Ihre Meinung zu: Interview zur Gauck-Rede: "Wohlüberlegt und sorgfältig abgestimmt"

2. September 2014 - 15:15 Uhr

Deutliche Worte als politische Strategie - so bewertet Gaucks Biograf Johann Legner die Rede des Bundespräsidenten in Danzig. Gauck könne freier sprechen als Merkel oder Steinmeier. Das sei ganz in deren Sinne, so Legner im Interview mit tagesschau.de.

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einheitssuppe geduuddel zwiesprech wie auf der animal farm

Ein US naher Thinktank-Spezi schreibt Gaucks Reden,die er dann in seiner Eigenschaft als "neutraler Journalist" in der ""Zeit" auch noch (also sich selbst) loben darf ohne zu erwähnen,dass er Mitautor war.
So geschehen bei der"Mehr Verantwortung übernehmen" Rede Gaucks auf der sogenannten "Münchner Sicherheitskonferenz",was ja wiederum ein Euphemismus für "Westkriegspolitikforum" ist.
Und nun klärt uns der Hofbiograf von Gauck auf,wie toll Gauck ist.

Jeden Tag wird uns Bürgern eingebläut,dass Frieden in Wahrheit Kriegsblindheit ist,dass Waffenlieferungen humanitäre Hilfe sind.Und dass insofern Abgestimmtsein des Präsidenten mit vdLeyen, Steinmeier und Merkel zu loben sei,statt dass gefordert wird,unabhängig zu mahnen zu wirklich Frieden versprechenden Ansätzen zu kommen.

Wie sagte Scholl Latour: "Die Blindheit und Blödheit der gleichgeschalteten Medien ist erschreckend und hat ein ungeahntes Ausmass erreicht.
Es ist nicht übertrieben von Volksverblödung zu reden"

Einseitig

"Johann Legner: (...) In der deutschen Öffentlichkeit sind dagegen seine Aussagen umstritten. Die Mehrheit dürfte die Kritik an Russlands Politik teilen, eine starke Minderheit aber nicht."

Bis jetzt bin immer davon ausgegangen, dass ein Bundespräsident die Bundesrepublik repräsentiert. Das heißt, alle Strömungen "in sich vereint" und nach außen vorträgt. Es ist sicher dann und wann nötig, wirkliche Minderheitenmeinungen außen vor zu lassen - doch Herr Legner sagt selbst, dass eine starke Minderheit die Aussagen von Gauck nicht stützt. Damit vertritt der Bundespräsident nur einen Teil der Menschen hier. Der andere wird sich wohl nicht nur von dem Politiker, sondern auch von dem Kirchenmann abwenden. Das mag ihm egal sein, aber unserer Demokratie gereicht es sicher nicht zum Vorteil, wenn der erste Repräsentant der Bürger eher einseitige parteipolitische Interessen vertritt.

"Gauck könne freier sprechen

"Gauck könne freier sprechen als Merkel oder Steinmeier."
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Hätte er mal machen sollen.
Beide Seiten aufzufordern sich an einen Tisch zu setzen und reden.
Aber seit einiger Zeit ist es ja "in" das Deutschland wieder militärische "stärke" zeigt.

Gut so!

Die Position des Bundespräsidenten in der Bundesrepublik ist nun eher eine repräsentative. Politisch hat er nur bedingt Einfluss auf die Geschicke des Landes.
Er äußert sich kritisch, nicht nur zum Geschehen in Osteuropa und das steht ihm auch zu, repräsentiert er immerhin dieses Land. Seine Äußerungen gehen auch mit der mehrheitlichen Meinung der Deutschen konform, was also gibt es an ihm zu meckern?
Die Linken sollten sich einmal an ihre politische und geografische Herkunft erinnern. Die Vorläufer dieser Partei war es schließlich, die moskautreu ausschließlich deren Meinung propagierte und politisch umsetzte.
Ich sehe in Joachim Gauck neben Roman Herzog und Richard von Weizäcker einen der besten Bundespräsidenten, die unser Land je hatte.

Wir sind im Mittelalter der

Wir sind im Mittelalter der Meinung, das heisst, einer da oben steht entweder für die Partei und lässt sich alles sagen, was er sagen soll, oder wie Gauck darf alles sagen.

Man könnte sich eine Person wünschen, die keinen Standpunkt bezieht, sondern sich an Umfragewerten orientiert. "Das deutsche Volk möchte seine Kritik an Russland zum Ausdruck bringen, möchte aber auch keine Verschärfung der Lage" oder was auch immer.

Ich finde es blöd, wenn man immer wieder mitansehen muss, wie die Geschicke der Welt in zu wenigen Händen liegt.
Wieso darf ich denn nicht ans Megaphon "treten", und sagen würde ich folgendes: "Lieber Putin, sie treiben es zu bunt". Mehr braucht man fast nicht mehr sagen, weil es für Putin eh nur Luftblasen sind.

Gauck ist nicht überparteilich

Diese Rede zeigt lediglich eine Fortsetzung der Haltung Gaucks, dass man sich mehr international engagieren soll zur Lösung von Konflikten. Insbesondere sollte Deutschland seine Zurückhaltung aufgeben und auch militärisch aktiv werden, vermutlich so wie die Amerikaner, Briten und Franzosen in Libyen, Afghanistan und Jugoslawien.
Solche Forderungen aus dem Munde eines Pastors zu hören, mutet schon seltsam an. Predigen diese doch in den Kirchen von Jesus Christus, einem bekanntlich friedlichen Mann, der eine ganze Religion inspirierte. Gaucks Verhalten ist kirchlich gesehen nicht neu, gab es doch früher andere Kirchenmänner, die so gar Waffen segneten für einen Krieg.
Ob Gauck auch selbst in den Krieg ziehen würde, oder seine Kinder?
Ich als aktiver Christ hätte mir gewünscht, dass Gauck sich Richard von Weizsäcker als Vorbild nimmt, dessen Weisheit national wie international hochgeschätzt wurde und wird. Selbst C. Wulf hätte in dieser Situation mehr Augenmaß und Feinsinnigkeit gezeigt.

Pressesprecher von Joachim Gauck gewesen

unparteiischer geht es nimmer; der Gauck hat sich mit seinen Äußerungen lächerlich gemacht und muss jetzt von allerlei Experten gedeckt werden; der Mann schadet seinem Amt und lenkt die Politik öffentlich auf einen völlig unrealistischen und unhaltbaren Standpunkt

Ein Super-Präsident

Nachdem das Amt durch Horst Köhler gelitten hatte und durch Christian Wulff fast schon entweiht wurde, bin ich froh, dass wir wieder einen Bundespräsidenten haben, der seinem Amt gerecht wird.

Bravo Joachim, weiter so ! Auf das Du uns noch lange erhalten bleibst !

Er kann sagen was er will !!

Ob man ihn ernst nimmt, ist etwas anderes !
Gerade im Hinblick auf seine Biografie, Organisator von Kirchentreffen und Aufbau der Kirche in der sozialistischen Gesellschaft, später dann US Freund und Mitglied der Atlantikbrücke.
Da kann sich jeder selbst sein Bild Machen.

Zustimmung?

Tut mir leid. Auch wenn der Autor des Artikels meint, unser Präsident sagt (natürlich abgestimmt), was die dafür Zuständigen, aus welchen Gründen auch immer, momentan nicht auszusprechen wagen: Es ist nicht seine Aufgabe.
Und wenn er als einer auf den fahrenden Zug der Wiedervereinigung Aufgesprungener meint, er müsse nun mal den Russen sagen, was sie wie tun sollten, hat das auch ein Geschmäckle. Immerhin erwähnt er aber, dass Teile des nach WKI-Polens heute zur Ukraine und Weissrussland gehören. Jeder Hinweis auf die durchaus komplizierte Ukrainisch-Polnische Geschichte wird hier sonst nicht so gerne gesehen.
Also: Zwiespältig.

Prioritäten

*** Die Beziehungen zum Nachbarland Polen sind für ihn von höchster Priorität. *** Mir zumindest ist es wichtiger, dass der Ukrainekonflikt nicht globalisiert wird, denn das wäre verheerend für die gesamte Menschheit.

*** Damit hat er den Polen das gesagt, was die Polen hören wollten. *** Oh weia!

noch sehr zurückhaltend

war das was Herr Gauch gesagt hat. . Dem 1.9. 39 ging ein 23.8.39 zuvor, an dem sich Molotov und Ribbentrop einigten wie Osteuropa gespalten wird. Und wie Herr Tusk vor 5 Jahren sagte, der Krieg gegen Polen wurde von 2 Seiten geführt. Das macht nichts weniger schlimm was von Deutschland ausging. Es macht nur die Spielchen von Putin noch verlogener. Noch verheizt er nicht mal eben sinnlos Hunderttausende wie es die Sowjetarmee in jeder Schlacht bis zum Schluss tat, noch nicht. Und Putin weiss all das, er hat vor Jahren noch selbst drüber gesprochen

@15:39 von toterfisch@voll...

"einheitssuppe geduuddel zwiesprech wie auf der animal farm"

"Wie sagte Scholl Latour: "Die Blindheit und Blödheit der gleichgeschalteten Medien ist erschreckend und hat ein ungeahntes Ausmass erreicht. Es ist nicht übertrieben von Volksverblödung zu reden"

Finden Sie es nicht auch etwas laecherlich wenn gerade Sie als grosser Fan Putin's ueber Einheitspresse und Volksverblödung reden ?

Ich weiss es nicht

Was man heute so in den Tageschaunachrichten lesen kann gibt doch Anlass zum Nachdenken. Ich weiss nicht ob es so klug ist die Meinungen unserer Grossvaeter mit Bezug auf Russland zu kultivieren.

Ich denke es ist Zeit auf ein anderes Verstaendnis hinzuwirken. Dazu zaehlt auch die Geschichte eines anderen Volkes zu verstehen. Andere sind halt anders. Keiner wuerde auf die Idee kommen Saudi Arabien und deren Gepflogenheiten oeffentlich zu kritisieren. Was man heute alles an Unsinn ueber Putin lesen musste ist weder sachlich noch traegt es zur Konfliktbewaeltigung bei.

Warum sollten die Polen mehr Recht auf Verstaendnis haben als die Russen. Ich denke, dass den Russen die Aggression des zweiten Weltkrieges mindestens noch so in den Knochen steckt als den Polen.

Da passt der deutsche Zeigefinger nicht so ganz.

Fragestellung o.k. Antworten zu persönlich entgegen D Interesse

sorry, Herr BP Gauck hat die Würde Deutschlands genauso nicht vertreten wie die eines guten Freundes, der die RF gewesen ist: ohne RF gäbs die Wiedervereinigung nicht und die "Sogenannte Freiheit der Rede", die Gauck als Entschuldigung für seine D-schädliche Politik-Einmische ohne Befugnis dafür beansprucht.

Freundschaft oder fairen Umgang in der Diplomatie auch zwischen Meinung unterschiedlichen Staaten/Nationen pflegt man nicht durch Anmaßung+zweierlei Maß+Beschimpfung in Aneignung von Befugnissen bei internationalen Gedenkfeiern, Amtsgeschäften und Repräsentation Deutschlands.
Die Sotschi Besuchsablehnung wo's doch den Ukraine Konfliht noch gar nicht gab, die Partei-Nahme der durch Gewalt an die Staatsgewalten gekommene Regierungen mit falschen Schuldzuweisungen der Urheber, bezeugen, daß H.Gauck die letzt verbliebenen Reste an dipl. Bindungen an die RF entgegen der überwältigenden D Meinung, daß RF ungerecht behandelt wird und wir in Frieden mit ihr leben wollen, zerreißt(will?).

gauck ist auch..

teil eines merkwürdigen schneeballsystems:obama schubst merkel und steinmeier,sie wiederum gauck ,der seinerseits ermuntert die polen zur mehr frechheit gegenüber den russen...aber,klar, keiner will richtig verantwortung übernehmen und sein gesicht verlieren,derweil lacht sich putin darüber auch einen ast ab..
vielleicht sollte gauck aber auch bedenken dass die russen auch die jenigen waren, die seinen ach so ungeliebten 2ten weltkrieg maßgeblich mitbeendeten...
also weniger öl ins feuer gießen wäre vielleicht mehr..

Die Aussagen Gaucks treffen

Die Aussagen Gaucks treffen in dieselbe Kerbe wie alles was wir derzeit von den meisten EU Politikern hören. Sie sind nichts besonderes. Auch sind sie nicht wahr. Wir erleben heutzutage ein starkes Europa und starke USA während Russland schwach ist und immer mehr an Bedeutung verliert. Nicht Russland bedroht den Weltfrieden sondern das Säbelrasseln der heute wirklich Mächtigen.

@lzmi

"Damit vertritt der Bundespräsident nur einen Teil der Menschen hier."

Der Bundespräsident ist nicht dazu da die Meinungen des Volkes zu repräsentieren. Egal ob uns seine Rede gefällt oder nicht, egal ob es die Mehrheit trägt oder nicht.

Ich sehe es auch als nicht korrekt an, stets so einseitig die Schuldzuweisung an Rußland zu senden, wenn man nicht zeitgleich die Verantwortung der ukrainischen Regierung (und damit auch der EU) betont.
Das Problem ist, das es so einfacher ist. In Rußland passiert ja das gleiche nur umgekehrt, auch da präsentiert man stets nur die halbe Wahrheit.
Halbe Wahrheiten zu zeigen ist eben leicher, als zu versuchen, hinter die Kulissen zu blicken.

@15:40 von Izmi

" wenn der erste Repräsentant der Bürger eher einseitige parteipolitische Interessen vertritt."

Ich habe eher den Eindruck, dass der Bundespräsident mit seiner Einschätzung die überwältigende Mehrheit des deutschen Parteienspektrums abbildet. "Einseitig" ist allein die Position der Linkspartei (na gut, nicht ganz, die AFD steht auch an ihrer Seite)

Vielen Dank Herr Gauck für diese deutlichen Worte am richtigen Tag und am richtigen Ort.

Das ist ein seltsamer neuer Interview-Stil.

Ich stelle fest: Kritisches Nachhaken und das Stellen unangenehmer Fragen sind aus der Mode gekommen.

@ 15:40 von Izmi

Es ist wohltuend, Ihren Kommentar zu lesen in einem Meer der Einäugigkeit und Schlichtheit.

Ich kenne Gauck persönlich und habe ihn schon Hand geschüttelt, damals in Rostock auf einer Montagsdemo. Ein überzeugender und begnadeter Redner gegen die Herrschenden in der DDR. Damals dachte ich, so ein Mann brauchen wir in Deutschland. Damals wußte ich allerdings nicht, dass es ihm gar nicht um die unterdrückten Menschen ging sondern um die kommunistische Herrschaft durch eine kapitalistiche zu ersetzen mit all ihren Schwächen und Ungerechtigkeiten.

Wäre Gauck seiner damals vermeintlichen Überzeugung treu geblieben, müsste er die heutigen Mißstände anprangern und sich für die Schwachen einsetzen, das tun nämlich Pastoren für gewöhnlich. Allerdings wäre er dann heute kein Bundespräsident. Und was den Frieden und seiner Erhaltung angeht, sollte er sich Margot Käßmann zum Vorbild nehmen, eine wahrhaft mutige und selbstkritische Frau, ideal für das Amt einer Bundespräsidentin aller Deutschen.

15:40 von Izmi

"Das mag ihm egal sein, aber unserer Demokratie gereicht es sicher nicht zum Vorteil, wenn der erste Repräsentant der Bürger eher einseitige parteipolitische Interessen vertritt."

Es ist wohl unmöglich gleichzeitig zwei völlig gegensätzliche Seiten zu vertreten.
Gauck vertritt die Meinung der MEHRHEIT der Bevölkerung und sicher auch seine eigene.
Daran ist nichts auszusetzen.
Mit einseitigen parteipolitischen Interessen hat das nun absolut nichts zu tun.

"Er dürfte sich sehr genau an

"Er dürfte sich sehr genau an die Zeiten erinnern, als die Führung in Moskau auch in sein Leben hinein skrupellos agierte."
Wann war dies bitteschön? Unter der Leitung Putins oder doch eines Vorgängers? Sowas nennt man dann wohl "Vorurteil" oder "Sippenhaft" … und das wäre komplett abzulehnen! Insofern kann ich diesen Interviewpartner NICHT ERNST NEHMEN!

Ausgerechnet ein deutscher

Ausgerechnet ein deutscher Bundespräsident kritisiert das Machtstreben Russlands in Danzig vor dem Hintergrund des Überfalls auf Polen.

Verfassung ändern

Wenn man einen politischen Präsidenten will, sollte man das amerikanische, oder zumindest das französische System, einführen.

Dann hat der Präsident keinen falschen Anspruch, da er mit seiner politischen Meinung sowieso nicht die ganze Nation repräsentiert.
Auch kann er dann als normaler Politiker normal kritisiert werden.

Ja,was hätte ein Gauck Biograph denn

anders auch sagen können?
Er hat sich eben eingereiht in die Merkel,
Steinmeier und Poroschenko Versteher. Er heult,wie es auch nicht anderes zu erwarten war,eben mit den Wölfen.
Dem letzten Satz von User@toter Fisch kann nur zustimmen.
Dazu noch: Goethe.(Frühlingserwachen?)
Und auf vorgeschriebenen Bahnen,
zieht die Menge durch die Flur,
den entrollten Lügenfahnen
folgen alle! Schafsnatur.

Unterlegen

Diese Präsidente ist ihrem Vorgänger deutlich unterlegen.

Oh man der Gauk

Ich wünsche mir den Köhler zurück. Ich habe keine Lust mehr auf diese einseitige Berichterstattung. Selbstverständlich ist Putin kein Demokrat, allerdings hatte er die Weitsicht sich aus Ländern die von Diktatoren regiert werden rauszuhalten. Dank zweifelhafter Angriffe "zum Wohle der Menschen" brennt der nahe Osten.
Und die Forderungen der Seperatisten sind ja mittlerweile vertretbar. Der Osten der Ukraine bleibt ukrainisch bekommt aber mehr Selbstverwaltung. So könnte das Völkerrecht gut angewendet werden, die Einhaltung der Grenzen und dem Willen der Menschen darin Rechnung zu tragen.

Die Krim bleibt russisch, das ist sicher nicht fair, aber keine Ahnung wie man die Idee haben könnte Russland würde seinen Mittelmeer Hafen aufgeben ist mir ein Rätsel.

Noch nie in der deutschen Nachkriegsgeschichte...

...hat sich ein amtierender Bundespräsident
(auch kein ehemaliger) in derart deutlicher
Form, mehrfach und öffentlich im Sinne einer
Abkehr von gewaltfreien Konfliktlösungen durch Deutschland geäußert!
Das ist für einen ehemaligen Geistlichen eine
befremdliche und letztlich auch entlarvende
Grundhaltung für einen Bundespräsidenten!
Ich schäme mich als Deutscher zutiefst, dass
eine solche Person das Staatsoberhaupt der
Bundesrepublik Deutschland repräsentiert
und meinen Ruf als Deutscher mit
beschädigt!

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Politische Strategie….?!

„Deutliche Worte als politische Strategie - so bewertet Gaucks Biograf Johann Legner die Rede des Bundespräsidenten in Danzig. Gauck könne freier sprechen als Merkel oder Steinmeier. Das sei ganz in deren Sinne, so Legner im Interview mit tagesschau.de.“

In der Tat, es ist eine unselige Strategie, die hier von der Regierung und dem Bundespräsidenten zusammen vollzogen wird- nach meiner Bewertung wird hier auf breiter Front der Militarisierung der Außen- und Sicherheitspolitik das Wort geredet und gleichsam einseitig Russland als Friedensstörer stigmatisiert, während man sich fortlaufend den USA an den Hals wirft!

Und das, obwohl durch das GG deutlich festgelegt ist, dass der Bundespräsident eben nicht das Sprachrohr der Exekutive ist, dass ist ja gerade das Besondere an seinem Amt!

Ein cleveres Interview- dass der „Gauck-Biograph“ dessen Rede in höchsten Tönen lobt, überrascht mich doch sehr [Ironie!], da hätte man auch gleich Herrn Gauck befragen können...

Deutschland hat keine guten Diplomaten

Gauck ist wie sein Vorgänger kein Diplomat.

Die befähigten Menschen mit diplomatischen Gespür schütteln nur mit den Kopf.

Ich glaube auch Normalbürger verstehen den Unterschied zwischen "Meinung" und "Diplomatie" kaum noch.

@Didi

Sie schreiben:

"Ein cleveres Interview- dass der „Gauck-Biograph“ dessen Rede in höchsten Tönen lobt, überrascht mich doch sehr [Ironie!], da hätte man auch gleich Herrn Gauck befragen können..."

Ja - da stimme ich Ihnen vollkommen zu!

Keine Warnung vor Faschismus

Gauck hätte, wenn er denn nicht einseitig wäre, auch vor neu erstarkendem Faschismus in Europa warnen müssen. Denn das war die Haupt-Ursache des Krieges zu dessen Gedenken er gesprochen hat.

"Generell macht es wenig

"Generell macht es wenig Sinn, wenn ein deutsches Staatsoberhaupt andere Länder verbal attackiert."

Stimmt.

Dazwischen

Gaucks Rede ist m.E. so formuliert, dass sie vom Wort her wohl nicht als unmittelbare Kritik an Russland verstanden werden muss.

Kritik ergibt sich für mich eher aus der Interpretation des Gesagten.

So z.B., wenn zwischen zwei Absätzen über Russland ein Absatz steht, in dem das Wort "Russland" zwar nicht vorkommt, aber dafür der "Schock, als wir mit der Tatsache konfrontiert wurden, dass am Rande von Europa wieder eine kriegerische Auseinandersetzung geführt wird."
Das kann ich nur so verstehen, dass Russland Krieg mit der Ukraine führt.
Auch wenn es vielleicht anders gemeint war.

Oder der Satz: "Diese Partnerschaft ist von Russland de facto aufgekündigt worden."
Was meint er mit "de facto"? Und warum sagt er es nicht?
Und vor allem: haben die anderen "Partner" diese Partnerschaft wirklich gelebt oder vor sich hinkümmern lassen? Oder z.B. durch eine zu "freundliche" Umarmung abgewürgt?
Dazu hätte ich gern mehr von Gauck gehört.
Vielleicht nicht gerade aus Polen, aber aus Berlin.

Die Rede ist richtig gut,

Die Rede ist richtig gut, vielleicht sogar etwas zu mild, wenn man bedenkt, dass der Adressat nicht Russland/Putin ist, sondern Polen (das auch von Russland überfallen wurde).
-
Darüber hinaus hat die Partei "die Linke" jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Russland übt Hegemonie über seinen Nachbarn aus (talk about Imperialismus). Russland schickt heimlich Truppen und annektiert Teile dieses Landes. Russland schickt Waffen und Kämpfer um die Verbrecher (genannt Seperatisten) zu unterstützen. Russland beschießt das Land mit Artillerie und überfällt es dann (nochmal).
-
Und über all das sieht die Linke hinweg mit der Begründung, die NATO sei ja schuld daran. Ja-nee is klar...

@17:23 von Didi

"In der Tat, es ist eine unselige Strategie, die hier von der Regierung und dem Bundespräsidenten zusammen vollzogen wird- nach meiner Bewertung wird hier auf breiter Front der Militarisierung der Außen- und Sicherheitspolitik das Wort geredet und gleichsam einseitig Russland als Friedensstörer stigmatisiert, während man sich fortlaufend den USA an den Hals wirft!"

Was ist an der Aussage dass der Westen imperialisten Kraeften entschieden entgegentreten muss, militarisierend ?
Und wie "wirft" sich der Herr Bundespraesident Ihrer Meingung nach der USA an den Hals ?

"Und das, obwohl durch das GG deutlich festgelegt ist, dass der Bundespräsident eben nicht das Sprachrohr der Exekutive ist, dass ist ja gerade das Besondere an seinem Amt!"

Genau, der Bundespräsident ist das Sprachrohr der Bevoelkerung. Und von denen teilen 80% Herrn Gaucks Meinung.

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Zu von Andreu66 um 16:10

Nein, so nicht!
Die Wahl einer Person zum Bundespräsidenten sollte halt einfach mit mehr Bedacht und Überlegung geschehen!

Von welcher "Kritik" ist eigentlich die Rede?

Ich kann in Herrn Gaucks Äußerungen keinerlei Kritik an Russland erkennen. Vielmehr handelt es sich um feindbildhafte, teilweise plumpeste Drohungen Herrn Gaucks gegen Russland.

Es ist ein Phänomen der letzten Jahre, dass verstärkt von "Kritik" die Rede ist, obwohl "Ablehnung" gemeint ist (siehe "Islam-Kritik").

Was indes den Inhalt von Herrn Gaucks Rede angeht:

Herr Gauck warnt vor der Gefahr einer Wiederholung der Ursachen des 2.Weltkrieg indem er auf selbstgerechte, das Handeln der eigenen Regierung und der Partner auf völlig unkritische Weise ausblendende Art, ein Feinbild vom bösen Aggressor schafft, gegen den man sich ja nur in aller Unschuld verteidige.

Und dieses unkritische, seine eigene Verantwortung für den Konflikt partout nicht reflektieren wollende und sich selbst in die Rolle des armen unschuldigen Opfers bringende Denken, mit dem Herr Gauck vor einer Wiederholung des 2.Weltkrieges warnt, ist seinerseits die Ursache wovon?
Genau, die Ursache des 1.Weltkrieges!

Meinungsfreiheit auch für Präsidenten...

Herr Gauck kann sagen was er will, das steht ihm zu.

Die Russen aber sollten Ihn nicht zu ernst nehmen. An einem solchen Tag, den Belehr-Finger aus dem Täterlande in Richtung Volk mit den absolut größten Opfern... das kann man nur ignorieren...

der richtige Präsident zur richtigen Zeit

Wenns uns der 2. Weltkrieg mit all seinen Schrecken etwas gelehrt hat dann nicht wegzusehen, nicht zu schweigen. Volle Unterstützung von mir für Bundespräsident Gauck.

Gauck ist nicht überparteilich

Haben Sie als Christ auch den Überfall auf die Ukraine und
den Raub der Krim kritisiert oder halten Sie die russischen
Gewaltaktionen vielleicht für akzeptabel? Eine deutliche
Sprache wie bei Gauck scheint nicht ihre Zustimmung zu finden.

Er redet jedenfalls nicht für mich

Das heute morgen auch eine Journalistin im Morgenmagazin gesagt. Und genau so sehe ich das auch.

Sicher, er kann sagen was wer will. Das hat er ja gerichtlich bestätigt bekommen.

Aber ob es Sinn macht, steht auf einem ganz anderem Blatt.

Und für einen Deutschen am 75. Jahrestag des Beginns des 2. WK hätte etwas Demut an solch einem Tag gut zu Gesicht gestanden.

montideluxe 18:00 80% der Bevölkerung

"Genau, der Bundespräsident ist das Sprachrohr der Bevoelkerung. Und von denen teilen 80% Herrn Gaucks Meinung."

Mag sein....auch wenn ich mal unterstelle, das diese Zahl willlkürlich aus dem Himmel gegriffen wurde.
Und ich nehme an, die restlichen 20% liegen auf dem Holzweg, und müssen ignoriert werden, oder ?
Interessanterweise unterstützen auch in Russland etwa 80% der Bevölkerung ihre Führung.

Das Problem ist, das Sie und viele West-Politiker, scheinbar über alles erhaben, entscheiden wollen, welche 80% in verschiedenen Ländern es wert sind gehört zu werden...und in welchen es die 20% sind, die richtig liegen.
Und das steht niemandem zu.

Kritik und offene Drohung... wo ist der Unterschied?

Nach dem, was hier gesagt wurde, sollten wir anfangen, laut darüber nachzudenken, bevor wir uns "mit ein wenig Kritik" gegenseitig an die Kehle zu fahren.

militaner BuPrä

Der Bundespräsident zeichnete sich in seiner Amtszeit nie durch Pazifismus aus.

Sowohl bei seiner Rede vor der Bundeswehr als auch bei der Münchner Sicherheitskonferenz hat er deutlich seine positive Auffassung zur Aufrüstung dargestellt.

Dass er dies allerdings am 01.09., dem Weltfriedenstag tut, ist nicht hinnehmbar.

von der Linkspartei scharf kritisiert

Ist ein deutliches Wort zu Missständen und Fehlverhalten nunmehr wieder verboten oder zumindest kritikwürdig? Nun, den Linken und Grünen muss man ihre "Kritik" nachsehen, nach so langer Zeit im geteilten Deutschland ist das wohl eher ein reflexartiges Handelungsmuster aus alter Zeit, wenn jemand unliebsame Dinge anspricht.
Man sollte weder die Linke/Grüne Kritik noch die Ansprache überbewerten - denn Russland wird sich nicht durch irgend eine Ansprache an seinem Vorhaben hindern lassen, dafür ist es militärisch, wie auch wirtschaftlich viel zu mächtig. Niemand will Krieg und die wirtschaftlichen Verpflechtungen lassen die EU immer wieder zaudern, denn "business as usal" und ein kriegsfreies West-Europa sind wichtiger als ein paar Qudratmeter Land.
Russland wird ohnehin bekommen was es will und irgend wann ist Gras über die Sache gewachsen sein!

Gauck sollte sich zurückhalten

Was Gauck gestern auf der Westerplatte getan hat,dafür ist er meiner Meinung nach
vollkommen daneben gewesen.Ein Land,was Polen Vom Nazijoch befreit hat,als Agressor zu betiteln.ist schon etwas infam.Diese ganze Hysterie in Europa und Deutschland ist schon
als Phobie anzusehen.Von unseren Volksvertetern kommt nicht einer auf die Idee,mit Putin ordentlich zu reden,denn Russland gehört auch noch zu Europa.Wenn diese Hysterie verflogen ist,dann werden wir uns die Augen reiben und feststellen,wie sehr wir uns in amerikanische Pläne mit reinziehen lassen haben.Wer so einfältig ist und denkt es kann nur gegen Russland gehen,der sollte uns Deutsche nicht regieren und repräsentieren.Ich bin gegen
ein hartes Vorgehen gegen Russland und ich
finde die Rede unseres BP.vollkommen der
eigentlichen Sache,dem Gedenken an die Greuel des 2.Weltkrieges,als daneben und
eine Provokation an Russland und seinen
Präsidenten.Mit solchen Äusserungen gießt
man Öl ins Feuer und ermuntert nur die UA.

Aber wo bleibt das Bemühen um Wahrheit?

Unbedingt darf und sollte auch der Bundespräsident frei seine Meinung äußern! Man muss aber kritisch zurückfragen dürfen, ob er sich bei der Zuschreibung des Agrressors im Unkraine-Konflikt fair um die Wahrheit bemüht. Für mich zeigen die Fakten, dass dort die Angreifer, die Bomben gegen das Volk abwerfen, aus Kiew und nicht aus Moskau kommen und überhaupt die ganze Entwicklung vom Westen stark mitverursacht wurde (die Krim war ja nicht der Anfang, sondern der Umsturz in Kiew). Insofern sind die Nichtdifferenzierung und die Einseitigkeit sowie der Anlass (Zeit und Ort) und der Stil der Äußerungen von Gauck befragenswert. Schlimm finde ich, wenn eine vorher abgesprochene beabsichtigte öffentliche Wirkung dafür leitend war. Wir haben schließlich wirklich genug dumme Agitation gegen Russland zur Zeit in den Medien. Ich wünsche mir einen besonnenen und unabhängig agierenden Bundespräsidenten.

Einäugigkeit

Formulierungen wie Frieden, Hilfe für Flüchtlinge in der Ukraine und Selbstkritik am eigenen Tun finden sich nicht in der Rede des Herrn Gauck. Einäugigkeit um so mehr. Schade.

@Matrose44

Sie schreiben-Was Gauck gestern auf der Westerplatte getan hat,dafür ist er meiner Meinung nach
vollkommen daneben gewesen.Ein Land,was Polen Vom Nazijoch befreit hat,als Agressor zu betiteln.ist schon etwas infam.Diese ganze Hysterie in Europa und Deutschland ist schon

Fragen Sie mal die Polen,wie diese Ihre sogenannte Befreiung sehen!!!
Und was so alles den Nazis untergejubelt wurde,bis heraus kam das es der Befreier war,also Geschichte sollte man schon kennen!!?

@20:52 von -Theo

"Mag sein....auch wenn ich mal unterstelle, das diese Zahl willlkürlich aus dem Himmel gegriffen wurde."

Noe, das zeigt so ziemlich jede Umfrage in den letzten Monaten. Zumindest behaupten Statistiker um ein paar Prozentpunkte um die Wahrheit herum zu liegen und bei Wahlen sind sie in der Regel ziemlich dicht dran.

"Und ich nehme an, die restlichen 20% liegen auf dem Holzweg, und müssen ignoriert werden, oder ?"

Soll der Herr Bundespraesident lieber die 80% ignorieren ?

"Interessanterweise unterstützen auch in Russland etwa 80% der Bevölkerung ihre Führung."

Kann ja sein, nur in der Herr Gauck Bundespraesident von Deutschland und nicht von Russland.

"Das Problem ist, das Sie und viele West-Politiker, scheinbar über alles erhaben, entscheiden wollen, welche 80% in verschiedenen Ländern es wert sind gehört zu werden...und in welchen es die 20% sind, die richtig liegen.
Und das steht niemandem zu."

Das wird im Westen ueber freie Wahlen entschieden. Ausserdem werden Sie gehoert.

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