Kommentare

Mal so, mal so....was denn nun?

a) Höhere Löhne sind schon länger notwendig - sie werden trotzdem nicht bzw. selten kommen

b) Welcher Ökonom erklärt mir mal glaubwürdig, warum mehr Löhne gleich automatisch gefolgt sein müssen von höheren Preisen? Wenn die Löhne stagnieren oder sinken, fallen die Preise im Supermarkt doch auch nicht...

c) Wenn es tatsächlich zur Ankurbelung der Binnenkonjunktur gedacht ist (!), dann sollten wir zunächst das untere Drittel der Gesellschaft beim Lohnwachstum anvisieren. Die würden nämlich fast ausnahmslos zu einer direkten Stimulanz der Konjunktur beitragen. Ein Akademiker wird aber kein neues Auto kaufen oder plötzlich Kiloweise Kaviar bunkern...

d) Zu allem Überfluss müssen sich die Gewerkschaften auch noch aufregen, weil sie ihre "Tarifautonomie" in Gefahr sehen? Anstatt sich mal zu freuen, dass einmal (...) jemand unerwartet für höhere Löhne spricht.
(Wenngleich die Kritik berechtigt sein dürfte)

e) Nebenbei liebe Regierung, wann steigen die Löhne nun endlich? Mindestlohn 10€/h?

Offensichtlich ist den

Offensichtlich ist den sogenannten Experten das Verstaendnis fuer die einfachen Zusammenhaenge einschliesslich der Grundrechenarten auch noch abhanden gekommen.
Die deutsche Wirtschaft und das Land stehen gut da, weil a) die Produktion hier typischerweise sehr effektiv ablaeuft und b)die Tarifpartner in der Lage waren, vernuenftige Loesungen bei zu produzieren. Das soll jetzt falsch sein?

Und was ist...

... bei höheren Preisen mit den Menschen, die keine Lohnerhöhung bezw. Einkommenserhöhung aus welchen Gründen auch immer bekommen?

Hoehere Loehne ja aber fuer die Unterklasse ..

Deutschland hat nach 70 Jahren Bundesrepublik eine ungerechte Lohnpolitik entwickelt .. Es kann nicht sein das deutsche Chefaerzte das 30 fache von Krankenpflegekraeften verdienen ..usw seht nach Skandinavien und Finland ..dort gibt es eine solidarische Lohnpolitik ..wobei auch einfache Arbeitnehmer Eigentumswohnungen erwerben kønnen und sich um die Alterssicherung keine Sorgen machen müssen .. Schluss mit der ungerechten hohen Löhnen für Chefärzte , Vorstandsetagen .. zugunsten einer solidarischen Lohnpolitik und mehr sozialen Frieden

Die Bankrotterklärung der bisherigen Politik

So recht die EZB mit ihrer viel zu späten Einsicht hat: es ist gleichzeitig die Bankrotterklärung der Austeritätspolitik.

Und es wird Zeit, dass sich das endlich herumspricht: das “Sparen” funktioniert volkswirtschaftlich nicht. Es ist die Ursache für die Dauerkrise in Europa seit dem Begleichen der Spielschulden der Zocker, das man landläufig das “Bankenretten” nennt.

Über 5.000 Milliarden Euro

Diese gigantische Summe horten "die Deutschen" bei den Banken, die dafür keine Zinsen bezahlen können. Der größte Teil dieser Gelder gehören einer kleinen irrsinnig reichen Schicht von Milliardären. Für dieses Geld haben "die Deutschen" gearbeitet, aber das ist nicht die extrem reiche Minderheit, sondern die ärmliche Mehrheit. Die reiche Minderheit zweigt jährlich 'zig Milliarden Euro an Dividenden ab, der größte Einzelposten war tatsächlich 1,09 Milliarden Euro für eine Großaktionärin. Es wir Zeit, diese Zahlungen, die nicht in den Konsum zurück wandern, drastisch zu verkleinern. Wenn die, die arbeiten, jährlich einige 100 Millionen Euro mehr bekommen, geht das Geld nicht in eine Bank, sonden zurück in die Wirtschaft, über den Konsum. Das bringt Wachstum und sozialen Frieden. Also Mindestlöhne am Anfang 2-stellig, dann noch höher. Für die Agentur für Arbeit müßte 10,00 Euro die Stunde das Minimum sein. Dann flutscht die Wirtschaft.

Der Wirtschaftskrieg, den Deutschland de facto gegen die anderen europäischen Länder führt, und den die meisten Deutschen mit ihrem Lohnverzicht mit bezahlen, macht eben nur einige wenige Deutsche stink-, nein märchenhaft reich.

Gleichzeitig gehen die Realeinkommen und Realvermögen im Median in Deutschland zurück – das Steigen des Durchschnittsvermögen erklärt sich mit der massiven Steigerung der Vermögen der Reichen.

Gleichzeitig drückt Deutschland die anderen europäischen Länder gegen die Wand. Diese können nämlich ihre Währungen nicht mehr abwerten – der Euro verunmöglicht das.

Wenn Deutschland nicht langsam die Löhne erhöht, wird sich die Krise mit der Deflation verfestigen, und zum Dauerzustand für die nächsten Jahrzehnte werden.

Die Naivität der Austeritätspolitik richtet derweil riesige Flurschäden an. Ob man das Blatt überhaupt noch wenden kann, oder ob es nicht schon zu spät ist, bis endlich der Fehler erkannt wurde, wird man sehen.

@Norge3 - Welch ein schöner (nur...) Traum

Ganz offen gesagt, ich habe kein Problem damit, wenn "Spitzenkräfte" (...) tatsächlich mehr verdienen als "durchschnittliche Arbeitnehmer" (...).
Zumindest, wenn Sie tatsächlich eine so hohe Qualifikation haben und ihre Arbeit entsprechend verüben (was, laut Statistik bei den Ärzten ja schonmal nicht der Fall ist...)!

Und: Voraussetzung ist auch, dass unsere gesellschaftliche und wirtschaftliche Arbeitsteilung auch genug produziert, um diese Unterschiede zu bezahlen!

Aber auch: Dazu zählt bei mir allerdings, dass die untersten Einkommensschichten dennoch ihren Lebensunterhalt (menschwenwürdig!) finanzieren können. Dazu zählt Kultur, Bildung, Freiheit dazu. Da dies (v.a. in Bezug auf deren Kinder) nicht der Fall ist, stimme ich zu:
Zunächst einmal schütten wir in die (viel zu) breite, gesellschaftliche Masse des unteren Drittels der Einkommen.

Freuen wir uns dann auf die positiven Effekte, die sich für alle generieren!

@XZane: Gerne hier ein Erklärungsversuch

a) wenn man den Druck wegnimmt in der Hartz-Gesetzgebung, können sich die künstlich gedrückten Löhne in Deutschland wieder einpendeln.

b) Wenn die Leute mehr in der Tasche haben, können sie nicht nur mehr ausgeben, sondern das Geld sitzt auch lockerer. Der Markt bekommt mehr Nachfrage. Und wenn die Nachfrage relativ zum Angebot grösser wird, steigen die Preise.

c) Ich stimme zu.

d) Auch die Gewerkschaften sind von Leuten tief unterwandert, die der naiven Lohndrückerideologe der marktradikalen Spielart des Neoliberalismus anhängen

e) Ich stimme erneut zu: ein Mindestlohn von 10€, und zwar OHNE Ausnahmen, wäre eine sehr gute Idee.

Das stimmt nicht

<<< Die deutsche Wirtschaft und das Land stehen gut da, weil a) die Produktion hier typischerweise sehr effektiv ablaeuft und b)die Tarifpartner in der Lage waren, vernuenftige Loesungen bei zu produzieren. Das soll jetzt falsch sein? >>> schreibt Shasta. ### Die Deutsche Wirtschaft steht gut da, das Land Bundesrepublik Deutschland steht nicht gut da. Außer in den Konzernzentralen, bei den Großaktionären und Topmanagern fehlt es bei der großen Mehrheit der Deutschen an allen Ecken und Enden. Wer unterhalb der mittleren Managerebene arbeitet oder gearbeitet hat, ist heute ärmlich, Tendenz steigend. Das haben die Arbneitgeber veursacht, in dem sie Arbeitsplätze auslagerten. Dadurch wurde ein künstlicher Mangel an Arbeitsplätzen geschaffen, und die, die Arbeit haben, werden gegen die, die keine Arbeit haben, ausgespielt. Das ist perfide und dumm.

... Job machen, und Lohnerhöhungen auf dem Niveau von Inflation + Produktivitätssteigerungen durchsetzen.

Dass dem nicht mehr so ist, kannst Du hier sehen:

http://blog.fdik.org/2013-09/s1379753739

Die bessere Lösung ist die Auflösung des Euro und der EZB!

Denn dann pegeln sich die nationalen Wirtschaften auf dauerhaft gerechte, in sich harmonische Verhältnisse ein und man kann die eigenen Regierungen endlich wirklich und gerechtfertigt zur Rechenschaft ziehen, statt nebulöse Schuldzuweisungen nach "auswärts" zu richten!
Für Deutschland würde das eine erhöhte Kaufkraft für ALLE, also supergerecht, bedeuten, Exporte verteuert, Importe verbilligt, die dann aber sofort wieder die Exporte verbilligen.
Statt Verzerrung wieder Klarheit und Transparenz.
Ein Schritt in die wohlige, wiedererlangte Freiheit statt Euro-EZB-Zwangsverwaltung mit blödsinnigen punktuellen, verzerrenden Eingriffen!

um 12:02 von fdik

traurige notwendigkeit
mit einer gemeinsamen währung, einem gemeinsamen wirtschaftsraum ist das konkurenzdenken zwischen den beteiligten nationen zwar den konzernen dienlich, den staaten und ihren einwohner aber abträglich
leider wird es nicht aufgegeben werden bevor nicht alles in trümmern ist

@ fdik

" Naivität der Austeritätspolitik".
Ich halte das ganz und gar nicht naiv, obwohl ich weiß, dass sparen nicht den Konsum antreibt.
Aber das Geld wächst nun mal nicht auf den Bäumen. Viele Euroländer sind sowieso schon völlig überschuldet. Noch mehr Schulden treiben uns völlig in die Erpressbarkeit der Finanzmärkte. Das kann es doch nicht sein.
Das Problem ist die ungerechte Verteilung. Daran muss die Politik arbeiten. Wenn wieder mehr bei der Mittel- u. Unterschicht ankommt, können die Leute wieder mehr ausgeben.

Schätze es wird wirklich Zeit

Schätze es wird wirklich Zeit umzudenken, wenn jetzt schon
Banker im Revier der Gewerkschaften wildern müssen ;)
Mehr Geld? Hört sich ja toll an, kann man ja nie genug von haben. Mehr Konsum? Tolle Show, die Produktivität operiert seit Jahrzehnten am Anschlag, jede Menge "Kreativität" wird dafür verschleudert, wie man der Erde das letzte Fitzelchen entreisst, um es in ach so tollen Produkten zu verstecken, die jeder unbedingt braucht.Die Realität: Viele benutzen alte Geräte, wozu neu kaufen, es tut was es soll und wenn es dann doch mal den Geist aufgibt: Es gibt immer mehr Menschen, die praktisch für lau gemeinsam Dinge reparieren, im ursprünglichen Post hatte ich das beim Namen gennant, was wohl als unerlaubte Werbung interpretiert wurde, das gilt dann wohl auch für non-profit Sachen.
Während die alte Garde von zweistelligem Wachstum träumt, nehmen es die "Postwachstumskinder" allmählich selbst in die Hand. (R)evolution mal anders, intelligent & nachhaltig!

Da haben wir ja den richtigen Vorsitzenden

"Die Lohnpolitik tauge nicht als Instrument im Kampf gegen die Euro-Krise, betonte Hoffmann."
.
Das da der Blätterwald mit den Zungen schnalzt, ist wohl selbstredend. Und dann auch noch kindisch mit dem Verweis auf die "bisherige Blindheit" in Sachen Makroökonomie. Wenigstens sehen sie doch jetzt. Besser spät als nie.
Und diese Ungleichgewichte in der Eurozone haben ihre Wurzel in einem Lohnungleichgewicht. Inflation und Löhne gehen Hand in Hand und in Deutschland lagen wir jahrelang unter dem Inflationsziel.
.
Von speziellen Branchen hat die Bundesbank auch nie geredet. Was soll das also?
.
Ich sehe hier ein Versuch seitens der "Vertretung" diese Aufrufe direkt zu bekämpfen. Und es ist auch nur ein Aufruf: Solange der Gesetzgeber die indirekte Schwächung der Gewerkschaften unter Schröder als großen Erfolg feiert, sind sie nicht in der Position mehr zu verlangen. Es geht hier nur darum ob es sinnvoll nicht höhere Löhne in Deutschland zu haben (vor allem Relevante für den Warenkorb).

@fdik & @JokeSchuette

@fdik:
Danke für die Unterstützung, sie haben nochmal bestätigt was ich sagte.

@JokeSchuette:
Ich stimme zu, erweitere ihren Beitrag um die Tatsache, dass viele Menschen "freiwillig" an diesem Gesellschaftsbild mitarbeiten.
und zwar weil:
a) Sie Parteien wählen, die diesen Kurs konsequent fortsetzen und
b) Sie diese "Löhne" (nennen wir ein Einkommen unterhalb der 1.500€/Monat scherzhafterweise mal so) akzeptieren.
Von Gewerkschaften, die dagegen massiv Streiken? Keine Spur. Aufschrei des Einzelnen beim Arbeitgeber? Nix.
Lieber dem Druck nachgeben und kleinlaut am Stammtisch ärgern, anstatt einfach mal zu sagen:
"Der Lohn? Nein danke, mach deine Arbeit selber!"

Was die Auslagerung bzw. Verteilung von Arbeit angeht... ein Phänomen, bei dem mehr Arbeit durch weniger Leute geleistet wird. Hier gilt es, die Erträge etwas sozialer (oh nein, ein böses kommunistisches Schreckenswort) zu verteilen...

Milliarde könnten auch als Millionäre gut leben.
Und wer 5.000 verdient, lebt auch mit 4.500

"Mehr Lohn" ist nur die eine

"Mehr Lohn" ist nur die eine Seite der NOTWENDIGEN Veränderungen in diesem Land.

Die zweite Seite ist eine Veränderung der Menschen in der Art, dass sie ihr Geld eben nicht mehr zu den Geschäften tragen wo die niedrigsten Löhne gezahlt werden (Discounter und Internetversand). Geiz ist alles andere als geil, sondern gesellschaftsschädigend.

Die dritte Seite ist eine Veränderung unser Politik, die endlich akzeptieren MUß, dass "Schutzzölle" auch etwas gutes haben, denn die gleichen "unfaire Niedriglohnvorteile anderer Länder" eben aus und schützen die heimische Produktion. Ergo MUß eigentlich das Schengen-Abkommen, bzw. das inner-europäische Freihandelsabkommen modifiziert oder gar aufgehoben werden.

Diäten-, Pensionen-, Zulagenerhöhung

bewilligt.Also das verstehe ich jetzt wirklich nicht :

Frau Merkel hat sich selbst eine Erhöhung
ihrer "Leistungszulage" um 1.000 Euro p.m.
bewilligt.

Die Diäten sind - dank Herrn Gauck - ganz
besonders fett angehoben worden.

Die Gefahrenzulagen für Polizisten, die
Tarngeldzulagen für diese Sicherheitsfach-
kräfte sowie die Arbeitszeit für unsere
Lehrkräfte wurden den Verhältnissen
angepaßt und angehoben bzw. im Bereich
Lehrer auf sehr niedrigem Niveau belassen.

Wieso denn jetzt mehr Geld für das
Ferienhaus oder die Zweitwohnung ?

Der völlig falsche Weg

Zitat: >>Dagegen seien in manchen Krisenländern der Euro-Zone mit hoher Arbeitslosigkeit derzeit eher "niedrige Lohnabschlüsse erforderlich, um Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen".<<

Richtig dürfte sein, daß gerade Länder wie Frankreich endlich ihr Lohnniveau nach unten anpassen müssen. In diesen Ländern sind nach der Euroeinführung die Löhne geradezu explodiert.

Und da die Zinsen bei Null liegen, ist es völlig falsch in Deutschland die Löhne zu erhöhen. Das führt nur zu noch mehr Verwerfungen. Aber Lohnkürzungen in Frankreich und Co würden zur Null-Zins-Politik passen.

Es ist absolut unverständlich, wieso die Poltik Verteilungskämpfe immer weiter anheizt, anstatt ihnen entgegenzuwirken.

Inflation bedeutet, daß die Arbeit der Menschen, die in der Vergangenheit gearbeitet und gespart haben immer weiter abgewertet wird. Das ist Arbeitnehmerfeindlich!!!

Wundervoll mit welcher

Wundervoll mit welcher brachialen Gewallt eine sichtbare Preisinflation herbeigefuert werden muss. Es scheint als stuende den Pleitebankern und Pleiteregierungen das Wasser am Hals. Ich kann es kaum erwarten mich selber in dieser Inflationswelle mit dem billigen Micky Maus Papiergeld zu entschulden.
Macht weiterso liebe EZB !

@ natal-45

Die totale Auflösung des Euro bedarf es gar nicht. Es reicht, wenn die schwachen Länder zu ihren eigenen Währungen zurückkehren.
Aber Sie haben Recht damit, dass die EZB verzerrende Eingriffe in die Wirtschaft vorgenommen hat. Diese rächen sich nun. Pleitebanken- u. Staaten muss man auch pleite gehen lassen.
@ Goldenmichel
Freilich steht den Pleitebankern- u. Regierungen das Wasser bis zu Hals. Tja, das kommt davon, wenn man nur die Symptome bekämpft und nicht die Ursachen. Dann holen einem die Probleme immer wieder ein.

Nachfrage

Tja Leute - es wird weniger gekauft, weil nur noch wenige Leute Geld im Portemonnaie haben !
Die Gewerkschaften und Beschäftigten haben sich ja brav zurückgehalten in den letzten Jahren und "fürn Ei und n Butterbrot" malocht ! (Die Butter aber nur aus dem Sonderangebot ! ;-))
Schaun wer mal, wer denn die Preisschraube wieder in Gang setzt, wenn tatsächlich höhere Lohnabschlüsse getätigt werden sollten ...... !
Wir können uns jetzt schon kaum unsere Mietwohnungen leisten !

@fdik

"b) Wenn die Leute mehr in der Tasche haben, können sie nicht nur mehr ausgeben, sondern das Geld sitzt auch lockerer. Der Markt bekommt mehr Nachfrage. Und wenn die Nachfrage relativ zum Angebot grösser wird, steigen die Preise."

DAS ist aber in vielen Branchen nur ein Nebeneffekt, der durch Wettbewerb meist nivelliert wird. Preise steigen überwiegend dann wenn die Produktionskosten steigen. Und da wo die Lohnkosten einen größeren Anteil an den Produktkosten haben schlagen Lohnerhöhung natürlich schnell und direkt auf die Preise durch.

re fdik

Dass die EZB die Austeritätspolitik mit trägt, stimmt nicht. Ganz im Gegenteil. Durch Niedrigzinsen provoziert die EZB einen höheren Konsum und weniger Sparen. Das mag kurzfristig vorteilhaft sein, führt aber auf Dauer in Kombination zur angekündigten Geldexpansion zu großer Inflation, wodurch unsere Renten und Vermögen entwertet werden. Begünstigte sind die hoch verschuldeten Südländer, deren Schulden mit entwertet werden. Höhere Löhne klingen zwar gut, können aber wiederum zu Inflation führen. Was uns die EZB feilbietet, ist ein vergifteter Apfel. Draghi kann es egal sein, denn er wird längst pensioniert sein, wenn die negativen Konsequenzen seiner Politik auf uns alle durchschlagen. Dann wird die Rente noch weniger wert sein und fast alle Rentner zu Sozialfällen.

@JokeSchuette

"Die Deutsche Wirtschaft steht gut da, das Land Bundesrepublik Deutschland steht nicht gut da. Außer in den Konzernzentralen, bei den Großaktionären und Topmanagern fehlt es bei der großen Mehrheit der Deutschen an allen Ecken und Enden. Wer unterhalb der mittleren Managerebene arbeitet oder gearbeitet hat, ist heute ärmlich, Tendenz steigend."

So ein Blödsinn. Das Land steht hervorragend da. Die Große Mehrheit der Deutschen arbeitet unterhalb der mittleren Managementebene und 80% der Deutschen geht es gut wie nie!

mehr Gehalt ist falsch

nichts gegen mehr Gehalt, bin sofort dabei

ABER

die BRD genießt ohne höhere Löne eine mehr als gesunde Zuwanderung aus EU und sonstigen Ländern.

Spinne man den Gedanken weiter, dass die "untere" Schicht deutlich mehr Gehalt bekommt. Was glaubt man wie stark die Zuwandurung steigen wird.

Vergesst nicht, Ihr habt die Regierungen gewählt, die dafür gesorgt haben, dass hier mittlerweile in einigen wenigen Jahre aus knapp 28 Staaten Arbeitnehmer per Gesetzt anreisen dürfen und sich dem Arbeitsmarkt stellen. Und dieses Geld wandert ganz sicher nicht in Binnenwirtschaft. Schaue diverse Reportagen wohin das Geld fließt.

Also nein, eine deutliche Steigerung der Löhne im "unteren" Bereich würde nicht den gewünschten Effekt erbringen.

Würde das Land ausländische Arbeitnehmerströme kontrollieren können, wäre es sinnvol darüber zu diskutieren aber so .....

na ja, solange auf dem Stimmzettel sich nichts ändert ..... geht alles weiter wie geschmiert ...

Super Denkleistung.

Aber brauchen wir nicht. Wir fast 1 Million Vermögensmillionäre, die wir in der BRD leben, können doch die Wirtschaft ankurbeln. Wir kaufen uns noch ein 5tes Auto und den 20ten Fernseher. Dafür reinigt man mein Swimingpool weiterhin für 5Euro und mein Kinder werden gehütet von einem 4sprachiges Kindermädchen mit Diplom für Dolmetscher für 5,50Euro die Stunde. Wenn die verlangt, das man sie nach Tarifvertrag bezahlt, dann müsste ich mich um meine Kinder am Ende noch selber kümmern. Bei den paar Leuten, die heute noch arbeiten macht die Lohnsteigerung doch wirklich nichts aus. Hat die CDU nicht erst vor kurzem die Lohnnebenkosten gesenkt, was eine Lohnsenkung ist?

Mit der SPD

lässt sich schon lange keine AN-Politik mehr machen und wenn die Sozen vor den Linken warnen, die angeblich alles Enteignen wollen, muss man sich nur die gegenwärtige Situation vor Augen führen. Die Sparguthaben schrumpfen, die Lebensversicherungen verlieren an Wert, große Unternehmen versteuern ihre Gewinne im europäischen Ausland, die Löhne stagnieren und ich kenne immer mehr AN die nicht mehr an das Durchschnittseinkommen kommen. Und was passiert, wenn sich nichts ändert, wir machen weiter so, machen den EU-Ländern weiter Druck, erhöhen bei Ihnen die Arbeitslosigkeit, ja was ist dann- genau es werden Transferzahlungen nötig werden und zwar von D in die EU. Wer bezahlt das- natürlich der AN über Steuererhöhungen oder sonstigen Abgaben. Hauptsache wir exportieren, Binnennachfrage ist nicht erforderlich.

@ Skywalker

Der Reichtum in Deutschland wächst zwar, aber vorwiegend bei den Millionären, sprich bei den oberen 5%.
Und, dass es 80% der Deutschen so gut geht, wie nie, das glauben Sie doch selbst nicht. Am besten Sie starten mal eine Umfrage, dann sehen Sie schon, was rauskommt.

re Skywalker

Das ist immer eine Frage der Perspektive. Mir persönlich geht es sehr gut dank ausreichendem Einkommen und Vermögen. Allerdings bin ich in einer Kunstgruppe, in der es fast allen schlecht geht. Sie sind durch psychische Krankheiten aus dem Wohlstandsnest gefallen und leben ungewollt von Hartz IV oder Erwerbsminderungsrente. Das sind, wohlgemerkt, keine Menschen, die das Sozialsystem ausnutzen wollen, ganz im Gegenteil. Und ich kenne Friseure und Raumpflegerinnen, die nur deshalb über die Runden kommen, weil sie in Partnerschaften leben.
Es geht der Mehrheit sicherlich gut, aber es gibt an den Rändern Menschen, die entweder mit extrem hohen Einkommen gepudert werden, oder solche, die aus Mülltonnen Pfandflaschen sammeln, um überleben zu können. Mir fehlt das Verständnis, wenn Herr Löscher nach seiner Demission bei Siemens 16 Mio € Rentengeld erhält. Ich würde es ihm gönnen, gäbe es da nicht gleichzeitig die erwähnten armen Menschen.

Der Euro und dessen Einführung ist schuld

Bei der Euroeinführung in Deutschland wurden alle Löhne halbiert. Mieten, Nebenkosten, u.s.w. explodierten innerhalb weniger Jahre.
Lohnabschlüsse generell (bewußt) unter der Inflationsrate belassen. Dank SPD mit Schröder auch noch das bewährte Sozialsystem derart geändert, dass die Ärmsten noch ärmer wurden und obendrauf noch ,,die Peitsche,, bekamen.
Sogar Arbeitslose nach einem Jahr in Hatz rutschen und erstmal alles Ersparte aufbrauchen müssen , um dann auch ganz unten an zu kommen.
Renten wurden und werden gekürzt was das Zeug hält. Wer vor der Euroeinführung noch für seine Familie sorgen konnte, dem reicht sein ,,Lohn ,, heute gerade einmal für sich selbst.
Ärmere Länder, die den Euro einführten jubelten. Denn dieser wurde dort 1:1 eingeführt. Diese Länder konnten sich nun auch teure Waren aus Deutschland leisten und die Wirtschaft boomt.
Der Deutsche mußte weiter sparen.
Weil man nun die armen Länder (Banken) retten muß.
Richtig erstmal geraderücken was vorher verbockt wurde.

Gegen Alles gegen Geld gegen Demokratie

Natürlich sind höhere Löhne besonders in den unteren Segmenten das beste was den Menschen passieren könnte. Vielleicht bräuchten dann weniger Aufstocken. Das Geld fliest dierekt in den Konsum (Bio-Nahrung, Bettwäsche) für die angehnehmen Dinge.Und das würde den Handel etwas ankurbeln., und Geld aus der "Spekulativ-Finanzindustrie" ziehen.
Die Südländer würden mit Ihren Löhnen wettbewerbsfähiger werden. Mindestlohn 12€ sofort.

Kleiner Fingerzeig

Liebes Tagesschau-Team,

wer schreibt eigentlich bei euch die Artikel für Tagesschau.de? Dieser Artikel ist von grammatikalischen wie auch Tippfehlern voll. Tippfehler sind ja noch zu entschuldigen, aber auch da könnte durch Korrekturlesen sicher Abhilfe geschaffen werden.

Zum Thema:
Die Bundesbank und die EZB haben hier lediglich Empfehlungen ausgesprochen, aber niemandem eine Vorschrift gemacht, wie er sich beim nächsten bevorstehenden Tarifabschluss zu verhalten hat. Die Empfehlung ist äußerst rational und wurde nicht gegeben, um Stimmung zu machen oder womöglich den Arbeitgeber ans Bein zu pinkeln. Die beiden Institutionen sehen lediglich den volkswirtschaftlichen Zusamenhang - und sie sehen ihn vollkommen richtig!

@Quarks1985

Lieber user,

werfen Sie bitte nicht mit Steinen, wenn Sie im Glashaus sitzen (Zitat: "...oder womöglich den Arbeitgeber ans Bein zu pinkeln" - Fehler gefunden?).

Zum Thema:
Natürlich werden die Gehälter nach den nächsten Tarifverhandlungen angehoben. Natürlich auch kräftig! Vergessen wir nicht, dass die Diäten der Politikerkaste sich künftig an der Lohnentwicklung in der Wirtschaft orientieren sollen. Und argumentiert wird (ich höre es bereits) wie folgt: "die Politik folgt mit der Entscheidung der weisen Empfehlung der EZB..." Wetten, dass?!

Schau Dir einfach mal die Situation in den ganzen Ländern an, die eine angebliche “Sparpolitik” fahren. Du wirst feststellen, dass überall dort massiv die Staatsschulden steigen.

Das Problem ist nämlich, dass wenn ein Staat massiv die Staatsausgaben zurück fährt, dass dann Unternehmen in diesem Staat Auftragseinbruch erfahren. Dadurch bezahlen diese Unternehmen schon mal keine Steuern mehr. Aber sie geben auch keine Aufträge an andere Unternehmen, die dann auch keine Steuern mehr bezahlen, weil sie keinen Gewinn mehr machen.

Dazu entlassen der Staat und viele Unternehmen dann Leute. Dadurch steigen massiv die Staatsausgaben für Arbeitslose und Soziales an.

In summa ist das Ergebnis dann für den Staat negativ – er muss noch mehr Schulden machen.

Das kannst Du derzeit in Portugal, in Spanien, in Italien und einigen anderen Ländern beobachten. Deshalb nenne ich die Austeritätspolitik auch naiv, weil dieser Zusammenhang übersehen wird.

@b_m: Das Lohnniveau in Frankreich ist in Ordnung

Denn Frankreich hatte als einziges Land ständig 2% Inflation wie vereinbart. In Italien gabs zu viel, in Deutschland zu wenig.

Allerdings ist das sowieso egal: ob die Franzosen das Lohnniveau senken oder die Deutschen es erhöhen, es kommt aus Sicht der Währungsdifferenzen auf dasselbe raus. Es muss angeglichen werden (nicht das Lohnniveau, sondern seine Veränderung über die Zeit).

Aus einer ganz anderen Sicht muss man die Löhne jedoch hinterfragen: die meisten Deutschen verlieren seit Jahren Einkommen und Vermögen. Dagegen gewinnen die Reichen massiv hinzu in Deutschland, wodurch der Durchschnitt sogar steigt.

Sollen jetzt die Franzosen weniger bekommen, und deren Reiche und die der Deutschen mehr, oder soll das Geld endlich wieder auf alle verteilt werden und nicht nur auf die Reichen?

Falls das zweitere, dann müssen die Deutschen mehr bekommen und nicht die Franzosen weniger.

Das Problem ist, dass wenn Portugal z.B. aus dem Euro aussteigt, dass sich die Situation nicht ändert, für niemanden. Denn Portugal hat nun seine Schulden in Euro. Durch einen Ausstieg sind die nicht weg, und sie bleiben auch in Euro.

Mitgegangen, mitgehangen, mitgefangen.

Was mich wundert, weshalb so wenige Leute fragen, wo das ganze Geld jetzt ist, das für's “Bankenretten” bezahlt wurde. Wer ist der Gewinner dieser ökonomischen Perversion?

Ich kann zum Thema nur Harald Schumanns Film “Staatsgeheimnis Bankenrettung” empfehlen, siehe https://www.youtube.com/watch?v=HrptpTTs3oM

... verwandten Wirtschaftsschulen. Es geht bei beiden um eine reine Angebotspolitik. Mit der Austerität soll die Staatsquote gesenkt werden, mit der Niedrigzinspolitik sollen die Kredite für die Unternehmen verbilligt werden. Hör einfach den Leuten zu, die beides propagieren, und Du wirst feststellen, das kommt aus derselben Quelle.

Auch mit der Inflation liegst Du falsch. Das kannst Du hier erkennen, die Geldmenge ist bereits bis ins Märchenhafte gestiegen, ohne dass es zur Inflation gekommen wäre; man sieht sehr schön die Blasen 2001 und 2007:

http://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Statistiken/
Zeitreihen_Datenbanken/Makrooekonomische_Zeitreihen
/its_details_value_node.html?tsId=BBK01.TUE303

Es ist also offensichtlich nicht so, dass eine Erhöhung der Geldmenge auch eine entsprechende Erhöhung der Inflation bedeutet. Dagegen kann man einen Zusammenhang zwischen der Inflation und dem Lohnniveau statistisch nachweisen, genauer: mit den Lohnstückkosten. Versuch's mal! ;-)

@fdik 15:54

Bei der Einführung des Euro wurde uns hoch und heilig erzählt, daß der Euro mindestens so hart wird wie die DM.

Zu DM Zeiten gab es keine reale Inflation (nur nominel). Jetzt mag die nominelle Inflation zwar niedriger sein, aber die reale Inflation deutlich höher.

Es wiederspricht auch dem gesunden Menschenverstand, daß Preise notorisch steigen sollen. Preise schwanken, und zwar in Abhängigkeit von Angebot/Nachfrage. Ein Inflationsziel ist also vollkommener Irrsinn.

Zitat: "Allerdings ist das sowieso egal: ob die Franzosen das Lohnniveau senken oder die Deutschen es erhöhen..."
Egal ist das keineswegs. Denn es gibt Ersparnisse und Altersvorsorgen, die in der Vergangenheit erwirtschaftet wurden. Und die Frage ist schlicht und einfach, was sind die in Zukunft noch wert? Die Kaufkraft dieses Geldes gehört den Menschen, die dafür gearbeitet haben und nicht denen, die Schulden gemacht haben. Nur höhere Zinsen können das ausgleichen.

Ja, ja der Standort Deutschland...

Durch die Modernisierungen und Rationalisierungen in den Betrieben, sowie dem Ausbleiben von neuen Leitsektoren, welche bisher immer als Arbeitsplatzlokomotiven dienten (z.B. Chemieindustrie oder Fahrzeugbau), kann Arbeitslosigkeit nur noch durch die Konzentration von Betrieben in einem begrenzten Territorium gesenkt werden. Dadurch müssen die Arbeitsverhältnisse innerhalb dieses beschränkten Raums ausreichend attraktiv gestaltet werden, um die Unternehmen in das eigene Territorium zu locken. Bei gleichzeitigem Wachsen der Weltbevölkerung und sinkender Arbeitskraftnachfrage, wird es durch diesen weltweiten Standortkrieg zu immer größerer Armut kommen. Und das nicht nur da, wo die Unternehmen weg gehen.
Denn die Faktoren, welche einen Standort attraktiv machen können sind
eine hohe Bildung, gute Infrastruktur und Subventionen, also staatliche Investitionen,
eine wirtschaftsfreundliche Steuern- und Abgabenpolitik
und schließlich ein niedriges Lohnniveau, sowie prekäre Arbeitsverhältnisse

Michel D.: Irrtum.

Ich weiss, die Erklärung ist gängig: der Euro sei der Teuro, es gäbe eine versteckte Inflation, quasi im Geheimen. Tatsächlich ist das nur das Geschichtchen, mit dem die Deutschen an der Nase herumgeführt werden.

Richtig ist, dass die Deutschen seit der Euro-Einführung immer weniger in der Tasche haben. Aber das liegt nicht an der Inflation, sondern an der fehlenden Lohnsteigerung.

Denn eine Inflation von 2% ist gewollt. Deutschland hatte sogar meistens weniger. Nur wenn man Renten und Gehälter “einfriert”, wie es jahrzehntelang nun der Fall ist, dann fehlt den Leuten massiv reale Kaufkraft.

Grob: wenn man pro Jahr 1% mehr Inflation hat als Lohnerhöhung (nämlich z.B. bei 1% Inflation und einer Lohnerhöhung von 0%, oder bei 1,5% Inflation und einer Lohnerhöhung von 0,5% pro Jahr), so hat man nach 15 Jahren real 15% weniger in der Tasche – jeden Monat.

Nach 20 Jahren entspricht das einer Lohnsenkung real um 20% und einer Rentenkürzung von 20%. Und genau das erleben die Deutschen.

fdik 15:54

Zitat: "Sollen jetzt die Franzosen weniger bekommen, und deren Reiche und die der Deutschen mehr, oder soll das Geld endlich wieder auf alle verteilt werden und nicht nur auf die Reichen?"

Generell soll Geld nicht "verteilt" werden. Geld soll verdient werden und zwar unter Wettbewerbsbedingungen. Es geht nicht darum, daß es allen Menschen gleich gut geht (das ist sowieso unmöglich, da dazu auch Dinge wie Gesundheit und erfülltes Liebesleben gehöhren), sondern darum, daß es jedem so gut geht, wie es seiner eigenen Leistung entspricht.

@fdik 15:45

Zitat: "In summa ist das Ergebnis dann für den Staat negativ – er muss noch mehr Schulden machen."

Es gibt eine Lösung: Die Lebensqualität muß abgesenkt werden. Immerhin hat die Lebensqualität ja auch zugenommen, als die Schulden gemacht wurden. Und man kann nicht immer nur haben wollen. Irgenwann muß man auch zurückgeben.

Wenn ich mir also mit Schulden 120% Lebensqualität (bezogen auf mein Einkommen) leisten kann, dann muß ich auch bereit sein beim Zurückzahlen der Schulden mit 80% Lebensqualität (bezogen auf meine Einkommen) zufrieden sein.

Ich bin dagegen

Die 2100 €, die ich für meinen Knochenjob erhalte sind doch jetzt schon viel zu viel.

Bekäme ich noch mehr, begänne ich doch bestimmt an der Börse zu zocken und durch Wetten, die Währungen labiler Staaten zu gefährden.

Außerdem muß ich doch an das Wohlergehen der darbenden Vorstandsmitglieder und Aktionäre der AG, für die ich freundlicherweise malochen darf, denken.

Eure überzogene Anspruchshaltung aber auch immer.

Wollt ihr etwa eine zweite Yacht für alle Geringverdiener ?

Gruß, zopf.

P.S.: Solltet Ihr Spuren von Ironie und Sarkasmus in diesem Beitrag finden, zertretet sie, bevor sie sich zu Zynismus vereinigen können.

Ein Hoch auf die EZB

Nachdem die EZB unter Dragi, auf Kosten der Deutschen Sparer, alles dafür getan hat die Deflationsgefahr zu schaffen, soll nun auf Kosten der Deutschen Wettbewerbsfähigkeit gegengesteuert werden.

Ein Hoch auf unsere Heilsbringer: Den Euro, die EU und über allem die EZB!

Nur so können die Pleitestaaten so weiter machen wie bisher, und ihre gigantischen Schuldenberge abschmelzen.
.
Wer spart, der tut nichts für die Allgemeinheit und für den Konsum. Dem geschieht es recht, wenn sein Erspartes entwertet wird!
.

immer die Gewerkschaft

... Haben die Schuld? Sie sollen mehr streiken ?
Mit wem den? Das würde ja nur gehen wenn genug Leute sich in Gewerkschaften beteiligen. Das wiederum würde voraussetzen das man ein monatlichen Anteil von seinem Lohn und Gehalt opfert. Viele sind dazu nicht bereit. Und wenn ein produzierender Betrieb mehr verwaltung als Produktion hat geht's ja schon mal gar nicht. Den warum auch immer: die meisten in der Verwaltung scheuen die Gewerkschaft wie das Feuer dem Wasser.
Einige "blaumänner"

eigentlich eine gute Idee

ich rede da schon seit Jahren davon, dass dies für alle beteiligten das Beste wäre. Und Deutschland kann und muss das verkraften, wenn ein paar Billigjobs mehr ins Ausland abwandern.

Dass nun die EZB das aktiv fordert, ist aber sicher aus anderen Gründen geschehen, als das man die Gleichheit in der Eurozone wieder herstellen will. Die Südländer mit Ihren Krisen können ja keine eigene Währung mehr abwerten, also muss das dortige Einkommensniveau relativ zu unserem sinken.

Entwerder deren Niveau sinkt oder unseres steigt. Für unsere Wirtschaft sicher besser, wenn deren steigt und unseres noch stärker steigt. das macht also Sinn, außer man ist egoistisch Deutscher. Letztendlich sind aber die Käufer unserer Waren mit steigenem Niveau sicher bessere Kunden, zumal die auch von unserer Wertschöpfungskette profitieren, wenn die Wirtschaft überall wächst.

@b_m: stimmt ja auch, der Euro ist so hart wie die DM

... zumindest gegenüber dem US-Dollar.

Inflation ist in der Volkswirtschaft immer das Maß, in dem sich Real- und Nominalwerte unterscheiden. Entsprechend gibt es weder “Realinflation” noch “Nominalinflation”.

Tatsächlich widerspricht es nicht dem “gesunden Menschenverstand”, wenn Preise “notorisch” steigen sollen. Denn es steckt eine Absicht dahinter, die man verfolgt, wenn man eine Inflation von 2% organisiert: man möchte, dass die Zentralbank mit ihrer Zinspolitik einen Hebel hat, mit dem sie lenkend auf die wirtschaftliche Entwicklung Einfluss nehmen kann. Das funktioniert für gewöhnlich auch gut. Erst wenn die wirtschaftliche Entwicklung zu weit von einem ausgeglichenen Zustand weg ist, funktioniert's nicht mehr – so wie wir das heute erleben.

Übrigens ist zuviel Sparen volkswirtschaftlich unerwünscht: die Leute sollen in die Realwirtschaft investieren, nicht Geld horten.

@b_m: natürlich soll Geld verteilt werden

Die Frage ist ja nur, nach welchen Kriterien und an wen wieviel.

Du selbst sprichst ja vom “verdienen”. Du hast also offensichtlich eine Idee, wie Geld verteilt werden soll (eine, die von der Leistung des Einzelnen abhängt, schätze ich – und der auch ich nahestehe).

Tatsächlich wird Geld heutzutage im Wesentlichen vererbt. Und Erben sind Leute, die rein gar nichts verdienen in der Hinsicht – aber sie bekommen. Die allermeisten Millionäre haben ihr Vermögen geerbt.

Was ich fordere, ist dass Geld wieder mehr an diejenigen verteilt wird, die es verdienen. Nämlich weil sie hart dafür arbeiten. Und das impliziert, dass wir die Wettbewerbsbedingungen wieder so ausrichten, dass diejenigen mehr abbekommen, die das Geld auch verdienen.

Auch mir geht es nicht darum, dass alle gleich viel haben. Das halte ich sowieso für nicht erreichbar. Aber Wohlstand für alle, und etwas mehr für diejenigen, die ihn für alle erarbeiten, das hätte ich schon gerne.

@b_m: Du nennst es “Lebensqualität”, aber...

... es ist nichts anderes als Austerität.

Du argumentierst über die Gerechtigkeit. Ich nicht.

Tatsächlich interessieren Gerechtigkeitsfragen als soziale Fragen auch. Volkswirtschaftlich geht es aber darum, ein funktionierendes System hinzukriegen. Wenn man das wieder geschafft hat, können wir gerne mal über Gerechtigkeit sprechen.

Allerdings: was daran ist gerecht, dass die Reichen immer reicher werden, die anderen immer weniger haben? Was daran ist gerecht, dass die Durchschnittsvermögen in Deutschland steigen, aber das mittlere Vermögen in Deutschland fällt, also das Vermögen, das die meisten haben?

Was daran ist gerecht, dass die Deutschen, die das alles hart erarbeiten, real seit vielen Jahren weniger Lohn bekommen, während sich einige wenige in ganz Europa die Taschen vollstopfen und geradezu märchenhaft reich mit dem “Bankenretten” werden?

Was ich vorschlage, adressiert ja durchaus beide Probleme.

Kritik der Gewerkschaften?

Wohl eher Kritik an den Gewerkschaften. Diese waren der Motor der Reallohnstagnation! Wer hat 0-Runden beschlossen? Wer hat die Auslagerung von Stammangestellten auf Leiharbeits- oder Werkvertragsfirmen in den großen Unternehmen (BMW, VW, Airbus, etc.) zugestimmt?

Wenn die EZB die Gewerkschaften links überholt und sich die Gewerkschaften jetzt beklagen, dann wirkt das wie der Geisterfahrer, der sich über die hunderten anderen Geisterfahrer beklagt.

Auch Gewerkschaften wäre es erlaubt, Fehler einzuräumen und ich glaube, es würde ihnen gut zu Gesichte stehen.

@Ladycat

"Der Reichtum in Deutschland wächst zwar, aber vorwiegend bei den Millionären, sprich bei den oberen 5%.
Und, dass es 80% der Deutschen so gut geht, wie nie, das glauben Sie doch selbst nicht. Am besten Sie starten mal eine Umfrage, dann sehen Sie schon, was rauskommt."

Das ist doch Unsinn. In meinem Umfeld sagen es alle und die sagen das Gleiche wie ich von deren Bekanntenkreis. Ich kenne niemanden der arbeitslos ist. Wer einen vernünftigen Job hat, dem geht es so gut wie nie. Wer tarifgebunden beschäftigt ist sowieso- und das ist die Mehrheit der Deutschen.

Übrigens bin ich kein Millionär, und mein "Reichtum" wächst auch beständig. Gleiches gilt für meine Eltern, Schwiegereltern, Geschwister und Schwager und Schwägerinnen und deren Familien und meine engsten Freunde wo ich Einblick in die ungefähren Vermögensverhältnisse habe: Alle können zur Zeit viel ansparen, sind aber (mit einer Ausnahme) keine Millionäre.

@fdik

"Aus einer ganz anderen Sicht muss man die Löhne jedoch hinterfragen: die meisten Deutschen verlieren seit Jahren Einkommen und Vermögen. Dagegen gewinnen die Reichen massiv hinzu in Deutschland, wodurch der Durchschnitt sogar steigt."

So ein Unsinn: Bei uns im Unternehmen (ca. 1000 MA/ Tarifbindung IG Metall) steigen die Löhne seit vielen Jahren jeweils DEUTLICH an. Die Besserverdiener (sprich die außertariflich Beschäftigten) bekommen jeweils maximal die absolute Erhöhung der höchsten Tarifstufe, was prozentual wesentlich weniger ist und die Schere zw. hohen und niedrigen Einkommen zusammenschrumpfen lässt.

@ms1963

"Und ich kenne Friseure und Raumpflegerinnen, die nur deshalb über die Runden kommen, weil sie in Partnerschaften leben."

Ja, kenne ich auch, aber selbst die sagen es geht ihnen besser als vorher. Es muss ja nicht jeder Millionär sein damit die Aussage "es geht mir so gut wie nie zuvor" stimmt.

Alle Umfragen (und auch das Konsumverhalten) zeigen, dass es der überwältigenden Mehrheit der Deutschen trotz aller Meckerei ziemlich gut geht.

Die soziale Absicherung ist in Deutschland so gut wie kaum in einem anderen Land der Welt. Und was ein Unternehmen seinen ausscheidenden Managern als "Puder" mitgibt ist nun mal Sache des Unternehmens. Das Puder wird auch hoch versteuert und bringt dem Staat gutes Geld...

Darstellung: