Ihre Meinung zu: Interview zum Irak: Wie verlässlich sind die Kurden?

19. August 2014 - 16:30 Uhr

Der Westen setzt im Kampf gegen IS im Irak auf die Kurden und liefert auch Waffen an sie. Doch wie vertrauenswürdig sind die Kurden überhaupt? Und welche Gegenleistung erwarten sie? Darüber sprach tagesschau.de mit der Politologin Bente Scheller.

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Kommentare

Naja, terroristische

Naja, terroristische Vereinigung ist eben relativ. Je nach Kriegskonjunktur ändert sich das Subjekt.

Schuss in den Ofen

Wie oft schon hat der Westen Waffen an Gruppen geliefert, zum Beispiel die Mudschaheddin, die ihre Gewehrläufe anschließend gegen ihre Gönner oder Wehrlose richteten? Der Westen hat von der Kultur dieser Völker nicht die geringste Ahnung. Was haben die Kriege und die Waffenlieferungen im Nahen Osten im Laufe der Jahrzehnte denn gebracht, Frieden? Nein, noch mehr Tod, Zerstörung und Elend. Und das wird auch so bleiben.

Waffen an Problemländer

Länder die nicht dauerhaft als zuverlässige Partner gelten sollten nur in Ausnahmefällen, wie jetzt bei der Bekämpfung der Isis, Waffen erhalten. Dabei sollten diese Schlüsselkomponenten enthalten die die Waffen nach einer eingestellten Zeit unbrauchbar machen. Niemand braucht etwa Minen deren Zünder länger als 2 Jahre funktionieren. Wenn die Partner sich als zuverlässig erweisen, kann man mit Reparatursätzen die Partnerschaft verlängern. Gestohlene Waffen werden aber unbrauchbar.

Jedenfalls verlässlicher als wir/der Westen

Die Kurden stellen sich nämlich genau die gleiche Frage.

Als ich jünger war, gab es noch klare Fronten

aber das ist längst vorbei. "Wir" und "die Russen". Eine halbierte Welt.
Kurden waren immer Feinde von allen, Türkei, Syrien, Irak. Und angeblich alles Terroristen. Es gab ja nur Gut und Böse. Eigentlich wollen die seit einigen Generationen nur eins: ihren eigenen unabhängigen Staat. Da kann natürlich nicht jeder dahergelaufen kommen, aber ihnen den zu verweigern, trotz der andauernden brutalen Übergriffe der Staatsgewalten Türkei, Irak und Syrien, ist eine andauernde Ungerechtigkeit.
Ich denke mal, es ist jetzt an der Zeit, dieses 'Problem' zu lösen, indem man ihnen das endlich zugesteht. Und ihr Einsatz gegen die IS ist ja ein guter Anfang, in diese Richtung weiterzugehen.

Gutes Interview

Mutig gefragt und sachlich geantwortet.

Oha !

Erst wenn man denkt , die Kurden sind doch schon über alle Klingen gesprungen, bekommen sie plötzlich Rückenwind. Als Schutzwall gegen einen IS sind sie anscheinend gut genug. Aber wie pnyx 17:43 schon geschrieben hat, das wird jetzt an die Sitution angepasst. Es ist doch in erster Linie ein Geschäftsmodell. Die Islamischen Kämpfer sind für die Rüstungsfirmen bare Münze, und es werden immer mehr! Für die Kriegsindustrie ist das eine Gelddruckmaschine. Welche Religion, Gruppierung, Staatsangehörigkeit - alles egal. Geliefert wird , solange Geld fliesst. Da kann die Politik einpacken, oder sich ein Stück vom Kuchen sichern. Ändern kann sie nichts. Ein erster Schritt wäre doch , sich aus aus diesen Angelegenheiten rauszuhalten. Dieses Argument der angeblichen Verteidigung von Menschenrechten ist einfach verlogen, und die Einmischung von aussen hat bisher stets ein noch grösseres Chaos hinterlassen, schon seit den Römern.

@pnyx

Zustimmung. Die kurdischen Seperatisten sind jetzt also die 'Guten'. Daran muss man sich erstmal wieder gewoehnen.

die kurdischen Drogenclans

freuen sich schon auf die Waffenlieferungen.

Nur an "bebreundete" Staaten Waffenlieferungen?

Nur Waffen an "befreundete und zuverlässige" Staaten?
Hat es denn schon einmal funktioniert, die gelieferten Waffenbestände zu kontrollieren?
Die Haltung der Bundesregierung ist nicht nur blauäugig. Sie ist in meinen Augen höchst gefährlich. Ich frage mich, welche moralischen Grundsätzen unsere regierenden Politiker folgen.

Neubewertung der PKK

Mein Fazit aus dem Interview ist, dass die Bewertung ob jemand Terrorist ist oder nicht,
davon abhängt, ob er dem Westen nützlich ist oder nicht.

Na und wenn sie sich als

Na und wenn sie sich als nicht verlässlich erweisen, dann liefern wir einfach ihren Gegnern dann Waffen. Hat doch bisher auch super geklappt.

Die Natur der Sache

Das Rundum-Wohlfühlpaket mit Rücknahmegarantie und verlängerter Vollkasko-Versicherung gibt's vielleicht beim Autokauf, aber nicht in der Weltpolitik. Da hat man oft, wie jetzt hier, nur die Wahl zwischen einer sich unmittelbar anbahnenden Katastrophe und später möglichen unbeabsichtigten Konsequenzen.
Afghanistan taugt als abschreckendes Beispiel soviel auch nicht. Die Hilfe für die Mudschahedin und die Niederlage der Sowjets hat zweifelsohne entscheidend zur Schwächung und letztendlich zum Zusammenbruch des zweitgrössten historischen Übels des 20. Jahrhunderts beigetragen. Das war es auf jeden Fall wert, vor allem da vieles, was hinterher in Afghanistan schieflief, nichts mit den Waffenlieferungen, sondern mit der kurzsichtigen westlichen Politik hinterher zu tun hatte. Das Problem ist selten, dass wir Waffen liefern, sondern dass wir zu schnell das Interesse verlieren, wenn die direkte Krise vorbei ist.

So eine billige Masche...

Auf einmal ist in den Medien umgeschwenkt worden. Vor etwas mehr als einer Woche ging es los. Die Charmeoffensive um die Kurden, die im Irak ja so tapfer gegen die IS kämpfen.

Was hier, auch bei der Tagesschau, und auch in den TV-Nachrichten im Dauergetöse zu hören war, war eine PR-Aktion, um die Kurden im Irak und in der Region als salonfähige, lupenreine Demokraten darzustellen.

Wenn alle anderen Staaten Waffen liefern, dann muss Deutschland natürlich seinen Teil vom Kuchen kriegen. Dafür werfen dann auch mal 'Kriegsgegner' wie die Grünen und die SPD ihre hohen moralischen Werte über Bord...

Die Jesiden haben bislang niemanden interessiert, auch die Kurden im Irak haben sich nicht um die geschert. Wochen davor sind die Turkmenen im Nordirak abgeschlachtet worden und keinen hat es interessiert.

Erst als die IS in die ölreichen Gebiete des Nordirak eindringen wollte, wurden die Jesiden als Rechtfertigung vorgeschoben und die Kurden als Kanonenfutter benutzt. Die Menschen sind egal!

und...

der "Westen" lässt die Dreksarbeit gegen den islamistischen Terror gerne die anderen machen-seien es Kurden, Israelis, Jeminiten, Aghanen, Pakistanis, Äthiopier, Ägypter....

Aber ob das auf dauer Hilft bleibt abzuwarten, politisch ist von der EU nur Säbelrasseln zu hören das macht sie unglabwürdig und wenig handlungsfähig.

Diese Waffen werden uns treffen

Die PKK ist jetzt also rehabilitiert und soll runter von der Terrorliste, wo sie ihren Platz neben Al-Kaida und Al-Nusra einnehmen?

Die PKK war ein Grund, den die Kanzlerin noch gestern angegeben hat, als Rechtfertigung dafür, die Türkei abzuhören. Diese PKK nämlich bestreitet ihre Einnahmen nach wie vor durch Schutzgelderpressungen, Menschen- und Drogenhandel und bestreitet eine Politik, die jeden zum Feind erklärt, der nicht für sie ist. Und das passiert in der EU und auch hier in Deutschland.

In der Türkei - und das ist selbst den Kurden in der Türkei bekannt - sind diese Annäherungen rein der politischen Taktiererei von Herrn Erdogan geschuldet, der die Kurden sofort fallen lassen wird, sobald er am 28 offiziell Staatspräsident wird und vollste politische Immunität genießt. Solange benutzt der diese Lüge der Aussöhnung.

Ich bin gespannt, wie groß der Aufschrei hier wird, wenn wir im NATO-Bündnisfall in der Türkei im Kampf unseren eigenhändig gelieferten Waffen entgegen sehen...!

nächsten Konflikte

Mit den Waffenlieferungen legt der Westen die nächsten Konflikte, nicht heute aber morgen. Aber diese kurzfristige Denkweise scheint irgendwie eingebrannt oder es ergibt doch einen Sinn, den wir nicht verstehen (sollen). Ich habe interessante Berichte gelesen, die schon ein Interesse an einen kurdischen Staat seitens der USA besteht.

Interview ohne Mehrwert

Ich halte das Interview für äusserst schlecht.

Vermutungen anstellen kann jeder selber, diese Frau ist keine Expertin und war wahrscheinlich noch nie vor Ort. Antwort Nummer 2 alleine zeigt schon auf dass die Dame wohl nur am Raten ist.

Es gibt Korruption in Irakisch-Kurdistan und den meisten Kurden missfällt das aber das gibt es leider in jedem Land der Erde. Meiner Meinung nach ist die Korruption in arabischen Ländern gnadenloser.
Deutschland und Europa sind da auch gut mit dabei das ist kein Zeichen fehlender Demokratie sondern der Beweis dass der Mensch von Natur aus gierig und voller Fehler ist.

Barsani und Talabani dominieren die Politik aber diese Familien haben in der Vergangenheit auch den Widerstand angeführt, das könnte man nebenbei erwähnen. Es ist völlig normal dass die Führer eines Widerstands die Politik nach einer Normalisierung lange dominieren, das war auch bei Arafat und Mandela so.

Mit solch einer Polemik könnte man auch die Clintons und Kennedys dämonisieren.

Gegenleistung für Waffenlieferung?

Wie darf man denn die Frage, "welche Gegenleistung erwarten sie" auf der Hauptseite verstehen? Die Kurden sollen Waffen bekommen und erwarten eine Gegenleistung? Wofür? Dafür, daß sie Waffen bekommen haben? Oder sollte es heißen welche Gegenleistung die Kurden für die Waffen erbringen? Die Frage ist doch wohl eher, wie die Kurden die Waffen bezahlen. Oder glaubt jemand, das Rüstungkonzerne die Waffen für die gute Sache spenden werden?

Woher hat ISIS eigentlich die Waffen bzw. das Geld dafür? Jede meiner Kontobewegungen wird überwacht mit der Begründung, daß dem internationalen Terrorismus die Finanzgrundlage entzogen werden muß.

Kurzzichtige Politik

Bei der IS reden wir von einer Handvoll Kämpfer mit AK 47. Knapp 10.000 Mann, vermutlich weniger. Der Westen hat die absolute Lufthoheit und, das erste mal seit 20 Jahren, ein klares Feindbild wen man angreifen soll. Eine Truppe aus 1.000 Soldaten mit Panzern und Luftunterstützung könnte problemlos in der Region aufräumen. Statt dessen rechnet irgend ein BWLer den Politikern vor das man die Bomben in 10 Jahren ohnehin entsorgen müsste weil das MHD abgelaufen ist und das beim Bombenabwurf zwar hunderte unschuldige getötet werden könnten, aber das sind ja nur Araber und 100 davon sind weniger wert als ein Panzer, geschweige denn ein amerikanischer Soldat.
Die Kurden zu bewaffnen ist der kurzsichtige und falsche Weg. IS wäre der erste und einzige gute Grund für den Einsatz von Truppen in Irak gewesen.

Passt doch ins Bild

Wenn wir die Türken abhören, sicher aus gutem Grund, können wir auch die Kurden bewaffnen.
NATO ist doch eh ein Witz.

um 19:29 von SlowlyFasterForward

"... Dafür werfen dann auch mal 'Kriegsgegner' wie die Grünen und die SPD ihre hohen moralischen Werte über Bord..."
Zitatauszug

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Im Wesentlichen sind wir einer Meinung, aber wann waren SPD und Grüne Kriegsgegner?
1914: Die Grünen gab es noch nicht, aber die SPD war für Kriegskredite, was einen langen Krieg erst ermöglicht hat.
1999: Wer hat die Lügen verbreitet?

um 19:51 von Voronezh

"Mit den Waffenlieferungen legt der Westen die nächsten Konflikte, nicht heute aber morgen. Aber diese kurzfristige Denkweise scheint irgendwie eingebrannt oder es ergibt doch einen Sinn, den wir nicht verstehen (sollen)."
Zitatende

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Ob wir es verstehen oder nicht, ist unwichtig. Weitere Konflikte sind wichtig.

Ja oder Nein = Farbe bekennen..!

Die bemerkenswert nüchternen (und m.E. schlüssigen) Einschätzungen von Frau Scheller sollten uns Deutschen ermahnen, endlich "Farbe zu bekennen" hinsichtlich unserer Außenpolitik: Entweder ein klares NEIN zu Waffenlieferungen an Dritte außerhalb der NATO (dann aber auch konsequent einzuhalten (inkl.Israel)), oder ein klares JA zu einer aktiven Außenpolitik = "mehr Verantwortung übernehmen" (dann ebenfalls konsequent mit Waffenlieferungen oder sogar "sog. Friedenseinsätzen" der Bundeswehr wie in Afghanistan).

Seit der Jahrtausendwende hat die Welt sich rasant weitergedreht. Nach dem Zerfall des Ostblocks und der EU-Erweiterung, dem teils militanten Erwachen islamisch-politischer Selbstbestimmung, und nicht zuletzt aufgrund des weltweiten Globalisierungsdrucks sind neue politische Parameter entstanden, denen man sich jetzt endlich intelligent stellen sollte. Mit einer Grundsatzentscheidung pro oder contra. Herumgeeiere schadet allen - auch uns selbst.

17:44 von Thomas Wohlzufrieden

Sie schreiben u.a: "Wie oft schon hat der Westen Waffen an Gruppen geliefert, [...] die ihre Gewehrläufe anschließend gegen ihre Gönner oder Wehrlose richteten? [...] Und das wird auch so bleiben."

> Diese pessimistische Weltsicht teile ich nicht. Gerade Europa hat (schon seit Arminius (pardon, das konnte ich mir nicht verkneifen)) und mithin über einen Zeitraum von fast 2000 Jahren, bis heute alle möglichen Erfahrungen mit "Freiheitsbewegungen" diverser Art ... und schließt man die USA (Unabhängigkeits-u.Sezessionskrieg) mit ein, wäre diesbezüglich auch "der Westen" nahezu komplett. Erfahrungen damit, wie militante Freiheitsbewegungen letztlich in zivile Verhältnisse zu transponieren sind, ist hier also reichlich vorhanden. Dieser Fundus ist "unser diplomatisches Pfund" gegenüber Hitzköpfen. Nicht schießen, sondern von uns lernen und intelligent handeln - das sollte unser Angebot sein.

Querschläger sind möglich - aber richtig offeriert ist unser Angebot in toto "alternativlos".

wie lautete der Rat seitens PSL.?

Peter Scholl-Latour hatte dringend empfohlen KEINE Waffen an irgendwelche vermeintlich wohl gesonnene Gruppen zu liefern.
Fertig.
Ihr werdet es Alle noch sehen.
Noch immer lag PSL mit seinen Bewertungen absolut richtig.
G A

@18:58 von Schwabbelmonster

> Neubewertung der PKK - Mein Fazit aus dem Interview ist, dass die Bewertung ob jemand Terrorist ist oder nicht, davon abhängt, ob er dem Westen nützlich ist oder nicht. <

?? => Ja was denn sonst? Etwa Humanitätsduselei? Im Übrigen: Die PKK ist in der Erdogan-Türkei heute politisch quasi bedeutungslos - und hat vor allem gelernt, sich politisch-parlamentarisch, statt militant zu engagieren.

Also - bitte Kopf aus dem Sand und einen Rundumblick nehmen. Vielleicht erkennt man dann, daß ehemals extremistische Organisationen (mit neuen Führern) durchaus lernfähig sind und die Klaviatur der Diplomatie erlernen.

@19:38 von SlowlyFasterForward

Ach ja ... werter @SlowlyFasterForward ...
Diese Waffen werden uns treffen..? Und wenn - hätten wir es im Einzelfall viell. sogar verdient..!

Ein Beispiel aus der Praxis gefällig?

Als Sie hier von einer kurdischen "Charmoffensive" sprachen, musste ich doch schmunzeln. Bei einem kürzlichen Geschäftsbesuch in der Nordtürkei (wg. Einkauf der Haselnussernte) und bei der Fahrt von Trabzon nach Irezun, im noblen MB-SEL-600 meines Geschäftspartners, passierten wir ein fast ausgetrocknetes Flussbett mit etlichen Zelten auf dem Kiesgrund. "Das sind unsere kurdischen Pflücker, die aber zum Glück bald wieder verschwinden müssen...", meinte mein Geschäftspartner... Weil mir mein Unternehmerhemd auch näher ist als die Hosen kurdischer Freiheitsaktivisten, enthielt ich mich einer Äußerung. Nicht aber ohne eine gewisse Scham - und zunehmendes Verständnis für die Autonomiebewegung der Kurden - in der Türkei, aber auch in Syrien und im Irak.

Jetzt ist auch von "D" politische Intelligenz gefragt.

Mein tuerkischer Kumpel war letztens wandern in der Tuerkei

hat dabei auch vollbewaffnete PKK Kaempfer getroffen. Waren alle nett, seiner Meinung nach.

Nachtigall, Nachtigall.....

Na da hat Erdogan ja noch rechtzeitig mit der PKK Frieden gemacht um jetzt mit Ihr Verhandeln zu können. Vorher hatte er ja eher auf die Al Nusra (mit Ihr auf den IS) und die Destabilisierung Syriens gesetzt, immer besser nach allen Seiten absichern....

Seichtes Interview

Leider ist das Interview etwas einseitig und wirkt unprofessionell beantwortet durch viele Vermutungen.
Warum immer vom zentralen Thema abweichen:
Es geht hier um das kurdische Autonomiegebiet im Irak deren Regionalregierung durch demokratische Wahlen gewählt wurde, und wo es sogar eine Opposition gibt -aber natürlich ist es nicht die Schweiz!
Die PKK ist übrigens in dieser Regierung nicht vertreten!
Wir sprechen also von einer anerkannten Regionalregierung die seit Jahrzehnten politische und wirtschaftliche Stabilität erlangt hat, wobei die Kurden in allen Ländern ihres Siedlungsgebiets nie Angriffskriege geführt haben, sondern seit Jahrzehnten sich nur gegen die Unterdrückung von außen gewehrt haben.
Tatsächlich ist die Beziehung zwischen Türken und Kurden (in der Türkei, aber auch zur Regionalregierung Kurdistan-Irak) so gut wie nie und verbessert sich ständig, somit ist es unwahrscheinlich das es hier in Zukunft einen Konflikt geben könnte!

Wie verlässlich ist der Westen?

Die Kurden, die überwiegend sunnitisch sind setzten sich für ethnische Gruppen ein, die yezidisch und christlich sind und retteten von über tausenden Menschen das Leben. Unter den geretteten waren auch schiitische Turkmenen, die selbst Kurden als Feinde gesehen haben! Die Kurden kämpfen tapfer gegen die barbarischen IS Terroristen, die ebenfalls sunnitisch sind, alles vernichten wollen, die nicht sunnitisch ist oder werden will.

Ein Volk, das seit Ewigkeiten unterdrückt wird im nahen Osten, ohne Land, ohne Freiheiten wird unabhängig und frei, kämpft mit seinen mutigen Frauen und Männern gegen Barbaren, die gesamte Menschlichkeit bedrohen.

Wir sollten diese Situation genauestens prüfen und uns überlegen, was wir von Kurden halten sollen!

Meine persönliche Meinung ist, dass im nahen Osten nur zwie Völker mit Demokratie und modernen Welt zu vereinbaren sind, nämlich Israelis und die Kurden.

Falsches Kundenprofil?

Wie lautet das argument unserer politiker den kurden keine waffen zu liefern?
"man weiss ja nicht was mit den waffen später geschieht!"

Hm...das argument finde ich klasse! Das heisst ja im umkehrschluss das die regierung ALLE waffen die jemals aus deutschland exportiert wurden, wieder zurückholen wird und in zukunft nie wieder waffen von deutschland in andere länder verkauft werden...Oder?

Könnte natürlich auch sein das, das gar kein argument ist sondern bloss `ne blöde ausrede die um die wahren gründe zu verdecken, weshalb deutschland den kurden keine waffen liefern will.
Welche gründe könnten das sein? Die kurden wollen nicht genug bezahlen...gut möglich, geld war deutschen regierungen schon immer wichtiger als menschen.
Oder aber die kurden passen einfach nicht in unser gewohntes kundenprofil...und das lässt sich ja einfach beschreiben.
Diktator der sein eigenes volk unterdrückt, andere völker überfällt oder den terrorissmus unterstützt z.b. russland, gaddaffi, saudi-arabien!

17:44 von Thomas Wohlzufrieden - und..? weiter..?

Ein kleines Weltbild erkennt man immer an unsortierten Gesamt- und Pauschal-Keulen. Wie ein Abziehbild in allen Kommentaren. Der Westen.. den gibts aber leider nicht. Und nun?
.
Wollen Sie einfach mal Ihr Weltbild vergrößern, dann versuchen Sie es zunächst erst einmal, plumpe und komplett falsche Floskeln zu vermeiden. "Der Westen". Wen meinen Sie denn da genau? Frankreich, was fast immer anders tickt, als England und die USA? Oder Portugal, was anders tickt als Dänemark? Oder Deutschland was wiederum anders tickt als Spanien? Also wer ist denn nun "Der Westen"? Sie denken immer noch in gut erlernten simplen Weltbildchen, ihre innig geliebte Diktatur Russland und jedes Ex-Ostregime ist irgendwie geil, egal wieviel Unrecht und Leichen deren Wege pflastern. Der Rest ist irgendwie doof. Als Dikutant kann man solche Abziehbildchen leider nicht mehr ernst nehmen. Also präzisieren Sie mal, falls ihnen das möglich ist.

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