Kommentare

Schlechtes Interview

Dass der Russland-Experte Reitschuster in etwa die Meinung vertritt, die wir hier lesen dürfen und die ich nur sehr begrenzt teile, dürfte der Tagesschau bereits bekannt gewesen sein und für seine Meinung will ich ihm auch keinen Vorwurf machen.

Dass man aber als Journalist im Interview nur als Stichwortgeber fungiert, anstatt zumindest mal ein bisschen die Meinung des Gegenüber zu hinterfragen und auf Substanz abzuklopfen, das ist eine mieserable "Leistung".

Zum Inhalt: ja, die russische Politik instrumentalisiert russischen Nationalismus. Ja, Putin traut sich selbst wahrscheinlich mehr zu als anderen Menschen. Den Rest, wie erwähnt, würde ich so nicht behaupten wollen.

Eine korrekte Analyse von Herrn Reitschuster ...

... und man darf darauf warten dass Putin uns eine Demonstration davon gibt was er von Meinungsfreiheit in Russland haelt. Ich tippe darauf dass der Boris Reitschuster von einer von Putin's Schlaegertruppen Besuch bekommt.

Ganz meine Meinung

Ich bin nicht so anmaßend zu behaupten, dass Herr Reitschuster in allen Punkt recht hat, denn ehrlich gesagt, weiss ich ja selbst nicht hundertprozentig, ob sich mein "Bauchgefühl," Gospodin Putin betreffend, mit der Wirklichkeit deckt, aber ich muss sagen, dass ich in allen Punkten die Meinung von Herrn Reitschuster teile.

Natürlich kann das bedeuten, dass wir beide völlig falsch liegen. Ich lerne gern dazu und warte daher brennend auf Kommentare, die die Aussagen des Experten mit Argumenten (nicht mit Phrasen) widerlegen.

...

Mit Verlaub, aber dieses Interview ist einfach nur unterirdisch.
Für wie naiv werden eigentlich die Leser mittlerweile gehalten?

noch mehr Öl ins Feuer?

Abgesehen davon, dass aktuell gewiss nicht der Zeitpunkt ist, Öl ins Feuer zu gießen mit weiterer Anti-Russland-Propaganda (wieso hat man die überhaupt nötig?), kann man sich ruhig mal den Spass machen, in diesem Artikel "Russland" durch "USA" zu ersetzen, "Putin" durch "Obama" oder "Bush" und analog so weiter.
.
Man wird verblüfft sein, dass das Ergebnis in keinster Weise sinnentstellt daherkommt. Etliche Passagen klingen sogar mit "BRD" und ... recht alltäglich.
.
Was Herrn Reitschuster betrifft: Wenn er in Moskau gearbeitet hat und in dieser Zeit als Putinkritiker auftrat, wie kommt es, dass er da bei einem so schlimmen Herrn Putin 12 Jahre lang bleiben konnte?

Sehr .. einfach gehalten.

Zitat: " Der Westen hat ja versucht, ihn als Partner zu gewinnen. "

Was der Westen unter Partner verstand, fehlt. Z.B. dass Russland vor Putin von jedem Petro-Dollar nur 20 Cent bekam.

Zitat: "tagesschau.de: Wie sieht Putin US-Präsident Obama?
Reitschuster: Intern wird sich über seine Hautfarbe lustig gemacht...." Woher weiss er das? Für eine solche Behauptung sollte man einen Beweis haben.

Zitat: "Respekt hat er vor Merkel..."
Sicher nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er eine Frau "respektiert", die immer abwartet um ja keine Fehler zu machen.

Zitat: "Er ...... wurde als Kind geschlagen" vom wem? Und woher weiss man das?

Ausserdem entand das Gefühl der Demütigung weniger wegen des Zusammenbruchs der SU sondern eher dem Verhalten des Westens danach. Weniger Gorbatschow als vielmehr Jelzin ist es, der Schande brachte, weil er Russland auslieferte.

Und was mich aufregt: die Empörung über Putins Wehrmachtsvergleich, während es ok ist, ihn mit Hitler zu vergleichen.

ziemliche Fehleinschätzung

Putins Politik in der Ukraine ist völlig reaktiv, sonst hätte er die Krim schon vor Jahren einnehmen können. Die Einschätzungen dieses 'Russland-Experten' sind also schlicht Unsinn.

Die Feststellung "Seit zehn Jahren erhält man in russischen Medien ständig den Eindruck, als ob vor allem Amerika nichts anderes zu tun habe, als eine Aggression gegen Russland vorzubereiten. " ist für mich übrigens nachvollziehbar. Die USA betreiben durch Nichtregierungsorganisationen systematisch eine Destabilisierung des russischen Staates ebenso wie des Ukrainischen, im letzten Falle sogar sehr erfolgreich, was die gegenwärtige Entwicklung erklärt. Reitschuster Einschätzungen sind von weltpolitischer Naivität gekennzeichnet.

oje

'Toller' Beitrag. Jetzt werden alle Deutschen hoffentlich verstehen, wenn die nächsten Sanktionen kommen: Der hat es verdient! So werden wir schon seit Monaten weichgeklopft, um uns auf irgendwas vorzubereiten... Ich rufe alle zum Reden auf. Verständnis für einander haben, auch wenn die Position des anderen ungewöhnlich scheint! Der Konflikt in der Ukraine ist ganz klar durch den Westen provoziert. Man will den Konflikt mit Russland. Versteckt das Ganze hinter 'Demokratisierung' und Hilfe für Ukraine. Sagt den Ukrainern endlich, dass sie nur ein globaler Spielball sind, der fallengelassen wird, wenn die Interessen sich ändern. Der Beitrag basiert wie immer auf Westen= Die Guten=Die Besseren.... Die anderen sind schlecht und böse... Leute, wacht auf!

Meinung von Reitschuster

Ich denke solche Meinung kann dieser Russland-Expert bei sich selber lassen. Ich bin selbst Russe und wonne in Sibirien und solchen Unsinn, den Reitschuster ausgedacht hat, habe ich noch nicht gehoert. Was ich eigentlich sehe - das sind Ruhe (keine Bomben), Arbeit und Bildung (neue Gebäude und Wege) und Leute, die ueber Putin nur gute Sachen sagen koennen.

Treffend analysiery

Ich will mir nicht anmaßen Herrn Reitschuster auf seinem Fachgebiet zu beurteilen, aber sein Interview deckt sich mit meiner Meinung. An seiner Stelle würde ich mich aber vorsehen aus Moskau solche Informationen zu versenden.

so so, meint der H. Reitschuster

ich frage mich, wo diese ganzen Experten herkommen.
In den Medien, heisst es nur noch, Experten sagen, Experten meinen, Experten haben ausgerechnet, Experten warnen, Experten sind der Meinung....etc.
Ich als Nicht-Experte, bin ueberzeugt davon, dass die meisten deutschen Buerger, die Lage viel besser einschaetzen, als so mancher dieser Experten.
Ausserdem, ohne Experte zu sein, sehe ich schon seit Wochen und Monaten, eine beschaemende Anti-Putin Propaganda laufen.
Das ist unnoetig, der wesentlich Teil in der Bevoelkerung hat laengst begriffen, wohin der Obama-, Merkel-, EU-, Nato-Zug faehrt.

Russland gescheiterte Demokratie

Hallo Meinungsquirl,
Putin hat nach Innen das aufgebaut, was er gelenkte Demokratie nennt. Man könnte auch von Russland als gescheiterter Demokratie sprechen.
Wladimir Putin unterdrückt die demokratische Opposition. Er hat die meisten Medien unter seine staatliche Kontrolle gebracht. Mithilfe seiner Medien manipuliert er in großem Stil viele Menschen. Als z.B. Separatisten Deutsche als Geiseln genommen hatten, da hat das russische Fernsehen das nicht als Verbrechen verurteilt. Vielmehr triumphierte der Putinvertraute Kisseljow auf Kanal rossija1, man habe deutsche Spione gefangen. In der Außenpolitik setzt Russland auf Ausdehnung, man könnte auch sagen Eroberung. Dieses Jahr zuerst die Krim. Seitdem unterstützt Wladimir Putin die Separatisten mit Waffen und Kämpfern, wie unlängst sogar Separatistenführer Sacharschenko bestätigt hat. Dabei macht es ihm nichts aus, dass die Separatisten die Menschenrechte mit Füßen treten, wie die UN und Amnesty International berichten.

um 04:04 von Sasquatch

"Ich lerne gern dazu und warte daher brennend auf Kommentare, die die Aussagen des Experten mit Argumenten (nicht mit Phrasen) widerlegen."
Es gibt nur ganz wenige Menschen auf der Welt, über die ich mir anmasse soweit Bescheid zu wissen, dass ich einiges über ihre Motivation und Einstellung aussagen könnte. Die kenn ich alle seit Jahren persönlich. Putin, Merkel oder Obama gehören nicht dazu. Und ich vermute stark, dass auch Reitschuster nicht intim bekannt ist mit Putin. Und also sollte er seinen Drang zu apodiktischen Aussagen zügeln. Darüber hinaus; der personalisierende Ansatz taugt gerade in der Politik allenfalls zu Verfeindungsdenken. Wer etwas verstehen will sammelt Fakten, versucht Interessenlagen nachzuvollziehen und verlässt sich nicht aufs ephemere Geschrei der Berufswisser.

Wenn das Journalismus ist ,

Wenn das Journalismus ist , dann gute Nacht.
Es fehlen einem im ersten Moment die
Worte.Wir solltenfroh sein daß dieser Mann zur Zeit in Russland Präsident ist sonst hätte
schon etwas ganz anderes passieren können.
Was sich EU/Nato-Politiker und diverse
Journalisten hier leisten hat mit Frieden und
Deeskalation nichts zu tun.
Der Westen hat spätestens seit den Maidan
Unruhen diese Lage zu verantworten und hat
sich verspekuliert. Die Wut darüber ,daß man
sein Ziel nicht erreicht,führt dann unter
anderem zu solchen Interview-Kostbarkeiten.
Was allerdings nicht das schlimmste wäre.
Gruß Raupe !

Danke!!!

Sehr genaue und deutliche Einschätzung!

Scheint richtig zu liegen

Ich halte Herrn Reitschusters Darstellung von Putins Weltbild schon deswegen für gut getroffen, weil es sich weitgehend mit dem deckt, was die Pro-Putin-Fraktion hier im Forum uns seit Beginn der Ukrainekrise über die Opferrolle Russlands und die bösen Pläne der Amis und des Westens insgesamt zu erzählen versucht.
Inwieweit Putin das jetzt wirklich glaubt oder nur als Mittel zum Zweck instrumentalisiert, ist schwer zu sagen; Reitschusters psychologische Erkenntnisse sind mir etwas zu forsch. Aber nach der Devise "viel Feind, viel Ehr" muss Putin die USA als Gegner aufbauen, schon um davon abzulenken, dass Russland einfach in der Weltpolitik so wichtig nicht mehr ist; man gewinnt ja den Eindruck, es sei Obama eher lästig, sich wieder verstärkt mit Europa befassen zu müssen; China und der Pazifikraum wird viel wichtiger, und es wurmt Russland wohl, nicht mehr der grosse Gegenspieler zu sein.

Wow, also das ist schon

Wow, also das ist schon heftiger "Journalismus". Da hat aber jemand ganz ganz tief in die Trickkiste gegriffen.

Sanktionen

Wer glaubt das ein Herr Putin sich durch Sanktionen erpressen lässt liegt falsch "Punkt" und all die sogenannten Russland "Experten" sollten die Wahrheiten mal logisch aufrollen um zu einem vernünftigen Fazit zu kommen. Ob das jemand hinkriegt ???

Es fällt kein Wort ...

über die chaotischen Zustände der Nachsowjetzeit, welche viele Informationen zum heutigen Russland enthält.
In Russland herrscht ein tiefes Misstrauen wegen genau dieser Zeit.
Darum beruft man sich gerne auf eine starke Führung.

Zum Thema Obama:
Ja Obama ist ein schwacher Präsident, ein verdammt schwacher. Er ist als Mesias gestartet und endete Monate später als Marionette.

@tisiphone:
"Und was mich aufregt: die Empörung über Putins Wehrmachtsvergleich, während es ok ist, ihn mit Hitler zu vergleichen."
Und was auch noch auftritt sind die ständigen Sowjetunionvergleiche.
Es besteht also kaum ein Unterschied zwischen den russischen Medien und den europäischen/amerikanischen Medien.

Es tut mir leid , damit kann ich wenig anfangen.

Alles in allem eine mundgerechte Mainstream Analyse. Es wäre eventuell sinnvoller die Motive zu analysieren, warum
all die ukrainischen Fiktionen vom Westen aufgeregt wahrgenommen werden, jedoch am Ende, wenn sich herausstellt, dass hier, in der der Tat aufgebauschte Geschichten kolportiert werden, diese dann am Ende kommentarlos übergangen werden. Zwei wesentliche Aspekte werden hier übergangen: 1. Die emotionale Verbindung mit der Ostukraine, in der die Zivilbevölkerung einer Katastrophe entgegengeht. 2.Das Fehlen jeglicher Verhandlungskonzepte des Westens, wird durch eine stereotype Drohpolitik ersetzt, wobei der ukrainische Standpunkt 1:1 ungeprüft übernommen wird.

Was ist Ihr Ziel?

Werte Tagesschau, was wollen Sie mit der Veröffentlichung von so einem einseitigen Interview und Meinungsbild erreichen?

@tisiphone: "Ausserdem entstand das Gefühl der Demütigung ....

.... weniger wegen des Zusammenbruchs der SU, sondern eher dem Verhalten des westens danach."

Da irren Sie aber: Putin bezeichnete den Zerfall der SU als die Größte geostrategische Katastrophe des 20. Jahrhunderts - und nicht die beiden Weltkriege mit Millionen Toten. Ohne plausibler Rechtfertigung, aber mit falschen und unreflektierten Erkenntnissen der Geschichte und der Nachkriegsentwicklung versucht Putin, Russland mit nationalistischer, autoritärer und aggressiver Machtpolitik zu alter Geltung zu verhelfen. Putin übernimmt sich dabei gewaltig.

Zudem zerstört der Krem-"Zar" mit der neuen und aggressiven Geo- und Militärstrategie das Verhältnis zu den Nachbarstaaten und dem angeblich bösen und faschistischen Westen. Putin isoliert sein Land in der Völkergemeinschaft. Im Ergebnis führt diese neue Machtstrategie zur Isolierung von der aufgeklärten und friedliebenden Welt, sowie einem neuen Kalten- und Wirtschaftskrieg. Diesen Krieg wird Putins Russland auf Dauer verlieren.

in einigen Punkten nicht falsch, aber sonst...

Putin sei zudem russophob, weil er meine, viele Russen seien unreif und bräuchten starke Führung.

Dann sind wohl meine russ. Bekannten ebenso russophob, die ironischerweise genau das gleiche meinen.

Viell. später mehr dazu.

Will man in einem Land prowestliche Regierung einsetzen....

...verteufelt man deren Staatschef.

Ich bin Deutscher und kann Rußland nicht leiden! Die Russen haben mir viel böses angetan!

Aber warum sollte dieses Interview so wichtig sein, um es zu veröffentlichen? Warum spricht man über Putin und nicht darüber, dass die Russen ihn zu über 80 % in seiner Politik unterstützen? Warum wird mit einem solchen Interview eine bestimmte Stimmung in Deutschland geschürrt?

Ich bin ebenfalls für einen Frieden und finde, dass solche Veröffentlichungen dazu führen sollten, in den Menschen eine Anti-Putin und damit auch eine Anti-Russen-Stimmung zu schaffen. (Diese Stimmung mußte ich in mir selbst jahrelang überwinden.)

Verteufelung war schon bei folgenden Personen:
- saddam hussein
- gaddafi
- assad
und vielen anderen.

Rußland hat definitiv nicht das System und nicht die Demokratie, wie die westlichen Länder sich das vorstellen. Aber auch ein Aufzwingen der eigenen Vorstellungen ist ebenfalls ein aggressives Verhalten und kann zum Krieg führen.

Vertreter des Volkes

Herr Putin ist wenigsten ein echter Volksvertreter, was mann von unseren Regierungspolitikern nicht behaupten kann.
Das Volk steht voll hinter ihn & z.B. der "Zurückholung" der Krim, zur Unterstützung haben auch meine Freunde dort ihren Sommerurlaub verbracht.
Frau Merkel liefert Waffen an die Kurden obwohl eindeutig und offiziell das Volk dagegen ist und sie damit grundsätzliche Regeln deutscher Außenpolitik verletzt.
Hier in Mokau sehe ich im Fernsehen unzensiert beide Seiten. Die DW ist hier frei zu empfangen wie auch France24 und Euronews, die ganzen Versuche die Russland unternommen hat um der Ukraine Konflikt zu entschärfen sucht man in unseren westlichen Qualitätsmedien vergeblich. Auserdem werden meine Kommetare auf RT nicht ständig wegzensiert wie hier auf TS.

Starke Führung

"...viele Russen seien unreif und bräuchten starke Führung."
.
Deutschland könnte auch ein bisschen eine starke Führung gebrauchen, dieses Duckmäusertum und diese Hasenfüßigkeit (Zitat Gysi) unserer Bundesregierung gegenüber den USA ist wirklich abscheulich.
.
"Es ging damit los, dass man hinter Problemen im eigenen Land immer wieder den Westen vermutete."
.
Und genau das stimmt ja auch, die Sowjetunion wurde nach ihrem Zusammenbruch von den USA bis auf die Knochen gemolken.

Gute analyse

real und dreffend,so sieht guter journalismus aus!!

Oje! Da hat...

...Herr Reitschuster wohl in ein Wespennest reingefasst?

Vieles aus Putinschem Newspeak kann man nämlich hierzulande in bestimmten "Zentralorganen" eins-zu-eins nachlesen...

Dem entsprechend werden die Reaktionen ausfallen!

seit hunderten von Jahren immer das Gleiche!

Wenn du einen Feind nicht besiegen kannst, bring ihn in Mißkredit und mach ihn lächerlich!
Genau so kommt mir dieses Interwiew vor.
Das ist nur ein weiterer Fehler auf einer langen Liste, die der "Westen" bereits beging.
Man mag von Hr. Putin halten, was man will, doch ihn im Sinne von "russophob", "Möchtegernstalin" oder aus seiner Kindheit traumatisiert zu sein, zu unterschätzen, wäre überaus töricht!
Immerhin beweist er doch ein ums andere Mal, daß er durchaus ernst zu nehmen ist. Es war/ist ein großer Fehler, ihn auf eine Stufe mit Hr. Jelzin zu stellen oder Rußland tatsächlich nur als "Regionalmacht" zu betrachten.
Hochmut und Arroganz kommen immer vor dem Fall.

Wer solche "Experten" hat, braucht keine Wahrheit

Herrje, wo findet man nur solche Scharfmacher?
Dürftig bis ausweichend, wenn es konkret wird, aber mit messianischem Eifer, wenn es um die Botschaft geht.

Frage: "War die strategische Zielsetzung bereits abzusehen?"
Antwort. "Das war seit mindestens zehn Jahren abzusehen."

Beispiele Fehlanzeige.

Frage: "Woran hätte man erkennen können, dass Putin eine aggressivere Politik plant?"
Antwort: "Es ging damit los, dass man hinter Problemen im eigenen Land immer wieder den Westen vermutete."

Die US-Militärberater in Georgien oder die vornehmlich us-finanzierten NGOs, die sich in Russland breitmachten waren aber keine Erfindung von Putin.

"Der Westen hat ja versucht, ihn als Partner zu gewinnen."
Klar, deshalb hat man ihm ja auch den Raketenschirm vor die Nase geknallt.
Und woran scheiterten denn die EU-Russland-Beziehungen?

"Respekt hat er vor Merkel, weil sie in der DDR aufgewachsen ist und ihn daher durchschaut."

Na, wenn alles so einfach wäre ...

Es freut mich,

dass hier doch der Großteil der Kommentare eher kritisch eingestellt ist. Immerhin ein Lichtblick.

Tatsache ist, dass der Westen anscheinend immer noch nicht begriffen hat, dass Putin kein Jelzin 2.0 ist, dem man einfach nur Schnaps hinstellt und dann mit ihm tun und lassen kann wie es einem gerade beliebt.
Auch sollte man erkennen können, dass Putin jahrelang stillgehalten hat, während der Westen eine expansionistische und umkreisende Anti-Russland-Politik betrieben hat. Nur leider haben sich die "westlichen Strategen" jetzt mal verkalkuliert und der russische Bär erwacht.
Da der Westen - besser die westlichen Spitzenpolitiker - aber nichts mehr fürchtet als einen Gesichtsverlust, so wird die Eskalationsschraube fleissig weiter gedreht bis es am Ende richtig knallt.

Die Verantwortlichen sollten sich aber nur nicht zu sicher sein, wenn sie hinterher aus den Bunkern kommen...

@Freebooter

Bzgl.:
Als z.B. Separatisten Deutsche als Geiseln genommen hatten, da hat das russische Fernsehen das nicht als Verbrechen verurteilt. Vielmehr triumphierte der Putinvertraute Kisseljow auf Kanal rossija1, man habe deutsche Spione gefangen.
*
Naja, ehrlich gesagt: als kaum eine Woche nach Ausbruch der Kampfhandlungen plötzlich deutsche "Militärbeobachter" zusammen mit ihren (west-)ukrainischen Kollegen in den umkämpften Gebieten im Osten aufgegriffen wurden, habe ich mir auch gedacht: was machen denn die da? Übrigens wurden die dann auf Vermittlung Russlands hin wieder freigelassen.
*
Bzgl.:
"Dabei macht es ihm nichts aus, dass die Separatisten die Menschenrechte mit Füßen treten, wie die UN und Amnesty International berichten."
*
Sie können ruhig dazusagen, dass Amnesty International und die UN den Nationalgarde-Batallionen den gleichen Vorwurf machen. Sonst kommt das so tendenziös rüber.
*
Zum Bericht selbst: kurzsichtig, laut, selbstgerecht. Focus halt. Aber dem Volk gefällts. ^u^

@ Worldobserver Angst ist ein beliebtes Druckmittel.

Ich äusssere subjektiv Angst. Damit ist der, vor dem ich angeblich Angst habe , von vornherein diffamiert. Das ist auch ein passables Instrument der Propaganda. Denn meine Angst unterstellt realen Grund. Weil sie gut in ein Diffamierungskonzept gegen Putins passt. Gründe werden nicht rational geprüft, sie werden behauptet und dienen letztlich der Bestätigung eines Vorurteils. Warum sollte der fantasievolle Autor seiner Putin Legende
Angst haben. Ich denke, die Russen amüsieren sich. Schauen Sie, wo beispielsweise überall EB Teams und Fotojournalisten zwischen russischen Truppen in Russland herumfilmen.
Und wie dann mit den Schnittbildern ein Einmarsch in die Ukr. konstruiert wird. Die Russen stört das wenig. Aber wir haben ja Angst, darum sind die Russen böse.

Dieser Experte verbreitet

Dieser Experte verbreitet hier seine einseitige Sicht auf die Dinge, ohne auch nur im Ansatz die Uebernahme von Osteuropas durch die Nato zu erwaehnen. Natuerlich haetten die ueblichen Kreise von IWF bis Wallstreet gerne den totalen Zugriff auf die Bodenschatze und Maerkte dieses Riesenlandes. Schoen waere auch, wenn die Regierung dort aus Amateuren bestehen wuerde, die nur Chaos verwalten. Das wollen die Russsen aber nicht. Deswegen finden die Putin gut.

Was ist Mut?

Das ist Mut! Ich schätze, eine "Armee" von Leuten fällt seit Monaten, insbesondere mit diesem Interview, mit übelsten Beschimpfungen und Drohungen über Reitschuster her. Nicht alles ist moderiert wie diesers Forum hier. Respekt, Herr Reitschuster!

Es hat gereicht, den ersten Absatz zu lesen..

...um zu verstehen, ob der "Experte" wirklich Experte ist.
Das Wort Neurussland, genauer gesagt der Name, wurde in Donezk irgendwann Ende Mai oder so gefallen. Es waren zwei Republiken, Donezk und Luhansk, die eigentlich für das gleiche kämpften. So entschied man sich, einen gemeinsamen Namen anzunehmen, um besser da zu stehen, und eventuell Russland zu zeigen, dass die zwei Republiken pro-russisch sind.
In der Presse, verzeihung, in der demokratischen Presse dieser Welt wird dieser Begriff schon seit Monaten verwendet. Da das Tagesschau nichts mit demokratisch zu tun hat, haben die es natürlich erst von Putin gehört. Weiter so! :-)

Am 02. September 2014 um 06:03 von Australitis so so, meint der

Stimmt die meisten Deutschen haben begriffen, das wir das Jahr 2014 haben und nicht 1899 oder 1953. Aber viele Russen, lauschen ehrfürchtig der Putin-Propaganda und glauben, das das die Wahrheit ist.

Putin russophob?

Putin als russophob zu bezeichnen ist schon sehr mutig. Man möge sich dem Sinn einer solchen Wortschöpfung schon bewusst werden.
Aber in einigen Punkten teile ich die Meinung Breitschusters. Auch ich habe in vielen Gesprächen im postsowjetischen Raum festgestellt, dass die dortige Landesseele tatsächlich nach einer starken Führung lechzt. Das hat aber weniger mit Unreife zu tun sondern schlicht von der Enttäuschung über die Art und Weise der "Demokratisierung", die mindestens in der Ukraine, in Belarus und erst Recht in Russland eher eine schnelle Umverteilung des Volksvermögens von unten nach oben und abrupter Einführung marktwirtschaftähnlicher Strukturen bedeutete. Der Verlierer war die breite Masse.
Solange die Demokratie sich dort nicht annähernd dem eigentlichen Sinn dieses Wortes nähert, wird sie auch wenig Chancen auf Durchsetzung und Akzeptanz haben. Es gibt sie nicht auf Verordnung, man muss sie leben und, am wichtigsten: VORleben - damit ist die Politik gemeint.

Danke auch von mir fuer das Interview ...

... Genauso stelle ich mir das auch vor.

@Australitis: Herr Reitschuster berichtet seit Jahren AUS Russland, lebt vermutlich dort und bekommt mit der Zeit wohl auch einiges durch seinen Beruf mit. Das macht ihn daher zu einem Experten, eben durch seine Erfahrung dort.

Aber ist mir auch klar, dass es einigen hier im Forum nicht so recht schmeckt, was Herr Reitschuster von sich gibt. Manchmal tut die Wahrheit eben weh ...

Gruesse aus dem Sueden Chinas!

Das werden wir eben glauben müssen

denn leider verschwendet der "Experte" keine Minute damit, seine zahlreichen Behauptungen mit Belegen oder Beispielen zu untermauern.

"Er will regieren wie "Stalin light", aber leben wie der Multimilliardär Roman Abramowitsch."

Das klingt toll, aber wo pflegt Putin einen ausschweifenden oder luxuriösen Lebensstil?

"Er ist darauf getrimmt, dass der Westen das Böse sei. Das wird ihm schon sein Großvater, der Koch bei Stalin war, am Küchentisch erzählt haben."

Andere Belege, außer Mutmaßungen über seinen Großvater: Fehlanzeige.

"Überspitzt gesagt: Was für katholisch erzogene Kinder der Teufel ist, stellt für Putin der Westen dar."

Auch das klingt wieder toll, und Putin steht als kleiner, dummer Junge da, der vom Westen erzogen und aufgeklärt werden muss.
Auf der Basis solche "Expertisen" werden wir dem russischen (Vor)Urteil eines arroganten und impertinenten Westens voll gerecht.
Aber an dem zerrütteten Verhältnis ist natürlich nur Russland allein schuld ...

Putin hat aus der Geschichte gelernt

Die Geschichte zeigt uns immer wieder unsere Fehler auf, sowohl kollektiv als auch individuell. Die Kunst ist es, aus gemachten Fehlern zu lernen und mit dem Gelernten eine positive Veränderung herbeizuführen.
Herr Putin lernt auch aus der Geschichte, zieht allerdings aus dieser eher seltsame Schlüsse, die eher an Cäsaren, Karl der Große, Napoleon oder einen anderen bekannten Protagonisten der jüngeren Geschichte erinnern.
Alle haben etwas gemeinsam: Sie hatten zunächst große Erfolge, auch innenpolitisch. Diese Erfolge wurden allerdings mit viel Blut erkauft und währten nicht lange. Anschließend kam der tiefe Fall. Es war immer eine Frage der Zeit. Ein gefallenes Weltreich hat meines Wissens nie seine ursprüngliche Größe wieder erreicht. Vielleicht ist es das, was Herr Putin heute zu ändern versucht.

Sehr schlechtes Interview!

Dieses Interview stößt mal wieder ins gleiche Horn, wie die übrige negative Putin-Berichterstattung des Westens um die. Man könnte fast meinen, es ist ein weiteres Gefälligkeitsinterview eines sog. Experten, um die negative Berichterstattung über Putin zu rechtfertigen. Wer sich jedoch im Internet Interviews mit Putin und Reportagen ansieht und sich nicht von der VS-Sicht, die in den europäischen Leitmedien verbreitet wird, manipulieren läßt, der wird erkennen, daß Putin nicht so ist, wie er von den VSA und den VS-affinen Regierungen in Europa beschrieben wird. Für den Anfang empfehle ich, sich den Bericht der VS-Amerikanerin Sharon Tennison über Putin anzuschauen.
Vor allem sollte man sich klar machen, daß die VSA keine edlen Ziele verfolgt, sondern ganz klar eine Hegemonialpolitik verfolgt und zwar ohne Rücksicht auf Verluste. Wer das immer noch nicht sieht, sollte sich eine bessere Brille zulegen!

Einseitig. Dass Putin

Einseitig. Dass Putin gegenüber allem, was vorher war oder gegenwärtig realistisch möglich ist, immer noch eine Verbesserung darstellt, und dass die einzige sichere Möglichkeit, einen brandgefährlichen Konflikt zwischen Nuklearmächten zu vermeiden, die Aufnahme eines Dialogs ist, muss auch erwähnt werden.

@Wahrheit1966: "Jetzt werden alle Deutschen hoffenttlich...

... verstehen, wenn die nächsten Sanktionen kommen: Der hats verdient!"

Zu der Charakterisierung von Putins aggressiver Macht- und Ausdehnungsstrategie passt seine Drohung im Gespräch mit EU-Barroso, als er Putin die Folgen der grenzübergreifend Unterstützung von Separatisten in der Ost-UA vorhielt: "Wenn ich wollte, könnte ich in zwei Wochen Kiew einnehmen."

Nun, dank der russischen Unterstützung mit Soldaten und Offizieren, die die Regierungstruppen taktisch ins Abseits brachten und die Auseinandersetzung militärisch wohl entschieden haben, ist eine offene Invasion der RF hinfällig und eine politische Konfliktlösung wahrscheinlich geworden.

Dennoch muss der Westen seine Abwehrstrategie mittels schneller Eingreiftruppe stärken, zumal Putins hegemoniale Geo- und Militärstrategie alle Nachbarländer bedroht. Zudem führt die von Russland zerstörte Partnerschaft mit dem Westen zu einschneidenden Veränderungen in den politischen, wirtschaftlichen und gesellschftl. Beziehungen.

Europa im Tiefschlaf

Mit Gorbatschows Veränderung der sowjetischen Politik wurde die damalige UdSSR im westlichen Europa nach und nach als Partner angesehen. Der Zusammenbruch der UdSSR wurde fast mitleidig beobachtet, die Souveränitätsbestrebungen der Sowjetrepubliken jedoch uneingeschränkt gefördert. Der logische Sturz des Präsidenten folgte auf dem Fuß und lediglich ein Wechsel in eine Militärdiktatur konnte verhindert werden.
Anschließend folgte in Europa die Einschlafphase, Jelzin war tatsächlich nicht als potenzieller Agressor wahrnehmbar. Spätestens mit dem Wechsel zu Putin als Präsident war die Tiefschalfphase erreicht und man schwamm auf der Welle der Glückseligkeit ob der "guten Beziehungen" und übersah jegliches Großmachtgehabe des russischen Präsidenten. Sogar seine Rede im Reichstag hat deutliche Spuren des Versuchs, Europa und die USA zu spalten.
Putins Versuche seiner Führungsposition in Europa scheiterten und er versucht nun das Übrige zu sichern. Südosteuropa muss hellwach bleiben.

Kurz: Überzeugt mich nicht.

Klientel-Artikel.

Nicht Phrasen oder Argumente, sondern Tatsache

04:04 von Sasquatch
"Der Westen hat ja versucht, ihn als Partner zu gewinnen."
Um nur EIN Beispiel zu nennen: Raketenabwehrschild:
Russland wollte an diesem Schild, der sich ja vorgeblich nur gegen den Iran richten sollte, mitarbeiten, also auch mit Offizieren in den Führungsstellen, die den Einsatz lenken. Sogar eine Stellung auf russischen Territorium wurde angeboten (also näher am vorgebliche Gegner Iran), Beides wurde abgelehnt. Was würden Sie also daraus schließen?
Was war mit dem Antrag auf NATO-Mitgliedschaft?
Wie sagte Putin richtig? Russland wurde nicht eingeladen, sondern aufgefprdert, am Katzentisch platzzunehemn.

Keine regulären russ. Truppen in der Ukraine

// Roland Bless, Sprecher des OSZE-Vorsitzlandes Schweiz, sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Die OSZE hat aufgrund ihrer Beobachtungen keine Hinweise auf eine Präsenz von russischen Truppen auf ukrainischem Boden.“ // DWN

die nachicht war schon gestern nachmittag zu lesen. warum hört man auf der ard seite nix davon? ist das ne fehlinformation oder gar ne lüge der dwn-redaktion? oder passt die nachicht gerade nicht ins politische leitbild der ard?

“Überspitzt gesagt: Was für katholisch ...

erzogene Kinder der Teufel ist, stellt für Putin der Westen dar"

“Meine Sorge ist, dass er die traditionelle Partnerschaft zwischen den USA und Europa ersetzen will durch eine Zusammenarbeit zwischen Europa mit Russland.”

Wenn “der Westen” als Teufel gesehen wird und Europa zum “Westen “ gehört, dann hat dieser Experte Reitschuster Sorge, dass Russland mit Europa zusammenarbeitet und damit die USA ersetzt?

Diesen Widerspruch in seiner Argumentation scheint der Experte nicht zu bemerken. Diese seine Sorge wäre und ist allerdings für die USA (-Administration) nachvollziehbar, zumal Russland reichlich Rohstoffe hat, was der deutschen Wirtschaft ja auch schon aufgefallen ist.

Dieser Herr gibt also eine für die USA verständliche Sorge als eigene an - das zeigt ja nun deutlich, wo er einzuordnen ist!

Was soll dem deutschen Bürger eingetrichtet werden -

oder ist es nur Werbung für ein neues Buch?
Herr R. Arbeitgeber hat ihn sicher nicht wegen seiner Empathie für Russland als Korrespondent in Moskau verpflichtet. Ich wage zu behaupten, dass der Interviewer kein besonderes Interesse an der komplexen Situation und Gemütslage in Russland hat. Hauptsache ein möglichst schlechtes Bild der russischen Regierung, verkörpert inPutin, wird dem Leser präsentiert.

In Phoenix-TV gab es ein ganz anderes Interview ("Im Dialog") am Sonntag mit Hubert Seipel, der vor 2 Jahren einen Film über Putin gedreht hat (damals auch recht kritisch) und der vieles seiner Meinung inzwischen revidiert hat und sachlich aber auch empathisch berichtet. Er ist übrigens wieder mit einem Film befasst.
Recht nahe an Putin war auch der Politikberater Alexander Rahr (sehr gut vernetzt in der BRD und der deutschen Politik und Wirtschaft) in einem Interview mit 'Jung und naiv'-TV. Einfach einmal ansehen in den Mediatheken .

Putin ist also

Putin ist also "russophob"....

Wie nennt man es, wenn wir uns trotz wiederholter völkerrechtswidriger Kriege, Atomwaffenlagerplatz in Deutschland, Massenausspähung und von deutschem Boden ausgehenden Drohnenangriffen mit den Verantwortlichen solidarisch zeigen?
Stockholm-Syndrom?
Es zeigt sich, dass es für Russland wohl ein Fehler war, die russischen Soldaten abzuziehen. Ein Blick auf unsere (gemeinsame) Geschichte hätte Russland vorsichtiger sein sollen.....

Darf ich meine Meinung kundtun? Wir werden sehen....

@ Sasquatch, 04:04

Es ist ja sehr fair und redlich von Ihnen, daß Sie Ihre Meinung über Putin, die sich, wie Sie sagen, mit der von Herrn Reitschuster deckt, mit Ihrem "Bauchgefühl" begründen.

Sie erwarten interessiert Argumente (nicht Phrasen) gegen den "Experten". Aber hat der denn solche geliefert?
Ich habe nur Meinungen und Behauptungen gelesen und den Eindruck gewonnen, daß er regelrecht mental "geeicht" zu sein scheint und und nur nach seiner festgelegten Skala zu urteilen scheint.
Es ist erkennbar, daß Herr R. - ganz im Gegensatz zu Ihnen- kaum bereit sein wird, seinen Standpunkt, sein Urteil je in Zweifel zu ziehen.

Was soll man dazu sagen?:
" Er ist russophob, also das, was er anderen vorwirft: Er hat eine geringe Meinung von den Menschen in Russland, weil er sie für unreif hält und wie Kinder behandelt. Kinder, die stark geführt werden müssen und auch mal Prügel wollen. Er will regieren wie "Stalin light", aber leben wie der Multimilliardär Roman Abramowitsch."

Argumente helfen da nicht.

"dass er die traditionelle

"dass er die traditionelle Partnerschaft zwischen den USA und Europa ersetzen will durch eine Zusammenarbeit zwischen Europa mit Russland."

sehe ich nicht als Sorge. Europa ist eigenständig genug, vom Wesen her (leider noch nicht von den Tatsachen des sog. transatl. Bündnisses) und Europa wird Russland weniger folgen wollen als den USA.

Der springende Punkt ist, dass es in Europa besonders im Osten eine grosse Angst vor dem Gaspreis gibt.

Wenn Russland aber eine neue Partnerschaft mit Europa sucht, dürfte uns das gefallen, insofern das einen stabilen Gaspreis bedeuten kann. ICH aber glaube, dass Russland überhaupt nur eine Partnerschaft der Willigen sucht, ähnlich wie die USA.

Im übrigen: fragt man tausend Experten erhält man 12 typische Standpunkte und Exegesen.

Es ist sehr aufschlussreich,

Es ist sehr aufschlussreich, wenn im Forum teilweise genau das wiederholt wird, was die russischen Medien täglich verbreiten. Und dazu mit voller Breitseite auf Herrn Reitschuster. Der Journalist erzählt also Unsinn? Und das sagen diejenigen, die in deutschen Stuben hocken, über denjenigen, der seit Jahren in Russland arbeitet? Wenn jemand russische Freunde hat, möge er mit ihnen über das Thema diskutieren. Wir haben eine russische Dependance in St. Petersburg und dort bekomme ich seit Jahren genau das bestätigt, was Herr Reitschuster sagt. Jemand hat im Forum sogar unterstellt, die Tagesschau wäre nicht demokratisch. So kann man natürlich die Welt auf den Kopf stellen beziehungsweise sie der eigenen Ideologie anpassen. Gerade in dem Interview wird die Situation sachlich diskutiert. Die Reaktionen hier im Forum sind aber teilweise unsachlich, hin und wieder sogar unter der Gürtellinie. Wer so diskutiert, entlarvt sich sich selbst.

Putin kann man nicht trauen

Ich habe schon vor 10 Jahren gesagt, dass man Putin nicht trauen kann. Damals haben alle ihn noch hofiert und sich für stärkere Bindungen an Russland ausgesprochen.
Dabei ist Putin ein eiskalter Machtpolitiker. Als Ex-KGBler weiß er genau, wie er sich in bestimmten Situationen verhalten muss und geht dabei immer berechnend vor. Die Ukraine hat den Fehler gemacht, gegen Grenzgarantien auf Kernwaffen zu verzichten. Ein Wort bedeutet Putin aber nichts und Verträge sind nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben sind. Und doch wurde er zu lange unterschätzt, vielleicht, weil sein Vorgänger ein stets angetrunkener Partylöwe war.
Putin hingegen ist nüchtern und beobachtend. Er nutzt die Fehler seiner Gegner aus und macht keinen Hehl daraus, wer das Sagen hat. Oft wartet er nur dem passenden Moment ab. Und anschließend wird alles dementiert, siehe Litwinenko.
Und wie Putin zu Demokratie und Selbstbestimmung der Völker steht, hat man in Tschetschenien, Dagestan oder Georgien gesehen.

@ montideluxe (03:30): stimmt die Analyse ist zutreffend

hi montideluxe

Auch ich kann mich dieser Analyse von Reitschuster nur anschließen. Zum einen ist da dieser Absatz bezüglich Putin selbst:

Reitschuster: Putin hat das verinnerlicht, bei ihm mischt sich das Persönliche mit dem Politischen. Er kommt aus einfachen Verhältnissen, wurde als Kind geschlagen. Darum dreht sich bei ihm immer alles um Stärke. Und das ist die Tragik, nämlich dass Putin nie verstanden hat, was die Sowjetunion wirklich zum Einsturz gebracht hat, sondern jetzt genau das restauriert, was letztendlich für den Zusammenbruch der Sowjetunion verantwortlich war.

Dass er als Kind geschlagen wurde, dafür kann Putin wohl selbst nichts. Sowas war absolut inakzeptabel. Aber: sowas darf KEINE Rechtfertigung für seine Politik sein. Das ist genauso inakzeptabel und dafür muss Putin deutlich in die Schranken gewiesen werden. Darüber hinaus schlage ich sogar ernsthaft vor, dass Putin sein Amt niederlegen und sich erst mal in Psychotherapie begeben sollte.

Putins Meinung über die Deutschen

hier wird es immer gern so dargestellt, als hätte Putin was für die Deutschen übrig. Er spräche schließlich deutsch und hat das auch im Bundestag getan, wo er uns angeblich ein ernstzunehmendes Angebot der Partnerschaft gemacht haben soll ...

Nichts ist einfacher als sich für die Propaganda einen weißen Anstrich zu geben und diese mitten in den Bundestag zu tragen, doch wer tatsächlich genau hinhörte, dem entging nicht dass es vor allem Vorwürfe und realitätsfremde Wahnsinnsvisionen und Ansprüche waren, mit denn man förmlich überfahren wurde.

Die Wahrheit ist dass Rußland uns Deutsche für den Verrat von '89 verachtet. Für die schmachvolle Abreise seiner Person und die der Sowjettruppen. Putin hat für die Deutschen nichts übrig und ganz bestimmt nicht für die Lebensart die wir im wiedervereinigten Deutschland entwickelt haben, das sollte den Pan-Eurasischen Träumern einmal klar werden. Nichts Gutes haben wir uns davon zu erhoffen, wenn sich diese UdSSR 2.0 auf uns ausdehnen sollte.

Russland-Experte Reitschuster

hält die Russen wohl selbst für Kinder, weil Sie z.Z. mehrheitlich auf seiner Seite stehen.
Ich hatte bereits weit vor dem Konflikt mehrere Russen gefragt wie Sie zu Putin stehen. Jeder hatte gesagt, dass Sie ihn nicht für einen "Lupenreinen Demokraten" zählen, aber er hat endlich wieder Ordnung und Wohlstand gebracht.
DEMOKRATIE ist nur solange gut, wenn der Magen voll ist. Und das gilt nicht nur für Russland sondern auch für Deutschland.
Man hätte Russland Zeit geben müssen. Wir haben z.B. in Deutschland bis 1994 mit §175 auch die Schwulen bestraft. Die Entscheidung musste auch erst mal reifen.

Viele Unterstellungen

Der Autor zeichnet ein durchweg negatives Bild von Putin.
Er enthält sehr viele Unterstellungen.
Objektiv ist diese Art der Information nicht.
Warum bekommt ein Artikel mit diesem niedrigen Niveau so viel Platz in der TS ?

Putin weiß nicht was er tut

Putin weiß nicht, was er seinem Land langfristig antut: Die NATO wird Polen, Rumänien und die baltischen Staaten aufrüsten, er hat mittlerweile mehrere Feindstaaten an seinen Grenzen: Die Ukraine, Georgien, letztendlich auch das etwas entfernte Moldawien, dem ein Staatsteil gestohlen wurde. Dazu die Konflikte, für die er nicht verantwortlich ist, im islamischen Kaukasus. Dies bedeutet alles auf lange Sicht erhebliche Militärausgaben und das bei zunehmenden Wirtschaftssanktionen. Alle, die Putin jetzt im eigenen Land zujubeln, werden dies noch zu spüren bekommen.

@Shasta: "Dieser Experte verbreitet hier seine einseitige ...

... Sicht auf die Dinge, ohne nur im Ansatz die Übernahme von Osteuropa durch die NATO zu erwähnen."

Weder die NATO noch die EU haben Osteuropa "übernommen". Die osteuropäischen souveränen Länder haben selbstbestimmt die Mitgliedschaft beantragt und wurden nach Erfüllung der Kriterien in die jeweilige Organisation aufgenommen. Selbst wenn es so gewesen wäre, wie Sie behaupten, ginge von NATO und EU keine Gefahr für Russland aus.

Die russische und Putins gespielte Angst vor den westlichen Organisationen scheint eine gespielte zu sein, um ein Feind- und Hassbild gegen den Westen und seine Werte zu errichten und in Russland die nationalistische Stimmung anzuheizen. Damit soll von den in- und externen Problemen und Misserfolgen der aggressiven Machtpolitik Putins abgelenkt werden. Das ist eine ganz perfide Politik, die nur zu undemokratischen Verwerfungen im Inland und irreparablen internationalen Zerwürfnissen führt.

Spiegel Bild. Man könnte dem

Spiegel Bild.
Man könnte dem Interview auch den Spiegel vorhalten: statt russischer Paranoia gegenüber einem wohlwollend Westeuropa und NATO, wäre dann die aggressive Osterweiterung zu sehen, die russische Reaktionen hervorgerufen hat.

@ Worldobserver (06:02): Auch Ihnen stimme ich absolut zu

hi Worldobserver

Ich will mir nicht anmaßen Herrn Reitschuster auf seinem Fachgebiet zu beurteilen, aber sein Interview deckt sich mit meiner Meinung.

stimmt, auch ich schließe mich Ihnen und Herrn Reitschuster absolut an. Denn auch mit diesem Punkt:

Reitschuster: Putin will einen autoritären Staat. Er ist russophob, also das, was er anderen vorwirft: Er hat eine geringe Meinung von den Menschen in Russland, weil er sie für unreif hält und wie Kinder behandelt. Kinder, die stark geführt werden müssen und auch mal Prügel wollen. Er will regieren wie "Stalin light", aber leben wie der Multimilliardär Roman Abramowitsch. International soll Russland wieder eine Supermacht sein. Meine Sorge ist, dass er die traditionelle Partnerschaft zwischen den USA und Europa ersetzen will durch eine Zusammenarbeit zwischen Europa mit Russland. Seine Apologeten im Westen sprechen ja bereits von einer neuen Sicherheitsarchitektur.

hat Reitschuster recht.

Putin sagt schlicht die Wahrheit

Städte und Bevölkerung in der Ostukraine werden von Ukrainischen Streitkräften dem Erdboden gleich gemacht und vernichtet. Das Verschweigen nicht mal westliche Medien. Putin sagt schlicht die Wahrheit, dass man diese Menschen schützen muss. Früher zu Zeiten des Kalten Krieges war es umgekehrt, die Sowjets gingen über Leichen und der Westen hat versucht, Menschen zu schützen und Menschenrechte zu wahren. Jetzt sind es die Russen, die die Menschen vor völliger Vernichtung bewahren. Es sind sogar die Russen, die demokratische Werte wahren, weil die Ostukrainer demokratisch mehrheitlich eindeutig sich entschieden haben und zwar pro Russland und pro Autonomie, was weder von der Ukraine noch von der sogenannten demokratischen westlichen Welt akezptiert wird. Die Hilfe der Russen ist die einzige Chance dieser Menschen auf Überleben, Recht und Freiheit, so paradox das klingt, es stimmt.

man mag von dem artikel halten...

was man will. fest steht, dass herr reitschuster seit jahren in russland lebt, zugang zu verschiedensten kreisen und instanzen hat, und die lage in russland daher besser einschaetzen kann, als so mancher forist hier.

einzig bei der geschichte mit der russophobie musste ich schmunzeln, und ich frage mich, ob TS das nur deshalb in die headline uebernommen hat, um diesen artikel sogleich zu relativieren...

Nun, dazu ..

könnte man sagen, dass eben dies für die meisten konservativen Politiker gilt - nur das die strukturellen Umstände in Russland möglicherweise eine etwas härtere Hand und etwas größere Anstrengungen notwendig machen, als in anderen Gegenden gerade benötigt werden.
Außerdem, was Putin "der lupenreine Demokrat" weiß oder will spielt doch nur unter anderem eine Rolle. Auch der russische Präsident ist auf Cliquen und Klüngel angewiesen. Sicher kann er diese bei Bedarf mal gegeneinander ausspielen, aber ganz von allein und nur gestützt auf den Apparat im Kreml, kann auch ein Putin nicht regieren. Demzufolge ist das, was Putin sagt das, was er gern über sich lesen und hören will und was Andere von ihm hören sollen.
Das die Welt anderes braucht, als eine Politik der "nationalen Interessen", weiß auch WP nur ist es vielleicht gerade nicht der Zeitpunkt darüber breit zu reden.

Wer's glaubt wird selig.

Es ist schon beschämend, wenn man lesen muß, daß Hrn. Putin auf der einen Seite Vergleiche mit dem Nationalsozialismus vorgeworfen werden, Hr. Reitschuster andererseits den russ. Präsidenten munter als "Stalin-Light" bezeichnet. "Wir" brauchen wohl auch Führung.
Richtig traurig macht mich aber, daß einige hier im Forum diese unsachliche Meinungsmache sehr naiv als die "Wahrheit" bezeichnen.
Auch sollte Hr. Reitschuster sich lieber mit Ausdrücken zurückhalten, von denen er offenbar keine Ahnung hat. Man kann Hrn. Putins Verhalten sicherlich von psychologischer oder pädagogischer Seite aus analysieren, aber eine derart durchgeführte EXPERTISE würde ganz sicher nicht den Begriff "russophob" beinhalten. Vielleicht eher 'Rationalisierung' oder 'Sublimierung', wenn man das psychoanalytische Paradigma zugrunde legt.
Am beschämensten jedoch ist diese Schwarz-Weiß-Malerei. Welcher vernünftige Mensch soll das glauben? Ost- und Westblock stehen moralisch gesehen einander in kaum etwas nach!

07:35, AlterSimpel

>>"Überspitzt gesagt: Was für katholisch erzogene Kinder der Teufel ist, stellt für Putin der Westen dar."

Auch das klingt wieder toll, und Putin steht als kleiner, dummer Junge da, der vom Westen erzogen und aufgeklärt werden muss.<<

Seltsam, aber das klingt für mich ganz anders, nämlich: Putin ist fanatischer Überzeugungstäter.

Da kann man mal sehen, wie sich jeder nach seiner Befindlichkeitslage einen Text zurechtdeutet.

Eine Expertise der Experten

Wenn ich das Interview mit diesem so genannten "Experten" lese, wenn ich Obama höre, wenn man registriert, was Herr Rasmussen von sich gibt, oder jetzt, Brand gefährlich, und ganz aktuell Herr Gauck, erinnere ich mich wehmütig an die Worte des Ex-Bundespräsidenten Johannes Rau der da sagte: "Versöhnen, statt spalten." Diese Worte sind aktueller denn je. Wir benötigen Experten zur Entschärfung, nicht zur Zündung von Bomben.

Ein Standpunkt

Okay. Kommt morgen das Interview über "Pro Putin"?

Wäre doch fair, oder?

Personalisierung quatsch

Diese ganze Personalisierung, die uns in dem Konflikt vorgetanzt wird, ist völliger Unsinn.

Man sollte sich mal ein derartig reißerisches Portrait von Bush und seiner Neocon-Gruseltruppe in den 2000ern vorstellen. Amerika wäre sofort als neues Reich des Bösen durchgegangen.

Fakt ist doch: Russland ist gesellschaftlich unterentwickelt und innenpolitisch unstabil. Jede liberale Regierung würde im Chaos münden.

Fakt ist auch: Die EU ist in einer privilegierten Position zwischen Russland und den USA wirtschafts-und außenpolitisch manövrieren zu können. Die USA weiß das und will die EU durch Eskalation des Konfliktes an sich binden.

Gut

Ich möchte mal diesem Fachmann nur die Meinung eines gebürtigen Russen mit immer noch festen Wurzeln in seine Heimat gegenüberstellen. Auf meine Frage, wie er zu Putin stehe, meinte er nur: "Er ist gut, eeh"...
das kommt wohl der Wirklichkeit näher.

@Bl0nd 07:52

"ist das ne fehlinformation oder gar ne lüge der dwn-redaktion? oder passt die nachicht gerade nicht ins politische leitbild der ard?" Zitatende
Nein, umgekehrt. Solche Nachrichten passen eher in das Leitbild der DWN.

Könnte die TS vielleicht mal kompetente "Experten" befragen

anstatt solche leute wie herrn Reitschuster, denen offenklundig jedes tiefere verständnis für geoplotische Zusammenhänge und geostrategische Entwicklungen fehlt? Ein Blick in die Bücher von Scholl-Latour (z.b. sein schon vor jahren geschriebenes Buch zum neuen Kalten Krieg) offenbart ungleich mehr Einsichten und Informationen als dieses allein durch eine anti-russische und pro-westliche Brille vermittelte Halbwissen des Focus-Kolumnisten. Und es führt dessen Blick im Nu ad absurdum. Traurig auch, wie wenig er in 12 jahren von seinem Gastland und der mentalität der menschen dort mitbekommen hat!
Ein beitrag mehr, der sich nahtlos einreiht in das auch hier bei der TS seit vielen Monaten gezeichnete Zerrbild von Russland und von Putin. Die TS opfert damit jeden Tag ein Stück mehr von ihrer Glaubwürdigkeit. Schade. Aber offenbar wird die einseitig prowestliche und pro-Kiew Berichterstattung politisch gewollt und der Glaubwürdigkeits- und Qualitätsverlust dabei billigend in kauf genommen.

Mein lieber Herr Reitschuster........

das Sie hier auch noch angebliche(haben Sie Beweise dafuer?) rassistische Aeusserungen im inneren Zirkel des Kreml wegen Obamas Hautfarbe in dieses russophobe Machwerk einflechten mussten ist aller unterste Schublade und fast schon Agitation. Nope. Sowas ist von einem "Experten" nicht zu erwarten. Zumindest nicht hier. Das ist BILD, Fokus und Spiegel Niveau unterster Klasse.

Auch mit diesem Punkt hat Reitschuster recht

Und auch mit diesem Punkt:

Putin sieht sich als Widerstandskämpfer gegen die US-Hegemonie, von der er die Welt befreien will.

hat Reitschuster absolut recht. So sieht Putin sich. Aber die Welt sieht ihn anders. Die Welt sieht Putin als Aggressor gegen die Ukraine und gegen die EU, was auch zutreffend ist. Putin will sich hier die Ukraine und die EU einverleiben. Putin begreift nicht, dass sich die Welt seit dem Ende des WK2 längst weitergedreht hat. Die Welt hat eine Partnerschaft mit den USA, auch wenn die derzeit wegen dieser ganzen NSA-Geschichte in Frage steht.

Aber: Putin muss hier über die harte Linie klargemacht werden, dass es keinen Grund gibt, die Welt von etwas zu befreien, was es so nicht gibt. Die USA wollen keine Gebietsansprüche in der EU oder sonstwo. Und es ist richtig, dass die USA hier nirgendwo irgendwelche Ansprüche - egal ob nun wirtschaftlich oder sonstirgendwas - zu stellen haben.

Aber: ein Befreiungskrieg ist absolut unnötig.

Es wird Zeit, ...

... dass das Kind beim Namen genannt wird. Nachdem sich die russische Staatsführung die Krim einverleibt hat (andere sagen dazu: "zurückgeholt" - klingt für mich verdächtig nach "heim ins Reich"...), ist er nun dabei den Claim weiter abzustecken.
Das ist Politik mit Mitteln militärischer Aggression, und nichts anderes.
Gut, dass man das endlich mal benennt.
Hoffentlich hat das russische Volk (nicht die RT-Fans) bald auch Gelegenheit, ihm innenpolitisch die Grenzen aufzuzeigen. Aber nein - ich vergaß: er wird ja von allen so sehr geliebt. Und die, welche ihn nicht lieben - das sind dann halt keine wahren Russen, wahrscheinlich.
Wie sich Geschichte und ihre Parolen ein ums andere Mal wiederholen. Zum Lachen, wenn's nicht so traurig wäre.

Reitschuster der gute Journalist

Ich frage mich schon seit langem,wieviel
Experten uns die TS noch vorsetzen will,damit
wir auf Obama und Merkellinie gebracht werden sollen.Die Bildzeitung hat auch so einen Experten mit Namen Ronzheimer.All diese Experten haben ein Gespür für das
Weltgeschehen ,insbesondere für Putin,dass
man der ARD nur Glückwunsch sagen kann,
für die Erfolgreiche Suche nach dem Experten
Reitschuster.Der Mann wird auch hoffentlich schon recheriert haben,wie oft Putin geschlagen worden ist,wie oft er sich schon im Kreml heimlich die Zarenkrone aufgesetzt hat und deswegen als neuer Zar in den dt.Medien betitelt wird.Reitschuster wird auch wissen,wie oft Putin mit dem bek.russischen Satz über Obama fluchen
tut und ganz besonders weiss Reitschuster,dass Putin ein grossen Respekt vor Merkel hat,weil die aus der DDR kommt.
Damit will er uns allen in Deutschland vermitteln,dass Putin nur Respekt vor den Ostdeutschen hat und nicht vor den Westdeutschen.Welch eine Feststellung des
Experten Reitschuster.

11:01 von ms1963

"...Es ist sehr aufschlussreich, wenn im Forum teilweise genau das wiederholt wird, was die russischen Medien täglich verbreiten. Und dazu mit voller Breitseite auf Herrn Reitschuster. Der Journalist erzählt also Unsinn? Und das sagen diejenigen, die in deutschen Stuben hocken, über denjenigen, der seit Jahren in Russland arbeitet?"

Unsinn ganz sicher nicht. Denn es steckt schon Sinn hinter den Äußerungen von Herrn Reitschuster. Er singt eben dess' Lied, dess' Brot er frisst. Ausgerechnet eben des Focus, der nun nicht gerade für eine russlandfreundliche Berichterstattung steht...

Frage an die Quelle

Spricht Herr Reitschuster die Landessprache oder weiss er das alles von Dolmetschern?

Kann einen Unterschied machen!

Macht einen grossen Unterschied ob man direkt versteht oder ein womoeglich drittklassiger Dolmetscher uebersetzt.

Woher hat er z.B. die Information dass sich Putin ueber die Hautfarbe von Obama lustig macht? Warum wurde da nicht kritisch nachgefragt?

Darstellung: