Kommentare - EU entschädigt Bauern nach russischem Importverbot

18. August 2014 - 14:40 Uhr

Nach dem russischen Importverbot für europäische Lebensmittel hilft die EU-Kommission den Landwirten. Insgesamt können Obst- und Gemüsebauern mit bis zu 125 Millionen Euro rechnen. Die Hilfen laufen bis Ende November.

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und wer soll die 40

und wer soll die 40 Milliarden Verlsute der deutschen Industrie entschädigen???
Da der Markt für die Eu verlorengegangen ist, wie soll man das abfangen, die 20 Jahre Arbeit, da sind doch nicht die Politiker hingefahren und haben Handel aufgebaut, sondern normale Arbeiter der Firmen und das ist ihnen der Dank

Steuergeld

Ich finde es erschreckend, mit welcher Dreistigkeit hier Steuergeld eingesetzt wird, um Preise künstlich stabil zu halten. Ist es in der Marktwirtschaft nicht so, das Angebot und Nachfrage den Preis regeln? Und wer trägt in einer Marktwirtschaft doch gleich das Risiko für ein Überangebot - ich hatte da was im Hinterkopf, das das der Erzeuger ist...

@um 14:56 von klagemauer

***Da der Markt für die Eu verlorengegangen ist, wie soll man das abfangen, die 20 Jahre Arbeit, da sind doch nicht die Politiker hingefahren und haben Handel aufgebaut, sondern normale Arbeiter der Firmen ***

Die allermeisten Firmen, die dort 20 Jahre tätig waren, haben damit satte Gewinne gemacht. Was soll das Gejammere jetzt? Die deutsche Industrie hat bestens verdient, und damit ist jetzt eben (vorerst) Schluss. Länderrisiko nennt man das. Sollen sie ihre Entschädigung doch von Putin fordern.

Die deutsche Industrie hätte auch noch 20 Jahre weiter prächtig verdient und nicht ein einziges Mal danach geschrien, die Gewinn doch gerne in höherem Umfang mit dem Staat teilen zu wollen (ganz im Gegenteil - jedes denkbare Steuerschlupfloch wird genutzt!), aber jetzt nach Entschädigung (vom Steuerzahler!!) schreien. Das habe ich gerne.

125 MILLIONEN....

Das deckt nicht ganz die prognostizierten Schäden allein in Lettland ab...

HA HA und noch ma HA

125 Mio Euro ...
allein Äpfelbauer aus Polen werden über 500 Mio verlieren und man entschädigt hier EU-Landwirte ...

Yeah! Das wuppen wir!

Ich begrüße die schnelle Entscheidung und habe persönlich auch schon begonnen, in meinen Einklaufsläden entsprechend Obst aus Osteuropa nachzufragen, um als Verbraucher solidarisch mit den betroffenen Erzeugerländern zu sein.

Wen trifft es?

Russische Reisende hängen auf Flughäfen fest, weil deren Airline Pleite ging und die Bauern der EU bleiben auf ihrem Obst sitzen. Die Leidtragenden sind letztendlich wohl nur wir Bürger, während die USA mit Russland auf Ölsuche geht.

bekomme ich auch

bekomme ich auch entschädigung wenn gas teurer wird?

@um 14:56 von klagemauer

***und wer soll die 40 Milliarden Verlsute der deutschen Industrie entschädigen???***

Übrigens, die Industrie hat überhaupt keine "Verluste" - sie hat lediglich entgangene Gewinne. Ein ganz wesentlicher Unterschied. Wenn Sie mit dem Vertragswesen etwas vertraut wären, wüssten Sie, dass Schadenersatz für entgangenen Gewinn praktisch in allen Vertragswerken der Industrie selbst ausgeschlossen ist. Vom Staat (= Steuerzahler) hätte sie den selbst aber natürlich schon gerne.

"Geplant sind Aufkäufe oder

"Geplant sind Aufkäufe oder Entschädigungen, wenn die Felder zum Beispiel vorzeitig abgeerntet werden oder wenn ganz auf die Ernte verzichtet wird.

Der Sprecher der EU-Kommission, Roger Waite, erklärte, es gehe darum, Angebot und Nachfrage wieder miteinander in Einklang zu bringen: "Durch die russischen Sanktionen kommt es zu einem Überangebot, das wir durch die Maßnahmen wieder verknappen, damit die Preise nicht auf ein Krisenniveau stürzen.""

Also werden EU Bauern mal wieder, wie früher, Geld dafür bekommen, hochwertige nahrhafte Ernte direkt verfaulen zu lassen, bzw die EU wird, wieder mal, unzählige Lasterwagungen davon irgendwo ab vom Schuß, wo keiner hinguckt, auf einen Haufen kippen.

Diese maßlose Verschwendung von Nahrungsmitteln, macht mich wütend.
Daß man in so einer Situation nicht die Waren weiterverarbeitet und haltbar macht, verschließt sich mir.
Resourcen zu zerstören, um Preise stabil zu halten - das zeigt deutlich, daß der Markt nicht uns dient, sondern wir ihm.

Wer zahlt?

Im Beitrag heißt es:
"EU entschädigt Bauern für Exportausfälle"

Stimmt.

Aber die EU erhält das Geld dafür auch aus unseren Steuern.

Also zahlen WIR (zumindest mit).

Für Sanktionen.
Und damit m.E. für ein Versagen der Politik.

15:35 von odoaker

>>Also zahlen WIR (zumindest mit). Für Sanktionen. Und damit m.E. für ein Versagen der Politik.<<

Das ist nicht korrekt. Wir zahlen nicht "mit", sondern wir zahlen "komplett", da sämtliche EU-Beiträge aus Steuermitteln erfolgen.

Evtl. ist das ja auch der Grund warum solche "Sanktionen" beschlossen werden.

Kann ich als EU-Bürger, auch EU-Hilfen bekommen, wenn aufgrund von EU-Sanktionen mein EU-Gas teurer wird ?

Steuergelder für Dummheit

Ich glaube dieses Geld, könnte man wo anders viel besser einsetzen. Die Oligarchen in Ukraine lachen sich kaputt. Das ist leider nur der Anfang.
1. Werden die Russen jetzt alles Unternehmen, damit sie unabhängig werden.
2. Mittwl bis längerfristig werden sie selbst zu Exporteuren aufsteigen.

Kommt jetzt die Apfel-Krise ?

Was ist das eigentlich für eine seltsame EU-Planwirtschaft, die sich sorgen muss, daß bei Wegfall eines angeblich gar nicht so bedeutenden Exportlandes die Preise auf ein "Krisenniveau" fallen könnten?

Und wie will man denn überhaupt kontrollieren, daß ein Erzeuger nach Russland hätte liefern können, und somit jetzt Anspruch auf Entschädigung hat.

Wenn ich Äpfel vom eigenen Grundstück bei einem Safterzeuger abliefere, bekomme ich dieses Jahr mit Sicherheit einen schlechteren Preis.
Kann ich jetzt etwa auch EU-Subventionen "abgreifen"?

Es wurden oben schon erwähnt: EU-Subventionen sind Steuergelder aus EU-Ländern.
Der Bürger zahlt also doppelt: Er spart nichts bei einem etwa gesunkenen Preis für Äpfel oder Ähnlichem, weil der Preis ausgerechnet mit seinen Steuergeldern konstant gehalten wird.

Und je nach Branche kosten ihn die Sanktionen vielleicht sogar noch seinen Arbeitsplatz.
Und eine Erhöhung des Gaspreises steht auch noch ins Haus.

EU-Bürgerpolitik vom Feinsten.

Was geschieht mit den Lebensmitteln?

Die EU-Kommission will das Überangebot an Lebensmitteln aufkaufen und damit verknappen.

Was geschieht mit den Lebensmitteln?

Werden sie vernichtet, während anderswo auf der Welt Menschen verhungern?

Ich bin mal gespannt, ob es

Ich bin mal gespannt, ob es bei steigende Gaspreisen auch Entschädigungen geben wird.

Entschädigung, "wenn auf die Ernte verzichtet wird."

"Ganz auf die Ernte verzichten" in einer Welt, in der Millionen Hunger leiden?

In einer, wie es oft heißt, christlich geprägten Kultur, in der in den Kirchen dann demnächst das "Erntedankfest" gefeiert wird?

Es ist wirklich nicht zu fassen.

Übrigens gibt es auch hier in Deutschland, in Portugal, in Griechenland, in Irland, im Osten Europas, auch in der Ukraine, Millionen Menschen, die sich über zusätzliches Obst,
d a s s i e s i c h n i c h t k a u f e n
k ö n n t e n, sehr freuen würden - z.B. die Menschen, die über die Tafeln und die diversen Suppenküchen und sonstigen Noteinrichtungen hier in der EU versorgt werden.

Marktwirtschaft

Ist es in der Marktwirtschaft nicht so, das Angebot und Nachfrage den Preis regeln?

Das Problem besteht hier aber gerade darin, dass der Staat über die Sanktionen in die Marktwirtschaft eingreift. Warum sollen die Bauern das Auslöffeln?

Zum Nutzen der Sanktionen:

Türkei exportiert mehr Nahrungsmittel nach Russland

Die Türkei bereitet sich darauf vor, ihre Nahrungsmittel-Exporte nach Russland deutlich auszuweiten. Sie hofft, von den Importverboten Russlands gegen westliche Produkte zu profitieren, die der Kreml als Retourkutsche zu den Sanktionen der EU und der USA wegen der Ukraine-Krise verhängt hat. ... Die Ausfuhr von mehr Obst, Gemüse und Milchprodukten würde auch helfen, das Handelsdefizit mit Russland von rund 20 Milliarden Dollar zu verkleinern.
(Quelle: The Wall Street Journal, 16. August 2014, 12:13 Uhr)

"dass Schadenersatz für

"dass Schadenersatz für entgangenen Gewinn praktisch in allen Vertragswerken der Industrie selbst ausgeschlossen ist"

.....das ist mit ttip dann gottseidank auch vorbei :-)

Da hätte ich noch Vorschläge:

Da hätte ich noch Vorschläge: Apfelwein machen und damit den Kummer über unfähige Politiker weg trinken.
Denn stattdessen zu erkennen, dass die Sanktionen beiden Seiten schaden, werden die Konsequenzen in Polen fröhlich heruntergespielt.

@um 17:52 von 123unddubistfrei

***1. Werden die Russen jetzt alles Unternehmen, damit sie unabhängig werden.
2. Mittwl bis längerfristig werden sie selbst zu Exporteuren aufsteigen.***

Man darf gespannt sein, ob diesmal über großmäulige Sprüche hinaus irgend etwas dabei herauskommt.

Wenn man sich die Vergangenheit ansieht, stehen die Chancen sehr gering.

Klartext !

Vielleicht merkt der Bürger jetzt das er für die Expansiongelüste der USA blechen darf, nur weil wir eine unfähige Regierung haben !

Klasse... wir zahlen doppelt

Also nun zahlen wir zweifach. Die EU (also alle Steuerzahler) zahlen den Bauern Geld, damit Gemüse nicht zu billig wird.

Ich gebe also Geld aus, damit ich mir kein günstiges Obst und Gemüse kaufen kann. Klasse.

Und was macht die EU mit dem Gemüse? Wahrscheinlich wird es direkt entsorgt.
Dann sollten Sie es lieber gleich mir schenken - ich verkaufe es den Bauern dann als Schweinefutter zurück.

Hat's die Bauernlobby mal wieder geschafft!

Hat jemand eine schlüssige Erklärung, warum Bauern für die Dummheit unserer Regierungen Geld bekommen, aber die Industrie nicht?

Verursacher sollen zahlen

Die Entschädigung sollen die bezahlen, die die Sanktionen ausgesprochen haben, sowie die, die sich vor Begeisterung darüber fast überschlugen. Und zwar aus eigener Tasche. Allen voran ein gewissen Erzengel-Nachbau.
.
Entscheidungen treffen und weder Verantwortung dafür übernehmen, noch die Kosten tragen wollen - das ist Neoliberal?

17:46 Xabbu

so ist es wir zahlen nicht mit, sondern ausschließlich! Man hat doch anhand von Moderatoren, Kommentatoren, Professoren und Mentoren uns exakt vorgerechnet, dass nur Russland gaaanz arg betroffen wird von den Sanktionen (warum waren die nochmal?) und nach einiger Zeit wieder in der Steinzeit ankommen wird wenn es nicht unverzüglich nach unserer (Nato) Pfeife tanzt. Das schlimme dabei ist, dass dieses ganze Theater überhaupt niemand nützt und den Menschen in der Ostukraine schon gleich gar nicht.

verarbeitet den kram!

wenn nicht zu was sinnvollem dann halt zu schnaps und biogas
oder subventioniert den verkauf in den pleiteregionen europas damit die leute etwas geld in der tasche behalten

aber nein
es wird geld für die dümmstmögliche variante hinngeblättert und übermorgen wieder der flächenverbrauch für biogas und ethanolspritt betrauert

und das wo hier jahrhunderternten erwartet werden

Ich würde

die Produkte ja gern kaufen (weil ich israelische Produkte gerade meide) aber bei uns im Supermarkt gab es keine osteuropäischen Äpfel. Schade eigentlich.

Sauerei mit unseren Steuergeldern

Millionen Menschen leiden Hunger und wir wenden Gelder auf um Lebensmittel zu vernichten.
Ich könnte noch verstehen das Geld aufgewendet wird um die Nahrungsmittel dorthin zu schaffen wo Sie gebraucht werden.

Aber Vernichtung um den Preis hoch zu halten ist völlig daneben.
Wenn Menschen täglich zur Tafel gehen müssen in Deutschland um zu überleben,dann bin ich der Meinung das diese sich über 2 Kilo Pfirsiche oder Tomaten nebst Äpfel sehr freuen würden.

Aber der Bürger wird wie immer nicht gefragt.

Gruß

EU-Hilfen für betroffene Landwirte sind richtig

Die EU hilft den vom russischen Einfuhrverbot betroffenen Landwirten mit bis zu 125 Mio. € für leicht verderbliches Obst und Gemüse. Der Grund für die Hilfen ist leicht auszumachen: Die russischen Boykottmaßnahmen sind politischer Art und von den Betroffen nicht zu verantworten. Erzeuger und Vertreiber anderer Lebensmittel müssen sich andere Märkte und Kunden suchen, sie werden nicht entschädigt.

Derweil ist der Wirtschaftskrieg zwischen der EU und Russland in vollem Gange. Jetzt erwägt Moskau Medien zufolge ein Importverbot für westliche Autos, die einen Anteil von 27 % am Absatz haben. Ein entsprechender Vorschlag sei Putin übermittelt worden, berichtete die Moskauer Tageszeitung "Wedomosti". Eine Anweisung des Kreml, neue Sanktionen auszuarbeiten gebe es aber noch nicht. Putins Sprecher sagte bei der Verkündung des Importstopps für Lebensmittel aber, eine Ausweitung sei möglich.

Wer will das bezahlen? Wer hat so viel Geld?

Man kann es ja gar nicht oft genug sagen:
Jetzt zahlen wir also doch über Steuern für die - vorsichtig ausgedrückt - Kurzsichtigkeit unserer Politiker. Toll.
Weiterhin frage ich mich, warum diese Maßnahme - und dabei wird es ja wahrscheinlich nicht bleiben - von fastallen konservativ/ liberalen unterstützt wird. Ist doch eigentlich der reinste Soziallismus!

P.S: Ich habe einen Apfelbaum im Garten. Nehmen wir mal an ich wollte diese Äpfel in die RF exportieren. Wo bleibt jetzt meine Entschädigung?
Aber mal im Ernst: Hier wird doch dem Betrüger Tür und Tor geöffnet.

Heute hat Herr Medwedew (Minister Präsident RF)

angekündigt dass die aus EU "gegen-sanktionierte" Lebensmittel können durchaus über die Weißrussland, oder Kasachstan nach Russland doch gelangen. In den o.g. Ländern werden die nur neu sortiert. Somit hat er das Volk wegen Preiserhöhung für Lebensmittel beruhigt.

Man kann sich genau solche Umwege im Umgang mit EU und USA Banken (Kredite) gut vorstellen.

17:59 von G0TT

>>Was geschieht mit den Lebensmitteln? Werden sie vernichtet, während anderswo auf der Welt Menschen verhungern?<<

Das ist gängiger Standard seit es diese EU gibt. Ich weiß nicht ob #GOTT# sich darüber ärgert, aber ich weiß daß Menschen wie ich mich ärgern.

Der Grund ist : Bei jeder Gelegenheit schlägt man mir um die Ohren daß Angebot und Nachfrage den Preis regeln würden ... außer bei der EU scheinbar. Was für ein Wirtschaftssystem wird hier also betrieben ? Kapitalismus ? Scheidet wohl aus.

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