darum das der Normalbürger mehr ausgibt. Aber scheinbar ist vielen die Thema egal hauptsache man kann sich aufregen..

Absolut genial

"...bleibt den Ministern nur die nüchterne Bestandsaufnahme.
So sagte Finanzminister Schäuble: 'Wir werden uns natürlich im Wesentlichen mit der wirtschaftlichen Lage in Europa beschäftigen.'..."

Also, das hätte ich ja nun nicht gedacht, dass sich die hochkarätige Ministerrunde " im Wesentlichen mit der wirtschaftlichen Lage in Europa" beschäftigen wird! Da sieht man m al wieder, dass die Leute viel weiter denken als ihre Wähler und Bürger. Und gleich noch einen draufzusetzen mit der Formel "private Investitionen zu stärken und Steuern zu senken" - das ist doch einfach genial. Das darauf noch keiner früher gekommen ist!
Manchmal fragt man sich wirklich, wer da was zu sagen hat...

@Vorwärts immer ! 15:07 von AlterSimpel

"was nichts anderes bedeutet, als daß alle Bürger auf Geld verzichten, damit einige wenige noch reicher werden."

So "funktioniert" leider das weltweit herrschende System,
da die "Sozialismus-Idee" von Paranoikern wie Stalin
oder "Kontrollfreaks" wie Mao auf Jahrzehnte diskredietiert wurde.
Auch wenn ich Rifkin's Thesen ein Stück weit folgen kann,
er unterschätzt vollkommen die Neoliberalen Raffkes,
deren Theorie unhaltbar ist,
aber die immer noch den militärisch-politischen Komplex beherrschen.

Insoweit einfach langsam Transparenz erzwingen,
damit es auch der Dümmste merkt.
Brecht merkte einmal vor langer dazu an:
'Nur die dümmsten Kälber
wählen ihren Metzger selber'

Kapitalismus als Leitfaden in der EU

Privatisierung, um die Wirtschaft anzukurbeln? "Die Wirtschaft" ist mir egal. Neuerdings bezahlt Otto-Normalbürger die Wirtschaft und bekommt nichts zurück. Bei Privatunternehmen ist dies das Geschäftsprinzip. Die arbeiten mit Sicherheit nicht für den Bürger, die arbeiten ausschließlich für sich selbst! Und die ganz großen Gewinne landen nicht bei den Mitarbeitern, sondern bei einer kleinen Elite.

Die EU übernimmt immer mehr die ultrakapitalistische Weltsicht der USA. Alles nur noch in Geld messen, alles dem Wohl der Wirtschaft anpassen.

Warum konzentriert sich die EU nur immer so stark auf die Wirtschaft und nicht auf die Menschen? Die Wirtschaft arbeitet gegen die Menschen, seitdem das Wohlergehen der Menschen vom Wohlergehen der Wirtschaft abgekoppelt wurde (Bspl. Löhne). Nur öffentliche Unternehmen dienen der Allgemeinheit. Privatisierungen sind für die Allgemeinheit aus meiner Sicht extrem schädlich.

Kaufzurückhaltung als Wirtschaftsverbrechen?

"Sie klagen kollektiv über die massive Kaufzurückhaltung ihrer Landsleute, die auf monatlich fallende Preise spekulieren."

Jede Krise braucht ihren Schuldigen, auch das gehört zur "Wirtschaftspsychologie".
Der Käufer, der angeblich täglich auf sinkende Preise "spekuliert" ist also dort der Verursacher.

Kaufzurückhaltung als Wirtschaftsverbrechen?
So einfach kann die Theorie sein.
Doch leiden die Menschen irgendeinen Mangel durch ihre Zurückhaltung?

Viele Religionen predigen Genügsamkeit, dahiter stehen Jahrhunderte der Erfahrung.
Nicht so die aktuelle, auf ewiges Wachstum festgelegte Wirtschaftsreligion: sie reduziert den Menschen auf seine Funktion als Konsument und als kleines Rädchen in einer Produktionskette.

Solange die Politik dieser verschrobenen und menschenverachtenden Ideologie nachhängt und keine Kontrapunkte setzt, verkommen die Parlamente mit ihrer Gesetzgebung zu Marketing- und Personalabteilungen einer Welt-AG.

Pferd falschrum aufgezäumt

1. Wenn die anvisierten Privatinvestitionen sich rechnen würden, fänden sie ja wohl auch statt. Dass die mangelnde Rentabilität an zu hohen Steuern u.ä. Staatseingriffen liegen soll, ist ein Gerücht - die größten Erträge erzielte die dt. Wirtschaft zu Zeiten hoher Löhne, hoher Steuern und ordentlichem Arbeits- und Kündigungsschutz.
2. Wenn die Banken bei ihrer Kreditvergabe mit hoher, regelmäßiger Zinsbedienung ihrer Klientel rechnen könnten (= verlässliches Wirtschaftswachstum), dann wären sie auch nicht so zurückhaltend. Da sie das aber nicht können, helfen ihnen auch Null- oder Negativzinsen nichts; die einzige relevante Einnahmequelle bleiben "faule" Geschäfte (z.B. Aktienspekulationen), weil die "Realwirtschaft" viel zu wenig abwirft.
3. Die Idee, dass der Staat und sein Tun bzw. Unterlassen die Hauptquelle des Wirtschaftserfolgs ist, klingt aus "neoliberalem" Expertenmund natürlich extra bizarr. Falsch ist sie sowieso.

Systemkrise

Mein Spruch vor 24 Jahren: Mit Fall dieses Systems (DDR und Co) ist der Fall des jetzigen Systems ebenfalls eingeleitet. Wer es noch nicht merkt, wir befinden uns mitten drin im Zerfall. Weil dieses „überlegene Wirtschaftssystem“ genau so wenig funktioniert. Mit Fall dieses Banken/ Finanzsystems, die man mit allen Mitteln versucht zu stützen, ist dies Sache hier erledigt. Dazu passen die ausgelösten politischen/ militär. Krisen in der Welt, die uns noch Kopf und Kragen kosten können.

Stillstand als wirtschaftspolitische Ziel

Investitionen können nicht eingespart werden, zumindest nicht lange. Es gibt auch kein Wachstum ohne Investition. Wenn man jetzt die Investitionstätigkeit also "outsourced" auf die Investitionsbank, dann ist das wenigstens etwas. Da interessiert mich Herr Krauses unverwechselbarer Hinweis auf "Eurobonds" nicht im Gerintgsten. Die Wirtschaft bewegt sich keinen Millimeter. Wieso sollte auch ein Investor bei bestenfalls stagnierenden Entwicklungen investieren? Er wäre doch blöd wenn er das tun würde. Da helfen auch keine "Reformen" weiter, die diese Situation nur weiter verschärfen. Was wir brauchen sind richtige Reformen (im ursprünglichen Wortsinn) der Finanzmärkte, der Wirtschafts- und Fiskalpolitik..
.
Rein angebotsorientiertes Denken scheitert hier im kontinentalen Ausmaß, und dagegen muss was unternommen werden. Wer das nicht will kann sich ja hinter dem Ofen verstecken, und die Sendezeit freiräumen.

@AbseitsDesMains

"Dieser ehrliche und einwandfrei funktionierende Zinsmechanismus wurde von den EU-Regierungen via EZB völlig außer Kraft gesetzt, um den ideologischen Euro zu halten. Als Ergebnis solcher Eingriffe kommt ein völlig verwirrter Geld- und Kapitalmarkt heraus, der nicht mehr funktioniert."

Sie suggerieren, daß vorher alles prima geklappt hätte.
Dabei vergessen Sie, daß der Auslöser der letzten Finanzkrise nichts mit dem Euro zu tun hatte.
Vielmehr damit, daß der Geld- und Kapitalmarkt sich gerade durch unhaltbare Zinsversprechen dermaßen aufgebläht hatte, daß keinerlei Gegenwert diese Versprechen mehr erfüllen konnte.

15:22 von Diego90

"...ich kann nicht nachvollziehen wie hier Leute die Neoliberale Keule schwingen und vom Kampf arm gegen Reich sprechen. In dem Text steht doch klar was Schäuble will: Reformen und Sengkung der Steurn auf (Arbeits)einkommen. Das ist keinerlei bevorzugung der reichen Schicht. Es geht ja viel mehr darum das der Normalbürger mehr ausgibt. ..."

Wär ja schön, wenn es so wäre. Nur - Schäuble hat gerade auf ziemlich krummen Wegen seine 0 bei der Neuverschuldung (NEU-Verschuldung!) erreicht, und das trotz sprudelnder Einnahmen. Wenn also irgendwo weniger Steuern eingenommen werden sollen, müssen sie von woandersher wieder rein. Und nun darf man dreimal raten: Von den ganz Reichen? Nein, denn die sollen ja Anreize zum Investieren haben. Da kann man ihnen nichts wegnehmen. Von den Mittelständlern, die mehr produzieren sollen? Unter finanziell verschlechterten Bedingungen? Auch kaum, weil die genau das dann nicht tun. Also wer bleibt? Richtig...

lb@zwicke-morgen trauertag.gruss adorno

wahlen in brandenburg u sachsen.
werden ihre kopfschmerzen vergehen?
sollte angesichts der von Ihnen angeführten offensichtlichen bürgerbelastungen die bürger morgen nicht ein klares protestzeichen setzen? gerade im ehemaligen osten,wo "links" kein halbkriminelles tabu ist?
Sie führen gegen die Groko an:NSA-bürgerauspähung u erpressbarkeit,GGBruch durch Mitwirken an Angriffskriegen mit Waffenlieferungen u Soldaten,Widerspruch der interessen der eubevölkerung und der überblähten bock zum gärtner EU.bedrohliche Staatsüberschuldung durch Ratingagenturen jederzeit abschiessbar,entdemokratisierende privatisierung von z.b. Wasser, Energie etc.
dazu käme noch staatslähmendes TTIP, ceta,dreckiges Fracking,verschweigen von enormen Erdgasvorkommen vor Griechenland,womit ganz Europa zu versorgen u zu finanzieren wäre(stattdessen in zukunft von US Firmen auszubeuten im rahmen von "schuldeneintreiben"),-das faktische regieren von goldman sachs konsorten(arte)

ABER GROKOGRÜN:51 %?

Ich befürchte

Kann man mal

erklären warum,ich als einfacher Bürger immer wieder zum kaufen animiert werden soll?
Wenn ich das habe, was ich brauche ,warum dann Geld für unnütze Dinge ausgeben?
Das ist eh schon knapp.

Aha!

Sie schreiben: "Unternehmer in Italien, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland könnten ohne Probleme an Kredite kommen, sind aber wegen der stagnierenden Wirtschaft daran zurzeit wenig interessiert. Umgekehrt bräuchten Unternehmer in den Euro-Sorgenländern dringend Kredite, erhalten sie aber nicht oder nur mit großen Schwierigkeiten." - Hallo?? - Bitte aufwachen in der Redaktion: Frankreich und Italien sind längst zu Euro-Sorgenländern geworden! Mithilfe eines Wirtschaftskrieges gegen Russland, den die EU gerade anzettelt, werden unsere EU-Strategen die Eurozone, die derzeit an der Grenze zur Rezession herumdümpelt, nun absehbar endgültig in die Krise stossen. Immerhin: so werden wir den Euro (und das Chaos in den volkswirtschaftlichen Gefügen der an diesem unausgegorenen Experiment beteiligten Länder) möglicherweise doch in einem sehr überschaubaren Zeitrahmen wieder los.

@vanPaten

"Das übliche neoliberale Palaver: Weniger Unternehmenssteuern für mehr Jobs, ..."

Sie sollten vielleicht Ihre Scheuklappen ablegen und den Artikel nochmal lesen. Es werden nicht weniger Unternehmenssteuern gefordert, sondern weniger Steuern vom Arbeitseinkommen, um die Nachfrage zu stärken....

@michel56

"Private Investitionen stärken u. Steuer senken?Hatten wir das nicht schon mehrfach u. bezeichnen Wissenschaftler das nicht als Neoliberalisierung u. Vermögensverteilung von unten nach oben?"

Sehe bei dem Vorschlag, Arbeitseinkommen weniger zu besteuern keinesfalls ne Umverteilung von "Unten" nach "Oben". Arbeitseinkommen beziehen ja gerade eher die "Unten" oder zumindest in der Mitte. Wenn die dann mehr Geld für den Konsum haben....

@Zwicke - Eher pessimistisch

...hin zu einem sozialeren Wirtschaftssystem, das weltweit möglichst viele Mitmenschen wieder einbezieht

Das setzte Vorraus dass es sowas wie ein Gemeinschaftsbewusstsein gibt, nicht nur im ganz kleinen Familienkreis, sondern auch auf die Stadt, das Land, die EU bezogen. Wir erwarten dass die Wohlhabenden in Deutschland einen Teil von ihrem Wohlstand dem Gemeinwohl opfern. Sollen jedoch die Wohlhabenden der EU sich beteiligen ist die Begeissterung gedämpft - denn hier stehen wir an erster Stelle, sind aber eigentlich nicht bereit Abstriche zu machen, die Diskussion um die Maut zeigt dies recht deutlich: Trotz der Tatsache dass die Geldflüsse aus der EU nach Deutschland überwiegen können es einige nicht ertragen wenn es Bereiche gibt wo man großzügig ist.
So ist es für Lobbyisten viel leichter ihre Interessen durchzusetzen, solange sich die Wähler in der EU für Konkurrenten halten sind sie die lachenden Dritten. Und sie sitzen sehr fest im Sattel...

@ Zwicke: Politische -ismen sind keine Sozialstaatsersatz

es dürfte schon ein Schritt sein die soziale Marktwirtschaft zu reanimieren. Geld wird es absehbar geben und Arbeitsteilung und Markt auch. So bleibt eigentlich die soziale Verteilungs- und Haftungsfrage, die aus dem GINI-Ruder ist.
Die Bankenkonzepte zu Selbstsanierung sind Politik geworden, weil Regierungen ohne Umschuldungen nicht mehr existieren können, d.h. das fiktive Geld der Staatskredite ohne Rendite basiert stets auf künftigen Steuern (der unteren Masse), die auf fiktivem Theorien vom Wachstum (Maastricht: 3% Regierungsschulden / 60% Gesamtstaatsschulden = 5% Wirtschaftswachstum) und fördern so die steigenden Staatsabführungen einer Mehrheit unter Ausklammerung der obersten 1-2%,von deren umverteilten langfristigen Ersparnissen das von der Realwirtschaft abgewandte Bankensystem lebt, während die Masse der Nichtsparer den Staat finanziert.

Ein zentralistischer Sozialismus ist genau so wenig sozial wie ein solcher Kapitalismus, zu welchem man d. EU in Monarchenmanier schiebt.

16:37 von Hugomauser

"...Sehe bei dem Vorschlag, Arbeitseinkommen weniger zu besteuern keinesfalls ne Umverteilung von 'Unten' nach 'Oben'. Arbeitseinkommen beziehen ja gerade eher die 'Unten' oder zumindest in der Mitte. Wenn die dann mehr Geld für den Konsum haben..."

Wenn Sie jetzt noch bitte erklären wollen, wo Schäuble die Kohle dafür hernehmen soll...?

Sozial Staat

Privat vor Staat funktioniert nicht, dafür gibt es unzählige Beispiele. Profit- sucht ist zwangsweise asozial, dafür ist der deutsche Arbeitsmarkt mit seinen privaten Arbeitsvermittlern der beste Beweis, er hat aus Deutschland ein Land der Dumping-löhne gemacht, und so würde das auch in allen anderen Bereichen aussehen. Wir brauchen nicht weniger, sondern viel mehr Staat.

@artist22:die dümmsten kälber werden mehr

@artist22:
Brecht merkte einmal vor langer dazu an:
'Nur die dümmsten Kälber
wählen ihren Metzger selber'

tja werde wir ja morgen wieder sehen, wieviele dümmste kälber mittlerweile (de)generiert wurden.

wie schollatour sagte:"wir leben in einer verblödeten mainstream-medien irre alität"

man kommt gegen die flut aus desinformation kaum an.

bsp:in meiner eigenen famillie gelingt es mir kaum menschen(die mir durchaus eine weile zuhöhren)dazu zu bringen sich selbst ausreichend zu informieren und zu überprüfen,warum sie glauben was sie glauben.
von dialogen/nichtdialogen auf arbeit/schwimmbad/bibliothek etc. ganz zu schweigen.

die leute wollen ihre ruhe und sind im grossen u ganzen mit angies "es gibt keine alternative" beinahe zufrieden grunzend zufrieden.
die "latente terrorangst" wird durch "beschütztseinfeeling" integriert..

und wenns dann kracht,haben wir deutsche wider mal nix kommen sehen.

deutlicher als heute wars nie(s.o.)
schauen wir was morgen gewählt wird

wo soll schäuble die kohle hernehmen?

diese frage wurde um 16 uhr 37 gestellt.
ganz einfach: die sparer werden derzeit enteignet über die unzureichenden zinsen.
zudem ist die steuerprogression ins uferlose gelaufen, ohne dass der bürger etwas zurückbekommt.
sparen ist angesagt, der bundestag hat es vorgemacht, indem er sich selbst 10 % diätenerhöhung verordnete.
so geht es nicht..............

Altes Problem

Im Beitrag heißt es:
"Italiens Unternehmer haben keine Probleme, an Kredite zu kommen. Doch warum sollen sie investieren, wenn sich die potentiellen Konsumenten vor allem durch Kaufzurückhaltung auszeichnen?"

Ohne zahlungskräftige Käufer nützt eben auch die schönste Produktion nichts.

Dieses Problem hatte aber schon Ford erkannt, als er sagte:
"Autos kaufen keine Autos."

Nur - gelernt haben wir (oder besser: die Regierungen zumindest der EU) daraus anscheinend wenig.
Sonst würden sie ja wohl Bedingungen schaffen, die das altbekannte Problem vermeiden.

ist eine Deflation wirklich so gefährlich?

Angeblich verschieben Italiens Konsumenten ihre Käufe, weil sie auf monatlich sinkende Preise spekulieren. Kommt mir komisch vor. Denn wer das Geld für ein begehrtes Produkt hat, wird das Produkt auch schnellstens bei dem günstigsten Anbieter kaufen, denn ein paar Monate später ist das Produkt , insbesondere bei Elektronikwaren, schon nicht mehr aktuell. Nur diejenigen, die sich ein begehrtes Produkt nicht leisten können, warten ein paar Monate oder Jahre, bis neue Produkte auf den Markt kommen und das begehrte Produkt deshalb billiger wird oder gebraucht gekauft werden kann. So warten die Armen darauf, eines Tages ein altes Smartphone billig gebraucht kaufen zu können oder ihren alten Fernseher mit der Braunschen Röhre umtauschen zu können gegen ein etwas neueres Modell. Das bedeutet aber, dass nicht die Deflation die Gefahr ist, sondern Arme, die mit niedrigen Löhnen oder Arbeitslosigkeit sich die teuren begehrten Produkte nicht leisten können.

@goldnugget 14:03

Warum bringen Sie, wenn nichts mehr hilft die ehemalige DDR ins Gespräch.
Diese Frau Merkel ist ein Ziehkind des Übervaters der CDU Helmut Kohls. Wenn Sie sie also schmähen vergreifen Sie sich an der Unfehlbarkeit des großen Führers. Sind Sie der Meinung dass alle ehemaligen Bürger der der DDR stolz auf diese Frau sind. Bei allen Respekt warum hat denn die kampferprobte CDU wenn man die Wahl von Frau Merkel 2005 als Ausrutscher bezeichnet, sie in den nachfolgenden Jahren nicht aus den Verkehr genommen. Läßt den Schluß zu, dass es mit den Nachwuchskanditaten des 13Jährigen Abiturs nicht all zu gut bestellt ist. Und es kann in einer Regierung genau wie im täglichen Leben ein Vorgesetzter nur so gut sein wie seine Mitarbeiter. Es ist Ihnen ja nicht mal gelungen ein Äquivalent für den smarten Herrn Wulf zu finden auch dort musste ein Kanditat erst im "Osten" gefunden werden. Laßt endlich Bezüge auf die alte DDR in Ruhe die es seit 25 Jahren und somit seit einer Generation nicht mehr gibt.

@abzockerinitiative : wir sind jederzeit abschussreif

"Hallo?-Bitte aufwachen in der Redaktion: Frankreich u Italien sind längst zu EuroSorgenländern geworden!Mithilfe eines Wirtschaftskrieges gegen Russland,den die EU gerade anzettelt,werden unsere EU-Strategen die Eurozone,die derzeit an der Grenze zur Rezession herumdümpelt,nun absehbar endgültig in die Krise stossen."
leider nur die halbe wahrheit.
die marktbeherrschenden angloamerikanischen ratingagenturen können auch uns brdler jederzeit in den abgrund raten.
begründung u reihenfolge:erst downraten der üblichen,dann italien,dann frankreich wegen den schuldenquoten/bip und wegen der"aussichten".dann im sog die brd,weil diese nun allein die eu verbindlichkeiten auch nicht mehr wuppen kann uswusw
das ist der status quo mit einer brutalen erpressungsmachtposition.
grund:es wurde versäumt nach der betrügerischen subprimekrise u der verlogenen"euro"=Staatsschuldenkrise zu handeln.weder gab es eine "eu-ratingagentur(markuskrallgoogeln),noch beschneidungen im finanzsektor.
goldman&co lacht

Na, merkeln wir langsam,

woher der Pfeffer weht? Wir brauchen uns doch nur anzuschauen, wohin das ganze Geld so verschwindet und wer zufälligerweise an den richtigen Schaltstellen sitzt, um noch ein wenig reicher zu werden. Nennt sich übrigenz Akkumulation und hatten einen so langen Bart, länger als der von Marx...

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