Kommentare

@rock lesemich

Die Müllsackträger verdienen aber nicht das Fünffache eines Durchschnittsverdieners, dh die sind auf ihr Einkommen angewiesen!!!

Die Langstreckenflüge aus München...

finden deswegen statt, weil diese auf einen Abflug nach Streikende verspätet wurden, teilweise um vier Stunden, und nicht, weil Crews trotz Streikaufruf zum Dienst erschienen sind. Insofern ist eine solche Behauptung des Konzern Firlefanz...

Streik nicht gerechtferitgt!

Ein Pilot bei der Lufthansa hat ein Einstiegsgehalt von EUR 8'000.- und dies steigt kont. über die Jahre auf über EUR 16'000.-
Sorry, aber bei diesem Einkommen hält sich mein Verständnis für Streiks in Grenzen.

Ach ja, das bei weniger als 40 Std./Woche Arbeitszeit. Macht einen Stundenlohn im max. von ca. EUR 100.-.

Bei so einem Minilohn ist man natürlich auf die bestmögliche Altersabsicherung angewisesen. Wie soll man bei so einem Lohn auch etwas versparen können.

Dieser Streik ...

... ist völlig gerechtfertigt und andere Branchen sollten sich ein Beispiel daran nehmen. Die Arbeitgeber haben uns lange genug wie eine Zitrone ausgepresst. Schluss damit !

@20:44 von Südbaden

"Ach ja, das bei weniger als 40 Std./Woche Arbeitszeit. Macht einen Stundenlohn im max. von ca. EUR 100.-"

Sie übersehen leider völlig, dass es hier um eine Qualität geht. Nämlich um Arbeitnehmerrechte über Piloten hinaus. Und nicht um quantitative Erbsenzählerei !

Ja, alles richtig,...

... die Einen brauchen mehr Geld sicher nicht so dringend wie die Anderen. Aber die Debatte um die absolute Höhe der Arbeitvergütung führt am Thema vorbei. Es geht um die Koalitionsfreiheit und die damit verbundene Gewährleistung des Arbeitskampfes, die das Grundgesetz in Art. 9 und internationale Abkommen garantieren. Nirgendwo steht geschrieben, dass Streiks nur bis zu einer gewissen Gehaltshöhe oder nur in bestimmten Berufszweigen zulässig wären. Das Leben der Passagiere hängt vom Pilotenstreik auch nicht ab. Man sieht allerdings, dass - wie überall in der Wirtschaft - internationaler Konkurrenzdruck in der Vergangenheit erkämpfte Rechte der Arbeitnehmer in Gefahr bringt. Die Pilotengewerkschaft nutzt in diesem Zusammenhang ihre Schlüsselstellung zur Durchsetzung ihrer Forderungen. Das muss nicht jedem gefallen und ist für viele lästig - aber zulässig.

@Rock Lesemich

"Die müssen ja auch keine anstrengenden Langzeitflüge mit voller Aufmerksamkeit und Verantwortung für hunderte von Passagieren ca. 6 Tage in der Woche perfekt durchführen."

Das müssen Linienpiloten auch nicht.
Bei Start und vor allem Landung ist natürlich Konzentration gefragt, aber dazwischen lassen die sich einfach von den Fluglotsen führen. Und ansonsten gibt es ja noch Assistenzsysteme wie Autopilot, TCAS (Kollisionswarnsystem), evtl. Wetterradar wenn der Flieger damit ausgerüstet ist.

Die Zeiten wo Piloten noch richtig fliegen (können) mußten sind seit der Tante Ju vorbei.

@Südbaden (20:44)

Rechnen Sie mal aus, wie viel man beiseite legen müsste, wenn man (wenn's dumm läuft) mit 55 aufhören muss, weil man altersbedingt die erforderliche mentale Leistung nicht mehr erbringen kann?*
Das ist für einen einzelnen nicht finanzierbar, egal bei welche Gehalt. Somit macht man so etwas für eine Gruppe, und schon geht es sich aus: Die meisten arbeiten eh bis 60 und darüber hinaus und finanzieren damit die mit, die früher aufhören müssen. Der Fehler war nur, dies der Firma anzuvertrauen anstatt es extern zu regeln...

* Und jetzt bitte keine unqualifizierten Kommentare zur "mentalen Leistung": Die lässt bei jedem individuell stark im Alter nach, und in diesem Job sind bestimmte Leistungen auf einem sehr viel höheren Niveau erforderlich als in nahezu allen anderen Berufen (extrem schneller Instrumenten-Scan, Mehrfachbelastbarkeit in hochkomplexen und zeitkritischen Situationen, etc.). Wenn's nicht mehr reicht, ist man arbeitslos - hier zahlt keine BU. Daher: ÜV als "Versicherung"!

Two wrongs don't make a right...

...würde der Engländer zu dieser Situation sagen.

Piloten verdienen nicht zuviel, es ist eher so dass in einigen Branchen einfach viel zu wenig gezahlt wird, selbst wenn das Unternehmen fette Gewinne abwirft, befristete Verträge und Zeitarbeit der Standard, viele Unternehmen betreiben ihre eigene Zeitarbeitsfirma um Tarifverträge zu umgehen.

Ich finde es bedauerlich dass bei jedem Streik von Angestellten des Nahverkehrs, der Bahn oder auch Flugbedienstete es nicht unwesentlicher Teil einen Streik grundsätzlich wegen der damit verbundenen Umannehlichkeiten ablehnt.
Auf der anderen Seite würden die meisten dieser Leute selber streiken (sofern sie es können), wenn ihr Arbeitgeber versucht ihnen bestehende Ruhestandsregelungen zu streichen - es geht hier ja nicht in erster Linie um etwas dass die Piloten mehr wollen, die 10% sind dabei eher unerheblich, sondern um etwas was bereits existiert und nun gestrichen werden soll. Da ist der Protest völlig berechtigt.

nochmal @Südbaden (20:44)

Ach ja, egal wie oft Sie (oder die Medien) es wiederholen: Das Einstiegsgehalt liegt nicht bei 8.000 € sondern bei 4.627,09 € brutto. Macht knapp 2.640,- € netto, wovon 470 € für die Tilgung des Ausbildungsdarlehens weggehen. Zieht man noch die extrem teure Versicherung gegen Fluguntauglichkeit ab, liegt man schon deutlich unter 2.000 €.

Gemessen an zweifelsfrei extrem unterbezahlten Berufen wie Krankenpfleger(in) oder Polizist(in) ist das natürlich immer noch sehr ordentlich, aber angesichts der extremen Anforderungen des Berufs wohl kaum unangemessen. Auf 8.000 € kommt man vielleicht mal nach 12 oder 13 Jahren.

Das Endgehalt hingegen ist für die aktuelle Pilotengeneration nicht mal mehr ansatzweise erreichbar, das nehmen nur noch diejenigen (kurzzeitig) mit, die bis vor ein paar Jahren Kapitän geworden sind.

Im Übrigen sollte doch ein hohes Endgehalt eher eine Motivation sein, die alten Kapitäne in den Ruhestand zu schicken und durch jüngere, billigere zu ersetzen, oder?

@forsbach (22:34)

Wenn Sie ernsthaft glauben, dass das manuelle Fliegen bei Start und Landung die "anstrengenden" Teile des Jobs sind, dann haben Sie wirklich nicht die blasseste Ahnung von den Anforderungen dieses Berufs...

Ich bin sehr überrascht über

Ich bin sehr überrascht über die vielen tiefgründigen Kommentare! Es geht tatsächlich bei dem Konflikt darum, inwieweit Kapitalgeber Einfluss auf die Belegschaft haben dürfen. Die Rücklagen für die Übergangsversorgung wurden über Jahrzehnte von den Piloten (und nicht von LH, wie es überall fälschlicherweise heißt!) gebildet und sollen jetzt als Einmalzahlung an die Anteilseigner ausgezahlt werden, weil 2,2% Rendite nicht genug sind. Wer wäre da nicht wütend!?
Die Worte des letzten VV C. Franz zum Abschied sind sinnbildlich:"Die Zitrone ist nie ganz ausgequetscht!".
Wehrt Euch!

Geld, Neid, Unverständnis

Wenn man ehrlich ist geht mal wieder ums Geld. Wer darf wieviel verdienen!? Um es klar zu stellen ich bin kein Pilot der Lufthansa, aber Pilot. Heutzutage sind Cockpitbesuche leider nicht mehr erlaubt, deshalb macht sich jeder so seine Vorstellung von dem was sich hinter den jetzt verschlossenen Cockpittüren abspielt. Es ist banaler als es sich viele vorstellen, aber deshalb nicht einfach. Es nervt mich inzwischen immer mehr Kommentare zu lesen über "Autopilot, Kollisionswarnsysteme, Wetterradar usw." Das ist natürlich Standart heutzutage und dies anzuführen zeigt den absoluten Mangel an Wissen um die Komplexität der Arbeitswelt der Piloten. Das wäre als würde man anführen ein Computer am Arbeitsplatz mache die Anwesenheit des Angestellten überflüssig. Der Pilot wird nicht für das bezahlt was er im Alltag tut, sonder dafür was er tun muss wenn alle Stricke (Computer) reißen. Da gibt es keine "zweite Meinung" und man kann auch nicht "rechts ranfahren"! Dafür wird man bezahlt!

STREIK

Man sollte den Streik nicht zu hoch bewerten. Ryan Air hat soeben wieder jede Menge neue Flugzeuge bestellt. Ryan Air ist nicht nur billiger sondern auch pünktlicher als die Lufthansa. Was Langstrecke betrifft ist die Lufthansa von der Bewertung auch nur Mittelmass. Wenn es Lufthansa nicht schafft die Kosten in den Griff zu bekommen, erledigt sich das Problem von selbst (war in den USA auch so). Es gibt meines Erachtens sowieso zuviele Fluglinien, da kann ein Konsolidierung für den Markt nur positiv sein.

@südbaden

Mal bitte den www.aviationherald.com lesen, um zu verstehen was dort oben und auch unten so alles passiert und warum wir alle happy sein sollten, besser hochqualifizierte Menschen uns fliegen zu lassen!!! Denkt mal nach! Danke, SF

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